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DE3239162A1 - Verfahren und vorrichtung zur einstellung des verzugsverhaeltnisses eines streckwerks einer spinnmaschine - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur einstellung des verzugsverhaeltnisses eines streckwerks einer spinnmaschine

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Publication number
DE3239162A1
DE3239162A1 DE19823239162 DE3239162A DE3239162A1 DE 3239162 A1 DE3239162 A1 DE 3239162A1 DE 19823239162 DE19823239162 DE 19823239162 DE 3239162 A DE3239162 A DE 3239162A DE 3239162 A1 DE3239162 A1 DE 3239162A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cross
fiber strand
sectional
draft ratio
fiber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19823239162
Other languages
English (en)
Inventor
Teruo Ohtsu Shiga Nakayama
Kiyoyuki Kyoto Uchihara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Murata Machinery Ltd
Original Assignee
Murata Machinery Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Murata Machinery Ltd filed Critical Murata Machinery Ltd
Publication of DE3239162A1 publication Critical patent/DE3239162A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
    • D01H5/44Adjusting drafting elements, e.g. altering ratch

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung des Verzugsver-
  • hältnisses eines Streckwerks einer Spinnmaschine Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dern Oberbegriff des Patentanspruchs 3.
  • Die Erfindung ist insbesondere bei einem Dreiwalzenstreckwerk einer Spinnmaschine anwendbar. Bei Streckwerken von Fadenspinnmaschinen, in die ein Faserstrang ohile Durchlaufen einer Vorgarnstufe direkt zugeführt wird, ergibt das Gesarntverzugsverhältnis zwischen dem Hinterwalzenpaar und dem Vorderwalzenpaar eine hohe Zahl. Diese Zahl liegt im Bereich von 100 bis 400, wenn ein keine Drehungen aufweisender Faserstrang ein mit einem Paar Hinterwalzen, einem Paar Mittelwalzen mit Laufriemchen und einem Paar Vorderwalzen verschenes Streckwerk durchläuft. Das Gesamtverzugsverhältnis ist aufteilbar in zwei Teile: Einem Vorverzugsverhältnis zwischen den Hinterwalzen und den Mittelwalzen und einem Hauptverzugsverhältnis zwischen den Mittelwalzen und den Vorderwalzen.
  • Diese Verzugsverhältnisse verhalten sich zueinander wie folgt: (LJesalntverzugsverhältnis) = (Vorverzugsverhäl tnis x Hauptverzugsverhäl tni s), wobei das Vorverzugsverhältnis viel kleiner als das Hauptverzugsverhältnis ist.
  • Der dem Verzug unterzogene Faserstrang besteht aus einer ungedrehten Faserrnasse, in der die Parallelität der Faserausrichtung nicht nur von der Art der Fasern und deren Mischverhältnis, sondern auch von den Bedingungen der Vorbehandlung vur dem Verstrecken und der Bildung des Faserstrangs abhängt.
  • Der den Bereich der Spironbarkeit der Fasern bestimmende Grenzwert des Gesamtverzugsverhältnisses und das Verhältnis von Vorverzugsverhältnis zu Hauptverzugsverhältnis ändern sich mit jeder Änderung der Erfordernisse des Spinnvorgangs (z. B. mit der Nurnerierung und der Drehung des zu spinnenden Fadens usw.). Folgl ich muß vor Durchführung eines regulären Spinnverfahrens ein Versuchsspinnen bei vielen Werten des Verzugsverhältnisses und bei vielen Betriebsbedingungen erfolgen, um lSezugsdaten zu ergeben. Das Ansamneln dieser Bezugsdaten ist schr zeitraubend und dem Einfluß menschlicher Irrtümer $ausgesetzt.
  • Es ist bekannt, daß eine bestimnte Beziehung zwischen der scheinbaren Dicke eines Faserstrangs und der Spinnbarkeit eines Fadens besteht. Die Spinnbarkeit ist im di lgemeinen bei dünnen Fasersträngen am besten und vermindert sich mit zunehmend auftretenden Schwierigkeiten rnit Erhöhung der Faserd icke.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demgemäß, ein Verfahren zur Einstellung des Verzugsverhältnisses eines Streckwerkes einer Spinnmaschine sowie eine Vorrichtung zu deren Durchführung vorzusehen, bei dem die Anzahl zeitraubender empirischer Vorversuche verringert und eine zuvcrlässige Einstellung des Verzugsverhältnisses planmäßig erzielbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Patentansprüchen.
