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DE1608181A1 - Verwendung eines Nickelstahls - Google Patents

Verwendung eines Nickelstahls

Info

Publication number
DE1608181A1
DE1608181A1 DE19671608181 DE1608181A DE1608181A1 DE 1608181 A1 DE1608181 A1 DE 1608181A1 DE 19671608181 DE19671608181 DE 19671608181 DE 1608181 A DE1608181 A DE 1608181A DE 1608181 A1 DE1608181 A1 DE 1608181A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steel
molybdenum
nickel
until
aluminum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671608181
Other languages
English (en)
Inventor
Hydrean Peter Paul
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Inco Ltd
Original Assignee
Inco Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inco Ltd filed Critical Inco Ltd
Publication of DE1608181A1 publication Critical patent/DE1608181A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/08Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing nickel

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Steel (AREA)

Description

DiL-ING. G. EICHENBERG 4 DöSSELDORF/ den Mi Oktober.
DIPL-ING. H. SAUERLAND ceciuenallee ve
DR.-ING. R. KÖNIG "~™«*«
PATENTANWÄLTE
International Nickel limited, Thames House, Millbank,
London, S. W. 1, England
"Verwendung eines Uiekelstahla"
Die Erfindung "bezieht sich auf die Verwendung eines Nickelstahls als Werkstoff für Druckkessel, die im Gebrauch der Einwirkung von Wasserstoff unterliegen. Insbesondere gilt dies für Druckbehälter von Krack-Anlagen, d.h. für Druckbehälter, in denen Erdöl mit Wasserstoffgas unter Druck bei erhöhfer Temperatur so behandelt wird, daß gleichzeitig mit dem katalytischen Kracken ein Hydrieren abläuft. Bei diesem Verfahren, das allgemein als Hydrierkracken bekannt ist, beträgt der Druck des Wasserstoffs 0,7 bis 1,4 kg/mm bei einer Temperatur von 315 bis 455 O. Als Endprodukt fallen bei dem vorerwähnten Verfahren Kraftstoff oder andere hochwertige Destillate an.
Die herkömmlichen Druckbehälter für das Hydrierkracken sind außerordentlich massiv; so sind Druckbehälter mit einer Länge von etwa 30 m, einem Innendurchmesser von 3 m und einer Wandstärke von 18 em mit einem Gesamtgewicht von 750 t keineswegs unüblich. Derartige Abmessungen,
009^4.6/0 25 3 _
BANKKONTO· DEUTSCHE BANKAO., DÜSSELDORF 1072161 · POSTSCHECKKONTOi ESSEN 6734
18. OkJt ο .1.9.6.7.... an ..!!.VeJEWi:^^^ Blatt....
insbesondere die großen Wandstärken führen nicht nur zu Schwierigkeiten bei der Herstellung, sondern auch beim Transport und bei der Installation. Die herkömmlichen Druckbehälter werden im allgemeinen aus einem normalisierten und spannungsfrei geglühten Stahl mit geringer Festigkeit und 2,25 Chrom sowie 1 $ Molybdän hergestellt, der unter der ASTM-Bezeichnung A 587 D bekannt ist. Die niedrige Festigkeit dieses Stahls, d.h. seine Zugfestigkeit von 42 bis 56 kg/mm , ist die Ursache für die große Wandstärke der Druckbehälter, die erforderlich ist, um die hohen Betriebsdrücke zu bewältigen. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht nun darin, einen Stahl mit größerer Festigkeit vorzuschlagen, der eine Verringerung der Wandstärke und damit des Gesamtgewichtes von Druckbehältern für das Hydrierkracken gestattet.
