DE1608180B1 - Verwendung einer nickel-chrom-stahl-legierung - Google Patents
Verwendung einer nickel-chrom-stahl-legierungInfo
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- C22C19/03—Alloys based on nickel or cobalt based on nickel
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Nickel-Chrom-Stahllegierung aus 31 bis 34%
Nickel, 17 bis 22% Chrom, 5,5 bis 9,25% Molybdän, bis 3,25% Niob, 0 bis 2% Tantal, wobei der Niob-
und der halbe Tantalgehalt 1 bis 3,25% betragen, bis 0,3% Kohlenstoff, 0 bis 1,5% Mangan, 0 bis
1% Silizium, 0 bis 0,6% Titan, 0 bis 0,6% Aluminium, bis 2% Vanadin, 0 bis 2% Kupfer, 0 bis 1% Wolfram,
0 bis 0,08% Magnesium, 0 bis 0,005%.Bor, bis 0,05% Kalzium und 0 bis 0,02% Zirkonium,
Rest einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen Eisen.
Austenitische, rostfreie Stähle sind bekanntlich empfindlich gegen Spannungsrißkorrosion, insbesondere
in agressiven chloridischen Medien, beispielsweise in kochendem Magnesiumchlorid. Um diesen
Nachteil zu beheben,, wurde bereits vorgeschlagen, den Phosphor- und den Stickstoffgehalt austenitischer
Stähle mit mindestens 19% Nickel und 15% Chrom niedrig zu halten und einen bestimmten Mindestgehalt
an Kohlenstoff oder Silizium einzustellen, beispielsweise mindestens 0,07% Kohlenstoff oder 1,7%
Silizium. Außerdem wurde der Molybdängehalt dieser Stähle auf maximal 0,075% stark reduziert.
Der vorerwähnte Vorschlag führt jedoch zu weiteren Schwierigkeiten; so ist es beispielsweise bekannt,
daß hohe Kohlenstoffgehalte von beispielsweise 0,07% austenitische rostfreie Stähle sehr empfindlich für
eine interkristalline Korrosion machen, d. h., die Stähle werden korngrenzenempfindlich. Die interkristalline
Korrosion, die sich insbesondere an Schweißnähten bemerkbar macht, kann auf verschiedene
Weise beseitigt werden, insbesondere dadurch, daß der Kohlenstoffgehalt der betreffenden
Stähle unter etwa 0,03% gehalten wird. Die nachteilige Wirkung hoher Kohlenstoffgehalte kann auch
durch ein Stabilisieren mit Niob vermieden werden. Obgleich diese Maßnahmen einerseits die Gefahr
einer interkristallinen Korrosion verringern, erhöhen sie andererseits die Gefahr einer Spannungsrißkorrosion.
In ähnlicher Weise gehen mit der Verringerung der Gefahr einer Spannungsrißkorrosion durch Verringerung
des Molybdängehaltes auf unter 0,075% die durch höhere Molybdängehalte bedingten vorteilhaften
Eigenschaften verloren. Aus diesem Grunde enthalten die molybdänhaltigen rostfreien Standardstähle
AISI 316 und 317 jeweils 2 bis 4% Molybdän, sind aber empfindlich gegen Spannungsrißkorrosion
und interkristalline Korrosion, wenn sie höhere Kohlenstoffgehalte besitzen.
Bekannt ist aus der USA.-Patentschrift 2 777 766 auch eine warmverformbare gegen Lochfraß durch
Chloridlösungen sowie in oxydierenden und reduzierenden korrodierenden Medien beständige Nickel-Chrom-Stahllegierung
mit 35 bis 50% Nickel, 18 bis 25% Chrom, 2 bis 12% Molybdän, 0,1 bis 5% Niob und/oder Tantal, unter 0,25% Kohlenstoff, bis
1,5% Mangan, bis 0,5% Silizium, bis 2,5% Kupfer und bis 5% Wolfram, Rest Eisen. Diese Legierung
besitzt jedoch, wie Versuche bewiesen haben, eine geringe Beständigkeit gegen Spaltkorrosion in 10%iger
Ferrichloridlösung.
