DE3139811C2 - Implantierbare Vorrichtung zum Verschließen der weiblichen Urethra - Google Patents
Implantierbare Vorrichtung zum Verschließen der weiblichen UrethraInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Verschließen der weitlichen Urethra mittels einander entsprechender magnetischer Teile, von denen der eine auf der der Bauchwand zugekehrten Seite der Urethra implantiert und der andere in die Vagina einführbar ist, bei der der implantierte Magnetteil an der Symphysis pubica befestigt ist. Dabei kann der implantierte Magnetteil die Form eines Bogens um die Achse des in die Vagina einzuführenden Teils haben, der über einen Kreisbogen von mindestens etwa 60 ° reicht.
Description
Die Erfindung betrifft eine implantierbare Vorrichtung zum Verschließen der weiblichen Urethra mit den
Merkmalen des Oberbegriffs der Ansprüche 1 und 2.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 39 821) kann sich der im Gewebe implantierte Magnet, der beispielsweise durch Annähen an Weichteile
des Gewebes fixiert wird, derart verlagern, daß der gewünschte Verschluß der Urethra nicht mit Sicherheit
erfolgt und daß in dem zwischen diesem Magneten und der Vagina liegenden Gewebe Drucknekrosen auftreten können.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrichtung derart zu verbessern, daß das erste Element im Körper sicher fixiert werden kann und daß ein
sicherer Verschluß der Urethra gewährleistet ist
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß bei einer ersten Lösung durch im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale und bei einer zwei-
ten Lösung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 2 angegebenen Merkmale gelöst
Durch die Verwendung spezieller Befestigungsmittel
in Form von biegbaren Laschen oder Schraubenlöchern ist es möglich, das erste Element an der Symphysis pubi ca anzuschrauben, so daß eine dauerhafte Fixierung des
ersten magnetischen Elementes im Körper gewährleistet ist Die bogenförmige Ausgestaltung dieses Ele
ments führt zu einer Zentrierung des zweiten Elements relativ zum ersten, d. h. das an der Symphysis pubica
festgelegte erste magnetische Element positioniert das zweite magnetische Element zwangsläufig so, daß beide
magnetische Elemente sicher zusammenwirken und den
We'tere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang
mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch Harnblase, Urethra, Gebärmutter und Vagina sowie die den Urethra-Verschluß bildenden magnetischen Elemente;
F i g. 1 einen Schnitt durch Harnblase, Urethra, Gebärmutter und Vagina sowie die den Urethra-Verschluß bildenden magnetischen Elemente;
F i g. 2 perspektivisch eine bevorzugte Ausführungsform eines an der Symphysis zu befestigenden ersten
magnetischen Elementes;
F i g. 3 eine andere Ausführungsform des ersten Elementes und
F i g. 4 im Längsschnitt eine bevorzugte Ausführungsform eines in die Vagina einzuführenden zweiten magnetischen
Elementes.
Die F i g. 1 zeigt die in die Harnblase H mündende Urethra Usowie die Vagina Vund die Symphysis pubica
Sy. An der Symphysis Sy ist ein erstes magnetisches Element a mittels Schrauben m befestigt. In die Vagina
V ist ein in einer Umhüllung g steckendes zweites magnetisches
Element eeingeführt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei verschiedene Ausführungsarten
des ersten Elements a. Das in F i g. 1 dargestellte erste Element a hat die Form einer gebogenen
Platte, wobei der Bogenwinkel etwa 60° beträgt Auf seiner Innenseite besitzt es in seiner Mitte eine axiale
rillenartige Vertiefung d An dem ersten Element a sind Laschen b befestigt, deren Enden mit Löchern c versehen
sind. Das erste Element a ist mit einem Überzug eines gegen das Körpergewebe und Körpersäfte inerten
Material, z. B. Metall oder Kunststoff versehen.