Außerdem soll der Stahl bei den hohen Verfahrenstemperaturen des Hydrierkrackens seine Festigkeit beibehalten, stabil sein und auch nach langen Betriebszeiten keine Beeinträchtigung seiner technologischen Eigenschaften erfahren. Außerdem muß der Stahl sowohl bei Raum- als auch bei Betriebstemperatur zäh und duktil sein sowie eine ausreichende Beständigkeit gegen Anlaßsprödigkeit besitzen..
Schließlich muß ein für die erwähnten Druckkessel geeigneter Stahl unabhängig von seiner strukturellen Be-
6/025?
Blatt
schaffenheit gegen den Angriff heißen Wasserstoffs beständig sein. Aus diesem Grunde sind die Innenwände der Druckkessel für das Hydrierkracken im allgemeinen mit einem austenitischen rostfreien Stahl plattiert. Stähle, die gegen den Angriff heißen Wasserstoffs nicht beständig sind, bilden trotz der Plattierung Blasen und Risse ο Wegen der großen Wanddicke der Druckbehälter muß das Plattieren mit dem rostfreien Stahl durch Aufbringen einer Schweißschicht geschehen, was nicht nur teuer, sondern auch schwierig ist, da das Plattieren nach der Fertigstellung des Behälters erfolgen muß. Werden die Druckbehälter dagegen aus einem hochfesten Stahl hergestellt, können sie geringere Wandstärken besitzen und die Plattierungs.schicht durch Walzplattieren aufgebracht werden.
Um die vorerwähnten Schwierigkeiten zu vermeiden, wurde bereits die Verwendung eines 2,25 Chrom und 1 $> Molybdän enthaltenden Stahls im abgeschreckten und angelassenen Zustand vorgeschlagen, in dem er eine höhere Festigkeit besitzt als im normalisierten und spannungsfrei geglühten Zustand. So soll die Zugfestigkeit dieses Stahls im abgeschreckten und angelassenen Zustand bis etwa 112 kg/mm betragen. Seine Kerbschlagzähigkeit ist dagegen mit
1 bis 1,2 kgm/cm sehr niedrig. Außerdem besitzt der Stahl ■in diesem Zustand ein bainitisches G-efüge, das besondere zur Anlaßsprödigkeit neigt.
.009846/0253
16Ö8181
1.8ο. Okte 19.6.7... αη ..!.!lerwendung eines Iickels.tatil.s!! Blatt
Die Erfindung basiert nun auf der überraschenden Feststellung, daß bestimmte Stähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt und Nickel, Aluminium und Molybdän sowie vorzugsweise auch Niob sehr gute technologische Eigenschaften besitzen, insbesondere eine hohe Festigkeit sowohl bei Raumtemperatur als auch bei erhöhten Temperaturen, eine gute Zähigkeit und Duktilität sowie Beständigkeit sowohl gegen heißen Wasserstoff als auch gegen Anlaßsprödigkeit und eine hohe Stabilität bei hohen Temperaturen. Diese Stähle sind daher besonders als Werkstoff für Druckkessel zum Hydrierkracken von Erdöl geeignet.
Erfindungsgemäß wird daher für den eingangs genannten Verwendungszweck ein Stahl mit unter 0,04 & Kohlenstoff, 5 bis 10 $> Nickel, 0,7 bis 1,2 # Aluminium, 0,5 bis 2 0Jo Molybdän, 0 bis 1,5 $ Chrom, 0 bis 1 °ß> Mangan, 0 bis
1 °/o Silizium, 0 bis 0,12 $ Niob, 0 bis 5 fi Kobalt, 0 bis
2 $ Kupfer, 0 bis 0,01 $ Bor und 0 bis 0,2 $ Tantal, Rest einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen Eisen, vorgeschlagen. Bei dem vorgeschlagenen Stahl kann der Molybdängehalt ganz oder teilweise durch Wolfram ersetzt werden, wobei zwei Gew.-Teile Wolfram Jeweils ein G-ew.-Teil Molybdän ersetzen. Molybdän ist jedoch hinsichtlich der technologischen Eigenschaften des Stahle wesentlich wirksamer als Wolfram und daher vorzuziehen.
009846/0253
18. Okt«,19.61... αη .,!iVerwendung. eines lickelstahls.!.!..... Blatt ,SL
