DE3506625C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung des
Verschmutzungsgrades eines Siebes oder eines Filters in
einem gehäusegeführten Flüssigkeitsstrom, insbesondere
in dem Kühlwasserstrom eines Kondensators, mit einer
außerhalb des Gehäuses liegenden Meßeinrichtung, die in
direkt die Differenz der jeweiligen Drücke vor und hinter
dem Sieb bzw. dem Filter erfaßt, mit einem im Inneren des
Gehäuses angeordneten, dem Flüssigkeitsstrom ausge
setzten Krafteinleitungsglied und mit einem Übertragungs
element von dem Krafteinleitungsglied zu der Meßeinrich
tung durch die Gehäusewand hindurch.
Bei der Kühlung von Kondensatoren in Kraftwerken durch
Flußwasser oder Meerwasser sind erhebliche Aufwendungen
für die Reinhaltung der Kondensatoren erforderlich. Trotz
der Installation wirksamer Filter vor dem eigentlichen
Wärmetauschbereich müssen die Kondensatoren in regel
mäßigen Abständen zusätzlich gereinigt werden, was mit
Hilfe von Schwammgummikugeln bewirkt wird, die vor dem
Kondensator in die Kühlflüssigkeit eingegben werden und
stromabwärts des Kondensators mit Hilfe von Sieben wieder
entnommen werden. Die dazu erforderlichen Siebe sind
trotz der Filter einer Verunreinigung ausgesetzt, so daß
sie von Zeit zu Zeit gespült werden müssen. Dazu wird
die Druckdifferenz an den Sieben gemessen und bei Über
schreiten eines Grenzwertes die Spülung eingeleitet.
Dabei herrscht zum Beispiel ein Druckniveau von ca. 2 bis
4 bar vor, während der Schwellenwert bei einem Druckan
stieg an dem Sieb bzw. an dem Filter von 50 bis 100 m bar
gegenüber dem herrschenden Druckniveau erreicht ist. Unter
diesen Verhältnissen ist die Erfassung der geringen Druck
schwankungen äußerst schwierig. Zur Beherrschung des all
gemeinen hohen Druckniveaus sind Druckinstrumente erforder
lich, die dann nicht ausreichend empfindlich sind. Wenn
jedoch die Empfindlichkeit gesteigert wird, bewirken die
genannten Druckschwankungen infolge von Grenzschichten,
Turbulenzen und Wirkungen aus Umlenkungen des Flüssig
keitsstromes eine Verfälschung der versuchten genauen
Messung.
Es ist deshalb schon versucht worden (DE-OS 31 31 477), den
Grad der Verschmutzung, beispielsweise eines Siebes, indirekt
durch eine Kraftmessung festzustellen. Die zunehmende Ver
unreinigung des Siebes läßt die Lagerbelastung des Siebes
nämlich anwachsen, so daß die Auflagekraft ein Maß für
den Grad der Verschmutzung ist. Das Sieb bedarf insofern
einer Lagerung, als es zu Reinigungszwecken um einen be
stimmten Betrag schwenkbar ist, bei der es gegen die ur
sprüngliche Durchströmung im Siebbetrieb durchspült wird.
Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch in vieler Hinsicht
nachteilig. Wegen der mit der Messung einhergehenden
Verlagerung des gesamten Siebes muß gewährleistet sein,
daß in Meßrichtung eine freie Beweglichkeit vorhanden
ist. Diese Forderung bedingt, daß das Sieb nicht an der
Innenseite des Gehäuses anliegen darf, da andernfalls
die Messung durch Reibung oder sogar durch eine Verklemmung
verfälscht würde. Darüber hinaus wird über dieselbe Welle,
über die die Kraftmessung erfolgt, auch die Verschwenkung
des Siebes vorgenommen, so daß ein erheblicher Aufwand
zur meßtechnischen Abkoppelung der Welle von den Betätigungs
organen erforderlich ist. Die bekannte Welle ist also
ein Übertragungselement von dem Krafteinleitungsglied
in Form des Siebes zu der Meßeinrichtung, sie stellt aber
während des Meßbetriebes keine Meßwelle dar.
Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Beibe
haltung der indirekten Erfassung der Druckdifferenz an
einem Sieb oder Filter außerhalb des zugeordneten Gehäuses
eine zuverlässige Messung gestattet, ohne dabei Rücksicht
auf eine ungestörte Sieblagerung bei Schwenksieben nehmen
zu müssen, und die auch für feststehende Siebe oder Filter
einsetzbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß
innerhalb eines Sieb- oder Filterabschnittes oder inner
halb einer in Höhe des Siebes oder des Filters angeordneten
Hilfsfläche eine in einer Öffnung drehbar gelagerte, das
Krafteinleitungsglied bildende, gesonderte Klappe ange
ordnet ist, daß die Klappe exzentrisch gelagert ist, und
daß eine Schwenkbewegung der
Klappe als Drehbewegung auf eine durch die Gehäusewand
geführte Meßwelle übertragbar ist, die auf die Meßeinrichtung
zur Messung eines Drehmomentes einwirkt.
Die Erfindung lehrt also, einen Teil der belasteten Fläche
im Bereich eines Siebes oder eines Filters direkt als
Klappe auszubilden und die resultierende Kraft als Dreh
moment um die exzentrisch gelagerte Schwenkachse der
Klappe aus dem den Flüssigkeitsstrom lenkenden Gehäuse
herauszuführen und außerhalb meßtechnisch zu erfassen.
In dieser Weise entfallen die Wirkungen von Schwenkorganen
an beweglichen Sieben oder die Einwirkungen von Reibungs
kräften an den Anlagestellen schwenkbarer Siebe an der
Gehäusewandung. Wegen der Bereitstellung einer gesonderten
Klappe ist selbstverständlich auch die Anordnung der Vor
richtung in feststehenden Sieb- oder Filterflächen möglich.
Eine einfache, exzentrisch auf einer Welle gelagerte Klappe
ist gegenüber Verschmutzungen äußerst unempfindlich, so daß
im laufenden Betrieb so gut wie keine Beeinträchtigungen
infolge der Verschmutzung des Flüssigkeitsstromes zu
erwarten sind. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann
die Klappe um einen vorgegebenen Winkelbetrag verschwenkt
werden, damit die zugeordnete Öffnung kräftig durchgespült
werden kann.
Eine Druckmessung an Schornsteinen und sonstigen Rauchkanälen
mit Hilfe einer den gesamten Kanal abdeckenden Klappe ist
aus dem deutschen Gebrauchsmuster 73 40 393.7 bekannt.
Allerdings wird bei dieser bekannten Vorrichtung der
Strömungskanal vollständig verschlossen und bei Erreichen
eines bestimmten Schwellenwertes quasi unter Abbruch der
Messung geöffnet. Die Verhältnisse sind auf die vorliegende
Erfindung kaum übertragbar, da bei der Erfindung im wesentlichen
inkompressible Medium im Spiel sind und auch niemals zu Meß
zwecken der gesamte Medienstrom unterbrochen werden kann.
Eine besonders günstige Gestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sieht vor, daß das Gestänge auf die Lagerung
der Klappe reduziert ist, also auf der das Drehmoment weiter
gebenden Welle die Klappe direkt exzentrisch gelagert ist.
Voraussetzung ist selbstverständlich eine entsprechende
bauliche Gestaltung des Siebgehäuses bzw. des Filter
gehäuses, in den meisten Fällen läßt sich jedoch eine
derartige Gestaltung verwirklichen. Die Welle wird vorzugs
weise wälzgelagert und an einem kleinsten Durchmesser,
beispielsweise mit Hilfe eines O-Ringes oder dgl. abge
dichtet, so daß der Axialschub infolge des absoluten
Druckes möglichst gering ist. Bei einer derartigen Aus
führungsform tritt keinerlei Übertragungsspiel in
dem Gestänge auf, außerdem kann die Funktion besonders
leicht überprüft werden: Solange sich die Welle von außen
leicht verschwenken läßt, ist auch von einer entsprechenden
Schwenkbewegung der Klappe auszugehen.
