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DE3506625C2 - - Google Patents

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Publication number
DE3506625C2
DE3506625C2 DE19853506625 DE3506625A DE3506625C2 DE 3506625 C2 DE3506625 C2 DE 3506625C2 DE 19853506625 DE19853506625 DE 19853506625 DE 3506625 A DE3506625 A DE 3506625A DE 3506625 C2 DE3506625 C2 DE 3506625C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flap
measuring
force
sieve
filter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19853506625
Other languages
English (en)
Other versions
DE3506625A1 (de
Inventor
Manfred Dipl.-Ing. 4000 Duesseldorf De Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Taprogge GmbH
Original Assignee
Taprogge GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Taprogge GmbH filed Critical Taprogge GmbH
Priority to DE19853506625 priority Critical patent/DE3506625A1/de
Publication of DE3506625A1 publication Critical patent/DE3506625A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3506625C2 publication Critical patent/DE3506625C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D35/00Filtering devices having features not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00, or for applications not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00; Auxiliary devices for filtration; Filter housing constructions
    • B01D35/14Safety devices specially adapted for filtration; Devices for indicating clogging
    • B01D35/143Filter condition indicators

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung des Verschmutzungsgrades eines Siebes oder eines Filters in einem gehäusegeführten Flüssigkeitsstrom, insbesondere in dem Kühlwasserstrom eines Kondensators, mit einer außerhalb des Gehäuses liegenden Meßeinrichtung, die in­ direkt die Differenz der jeweiligen Drücke vor und hinter dem Sieb bzw. dem Filter erfaßt, mit einem im Inneren des Gehäuses angeordneten, dem Flüssigkeitsstrom ausge­ setzten Krafteinleitungsglied und mit einem Übertragungs­ element von dem Krafteinleitungsglied zu der Meßeinrich­ tung durch die Gehäusewand hindurch.
Bei der Kühlung von Kondensatoren in Kraftwerken durch Flußwasser oder Meerwasser sind erhebliche Aufwendungen für die Reinhaltung der Kondensatoren erforderlich. Trotz der Installation wirksamer Filter vor dem eigentlichen Wärmetauschbereich müssen die Kondensatoren in regel­ mäßigen Abständen zusätzlich gereinigt werden, was mit Hilfe von Schwammgummikugeln bewirkt wird, die vor dem Kondensator in die Kühlflüssigkeit eingegben werden und stromabwärts des Kondensators mit Hilfe von Sieben wieder entnommen werden. Die dazu erforderlichen Siebe sind trotz der Filter einer Verunreinigung ausgesetzt, so daß sie von Zeit zu Zeit gespült werden müssen. Dazu wird die Druckdifferenz an den Sieben gemessen und bei Über­ schreiten eines Grenzwertes die Spülung eingeleitet. Dabei herrscht zum Beispiel ein Druckniveau von ca. 2 bis 4 bar vor, während der Schwellenwert bei einem Druckan­ stieg an dem Sieb bzw. an dem Filter von 50 bis 100 m bar gegenüber dem herrschenden Druckniveau erreicht ist. Unter diesen Verhältnissen ist die Erfassung der geringen Druck­ schwankungen äußerst schwierig. Zur Beherrschung des all­ gemeinen hohen Druckniveaus sind Druckinstrumente erforder­ lich, die dann nicht ausreichend empfindlich sind. Wenn jedoch die Empfindlichkeit gesteigert wird, bewirken die genannten Druckschwankungen infolge von Grenzschichten, Turbulenzen und Wirkungen aus Umlenkungen des Flüssig­ keitsstromes eine Verfälschung der versuchten genauen Messung.
