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DE3507166A1 - Brikettierung von eisenschwamm - Google Patents

Brikettierung von eisenschwamm

Info

Publication number
DE3507166A1
DE3507166A1 DE19853507166 DE3507166A DE3507166A1 DE 3507166 A1 DE3507166 A1 DE 3507166A1 DE 19853507166 DE19853507166 DE 19853507166 DE 3507166 A DE3507166 A DE 3507166A DE 3507166 A1 DE3507166 A1 DE 3507166A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
briquettes
strand
briquette
crusher
hold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853507166
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Klaus Dr.-Ing. 4220 Dinslaken Schott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kuettner GmbH and Co KG
Original Assignee
Kuettner GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kuettner GmbH and Co KG filed Critical Kuettner GmbH and Co KG
Priority to DE19853507166 priority Critical patent/DE3507166A1/de
Publication of DE3507166A1 publication Critical patent/DE3507166A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/0005Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for briquetting presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Brikettieruncr von Eisenschwamm Der auf dem Wege der Direktreduktion über die Erzphase erzeugte Eisenschwamm weist den Nachteil auf, daß er nach seiner Abkühlung äußerst reaktiv ist und sich bei geeigneten Bedingungen rasch entzündet. Dieses Verhalten wird hauptsächlich durch die große Porosität des Eisenschwammes (sehr große Oberfläche im Verhältnis zum vorliegenden Eisenschwammkorn) und seiner schlechten Wärmeleitfähigkeit hervorrufen.
  • Dieses Verhalten zeigt der Eisenschwamm in mehr oder minder ausgeprägter Form bei allen Herstellungsverfahren, egal ob er aus Stückerzen oder aus Eisenerzpellets hergestellt worden ist.
  • Um den Eisenschwamm lager- und transportfähig zu machen, werden unterschiedliche Verfahren angewendet, die alle den Nachteil haben, daß der sich beim Umschlag und Transport bildende Feinanteil äußerst pyrofer ist.
  • Ein Hauptverfahren, den Eisenschwamm lager- und transpartfähig zu machen, ist das Verfahren der Heißbrikettierung. Hierbei wird auf die unmittelbare Abkühlung des Eisenschwammes verzichtet und dieser unmittelbar nach Austrag aus dem Reduktionsagregat einer Walzenpresse zugeführt, die zur Aufgabe hat, den stark porösen Eisenschwamm soweit zu verdichten, daQ er seine Reaktionsfähigkeit wegen der nunmehr stark verminderten Oberfläche und der besseren Wärmeleitfähigkeit in den PreAlinzen (Kissenbriketts) verliert.
  • Bei der Walzenpresse handelt es sich um eine Art Walzwerk, bei dem die Walzen horizontal zueinander angeordnet sind und in ihrer oberfläche regelmäßige Mulden aufweist. Der Eisenschwamm wird dieser Walzenpresse über ein geeignetes Organ dosiert zugeführt und'mittels der gemuldeten Oberfläche zu sogenannten Brikettslerpreßt.
  • Die so verpreßtenEisenschwammengen können unmittelbar in Wasser abgekühlt werden und gelagert werden, ohne daß Oxydationsprozesse auftreten, die größer sind als bei normalem gemischten Schrott.
  • Je nach gewünschtemEinsatzort und dem Schmeizaggregat muß der kompaktierte Eisenschwamm gelagert, transportiertund chargiert werden. Wegen seiner hohen Qualität werden in der Regel nicht 100 °S kompaktierter Eisenschwamm in die Schmelzaggregate eingesetzt, sondern nur gewisse Prozentanteile, um die chemische Analyse des erschmolzenen Materiales zu verbessern. Aus der Schmelztechnik in diesen verschiedenen Aggregaten ist bekannt, daß es am Besten ist, den Eisenschwamm kontinuierlich dem Schmelzaggregat (Elektroofen z. B.) zuzuführen. Muß der Eisenschwamm über einen Korb chargiert werden, ist es erforderlich diesen wegen seiner hohen Wärmekapazität in Form großer Stücke (Platten aus mehreren zusammenhängen Briketts) zu verwenden. Soll der Eisenschwamm kontinuierlich dem Schmelzaggregat zugeführt werden, so ist es erforderlich, wegen der in Regel beengten Maße im Deckel der Schmelzaggregate diesen durch ein Rohr geringen Durchmessers dem Schmelzaggregat zuzuführen. Aus diesem Grunde darf der Eisenschwamm nur aus Einzelbriketts bestehen, damit es in den Zuführorganen nicht zu Verstopfen gen kommt.