Unter den Verunreinigungen des Stahls sollten die Gehalte an Stickstoff, Sauerstoff, Schwefel und Phosphor so niedrig, wie praktisch möglich gehalten werden. Elemente wie Vanadin und Titan braucht der Stahl nicht zu enthalten, da höhere Gehalte dieser Elemente seine Zähigkeit beeinträchtigen. Immerhin kann der Stahl bis je 0,2 °/o Vanadin und Titan enthaltene
Der Kohlenstoffgehalt muß unter 0,04 f< > liegen und übersteigt vorteilhaft erweise 0,03 °ß> nicht 0 Bei höheren Kohlenstoffgehalten erhöht sich auch die Gefahr, daß der beim Hydrierkracken entstehende naszierende und die Plattierungsschicht durchdringende Wasserstoff mit dem als Karbid vorliegenden Kohlenstoff reagiert. Diese Reaktion führt zur Bildung von Methan an den Korngrenzen sowie zu anderen Inhomogenitäten. Manchmal kann der Druck des entstehenden Gases auch so ansteigen, daß es zur Blasen- oder Rißbildung kommt. Ein verhältnismäßig niedriger Kohlenstoffgehalt verhindert nicht in jedem Falle diese Schwierigkeiten, da andere niedriggekohlte Stähle, die nicht unter die Erfindung fallen, bei der Untersuchung fehlerhaft waren.
Der Nickelgehalt des erfindungsgemäßen Stahls trägt zu einer angemessenen Härtbarkeit bei. Er beträgt 5 bis 7 # und für eine optimale Haftbarkeit 8 bis 9» 5 i»»
Aluminium ist ein wirksamer Härter und ergibt
009846/0253
18. Okt.1.S.61... απ .1!JMyί§MMM......βi.M§.....M..°k§lM.1ίSül.l.§..l.! Blatt
!" Blatt *£L
hohe Festigkeiten}doch, beeinträchtigen zu hohe Aluminiumgehalte von "beispielsweise 1,5 $ die Schlagfestigkeit in starkem Maße, so daß der Aluminiumgehalt 1,2 $ nicht übersteigen darf, vorzugsweise aber mindestens 0,75 % beträgt.
Molybdän erhöht die Festigkeit und verstärkt den Widerstand gegen Anlaßsprödigkeit, so da/3 der Molybdängehalt vorteilhafterweise 0,75 bis 1,5 $ beträgt.
Niob verleiht dem Stahl eine hohe Festigkeit ohne Beeinträchtigung seiner Zähigkeit, vorausgesetzt, daß sein Gehalt 0,12 $> nicht übersteigt. Außerdem hat es den Anschein, daß Niob wegen seiner Affinität zum Kohlenstoff und der dadurch bedingten Karbidbildung zur Verringerung der Gefahr einer Rißbildung führt, weil die Karbide weniger leicht vom Wasserstoff angegriffen werden. Vorteilhafterweise enthält der Stahl daher mindestens 0,008 # Niob.
Stähle der vorerwähnten Zusammensetzung, die 0,008 bis 0,12 Niob enthalten, sind neu und stellen daher einen wesentlichen Bestandteil der vorliegenden Erfindung dar ο
Ein besonders bevorzugter Stahl nach der Erfindung besteht aus bis 0,03 # Kohlenstoff, 5 bis 9,5 "A Nickel, 0,75 bis 1,2 °j> Aluminium, 0,75 bis 1,5 # Molybdän, 0,008 bis 0,08 "Jo Niob, 0 bis 1 i* Chrom, 0 bis 0,75 # Mangan, 0 bis 0,5 ^ Silizium, Rest einschließlich erachmelzungsbedingter
009846/02&3
"Blatt;
!§.· -9.M*" 1.967 απ "J.eZ^.§M^S. §ΐ$$$.Iic^elsiafels." Blatt ;
Verunreinigungen Eisen. Besonders gute Eigenschaften besitzt ein Stahl mit 0,02 $ Kohlenstoff, 9 # Wickel, 1 fi Aluminium, 0,9 # Molybdän, 0,06 bis 0,1 $ Niob, 0,5 # Mangan und 0,2 $ Silizium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen des näheren erläutert.
Im Rahmen von Versuchen wurden die als "Werkstoff für Druckkessel geeigneten Stähle 1 bis 5 und drei Vergleichsstähle A, B und C erschmolzen. Die Zusammensetzungen dieser Stähle, deren Rest jeweils von Verunreinigungen abgesehen, aus Eisen bestand, ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle I.
C Ni Mo
W)
T a bell e I 0 Si
(*)
andere
Elemente
0,008 9,05 0,98 0 _ _
Stahl 0,008 9,15 1,02 Al
(*)
Nb Mn
(*)
0 - -
1 0,017 9,27 1,03 1,02 _ _ 0 - -