Es ist deshalb schon versucht worden (DE-OS 31 31 477), den Grad der Verschmutzung, beispielsweise eines Siebes, indirekt durch eine Kraftmessung festzustellen. Die zunehmende Ver­ unreinigung des Siebes läßt die Lagerbelastung des Siebes nämlich anwachsen, so daß die Auflagekraft ein Maß für den Grad der Verschmutzung ist. Das Sieb bedarf insofern einer Lagerung, als es zu Reinigungszwecken um einen be­ stimmten Betrag schwenkbar ist, bei der es gegen die ur­ sprüngliche Durchströmung im Siebbetrieb durchspült wird.
Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch in vieler Hinsicht nachteilig. Wegen der mit der Messung einhergehenden Verlagerung des gesamten Siebes muß gewährleistet sein, daß in Meßrichtung eine freie Beweglichkeit vorhanden ist. Diese Forderung bedingt, daß das Sieb nicht an der Innenseite des Gehäuses anliegen darf, da andernfalls die Messung durch Reibung oder sogar durch eine Verklemmung verfälscht würde. Darüber hinaus wird über dieselbe Welle, über die die Kraftmessung erfolgt, auch die Verschwenkung des Siebes vorgenommen, so daß ein erheblicher Aufwand zur meßtechnischen Abkoppelung der Welle von den Betätigungs­ organen erforderlich ist. Die bekannte Welle ist also ein Übertragungselement von dem Krafteinleitungsglied in Form des Siebes zu der Meßeinrichtung, sie stellt aber während des Meßbetriebes keine Meßwelle dar.
Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Beibe­ haltung der indirekten Erfassung der Druckdifferenz an einem Sieb oder Filter außerhalb des zugeordneten Gehäuses eine zuverlässige Messung gestattet, ohne dabei Rücksicht auf eine ungestörte Sieblagerung bei Schwenksieben nehmen zu müssen, und die auch für feststehende Siebe oder Filter einsetzbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß innerhalb eines Sieb- oder Filterabschnittes oder inner­ halb einer in Höhe des Siebes oder des Filters angeordneten Hilfsfläche eine in einer Öffnung drehbar gelagerte, das Krafteinleitungsglied bildende, gesonderte Klappe ange­ ordnet ist, daß die Klappe exzentrisch gelagert ist, und daß eine Schwenkbewegung der Klappe als Drehbewegung auf eine durch die Gehäusewand geführte Meßwelle übertragbar ist, die auf die Meßeinrichtung zur Messung eines Drehmomentes einwirkt.
Die Erfindung lehrt also, einen Teil der belasteten Fläche im Bereich eines Siebes oder eines Filters direkt als Klappe auszubilden und die resultierende Kraft als Dreh­ moment um die exzentrisch gelagerte Schwenkachse der Klappe aus dem den Flüssigkeitsstrom lenkenden Gehäuse herauszuführen und außerhalb meßtechnisch zu erfassen. In dieser Weise entfallen die Wirkungen von Schwenkorganen an beweglichen Sieben oder die Einwirkungen von Reibungs­ kräften an den Anlagestellen schwenkbarer Siebe an der Gehäusewandung. Wegen der Bereitstellung einer gesonderten Klappe ist selbstverständlich auch die Anordnung der Vor­ richtung in feststehenden Sieb- oder Filterflächen möglich. Eine einfache, exzentrisch auf einer Welle gelagerte Klappe ist gegenüber Verschmutzungen äußerst unempfindlich, so daß im laufenden Betrieb so gut wie keine Beeinträchtigungen infolge der Verschmutzung des Flüssigkeitsstromes zu erwarten sind. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann die Klappe um einen vorgegebenen Winkelbetrag verschwenkt werden, damit die zugeordnete Öffnung kräftig durchgespült werden kann.
Eine Druckmessung an Schornsteinen und sonstigen Rauchkanälen mit Hilfe einer den gesamten Kanal abdeckenden Klappe ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 73 40 393.7 bekannt. Allerdings wird bei dieser bekannten Vorrichtung der Strömungskanal vollständig verschlossen und bei Erreichen eines bestimmten Schwellenwertes quasi unter Abbruch der Messung geöffnet. Die Verhältnisse sind auf die vorliegende Erfindung kaum übertragbar, da bei der Erfindung im wesentlichen inkompressible Medium im Spiel sind und auch niemals zu Meß­ zwecken der gesamte Medienstrom unterbrochen werden kann.
