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DE3312360A1 - Verfahren zur hydraulischen foerderung von feststoffen - Google Patents

Verfahren zur hydraulischen foerderung von feststoffen

Info

Publication number
DE3312360A1
DE3312360A1 DE19833312360 DE3312360A DE3312360A1 DE 3312360 A1 DE3312360 A1 DE 3312360A1 DE 19833312360 DE19833312360 DE 19833312360 DE 3312360 A DE3312360 A DE 3312360A DE 3312360 A1 DE3312360 A1 DE 3312360A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grain
solids
hydraulic
fraction
coarse
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833312360
Other languages
English (en)
Inventor
Hansjürgen Dr. 4630 Bochum Ullrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19833312360 priority Critical patent/DE3312360A1/de
Publication of DE3312360A1 publication Critical patent/DE3312360A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G53/00Conveying materials in bulk through troughs, pipes or tubes by floating the materials or by flow of gas, liquid or foam
    • B65G53/30Conveying materials in bulk through pipes or tubes by liquid pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur hydraulischen Förderung von Feststoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur hydraulischen Förderung von Feststoffen, vornehmlich zum hydraulischen Kohle-Transport.
  • Der hydraulische Feststoff-Transport ist an sich bekannt und wird seit langem angewendet. Pipeline-Systeme zur Kohle- bzw.
  • Erzförderung wurden in verschiedenen Ländern realisiert, zum Teil für sehr große Förderstrecken (z. B. Black-Mesa-Pipeline in USA: 435 km lang). Im einschlägigen Fachschrifttum findet man zahlreiche Artikel über die theoretischen Grundlagen der hyraulischen Feststoff-Förderung, über die verfahrenstechnische Auslegung hyraulischer Förderanlagen und über die Vorbereitung des Fördergutes zur Förderung bzw. über die Entwässerung des geförderten Gutes [1 bis 6J. Die einzelnen Verfahrensschritte sind außerdem in Fachbüchern näher dargelegt, vergl. z. B. [?J. Andere Aufsätze beschäftigen sich mit der Wirtschaftlichkeit des hydraulischen Feststoff-Transports [4, 5, 8, 9j. So ist nach amerikanischen Untersuchungen bei hohen l1'örderraten und großen Entfernungen der: Energietransport durch hydraulische Förderung von Steinkohle wesentlich billiger als der Eisenbahntransport und sogar preiswerter als die Übertragung elektrischer Energie. Angesichts der hohen Transportleistungen (beispielsweise bei Kraftwerkskohle Größenordnung 0,5 bis 5 GW) kommt dem Wirtschaftlichkeitsaspekt eine sehr große Bedeutung zu.
  • Ziel der Erfindung ist es, dio Wirtschaftlichkeit hydraulischer Fördersysteme - vorzugsweise zum Kohletransport mittels Wasser als Fördermedium - zu verbessern. Dies geschieht erfindungsgemäß durch Vermischen einer relativ grob gebrochenen Feststoff-Fraktion mit einer fein gemahlenen Fraktion an der Aufgabestation, die hydraulische Förderung dieses Gemisches durch die Förderleitung (pipeline) mit Hilfe eines adäquaten, verhältnismäßig geringen Wasserstroms, die mechanische Klassierung des @eförderten Gemisches an der Empfangstation in eine grobkörnige und eine feinkörnige Fraktion und die getrennte - vorzugsweise rein mechanische - Entwässerung der beiden Fraktionen vor der leiterverarbeitung des Fördergutes.
  • Kohle, Sand und viele ndre mineralische Stoffe zeichnen sich durch eine Kornverteilung aus, die sich im RRS-Körnungsnetz nach DIN 4190 durch weitgehend gerade Linien wiedergeben läßt. Mischt man jedoch zwei (oder mehr) Fraktionen mit unterschiedlicher mittlerer Korngröße, so erhält man für das Gemisch im i'R*S-Netz eine geschwungene Linie mit geringerer Steigung als die beiden Ausgangsgeraden. Durch geeignete Wahl des Mischungsverhältnisses läßt sich ein Korn spektrum erzielen, welches sich durch ei besonders geringes Lückenvolumen (geringe Porositcit) auszeichnet. Derartige Mischungen aus Splitt und Sand verwendet man im Straßenbau zur Her stellung von Asphaltfeinbeton (StraSenbelag). Je geringer die Porosität eines körnigen Huafwerkes, desto weniger Flüssigkeit ist zum Ausfüllen der Poren nötig; bei größerem Flüssigkeitsgehalt können sich keine Konglomerate infolge von Oberflächenspannungen ausbilden, es entsteht eine Suspension. In dieser Susoension können sich die kleinen Feststoffteilchen infolge ihrer sehr geringen Sinkgeschwindigkeit praktisch nicht mehr absetzen; dadurch steigt die mittlere Dichte der Suspension, sodaß sich auch die Sinkgeschwindigkeit der großen Körner be-tr, chtlich vermindert. Die geringere Neigung zur Ifonglomeratbildung und die kleinere Sinkgeschwindigkeit ist mit einer geringeren Absetzneigung des Feststoffes im Fördersystem verbunden, vermindert also die sogenannte "kritische" (Mindest-) Fördergeschwindigkeit (verglichen mit der ausschließlichen Förderung von Grobgut).
  • Dies erlaub-t eine Reduzierung der Förderraittel asser-) Menge und folglich einen Transport höher konzentrierter Feststoff/Flüssigkeits-Gemische bei entsprechend vermindertem Gemischstrom.
  • An der Empfangsstation kann man den grobkörnigen Anteil mit Hilfe mechanischer Siebeinrichtungen (z. B. Bouensiebe) leicht aus dem Gemisch abtrennen. Anschließend läßt sich die Grobfraktion - die Hauptmasse des geförderten Fest stoffes - mechanisch weitgehend entwässern (etwa -durch den Einsatz von Schwingsiebschleudern). Bei der Feinfraktion ist die Entwässerung auf mechanischem Wege bei weitem nicht in dem gleichen Maße möglich; da se jedoch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur einen Teil des insgesamt geförderten Feststoffes ausmacht, lassen sich für das Gesamtgemisch nach Wiedervereinigen beider Fraktionen geringe End-Wassergehalte erzielen, welche beispielsweise bei S#inkohle den Einsatz in Koksöfen (Wassergehalt maximal 10 C) ohne vorhergehende thermische Trocknung erlauben. Bei Kraftwerkskohle ist eine Verringerung des Wassergehaltes gleichbedeutend mit einer entsprechenden Erhöhung des Kohle-Heizwertes.
