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DE3126268C2 - Propylenpolymer-Verbindung, insbesondere für Stoßstangen und Stoßfänger - Google Patents

Propylenpolymer-Verbindung, insbesondere für Stoßstangen und Stoßfänger

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Publication number
DE3126268C2
DE3126268C2 DE3126268A DE3126268A DE3126268C2 DE 3126268 C2 DE3126268 C2 DE 3126268C2 DE 3126268 A DE3126268 A DE 3126268A DE 3126268 A DE3126268 A DE 3126268A DE 3126268 C2 DE3126268 C2 DE 3126268C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
percent
bumpers
propylene
ethylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3126268A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3126268A1 (de
Inventor
Osamu Toyonaka Osaka Fukui
Tsugumi Toyota Aichi Sanmiya
Yutaka Kishiwada Osaka Sano
Kazuyoshi Sakai Osaka Tanaka
Yoshiro Nagoya Aichi Umemoto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toyota Motor Corp
Ube Corp
Original Assignee
Ube Industries Ltd
Toyota Jidosha Kogyo KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ube Industries Ltd, Toyota Jidosha Kogyo KK filed Critical Ube Industries Ltd
Publication of DE3126268A1 publication Critical patent/DE3126268A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3126268C2 publication Critical patent/DE3126268C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/34Silicon-containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L53/00Compositions of block copolymers containing at least one sequence of a polymer obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers

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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Eine Propylenpolymer-Verbindung, die insbesondere für die Herstellung von Stoßstangen und Stoßfängern geeignet ist, und die eine hohe Steifigkeit, einen hohen Verformungswiderstand bei Wärme und eine hohe Stoßfestigkeit, insbesondere bei niedrigen Temperaturen hat, wobei sie außerdem ein ausgezeichnetes Lackbindevermögen hat, ist durch folgende Zusammensetzung gekennzeichnet: A) 55 bis 65 Gewichtsprozent mindestens eines kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren mit einem Gehalt an polymerisiertem Ethylen im Bereich von 5 bis 10 Gewichtsprozent, einer Polypropylencomponente, die, bezogen auf das Gewicht der Polypropylencomponente, eine in siedendem n-Heptan unlösliche Fraktion in einer Menge von 97% oder mehr enthält, mit einer bei Raumtemperatur in p-Xylol löslichen Fraktion, die eine Grundviskosität von 3 bis 4 hat, bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135 ° C, und mit einem Schmelzindex von 2 bis 10; B) 30 bis 35 Gewichtsprozent mindestens eines amorphen Ethylen-Propylen-Copolymeren mit einer Grundviskosität von 0,2 bis 3,5 bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135 ° C, und einer Mooney-Viskosität ML ↓1 ↓+ ↓4 von 40 bis 100, bestimmt bei 100 ° C, und C) 5 bis 15 Gewichtsprozent Talk in Form von feinen Partikeln mit einer mittleren Korngröße von 0,5 bis 5 Mikron.

Description

------ ^ Die Erfindung bcinfft είπε Pj-opyienpoiynicr-Verbindung, und zwar insbesondere eine Propyicnpoiynrcr-Yer bindung, die für die Herstellung von Stoßstangen bzw. Stoßfängern geeignet sind und die ein gutes Lackbindevermögeii und eine hohe Festigkeit gegenmechanische Beanspruchung und Stöße aufweist.
Bisher werden Stoßstangen und Stoßfänger für Kraftfahrzeuge gewöhnlich aus Stahlblech hergestellt.
Insbesondere Stoßstangen aus Stahl haben jedoch ein unerwünscht großes" Gewicht und'nur'eine geringe Stoßelastizität- Um diese Nachteile zu beheben, hat man versucht, für die Herstellung von Stoßstangen an Stelle von Stahlblech Polyurethanharze zu verwenden, welche eine erhöhte Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig zu einer Gewichtsverminderung führen. Aber auch bei den daraus resultierenden Polyurethanharz-Stoßstangen war die Gewichtsverminderung nur unzureichend, wobei das an sich teure und aufwendige Polyurethanharz zu
30 ?4ner Kostensteigerung bei den daraus hergestellten Stoßstangen führte. Es bestand somit weiterhin der Wunsch, ein Material zu finden, welches es ermöglicht, bei niedrigen Preisen im Gewicht leichte, aber dennoch stoßfeste und insbesondere stoßelastische Stoßstangen herzustellen. Ausgehend davon war man der Ansicht, daß kristalline Ethylen-Propylen-Copolymere ein geeignetes Material für die Herstellung von billigen und im Gewicht leichten Stoßstangen sein könnten.