  • Bei der Erfindung wird die Querschnittsfläche des zu verspinnenden Faserstrangs oder ein dieser Querschnittsfläche proportionaler Meßwert (Querschnittsmeßwert) und die Gewichtsnugenerierung des Faserstrangs in einer Weise in Rechnung gestellt, daß die Rohdichte des Faserstrangs mitberücksichtigt wird. Hieraus läßt sich anhand von für Probeiaserstränge ermittelten Daten bei konstant gehaltenem Hauptverzugsverhältnis das Vorverzugsverhältnis auf einen Wert einstellen, der das Gesamtverzugsverhältnis bestimnt und bei dessen Einhaltung der Faserstrang zu Fäden mit gewünschten Eigenschaften verspinnbar ist.
  • Anhand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen: Fig. 1 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemä-Ben Vorrichtung, mit der eine der Querschnittsfläche eines zu verspinnenden Faserstrangs proportionale Meßgröße bestimmbar ist; Fig. 2 eine graphische Darstellung der Änderung der von der in der Fig. 1 dargestellten Vorrichtung angezeigten Querschnittsmeßwerte eines Faserstrangs unter Druckbelastung in Richtung senkrecht zur Faserlaufrichtung; Fig. 3 eine graphische Darstellung von Eigenschaften probeweise gesponnener Fäden in Abhängigkeit des Produkts aus den gewichtskorrigierten Querschnittswerten der Faserstränge und dem jeweiligen Vorverzugsverhältnis des Streckwerks bei Einhaltung eines konstanten Hauptverzugsverhältnisses; Fig. 4 eine Seitenansicht einer zur Errnittlun der in der Fig. 3 gezeigten Daten eingesetzten Spinnrnasch i ne; Fig. 5 eine Seitenansicht eines Senkrechtquerschnitts durch das Streckwerk der in der Fig. 4 gezeigten Spinnmaschine; Fig. 6 eine schematische Darstellung des Antriebs des in der Fig. 5 gezeigten Streckwerks und Fig. 7 eine Seitenansicht eines Querschnitts durch die Luftdralldüsenspinnvorrichtung der in der Fig. 4 gezeigten Spinnmaschine.
  • Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Bestirmnen eines zu Vergleichszwecken geeigneten repräsentativen, der Querschnittsfläche eines Faserstrangs proportionalen Meßwerts (Querschnittsmeßwert) umfaßt einen Körper 1, eine Platte 2 und Gewichte 3. Der Körper 1 bildet eine oben und an beiden Enden offene Klammer 4 zur Aufnahme eines laserstrangs S, die einen konstanten rechteckigen Senkrechtquerschnitt und einen konstanten rechteckigen Waagrechtqerschnitt aufweist. Es lassen sich Faserstränge in bestimmter Anzahl (z. B. 10) parallel zueinander in bündelartiger Form in die Kammer 4 einlegen. Als Meßeinrichtung 5 sind an den Enden der Kammer 4 zu beiden Seiten Längenmeßskalen vorgesehen, die die Höhe vom Boden der Kamner 4 anzeigen. Die Oberflächen der Innenwände der Seitenplatten der Kammer sind glatt. Bei der gezeigten und verwendeten Ausführungsform der Kamner beträgt deren Länge ungefähr 10 crn, deren Breite 2 cm und deren Höhe 8 cm.
  • ie Platte 2 ist an ihrer Unterseite mit einer Andrückplatte 6 versehen, die in waagrechter Lage gleitend in die Kamner 4 einpaßbar ist. Die Länge und Breite der Andrückplatte 6 entspricht der Länge bzw. der Breite der Kamner 4.
  • An der Oberseite der Platte 2 sind zwei senkrecht stehende Führungsplatten 7, 7 vorgesehen, deren Breite derjenigen der Kammer 4 entspricht. Bei dieser Ausführungsform bestehen die Gewichte 3 aus Mctallplatten, deren Längen fast dem Abstand zwischen den Platten 7, 7 gleich sind. Bei der gezeigten bevorzugten Ausführungsform haben die einzelnen Gewichtsplatten Gewichte von 50 g, 100 g usw.. Die zwischen die Führungsplatten 7, 7 eingelegten Gewichte üben über die Platten 2 und 6 eine gleichmäßige Druckbelastung auf den Faserstrang S aus.