  • Mit dem hydraulischen Transport ist auch eine Extraktion des Feststoffes - insbesondere des feinkörnigen Anteiles -durch das Trägermedium verbunden. So wurde bei Versuchen zur Förderung von Kokskohle eine Absenkung ihres Asche- und Schwefelgehaltes um rund 25 '0 festgestellt. Dies aber ist gleichbedeutend mit einer - durchaus unerwünschten -Beladung des Abwassers mit einer beträchtlichen Salzfracht (beim Transport von 1 Million jato Ruhr-Kokskohle größ ordnungsmäßig 10 C'00 jato!). Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein großer Teil des Feststoffes als grobkörnige Fraktion gefördert. Da sich der Extraktionsefiekt mit zunehmender Feststoff-Korngröße und wachsender Feststoffkonzentration verringert, sinkt damit auch die Salzfracht des Abwassers und dementsprechend auch der Aufwand für eine evtl. verlangte Abwasseraufbereitung.
  • Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erlaubt also eine Reduzierung des zu fördernden Gemischetromes, eine - besonders beim Kohletransport im Hinblick auf den "Bruttoheizwert" des geörderten, feuchten Gutes wichtige -bessere mechanische (d.h. energiesparende) Entwrsserung sowie schließlich eine Verminderun: der Salzfracht im Abwasse: (rleichbedeutend mit einer Verringerung der Kosten für die Abwasseraufbereitung). Alle erhnten Effekte tragen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des hydraulischen Feststofftransports bei.
  • Die beigefügte Zeichnung zeigt an Hand eines Grundfließbilds eine Ausführungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens zum hydraulischen Transport von Steinkohle mittels Wasser zu einem Kraftwerk oder zu einer Kokerei. In der Aufgabestation (Verfahrensstufen 1 bis 3) wir die zu fördernde Kohle zunächst vorzerkleinert (Stufe 1) bis auf die Korngröße, welche die anschließenden Einrichtungen noch bewältigen, z. B.
  • kmax = 50 bis 80 mm (in UdSSR wurden bereits Pipelines für kmax = 100 mm ausgeführt). Etwa 20 % der Kohle werden anschließend fein gemahlen (Stufe 2) bis auf eine Korngröße entsprechend k' = 0,1 mm beim Siebrückstand R(0,1 mm) = In der nächsten Stufe (Stufe 3) wird die vorzerkleinerte Kohle mit dem fein gemahlenen Anteil sowie mit dem als Trägermedium dienenden Wasser gemischt und in das Bördersystem eingeschleust. Die Förderung (Stufe 4) erfolgt je nach Durchmesser der Pipeline mit Strömungsgeschwindigkeiten zwischen 1,2 und 3,0 m/s, die Feststoffkonzentration liegt etwa bei 60 . In der Empfangsstation wird das ankommende Gemisch zunächst - z. B. unter Verwendung von Bogen sieben - klassiert (Stufe 5). Grobfraktion und Feinfraktion werden anschließend nach bekannten Verfahren (vergl. dazu z. B. [3]) getrennt entwissert (Stufen 6, 8). Während man den Wassergehalt der Grob fraktion auf mechanischem Wege bis auf etwa 4 % vermindern kann, Päßt sich die Feinfraktion mechanisch nur auf einen Rest-Wassergehalt um 40 ß entw5ssern. Die entwasser- te Grobfraktion kann man anschließend so fein mahlen (Stufe 7), daß sich nach Vermischen mit der entwässerten Feinfraktion (Stufe 9) das fiir die T:eiterverarbeitung - also für die Verbrennung in einem Dampferzeuger bzw. für den Einsatz in einem Koksofen - gewünschte Korn spektrum einstellt.
  • Auf diese Jeise gelingt es beispielsweise, das für den Einsatz in Koksöfen angestrebte Korn spektrum (0 bis 3,2 mm) zu realisieren und auch den Wassergehalt von ca. 10 % nur durch mechanische Entwässerung einzuhalten. Die zur Vervollst-,ndigung des Fließbilds eingetragene Abwasserreinigung (Stufe 10) kann nach bekannten Verfahren erfolgen.
  • Vergleicht man das erfindungsgemäße Verfahren mit bekannten Methoden zur hydraulischen Feststoff-Förderung, so stellt man fest, daß die künstliche Abflachung der Körnungskennlinie eine Reduzierung des Trägermediumbedarfes (d. h. eine Erhöhung der Feststoffkonzentration) und damit eine Verminderung des erforderlichen von den Pumpen zu fördernden Volumenstromes erlaubt. Wenn der Empfänger den Feststoff in möglichst trocken er Form benötigt (Kraftwerkskohle, Kokskohle usw.), so gestattet die Trennung in eine Grob- und eine Feinfraktion und deren getrennte Entwässerung wegen des großen Grobkornanteils eine besonders weitgehende Verminderung des Wassergehaltes auf mechanischem (d. h. energiesparendem) Wege.
  • Schließlich vermindert sich durch die Förderung relativ grobkörnigen Feststoffes mit hoher Feststoffkonzentratiõn die Extraktionswirkung und damit die Salzfracht des (zu reinigenden) abwassers.
  • Schrifttum: [1] Weber, M.: Strömingsfördertechnik.
  • Krausskopf-Verlag, Mainz 1973.
  • [2] Debreczeni, E. und I. Tarjan: Bestimmung der technischen Kennwerte hydraulischer Förderanlagen.
  • Chem. Techn. 27 (1975) 5, 280 - 283.
  • [31 Erdmann, W., R. Köhling und D. Leininer: Möglichkeiten der Entwässerung hydraulisch geförderter Steinkohlen.
  • Aufbereitungs-Technik 19 (1973) 8, 357 - 362.
  • [4] BMFT-Bericht über das 1. Statusseminar "Güterverkehr und Transportketten " am 2./3. 12. 1980 in Eahnenklee.
  • [5] BMFT-Bericht über das 2. Statusseminar "Güterverkehr und Transportketten" " am 14./15. 6. 1982 in München.
  • [6] Molerus, O. und J. P. Wellmann: Ein neues Konzept für die Vorausberechnung des Druckverlustes bei der hydraulischen Förderung in horizontalen Rohr.
  • Chem.-Ing.-Tech. 54 (1982) 3, 246 - 248.
  • [7] Ullrich, H.: Mechanische Verfahrenstechnik.
  • Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1967.
  • [8] Köhling, R. und D. Leininger: Wirtschaftliche Aspekte für die Anwenbarkeit des Feststoff-Wassertransportes bei Steinkohle. Aufbereitungs-Technik 17 (1976) 11, 574 - 579 [9] Köhling, R. und D. Leininger: Probleme der Förderung von Feststoff/Wassergemischen in Rohrleitungen.
  • Aufbereitungs-Technik 15 (1974) 8, 439 - - Leerseite -

