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DE3241097A1 - Medikamente mit hohem loeslichkeitsgrad und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Medikamente mit hohem loeslichkeitsgrad und verfahren zu ihrer herstellung

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DE3241097A1
DE3241097A1 DE19823241097 DE3241097A DE3241097A1 DE 3241097 A1 DE3241097 A1 DE 3241097A1 DE 19823241097 DE19823241097 DE 19823241097 DE 3241097 A DE3241097 A DE 3241097A DE 3241097 A1 DE3241097 A1 DE 3241097A1
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Germany
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inhibitor
medicament
active ingredient
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solubility
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DE19823241097
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Owen Ignatius Howth Comté de Dublin Corrigan
Donald Eugene Barrymore Althlone Panoz
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Elan Corp PLC
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    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/14Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
    • A61K9/141Intimate drug-carrier mixtures characterised by the carrier, e.g. ordered mixtures, adsorbates, solid solutions, eutectica, co-dried, co-solubilised, co-kneaded, co-milled, co-ground products, co-precipitates, co-evaporates, co-extrudates, co-melts; Drug nanoparticles with adsorbed surface modifiers
    • A61K9/146Intimate drug-carrier mixtures characterised by the carrier, e.g. ordered mixtures, adsorbates, solid solutions, eutectica, co-dried, co-solubilised, co-kneaded, co-milled, co-ground products, co-precipitates, co-evaporates, co-extrudates, co-melts; Drug nanoparticles with adsorbed surface modifiers with organic macromolecular compounds