  • Zur Durchführung der Messung an dem in die Kamner 4 eingelegten Faserstrang S oder an einem Bündel derartiger Faserstränge wird durch Auflegen verschiedener Gewichte 3 die Druckbelastung auf den Faserstrang S stufenweise erhöht, wobei bei jeder Belastungsstufe die Höhe des Faserstrangs au den Meßskalen abgelesen wird. Durch Extrapolieren dieser Meßwerte, wobei das Gewicht der Platten 2, 6 und 7 in Rechnung stellbar ist, läßt sich ein Wert der Höhe des Faserstrangs bei Nullbelastung als der gesuchte Querschnittsmeßwert ermitteln.
  • Die Fig. 2 zeigt z. B. eine graphische Darstellung der abgelesenen Querschnittswerte bei verschiedenen Druckbelastungen des Faserstrangs S. Mittels einer durch die Meßpunkte gelegten Verbindungskurve lassen sich die Meßwerte auf den Wert bei Nullbelastung des Faserstrangs S extrapolieren. ( ln diesem Fall entspricht gemäß der Fig. 2 der extrapolierte Meßwert a einer Faserstranghöhe von 50 mm.) Der auf diese Weise ermittelte Meßwert bei Nullbelastung stellt ein Maß für die Querschnittsfläche des Faserstrangs S oder mehrerer in die Meßvorrichtung eingelegter Faserstränge dar.
  • Die zu verstreckenden Faserstränge unterscheiden sich im allgemeinen voneinander bezüglich ihrer Gewichtsnumerierung, d. h. ihres Gewichts pro Längeneinheit. Werden z. B. mehrere annähernd gleiche Faserstränge nebeneinander in die in der Fig. 1 gezeigte Vorrichtung eingelegt, dann ergibt sich ein anderer Querschnittsmeßwert als bei einem einzigen Faserstrang, wobei jedoch die Gewichtsnumerierung des gesamten Faseistrangbündels ein Mehrfaches derjenigen eines (inzigen Faserstrangs beträgt. Außerdem unterscheiden sich die jeweils gemessenen Faserstränge voneinander bezüglich ihrer Rohdichte. Ein einfacher Vergleich der mit der erfindungsgentsißen Vorrichtung an verschiedenen Fasersträngen ermittelter Querschnittsmeßwerte bei Nullbelastung ist somit unzuldssig. Die ermittelten Querschnittsmeßwerte bei Nullbelastrang werden somit gemäß der nachstehend angegebenen Formel gewichtskorrigiert: (Gewichtskorrigierter Querschnittswert) = (durchschnittlicher Querschnittsmeßwert bei Nullbelastung)x(Gewichtsnumerierung eines Bezugsfaserstrangs)/(Gewichtsnumerierung des zu verarbeitenden Faserstrangs).
  • Zwecks Anwendung der vorstehenden Formel ist die Gewichtsnurrerierung des zu verarbeitenden Faserstrangs, dessen Querschnittsmeßwert bei Nul Ibelastung bestimmt worden ist, jeweils zu ermitteln. Die Gewichtsnumerierung eines Bezugsfaserstrangs ist als rechnerische Bezugsgröße eingeführt worden und dient dem Vergleich von Fasersträngen der gleichen Art oder Fasermischung, jedoch verschiedener Querschnitte und lohdichten. Die Gewichtsnumerierung eines Bezugsfaserstrangs ist ein Festwert für jede Faserart oder Fasermischung und stellt die Gewichtsnumerierung eines theoretisch zugrundegelegten Bezugsfaserstrangs dar, deren Messung jedoch nicht erforderlich ist. Wie bereits erwähnt, ist unter dem Begriff Gewichtsnumerierung das Gewicht eines Faserstrangs pro Längeneinheit zu verstehen. Der in der vorstehenden Formel angegebene durchschnittliche Querschnittsrneßwert bei Nullbelastung stellt einen nach wiederholten Messungen bestimmten Durchschnittswert dar. Der auf diese Weise erhaltene gewichtskorrigierte Querschnittswert berücksichtigt sornit die unterschiedlichen Rohdichten der zu vergleichenden Faserstränge und berücksichtigt verschiedene Faktoren wie die Parallelität und Kräuselung der Fasern. Der gewichtsbezogene Querschnittswert ist ein Maß für die verschiedenen zu verarbei tenden Fasermassen.