Aufgrund der Neutralisierung der Wirkung des absoluten
Druckes kann die Messung des Drehmomentes oder, bei
Zuhilfenahme eines Hebels am freien Ende der Welle,
die Kraftmessung empfindlich erfolgen. Wenn darüber
hinaus die Messung annähernd weglos durchgeführt wird,
sind weitere Störfaktoren beseitigt, die sich aus einer
veränderten Umströmung bei leicht ausgeschwenkter Klappe
ergeben können. Einer Überlastungsgefahr der Klappe kann
dadurch begegnet werden, daß der Drehmoment- bzw. Kraft
messung eine Sicherung der Klappenlage überlagert ist,
die im Überlastfall ein Nachgeben der Klappe durch Ver
schwenken bewirkt.
Statt einer Druckschwelle für einen Differenzdruck be
stimmter Größe wird bei der Erfindung ein bestimmter
Drehmomentwert bzw. ein bestimmter Kraftwert vorgegeben,
bei dessen Überschreitung zumindest ein Signal abgegeben
wird, in der Regel jedoch eine automatische Spülung des
Siebes bzw. des Filters abläuft. Fehlschaltungen aufgrund
von inhomogenen Druckverhältnissen sind dabei kaum noch
zu erwarten, da bei der Erfindung in Form der Klappe eine
relativ große Meßfläche vorhanden ist, die örtliche Druck
schwankungen bereits kompensiert und außerdem die Klappe
selbst aufgrund ihrer Stauwirkung zu einer Vergleichmäßi
gung der Druckverhältnisse führt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, die
in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert; in
der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Ansicht auf ein V-förmiges Sieb in
Strömungsrichtung im Abfluß eines Kondensa
tors mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer seitlichen Hilfsfläche;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in der Fig. 1
durch einen Kreis eingegrenzten Bereiches
zur besseren Darstellung von Einzelheiten;
Fig. 3 eine Ansicht der Meßandordnung außerhalb des
Flüssigkeitsstromes auf der Außenseite des
Siebgehäuses und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Filters
im Zustrom zu einem Kondensator mit einem
Filterboden und vier Topffiltern, bei dem
der Filterboden mit einer Vorrichtung gemäß
der Erfindung versehen ist.
In der Fig. 1 ist der Abschnitt einer Rohrleitung für
einen Flüssigkeitsstrom zu erkennen, in dem sich eine Ein
richtung zum Auffangen von Schwammgummibällen befindet,
die zur Reinigung beispielsweise von Kondensatorrohren
eingesetzt werden. Innerhalb eines rohrförmigen Gehäuses
1 befinden sich zwei V-förmig zueinander angeordnete
Siebe 2, die von ihrer Berührungslinie aus schräg nach
unten verlaufen und die Schwammgummikugeln einem Auslauf
(nicht dargestellt) zutreiben. Bei unterbrochener Zirku
lation der Schwammgummibälle durch den Kondensator wer
den die Siebe 2 um jeweils eine Welle 3 verschwenkt, so
daß es zu einem Wechsel der Durchflutungsrichtung bezüg
lich der Siebfläche kommt. Das Schwenken der Siebe 2 wird
über äußere Stellglieder durchgeführt, die an den durch
Wellenlagerungen 4 hindurchragenden Wellenenden angreifen.