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Description

« ο ο
Die vorliegende Erfindnmg betrifft Medikamente mit hohem Löslichkeitsgrad und ein Verfahren zu ihrer Herstellung·
Es ist bekannt und viel demonstriert worden, daß die Löslichkeit eines Medikaments einen wichtigen Faktor für seine therapeutische Wirksamkeit darstellt. Man weiß, daß die therapeutische Wirksamkeit von der biologischen Verfügbarkeit des Medikaments abhängt, welche wiederum eine Funktion einer guten und vollständigen Absorption ist· Die letztere hängt vom Löslichkeitsgrad der Wirksubstanz ab9 welche das Medikament bildet· Die gute Löslichkeit eines Medikaments ist umsomehr unerläßlich, weil ein bestimmter und sehr beschränkter Bereich des Gastrointestinaltrakts vorliegt, der das Medikament absorbieren kann, und die mangelnde Verfügbarkeit eines Medikaments infolge seiner schlechten oder unvollständigen Auflosung5in Kontakt mit diesem Bereich, zu einer schlechten Absorption und demzufolge zu einem verminderten bis sehr stark verminderten therapeutischen Effekt führt* Es sei noch hinzugefügt, daß ein hoher Loslichkeitsgrad eines Medikaments gewünschtenfallB die Herstellung konzentrierter flüssiger Zubereitungsformen gestattet. Durch eine flüssige Zubereitungsform eines Medikaments kann man die Bosie leicht variieren; sie eignet sich zur Färbung^ zur Süßung und Aromatisierung des Araneimittelträgers. Wenn die Medikamente einmal gelöst sindf haben sie eine geringere Reizwirkung als in Oblaten, Pulvern, Tabletten oder Pastillen! die letztgenannten pharmazeutischen Darreichiongsformen bringen die Medikamente in direkten Kontakt mit den Schleimhäuten und daher kommt es zur lokalen Reizung der
Magenschleimhaut· Manchmal ist die flüssige Zubereitungsform unbedingt nötig, wie z.B. bei hygroskopischen Produkten und flüssigen eutektischen Gemischen, die man nicht in Pulverform oder Oblaten bringen kann.
Es ist bekannt, daß die kristallinen Formen (die stabilsten Formen) diejenigen sind, welche sich am schwierigsten losen; man hat auch schon seit langem versucht (vergleich z.B. die Arbeiten von J.M. Newton in Mfg. Chemist Aerosol News, 37» 33 (1966)), Medikamente herzustellen, welche die aktiven Substanzen in amorpher Form enthalten; die Löslichkeit dieser Form ist höher als diejenige der kristallinen Form. Jedoch haben die amorphen Formen zwei Nachteile: Einerseits wandeln sie sich der Reihe nach im Laufe der Zeit in kristalline Formen um und insbesondere sind die amorphen Formen nicht stabil, was einen sehr schwerwiegenden Nachteil für eine therapeutisch zu verwendende Substanz darstellt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung einer medikamentösen Darreichungsform mit hohem Löslichkeitsgrad, wobei die erforderliche Stabilität des ganzen Medikaments bewahrt bleibt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Medikament mit hohem Löslichkeitsgrad, dadurch gekennzeichnet, daß sie in amorpher Form vorliegen und durch Zerstäubung in Anwesenheit eines Stabilisierungsmittels und eines Inhibitors für die Kristallbildung erhalten werden.
BAD ORIGINAL
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• · β β « -ft ο
*" Κ« AOo α b β . a
« «Ott
Hach einer bevorzugten Aueführungsform der Erfindung bestehen das Stabilisierungsmittel und der Inhibitor für die Kristallbildung aus Polyvinylpyrrolidon.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführwgsform der Erfindung besteht der Inhibitor aus einem Gemisch Polyäthylenglykol-Polyvinylpyrrolidon«
Nach der Erfindung ist die Konzentration des Inhibitors zum Zeitpunkt der Zerstäubung Λ bis Ίο 5o Gew.-# bezogen auf den Wirkstoff.
Die Menge des StabilisierungsmittelB und des Inhibitors für die Kristallbildung, welche vor der Zerstäubung zugesetzt werden, hängt natürlich von der Art des eingesetzten Wirkstoffes ab. Je instabiles die Arzneimittelsubstanz ist oder je mehr sie eine Neigung zur Kristallbildung hat, umso hoher muß die zugesetzte Menge des polymeren Inhibitors sein.
Es wurde femer gefunden f daß der polymere Inhibitor vor der Zerstäubung des Medikaments zugesetzt werden muß, da die einfache Vermischung des Inhibitors mit dem zerstäubten Wirkatoff allein - ohne Inhibitor zu einem Produkt führt, dessen Löslichkeitseigenschaften bei weitem geringer sind als diejenigen, welche man mit den erf indungsgemaßen Produkten erhält.
Übrigens konnte durch zahlreiche Analysen, insbesondere die Kalorimetrie der Differentialuntersuchung (BDifferential scanning calorimetry") wahrscheinlich
gemacht werden, daß ein großer Teil der Arzneimittelsubstanz in Form eines amorphen Komplexes: Medikament/Polyvinylpyrrolidon vorliegt·
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Medikamenten, dadurch gekennzeichnet, daß man den Wirkstoff und den polymeren Inhibitor in einem Lösungsmittel löst, wobei erforderlichenfalls erwärmt wird, und anschließend in einem Zerstäuber zerstäubt, wobei die Temperatur am Eingang und am Ausgang 11ο bis 15o° bzw. 8o bis 12o°C betragen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht das Lösungsmittel für die Auflösung des Wirkstoffs und des Inhibitors aus Wasser und/oder einem niedermolekularen Alkohol
Außer den obigen Gegenständen betrifft die Erfindung weitere Gegenstände, die aus der folgenden Beschreibung hervorgehen.
Die Erfindung soll nun mit Hilfe der folgenden ergänzenden Beschreibung näher erläutert werden, in welcher sich Herstellungsbeispiele für die neuen erfindungsgemäßen Medikamente sowie die Eigenschaften der verschiedenen erhaltenen Produkte finden.
Selbstverständlich dienen diese Beispiele jedoch nur zur Erläuterung der Erfindung und sollen nicht als Begrenzung derselben aufgefaßt werden.
BAD ORIGINAL
• · α β ο
Beispiel 1
Herstellung von Hydroflumethiazid* Man lost in 5o Teilen Äthanol 1 Teil ^ατοί lumethiazid und o,1 Teil Polyvinylpyrrolidon· Anschließend zerstäubt man diese Losung (z.B. in einer BUCHI 1 Stoßvorrichtung). Man regelt die Zuführtemperatur auf 132° und die Ausgangstemperatur auf 98°C. Zerstäubte Menge? 75o ml/Stunde.
Figur 1 zeigt die LÖslichkeitskurven von - Sicht zerstäubtes Hydrof lumethiazid (Kurve a)
- Hydrof lumethiazid, das in Anwesenheit von PTP zerstäubt wurde (Kurve Tb)
- Zerstäubtes Hydroflumethiazid, aber mit 1o % PVP (Kurve c)
- Zerstäubtes Hydroflumethiazid gemäß Beispiel 1 (Kurve b)·
Es ist klar ersichtlich, daß man durch das erfindungsgemäße Verfahren die Löslichkeit des Medikaments beträchtlich steigern kann,, während sie bei einer einfachen Vermischung von Hydrof lumethiazid plus PVP viel weniger beeinflußt wird·
Das nach Beispiel 1 erhaltene Produkt ändert während mindestens M- Monaten seine Struktur praktisch nicht, während eine Probe Hydroflumetfoiazid, das ohne An-Wesenheit von PVP zerstäubt wurde, nach 12 Tagen völlig in die kristalline Form umgewandelt ist.
Beispiel 2
Herstellung von Bipyridamol«,
Man verfährt wie im Beispiel 1, stellt aber Lösungen her, die O #, 5 JIi, 1o #, 2o % und 35 % PVP (bezogen auf das Gewicht des Dipyridamols) enthalten, worauf man zerstäubt.
Figur 2 zeigt die Röntgenbeugungskurven der verschiedenen erhaltenen Produkte· Es sei bemerkt, daß die Beugungskurve des Gemische Dipyridamol-PVP 3:1 (Kurve M) einen völlig verschiedenen Verlauf von der Kurve 5 hat·
Ίο Kurve 1 zeigt ο # PVP
Kurve 2 zeigt 5 # PVP
Kurve 3 zeigt 1o # PVP
Kurve 4 zeigt 2o % PVP
Kurve 5 zeigt 35 # PVP.
Die Löslichkeit des Produkts gemäß Kurve 5 ist zweimal höher als diejenige des Gemische M.
Beispiele 3 bis 25
Genauso interessante Ergebnisse wie diejenigen in Beispiel 1 und 2 erhält man, wenn man die folgenden Medikamente verwendet:
Hydrochlorthiazid, Oyölothiazid, Cyclopenthiazid, Polythiazid, Methyldopa, Spironolacton, Qhinidin, Cyanadol, Metronidazol, Ibuprofen, Naproxen, Erythromycin, Glaphenin, Purosemid, Suloctidil, Nitrofurantoin, Indomethacin, Flavoxat , Phenobarbitan, Oyclandelat, Ketoprofen, Naftidrofuryl und Triamteren.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird ersichtlich, daß unabhängig von der Aueführungsform Medikamente erhalten werden, die über längere Zeit stabil sind und eine ausgezeichnete Löslichkeit haben, welche viel höher ist als diejenige der bislang bekannten Medikamente.
Ferner geht aus der vorstehenden Beschreibung hervor, daß die Erfindung nicht auf die speziell gezeigten Ausführungsformen beschränkt ist; sie umfaßt vielmehr Ίο alle Varianten, welche dem Fachmann beim !Lesen der Beschreibung einfallen, ohne daß er sich vom Gegenstand der Erfindung entfernt·