Durch Versuche konnte festgestellt werden, daß das an sich bis 2% schädliche Molybdän oberhalb
3% die Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion verbessert. Dieses zur Zeit noch unerklärliche Verhalten
des Molybdäns ergibt sich aus Versuchen an 14 Legierungen mit variierenden Molybdängehalten.
Bei diesen Versuchen wurden geglühte U-förmige Probestücke in kochende 42%ige Magnesiumchlorid-Lösung
bei 154° C eingetaucht und ihre Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion in der Weise untersucht,
daß sie jeden Tag auf Risse geprüft wurden; dabei wurden Proben, die nach 30 Tagen noch rißfrei
waren, als korrosionsbeständig angesehen.
Die Zusammensetzungen der Versuchslegierungen ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle I, wobei
der Rest in jedem Falle aus Eisen und den üblichen erschmelzungsbedingten Verunreinigungen besteht.
Außerdem ist in Tabelle I die Anzahl der Tage angegeben, nach denen die Prpbestücke erstmalig Risse
aufwiesen.
Die Tabelle zeigt, daß die molybdänfreien Stahllegierungen A, B mit hohem Kohlenstoffgehalt rißfrei
waren, daß die der Legierung B ähnliche Legierung C mit geringerem Kohlenstoffgehalt von nur
0,03% dagegen schnell rissig wurden.
Die Legierungen D bis G enthielten geringe Mengen des schädlichen Molybdäns und waren sämtlich
rissig. Die hochkohlenstoffhaltigen Legierungen D,
E und F wären in Abwesenheit des Molybdäns ebenfalls rißfrei gewesen.
Ein Vergleich der Legierungen H und J; K, L und M; sowie N und P zeigt die abnehmende Schädlichkeit
von etwa 3% übersteigenden Molybdängehalten. Tatsächlich war, was die Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion
betrifft, die Legierung M zufriedenstellend.
■ Abgesehen von der Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion,
muß auch die Empfindlichkeit der Legierung gegen interkristalline oder Spaltkorrosion verringert
werden. In diesem Zusammenhang wurde nun festgestellt, daß Legierungen mit beispielsweise
4% Molybdän trotz ihrer verbesserten Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion einen nur geringen
Widerstand gegen interkristalline Korrosion besitzen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Werkstoff zu schaffen, der eine hohe Beständigkeit
sowohl gegen interkristalline Korrosion als auch gegen Spannungsrißkorrosion und Spaltkorrosion
in chloridischen Medien, insbesondere in kochender Magnesiumchlorid-Lösung besitzt. Ausgehend von
der Feststellung, daß bestimmte, Molybdän und Niob enthaltende Nickel-Chrom-Stahllegierungen mit sorgfältig
eingestellter Zusammensetzung dieser Forderung genügen, wird erfindungsgemäß die Verwendung einer
Nickel-Chrom-Stahllegierung aus 31 bis 34% Nickel, 17 bis 22% Chrom, 5,5 bis 9,25% Molybdän, 1 bis
3,25% Niob, 0 bis 2% Tantal vorgeschlagen, deren Niob- und halber Tantalgehalt 1 bis 3,25% betragen,
0 bis 0,3% Kohlenstoff, 0 bis 1,5% Mangan, 0 bis 1% Silizium, 0 bis 0,6% Titan, 0 bis 0,6% Aluminium,
0 bis 2% Vanadin, 0 bis 2% Kupfer, 0 bis 1% Wolfram, 0 bis 0,08% Magnesium, 0 bis 0,005% Bor,
0 bis 0,05% Kalzium und 0 bis 0,02% Zirkonium, Rest einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen
Eisen.