Zu beiden Seiten der Siebe befinden sich Hilfsflächen 5,
die starr an der Innenseite des rohrförmigen Gehäuses 1
befestigt sind. Sie verlaufen parallel zu den Sieben 2 in
deren Fangstellung. In einer der Hilfsflächen 5 befindet
sich eine Öffnung, die weitgehend von einer Klappe 6
gemäß der Erfindung ausgefüllt wird. Die Klappe 6 ist
innerhalb einer Lagerung 7 schwenkbar aufgehängt, die im
Zusammenhang mit der Beschreibung der Fig. 2 noch näher
erläutert wird. Am Ende der die Klappe 6 tragenden, aus
dem rohrartigen Gehäue 1 herausgeführten Welle befindet
sich eine Einrichtung zur Messung eines Drehmomentes,
die in der Fig. 1 nur schematisch angedeutet ist.
In der Fig. 2 sind Einzelheiten des Bereichs der Fig. 1
wiedergegeben, der durch einen Kreis eingegrenzt ist.
Auf der Außenseite des rohrartigen Gehäuses 1 ist ein
Lagergehäuse 10 aufgeschweißt, in dessen Innerem sich eine
Lagerung und Abdichtung für eine Welle 11 befinden, an der
die Klappe 6 direkt befestigt ist. Zur eigentlichen Lagerung
dienen zwei Wälzlager 12, während ein O-Ring 13 die Abdichtung
der Welle 11 gegenüber der Umgebung und damit auch gegenüber
den Lagern 12 bewirkt. Am freien Ende der Welle 11 ist ein
Hebel 14 angebracht, der auf eine Einrichtung 15 zur Mes
sung einer Kraft einwirkt. Da das Drehmoment stets eine
abgeleitete Größe aus dem Produkt von Kraft und Kraftarm
ist, ist eine Kraftmessung an einem definierten Hebelarm
auch stets eine Drehmomentenmessung.
Es ist deutlich zu erkennen, daß zwischen dem äußeren
Rand der Klappe 6 und den Innenflächen der Öffnung in
der Hilfsfläche ein Spalt gelassen ist, der unabgedeckt
oder durch eine Lippendichtung verschlossen ist. Unab
hängig von der Belassung des Spaltes oder seiner Abdeckung
kann die Klappe soweit verschwenkt werden, daß sie dem
Flüssigkeitsstrom den geringsten Widerstand entgegensetzt.
In dieser Stellung ist eine heftige Durchspülung der Klappen
öffnung innerhalb der Hilfsfläche 5 möglich, so daß evtl.
in dem Spalt gefangene Verunreinigungen fortgespült werden.
Dazu wird z. B. die gesamte Kraftmeßeinrichtung 15 durch
einen Stellmotor verschoben oder mit Hilfe eines Zylinders
von der einen Endlage in die andere und zurück verschwenkt.
Diese nicht dargestellten Zustatzeinrichtungen finden auf
einer Konsole 16 Platz, die an der Außenseite des rohrartigen
Gehäuses 1 angeschweißt ist.
Infolge der unterschiedlichen Druckbelastungen von beiden
Seiten auf die Klappe 6 entsteht eine resultierende Kraft,
die indirekt mit Hilfe der Kraftmeßeinrichtung 15 ge
messen wird. Sobald dabei ein vorgegebener Schwellenwert
überschritten wird, der nach Erfahrung bzw. als Ergebnis
von Versuchen festgelegt worden ist, wird ein Befehlssig
nal abgegeben, das eine Spülung der Siebe 2 (Fig. 1) herbei
führt. Nachdem alle Schwammgummikugeln dem Kreislauf durch
den Kondensator mit Hilfe einer Kugelfangvorrichtung ent
zogen worden sind und der Abschluß dieser Maßnahme signa
lisiert wird, werden die Siebe 2 um die Wellen 3 verschwenkt.
Diese Spülperiode der Siebe 2 kann dazu genutzt werden, die
Öffnung für die Klappe 6 ebenfalls gut durchzuspülen. Außer
dem kann dabei eine Art Eichung der Meßeinrichtung vorge
nommen werden, also das Nullsignal bei fehlender Kraft neu
einreguliert oder überprüft werden. Nach Beendigung des
Spülvorganges der Siebe 2 wird wieder die dargestellte
Lage angefahren, und auch die Klappe 6 wird in ihre Meß
stellung zurückgeschwenkt. Sobald sich ein stationärer
Strömungszustand eingestellt hat, kann die Kontrollmessung
mit Hilfe der Klappe 6 von neunem beginnen, während die
Reinigung der Kondensatorrohre mit Hilfe von Schwammgummi
kugeln fortgesetzt wird.