  • Der Aufbau einer üblichen Heißbrikettierungsanlage für reduziertes Eisenerz aus Stückerz oder Pellets ist wie folgt: 1. Materialzuführungsleitung mit Umstellklappe und Umgehungsleitung um die Presse, 2. Brikettpresse mit Zuführ- und Dosierschnecke komplettem Antrieb und Zubehör, 3. Briettstranbrecher mit Rutschen und Inertgasgehäuse 4. Brikettkühler mit Schwadenabzug und Kühlwasserführung, 5. Komplette elektrische Ausrüstung mit Steuerung.
  • Diese Einheiten sind bisher in Leistungsgrößen von 25-30t/h gebaut worden. Im praktischen Betrieb wurden iedoch Durchsatzleistungen bis zu 40t/h erreicht. Dabei hat die Aufgabeauttemperatur im allgemeinen zwischen 700 und 8000C gelegen. Die erzeugten Briketts haben Abmessungen von ca. 100x60x25mm bei einer Dichte von ca 5,5g/cm3.
  • Die Presse erzeugt nicht Einzelbriketts. sondern einen zusammenhängenden Brikettstrang. Die ununterbrochene Länae des Brikettstanges hängt im wesentlichen ab von der Qualität des Eisenschwammes (KorngröGenverteilunaX C-Cehalt, Gangart, Duktilität, Temperatur) sowie der cr'leichmäßigen Beschickung der Brikettpresse und der angewendeten Kräfte für das Brikettieren.
  • Aus Gründen des Formzeugverschleißes der Brikettoresse können die Kräfte für den Brikettiervorgang gewisse Grenzgrößen nicht überschreiten. Da zudem der Eisenschwamm bezüglich seiner verschiedenen völlig homogen der Presse zugeführt wird, kommt es immer wieder zum Abriß des Brikettstranges unterhalb der Presse.
  • Ferner ist die Teilung des Brikettstrantes in Einzelbriketts ein schwieriges Problem. Das wird darauf zurükgeführt, daß die Briketts aus reduziertem heißen Stückerz und aus feinem Erz bestehen, wobei die Eisenteilchen entsprechend dem Preßverlauf orientiert sind. Zudem wird davon ausgegangen, daß in den Bereichen der Stege zwischen den einzelnen Briketts die Teilchen so verschmiedet sind, daß sie von einem Brikett zum anderen eine sehr gute Verbindung bilden. Das macht die Teilung von Briketts aus reduziertem Stückerz besonders schwierig.
  • Am einfachsten kann ein Brikettstrang zerteilt erden, wenn der Strang ein einreiheiger Brikettstrang ist und somit nur Bruchkanten quer zum Strang aufweist. Bei den heute geforderten Durchsatzleistangen der Maschinen würde das Brikett aus einem einreihigen Brikettstrang in seinen Abmessungen zu groß werden und infolge seines hohen Eigengewichstes bei Transport- und Umschlagvorgängen zunBruch neigen. Die Größe des Einzelbriketts würde zudem die zulässige Größe für das kontinuierliche Chargieren über ein Rohr von ca. 250 mm Durchmesser überschreiten. Aus vorstehend erwähnten Gründen müssen Formzeuge verwendet werden, die es gestatten, einen Brikettstrang mit mehreren parallel angeordneten Briketts zu erzeugen. Aus Untersuchungen ist bekannt, daß sich mit einem einfachen Brechmechanismus nur zwei Brücke erzielen lassen können, die senkrecht zueinander stehen.
  • Deshalb ist es vorteilhaft, wenn der Brikettstrang aus zwei parallel zueinander angeordneten Brikettsträgen besteht. Dem wird in der Praxis regelmäßig Rechnung getragen.
  • Damit bestehen für das Bruchaggregat die Aufgaben, den Brikettstrang je Brikett in Längs- und Querrichtung zu zerteilen.