  • In der Tabelle sind für Faserstränge verschiedener l:aserart und Fasermischungen die bestimnten gewichtskorrigierten Querschnittswerte und die nach dem Verstrecken und Versuchsspinnen dieser Faserstränge ermittelten Fadeneigenschaften angegeben. In dieser Tabelle bezeichnet "GQ" den gewichtskorrigierten Querschnittswert, "VV" das Vorverzugsverhältnis, "U %" die Uster-Ungleichmäßigkeitszahl, "dünn" die Anzahl von Dünnstellen pro 25 m des gesponnenen Fadens, "Dick" die Anzahl von Dickstellen pro 25 m des gesponnenen Fadens und "Nissen" die Anzahl kleiner Dickstellen pro 25 m des gesponnenen Fadens. Es bezeichnen Albis A4 100 %ige Polyesterfasern, Bl bis B4 Polyester/Baumwollfasern, Cl bis C8 Acryl- oder Acryl-Baumwollfasern und D1 bis D3 100 %ige Polyvinylalkoho basisfasern.
  • Tabelle Faser GQ VV GQxVV U % Dünn Dick Nissen A1 27,2 8,8 239 12,8 4,0 6,0 3,0 A2 37,5 6,8 255 12,9 9,0 5,0 1,0 A3 45 3 610 271 1117 2 7 2,2 2,1 A4 46,5 7,3 339 13,8 8,2 6,3 6,7 B1 51,8 7,0 363 14,6 15,0 15,0 46,0 B2 4618 8,6 400 15,8 3810 20,0 33t0 B3 44,8 6,8 305 14,0 20,0 8,0 26,0 B4 33,0 7,4 244 13,0 8,5 3,5 10,6 C1 58,0 2,0 116 9,9 0,05 0,4 4,3 C2 58,0 4,0 232 14,1 11,0 17,0 57,0 C3 57,0 3,8 217 13,2 6,0 6,4 3,0 C4 57,0 4,5 256 13,6 12,0 8,0 4,0 C5 57,0 5,7 325 14,9 39,0 14,0 3,0 C6 48,0 4,0 192 1217 610 5,0 016 C7 48,0 5,8 278 13,2 11,0 5,0 1,2 C8 48,0 7,3 350 15,5 34,0 20,0 3,1 D1 2318 3Z7 88 1014 0 2 0,3 013 D2 23,8 5,5 130 11,8 0,4 2,0 0,9 D3 23,8 5,9 140 11,9 0,8 2,3 0,5 Die Versuche wurden auf einem Dreiwalzenstreckwerk unter Konstanthaltung eines Hauptverzugsverhältnisses von 30 durchgeführt. Die Tabelle gibt die ermittelten Werte von Fadeneigenschaften bei dem jeweiligen Produkt aus dem gewichtskorrigierten Querschnittswert und dem Vorverzugsverhältnis an (vierte Spalte). In der Fig. 3 sind die verschiedenen Meßwerte eingetragen. Die Linien, ob gerade oder gekrümmt verlaufend, zeigen das Vorliegen von Beziehungen zwischen den Meßpunkten und den Versuchspararnetern auf. Durch Erhöhung der Anzahl der Proben könnte die Aussagekraft der Beziehungen gesteigert werden.
  • l)ic Spinnmaschine und deren bestandteile, rnit denen die in der Tabelle angegebenen Werte erhalten wurden, sind in den Figuren 4, 5, 6 und 7 dargestellt. Die Erfindung ist jedoch niCht nur bei der nachstehend beschriebenen Maschine und den nachstehend beschriebenen Vorrichtungen anwendbar, sondern auh bei anderen Spinnmaschinen und Vorrichtungen, wie sie z. B. in den US-Patentschriften 4 112 658, 4 169 350, 4 183 202 und 4 142 353, die Luftdralldüsenspinnsysteme betrgffen, und in den US-Pateritschriften 3 079 746, 3 978 648 und 4 003 194, die Spinnsysteme zum Herstellen umwickelter Fäden betreffen, beschrieben sind. Darüber hinaus ist die Erfindung auch bei üblichen Ringspinnsysternen und Offenendspinnsystemen anwendbar.