Bei der vorgeschlagenen Legierung kann ein Teil des Niobs Atom gegen Atom durch Tantal ersetzt
werden, d. h., ein Gewichtsteil Niob wird durch zwei Gewichtsteile Tantal ersetzt, doch muß die Legierung
mindestens 1% Niob enthalten und darf der Tantalgehalt 2% nicht übersteigen. Die Legierung muß mindestens
5,5% Molybdän enthalten, da sonst die Gefahr einer Spannungsrißkorrosion besteht und unter Umständen
der Widerstand gegen Spaltkorrosion verringert wird. Vorzugsweise beträgt der Molybdängehalt
6 bis 9%.
| Legie rung |
Ni | Cr | C | Mo | Si | Mn | Al | Ti | Cu | Tage |
| A | 41,8 | 18,3 | 0,07 | . | 0,58 | 0,69 | 0,05 | X | ||
| B | 34,1 | 21,0 | 0,08 | — | 0,61 | 0,81 | 0,10 | 0,26 | 0,41 | X |
| C | 34,2 | 20,5 | 0,03 | — | 0,71 | 0,83 | 0,23 | 0,44 | 0,41 | 6 |
| D | 32,6 | 19,1 | 0,07 | 0,15 | 0,63 | 0,15 | <0,01 | 0,06 | 0,06 | 13 - |
| E | 34,4 | 20,1 | 0,07 | 0,33 | 0,57 | 0,13 | <0,01 | 0,015 | 0,06 | 5 |
| F | 34,2 | 20,3 | 0,08 | 0,48 | 0,62 | 0,14 | <0,01 | 0,019 | 0,06 | 12 |
| G | 33,8 | 20,4 | 0,026 | 0,25 | 0,70 | 0,82 | 0,19 | 0,39 | 0,41 | 9 |
| H | 41,2 | 18,7 | 0,02 | 1,7 | 0,82 | 0,86 | <0,l | 0,13 | 0,48 | 1 |
| J | 41,9 | 18,1 | 0,02 | 3,3 | 0,8 | 0,84 | 0,14 | 0,20 | 0,50 | 16, X |
| K | 32,9 | 18,8 | 0,03 | 2,1 | 0,66 | 0,79 | 0,20 | 0,25 | 0,40 | 5,5 |
| L | 35,7 | 18,8 | 0,02 | 2,1 | 0,80 | 0,80 | 0,14 | 0,24 | 0,50 | 5,8 |
| M | 33,0 | 18,5 | 0,02 | 3,3 | 0,62 | 0,75 | 0,32 | 0,26 | 0,51 | 11, 15 |
| N | 39,2 | 17,7 | 0,036 | 3,2 | 0,71 | 0,72 | 0,26 | 0,23 | 0,51 | X, X |
| P | 38,1 | 17,7 | 0,02 | 4,9 | 0,71 | 0,81 | 0,26 | • 0,20 | 0,52 . | 11, X |
X = nach 30 Tagen noch rißfrei.
Niob erhöht merklich die Beständigkeit gegen Spaltkorrosion, vorausgesetzt, daß der Niobgehalt
mindestens 1% beträgt und sorgfältig auf die Gehalte an Nickel und Molybdän eingestellt ist. Niedrige
Niobgehalte von beispielsweise 0,2 oder 0,5% sind ohne Wirkung, so daß der Niobgehalt unabhängig
vom Nickelgehalt mindestens 1,5% beträgt. 3,25% übersteigende Niobgehalte sind ohne Wirkung und
erhöhen allenfalls die Kosten für die Legierung. Außerdem wurde festgestellt, daß eine mit Ausnahme
von 5% Niob unter die Erfindung fallende Legierung beim Auswalzen eines Blocks bei 11500C rissig wurde.
