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DE3206536A1 - Verfahren zur umwandlung eines wasserstoff, leichte kohlenwasserstoffe und oxide des kohlenstoffs enthaltenden gasgemisches - Google Patents

Verfahren zur umwandlung eines wasserstoff, leichte kohlenwasserstoffe und oxide des kohlenstoffs enthaltenden gasgemisches

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Publication number
DE3206536A1
DE3206536A1 DE19823206536 DE3206536A DE3206536A1 DE 3206536 A1 DE3206536 A1 DE 3206536A1 DE 19823206536 DE19823206536 DE 19823206536 DE 3206536 A DE3206536 A DE 3206536A DE 3206536 A1 DE3206536 A1 DE 3206536A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
catalyst bed
hydrogen
temperature
gas mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19823206536
Other languages
English (en)
Inventor
Reiner Dr. 8000 München Lohmüller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde GmbH filed Critical Linde GmbH
Priority to DE19823206536 priority Critical patent/DE3206536A1/de
Publication of DE3206536A1 publication Critical patent/DE3206536A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K3/00Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide
    • C10K3/02Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment
    • C10K3/04Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment reducing the carbon monoxide content, e.g. water-gas shift [WGS]

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung eines Wasserstoff,
  • leichte Kohlenwasserstoffe und Oxide des Kohlenstoffs enthaltenden Gasgemisches Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung eines Wasserstoff, leichte Kohlenwasserstoffe und.Oxide des Kohlenstoffs enthaltenden Gasgemisches in einem katalytischen Prozeß, wobei das Gasgemisch mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas in Kontakt gebracht und nach partieller Oxidation in einem nickelhaltigen Katalysatorbett umgesetzt wird.
  • Ein Verfahren dieser Art ist bereits aus der DE-PS 15 92 352 bekannt. Dort wird im Rahmen der Gewinnung. von Ammoniaksynthesegas ein Koksofengas in einen katalytischen Reaktor eingeleitet, in dem durch Zugabe von,Luft eine partielle Oxidation von im Koksofengas enthaltenen Kohlenwasserstoffen erfolgt. Der katalytische Reaktor entspricht dabei dem Sekundärreformer einer Dampfreformierung, arbeitet also mit einer Katalysator-Zündschicht, in der eine: exotherm ablaufende partielle Oxidation der im Gas enthaltenen Kohlenwasserstoffe injiziert wird. Nach Austritt aus der relativ kurzen Zündschicht wird das Gas dann weiter an einem nickelhaltigen Katalysator endotherm umgesetzt.
  • Das bekannte Verfahren ist ausschließlich auf die Gewinnung von Wasserstoff aus dem Koksofengas ausgerichtet.
  • Sollte der Wasserstoff jedoch einmal nicht benötigt werden, was beispielsweise beim Ausfall oder beim routinemäßigen Abschalten der nachfolgenden, Wasserstoff verbrauchenden Verfahren auftreten kann, muß auch die Wasserstofferzeugung eingestellt und das zu verarbeitende Gas einer anderweitigen Verwertung zugeführt werden. Hierfür sind gesonderte Anlagen erforderlich.
  • Der Erfindung. liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß auf möglichst-einfache. Weise verschiedene Produktgase erzeugt werden können.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Temperatur des Katalysatorbetts geregelt wird und daß durch Einstellen der Temperatur des Katalysatqrbetts wahlweise bei.hoher Temperatur die Gewinnung eines wasserstoffreichen Gases oder bei weniger hoher Temperatur die Gewinnung eines für die Methanerzeugung geeignetes Einsatzgases erfolgt.
  • Die Regelung der Temperatur des Katalysatorbettes kann innerhalb gewisser Grenzen durch eine Änderung der Reaktionsbedingungen bei der partiellen Oxidation, insbesondere durch Veränderung der Sauerstoffzufuhr, vorgenommen werden.
  • Eine weitergehende Regelungsart besteht'darin, daß im Katalysatorbett ein indirekter Wärmetausch durchgeführt wird, um so überschüssige Wärme in gewünschtem Ausmaß abzuführen. Es können auch beide Maßnahmen kombiniert werden.
  • Soll nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Wasserstoff erzeugt werden, so wird ein im Katalysatorbett enthaltener Wärmetauscher nicht oder höchstens in geringem Ausmaß zur.