  • Eine für diese Aufgabe konzipierte und ausgeführte Brechteinrichtung besteht aus einer Rutsche, auf der der Brikettstrang (bzw. die Teilstücke des Stranges) von der Walzenpresse aus zu einem mit Schlagplatten versehenen Rotor gleiten und dort über zwei senkrecht zueinander stehenden Widerlagern zerteilt werden. Bei den bisher ausgeführten Anlagen hat die Rutsche am Endpunkt, kurz vor dem Brechrotor einen Neigungswinkel von ca.
  • 35°. Da der Brikettstrang aus den horizontal zueinander angeordneten Walzen der WaAzenDresse senkrecht nach unten ausläuft, muß er von der Rutsche so abgelenkt werden, daß. er, auf der Rutsche aufliegend, so der Brechwalze zugeführt werden kann.
  • Wenn der Brikettstrang kontinuierlich aus der Presse ausläuft, wird er dem Brechrotor mit der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen der Walzenpresse zugeführt. Reibt der Strang auf dem Wege zum Brechrotor (in der Regel unmittelbar unter den Walzen der Walzenpresse), so gleitet er infolge seines hohen Eigengewichtes mit ständig zunehmender Geschwindi¢keit auf der Rutsche ab und erreicht den Brechrotor.
  • Eine Synchronisierung des rotors ist wegen seiner MacsentrRgheit und der für diesen heißen Bereich nicht entwickelten Meßtechnik kaum möglich. Eine oft versuchte Synchronisation zwischen Brechrotor und Walzen scheitert zudem daran, daß der Brikettstrang infolge der Duktilität des Eisenschwammes im Preßvorgang wegen über dem Walzenunfan.« verlängert wird. Die Verlänaerung beträgt nach den Erkenntnissen, die dieser Erfindung vorausvingen, z.B.
  • imm/5Omm Walzenumfang, ändert sich aber mit der eingesetzten Eisenschwammsorte. Aus,baulichen Gegebenenheiten kann der Brecher nicht unmittelbar unter den horizontal liegenden Walzen der Walzenpresse anordnet werden, sondern hat er einen Abstand von ca. 1 bis 2 m vom Zentrum der Walzennresse.
  • Infolgedessen wird ein auf einer schrägen Rutsche ablaufender Brikettstrang in seinen nruchkanten durch das Eigengewicht erheblich belastet. Desgleichen entsteht eine starke Belastung der Bruchkanten durch eine Wölbung des Brikettstranges auf der Rutsche. Die Wölbung ergibt sich, wenn die Rutsche gewölbt ist.
  • Beim Zerschlagen des Brikettstrantstranges werden weitere Kräfte auf den Brikettstrang wirksam, die eine Wellenbildung im Strang verursachen können. Die mit der Wellenbildung verbundene Beanspruchung des Brikettstranges führt leicht zu dessen Zerstörung, d.h. zu unerwünschten Strangabrissen.
  • Zusätzliche Belastungen treten auch auf, wenn der Brikettstrang beim Zerschlagen zugleich etwas zur1ckgestoßen wird. Das ist je nach Auslegung des Brechers unvermeidbar. Auch das Zurückstoßen kann unerwünschte Strangabrisse verursachen.
  • Die Gefahr von Strangabrissen ist vor allem dann besonders groß, wenn mehrere der oben erläuterten Umstände zusammentreffen.
  • Bricht ein Brikettstrang in kurzer eih enfolge, so können mehrere Strangstücke übereinander in den Brecher einlaufen. Dabei treffe die zuletzt abgebrochenen, das heißt die nahe der Walzennresse abgebrochenen Strangabschnitte infolge ihrer "hohen Fallhöhe" mit wesentlich höherer Geschwindigkeit auf den Brecher auf als diejenigen Strangabschnitte, die sich im unteren Bereich der Rutsche nahe dem Brecher befinden.
  • Insbesondere abgebrochene Strangabschnitte verklemmen sich leicht auf der Rutsche zwischen dort üblicherweise vorhandenen seitlichen Führungsleisten. Dabei ist ein notwendiges großes Sniel des Brikettstranges zwischen den seitlichen Führungsleisten von großem Nachteil. Das Sniel ergibt sich u.a. daraus, daß der Brikettstranz unterschiedliche Breiten aufweist. Die unterschiedlichen Breiten resultieren aus der Inhomogenität des Materials und unterschiedlichen Betriebstemperaturen bzw. Brikett-Temneraturen z.B. beim Anfahren und im Dauerbetrieb. Der Inhomogenität des Materials wird auch ein ungenügendes Durchpressen der Briketts zugerechnet, das vor allem beim Beginn des Brikettierens vorkommt.