Es ist allgemein bekannt, daß übliche kristalline Ethylen-Propylen-BIockcopolymere, die sich im Spritzgußverfahren verarbeiten lassen» eine ausgezeichnete Steifigkeit» eine zufriedenstellende Festigkeit gegen Verformung in Wärme und eine gute Oberflächenhärte haben. Es ist weiterhin bekannt, daß übliche kristalline Ethylen-Propylen-BIockcopolymere nur ein geringes Lack-Bindevermögen und eine geringe Festigkeit gegen mechanische Stöße haben, die bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise bei etwa — 300Q darauf ausgeübt werden. Es hat sich somit gezeigt, daß die üblichen kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymere kein geeignetes Material für die Herstellung von Stoßstangen sind, da ein derartiges Material neben einer hohen Steifigkeit, einem ausreichenden Widerstand gegen Verformung bei Wärme und einer hohen Stoßfestigkeit und Stoßelastizität auch bei niedriger Temperatur außerdem auch gute Lackbindeeigenschaften haben soll. Um die Festigkeit gegen Stoßbeanspruchungen bei niedriger Temperatur und auch, um die Lackbindeeigen schäften der kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymere zu verbessern, hat man versucht, das übliche kri stalline Elhylen-Propylen-Blockcopolymer mit einem amorphen Ethylen-Propylen-Copolymer allein zu mischen, oder mit einem Gemisch aus amorphem Ethylen-Propylen-Copolymer mit verschiedenen Polyethylenarten.
Im Vertauf dieser Versuche hat es sich jedoch herausgestellt, daß die obengenannten Mischsysteme zu einem Copolymergemisch führten, welches eine geringe Steifigkeit und einen niedrigeren Widerstand gngen Verfor mung bei Wärme hat als die kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymere. Zusammengefaßt kann somit festgestellt werden, daß man bisher bei Verwendung der üblichen kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopoly niere und amorphen Ethylen-Propylen-Copolymere keine Stoßstangen mit hoher Steifigkeit und einem hohen
Widerstand gegen mechanische Stöße bzw. Beanspruchungen erhalten konnte. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Propylenpolymer-Verbindung zu schaffen, die insbesondere
für die Herstellung von Stoßstangen und Stoßfängern geeignet ist, und welche eine hohe Steifigkeit und einen hohen Widerstand gegen mechanische Beanspruchungen und Stöße auch bei niedriger Temperatur hat, wobei diese Verbindung auch einen ausreichenden Widerstand gegen Verformung bei Wärme und ein verbessertes
Lackbindevermögen haben soll. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Propylenpolymer-Verbindung gekennzeichnet durch
folgende Zusammensetzung;
A) 55 bis 65 Gewichtsprozent mindestens eines kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren mit einem Gehalt an polymerisiertem Ethylen im Bereich von 5 bis 10 Gewichtsprozent, einer Polypropylencomponente, die, bezogen auf das Gewicht der Polypropylencomponente, eine in siedendem n-Heptan unlösliche
Fraktion in einer Mengen von 97% oder mehr enthält, mit einer bei Raumtemperatur in p-Xylol löslichen
Fraktion, die eine Grundviskosität von 3 bis 4 hat, bestimmt in Decyhydronaphthalin bei 1350C, und mit einem Schmelzindex von 2 bis 10;
B) 30 bis 35 Gewichtsprozent mindestens eines amorphen Ethylen-Propylen-Copolymeren mit einer Grundvis-
kosität von'2^0;bis 3,5, bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135"C, und einer Mooney-Viskosität ML1+4 von 40 bis 100, besÖnimt bei lpO^C, und
C) 5 bis 15 Gewichtsprozent Talk in Form von feinen Partikeln mit einer mittleren Korngröße von 0,5 bis 5■ Mikron.^ ' " ;
■-■'"'■■■'■-.: '■ ■ ■ - '■' '■ --.·■■ - ■ ■ ■ : ■ ■ - · . . . . -
Die erfindungsgemäße Propylenpolymer-Verbmdung ist für die Herstellung von Kraftfahrzeug-Stoßstangen u-dgL geeignet, die einen Biege-Elastizitätmodul von 8000 kg/cm2 oder mehr, eine Izod-Schlagfestigkeit von 30 kg-cm/cm oder mehr haben und außerdem eine Lackhaftzahl von 100, ermittelt mittels Kreuzschnittversuch. Stoßstangen, die aus der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbmdung hergestellt sind, haben somit, verglichen mit Stoßstangen, die aus den üblichen kristallinen Ethylen-Propyien-BIockcopolymeren allein hergestellt sind, wesentlich verbesserte Festigkeitseigenschaften gegen mechanische Beanspruchen bzw. Stöße bei niedriger Temperatur und ein ausgezeichnetes Lackbindevermögen, wobei sie die gleiche Steifigkeit und Festigkeit gegen Deformation bei Wärme haben.