Eine besonders günstige Gestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß das Gestänge auf die Lagerung der Klappe reduziert ist, also auf der das Drehmoment weiter­ gebenden Welle die Klappe direkt exzentrisch gelagert ist.
Voraussetzung ist selbstverständlich eine entsprechende bauliche Gestaltung des Siebgehäuses bzw. des Filter­ gehäuses, in den meisten Fällen läßt sich jedoch eine derartige Gestaltung verwirklichen. Die Welle wird vorzugs­ weise wälzgelagert und an einem kleinsten Durchmesser, beispielsweise mit Hilfe eines O-Ringes oder dgl. abge­ dichtet, so daß der Axialschub infolge des absoluten Druckes möglichst gering ist. Bei einer derartigen Aus­ führungsform tritt keinerlei Übertragungsspiel in dem Gestänge auf, außerdem kann die Funktion besonders leicht überprüft werden: Solange sich die Welle von außen leicht verschwenken läßt, ist auch von einer entsprechenden Schwenkbewegung der Klappe auszugehen.
Aufgrund der Neutralisierung der Wirkung des absoluten Druckes kann die Messung des Drehmomentes oder, bei Zuhilfenahme eines Hebels am freien Ende der Welle, die Kraftmessung empfindlich erfolgen. Wenn darüber hinaus die Messung annähernd weglos durchgeführt wird, sind weitere Störfaktoren beseitigt, die sich aus einer veränderten Umströmung bei leicht ausgeschwenkter Klappe ergeben können. Einer Überlastungsgefahr der Klappe kann dadurch begegnet werden, daß der Drehmoment- bzw. Kraft­ messung eine Sicherung der Klappenlage überlagert ist, die im Überlastfall ein Nachgeben der Klappe durch Ver­ schwenken bewirkt.
Statt einer Druckschwelle für einen Differenzdruck be­ stimmter Größe wird bei der Erfindung ein bestimmter Drehmomentwert bzw. ein bestimmter Kraftwert vorgegeben, bei dessen Überschreitung zumindest ein Signal abgegeben wird, in der Regel jedoch eine automatische Spülung des Siebes bzw. des Filters abläuft. Fehlschaltungen aufgrund von inhomogenen Druckverhältnissen sind dabei kaum noch zu erwarten, da bei der Erfindung in Form der Klappe eine relativ große Meßfläche vorhanden ist, die örtliche Druck­ schwankungen bereits kompensiert und außerdem die Klappe selbst aufgrund ihrer Stauwirkung zu einer Vergleichmäßi­ gung der Druckverhältnisse führt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert; in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Ansicht auf ein V-förmiges Sieb in Strömungsrichtung im Abfluß eines Kondensa­ tors mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer seitlichen Hilfsfläche;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in der Fig. 1 durch einen Kreis eingegrenzten Bereiches zur besseren Darstellung von Einzelheiten;
Fig. 3 eine Ansicht der Meßandordnung außerhalb des Flüssigkeitsstromes auf der Außenseite des Siebgehäuses und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Filters im Zustrom zu einem Kondensator mit einem Filterboden und vier Topffiltern, bei dem der Filterboden mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung versehen ist.
