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DE3219354C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung umweltschädlicher Bestandteile aus Abgasen von Feuerungsanlagen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung umweltschädlicher Bestandteile aus Abgasen von Feuerungsanlagen

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DE3219354C2
DE3219354C2 DE19823219354 DE3219354A DE3219354C2 DE 3219354 C2 DE3219354 C2 DE 3219354C2 DE 19823219354 DE19823219354 DE 19823219354 DE 3219354 A DE3219354 A DE 3219354A DE 3219354 C2 DE3219354 C2 DE 3219354C2
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exhaust gas
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gas
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DE19823219354
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Edmund Dipl.-Ing. Dr.-Ing. 8702 Gerbrunn Baer
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/06Spray cleaning
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases

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Abstract

Das Verfahren und die Vorrichtung dienen zur Abscheidung umweltschädlicher Gase aus Abgasen und Feuerungsanlagen in einem Reaktor mit einer Reagenzlösung aus Wasser und in Wasser löslichen Absorptionsmitteln bei gleichzeitiger Abscheidung von festen Bestandteilen des Abgases in demselben Reaktor. Das Wasser der Reagenzlösung ist sowohl Lösungsmittel für die Absorptionsmittel als auch Abscheidemittel für die festen Bestandteile des Abgases; es verdampft im Reaktor praktisch vollständig. Das aus dem Reaktor austretende Abgas hat eine Temperatur oberhalb der Wassertaupunkttemperatur und ist frei von Wassertropfen. Es ist ebenfalls weitgehend frei von Feststoffen und - bei geeigneter Wahl der Absorptionsmittel - ebenfalls weitgehend frei von umweltschädlichen Gasen, Dämpfen und flüssigen Bestandteilen. Die Reaktionsprodukte aus der Absorption können sich im Reaktor mit sonstigen im Abgas noch enthaltenen Gasen und Feststoffen oder mit zusätzlich in den Reaktor eingebrachten Gasen, Flüssigkeiten und Feststoffen zu verwertbaren Reinigungsrückständen umsetzen. Diese können als trockenes Pulver aus dem Reaktor abgezogen werden.

Description

3 4
wasser entstehea Ein weiterer Nachteil ist, daß das Ab- 23 63 589) wird in den Reaktionsraum Flüssigkeit teilgas im Reaktor durch das eingebrachte Wasser bis unter weise im Gleichstrom und teilweise im Gegenstrom zu Wassertaupunkttemperatur abgekühlt wird und deshalb den Abgasen in den Reaktionsraum eingedüst, und zwar im allgemeinen erst nach einer Wiederaufheizung aus in einer solchen Menge, daß die Reaktionsprodukte aro dem Schornstein in die Atmosphäre abgegeben werden 5 Boden des Reaktors flüssig anfallen und abgezogen kann. Die Unterschreitung der Wassertaupunkttempe- werden müssen. Die im Gegenstrom zu den Abgasen ratur hat auch zur Folge, daß vom Abgas flüssiges Was- eingebrachte Flüssigkeit wird etwa in der Mitte des Reser in Form kleiner Tröpfchen mitgeführt wird, die in aktionsraumes eingedüst Die Verweilzeit der nach Tropfenabscheidern am Abgasaustritt abgeschieden oben strömenden, vom Abgas mitgeführten Partikel in werden müssen. io dem von der Reagenzlösung beaufschlagten Raum des
Bei einem bekannten Naß-Trocken-Verfahren (DE- Reaktors ist deshalb nicht groß genug, daß eine hinrei-OS 29 19 542) sind im gereinigten Abgas auch ohne chende Reinigungswirkung erzielt werden kann.
Tropfenabscheider keine Wassertröpfchen mehr ent- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verhalten. Die Reinigungsrückstände können als trockenes fahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebe-Pulver aus dem Reaktor abgezogen werden, obwohl die 15 nen Art zu schaffen, bei welchem mit wenig Aufwand in den Reaktor eingebrachte Reagenzlösung wie bei eine vollständige Reinigung der Abgase erzielt werden den Naßverfahren ebenfalls aus Wasser und in Wasser kann, wobei die einer Wiederverwertung zuzuführenlöslichen Absorptionsmitteln besteht Bei diesem Ver- den Reinigungsprodukte trocken anfallen sollen,
fahren wird allerdings im Unterschied zu den Naßver- Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des fahren nur soviel Wasser mit der Reagenzlösung in das 20 Anspruchs 1 vorgesehen.