Für die erfindungsgemäße Propylenpolymer-Verbindung wird mindestens ein kristallines Ethylen-Propylen-Blockcopolymer in einer Menge von 55 bis 65 Gewichtsprozent verwendet Das kristalline Blockcopolymer kann in einer einzigen Phase oder in Form einer Mischung aus zwei oder mehreren Copolymeren angewandt werden, solange der Gesamtgefcalt dieser beiden oder mehreren Copolymere im Bereich von 55 bis 65 Gewichtsprozent liegt
Wenn der Anteil des kristallinen Blockcopoiymeren unter 55 Gewichtsprozent liegt, hat der daraus hergestellte Gegenstand «£nen nicht ausreichenden Biege-EIastizitätsmodul von weniger als 8000 kg/cm2. Wenn der Anteil des kristallinen Bföckcopbiymef en inι der resultierenden Pröpyienpoiymer-Verbmäuhg über 65 Gewichtsprozent liegt hat der daraus hergestellte Gegenstand eine nicht zufriedenstellende Izod-Schlagfestigkeit von weniger als 30 kg-cm/cm bei einer Temperatur von — 300C
Bei dem für die Herstellung der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung verwendeten kristallinen Ethylen-Propyleri-Blockcopolymeren Hegt der Anteil an polymerisiertem Ethylen im Bereich von 5 bis 10 Gewichtsprozent, wobei die Polypröpylen-Componente eine in siedendem n-Heptan unlösliche Fraktion in einer Menge von 97 Gewichtsprozent oder mehr enthält, während eine bei Raumtemperatur in p-XyloI lösliche Fraktion des Blockcopoiymeren eine Grundviskosität von 3 bis 4 hat, und zwar bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135" G. Das Biockcopolymer hat einen Schmelzindex von 2 bis 10.
Der Begriff »eine in siedendem n-Heptan unlösliche Fraktion der Polypropylsn-Componente« bezieht sich auf eine Fraktion iiuler PolypropyIen-(Matrix-)Coniponente, die bei der Herstellung des kristallinen Ethylen-Propylen-BIockcopolymeren verwende? wird, weiche in siedendem n-Heptan unlöslich ist Für die erfindungsgemäße Propylenpolymer-Verbindung ist es notwendig, daß der Anteil der in siedendem n-Heptan unlöslichen Fraktion der Polypropylen-Componeriie 97/Gewichtsprozent oder mehr beträgt Wenn der Gehalt dieser Fraktion unter 97 Gewichtsprozent liegt, hat die aus der resultierenden Propylenpolymer-Verbindung hergestellte Stoßstange etaen zu geräigcn Biegc-Eiasuzhätsnioiiü! von weniger als 8000 kg/cin2.
In dem kristallinen Blockcopolymer hat die bei Raumtemperatur in p-Xylol lösliche Fraktion eine Grundviskosität von 3 bis 4, und zwar bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135° C. Wenn die innere bzw. Grundviskosität der in p-Xylol löslichen Fraktion unter 3 liegt hat der aus der resultierenden Propyleapolymer-Verbindung hergestellte Gegenstand eine nicht ausreichende Izod-Schlagfestigkeit von weniger als 30 kg-cm/cm. Wenn hingegen die innere bzw. Grundviskosität der in p-Xylol löslichen Fraktion über 4 liegt hat der aus der resultierenden Propylenpolymer-Verbindung hergestellte Gegenstand nur ein geringes Lackbindevermögen, & h, daß dann die mittels Kreuzschnittversuch ermittelte Lack-Haftzahl unter 100 liegt
Der Anteil an polymerisiertem Ethylen in dem kristallinen Blockcopoiymeren liegt im Bereich von 5 bis 10 Gewichtsprozent Wenn dieser Ethylenanteil kleiner ist als 5 Gewichtsprozent, hat der aus der resultierenden Propylenpolymer-Verbindung hergestellte Gegenstand nur ein geringes Lackbindevermögen. Wenn der Ethylenanteil über 10 Gewichtsprozent liegt führt dieses bei dem aus der Propylenpolymer*Verbindung hergestellten Gegenstand zu einem zu geringen Biege-Elastizitätsmodul.
Der Schmelzindex des kristallinen Blockcopoiymeren liegt im Bereich von 2 bis 10. Bei einem Schmelzindex von weniger als 2 läßt sich die resultierende Propylenpolymer-Verbindung nur schlecht verarbeiten bzw. bearbeiten. Ein Schmelzflußindex von mehr als 10 führt bei dem aus der resultierenden Propylenpolymer-Verbindung hergestellten Gegenstand zu einer geringen Schlagfestigkeit.
Das in der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung enthaltene amorphe Ethylen-Propylen-Copolymer hat eine innere bzw. Grundviskosität von 2,0 bis 3,5, ermittelt in Decahydronaphthalin bei 135° C, und eine Mooney-Viskosität ML1+4 (10O0C) von 40 bis 100. Der Begriff »ML|+4 (100°C)« bezieht sich auf eine Mooney-Viskosität, die in der Weise ermittelt worden ist, daß das zu untersuchende Material, nachdem es während einer Minute auf 1000C vorerhitzt worden ist, vier Minuten lang auf einer Temperatur von 1000C gehalten wird, wobei ein mit einem großen Rotor ausgerüstetes Mooney-Plastometer verwendet wird.