In der Fig. 1 ist der Abschnitt einer Rohrleitung für einen Flüssigkeitsstrom zu erkennen, in dem sich eine Ein­ richtung zum Auffangen von Schwammgummibällen befindet, die zur Reinigung beispielsweise von Kondensatorrohren eingesetzt werden. Innerhalb eines rohrförmigen Gehäuses 1 befinden sich zwei V-förmig zueinander angeordnete Siebe 2, die von ihrer Berührungslinie aus schräg nach unten verlaufen und die Schwammgummikugeln einem Auslauf (nicht dargestellt) zutreiben. Bei unterbrochener Zirku­ lation der Schwammgummibälle durch den Kondensator wer­ den die Siebe 2 um jeweils eine Welle 3 verschwenkt, so daß es zu einem Wechsel der Durchflutungsrichtung bezüg­ lich der Siebfläche kommt. Das Schwenken der Siebe 2 wird über äußere Stellglieder durchgeführt, die an den durch Wellenlagerungen 4 hindurchragenden Wellenenden angreifen.
Zu beiden Seiten der Siebe befinden sich Hilfsflächen 5, die starr an der Innenseite des rohrförmigen Gehäuses 1 befestigt sind. Sie verlaufen parallel zu den Sieben 2 in deren Fangstellung. In einer der Hilfsflächen 5 befindet sich eine Öffnung, die weitgehend von einer Klappe 6 gemäß der Erfindung ausgefüllt wird. Die Klappe 6 ist innerhalb einer Lagerung 7 schwenkbar aufgehängt, die im Zusammenhang mit der Beschreibung der Fig. 2 noch näher erläutert wird. Am Ende der die Klappe 6 tragenden, aus dem rohrartigen Gehäue 1 herausgeführten Welle befindet sich eine Einrichtung zur Messung eines Drehmomentes, die in der Fig. 1 nur schematisch angedeutet ist.
In der Fig. 2 sind Einzelheiten des Bereichs der Fig. 1 wiedergegeben, der durch einen Kreis eingegrenzt ist. Auf der Außenseite des rohrartigen Gehäuses 1 ist ein Lagergehäuse 10 aufgeschweißt, in dessen Innerem sich eine Lagerung und Abdichtung für eine Welle 11 befinden, an der die Klappe 6 direkt befestigt ist. Zur eigentlichen Lagerung dienen zwei Wälzlager 12, während ein O-Ring 13 die Abdichtung der Welle 11 gegenüber der Umgebung und damit auch gegenüber den Lagern 12 bewirkt. Am freien Ende der Welle 11 ist ein Hebel 14 angebracht, der auf eine Einrichtung 15 zur Mes­ sung einer Kraft einwirkt. Da das Drehmoment stets eine abgeleitete Größe aus dem Produkt von Kraft und Kraftarm ist, ist eine Kraftmessung an einem definierten Hebelarm auch stets eine Drehmomentenmessung.
Es ist deutlich zu erkennen, daß zwischen dem äußeren Rand der Klappe 6 und den Innenflächen der Öffnung in der Hilfsfläche ein Spalt gelassen ist, der unabgedeckt oder durch eine Lippendichtung verschlossen ist. Unab­ hängig von der Belassung des Spaltes oder seiner Abdeckung kann die Klappe soweit verschwenkt werden, daß sie dem Flüssigkeitsstrom den geringsten Widerstand entgegensetzt. In dieser Stellung ist eine heftige Durchspülung der Klappen­ öffnung innerhalb der Hilfsfläche 5 möglich, so daß evtl. in dem Spalt gefangene Verunreinigungen fortgespült werden. Dazu wird z. B. die gesamte Kraftmeßeinrichtung 15 durch einen Stellmotor verschoben oder mit Hilfe eines Zylinders von der einen Endlage in die andere und zurück verschwenkt. Diese nicht dargestellten Zustatzeinrichtungen finden auf einer Konsole 16 Platz, die an der Außenseite des rohrartigen Gehäuses 1 angeschweißt ist.