Abgas gesprüht, daß es im Reaktor bis auf geringe Re- Bei dem Verfahren nach der Erfindung durchströmt ste in den Reinigungsrückständen fast vollständig ver- das zu reinigende Abgas den Reaktor von unten nach dampft Die Temperatur des Abgases sinkt dabei nicht oben und tritt gereinigt am oberen Ende aus dem Reakunter die Wassertaupunkttemperatur ab. Bei der Ver- tor mit einer Temperatur oberhalb der Wassertaudampfung trocknen die bei der Absorption entstände- 25 punkttemperatur aus, während die aus dem Abgas abnen Reaktionsprodukte. Sie lagern sich dabei aneinan- geschiedenen Reinigungsrückstände als feste, getrockder oder an die im Abgas noch enthaltenen Feststoffe nete und praktisch wasserfreie Stoffe aus dem Reaktor aus der Feuerung. Da die Absorption der abzuscheiden- unten abgezogen werden können,
den Gase nur während der relativ kurzen Zeit erfolgen Beim Versprühen der Reagenzlösung entstehen kann, während der die Absorptionsmittel noch in Was- 30 Tropfen, in denen die Absorptionsmittel enthalten sind, ser gelöst sind, werden bei diesen Verfahren vorwie- Die Tropfen fallen entgegen der Richtung des aufsteigend Absorptionsmittel verwendet, die leicht in Wasser genden Abgases in dem Reaktor nach unten. Sie werden löslich sind. Dennoch werden sie nur teilweise ausge- vom aufsteigenden Abgas im Fallen gebremst und vernutzt und müssen immer im Überschuß zugegeben wer- dampfen durch die vom Abgas auf sie übertragene Warden, und zwar auch dann, wenn ein Teil der Reinigungs- 35 me allmählich. Die abzuscheidenden gasförmigen Berückstände mit noch nicht verbrauchten Absorptions- standteile des Abgases reagieren mit den Absorptionsmitteln der frischen Reagenzlösung wieder zugemischt mitteln, solange diese in den Tropfen gelöst sind oder, wird. Die bei der Absorption entstehenden Reaktions- sofern sie als Feststoffe in den Tropfen vorliegen, solanprodukte werden im Reaktor wegen der kurzen Zeit, ge sie von einer Wasserhülle umgeben sind. Dabei entwährend welcher diese Produkte dort in Wasser gelöst 40 stehen in den Tropfen Reaktionsprodukte, die beim sind, kaum umgesetzt Eine Umsetzung außerhalb des Verdampfen der Tropfen trocknen und sich aneinander Reaktors, zu der es notwendig wäre, die Reinigungs- lagern oder an die noch vorhandenen Feststoffpartikel rückstände wieder anzufeuchten, würde zwei wesentli- des Absorptionsmittels anlagern. Die trockenen Partiche Vorteile eines Naß-Trocken-Verfahrens gegenüber kel werden vom aufsteigenden Abgas ebenfalls abgeeinem Naß-Verfahren zunichte machen, daß nämlich die 45 bremst Je nach Größe und Gewicht werden sie entwe-Reinigungsrückstande beim Ausbringen aus dem Reak- der so wenig abgebremst, daß sie auf den Boden des tor bereits trocken sind und daß kein Abwasser anfällt. Reaktors sinken, von wo aus sie aus dem Reaktor abge-Die gleichzeitige Trocknung der R-"ckstände im Reak- zogen werden können, oder sie werden so stark abgetor hat den Nachteil, daß ein erheblicher Teil der Rück- bremst, daß sich ihre Bewegungsrichtung umkehrt und stände als Staub mit dem Abgas zusammen aus dem 50 sie vom Abgas im Reaktor wieder nach oben gefördert Reaktor ausgetragen wird. Dieser Staub mu3 in den werden. Im oberen Teil des Reaktors werden sie durch dem Reaktor nachgeschalteten Filtern abgeschieden die eingesprühte Reagenzlösung wieder benetzt. Durch werden. Dabei werden gleichzeitig auch die vom Abgas diese Benetzung können sie sowohl miteinander als aus der Feuerung mitgeführten Feststoffe abgeschie- auch mit den Feststoffpartikeln der Absorptionsmittel, den; eine Vorabscheidung in Filtern wie bei den Naß- 55 die in der eingesprühten Reagenzlösung enthalten sind, verfahren wird im allgemeinen nicht vorgenommen. zu größeren Partikeln agglomerieren. Sie können eben-