  • Im Ergebnis fallen an Iblichen Brikettieraniagen für @isenschwamm etwa SO bis 90% aller Briketts als Einzelbriketts an, während 10 bis 20% der Briketts mehrfach zusammenhängen. Die Einzelbriketts können der CharCierung von Elektroöfen mittels PiDeline zugeführt werden, während die mehrfach zusammenhängenden Briketts über Kübelbeschickung den Schmelzöfen zugeführt werden müssen.
  • Die Klassierung zwischen Einzelbriketts und zusammenhängenden Briketts ist mit erheblichem baulichen Aufwand und entsDrechendem Arbeitsaufwand verbunden. Das gleiche oilt für die separate Chargierung der zusammenhängenden Briketts mit Kübeln.
  • Der Erfindung liegt die Aufeabe zugrunde, eine möglichst 100%ige Vereinzelung der Briketts zu gewährleisten. Dabei aeht die Erfindung von dem Gedanken aus, daß eine Vielzahl von Ursachen für den bisher Üblichen relativ geringen Prozentsatz vereinzelter Briketts verantwortlich sind. Dabei mag es durchaus sein, daß in wenigen Fällen einzelne Ursachen für zusammenhängende Briketts allein ursächlich sind. In der Mehrzahl der Fälle sind die zusammenhängenden Briketts jedoch die Kombinationswirkung zusammenwirkender Ursachen.
  • Die Erfindung geht von folgenden zusammenwirkenden tJrsachen aus: 1. Die Brecheinrichtung wird ungleichmäßig von der Walze heschickt.
  • 2. Die Stege zwischen den Briketts sind unterschiedlich beschaffen, vor allem hinsichtlich ihrer Dichte und in diesem Bereich zwischen zwei Briketts verschmiedeten Eisenteilchen.
  • 3. Der Brecher zerschlägt infolae übergroßer Energie die Briketts.
  • 4. Vor dem Brecher bildet sich ein Brikettstau.
  • 5. Vor dem Brecher schieben sich zwei oder drei Brikettnlatten übereinander.
  • Nach der Erfindung werden die vorstehend beschriebenen Ursachen für Betriebsstörungen in ihrer Kombination, aber auch einzeln dadurch ausgeschaltet, daß ein aus zwei nebeneinander liegenden Brikettreihen gebildeter Brikettstrang, dessen Briketts durch Stege miteinander verbunden sind, sowohl in Länos- als auch in Querrichtung zerteilt wird und/oder der Brikettstrang zwischen den beiden Brikettreihen geführt ist und/oder der Brikettstrang auf der Rutsche zwischen Presse und Brecher mit höchstens 8° Neigung ausläuft und/oder der Brikettstrang auf der Rutsche mit einem Krümmungsradius geführt ist, der gleich dem 1,8 bis 2,2fachen des Walzendurchmessers der Pressenwalzen ist, und/oder der Brikettstrang auf der Rutsche niedergehalten wird und/oder die Brecherschlagzahl mindestens das 1,5fache der Anzahl quer zum Brikettstrang liegender Bruchkanten des Brikettstranges ist und/oder bei Abfall der Brecherschlagzahl auf die Anzahl der quer zum Brikettstrang verlaufenden bzw. liegenden Bruchkanten die Anlage stillgesetzt wird und/oder zwischen dem Brecher und der den Brikettstrang im Brecher beim Zerschlagen haltenden Auflage (Widerlager) ein Abstand besteht, der mindestens gleich der doppelten Brikettbreite ist.
  • Mit den erfindungsaemäßen Maßnahmen wird vermieden, daQ der Brikettstrang in seinen Bruchkerben durch Eigengewicht oder andere Kraftgrößen beeinflußt wird. Der Strang wird nicht mehr seitlich, sondern in der Mitte der Rutsche gehalten. Der Brikettstrang läuft mit seiner Mittelkerbe auf einer Führunzsschiene ab. Die Führungsschiene nositioniert den Brikettstrang auf der Rutsche bzw. vor dem Brecher.