Liegt der Chrqmgehalt unter 17%, wird die Beständigkeit
gegen Spannungsrißkorrosion beeinträchtigt, während 22% übersteigende Chromgehalte die
Verformbarkeit beeinträchtigen. Vorteilhafterweise enthält die erfindungsgemäße Legierung daher mindestens
18% und vorzugsweise nicht mehr als 21,5% Chrom. Für eine optimale Korrosionsbeständigkeit
ist es wichtig, daß der Gesamtgehalt an Chrom und Molybdän mindestens 24% und vorzugsweise mindestens
25% beträgt.
Vorteilhafterweise enthält die vorgeschlagene Legierung 18 bis 21% Chrom, 6 bis 9% Molybdän und 1,5
bis 3% Niob. Der Kohlenstoffgehalt der Legierung darf 0,03% nicht übersteigen.
Die Legierung kann bis 1,5% Mangan, bis 1% Silizium, bis 0,6% Titan und bis 0,6% Aluminium
enthalten. Wegen des Aluminium- und/oder Titangehaltes von 0,1 bis 0,5% ist das Bearbeiten der erfindungsgemäßen
Legierung ohne Schwierigkeiten möglich.
Siliziumgehalte über 1% können zu Schwierigkeiten beim Verformen und Schweißen führen. Vor-
zugsweise übersteigt der Siliziumgehalt daher 0,25%, besser noch 0,1% nicht. Der Mangangehalt übersteigt
vorzugsweise 1% nicht.
Die Legierung kann auch Vanadin und Kupfer bis jeweils 2% enthalten; höhere Gehalte dieser Elemente
beeinträchtigen jedoch die Korrosionsbeständigkeit. Vorzugsweise übersteigt der Vanadingehalt 1% und
der Kupfergehalt 0,75% nicht. Außerdem kann die Legierung noch Wolfram enthalten, dessen Gehalt
jedoch 1% nicht übersteigen darf.
Um eine ausreichende Desoxydation der Legierung sicherzustellen, können dieser vorteilhafterweise mindestens
eins der Elemente Magnesium, Bor, Kalzium und Zirkonium bei folgenden Höchstgehalten zugesetzt
werden: 0,08% Magnesium, 0,005% Bor, 0,05% Kalzium und 0,02% Zirkonium.
In jedem Falle besteht der Legierungsrest aus Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen.
Zu den Verunreinigungen gehören auch die Rückstände von zur Desoxydation und Raffination zugesetzten
nicht zwingenden Elementen. Die sonstigen Verunreinigungen wie Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor
und Schwefel sollten so niedrig wie praktisch möglich gehalten werden. Insbesondere sollten die
Gehalte an Phosphor und Schwefel 0,02% bzw. 0,03% nicht übersteigen. Die vorgeschlagene Legierung kann
an Luft oder im Vakuum erschmolzen werden, soll jedoch nicht außerhalb 980 bis 12600C warmverformt
und vorzugsweise bei 1040 bis 1175° C geglüht werden.
Zu Vergleichszwecken sind in der nachfolgenden Tabelle II die Zusammensetzungen der vorgeschlagenen
Legierungen 1 und 2 den nicht unter die Erfindung fallenden Vergleichslegierungen Q bis Z sowie
AA bis DD gegenübergestellt. Keine der Versuchslegierungen enthielt mehr als 1% Mangan. In jedem
Falle bestand der Legierungsrest aus Eisen und Verunreinigungen mit Ausnahme der Legierung C, die
zusätzlich noch 2,0% Kupfer enthielt.