  • Kühlung des Katalysatorbetts herangezogen. Dadurch stelIt sich eine hohe Verfahrenstemperatur ein,die die Gewin- nung eines im wesentlichen nur noch Wasserstoff sowie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Wasserdampf enthaltenden Produktstromes ermöglicht. Der Wasserstoffgehalt dieses Gasgemisches kann in einer nachfolgenden.Kohlenmonoxid-Konvertierunt, in der Kohlenmonoxid mit Wasserdampf unter Bildung von Kohlendioxid und Wasserstoff reagiert, noch weiter heraufgesetzt werden. Diese Verfahrensweise zur Wasserstofferzeugung entspricht weitgehend dem schon erwähnten bekannten Verfahren.
  • Die Erfindung basiert nun auf dem Gedanken, daß der nickelhaltige Katalysator nicht nur für die Wasserstofferzeugung, sondern auch für die direkte Methanerzeugung geeignet ist.
  • Die Methanbildung findet jedoch bei wesentlich tieferen Temperaturen im Katalysatorbett statt.
  • Deshalb wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Temperaturregelung für das Katalysatorbett vorzusehen, mittels der die Reaktionstemperatur herabgesetzt werden kann.
  • Bei der Wasserstofferzeugung liegen die Reaktionstemperaturen vorzugsweise über 8000 C, insbesondere bei Temperaturen um 9000 C oder höher. Die Temperatur ist dabei im wesentlichen nur durch die Temperaturbeständigkeit des verwendeten Werkstoffs begrenzt. Bei der Methanbildung sind dagegen Temperaturen unter 8000 C geeignet, da in diesem Temperaturbereich das Reaktionsgleichgewicht zur Methanbildung hin'verschoben wird. Aus thermodynamischen Erwägungen ist es besonders zweckmäßig, die Temperatur in diesem Betriebsfall möglichst weit abzusenken, -minimal bis auf etwa 3500 C. Da im unteren Temperaturbereich jedoch Probleme durch Rußbildung auftreten können, ist in vielen Fällen eine Temperatur zwischen etwa 500 und 7000 C, beispielsweise um 6000 C, für die Methanbildung besonders geeignet.
  • Vor der katalytischen Umwandlung des: Gasgemisches ist es zweckmäßig, zur Vermeidung von Rußbildung in der Katalysatorzone Wasserdampf zuzugeben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere für die Verarbeitung von Gasgemischen, die etwa 50 bis 70 Mol-% Wasser stoff enthalten und daneben noch leichte Kohlenwasserstoffe,'beispielsweise zwischen 20 und 30 Mol-%, und Oxide des Kohlenstoffs enthalten. Koksofengas oder andere Synthesegase, insbesondere wenn sie durch Kohlenwasserstoffe verunreinigt sind, wie beispielsweise Abgase aus der Fischer-Tropsch-Synthese, der Oxo-Synthese und weiterer Synthesen stellen beispielsweise solche Gasgemische dar.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält als wesentlichen Bauteil einen Reaktor mit einer Katalysator-Zündschicht oder einem Brenner und einem nachfolgenden Katalysatorbett mit einem nickelhaltigen Katalysator,wobei innerhalb des Katalysatorbetts ein Wärmetauscher angeordnet ist.Das Katalysatorbett kann beispielsweise aus einer Schüttung eines körnigen Katalysatormaterials bestehen.
  • Innerhalb einer derartigen Katalysatorschüttung kann ein Rohrbündel als Wärmetauscher angeordnet sein, um im Fall der Methanbildung durch ein Kühlmittel ständig Wärme aus dem Reaktor abführen zu können. Zur Kühlung kann beispielsweise verdampfendes Wasser, zu überhitzender Dampf oder auch ein anderes Kühlmedium zum Einsatz kommen.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand eines in der Figur schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
  • Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die Verarbeitung eines Koksofengases. Derartige Gase fallen als Nebenprodukt in Kokereien an. Kokereien, die in der Regel viele einzelne Ofen enthalten, arbeiten nach einer seit langem bekannten Technologie und mit großer Zuverlässigkeit und Konstanz.
  • Es fällt deshalb immer ein im wesentlichen konstanter KoRs-.