Infolge der unterschiedlichen Druckbelastungen von beiden Seiten auf die Klappe 6 entsteht eine resultierende Kraft, die indirekt mit Hilfe der Kraftmeßeinrichtung 15 ge­ messen wird. Sobald dabei ein vorgegebener Schwellenwert überschritten wird, der nach Erfahrung bzw. als Ergebnis von Versuchen festgelegt worden ist, wird ein Befehlssig­ nal abgegeben, das eine Spülung der Siebe 2 (Fig. 1) herbei­ führt. Nachdem alle Schwammgummikugeln dem Kreislauf durch den Kondensator mit Hilfe einer Kugelfangvorrichtung ent­ zogen worden sind und der Abschluß dieser Maßnahme signa­ lisiert wird, werden die Siebe 2 um die Wellen 3 verschwenkt. Diese Spülperiode der Siebe 2 kann dazu genutzt werden, die Öffnung für die Klappe 6 ebenfalls gut durchzuspülen. Außer­ dem kann dabei eine Art Eichung der Meßeinrichtung vorge­ nommen werden, also das Nullsignal bei fehlender Kraft neu einreguliert oder überprüft werden. Nach Beendigung des Spülvorganges der Siebe 2 wird wieder die dargestellte Lage angefahren, und auch die Klappe 6 wird in ihre Meß­ stellung zurückgeschwenkt. Sobald sich ein stationärer Strömungszustand eingestellt hat, kann die Kontrollmessung mit Hilfe der Klappe 6 von neunem beginnen, während die Reinigung der Kondensatorrohre mit Hilfe von Schwammgummi­ kugeln fortgesetzt wird.
Die Klappe 6 kann während der Reinigung der Kondensatorrohre von Verunreinigungen getroffen werden, die die Klappe 6 schlagartig mit einer hohen Kraft belasten. In Weiterbildung des Ausführungsbeispiels gemäß der Fig. 2 ist in der Fig. 3 eine Einrichtung schematisch wiedergegeben, die das plötzliche Ausschwenken der Klappe 6 bei einer Überlastung gestattet. Eine solche Überlastung löst ein Signal aus, das zum Notspülen der Siebe führt. Wegen der statischen Ver­ teilung der Verunreinigungen im Wasser ist nämlich auch eine Überlastung der Siebflächen zu befürchten. An dem mit einer Welle 11 verbundenen Hebel 14 ist eine Kraftmeßdose 20 gelenkig verbunden, die an ihrem anderen Ende mit Hilfe eines weiteren Gelenkes 21 mit einer in zwei Blöcken 23 geführten Stange 22 verbunden ist. Die Stange 22 ist innerhalb der Blöcke 23 spielbehaftet gelagert, also in Längs­ richtung verschiebbar. Auf der dem Gelenk 21 gegenüberliegen­ den Seite der Stange 22 befindet sich ein Anschlag 24, der wie die Blöcke 23 an einer Grundplatte 25 befestigt ist.
Die einander zugekehrten Flächen der Stange 22 und des An­ schlages 24 sind jeweils mit einem Dauermagneten 26 versehen, so daß beide Bauteile infolge der Magnetkraft aneinander haften. Sobald auf die Klappe 6, die in der Fig. 3 in ihrer Meßlage schematisch angedeutet ist, eine Spitzenbe­ lastung beispielsweise durch das Auftreffen eines stark massebehafteten Fremdkörpers wirkt, werden die magnetischen Haftkräfte überwunden, und der Hebel 14 kann unter Mit­ nahme der Kraftmeßdose 20 sowie der Stange 22 frei nach links auspendeln, also die Klappe 6 nach unten ausweichen. Eine an dem einen Block 23 abgestützte Feder 27 wirkt dieser Entlastungsbewegung entgegen, so daß bei nachlassen­ der Überbeanspruchung der Klappe 6 die dargestellte Aus­ gangslage wieder erreicht wird. Dabei wirkt das die Klappe 6 umgebende Medium als Flüssigkeitsdämpfer. Bei genügender Annäherung der Magnete 26 aneinander überwiegt wieder die Haftkraft, so daß die ursprüngliche Meßlage erreicht wird.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß Kräfte, die nicht zur Überwindung der magnetischen Haftkraft ausreichen, keine Verschiebung der Meßlage mit sich bringt. Die Stärke der Haftkraft kann durch Zwischenlegen von Kunststoffscheiben oder dergleichen bestimmt werden oder durch einen Mitten­ versatz der Magnete 26 zueinander, wobei dann allerdings entsprechende Einstellmöglichkeiten vorhanden sein müssen.