Wenn das amorphe Copolymer)Rmifeetim«isM«K von weniger als 2 hat wird die kristalline Copolymer-Phase in der Propylenpolymer-Verbindung von der amorphen Copolymer-Phase getrennt. Diese Phasentrennung so führt dazu, daß der aus der Propylenpolymer-Verbindung geformte Gegenstand nur eine geringe Steifigkeit und eine niedrige Stoßfestigkeit bei niedriger Temperatur hat. Wenn die innere bzw. Grundviskosität über 3,5 liegt, hat das amorphe Copolymere nur eine geringe Compatibilität mit dem kristallinen Copolymeren, und der resultierende Artikel hat nur ein geringes Lackbindevermögen.
Der Anteil des amorphen Ethylen-Propylen-Copolymeren in der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung liegt in der Größenordnung von 30 bis 35 Gewichtsprozent.
Wenn der Anteil des amorphen Copolymeren unter 30 Gewichtsprozent liegt, hat der resultierende Gegenstand nur eine zu geringe Izod-Schlagfestigkeit von weniger als 30 kg-cm/cm und außerdem auch eine niedrige
Lack-Haftzahl von weniger als 100 beim Kreuzschnittversuch. Ein Anteil des amorphen Copolymeren von mehr als 35 Gewichtsprozent führt bei den aus der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung geformten Gegenstand zu einem zu niedrigen Biege-EIastizitätsmodul von weniger als 8000 kg/cm2.
Der in der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung enthaltene Talk liegt in Form feiner Partikel mit
einer mittleren Korngröße von 0,5 bis 5 Mikron vor. Wenn die mittlere Korngröße kleiner als 0,5 Mikron ist, ist es schwierig, die Talkpartikel durch Kneten gleichmäßig in einer Matrix zu verteilen bzw. zu dispergieren, die das kristalline Blockcopolymere und das amorphe Copolymere enthält. Eine mittlere Korngröße von mehr als 5 Mikron führt dazu, da3 der resultierende Gegenstand eine unzureichende Lack-Haftzahl von weniger als 100 bei Durchführung des Kreuzschnittversuches hat.
ίο Die erfindungsgemäße Propylenpolymer-Verbindung, die aus einer Mischung aus kristallinem Blockcopolymeren mit amorphem Copolymeren besteht, enthält den Talk in einer Menge von 5 bis 15 Gewichtsprozent Wepn'die Talkmenge kleiner als 5 Gewichtsprozent ist, führt dieses dazu, daß der resultierende Gegenstand nicht ausreichend steif ist Wenn der Talkanteil über 15 Gewichtsprozent liegt, hat der resultierende Gegenstand eine nicht ausreichende Izod-Schlagfestigkeit von weniger als 30 kg-cm/cm. Für die erfindungsgemäße Propy lenpolymer-Verbindung können übliche Talkarten ohne Vorbehandlung benutzt werden. Die Talkpartikel kön nen jedoch auch mit mindestens einem organischen titanatartigen Bindemittel, mit einem silanartigen Bindemittel, mit Fettsäuren, Fettsäuremetallsalzen und Fettsäureestern beschichtet werden, um das Bindevermögen der Talkpartikel innerhalb der aus dem kristallinen Blockcopolymeren und dem amorphen Copolymeren bestehenden Matrix und das Dispergiervermögen der Talkpartikel in der Matrix zu verbessern.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung werden das kris'iJline Blockcopolymere, das amorphe Copolymere und der Talk bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei 770 bis 200" C in einem Mischer oder Knetapparat miteinander vermischt, beispielsweise einem Bumbury-Mischer oder einem FCM-Bumbury-Mischer. ,
Die erfindungsgemäße Verbindung bzw. Zusammensetzung kann eine kleinere Menge eines oder mehrerer
Additive enthalten, beispielsweise ein Antioxidationsmittel, ein Absorptionsmittel für Ultra-Violett-Strahlung. ein Flammverzögerungsmittel, ein Pigment, ein Mittel zur Verbesserung des Lackbindevermögens, einen Weichmacher, ein Schmiermittel und ein antistatisches MitteL Das Antioxidationsmittel kann aus mindestens einem Mitglied der Gruppe von
2,6-Di-tert-butylphenoI, 2,6-Di-tert-butyI-4-ethylphenol,
2,6-Di-tert-butyI-4-n-butylphenol,2,6-Di-tert-butyI-«-dimethyIamino-/>-kresoI,
6-{4-Hydroxy-3,5-di-tert-butylanilino)-2,4-bis-octyl-thio-13,5-triazin,
n-Octadecyl-S-^'-hydroxy-S'.S'-di-tert-butylphenyFj-propionat,
2,6-Di-tert-butyl-4-methyIphenol (BHT), Tris-(2-methyI-4-hydroxy-5-tert-butyIphenyl)-butan, Tetrakis-[methyIen-3-{3',5'-di-tert-buty]-4'-hydroxyphenyl)-propionat]-methan,
l,3,5-TrimethyI-Z4.6-tris(33-di-tert-butyI-4-hydroxybenzyl)-benzolund
Dilaurylthiodipropionat
bestehen. Das Absorptionsmittel für Ultra-Violett-Strahlung kann aus mindestens einem Mitglied der Gruppe von
2-Hydroxy-4-n-octoxybenzophenon,.?.-Hydroxy-4-ociadecyloxybenzophenon, 4-Dodecyloxy-2-hydroxybenzophenon,2-HydΓOxy-4-n-octoxybenzopπenon, 2-(2'-Hydroxy-3'-tert-butyl-5'-methylphenyl)-5-chIorobenzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazolund
Bis(2,6-dimethyl-4-piperidyl)-scbacat
bestehen.