  • ofengasstrom an. Ein Teil dieses Gases wird üblicherweise zum Beheizen der Öfen verwendet, während der Uberschuß entweder als Schwachgas zu Heizzwecken abgegeben oder als RQhgas.fUr Umwandlungen herangezogen werden kann. Wird dieses Ubc'-rschUssiqe Koksofengas als Rohgas für die Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt, um beispielsweise,Wasserstoff zu Hydrierverfahren, Synthesegas oder andere.Zwecke zu erzeugen, so handelt es sich häufig um Verwendungsarten, bei denen zu gewissen Zeiten kein Wasserstoffbedarf. vorliegt, weil die entsprechenden Verarbeitungsanlagen zeitweilig abgeschaltet werden. Zu solchen Zeiten soll erfindungsgemäß-aus dem weiterhin angelieferten Koksofengas Methan erzeugt werden.
  • Hierzu wird vorgereinigtes Koksofengas, aus dem bereits der größte Teil der ursprüng] ich vorhandenen höhersie'denden Komponenten abgetrennt wurde, über Leitung 1 zugeführt und bei 2 auf einen Druck zwischen 5 und 80 bar verdichtet. Das über Leitung 3 abgezogene Gas hat eine Temperatur zwischen 30 und 2500 C. Im speziellen Fall wurde das Koksofengas auf 20 bar verdichtet und fällt in der Leitung 3 bei einer Temperatur von 2000 C in einer Menge von 70p mol/s an. Das Gas besteht zu 56 % aus Wasserstoff, 25 % Methan, 4 % c2-Kohlenwasserstoffe, 1 % C3-Kohlenwasserstoffe, 0,4 z c4+-Kohlenwasserstoffe, 7 z Kohlenmonoxid, 3 % Kohlendioxid, 3 % Stickstoff und 0,5 % Verunreinigungen, insbesondere Schwefelverbindungen'wie Schwefelwasserstoff, Kohlenoxisulfid und Merkaptane, ferner Stickstoffverbindungen wie Ammoniak und Cyanwasserstoff und aromatische Kohlenwasserstoffe (alle Prozentangaben sind Volumenprozente). Dieses Gas wird anschließend durch ein Aktivkohle-Reinigungsbett 4 geleitet, in dem C5- und höhere Kohlenwasserstoffe sowie ein Teil der anderen Verunreinigungen abgetrennt werden.
  • Dem gereinigten Gas werden anschließend über Leitung 5 180 mol/s Wasserdampf bei einer Temperatur von 3500 C zugegeben, um im nachfolgenden katalytischen Reaktor 6 eine Rußbildung zu vermeiden.'Die Menge des zugeführten Wasserdampfs hängt jeweils vom ausgewählten Verfahrensdruck und Temperaturbereich ab und bestimmt sich aus den jeweils in diesen Bereichen vorliegenden Rußgleichgewichten.
  • Das in der vorstehenden-Weise vorbehandelte Gas tritt anschließend in den katalytischen Reaktor 6 ein. Auf der Eintrittsseite des Reaktors wird zusätzlich über Leitung 7 Sauerstoff zugegeben, wonach das Gasgemisch an einer Katalysator-ZUndschicht, die beispielsweise einen Platin-, Palladium-Katalysator enthält, partiell oxidiert wird.
  • An der Katalysator-Zündschicht werden die im Gas verbliebeneun höheren Kohlenwasserstoffe sowie ein Großteil des Methans umgesetzt, wobei sich aufgrund der exothermen Natur dieser Reaktion die Temperatur im Reaktor erhöht. Nach Durchströmen der Katalysator-Zündschicht gelangt. das Gasgemisch in ein nickelhaltiges Katalysatorbett und wird dort in einer endothermen Reaktion weiter umgesetzt.
  • Im Falle der Wasserstofferzeugung werden dem Reaktor 6 über Leitung 7 120 mol/s Sauerstoff bei einer Temperatur von 1000 C zugegeben. Das über Leitung 8 bei einer Temperatur von 9500 C aus dem Reaktor austretende Gasgemisch, das in einer. Menge von 1250 mol/s anfällt, besteht zu 65 % aus Wasserstoff'und'enthält-daneben noch 18,4 % Kohlenmonoxid, 5,2 % Methan, 3,3 % Kohlendioxid, 1,7 % Stickstoff und 6,3 % Wasserdampf.