Die Klappe 6 kann während der Reinigung der Kondensatorrohre
von Verunreinigungen getroffen werden, die die Klappe 6
schlagartig mit einer hohen Kraft belasten. In Weiterbildung
des Ausführungsbeispiels gemäß der Fig. 2 ist in der Fig.
3 eine Einrichtung schematisch wiedergegeben, die das
plötzliche Ausschwenken der Klappe 6 bei einer Überlastung
gestattet. Eine solche Überlastung löst ein Signal aus, das
zum Notspülen der Siebe führt. Wegen der statischen Ver
teilung der Verunreinigungen im Wasser ist nämlich auch eine
Überlastung der Siebflächen zu befürchten. An dem mit
einer Welle 11 verbundenen Hebel 14 ist eine Kraftmeßdose
20 gelenkig verbunden, die an ihrem anderen Ende mit Hilfe
eines weiteren Gelenkes 21 mit einer in zwei Blöcken 23
geführten Stange 22 verbunden ist. Die Stange 22 ist innerhalb
der Blöcke 23 spielbehaftet gelagert, also in Längs
richtung verschiebbar. Auf der dem Gelenk 21 gegenüberliegen
den Seite der Stange 22 befindet sich ein Anschlag 24, der
wie die Blöcke 23 an einer Grundplatte 25 befestigt ist.
Die einander zugekehrten Flächen der Stange 22 und des An
schlages 24 sind jeweils mit einem Dauermagneten 26 versehen,
so daß beide Bauteile infolge der Magnetkraft aneinander
haften. Sobald auf die Klappe 6, die in der Fig. 3 in
ihrer Meßlage schematisch angedeutet ist, eine Spitzenbe
lastung beispielsweise durch das Auftreffen eines stark
massebehafteten Fremdkörpers wirkt, werden die magnetischen
Haftkräfte überwunden, und der Hebel 14 kann unter Mit
nahme der Kraftmeßdose 20 sowie der Stange 22 frei nach
links auspendeln, also die Klappe 6 nach unten ausweichen.
Eine an dem einen Block 23 abgestützte Feder 27 wirkt
dieser Entlastungsbewegung entgegen, so daß bei nachlassen
der Überbeanspruchung der Klappe 6 die dargestellte Aus
gangslage wieder erreicht wird. Dabei wirkt das die Klappe
6 umgebende Medium als Flüssigkeitsdämpfer. Bei genügender
Annäherung der Magnete 26 aneinander überwiegt wieder die
Haftkraft, so daß die ursprüngliche Meßlage erreicht wird.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß Kräfte, die nicht zur
Überwindung der magnetischen Haftkraft ausreichen, keine
Verschiebung der Meßlage mit sich bringt. Die Stärke der
Haftkraft kann durch Zwischenlegen von Kunststoffscheiben
oder dergleichen bestimmt werden oder durch einen Mitten
versatz der Magnete 26 zueinander, wobei dann allerdings
entsprechende Einstellmöglichkeiten vorhanden sein müssen.
Dieselbe Anordnung kann auch für die Durchspülung der
Öffnung und die Freispülung der Klappe 6 eingesetzt werden.
Dazu wird entweder die Grundplatte 25 gegenüber einer
Konsole (entsprechend der Konsole 16 gemäß Fig. 2) verfahren.
Abweichend davon kann ein Stößel den Anschlag 24
durchdringen und gegen die Wirkung der Magnete die Ver
bindung an dieser Stelle lösen, was ebenfalls zu der
erwünschten Schwenkbewegung der Klappe 6 führt. Der Stößel
kann pneumatisch, hydraulisch, elektrisch oder in sonstiger
Weise betätigt werden, also zum Beispiel auch manuell.