Das Flammverzögerungsmittel kann mindestens ein Mitglied der Gruppe von Antimontrioxid.Tricresylphosphat, halogenierten Alkyltriazinen, Decabromodiphenylether und chlorierten Polyethylenen sein.
Bei dem Pigment handelt es sich vorzugsweise um Ruß oder Titandioxid. Magnesiumbenzoat ist ein wirksames Mittel, um das Lackbindevermögen der Propylenpolymer-Verbindung zu verbessern.
Der Weichmacher kann aus einem Prozeßöl bestehen, und dvi Schmiermittel kann ein oder mehrere Fettsäuremetallsalze umfassen. Als antistatisches Mittel kann Polyoxyethylen-Alkylether verwendet werdf-a
Aus der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung lassen sich Stoßstangen u.dgl. durch übliche Formgebungsprozesse herstellen, beispielsweise durch Spritz- bzw. Spritzgußverfahren. Die resultierenden Stoßstangen haben eine ausgezeichnete Steifigkeit, eine hohe Stoß- bzw. Schlagfestigkeit auch bei niedrigen Temperaturen, einen hohen Widerstand gegen Verformung bei Wärme uud ausgezeichnete Lackbindeeigen-
schäften.
Die folgenden Beispiele dienen dazu, die Herstellung der erfindungsgemäßen Propylenpolymer-Verbindung zu veranschaulichen. Die Beispiele haben jedoch nur einen beschreibenden Charakter, ohne daß-dadurch der Rahmen der Erfindung eingeschränkt wird.
In den Beispielen wurde der Schmelzindex in Übereinstimmung mit ASTM D 1238, der Biege-Elastizitätsmodul gemäß ASTM D 790, die Izod-Schlagfestigkeit gemäß ASTM D 256 und die Verformungstemperatur bei Wärme unter einer Belastung von 4,6 kg/cm2 gemäß ASTM D 648 bestimmt
Beispiel 1
Zur Herstellung einer Propylenpolymer-Verbindung wurden 12 Minuten lang in einem Bumbury-Mischer bei 1800C folgende Stoffe miteinander vermischt:
50 Gewichtsteile eines kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren, das im folgenden als EP-Copolymer A bezeichnet wird, bei dem der Anteil an polymerisiertem Ethylen 7,5 Gewichtsprozent betrug, wobei der Anteil einer in siedendem n- Heptan unlöslichen Fraktion der Polypropylen-Componente 97 Gewichtsprozent oder mehr betrug, während die innere bzw. Grundviskosität einer bei Umgebungstemperatur in p-Xylol löslichen Fraktion des EP-Copolymer A 3,7 war, und zwar ermittelt in Decahydronaphthalin bei 135° C, wobei das EP-Copolymer A einen Schmelzindex von 9 und eine Verformungstemperatur bei Wärme von 95°C hatte; 10 Gewichtsteile eines weiteren kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren, das im folgenden als EP-Copolymer B bezeichnet wird, das 7,5 Gewichtsprozent polymerisiertes Ethylen erhielt, wobei der Anteil einer in siedendem n-Heptan unlöslichen Fraktion der Polypropylen-Componente 97 Gewichtsprozent oder mehr betrug, während die innere bzw. Grundviskosität einer bei Umgebungstemperatur in p-Xylol löslichen Fraktion des EP-Copolymer B 3,7 war, und zwar bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135° C, wobei das EP-Copolymer B einen Schmelzindex von 3 und eine Verformungstemperatur bei Wärme von 96°C hatte;
30 Gewichtsteile eines amorphen Ethylen-Propylen-Copolymers, das im folgenden als EPR bezeichnet wird, und das eine in Decahydronaphthalin bei 135° C ermittelte innere bzw. Grundviskosität von 2.7 und eine Mooney-Viskosität MLi+4 (100° C) von etwa 70 hatte, wobei es etwa 70 Gewichtsprozent polymerisiertes Ethylen enthielt; 0,5 Gewichtsteile BHT;