  • Dieser Rohwasserstoff gelangt anschließend in eine Kohlenmonoxid-Konvertierungsstufe 9. Dies kann entweder auf direktem Weg über Leitung 10 oder im Anschluß an eine Fein-Entschwefelung 11 über Leitung 12 erfolgen. Bei der direkten Zuführung des Reaktionsprodukts über Leitung 10 wäre in der Konvertierungsstufe 9 ein schwefelunempfindlicher Katalysator notwendig. Schwefelhaltige Komponenten' würden dann in einer nachfolgenden Reinigungsstufe zusammen mit Kohlendioxid, Wasserdampf, Methan -und Stickstoff ausgeschleust.
  • Bevorzugt wird jedoch, das Reaktionsprodukt zunächst in einer konventionellen Fein-Entschwefelung 11 zu reinigen, da dann in der Konvertierungsstufe 9 herkömmliche Hoch-und/oder Niedertemperatur-Katalysatoren einaesetzt werden können.
  • Ein besonderer Vorteil des katalytischen Reaktors 6 ist darin zu sehen, daß er bei höheren Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen oberhalb von etwa 6000 Zeine steigende Unempfindlichkeit gegen Vergiftungen des Katalysators durch Schwefelverbindungen aufweist.- Deshalb ist es auch nicht immer erforderlich, das dem Reaktor 6 zuzuführende Rohgas vor Einleitung in den Reaktor zu entschwefeln. Dies ist- besonders vorteilhaft, weil die im Gasgemisch enthaltenen Schwefelkomponenten im katalytischen Reaktor nahezu vollständig in Schwefelwasserstoff umgesetzt werden, was in der nachfolgenden Fein-Entschwefe lung' 11 auf konventionelle Weise leicht entfernt werden kann.
  • In der Kohlenmonoxid-Konvertierungstufe 9 wird das im Reaktionsprodukt enthaltene Kohlenmonoxid mit über Leitung 13 herangeführtem Wasserdampf unter Bildung.von Kohlendioxid und weiterem Wasserstoff umgesetzt. Das konvertierte Gas wird über Leitung 14 in einer Menge von 1350 mol/s abgezogen und besteht'zu 74 % aus Wasserstoff, 16 % Kohlendioxid, 3,7 % Kohlenmonoxid, 4,8 % Methan und 1,5 % Stickstoff. Das Gas wird in einer Reinigungsstufe 15, beispielsweise in einer Druckwechsel-Adsorptionsanlage oder in einer Wäsche, gereinigt, woraufhin über Leitung 16 nahezu reiner Produktwasserstoff in einer Menge von 950 mol/s bei einer Temperatur von 300 C und einem Druck von etwa 18 bar abgezogen wird.
  • Soll dagegen aus dem Koksofengas Methan erzeugt werden, das beispielsweise als Erdgasersatz in eine Pipeline einzuspeisen ist, so wird der katalytische Reaktor 6 durch eine Xnderung der Reaktionsbedingungen bei der partiellen Oxidation und/oder durch ein in der Kühlschlange 17 fließendes Kühlmedium auf eine niedrigere Austrittstemperatur eingestellt. Dadurch wird bereits im Katalysatorbett aus den vorher partiell oxidierten Kohlenwas.serstoffen ein beträchtlicher Teil Methan gebildet.
  • Bei der Methanereugung werden 50 mol/s Sauerstoff bei einer Temperatur von 1000 C über Leitung 7 in den Reaktor eingeführt. Durch die gegenüber der Wasserstofferzeugung verringerte Sauerstoffzugabe stellt sich im Reaktor 6 eine niedrigere Adiabattemperatur ein, wodurch die Methanbildung begünstigt wird. Ohne Abführung von Wärme durch die Kühlschlange 17 fällt in Leitung 8 ein Produktgas an, das'zu 46 % aus Wasserstoff, 13 % Methan, 11 % Kohlenmonoxi<t, 3 z Kohlendioxid, 1,75 % Stickstoff, 0,25 % sonstige Ver-.
  • unreinigungen und 25 z Wasserdampf besteht. Dieser Gasstrom fällt bei einer Temperatur von 7500 C und in einer Menge von 1200 mol/s an. Das Gas.wird anSchließend in der Fein-Entschwefelungsstufe 11 gereinigt und dann über Leitung 18 einer Methanisierungsanlage 19 zugeleitet. Vor Eintritt in die Methanisierung 19 wird über Leitung 20 Wasserdampf zum Gasstrom zugegeben, um die Reaktionstemperatur in der Methanisierungsstufe 20 niedrig zu halten. Der Wasserdampf könnte zwar auch schon vor dem katalytischen Reaktor 6 zugegeben werden, doch ist die Zugabe unmittelbar vor der Methanisierung besonders bevorzugt, weil anderenfalls im Rektor 6 ein erhöhter Sauerstoffverbrauch aufträge.. Dies trifft auch für die-Dampfzugabe über Leitung 13 im Rahmen der Wasserstofferzeugung zu.