Dieselbe Anordnung kann auch für die Durchspülung der Öffnung und die Freispülung der Klappe 6 eingesetzt werden. Dazu wird entweder die Grundplatte 25 gegenüber einer Konsole (entsprechend der Konsole 16 gemäß Fig. 2) verfahren. Abweichend davon kann ein Stößel den Anschlag 24 durchdringen und gegen die Wirkung der Magnete die Ver­ bindung an dieser Stelle lösen, was ebenfalls zu der erwünschten Schwenkbewegung der Klappe 6 führt. Der Stößel kann pneumatisch, hydraulisch, elektrisch oder in sonstiger Weise betätigt werden, also zum Beispiel auch manuell.
In der Fig. 4 ist ein weiteres Anwendungsbeispiel für die erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt. Überwacht wird ein Filter, der üblicherweise im Zulauf zu einem Konden­ sator angeordnet ist und bei natürlichen Vorflutern ein­ gesetzt wird. Die Durchströmungsrichtung des Flüssigkeits­ stromes verläuft während der Filterphasen von unten nach oben, wobei die Flüssigkeit innerhalb eines rohrartigen Gehäuses 30 durch einen Filterboden 31 sowie durch Topf­ filter 32 hindurchtreten muß. Mit Hilfe nicht näher dar­ gestellter Klappen und Rohrleitungen kann jeweils ein Viertel des Filterbodens 31 zusammen mit einem der Topf­ filter 32 durch eine Umkehrflutung gespült werden, was je­ doch im Zusammenhang mit der Erfindung nur von unterge­ ordneter Bedeutung ist.
Innerhalb des einen Viertels des Filterbodens 31 befindet sich ein als Klappe 33 ausgebildeter, separater Abschnitt, der mit Hilfe einer Welle 34 geführt und gehalten ist. Die Klappe 33 ist Bestandteil der erfindungsgemäßen Vor­ richtung, wobei die Filterperforation, die in der Fig. 4 nur schematisch angedeutet ist, nicht weiter stört. Als Bestandteil des Siebbodens 31 wird die Klappe 33 in den Spülperioden ebenfalls gereinigt, so daß im Regelfall eine Verschwenkung der Klappe 33 zu Reinigungszwecken nicht erforderlich ist. Für extreme Verschmutzungen kann jedoch eine starke Verschwenkbarkeit bereitgehalten werden, die beispielsweise an einem autoamtischen Zyklus nicht teil­ nimmt und einem manuellen Eingriff vorbehalten bleibt.
Die Welle 34 ist im übrigen ähnlich wie die Welle 11 ge­ mäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 gelagert, so daß auf eine Darstellung verzichtet werden konnte. Auch die Kraftmeßeinrichtung 15 bzw. die anhand der Fig. 3 darge­ stellte Weiterbildung mit einer Überlastsicherung kann an der Welle 34 über einen entsprechenden Hebel angreifen, wobei allerdings die Ausweichbewegung sich in einer Auf­ wärtsschwenkbewegung der Klappe 33 äußert. Diesem Umstand kann durch entsprechende bauliche Ausgestaltungen Rechnung getragen werden.
Anstelle der dargestellten Siebe und Filter können ebenso Kugelbehälter mit membranartigen Filter­ körpern, Korbfilter und sonstige Bauformen überwacht und abgesichert werden, wobei gegebenen­ falls ein Gestänge zur Herausleitung der Meßkraft bzw. des zu messenden Drehmomentes aus dem zugeordneten Gehäuse vorhanden sein muß. Anhand des Ausführungsbeispiels gemäß der Fig. 4 ist außerdem zu erkennen, daß dadurch keine Filterflächen verloren geht, sondern die Klappe selbst ohne weiteres als Filterbereich beibehalten werden kann.