In der Fig. 4 ist ein weiteres Anwendungsbeispiel für die
erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt. Überwacht wird
ein Filter, der üblicherweise im Zulauf zu einem Konden
sator angeordnet ist und bei natürlichen Vorflutern ein
gesetzt wird. Die Durchströmungsrichtung des Flüssigkeits
stromes verläuft während der Filterphasen von unten nach
oben, wobei die Flüssigkeit innerhalb eines rohrartigen
Gehäuses 30 durch einen Filterboden 31 sowie durch Topf
filter 32 hindurchtreten muß. Mit Hilfe nicht näher dar
gestellter Klappen und Rohrleitungen kann jeweils ein
Viertel des Filterbodens 31 zusammen mit einem der Topf
filter 32 durch eine Umkehrflutung gespült werden, was je
doch im Zusammenhang mit der Erfindung nur von unterge
ordneter Bedeutung ist.
Innerhalb des einen Viertels des Filterbodens 31 befindet
sich ein als Klappe 33 ausgebildeter, separater Abschnitt,
der mit Hilfe einer Welle 34 geführt und gehalten ist.
Die Klappe 33 ist Bestandteil der erfindungsgemäßen Vor
richtung, wobei die Filterperforation, die in der Fig. 4
nur schematisch angedeutet ist, nicht weiter stört. Als
Bestandteil des Siebbodens 31 wird die Klappe 33 in den
Spülperioden ebenfalls gereinigt, so daß im Regelfall
eine Verschwenkung der Klappe 33 zu Reinigungszwecken nicht
erforderlich ist. Für extreme Verschmutzungen kann jedoch
eine starke Verschwenkbarkeit bereitgehalten werden, die
beispielsweise an einem autoamtischen Zyklus nicht teil
nimmt und einem manuellen Eingriff vorbehalten bleibt.
Die Welle 34 ist im übrigen ähnlich wie die Welle 11 ge
mäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 gelagert, so daß
auf eine Darstellung verzichtet werden konnte. Auch die
Kraftmeßeinrichtung 15 bzw. die anhand der Fig. 3 darge
stellte Weiterbildung mit einer Überlastsicherung kann
an der Welle 34 über einen entsprechenden Hebel angreifen,
wobei allerdings die Ausweichbewegung sich in einer Auf
wärtsschwenkbewegung der Klappe 33 äußert. Diesem Umstand
kann durch entsprechende bauliche Ausgestaltungen Rechnung
getragen werden.
Anstelle der
dargestellten Siebe und Filter
können ebenso Kugelbehälter mit membranartigen Filter
körpern, Korbfilter und sonstige Bauformen
überwacht und abgesichert werden, wobei gegebenen
falls ein Gestänge zur Herausleitung der Meßkraft bzw. des
zu messenden Drehmomentes aus dem zugeordneten Gehäuse
vorhanden sein muß. Anhand des Ausführungsbeispiels gemäß
der Fig. 4 ist außerdem zu erkennen, daß dadurch keine
Filterflächen verloren geht, sondern die Klappe selbst ohne
weiteres als Filterbereich beibehalten werden kann.