Das in Fig.3 dargestellte erste Element a besitzt
zwei an einem mittleren Teil a'anschließende Schenkel a", die zueinander in einem Winkel von etwa 115' liegen.
Der Mittelteil a' besitzt Löcher c' zur Aufnahme von Befestigungsschrauben.
Der in Fig.4 dargestellte Teil besteht aus einem zylindrischen
zweiten magnetischen Element c, das rundum einen Überzug /"aus inertem Kunststoff trägt. Das
zweite Element e ist umgeben von einer Umhüllung g,
die in ihrem mittleren Bereich, in dem sie das zweite Element e umgibt, einen Abstand hat, so daß zwischen
dem Element e und der Umhüllung g rundum ein Zwischenraum h bleibt, der mit einer Flüssigkeit, z. B. Öl,
vorzugsweise Siliconöl, oder auch mit einem lockeren
Feststoff, wie Watte, insbesondere mit Siliconöl getränkter Watte, gefüllt ist. Das in den Zwischenraum
gefüllte Material kann mit feinen Teilchen aus magnetischem <?der magnetisierbarem Material versehen sein.
An dem einen Ende ist die Umhüllung g mit einer Lasehe /versehen, die eine Bohrung kbesitzt, durch die ein
Faden hindurchgezogen ist, der dazu dient, das zweite
Element aus der Vagina herauszuziehen. Das erste Element a ist derart magnetisiert, daß seine Pole auf der
Innen- und Außenfläche liegen. In den F i g. 2 und 3 sind die Magnetpole mit Nund Sangedeutet Auch das zweite Element e ist quer zu seiner Achse A magnetisiert
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Claims (9)
1. Implantierbare Vorrichtung zum Verschließen
der weiblichen Urethra mit einem ersten plattenförmigen magnetischen Element mit Befestigungsmitteln zum Anordnen auf der der Bauchwand zugekehrten Seite der Urethra und mit einem zweiten
zylindrischen magnetischen Element zum Einführen in die Vagina, das dem ersten Element so gegenüber
positionierbar ist, daß die beiden sich magnetisch anziehenden Elemente die Urethra zwischen sich
verschließen, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Element (a) im Querschnitt die Form
eines Bogens aufweist und die Befestigungsmittel an dem ersten Element (a) befestigte, umbiegbare, mit
Löchern (c) versehene Laschen (b) sind und der Bogen des ersten Elements (a) a.i der Oberfläche des
zweiten Elementes fej angepaßt ist
2. Implantierbare Vorrichtung zum Verschließen
der weiblichen Urethra mit einem ersten plattenförmigen magnetischen Element mit Befestigungsmitteln zum Anordnen auf der der Bauchwand zugekehrten Seite der Urethra und mit einem zweiten
zylindrischen magnetischen Element zum Einführen in die Vagina, das dem ersten Element so gegenüber
positionierbar ist, daß die beiden sich magnetisch anziehenden Elemente die Urethra zwischen sich
verschließen, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Filter (a) im Querschnitt die Form eines Bogens aufweist und die Befestigungsmittel an dem ersten Element fa^ vorgesehene Löcher (c') sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen des ersten Elements
(a)über mindestens 60° reicht
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste magnetische
Element (a) in der Mitte seiner Innenseite in Axialrichtung eine rillenartige Vertiefung (d) aufweist
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Element (e)
mit einer Umhüllung (g) eines weichen Kunststoffs versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens auf der dem ersten Element
(a) zuzukehrenden Seite zwischen dei Umhüllung (g) und dem zweiten Element (e) ein Zwischenraum
(h) angeordnet ist, der mit nachgiebigem Material ausgefüllt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (h) mit einer Flüssigkeit
ausgefüllt ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (h) mit einer in eine
Flüssigkeit getränkte Watte ausgefüllt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit Teilchen aus
magnetischem oder magnetisierbarem Material enthält.
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Applications Claiming Priority (1)
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1981
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