Als Kraftmeßeinrichtungen kommen handelsübliche Bauformen in Frage, die zum Teil bereits die Möglichkeit der Ein­ stellung eines Schwellenwertes aufweisen.

Claims (13)

1. Vorrichtung zur Messung des Verschmutzungsgrades eines Siebes oder eines Filters in einem gehäuse­ geführten Flüssigkeitsstrom, insbesondere in dem Kühlwasserstrom eines Kondensators, mit einer außer­ halb des Gehäuses liegenden Meßeinrichtung, die indirekt die Differenz der jeweiligen Drücke vor und hinter dem Sieb bzw. dem Filter erfaßt, mit einem im Inneren des Gehäuses angeordneten, dem Flüssigkeits­ strom ausgesetzten Krafteinleitungsglied und mit einem Übertragungselement von dem Krafteinleitungs­ glied zu der Meßeinrichtung durch die Gehäusewand hindurch, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Sieb- oder Filtereinsatzes (31) oder innerhalb einer in Höhe des Siebes (2) oder des Filters angeordneten Hilfsfläche (5) eine in einer Öffnung drehbar gelagerte, das Krafteinleitungsglied bildende, gesonderte Klappe (6; 33) angeordnet ist, daß die Klappe (6; 33) exzentrisch gelagert ist, und daß eine Schwenkbewegung der Klappe (6; 33) als Drehbewegung auf eine durch die Gehäusewand geführte Meßwelle (11; 34) übertragbar ist, die auf die Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20) zur Messung eines Drehmomentes einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß auf der Meßwelle (11; 34) die Klappe (6; 33) direkt befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20) annähernd weglos mißt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Klappe (6; 33) innerhalb der Öffnung unabhängig von der Meßeinrichtung (14, 15; 14, 20) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (6; 33) zur Durchspülung der Öffnung um einen bestimmten Winkelbetrag, insbesondere um 90°, schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Umfangsflächen der Klappe (6; 33) und den Innen­ flächen der Öffnung ein unabgedichteter Spalt gelassen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Klappe (6; 33) und der Öffnung eine im wesentlichen be­ rührungslose Dichtung, insbesondere eine Lippen­ dichtung, angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Meßwelle (11; 34) mit einem Hebel (14) versehen ist, und daß an dem Hebel eine Kraftmeßeinrichtung (20) angreift.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Meßein­ richtung (14, 15; 14, 20) ein Schwellenwert einstellbar ist, bei dessen Überschreitung ein Befehlsignal zur Spülung des Siebes (2) oder des Filters (31) entsteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß während des Spülvor­ ganges die Klappe (6; 33) mindestens einmal um den bestimmten Winkelbetrag verschwenkbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßein­ richtung zur Messung des Drehmomentes oder der Kraft (20) mit einer federbelasteten Überlastsicherung ver­ sehen ist, die bei einer unvorhersehbaren Spitzen­ belastung auf die Klappe (6; 33) ein Ausweichen der Klappe (6; 33) gestattet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn­ zeichnet, daß für die Dauer des Ausweichens der Klappe (6; 33) die Messung unterbrochen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 11 oder nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßeinrichtung (20) mit Hilfe eines Dauer­ magneten gehalten ist, der so dimensioniert bzw. ein­ gestellt ist, daß bei einer vorbestimmten Kraft auf die Klappe (6; 33) die magnetische Haltekraft abreißt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3821191A1 (de) * 1988-06-23 1989-12-28 Taprogge Gmbh Messgeraet zur erfassung der druckdifferenz an einer siebflaeche und eichverfahren

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