0,2 Gewichtsteile Bis-(2,6-dimethyl-4-piperidyl)-sebacat und
10 Gewichtsteile Talk in Form von feinen Partikeln mit einer mittleren Korngröße von 2 Mikron.
Das resultierende Gemisch wurde zu Pellets mit einer Dicke von 3 mm und einer Länge von 4 mm pelletisiert
100 Gewichtsteile dieser Pellets wurden mit 0,6 Gewichtsteilen RuC vermischt, und die resultierende Mischung wurde in einem monoaxialen Extruder geschmolzen, durch Extrusr^nsdüsen extrudiert, und das extrudierte Gemisch wurde zu Granulaten mit einem Durchmesser von 2 mm und einer Länge von 4 mm pelletisiert. Die Granulate wurden zu Probestücken umgeformt, um die verschiedenen Messungen hinsichtlich des Biege-Elastizitätsmoduls, der Izod-Stoßfestigkeit und der Lack-Haftzahl unter Anwendung der Kreuzschni'.tmethode durchzuführen. Der Kreuzschnittversuch wurde in einer solchen Weise durchgeführt daß eine Protts zuerst mit einer 10 Mikron dicken Unterschicht aus einen Zweiflüssigkeits-Acryl-chloriertem-Polypropylen-Beschichtungsmaterial und anschließend mit einer zwanzig Mikron dicken Oberschicht aus einen Zweiflüssigkeits-Acryl-Urethan-Beschichtungsmaterial beschichtet wurde. Die Unter- und Oberschichten wurden dreißig Minuten lang bei einer Temperatur von 8O0C getrocknet und anschließend 40 Stunden lang bei Umgebungstemperatur liegen gelassen. Auf der Oberfläche der Probe wurde eine Lackschicht aufgetragen. Die Lackschicht wurde mit einem Mehrkreuz-Schneider zerschnitten, um 100 Quadrate mit Seitenlängen von jeweils 1 mm herzustellen. Auf die Oberfläche der mit Kreuzschnitten versehenen Lackschicht wurde ein Klebeband festgeklebt und schnell unter einem Winkel von 45 Grad gegenüber der Lackschichtoberfläche abgezogen. Dieser Vorgang wurde zweimal wiederholt Die Anzahl der auf der Probe verbliebenen Quadrate wurde gezählt Das Maß des Lackbindevermögens der Probe wird durch die Haftzahl dargestellt, welche wiedergibt, wieviel Quadrate von 100 Quadraten nicht abgezogen worden sind.
Es wurde auch der Schmelzindex des granulierten Gemisches der Propylen-Polymer-Verbindung mit Ruß ermittelt
Die Ergebnisse dieser Messungen sind in Tabelle 1 enthalten.
Beispiele 2 bis 4
Bei jedem dieser Beispiele 2 bis 4 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie in Beispiel 1, wobei jedoch das SP-CopoIymer A, das EP-Copolymer B, der Stoff EPR und der Talk in den in Tabelle , angegebenen Mengen verwendet wurden.
Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 1 enthalten.
Tabelle 1 Beispiel Nr.
1
2 3 4
Item 50
10
30
10
4,4
10400
50
15
30
5
4,1
10 000
50
7JS
32J5
10
43
9400
55
0
35
10
4,2
8800
Verbindung(Gewichtsteile)
EP-Copolymer A
EP-CopotymerB
EPR
Talk
Schmetznidex(g/iOMin.)
Biege-Elastizitätsmodul (kg/cm2)
Fortsetzung
Item
Beispiel Nr. 1
Izod-Schlagfestigkeit (kg · cm/cm)*) C
Verformungstemperatur ("C) 10 bei Wärme unter einer Last von 4,6 kg/cm2
Lackbindevermögen (Anzahl der haftengebliebenen Quadrate)
>60 >60
91
100
>60 51
90
100
>60 >60
88
100
Auswertung
ausgezeichnet ausgezeichnet ausgezeichnet ausgezeichnet
*) Anmerkung: Die Probe hatte eine Kerbe.
Vergleichsbeispiele 1 bis 4
Bei jedem der Vergleichsbeispiele 1 bis 3 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie in Beispiel 1, wobei jedoch das EP-CopoIymer A, das EP-Copolymer B, das EPR und der Talk in den in Tabelle 2 angegebenen Mengen verwandt wurden.