  • Die erfindungsgemäße Neigung der Rutsche und die sich dadurch ergebende Rutschenlänge stellen sicher, daß der Brikettstrang infolge der Reibung auf der Rutsche nicht mehr mit zunehmender Geschwindigkeit auf der Rutsche abläuft. Das gilt insbesondere für abgerissene Strangabschnitte.
  • Dabei gewährleistet der erfindungsgemäße Krümmungsradius, daß sich der Brikettstrang weder von der rutsche abhebt, noch zu stark gekrümmt und an unerwünschter Stelle gebrochen wird.
  • Zu der erfindungsgemäßen Führung des Brikettstranges auf der Rutsche tragen auch ein oder zwei Strangniederhalter bei. Wahlweise sind auch mehr Strangniederhalter vorgesehen. Die erfindungsgemäßen Strananiederhalter besitzen z.B. eine oben auf dem Brikettstrang laufende Rolle, die aufgrund ihres Gewichtes undfoder eines Zusatzgewichtes und/oder einer Federbelastuna und/oder eines Kraftkolbens und/oder einer einer elektrischen Hubeinrichtung den Brikettstrang auf die Rutsche drückt. Der Kraftkolben ist ein hydraulischer oder nneumatisch betriebener Kraftkolben. Für einen hydraulischen Kraftkolbenbetrieb eignet sich besonders eine Wasserhydraulik, deren Wasser nur ein geringen Prozentsatz Öl beigemischt ist, so daß ein Entflammen der Hydraulikflüssigkeit unter der Wärmebelastung durch den heißen Brikettstrang ausgeschlossen ist.
  • Wahlweise ist der Stranoniederhalter auch mit einer Dämpfungseinrichtung (Stoßdämpfer) versehen. Die Dämpfungseinrichtung verhindert ein Abheben des Strangniederhalters bei stoßförmigen Bewegungen des Brikettstranges. Derartige Bewegungen können sowohl von dem Brecher als auch durch Strangabrisse verursacht werden. Der abgerissene Strangabschnitt wird au; der Rutsche durch sein Eigenvewicht beschleunigt und stößt entweder vor den Brecher oder vor andere vor ihm auf der Rutsche lieaenden Strana'abschnitte.
  • Die stoßartigen Bewegungen der Strangabschnitte bewirken leicht ein Obereinderschieben der Strangabschnitte. Durch den Niederhalter wird das verhindert.
  • Nach der Erfindung werden durch eine hohe Schlagzahl inz.
  • 1,5 fache der Anzahl quer zum Brikettstrang liegenden Bruchkanten) mehr Schläge auf den Rrikettstrang ausgeübt, als Einzelbriketts aus einer 3rikettreihe des donnelreihiaen Brikettstranges erzeugt werden. Damit wird einer unerwünschten Beschleunigung des Brikettstranges bei einem Strangabriß und anderen Betriebsstörungen Rechnung getragen. die bei üblicherweise gewählter Schlagzahl (etwa gleich der Anzahl quer zum Brikettstrang lieenden Bruchkanten) zu einer Betriebsstörung am Brecher führen würden.
  • Erfindungsgemäß ist sogar und in deutlicher Unterscheidung zum herkömmlichen Brecherbetrieb vorgesehen, daß im Falle eines Abfallens der Schlagzahl aus etwa die Anzahl der quer zum Brikettstrana verlaufenden Bruchkanten der Brikettier?rote!3 unterbrochen wird. Dabei kann auch die Drehzahl des Brecherrotors -herangezoen werden, denn die schlaFzahl ergibt sich aus der Anzahl der Schlagplatten am Umfang des Brecherrotors und dessen Drehzahl.
  • Die vorgesehene Betriebsunterbrechung wird z.B. mit Hilfe einer elektrischen Verriegelung des Brecherrotorantriebes mit der Walzenpresse verwirklicht.