Bei einem bekannten Verfahren der im Oberbegriff falls mit den gleichfalls von der eingesprühten Reagenzdes Anspruchs 1 beschriebenen Art (DE-OS 27 39 509) lösung benetzten Feststoffpartikeln agglomerieren, die wird die Reagenzlösung horizontal in den unteren Be- im Abgas noch enthalten sind. Außer durch Agglomerareich des Reaktionsraumes eingedüst. Das ebenfalls von 60 tion wachsen die Partikel auch dadurch an, daß sie durch unten in den Reaktor eingeführte Abgas nimmt die F!us- die Benetzung erneut in die Lage versetzt sind, abzusigkeitströpfchen nach oben, d. h., im Gleichstrom, mit. scheidende Gase zu absorbieren, sofern sie noch Ab-Reaktionsprodukte und Feststoffe werden über ein sorptionsmittel enthalten, die noch nicht vollständig Elektrofilter ausgeschieden und über trichterförmige ausgenutzt sind. Durch die Volumen- und Gewichtsver-Abzüge entfernt, während da& gereinigte Gas über ei- 65 größerung fallen die feuchten Feststoffpartikel im Renen dem Elektrofilter nachgeschalteten Reingasaustritt aktor wieder gegen den aufsteigenden Ahgasstrom abgezogen wird. nach unten. Sie werden dabei von diesem erneut ge-
Bei einem weiteren bekannten Naßverfahren(DE-OS trocknet und abgebremst. Ie nach Größe und Gewicht
werden sie entweder so stark abgebremst, daß sie vom aufsteigenden Abgas wieder nach oben gefördert werden, wo sie durch Agglomeration und Absorption weiter anwachsen, oder sie werden so wenig abgebremst, daß sie im Reaktor auf den Boden sinken und abgezogen werden können.
In dem Reaktor entsteht somit eine Wolke aus Tropfen, in denen Feststoffpartikel eingelagert sind, und aus getrockneten Feststoffpartikeln. Im oberen Teil der Wolke befinden sich vorwiegend die Tropfen, im unteren Teil vorwiegend die getrockneten Feststoffpartikel. An der Oberseite der Wolke werden die Feststoffpartikei und die Tropfen durch die in den Reaktor eingesprühte Reagenzlösung am Austreten aus dem Reaktor gehindert, an der Unterseite fallen nur die getrockneten Feststoffpartikel aus der Wolke aus, die in ihr so angewachsen sind, daß sie von dem aufsteigenden Abgas nicht mehr genügend stark abgebremst werden konnten.
Da die Absorptionsmittel bei diesem Verfahren relativ lange im Abgas reaktionsfähig sind, können außer in Wasser leicht löslichen auch schwer lösliche Absorptionsmittel verwendet werden, die in der Reagenzlösung als Feststoffpartikel vorliegen. Die Ausnutzung der Absorptionsmittel richtet sich nach der Partikelgröße der nicht vollständig gelösten Absorptionsmittel in der eingesprühten Reagenzlösung und nach der Größe der Partikel, die bei der Absorption der Gase in der Wolke entstehen, sowie nach der Geschwindigkeit des im Reaktor aufwärts strömenden Abgases. Je größer die Ab- gasgeschwindigkeit ist und je kleiner die Partikel sind, desto länger verweilen die Absorptionsmittel in der Wolke, werden ständig benetzt und können dabei auch, wenn sie schon teilweise zu Reaktionsprodukten umgesetzt sind, Gase absorbieren. Die Ausnutzung wird da- durch entsprechend hoch. Sollte die Ausnutzung dennoch nicht ausreichend hoch sein, kann ein Teil der aus dem Reaktor abgezogenen Reinigungsrückstände mit den darin enthaltenen unverbrauchten Absorptionsmitteln der Reagenzlösung zugemischt werden, damit diese irn Reaktor erneut mit dem Abgas in Kontakt kommen und Gas absorbieren können.