  • In der in der Fig. 4 dargestellten Spinnmaschine wird ein aus einer Spinnkanne 8 herausgezogener Faserstrang S in einem Streckwerk 12, das ein Paar Hinterwalzen 9, ein Paar Mittelwalzen 10 und ein Paar Vorderwalzen II umfaßt, verzogen und in einer Dralidüsenspinnbvorrichtung 13 zu einem Faden Y gesponnen. Der Faden Y wird über einem Paar Lieferwalzen 14 und 14-1 abgezogen und nach dem Durchlaufen eines Dickstellenfängers 15 auf einer Aufwickelspule p aufgenommen, die sich in einem Aufwickelmechanismus 19 befindet, der eine Reibwalze 16 und einen urn eine Welle 17 schwenkbaren Tragarm umfaßt. Die Aufwickelspule P wird vom Tragarm 18 getragen.
  • Ein an Schienen 22 und 23 innerhalb eines Maschinenrahmens 21 fahrbar vorgesehener, mit einer Knüpf- oder Spleißeinrichtung 24 versehener Wartungswagen 20 hält an einer Spinnstelle an, an der der Faden Y nach einem Fadenbruch oder aufgrund des Feststellens einer Dickstelle durchgeschnittn worden ist. Ein Saugrohr 25 erfaßt das von der Dralldüsenspinnvorrichtung 13 komnende Ende des Fadens Y und ein anderes Saugrohr 26 erfaßt das mit der Spule P verbundene Ende des Fadens Y. Danach werden die beiden Fadenenden in die nüpf- oder Spleißeinrichtung 24 eingeführt und miteinander verbunden. Ein Absaugrohr SP ist zum Absaugen von Faden- und Faserabfällen vorgesehen.
  • in der Fig. 5 ist das Streckwerk 12 dargestellt. Der Faserstrang S wird in eine rohrförmige Faserstrangführung 27 eingeführt, deren Faserstrangkanal sich in Faserstranglaufrich.-tung verengt, so daß das Auslaufende konusförmig ausgebildet sein kann, wonach der Faserstrang S von den Hinterwalzen 9 und 9-1 aus der Führung 27 herausgezogen wird. Der Faserstrang S wird zwischen den Hinterwalzen 9 und 9-1 und den Mittelwalzen 10 und 10-1 vorverzogen. Zwischen den Hinterwalzen 9 und 9-1 und den Mittelwalzen 10 und 10-1 ist eine Führung 28 vorgesehen, die ein übermäßiges Ausbreiten des Faserstrangs S verhindert. Danach unterliegt der Faserstrang S einem Hauptverzug zwischen den Mittelwalzen 10 und 10-1 und den Vorderwalzen II und 11-1. Nachfolgend wird der Faserstrang S in der Dralldüsenspinnvorrichtung 13 zu dem Faden Y gesponnen.
  • Die obere Hinterwalze 9, die obere Mittelwalze 10 und die obere Vorderwalze 11 sind an der Seite eines Traggestells 29 derart angeordnet, daß sie unabhängig voneinander umlaufen können. Die untere Hinterwalze 9-1, die untere Mittelwalze 10-1 und die untere Vorderwalze 11-1 sind jeweils an einer von drei durch die Spinnmasclline durchgeführten Walzen befestigt. Es lassen sich derngemäß die Verzugsverhältnisse zwischen den Hinterwalzen, den Mittelwalzen und den Vorderwalzen mittels eines an der Seite der Spinnmaschine vorgesehenen Getriebes verändern.
  • In der Fig. 6, die den Antrieb der Walzen des Streckwerks 12 darstellt, werden die untere Hinterwalze 9-1, die untere Vorderwalze 11-1, die Lieferwalze 14 und die Reibwalze 16 von einem Motor M1 über Reduktionsgetriebe und andere Getriebe angetrieben. Ein Motor M2 treibt die untere Mittelwalze 10-1 an. Demgemäß wird das Gesamtverzugsverhältnis zwischen dem Paar Hinterwalzen 9,9-1 und dem Paar Vorderwalzen 11, 11-1 durch Schalten von Getriebezahnrädern 30, 31 und 32 eingestellt. Das Vorverzugsverhältnis wird durch Schalten eines die Umdrehungen des Motors M2 übertragenden Getriebezahnrads 33 eingestellt. Einzelheiten des in der Fig. 6 dargestellten Antriebs sind in der US-Patentanmeldung 257 510 vom 4. April 1981 beschrieben worden.