Claims (6)

β Φ * « P^a-11 ej^ t^aja 'jb g je Ji^c hMe
1. Medikamente mit hohem Loslicnkeitsgrad, dadurch gekennzeichnet, daß sie in amorpher Form vorliegen und durch Zerstäubung in Anwesenheit eines Stabilisierungsmittels und eines Inhibitors für die Kristallbildung erhalten werden·
2. Medikament gemäß Anspruch 1r dadurch gekennzeichnetv daß das Stabilisierungsmittel und der Inhibitor für die Kristallbildung aus Polyvinylpyrrolidon bestehen.
3· Medikament gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnett daß das Stabilisierungsmittel und der Inhibitor für die Kristallbildung aus einem Gemisch Polyäthylenglykol-Polyvinylpyrrolidon bestehen.
4. Medikament© gemäß Ansprüchen 1 bis 3» • dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Inhibitors zum Zeitpunkt der Zerstäubung 1 bis 5© Gew.-# bezogen auf den Wirkstoff betragt«
5. Verfahren zur Herstellung von Medikamenten gemäß Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeicimet,
daß man den Wirkstoff und den polymeren Inhibitor in einem Lösungsmittel löst, wobei erforderlichenfalls erwärmt wird, und anschließend in einem Zerstäuber zerstäubt, wobei die Temperaturen am Ein-
gang und am Ausgang 11ο bis 15o° bzw. 8o bis 12o°C betragen»
,- BADORiGiNAL
6. Verfahren gemäß Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß das Lösungsmittel für die Auflösung des Wirkstoffs und des Inhibitors aus Wasser und/ oder einem niedermolekularem Alkohol (C,--C^) besteht.
DE19823241097 1982-04-19 1982-11-06 Medikamente mit hohem loeslichkeitsgrad und verfahren zu ihrer herstellung Granted DE3241097A1 (de)

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