Die bei der Absorption der gasförmigen Bestandteile des Abgases entstehenden Reaktionsprodukte können im Reaktor parallel zu der gleichzeitig stattfindenden Absorption zu verwertbaren Rückständen umgesetzt werden, da sie — wie die Absorptionsmittel auch — in der Wolke wiederholt in Wasser gelöst sind und dadurch reagieren können. Nach der Umsetzung können die dabei entstandenen Reaktionsprodukte ebenfalls als so trockene Feststoffe aus dem Reaktor abgezogen werden. Die Umsetzung kann mit Reagentien erfolgen, die im zu reinigenden Abgas bereits enthalten sind — beispielsweise Sauerstoff — oder sie kann mit Reagentien erfolgen, die dem zu reinigenden Abgas oder der zur Absorption eingesprühten Reagenzlösung zugesetzt werden. Wenn eine Umsetzung oder eine Nachbehandlung außerhalb des Reaktors erforderlich ist, zu der die bereits getrockneten Rückstände wieder befeuchtet werden müssen, beispielsweise zum Auswaschen unerwünsch ter Bestandteile, können diese anschließend zur erneuten Trocknung im Abgas dem Reaktor wieder zugeführt werden, beispielsweise zusammen mit der Reagenzlösung.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Durchführen des geschilderten Verfahrens mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 2 (DE-OS 23 63 589). Erfindungsgemäß ist eine solche Vorrichtung gekennzeichnet durch die Merkmale des Anspruchs 2.
Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Vorrichtung sind in den Ansprüchen 3 und 4 angegeben. i
Die Vorteile des Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung seien nachfolgend zusammengefaßt:
a) Das Abgas verläßt den Reaktor mit einer Temperatur oberhalb der Wassertaupunkttemperatur. Es muß in der Regel nicht wiederaufgeheizt werden und ist frei von Wassertropfen, so daß sich eine V Tropfenabscheidung erübrigt
b) Das Abgas verläßt den Reaktor staubfrei; eine nachgeschaltete Staubabscheidung ist nicht notwendig. In dem Reaktor werden auch die im zu : reinigenden Abgas noch enthaltenen Feststoffrück- [ stände aus der Feuerung — wie zum Beispiel Flug- I asche und Ruß — aus dem Abgas abgeschieden.
c) Die Absorptionsmittel werden weitgehend ausgenutzt und müssen nicht im Überschuß zugegeben werden. Es können auch billige, schwer in Wasser lösliche Absorptionsmittel verwendet werden.
d) Die Reinigungsrückstände können als getrocknete und praktisch wasserfreie Feststoffe aus dem Reaktor abgezogen werden. Dadurch ist eine Entwässerung nicht erforderlich, bei der unter Umständen Abwasser entsteht Es ist außerdem keine Trocknung unter Einsatz von zusätzlicher Energie notwendig.
e) Eine Umsetzung der bei der Absorption entstehenden Reaktionsprodukte kann im Reaktor mit den ( im Abgas bereits enthaltenen Reagentien oder mit Reagentien erfolgen, die zusätzlich in den Reaktor eingebracht werden. Die entstehenden Reaktionsprodukte werden im Reaktor ebenfalls getrocknet
f) Nach einer Umsetzung oder Nachbehandlung der Reaktionsprodukte außerhalb des Reaktors unter Zugabe von Wasser können diese zur erneuten Trocknung im Abgas dem Reaktor wieder zugeführt werden.
Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtungen sind nachfolgend unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch eine einfache Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
Fig.2 eine abgewandelte Ausführung des unteren Reaktorbereiches im Vertikalschnitt, und
F i g. 3 und 4 ebenfalls in Vertikaischnitten zwei abgewandelte Ausführungen des oberen Reaktorbereiches.
Die in F i g. 1 dargestellte einfache Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeigt einen Reaktor 1, in den das zu reinigende Abgas aus einem Rohgaskanal 2 durch eine Gasverteilungseinrichtung 3 in den unteren Bereich des Reaktors eintritt (Pfeile 15). Die Abgasströmung wird zweckmäßig in einem stromaufwärts der Gasverteilungseinrichtung angeordneten Strömungsgleichrichter 4 vergleichmäßigt Das gereinigte Abgas (Pfeile 16) tritt durch den Gassammler 5 in einen Reingaskanal 6 ein. Die Reagenzlösung (Pfeile 17) wird im oberen Bereich des Reaktors durch einen Zerstäuber 7 in das Abgas gesprüht Die getrockneten Reinigungsrückstände (Pfeil 18) können aus dem Abzugstrichter 8 aus dem Reaktor entfernt werden.
F i g. 2 zeigt eine andere Ausführung des unteren Reaktorbereiches. Das zu reinigende Abgas (Pfeile 15)
wird durch eine Einrichtung 9 im Rohgaskanal 2 und/ oder in der Gasverteilungseinrichtung 3 in Teilströme aufgeteilt, die durch zwei unterschiedlich ausgebildete Strömungsgleichrichter 4,10 in den mittleren Reaktorbereich einströmen. Dadurch wird bewirkt, daß die Strömung optimal an die übrigen Bedingungen im Reaktor angepaßt werden kann. Beispielsweise kann der gesamte Abgasstrom in zwei unterschiedlich große Teilströme aufgeteilt werden, von denen der größere durch den Gleichrichter 10 strömt und vorwiegend in Wandnähe des Reaktors aufsteigt In diesen Teilstrom wird bei der Ausführung nach F i g. 3 im oberen Bereich des Reaktors die Reagenzlösung du-ch in Wandnähe angebrachte Zerstäuber 12 vorwiegend horizontal eingesprüht. Der kleinere der beiden Teilströme, der durch den Gleichrichter 4 in den Reaktor einströmt, dient vorwiegend zum Trocknen der Reinigungsrückstände und als Sichterströmung, von der kleine Partikel im Reaktor wieder nach oben gefördert werden und entgegengesetzt zu der große Partikel in den Abzugstrichter 8 fallen.
F i g. 3 zeigt, wie oben schon angedeutet, eine Ausführung des oberen Reaktorbereiches, in den die Reagenzlösung überwiegend von oben (Pfeile 17) mittels eines Zerstäubers 11 mit über die gesamte Querschnittsfläche des Reaktors verteilten Düsen in das Abgas so eingesprüht werden, daß durch die Reagenzlösung vor allem die Feststoffe aus dem Abgas abgeschieden werden. Die Reagenzlösung kann überwiegend aus Wasser bestehen, wenn durch die oben beschriebenen Zerstäuber 12 zusätzliche Reagenziösung von der Reaktorwand aus horizontal in den Reaktor eingebracht wird; das ist zweckmäßig, wenn ein erheblicher Teilstrom des Abgases an den Wänden aufwärtsströmt, wie das bei der Ausführung des unteren Reaktorraumes gemäß F i g. 2 der Fall ist Vorrichtungen nach Art des Zerstäubers 12 können in dem Reaktor zusätzlich vorhanden sein, während von oben nach unten sprühende Zerstäuber 11 notwendig vorgesehen sein müssen. Das gereinigte Abgas tritt aus dem Gassammler 5 in den Reingaskanal 6 ein (Pfeile 16).