  • Schließlich ist noch durch einen Mindestabstand zwischen Schlagplatten des Brecherrotors und der den Brikettstrang im Augenblick des Auftreffen der Schlagplatten tragenden Auflage an der Rutsche sichergestellt, daß sich dort eine Briketts festsetzen können.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht einer Brikettieranlage für Eisenschwamm, Fig. 2 und 3 Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Brikettieranlage nach Fig. 1, Fig. 4 im Ausschnitt eine weitere erfindungsgemäße Brikettieranlage.
  • Nach Fig. 1 besitzt eine Brikettieranlage ffir Eisenschwamm eine Walzenpresse, einen Brecher und eine Kihl- und Transr,ortanlage für die vereinzelten Briketts. Die Brikettieranlage ist einer nicht dargestellten Direktredu1 tionsanlage nachgeschaltet. Die Walzenpresse ist mit 1 bezeichnet, ihr wird der Eisenschwamm mit etwa 750°C über eine Dosierschnecke 2 zuaeführt, die Zuführungsleitung ist mit 3 bezeichnet. Die Walzenpresse 1 besitzt zumindest zwei gegeneinander arbeitende Brikettierwalzen 4 und 5. An den miteinander korrespondierenden Umfangsflächen sind die Brikettierwalzen 4 und 5 mit nicht dargestellten Formbetten versehen, mit denen im Betriebsfall ein Brikettstrang 6 erzeugt wird. Der Brikettstrang 6 besteht aus zwei nebenelnanderlieaenden Brikettreihen 7 und 8. Die beiden Brikettreihen 7 und S bestehen aus Einzelbriketts, die über Stege miteinander zu dem Brikettstrang verbunden sind.
  • Dabei fluchten die quer zur Stranglängsrichtung verlaufenden Stege der einen Brikettreihe mit den Stegen der anderen Brikettreihe. Da die Brikettreihen an den Stegen auseinanderbrechen, bilden die Stege Bruchkanten, d.h. die quer zur Stranglängsrichtung verlaufenden Bruchkanten gehen gerade durch beide Brikettreihen.
  • Der zwischen den Brikettierwalzen 4 und 5 austretende Brikettstrang 6 läuft auf einer Rutche 9 ab, die den Strang einem Brecher 10 zuführt. Der Brecher 10 zerschl5«t den Brikettstrang in Einzelbriketts, die über eine Rutsche 11 der Transnort- und Kühleinrichtung 12 zugeführt werden.
  • Auf dem gesamten Weg von der Direktreduktionsanlage his zuiii Austraa der Transnort- und KiihlanlaCe 12 wird der Eisenschwamm bzw. werden die Briketts in einer nichtoxidierenden Atmosphäre bewegt, um eine Reoxidation zu vermeiden.
  • Nach Fig. 2 und 3 wird der auf der Rutsche 9 abgleitende Brikettstrang 6 mit Rollen bzw. Scheiben 13 und 14 geführt. Dargestellt sind zwei Rollen. Es können jedoch noch mehr Rollen bzw. Scheiben 13 und 14 zum Einsatz gebracht werden. Die Scheiben 13 und 14 sind drehbeweglich auf Achsen gelagert, die nach Fig. 2 und 3 von nicht dargestilten eneumatischen Xraftkolben gehalten werden. Die Kraftkolben stützen sich an einem Ende gelenkig am Gehäuse der Walzenpresse 1 ab, am anderen Ende halten sie die Achsen. Dabei gewährleisten entsnrechend breit ausgelegte Kraftkolbenlagerungen und Achshalterungen, daß die Rollen bzw. Scheiben seitlich nicht auswandern können.
  • Zugleich verhindern eine Celenkite Verbindung der Achsen untereinander und eine gelenkige weitere Verhinduna der Achsen mit dem Gehäuse der Walzenpresse 1 ein unerwiinschtes Verschwenken pneumatischen Kraftkolben in Stranglänesrichtung.
  • Die so geeebene Lagerung der Scheiben bewirkt eine genaue Führung des auf der Rutsche gleitenden Brikettstranges 6, indem die Scheiben 13 und 14 zwischen den beiden Brikettreihen 7 und 8 auf den diese Brikettreihen verhindenden Ste drücken.