Beim Vergleichsbeispiel 4 wurde ebenfalls im wesentlichen in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise verfahren, wobei jedoch die EP-Copolymere A und B durch ein kristallines Propylen-Homopolymer, das im folgenden als PP-Homopolymer bezeichnet wird, verwandt wurde, das 97 Gewichtsprozent oder mehr einer in siedendem n-Heptan unlöslichen Fraktion enthielt und einen Schmelzindex von 9 hatte, wobei eine in p-Xylol lösliche Fraktion bei Umgebungstemperatur eine innere bzw. Grundviskosität von 2,0, ermittelt in Decahydronaphthalin bei 135°C, hatte; das PP-Homopolymer, das EPR und der Talk wurden in den in Tabelle 2 angegebenen Mengen verwandt
Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 2 enthalten.
Tabelle 2
55 *) Anmerkung: Die Probe hatte eine Kerbe.
Zu einzelnen druckschriftlich behandelten bekannten Zusammensetzungen wird auf folgendes hingewiesen:
Eine Polypropylenpolymerzusammensetzung gemäß der DE-OS 27 35 027 enthält ein Ethylen-Propylen-Blockcopolymer (a), eine Mischung (b) aus 45 bis 50 Gewichtsprozent eines amorphen Ethylen-Propylen-Kautschuks und 50 bis 55 Gewichtsprozent eines Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren und Talk (c), wobei das Gewichtsverhältnis (a) :(b) zwischen 5 :1 und 3 :1 liegt, während das Gewichtsverhältnis (c) :(a)+(b)+(c) den Wert 10 :100 bis 30:100 hat Diese Zusammensetzung enthält demzufolge 55 bis 82 Gewichtsprozent des Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuksund 10 bis 30 Gewichtsprozent Talk.
Insbesondere der Anteil des Ethylen-Propylen-Cppolymerkautschuks im Bereich von 8 bis 15 Gewichtsprozent liegt deutlich außerhalb des erfindungsgemäßen Bereichs von 30 bis 35 Gewichtsprozent
Dieses dürfte der wesentliche Grund dafür sein, daß diese Zusammensetzung hinsichtlich des Lackbindevermögens und der Schlagfestigkeit insbesondere bei niedriger Temperatur nicht zufriedenstellend ist Dieses ergibt sich aus dem folgenden Versuch I:
Item Vergleichsbeispiel Nr.
1 2
35 3 4
Verbindung (Gewichtsteile) 15
EP-Copolymer A 60 30
EP-Copolymer B 10 30 35
PP-Homopolymer 20 60
EPR 30 3a 25 30
Talk 0 11400 10 10
Schmelzindex (g/10 Min.) 4,6 43 4,7
Biege-Elastizitätsmodul (kg/cm2) 7 200 <60 11 500 12 000
Izod-Schlagfestigkeit (kg · cm/cm)*) 25
23°C <60 90 40 35
-300C >60 8 6
Lackbindevermögen (Anzahl der 60-80 unbefriedigend unbefriedigend 95 70
haftengebliebenen Quadrate)
Auswertung unbefriedigend unbefriedigend
Versuch I
Es wurde eine Zusammensetzung gemäß Beispiel 1 der DE-OS 27 35 027 hergestellt, wobei die jeweils im Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung beschriebenen kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymere A und B, das amorphe Ethylen-Propylen-Copolymer und Talk verwendet wurden.
Die resultiere.ide Zusammensetzung hat die in der folgenden Tabelle 3 angegebenen Eigenschaften. Es zeigt sich, daß die Schlagfestigkeit und das Lackbindevermögen der gemäß der bekannten Rezeptur hergestellten Zusammensetzling nicht zufriedenstellend sind. Die bekannte Zusammensetzung ist daher insbesondere ungeeignet zur Herstellung von Stoßstangen und Stoßfängern.
Die NL-PS 78 09 450 beschreibt eine Polypropylenpolymerzusammensetzung, bestehend aus 30 bis 68 Gewichtsprozent eines Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren, zwei bis 20 Gewichtsprozent eines Ethylen-Propylen-CopoIymerkautschuks und 30 bis 60 Gewichtsprozent Talk. Der bei der bekannten Zusammensetzung vorhandene Anteil des Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuks (2 bis 20 Gewichtsprozent) und der Talkanteil (30 bis 60 Gewichtsprozent) liegen deutlich außerhalb der entsprechenden, für die vorliegende Erfindung geltenden Bereiche. Auch diese bekannte Zusammensetzung ist hinsichtlich ihres Lackbindevermögens und der Schlagfestigkeit nicht zufriedenstellend, wie die folgenden Versuche II und HI es zeigen:
Versuch Il
Es wurde eine Propylenpolymerzusammensetzung gemäß Beispiel 1 der NL-PS 78 09 450 hergestellt, wobei in Übereinstimmung mit Beispiel 1 der vorliegenden Anmeldung kristalline Ethylen-Propylen-Blockcopolymere A und B, der amorphe Ethylen- Propylen-Copolymerkautschuk und Talk benutzt wurden. Die Resultate ergeben sich aus Tabelle 3.