2 0,020 9,40 1,00 0,96 0,008 - 0 ,05 -
3 0,02 9,10 0,94 1,08 0,008 - ,22
4 0,15 - 0,93 1,07 0,06 0 ,09 ,32 2,28 Cr
5 0,02 0,91 - - 1,0 0,08 0 ,54 ,18 1,47 Cu
A 0,18 2,58 0,60 - 0 ,54 ,16 0,11 V
3,00 Cr
B * 0,03 0 ,38
0 0,02 0 ,76
* Aluminium wurde dem Stahl B nur zur Desoxydation zugesetzt.
0 0 9 84 R / η 2 5 3
Jik....PM.·... Jj3.6J7an ."^^^ Blatt..
Die Stähle 4, B und C wurden an Luft erschmolzen, die übrigen jedoch im Vakuum-Induktionsofen» Aus den Blökken der Versuchsstähle wurden Rundstäbe mit einem Durchmesser von 19 mm oder Quadratknüppel mit einer Kantenlänge von 16 mm geschmiedet unddann warmgewalzt; aus dem Stahl 5 wurde eine 12,5 mm dicke Platine geschmiedet und warmgewalzt. Die Stähle wurden dann einem oder mehreren der nachfolgend angegebenen Wärmebehandlungen unterworfen:
Wärmeb ehandlung:
A. 1. einstündiges Glühen bei 870° C, Luftabkühlung,
B. 1. einstündiges Glühen bei 870° C, Luftabkühlung, 2* zweistündiges Glühen bei 540° C, Luftabkühlung,
C. 1. einstündiges Glühen bei 870° C, Wasserabschrecken, 2. zweistündiges Glühen bei 540° C, Luftabkühlung,
D. 1. einstündiges Glühen bei 870° C, Kühlen im Luftstrom bei einer der Abkühlungsgeschwindigkeit einer im Wasser abgeschreckten 92 mm dicken Platine entsprechenden Abkühlungsgeschwindigkeit, 2«, dreistündiges Glühen bei 510° C, Luftabkühlung,
E. 1. einstündiges Aushärten bei 565° C,
P. 1. einstündiges Glühen bei 870° G, Xühlen im Luftstrom bei einer der Abkühlung einer wasserabgeschreckten 92 mm-Platine entsprechenden Abkühlungsgeschwindigkeit,
2. vierstündiges Glühen bei 565° C, Luftabkühlung.
0 Ό Ü U U R / Π 0 S 3 COPY
s1B|att
Nach der Wärmebehandlung wurden die Versuchsstähle bei verschiedenen !Temperaturen mechanisch untersucht-, wobei gemäß Tabelle II die 0,2 ^-Streckgrenze, die Zugfestigkeit^ die Dehnung, Einschnürung und die Kerbschlagzahigkeit nach Charpy ermittelt wurden* .
Tabelle II
Wärme
behand
lung
Yersuchs-
tempera-
tur
(0C)
Streck
grenze ρ
(kg/mnr)
Zugfestig
keit ο
(kg/mm )
Deh
nung
M
Ein-
s chnü-
rung
Kerbs chlag«
Zähigkeit
ρ
(kgm/cm )
Stahl A
B
B
R.T.
R.T*
425
69,5
105,3
73,9
78,4
108,5
80,3
21
21
22
80
71
75
31,8
1,81
1 A
B
C
R.T.
R.T.
425
69,0
105,8
75,7
79,8
109,2
80,9
19
19,5
23
82,5
70,8
75
31,3
2,94
2 - A
B
B
C
R.T.
R.T.
425
425
70,3
107,8
80,6
87,9
87,3
117,8
91,0
95,9
20
19
20
20
82,5
68,5
75,0
71,5
38,7
8,12
3 B
B ·
B
R. T.
345
455
98,9
79,5
64,0
100,9
83,0
71,0
21
21
25
76
75
80,8
19,9
4 D
D
D
R.T.
345
455
112,5
102,5
93,1
140,1
125,8
113,9
16,5
18,5
17,0
59,5
65,0
59,8
5,17
5
#
R.T.
345
455
76,2
70,0
61,9
94,2
104,9 .
94,7
18
17
19
63,8
47,2
49,0
2,7
A B
E
E
R.T,
345
455
57,9
47,2
38,4
70,1
58,5
47,4
27
23,5
23,5
72,2
59,5
49,0
13,9
B P
P
i1
R.T.
345
455
85,7
71,7
63,4
96,3
. ' 81,7
.73,6
19,5
17,5
20,5
68,8
60,0
70,2
-13,7
C
* a abgββehreckt und angelassen
009846/02
1.8. Okt. 19.67.„ αη .'!Verwendung ein^^iric^^jstails^ . Blatt
Die Versuchsergebnisse der Tabelle II zeigen, daß die mechanischen Eigenschaften der Stähle 1 bis 5 bei Raumtemperatur und erhöhten Temperaturen deren Verwendung als
Werkstoff - für Wasserstoffbehälter u.dgl» möglich machen. Der Stahl 5 besaß besonders gute Eigenschaften, nämlich eine
Zugfestigkeit von beinahe 140,1 kg/mm , eine Kerbschlagzähigkeit von 5»17 kgm/cm bei Raumtemperatur und eine Zugfestigkeit von über 115 kg/mm bei 455 0.
Die verhältnismäßig geringe Kerbschlagzähigkeit