  • An den pneumatischen Kraftkolben läßt sich entsnrechende Beaufschlagung mit Druckluft jeder gewünschte Anpreßdruck für die Scheiben 13 und 14 einstellen. Durch Zwischenschaltung von Oberdruckventilen im Druckluftkreis kann den Kraftkolben zugleich eine Dämpfung gegeben werden. Durch Verwendung eines geschlossenen Druckluftkreises wird ein Zutritt von Druckluft zu dem Brikettstranz verhindert. r)as heißt, aus den Kraftkolben austretende Druckluft wird huber ein eeschlossenes Leitungssystem abgeführt.
  • Der Brecher 10 besitzt einen Rotor mit einer Vielzahl am Umfang montierter Schlagplatten 15. Die Schlagplatten verlaufen in radialer Richtung und weisen mittig, wie in Fig. 3 gestrichelt dareestellt, eine Ausnehmung 16 auf. Beim Umlauf des Brecherrotors passieren die Schlaenlatten 15 an der Ausnehmung eine-Brechernase 17. Die Brechernase 17 unterstfitzt den auf der Rutsche 9 abgleitenden Brikettstrang 6 nach Verlassen der vorderen Kante 1R der Rutsche 6 noch mittig.
  • Infolgedessen liegt der Brikettstrang mit den quer zur Stranalängsrichtung verlaufenden Bruchkanten (auf der vorderen Kante 18) und mit der mittig in Stranglängsrichtung verlaufenden Bruchkante (auf der Brechernase 17) auf, wenn die Schlagplatten 15 die einzelnen Briketts treffen. Der Brikettstrang bricht dann an diesen Bruchkanten. Es entstehen Einzelbriketts.
  • Nach Fig. 4 ist anstelle der Scheiben 13 und 14 eine Fiihrunasschiene 19 vorgesehen. Die Führungsschiene ist seitlich nichtnachgiebig und im übrigen so nachgiebig gehalten, das sie abhebenden Bewegungen des Brikettstranges geringfügig unter Dämpfung dieser Strangbewegung folien kann.

Claims (5)

  1. Patentansnrüche 1. Anlaae zur Erzeugung von Einzelbriketts aus duktilem Material. inshesondere aus Eisenschwamm, wobei die Anlage eine Walzenpresse, einen Brecher und eine Rutsche zwischen Walzenpresse und Brecher aufweist, wobei die Walzennresse zumindest mit zwei gegenläufig zusammenwirkenden Brikettierwalzen versehen ist, die am Umfang den Briketts entsnrechende Hohlformen besitzen und einen zweireihigen Brikettstrana verursachen, dessen Briketts durch stege miteinander verbunden sind und von dem Brecher vereinzelt werden, wobei sowohl die quer zur Stranglängsrichtung verlaufenden als auch die in Stranglängsrichtung verlaufenden Stege zerschlagen werden, @dadurch gekennzeichnet,@ daß der Brikettstrang zwischen den beiden Brikettreihen (7,8) geführt ist und/oder der Brikettstrang (6) auf der Rutsche mit maximal Neigung zur Horizontalen ausläuft und/oder der Brikettstrang (6) auf der Rutsche (9) mit einem Krümmungsradius geführt ist, der zwischen dem 1,P bis 2,2fachen des Walzendurchmessers lit und/oder dem Brikettstrang auf der Rutsche (9) ein Niederhalter (13,14) zugeordnet ist und/oder die Brecherschlagzahl mindestens das 1,Sfache der Anzahl quer verlaufender Bruchkanten einer Brikettreihe (7,8) ist und/oder bei Abfall der Brecherschlagzahl auf etwa die Anzahl quer verlaufender Bruchkanten einer Rrikettreihe (7,8) die Anlage stillgesetzt wird und/oder zwischen dem Brecher (10) und der die Briketts beim X5-schlagen tragenden Auflage (1S) ein Mindestabstand von der doppelten Breite der Briketts besteht.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch oeksennzeichnet, daß der Niederhalter auf den Steg zwischen den beiden Brikettreihen (7,8) greift.
  3. 3. t Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter durch Scheiben (13,14) und/oder Führungen (19) gebildet wird.
  4. 4. Anlage nach Ansnruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter federnd gelagert und/oder mit einer Dämnfung versehen ist.
  5. 5. Anlage nach Ansnruch 4, dadurch ekennzeichnet, daß der Niederhalter mittels Kraftkolben gehalten ist.@
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