Versuch III
Es wurde eine Propylenpolymerzusammensetzung gemäß Beispiel IV der NL-PS 78 09 450 hergestellt, wobei in Übereinstimmung mit Beispiel 1 der vorliegenden Anmeldung kristalline Ethylen-Propylen-Blockcopolymere A und B, der amorphe Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk und Talk benutzt wurden. Die Resultate ergeben sich aus Tabelle 3.
Tabelle 3 zeigt, daß die gemäß den Versuchen II und III erhaltenen Zusammensetzungen hinsichtlich ihres Lackbindevermögens und ihrer Schlagfestigkeit nicht zufriedenstellend und daher für die Herstellung von Stoßstangen und Stoßfängern ungeeignet sind.
Die EP-PS 10 434 beschreibt eine Propylenpolymerzusammensetzung, bestehend aus einem kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymeren und einem amorphen Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk. Diese Zusammensetzung enthält keinen Talk. Eine Zusammensetzung dieser Art hat nur ein sehr schlechtes Lackbindevermögen, wie es der folgende Versuch IV zeigt:
Versuch IV
Es wurde eine Polypropylenzusammensetzung gemäß Beispiel 1 der EP-PS 10 434 hergestellt, wobei in Übereinstimmung mit Beispiel 1 der vorliegenden Anmeldung die kristallinen Ethylen-Propylen-Blockcopolymere A und B und der amorphe Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk benutzt wurden. Die Eigenschaften der resultierenden Zusammensetzung ergeben sich aus Tabelle 3, die zeigt daß die Zusammensetzung gemäß der EP-PS 10 434 nur ein geringes Lackbindevermögen hat und daher für die Herstellung von Stoßstangen ungeeignet ist Die spezielle erfindungsgemäße Zusammensetzung ist somit durch diese EP-PS 10 434 weder vorweggenommen noch nahegelegt
Tabelle 3
Beispiel 1 (DE-OS 27 35 027)
Beisp.el II (NL-PS 78 09 450)
Beispiel HI
Beispiel IV (EP-PS 10434)
EP-CopolymerA EP-CopolymerB EP-Kautschuk (Dichte: 0,965 g/cm3, MI: 6 g/l 0 min) Talk
Schmelzindex (g/10 min) Biege-Elastizitätsmodul (kg/cm) Izod-Schlagfestigkeit (KG cm/cm), (-300C) Lackbindevermögen (%) Auswertung
50% 50% 50% 50%
20 8 12 35
10 12 7
20 30 31
53 3,9 4,1 53
17500 21500 25 000 13 000
4,4 4,2 43 33
75 70
nicht zufriedenstellend
55
35
Die in der Tabelle 3 enthaltenen Werte sind den Werten in der Tabelle 1 gegenüberzustellen.
Tabelle 1 zeigt deutlich, daß die erfindungsgemäße Zusammensetzung zu ausgezeichneten Ergebnissen hin-
sichtlich der Steifigkeit, der mechanischen Schlagfestigkeit bei niedriger Temperatur, der Festigkeit gegen thermische Deformation und des Lackbindevermögens führt.
Es zeigt sich somit, daß trotz gewisser Obereinstimmungen gerade die durch den Stand der Technik weder vorweggenommene noch nahegelegte spezielle Art der Zusammensetzung zu überraschenden Eigenschaften 5 führt.
WBßmM
15 2S
ΛϊΙίίί^νϊίίοί
25 30 35
45 50 55 60 65

Claims (1)

  1. ^. _ Patentanspruch: " . . ., -
    Propylenpolymer-Verbindung, insbesondere für Stoßstangen und-Stoßfänger, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung: . _ -
    A) 55 bis 65 Gewichtsprozent mindestens eines kristallinen Ethylen-PropyleiiTBlockcopöiOTiesen'mit einem Gehalt an polymeiisiertem EÜYylenihi Bereich von 5 bis 10Gewichtsprozent, einer Polypfopylencomponente, die, bezogen auf das Gewicht der Polypropylencbmpöriehte^eine in siedendem n-Heptan unlösliche Fraktion in einer Menge .von 97% odenmehr enthäit: mifeeiner bel· Raumtemperatur in
    ίο p-Xylol löslichen Fraktion, die eine Grundviskosität;von-3 bis 4 hat, bestimmt in Decahydronaphthalin
    beH3^oQundmiteinemSchme^dexvonij2bisl0ra,„-rs- ;.a:si" .**.*>. :^^.
    b) 30 bis 35 Gewichtsprozent mindestens eines amorphen Ethylen-Propylen-Copörymefeh mit einer Grundviskosität von 2,0 bis 3,5, bestimmt in Decahydronaphthalin bei 135° C, und einer Mooney-Viskosität MLi+4 von40 bis 100, bestimmt bei 1000C, und
    c) 5 bis 15 Gewichtsprozent Talk in Form von feinen Partikeln mit einer mittleren Korngröße von 0,5 bis 5μητ.
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