F i g. 4 zeigt eine weitere Ausführung des oberen Reaktorbereiches, in den die Reagenzlösung (Pfeile 17) gesprüht wird. Das Abgas tritt im Gegensatz zu dem in F i g. 3 gezeigten Beispiel durch den Gassammler 5 horizontal in den Reingaskanal 6 ein (Pfeile 16). Durch einen Zerstäuber 13 mit in einer zur Vertikalen geneigten Fläche angeordneten Düsen wird die Reagenzlösung so versprüht, daß durch sie vor allem Feststoffe aus dem Abgas abgeschieden werden. Diese Reagenziösung kann überwiegend aus Wasser bestehen, wenn über einen zentralen Rotationszerstäuber 14 zusätzlich Reagenzlösung in das Abgas gesprüht wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
60
65

Claims (4)

1 2 abnehmende Luftverschmutzung darf allerdings nicht Patentansprüche: mit einer zunehmenden Verschmutzung des Erdbodens und des Wassers durch die bei der Abgasreinigung ent-
1. Verfahren zur Abscheidung umweltschädlicher stehenden Rückstände einhergehen. Deshalb sollten Bestandteile aus Abgasen von Feuerungsanlagen in 5 diese Rückstände nicht urnweltschädlich sein. Sie sollten einem Reaktor, in den eine aus Wasser und darin nach Möglichkeit verwertbar sein, beispielsweise als Erlöslichem Absorptionsmittel bestehende Reagenzlö- satz für natürliche Rohstoffe. Außerdem sollten zur Absung eingesprüht wird, wobei durch Abstimmung gasreinigung möglichst keine Absorptionsmittel eingeder Menge der Reagenzlösung auf die Menge und setzt werden müssen, die anderweitig als Rohstoffe Temperatur des dem Reaktor zugeführten Abgases io sinnvoller verwendet werden können oder die erst unter gleichzeitiger Umsetzung der bei der Absorp- durch aufwendige Verfahren hergestellt werden müstion entstehenden Reaktionsprodukte mit in dem sen. Weiterhin sollte bei der Abgasreinigung die Tempe-Abgas und in der Reagenzlösung enthaltenen oder ratur des Abgases nicht so weit absinken, daß es zur zusätzlich zugegebenen Reagenzien eine vollständi- Verbesserung der Immission unter Einsatz von Primärge Verdampfung des mit der Reagenzlöstmg züge- 15 energie erst wiederaufgeheizt werden muß, bevor es in führten Wassers erreicht wird und die dabei erhalte- die Atmosphäre abgegeben wird.
nen festen Rückstände zusammen mit den im Abgas Es sind viele Verfahren und Vorrichtungen zur Abenthaltenen Feststoffen abgeschieden und aus dem scheidung umweltschädlicher Gase aus Abgasen mit in Reaktor abgezogen werden, und das gereinigte Ab- Wasser löslichen Absorptionsmitteln bekannt Sie wergas den Reaktor mit einer Temperatur verläßt, die 20 den grob unterschieden in die sogenannten Naß-Veroberhalb der Temperatur des Wassertaupunkts fahren und die sogenannten Naß-Trocken-Verfahren,
liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die in Bei einem bekannten Naßverfahren (DE-OS 31 974) den Reaktor eingeführte Reagenzlösung vorwie- zur Rauchgasentschwefelung wird in einem Reaktor eigend in Gegenrichtung zu dem im Reaktor aufwärts ne Reagenzlösung aus Wasser und in Wasser löslichen strömenden Abgas versprüht wird und daß die fe- 25 Absorptionsmitteln in das A.bgas gesprüht, aus dem zusten Rückstär '■> zusammen mit den im Abgas ent- vor die Feststoffe in Filtern größtenteils abgeschieden haltenen Fe - η en aus dem unteren Bereich des wurden. Da die Absorptionsmittel nur solange Gase abReaktors trocken abgezogen werden. sorbieren können, als sie in Wasser gelöst sind, enthal-