  • In der Figur 7 sind Einzelheiten der Dralldüsenspinnvorrichtung 13 dargestellt. Diese Vorrichtung enthält zwei Dralldüsen 34 und 35, in denen die Drehrichtungen der eingestrahlten Druckluft einander entgegengesetzt sind. Die erste Dual düse 34 ist mit Lufteinstrahlkanälen 36 versehen, die schräg in einen Fadenkanal 38 einmünden. Die Dralldüse 35 ist mit Lufteinstrahlkanälen 37 versehen, die senkrecht zur Achse eines Fadenkanals 39 einmünden. Die Dralldüse 34 weist zwei Drosselkanäle 40 und 41 und die Dralldüse 35 einen Drosselkanal 42 auf.
  • Aus der vorstehenden Tabelle ist entnehrnbar, daß bei Werten des Produkts aus den gewichtskorrigierrten Querschnittswerten und den Verzugsverhältnissen, die 300 überschreiten, die Qualität des gesponnenen Fadens in beträchtlicher Weise beeinträchtigt wird. Keine Schwierigkeiten treten bei einem Wert von etwa 250 auf, obwohl dieser von den Anforderungen an die Qualität des zu spinnenden Fadens abhängt. Dieser Wert von 250 stellt einen kritischen Wert des Produkts (GQ x yv) dar.
  • Ein derartiger kritischer Wert des angegebenen Produkts, der im nachstehenden als "kritischer Wert" bezeichnet wird, stellt einen Richtwert dar, der bei Fasern verschiedener Art zum Einstellen eines Bereiches der Spinnbarkeit beim Streckwerk allgemein anwendbar ist. Der kritische Wert wird beispielsweise wie nachstehend angegeben verwendet.
  • Unter der Voraussetzung, daß das Hauptverzugsverhältnis bei 30 festgelegt ist und der gewichtskorrigierte Querschnittswert des zu spinnenden Faserstrangs empirisch als 40 mn bestimnt worden ist, ergibt sich folgendes: Vorverzugsverhältnis = kritischer Wert/gewichtskorrigierter QuerscIoi i ttswert = 250/40 = 6,25 Gesamtverzugsverhältnis = Hauptverzugsverhältnis x Vorverzugsverhältnis = 30 x 6,25 = 197,5.
  • Somit läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nach dem Ermitteln eines kritischen Werts fiir eine faserart, der für jede der verschiedenen Faserarten spezifisch ist, ein Grenzwert des Verzugsverhältnisses für das Verstrecken eines zu verspinnenden Faserstrangs der einen Art lediglich anhand einer Messung des Querschnittsmeßwertes und einer Bestimmung der Gewichtsnumerierung des Faserstrangs ermitteln.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindunsgemäßen Verfahrens unter Verwendung eines Dreiwaizenstreckwerks beträgt der theoretische Bereich des Vorverzugsverhältnisses 3 bis 10, des Hauptverzugsverhältnisses 15 bis 40 und des Gesamtverzugsverhältnisses 100 bis 300. In der Praxis beträgt das Vorverzugsverhältnis 4 bis 6, das Hauptverzugsverhältnis 25 bis 30 und das Gesamtverzugsverhältnis @ J>0 b i s 200.
  • bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Anzahl der als eine Einheit zu messenden oder Versuchen zu unterziehenden Faserstränge nicht begrenzt, jedoch muß sie selbstverständlich für jede Faserart festgelegt werden. Bezüglich der Verwendung des Querschnittsmeßwerts oder des gewichtskorrigierten Querschnittswerts eines Faserstrangs kann statt dessen auch die Querschnittsfläche des Faserstrangs im ursprünglichen Zustand oder im unter der Last eines bestimmten festgelegten Gewichts gepreßten Zustand in die Rechnung eingesetzt werden. Zuverlässigere Werte werden jedoch mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Extrapolation der Meßwerte erhalten.
  • ei den vorstehend beschriebenen Spinnversuchen wurde das Vorverzugsverhältnis variiert, während das Hauptverzugsverhältnis bei einem bestimmten Wert konstant gehalten wurde.
  • Es ist jedoch auch möglich, bei anderen Werten des Hauptverzugsverhältnisses, des Vorverzugsverhältnisses und des Gessaiootverzugsverhältnisses zu arbeiten.