| Legie | Ni | Cr . . | Mo | C | Nb | - | — | Al | Ti | Fe | Gewichts verlust |
| rung | (%) | (%) | (%) | (%) | (%) | 5,2 | (%) | (%) | (%) | (mg) | |
| 1 | 32,4 | 21,6 | 6,5 | 0,021 | 2,1 | 0,18 | 0,24 | Rest | 0,4 | ||
| 2 | 33,5 | 21,2 | 6,4 | 0,01 | 2,1 | 0,25 | 0,20 | Rest | ο,ι | ||
| Q | 36,3 | 20,3 | 0,7 | 0,023 | 0,14 | 0,25 | 2,45 | Rest | 416,5 | ||
| R | 39,3 | 19,8 | 6,3 | 0,019 | — | 0,37 | 0,28 | Rest | 208,-7 | ||
| S | 40,0 | 20,0 | 6,25 | 0,032 | 1,16 | 0,30 | 0,26 | Rest | 101,9 | ||
| -..τ | 39,0 | 22,0 | 6,15 | 0,030 | 2,18 | 0,35 | 0,24 | Rest | 113,4 | ||
| U | 38,5 | 20,0 | 6,2 | 0,054 | 2,2 | 0,33 | 0,26 | Rest | 154,3 | ||
| V- | 39,0 | 20,0 | 4,35 | 0,025 | 2,1 | 0,22 | 0,24 | Rest | 176,1 | ||
| W | 44,2 | 19,9 | 6,15 | 0,10 | 2,1 | 0,32 | 0,25 | Rest | 101,2 | ||
| X | 43,5 | 21,6 | 6,6 | 0,038 | 2,34 | 0,31 | 0,26 | Rest | 88,0 | ||
| Y | 60,8 | 20,2 | 6,0 | 0,04 | 2,1 | 0,30 | 0,27 | Rest | 97,4 | ||
| andere Elemente | |||||||||||
| Z | 45,9 | 21,8 | 6,56 | 0,04 | 1,96 | 0,32 W | Rest | 16,3 | |||
| 0,81 Co | |||||||||||
| AA | 44,5 | 21,5 | 6,69 | 0,03 | — | 1,19 Cu | Rest | 9,2 | |||
| 2,25 Ta | |||||||||||
| 1,06 Co | |||||||||||
| BB | 43,2 | 20,0 | 3,03 | 0,03 | — | 1,75 Cu | 29,9 | 544,2 | |||
| 1,04 Ti | |||||||||||
| CC | 33,8 | 20,1 | 2,3 | 0,05 | 3,41 Cu | Rest | 260 | ||||
| DD | 52,5 | 19,0 | 3,0 | • 0,04 | 0,1 Cu | 18,0 | 80,6 |
Bei den Legierungen Z und AA bis DD handelte es sich um handelsübliche Legierungen. Beim Erschmelzen
der übrigen Versuchslegierungen wurden Nickel, Eisen, Vakuumchrom und Kohlenstoff in
einem Magnesiumoxydtiegel unter Argon eingeschmolzen und der Schmelze Niob, Molybdän und
Mangan zugesetzt sowie die Schmelze auf 15950C gebracht.
Dann wurde die Schmelze auf 1565° C abgekühlt und Aluminium, Titan sowie mit Ausnahme
der Legierung Q Kalzium-Silizium oder Magnesium zugesetzt. Die Versuchsschmelzen wurden zu Blöcken
vergossen und diese bei 11500C zu 6,4 mm dicken Probestücken ausgewalzt.
Die Proben wurden dann zu Band mit einer Dicke von 1,9 mm bei einer Dickenabnahme von 75% kaltgewalzt
und dann 1 Stunde bei 10650C geglüht. Anschließend wurden Probestücke einer Abmessung
von 25,4 x 38,1 mm hergestellt und 72 Stunden in eine 10%ige Ferrichloridlösung eingetaucht. Dabei
wurden zur Erzeugung von Spalten Gummibänder um die Proben gewickelt. Der sich bei den Versuchen
einstellende Gewichtsverlust ergibt sich aus den Werten der Tabelle II.
Die Versuchsergebnisse beweisen, daß die vorgeschlagene Legierung eine außergewöhnlich gute Korrosionsbeständigkeit
besitzt. Im Gegensatz dazu unterlagen die Legierung Q mit nur 0,14% Niob
und die niobfreie Legierung R einer starken Korrosion.