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ten die Reagenzlösungen soviel Wasser, daß nur ein nach Anspruch 1, mit einem Reaktionsraum, der eine 30 kleiner Teil im Reaktor durch die vom Abgas Überträge-Zuführung für das ungereinigte Abgas, einen oben ne Wärme verdampft Der größere Teil der Reagenzlöangeordneten Abgasabzug, unterhalb davon eine sungen bleibt flüssig, damit die Absorptionsmittel wähnach unten gerichtete Einrichtung zum Versprühen rend ihres gesamten Kontaktes mit dem Abgas in dem der Reagenzlösung und unten eine Sammel- und Ab- Reaktor mit den abzuscheidenden Gasen reagieren zugseinrichtung für die Rückstände aufweist, da- 35 können. Bei entsprechender Auslegung des Verfahrens
. durch gekennzeichnet, daß im unteren Teil des Re- und des Reaktors können außer leicht in Wasser lösli-
aktionsraums (I) eine Gasverteilungseinrichtung (3) chen Absorptionsmitteln auch in Wasser schwer lösliche
vorgesehen ist, in welche die Zuführungsleitung (2) Absorptionsmittel verwendet werden, die teilweise
für das ungereinigte Abgas einmündet, und daß noch als Feststoffe in der Reagenz'ösung vorliegen. SoI-
oberhalb der Gasverteilungseinrichtung (3) ein Strö- 40 ehe schwer löslichen Absorptionsmittel sind zwar in der
mungsgleichrichter (4,10) angeordnet ist Regel reaktionsträger als leicht lösliche, dafür aber mei-
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- stens billiger. Das Wasser mit den in ihm enthaltenen zeichnet, daß in dem unteren Teil des Reaktionsrau- Reinigungsrückständen, die größtenteils aus den Reakmes (1) eine Einrichtung (9) zur Aufteilung des zu tionsprodukten aus der Absorption, aber auch aus nicht reinigenden Abgases in Teilströme angeordnet ist. 45 verbrauchten Absorptionsmitteln und aus dem Abgas
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ausgewaschenen festen Bestandteilen aus der Feuerung gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Versprü- bestehen, wird in einem Behälter auf dem Boden des hen der Reagenzlösung (17) in mehrere gleich- und/ Reaktors aufgefangen. Üblicherweise wird ein Teil der oder verschiedenartige Zerstäuber (7,11,12,13,14) Reaktionsprodukte der frischen Reagenzlösung zur Eraufgeteilt ist. 50 höhung der Ausnutzung der Absorptionsmittel zugemischt. Der Rest wird aus dem Reaktor abgezogen und
in der Regel einer weiteren Reaktion mit zusätzlichen
Reagentien ausgesetzt, damit sich die bei der Absorption entstehenden Reaktionsprodukte zu verwertbaren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit dem Merk- 55 Rückständen umsetzen. So wird beispielsweise bei der mal des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Vor- Rauchgasentschwefelung mit Kalk oder Kalkstein als richtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Absorptionsmittel das im Reaktor bei der Absorption
Umweltschädliche Gase, beispielsweise Schwefeloxi- entstehende Kalziumsulfid mit Sauerstoff zu Kalkiumde, Stickstoffoxide, Chlor und Fluor, und Feststoffe, bei- sulfat oxidiert, damit es nach einer zusätzlichen Entwässpielsweise Flugasche und Ruß, sind Bestandteile von 60 serung und Trocknung als Gips verwertet werden kann. Abgasen aus Feuerungsanlagen der chemischen Indu- Diese Umsetzung kann bei einigen Naßverfahren auch strie, der Hüttenindustrie, der Energieversorgungsun- bereits im Auffangbehälter des Reaktors vorgenommen ternehmen und der Kommunen. Sie entstehen bei der werden, wenn die zur Umsetzung notwendigen Reagen-Verbrennung fossiler Brennstoffe, zu denen Kohle, Öl tien in diesen Behälter eingebracht werden. Der Nach- und Gas gehören, sowie bei der Müllverbrennung. Der 65 teil dieser Verfahren ist, daß die Reinigungsrückstände Abscheidung der umweltschädlichen Gase und der Fest- nur naß aus dem Reaktor abgezogen werden können stoffe aus diesen Abgasen kommt zur Verringerung der und in der Regel vor einer Verwertung erst entwässert Luftverschmutzung eine wachsende Bedeutung zu. Die und getrocknet werden müssen. Dabei kann auch Ab-
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