  • Die Methanisierung 19 wird in üblicher Weise durchgeführt -und kann ein- oder mehrstufig in isotherm oder auch adiabat betriebenen Reaktoren durchgeführt werden. Das über Leitung 21 abgezogene Produkt der Methanisierung fällt bei 3500 C in einer Menge von 890 mol/s an und esteht zu 36 % aus Methan, 2,7% aus Wasserstoff, 2,3 % aus Stickstoff, 0,3 % aus Kohlendioxid und 58,7 aus Wasser. Nach Durchlaufen einer Trocknungsstufe 22 fällt dann in Leitung' 23 ein Produktgas in einer Menge von 370 mol/s bei einer Temperatur von 300 C und einem Druck von etwa 17 bar an, das zu 86,8 % aus Methan besteht und daneben noch 6,5 % Wasserstoff, 5,7 % Stickstoff und 1 % Kohlendioxid enthält. Dieses Gas kann in einer nachfolgenden Kompressionsstufe noch verdichtet und beispielsweise in eine Pipeline eingespeist werden.
  • In einer..weiteren Ausgestaltung dieses Verfahrensbeispiels wird bei der Methanbildung durch zusätzliche Kühlung über die Kühlschlange 17 eine Reaktoraustrittstemperatur von 6000 C eingestellt. Dadurch erhöht sich der Methanan-.
  • teil am Reaktoraustritt auf 27 %. Daneben enthält das austretende Gas 25 % Wasserstoff, 1 % Kohlenmonoxid, 5 % Kohlendioxid, 2 % Stickstoff und 40 % Wasserdampf.
  • Bei der Kühlung des Reaktors werden pro Nm3 Produktgas etwa 260 Kcal an Energie, beispielsweise in Form von Wasserdampf, zurückgewonnen.

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Umwandlung eines Wasserstoff, leichte Kohlenwasserstoffe und Oxide des Kohlenstoffs enthaltenden Gasgemisches in einem katalytischen Prozeß, wobei das Gasgemisch mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas in Kontakt gebracht und nach partieller Oxidation in einem nickelhaltigen Katalysatorbett umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Katalysatorbetts geregelt wird und daß durch Einstellung der Temperatur des Katalysatorbetts wahlweise bei hoher Temperatur die Gewinnung eines wasserstof-freichen Gases oder bei weniger hoher Temperatur die Gewinnung eines für die Methänerzeugung geeigneten Einsatzgases erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Katalysatorbetts durch indirekten Wärmetausch mit einem Kühlmittel geregelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Gewinnung eines wasserstoffreichen Gases eine Kohlenmonoxid-Konvertierungsstufe vorgesehen ist, der das umgewandelte Gasgemisch zugeführt wird.
  4. 4. Ver.fahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem umzuwandelnden Gasgemisch Wasserdampf zugeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der AnsprUche'1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittstemperatur aus dem Katalysatorbett bei der Gewinnung eines wasserstoffreichen Gases oberhalb von 8000 C und bei der Gewinnung eines Einsatzgases für die Methanerzeugung unterhalb von 8000 C liegt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittstemperatur aus dem Katalysatorbett bei der Gewinnung eines Einsatzgases für die Mthanerzeugung unterhalb von 7500 C liegt.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das umzuwandelnde Gasgemisch 50 bis 70 Mol-% Wasserstoff enthält..
  8. 8.'Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch Koksofengas ist.
  9. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen Reaktor mit einer Katalysator-Zündschicht. oder mit einem Brenner und einem nachfolgenden Katalysatorbett mit einem nickelhaltigen Katalysator und mit einem innerhalb des Katalysatorbetts angeordneten Wärmetauscher.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Katalysatorbett aus einer Schüttung besteht und daß der Wärmetauscher ein innerhalb der Katalysatorschüttung angeordnetes Rohrbündel ist.
DE19823206536 1982-02-24 1982-02-24 Verfahren zur umwandlung eines wasserstoff, leichte kohlenwasserstoffe und oxide des kohlenstoffs enthaltenden gasgemisches Withdrawn DE3206536A1 (de)

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