der Stähle 1 und 2 nach der Wärmebehandlung B bei Raumtemperatur ist bedingt durch den niedrigen Kohlenstoffgehalt
dieser Stähle, demzufolge Oxydeinschlüsse einen schädlichen Einfluß ausübten. Diesen Schwierigkeiten kann man jedoch
durch Anwendung geeigneter Verfahrenstechniken oder Einstellung eines höheren Kohlenstoffgehaltes, wie beispielsweise
beim Stahl 3, entgegentreten. Der Stahl A dient als Beispiel für den bekannten 2,25 tf> Chrom und 1 $ Molybdän enthaltenden Stahl. Tabelle II zeigt, daß die Festigkeit dieses Stahls
von üblicherweise 42 bis 56 kg/mm nach dem Normalisierungsund Spannungsfreiglühen durch das Wasserabschrecken und An-
lassen, auf 94,2 kg/mm erhöht wurde, wobei sich jedoch ein
wesentlicher Festigkeitsverlust ergab.
Aus einem Vergleich der Eigenschaften der Stähle 3 und 4 nach der Wärmebehandlung B bei Raumtemperatur ergibt
sich, daß eine Erhöhung des Hiobgehaltes von 0,008 auf 0,06$
009846/0253
.18. Okt. 1.9.62... an !!XerweMung eines^McXe^tahls.!.1. Blatt
zu einer merklichen. Erhöhung ihrer Zähigkeit ohne einen wesentlichen Festigkeitsverlust führte.
Der niobhaltige Stahl 5 nach der Erfindung und die Stähle B und C wurden ebenfalls untersucht, um ihre langzeitstabilität, ihre Empfindlichkeit gegen Anlaßsprödigkeit und ihre Wasserstoffbeständigkeit festzustellen. Die verschiedenen Versuchsbedingungen, denen die Stähle unterworfen wurden, ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle III zusammen mit den bei den Versuchen ermittelten Ergebnissen.
009846/0253
.18.'....-..OM-0 19.6.7.... an ..!!.Y.erwendung...,.e ine s.... Ni ckels t ahls« B|att
I*.
Tabelle III
Stahl Zustand Streck- Zugfe- Dehnung Einschnü- Kerbschlag
($) ikit
renzep stigkeit ($) runs Zähigkeit
kg/imn ) (kg/^2) (?) 2
Normalzu
stand
112,5 140,1 16 ,5 59,5 5 ,19
500 h
400°ö
118,7 139,4 15 54,0 4 ,32
5000 h
400° 0
122,0 139,5 16 ,5 59,8 3 ,80
500 h
4550C
118,9 140,6 14 50,0 4 ,24
50Oh
400° 0
π *
2
118,7 139,4 15 54,0 4 ,32
0,7 kg/mar
455° 0/H2*
0,7 kg/mm2
118,9 140,6 14 ,5 50,0 4 ,24
B Normalzu
stand
57,9 70,4. 27 72,5 13 ,9
5000 h
345° C
57,5 68,9 24 72 8 ,3
5000 h
455° 0
59,9 70,3 25 69,5 . 5 ,71
1000 h
4550O /H2*
0,7 kg/mm2
46,7 53,9 7 7 0 ,17
O Normalzu
stand
85,7 96,3 19 ,5 68,8 13 ,7
5000 h
400° 0
100,3 109,3 18 ,5 66,0 3 ,8
5000 h
455° 0
92,2 101,9 16 »5 57.,8 0 »52
Überdruck 00 9 8 4 K / 0 7 S3
..1.8. Okt.«, 1.9.6.7.. αη ...!.'..Verwendung. eines^^Nickelstahls.!.!. Blatt ,........£51
Aus Tabelle III ergibt sich, daß das Verhalten des Stahls 5 sehr zufriedenstellend war, was für die Stähle B und C nicht gilt. Der Stahl B wies eine starke Anlaßsprödigkeit auf und war trotz seines niedrigen Kohlenstoffgehaltes sehr empfindlich gegen einen Wasserstoffangriff. Nähere Untersuchungen dieses Stahls ergaben einen starken Angriff an den Korngrenzen. Ebenso verlor der Stahl 0 nach einem längeren Glühen bei 455 C praktisch seine gesamte Schlagfestigkeit.
Der erfindungsgemäße Stahl ist insbesondere als Werkstoff zum Herstellen von solchen Druckkesseln geeignet, die eine hohe Wasserstoffbeständigkeit besitzen müssen, insbesondere für Druckbehälter zum Hydrierkracken; er ist jedoch auch für andere Zwecke geeignet, insbesondere da, wo eine verhältnismäßig hohe Festigkeit und gleichzeitig gute Zähigkeit erforderlich ist.
Der Stahl kann zu verschiedenartigem Halbzeug einschließlich Platinen, Knüppeln, Draht und Schmiedestükken verarbeitet werden.
009846/0.253