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur hydraulischen Förderung von Feststoffen, vornehmlich zum hydraulischen Kohletransport mit Wasser als Trägermedium, dadurch gekennzeichnet, daß an der Aufgabestation bzw. vor Beginn der Förderung mindestens zwei Feststoff-Teilmengen unterschiedlichen Kornspektrums miteinander und - gleichzeitig oder nacheinander - mit dem Trägermedium (vorzugsweise Wasser) gemischt werden.
  2. 2) Verfahren gemäß Anspruch 1 ), dadurch gekennzeichnet, daß die Körnungskennlinie des geförderten Feststoffes bei Auftragen im RRS-Körnungsnetz nach DIN 4190 bei Sierbrückstandswerten zwischen 30 und 90 % eine Gleichmäßigkeitskennzahl n' # 0,8 aufweist.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß das geförderte Gemisch nach der Förderung einer Klassierung nach der Korngröße unterzogen wird und daß die verschiedenen Kornfraktionen getrennt (nach bekannten Verfahren) entwässert werden,
DE19833312360 1983-04-06 1983-04-06 Verfahren zur hydraulischen foerderung von feststoffen Withdrawn DE3312360A1 (de)

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DE19833312360 DE3312360A1 (de) 1983-04-06 1983-04-06 Verfahren zur hydraulischen foerderung von feststoffen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0340050A1 (de) * 1988-03-04 1989-11-02 Societe Auxiliaire De Transport Et De Materiel (S.A.T.M.) Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Feststoffen durch Aufschlämmen und Pumpen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0340050A1 (de) * 1988-03-04 1989-11-02 Societe Auxiliaire De Transport Et De Materiel (S.A.T.M.) Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Feststoffen durch Aufschlämmen und Pumpen

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