Bei Versuchen zur Bestimmung der Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion wurden geglühte und
U-förmig gebogene Probestücke der Legierungen 1 und 2 und einer Legierung 7 mit 35,9% Nickel,
19,7% Chrom, 6,1% Molybdän, 0,020% Kohlenstoff, 2,36% Niob und 0,70% Eisen, Rest Eisen in kochende,
40%ige Magnesiumchlondlösung von 1540C 30 Tage
lang eingetaucht. Diese Proben wiesen bei Versuchsende noch keine Risse auf.
Im kaltverformten Zustand besitzt die vorgeschlagene
Legierung eine hohe Zugfestigkeit. Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht darin, daß ein Draht aus
der vorgeschlagenen Legierung den Anforderungen des »Kink«-Versuches genügt, bei dem der Draht
in eine Schlinge gelegt und seine Enden bis zum dichten Schließen der Schlinge zusammengezogen werden.
Eine Legierung, die den Bedingungen dieses Versuches genügt, ist insbesondere als Werkstoff für Seekabel
geeignet.
Die vorgeschlagene Legierung eignet sich für alle Verwendungszwecke, die eine hohe Beständigkeit
gegen chloridische Medien erfordern, insbesondere als Werkstoff für Kessel, Behälter, Rohre, Leitungen
und Ventile der Chemie und Petrochemie sowie zur Verwendung in maritimer Atmosphäre. Die vorgeschlagene
Legierung kann zu Knüppeln, Draht, Blechen, Platinen, Bändern und Draht verformt
werden.
209 522/279
Claims (7)
1. Verwendung einer Nickel-Chrom-Stahllegierung, bestehend aus 31 bis 34% Nickel, 17 bis 22%
Chrom, 5,5 bis 9,25% Molybdän, 1 bis 3,25% Niob, 0 bis 2% Tantal, wobei der Niob- und der halbe
Tantalgehalt 1 bis 3,25% betragen, 0 bis 0,3% Kohlenstoff, 0 bis 1,5% Mangan, 0 bis 1% Silizium,
0 bis 0,6% Titan, 0 bis 0,6% Aluminium, 0 bis 2% Vanadin, 0 bis 2% Kupfer, 0 bis 1%
Wolfram, 0 bis 0,08% Magnesium, 0 bis 0,005% Bor, 0 bis 0,05% Kalzium und 0 bis 0,02% Zirkonium,
Rest einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen Eisen, als Werkstoff für
Gegenstände, die eine hohe Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion, Spannungsrißkorrosion
und Spaltkorrosion in chloridischen Medien, insbesondere in kochender Magnesiumchloridlösung
besitzen müssen.
2. Verwendung einer Stahllegierung nach Anspruch 1, deren Gesamtgehalt an Chrom und
Molybdän mindestens 24% beträgt, für den Zweck nach Anspruch 1.
3. Verwendung einer Stahllegierung nach Anspruch 2, deren Gesamtgehalt an Chrom und
Molybdän mindestens 25% beträgt, für den Zweck nach Anspruch 1.
4. Verwendung einer Stahllegierung nach den Ansprüchen 1 bis 3, deren Molybdängehalt jedoch
6 bis 9% beträgt, für den Zweck nach Anspruch 1.
5. Verwendung einer Stahllegierung nach den Ansprüchen 1 bis 4, deren Niobgehalt jedoch 3%
nicht übersteigt, für den Zweck nach Anspruch 1.
6. Verwendung einer Stahllegierung nach den Ansprüchen 1 bis 5, deren Chromgehalt jedoch 18
bis 21,5% beträgt, für den Zweck nach Anspruch 1.
7. Verwendung einer Stahllegierung nach Anspruch 1, die 18 bis 21% Chrom, 6 bis 9% Molybdän
und 1,5 bis 3.% Niob enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US58834166A | 1966-10-21 | 1966-10-21 |
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