  • Wie vorstehend beschrieben, läßt sich mit dem erfindungsgernäßen Verfahren anhand einer Bestimmung des Querschnittsmeßwerts eines Fascrstrangs und dessen Gewichtsnumerierung das Verzugsverhäi tnis des Streckwerks auf einfache Weise und unter Verbesserung der Betricbseffizienz einstellen.

Claims (3)

  1. Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung des Verzusverhältnisses eines Streckwerks einer Spinnmaschine Patentansprüche: 1. Verfahren zur Einstellung des Verzugsverhältnisses eines Streckwerks einer Spinnmaschine, bei Einhaltung dessen ein vorgegebener Faserstrang zu einem Faden rnit gewünschten Eigenschaften versponnen wird, bei dem Probefaserstränge gleicher Art oder Fasermischung mit verschiedenen Querschnitten unter Änderung des Verzugsverhältnisses versponnen, die Eigenschaften der gesponnenen Fäden bestimnt und in Abhängigt von von @sen Ergebnissen das Verzugsverhältnis für den vorgegebenen Faserstrang eingestellt wird, d a d u r c h B e k e n n z e i c h n e t, - daß aus den für die Probefaserstränge und dem vorgegebenen Faserstrang ermittelten, den durchschnittlichen Querschnittsflächen entsprechenden oder proportionalen Meßwerten (Querschnittsmeßwerten) jeweils ein gewichtskorrigierter Querschnittswert berechnet wird, der der Querschnittsi läctie entspricht bzw. proportional ist, bei der der jewei-1 ige Faserstrang eine bestinrnte, als Bezugswert dienende Gewichtsnumerierung aufweist, - daß die Probefaserstränge bei konstantern Hauptverzugsverhältnis und verschiedenen Vorverzugsverhältnissen verstreckt und zu Fäden gesponnen werden, daß ein für die Fadeneigenschaften gewünschter Bereich der Werte dz . Produkts als den gewichtskorr igierten Querschnittswerten und dem jeweiligen Vorverzugsverhältnis errnittelt wird und - daß unter Einhaltung eines konstanten Hauptverzugsverhältnisses ftir den vorgegebenen Faserstrang ein Vorverzugsverhältnis eingestellt wird, das zusammen mit dem gewichtskorrigierten Querschnittswert des Faserstrangs dem ermittelten gewünschten Bereich der Werte des Produkts aus den gewichtskorrigierten Querschnittswerten und den Verzugsverhältnissen entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t , daß zurn bestimmen des der Querschnittsfläche eines Faserstrangs proportionalen Querschnittsmeßwerts der Faserstrang zwischen zwei feststehenden, ebenen, paral jelen Seitenplatten gelegt, der Faserstrang in Höhenrichtung gleichmäßig, entlang einer bestimmten Länge, einwirkenden Druckbelastungen verschiedener Größte ausgesetzt wird, die Höhe des Faserstrangs unter jeder i3elastung gemessen und durch Extrapolieren der Meßwerte die Höhe des Faserstrangs bei Nullbelastung als der gesuchte Querschnittsmeldwert ermittelt wird.
  3. 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens des Anspruchs 1 zum Bestimmen einer der Querschnittsfläche eines zu verspinnenden Faserstrangs proportionalen Meßgröße, g e -kennzeichnet durch - eine oben und an beiden Enden offene rechteckige Karrrner (4), - eine dem Waagrechtquerschnitt der Karrmer entsprechende Platte (2), die in waagrechter Lage von oben gleitend in die Karrrner (4) einpaßbar ist und auf deren Oberseite Gewichte (3) auflegbar sind, und - eine Meßeinrichtung (5) zum Messen des senkrechten Abstands zwischen dem Boden der Kamner (4) und der Unterseite der in die Kamner (4) eingelegten Platte (2), - wobei die Große der Kammer (4) derart bemessen ist, daß der Faserstrang (S) die Kammer (4) in Längsrichtung durchlaufend in diese einlegbar ist und die jeweiligen senkrechten Höhen des den Raum unterhalb der aufgelegten Platte (2) ausfül lenden Faserstrangs (S) bei verschiedenen aufgelegten Gewichten (3) mit der Meßeinrichtung (5) meßbar sind.
DE19823239162 1981-10-23 1982-10-22 Verfahren und vorrichtung zur einstellung des verzugsverhaeltnisses eines streckwerks einer spinnmaschine Ceased DE3239162A1 (de)

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Also Published As

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