Claims (5)

  1. ...1.8.0 Okt.. 1.9.6.7.. an ...'!..lerwendung .e.i..n.e.s.....N.i.c.k.e.ls..t.alll.§..!.I. Blatt .Jk-
    Ί608181
    International Nickel Limited, Thames House, Millbank,
    London, S. W. 1, England
    Patentans prüche:
    Verwendung eines Stahls, bestehend aus
    unter 0,04 °/° Kohlenstoff,
    5 bis 10 fo Nickel,
    0,7 bis 1,2 $ Aluminium,
    0,5 bis 2 °ß> Molybdän,
    0 bis 1,5 fo Chrom,
    0 bis 1 i> Mangan,
    0 bis 1 c/o Silizium,
    0. bis 0,12 <fo Niob,
    0 bis 5 $> Kobalt,
    0 bis 2 <fi Kupfer,
    0 bis 0,01 $> Bor,
    0 bis 0,2 Tantal,
    Rest Eisen einschließlich erschmel-
    zungsbedingter Verunreinigungen, als Werkstoff für Druckbehälter, die dem Angriff von Wasserstoff ausgesetzt sind, insbesondere Druckbehälter für daa Hydrierkracken von Erdöl.
  2. 2. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1, dessen Molybdängehalt jedoch ganz oder teilweise durch Wolfram ersetzt ist,
  3. 009846/0253
  4. wobei zwei Gewichtsteile Wolfram jeweils ein G.ewichtsteil Molybdän ersetzen, für den Zweck nach Anspruch 1o
  5. 5. Verwendung eines Stahls nach den Ansprüchen 1 oder 2, der jedoch 5 "bis 7 Nickel enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
    4. Verwendung eines Stahls nach den Ansprüchen 1 oder 2, der jedoch 8 bis 9f5 .Nickel enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
    5. Verwendung eines Stahls nach den Ansprüchen 1 bis 4, bestehend aus
    unter 0,04 Kohlenstoff, 5 bis 10 <$> Nickel, 0,7 bis 1,2 io Aluminium, 0,5 bis 2 io Molybdän, 0,008 bis 1,2 Niob,
    O bis 1, 5 5 O bis 1 C
    I
    O bis 1 t
    I
    O bis 5 C
    I
    O bis 2 C
    I
    O bis O, 01 < O bis O. 2 < Ίο Chrom, fo Mangan, & Silizium, fo Kobalt, fo Kupfer, % Bor, . Tantal.
    Rest einschließlich erschmel-
    zungsbedingter Verunreinigungen* Eisen, für den Zweck nach Anspruch 1« , ..· '■■-,'-
    009846/0253
    Zum Sareiben vom ..!§..' QM?.. Jß&L cm
    6ο Verwendung eines Stahls nacn Anspruch 5, bestehend aus
    bis 0,05 ί> Kohlenstoff, 5 bis 9,5 i> Mekel,
    0,75 bis 1,2 $> Aluminium,
    0,75 bis 1,5 # Molybdän,
    0,008 bis 0,08 $> Biiob,
    0 bis 1 Chrom,
    0 bis 0,75 $> Mangan,
    0 bis 0,5 & Silizium,
    Rest Bisen, einschließlich erschmel-
    ziingsbedingter Verunreinigungen, für den Zweck nach Anspruch 1,
    7· Verwendung eines Stahls nach Anspruch 5, der jedoch 0,02 Kohlenstoff, 9 $> Nickel, 1 ?S Aluminium, 0,9 # Molybdän, 0,06 bis 0,1 $> Mob, 0,5 $> Mangan und 0,2 $ Silizium, Rest einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen Eisen enthält, für den Zweck nach Anspruch 1·
    009846/0253
DE19671608181 1966-10-20 1967-10-20 Verwendung eines Nickelstahls Pending DE1608181A1 (de)

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US58796366A 1966-10-20 1966-10-20

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19671608181 Pending DE1608181A1 (de) 1966-10-20 1967-10-20 Verwendung eines Nickelstahls

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US (1) US3475164A (de)
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