Als Kraftmeßeinrichtungen kommen handelsübliche Bauformen
in Frage, die zum Teil bereits die Möglichkeit der Ein
stellung eines Schwellenwertes aufweisen.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Messung des Verschmutzungsgrades
eines Siebes oder eines Filters in einem gehäuse
geführten Flüssigkeitsstrom, insbesondere in dem
Kühlwasserstrom eines Kondensators, mit einer außer
halb des Gehäuses liegenden Meßeinrichtung, die
indirekt die Differenz der jeweiligen Drücke vor und
hinter dem Sieb bzw. dem Filter erfaßt, mit einem
im Inneren des Gehäuses angeordneten, dem Flüssigkeits
strom ausgesetzten Krafteinleitungsglied und mit
einem Übertragungselement von dem Krafteinleitungs
glied zu der Meßeinrichtung durch die Gehäusewand
hindurch, dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb eines Sieb- oder Filtereinsatzes (31)
oder innerhalb einer in Höhe des Siebes (2) oder des
Filters angeordneten Hilfsfläche (5) eine in einer
Öffnung drehbar gelagerte, das Krafteinleitungsglied
bildende, gesonderte Klappe (6; 33) angeordnet ist,
daß die Klappe (6; 33) exzentrisch gelagert ist, und
daß eine Schwenkbewegung der
Klappe (6; 33) als Drehbewegung auf eine durch die
Gehäusewand geführte Meßwelle (11; 34) übertragbar ist,
die auf die Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20) zur Messung eines
Drehmomentes einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf der Meßwelle (11; 34) die Klappe
(6; 33) direkt befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20)
annähernd weglos mißt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Neigung der
Klappe (6; 33) innerhalb der Öffnung unabhängig von
der Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20)
einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klappe (6; 33)
zur Durchspülung der Öffnung um einen bestimmten
Winkelbetrag, insbesondere um 90°, schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Umfangsflächen der Klappe (6; 33) und den Innen
flächen der Öffnung ein unabgedichteter Spalt gelassen
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Klappe
(6; 33) und der Öffnung eine im wesentlichen be
rührungslose Dichtung, insbesondere eine Lippen
dichtung, angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Ende der Meßwelle (11; 34) mit einem Hebel (14) versehen
ist, und daß an dem Hebel eine Kraftmeßeinrichtung (20)
angreift.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Meßein
richtung (14, 15; 14, 20)
ein Schwellenwert einstellbar ist, bei
dessen Überschreitung ein Befehlsignal zur Spülung
des Siebes (2) oder des Filters (31) entsteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß während des Spülvor
ganges die Klappe (6; 33) mindestens einmal um den
bestimmten Winkelbetrag verschwenkbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßein
richtung zur Messung des Drehmomentes oder der
Kraft (20) mit einer federbelasteten Überlastsicherung ver
sehen ist, die bei einer unvorhersehbaren Spitzen
belastung auf die Klappe (6; 33) ein Ausweichen der
Klappe (6; 33) gestattet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß für die Dauer des Ausweichens
der Klappe (6; 33) die Messung unterbrochen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 11 oder nach Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kraftmeßeinrichtung (20) mit Hilfe eines Dauer
magneten gehalten ist, der so dimensioniert bzw. ein
gestellt ist, daß bei einer vorbestimmten Kraft auf
die Klappe (6; 33) die magnetische Haltekraft abreißt.
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| DE3506625C2 true DE3506625C2 (de) | 1987-05-21 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853506625 Granted DE3506625A1 (de) | 1985-02-26 | 1985-02-26 | Vorrichtung zur messung des verschmutzungsgrades eines siebes oder filters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3506625A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3821191A1 (de) * | 1988-06-23 | 1989-12-28 | Taprogge Gmbh | Messgeraet zur erfassung der druckdifferenz an einer siebflaeche und eichverfahren |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7340393U (de) * | 1974-09-12 | Duevel W | Vorrichtung zur Druckprüfung bei insbesondere Schornsteinen, Rauch- und Ventilationskanälen und dgl | |
| DE3131477A1 (de) * | 1981-08-08 | 1983-03-24 | Riedel-Technik Gmbh, 5657 Haan | "einrichtung zum messen der freispuelnotwendigkeit von mit brauchwasser beaufschlagten, wellengelagerten, in einem rohrkoerper angeordneten siebflaechen" |
-
1985
- 1985-02-26 DE DE19853506625 patent/DE3506625A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3821191A1 (de) * | 1988-06-23 | 1989-12-28 | Taprogge Gmbh | Messgeraet zur erfassung der druckdifferenz an einer siebflaeche und eichverfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3506625A1 (de) | 1986-09-04 |
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