DE3106991C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Dichtungsdeckel gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In Krankenhäusern werden Medikamente häufig intravenös
verabreicht. Für die Behandlung von Patienten schreibt
der Arzt u. a. vor, daß verschiedene Präparate oder
Vitamine in eine I.V. Flasche (Intravenösflasche) eingebracht und an
schließend intravenös verabreicht werden. Hierzu muß
der Arzt natürlich die Menge der zu verabreichenden
Medizin genau angeben, damit diese jeweils in richtiger
Weise einem Patienten intravenös verabreicht wird.
Manche Behandlungen erfordern darüber hinaus eine Kombi
nation von I.V. Lösungen, wobei die Behälter zusammenge
schaltet werden.
Im Krankenhausbetrieb werden die verschriebenen Medi
kamente unter sterilen Bedingungen in eine I.V. Flasche
dadurch eingebracht, daß man eine Nadel durch einen die
I.V. Flasche verschließenden Gummideckel sticht. Die
I.V. Flasche weist vor der Zugabe des Medikamentes eine
den Membranbereich überdeckenden, sterilen Dichtungs
deckel auf. Anschließend muß die I.V. Flasche unter
sterilen Bedingungen wieder verschlossen werden, damit
keine in der Luft enthaltenen Bakterien, beispielsweise
Pseudomonae Aeruginosa, sich auf der freien Deckfläche
der I.V. Flasche sammeln. Außerdem macht das Wiederver
schließen das Personal darauf aufmerksam, daß der
Flascheninhalt verändert worden ist. Das Krankenhausper
sonal verabreicht die I.V. Lösung nicht, wenn eine
Beschädigung des Verschlusses erkennbar ist.
Bislang hat man zum Wiederverschließen von I.V.
Flaschen Kunststoffkappen verwendet, die über den Me
tallrand einer die Flasche verschließenden Gummimembran
gedrückt werden. Aus Gründen der Kostensenkung ist man
in letzter Zeit dazu übergegangen, nur eine Kunststoff
kappengröße zu verwenden. Da aber I.V. Lösungen und
Verbundflaschen von zahlreichen verschiedenen Herstel
lern hergestellt werden, haben diese nicht gleiche
Durchmesser, so daß die Kunststoffkappen nicht immer
passen. Da die Kunststoffkappen außerdem nur mit Kraft
aufwand über den Metallring drückbar sind, verwendet
das Krankenhauspersonal häufig chirugische Instrumente,
die dabei oft beschädigt werden. In manchen Krankenhäu
sern werden sogar bereits Zangen zum Lösen der Kappen
zur Verfügung gestellt. Dieses Abnehmen der Kunststoff
kappen ist für teueres Krankenhauspersonal, wie ausge
bildete Krankenschwestern, äußerst lästig und zeitrau
bend. Ein weiterer Nachteil der bekannten Wiederver
schlüsse liegt darin, daß eine Krankenschwester nicht
weiß, ob eine Flasche zuvor bereits geöffnet und wieder
verschlossen worden ist. Da solche Unsicherheiten die
Patienten einer Infektion durch auf dem Deckel der
Flasche angesammelte Bakterien aussetzen, muß die
Krankenschwester im Zweifelsfall die Flasche wegwerfen,
was sowohl vom Kostenfaktor als auch vom Zeitfaktor her
äußerst nachteilig ist.
Die dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrunde liegende
DE-OS 27 16 447 offenbart eine Schutzkappe für einen Kunst
stoffbehälter, der eine zu sterilisierende Lösung enthalten
soll. Dabei ist in die Schutzkappe eine Gummi-Dichtungsscheibe
eingelegt, die eine weitere Dichtungsscheibe aus einem elasti
schen Thermoplasten trägt. Die Schutzkappe wird beim Abnehmen
vom zugehörigen Kunststoffbehälter nicht zerstört.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Dichtungsdeckel zum Wieder
verschließen einer Intravenösflasche der gattungsgemäßen Art
derart weiterzubilden, daß bei einfacherem Aufbau eine sichere
Handhabung und Abdichtung der Flasche möglich ist, wobei erkenn
bar sein soll, wenn die Flasche nach dem Wiederverschließen
erneut geöffnet wurde.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale
des Patenanspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen seines
Oberbegriffs.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von
Unteransprüchen.
Jede Entfernung des verbesserten Dichtungs
deckels vom Behälter läßt einen Kontrollstreifen von
Material am Metallrand zurück, der darauf hinweist, daß
eine Krankenschwester die Dichtung zuvor aufgebrochen
hatte. Der Dichtungsdeckel zerstört sich beim Abnehmen
selbst, so daß er nicht zum weiteren Verschließen von
Behältern verwendbar ist. Außerdem verhindert der Kon
trollstreifen am Metallrand der Kappe die Möglichkeit,
daß der Deckel entfernt, die Oberseite verunreinigt und
der Behälter erneut mit der gleichen oder einer neuen
Dichtung verschlossen wird.
Vorteilhafterweise ist auch die Unterseite des Dich
tungsdeckels aus einer Polypropylenschicht hergestellt,
die als Kodierfläche verwendbar ist, beispielsweise um
die Art und Menge des der intravenösen Lösung zugesetz
ten Präparates anzuzeigen. Die Erfindung wie im folgen
den anhand von Figuren näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer I.V. Flasche
nach dem erneuten Verschließen mit einem
Dichtungsdeckel;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der I.V. Flasche
gemäß Fig. 1 nach dem Ablösen des Dichtungs
deckels, wobei die anhaftende, selbstzerstör
bare Schicht erkennbar ist;
Fig. 3 eine Draufsicht auf zwei Dichtungsdeckel, die
auf einem besonders beschichteten Trägerstrei
fen aufgebracht sind;
Fig. 4 eine Druntersicht unter den Dichtungsdeckel
nach der Ablösung von dem Trägerstreifen gemäß
Fig. 3;
Fig. 5 eine vergrößerte Seitenansicht einer Ausführung
des laminatartigen Dichtungsdeckels;
Fig. 6 eine vergrößerte, auseinandergezogene Darstel
lung des Dichtungsdeckellaminats gemäß Fig. 5;
und
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbei
spiel.
Fig. 1 zeigt einen Dichtungsdeckel 10 zum Verschließen
des Flaschenhalses einer I.V. Flasche 12. Der Dichtungs
deckel 10 weist eine im wesentlichen kreisförmige Deck
fläche 14 auf, an die eine Lasche 16 zum Ablösen des
Dichtungsdeckels 10 angeformt ist. Die Deckfläche 14
weist außerdem zwei Vorsprünge 18 auf, die sich von
ihren gegenüberliegenden Rändern erstrecken. Die Vor
sprünge 18 sind außerdem mit Einschnitten 20 versehen,
die sich über einen Teil der Länge der Vorsprünge 18
erstrecken und im wesentlichen senkrecht zur Längsachse
der Lasche 16 verlaufen. Die Einschnitte 20 liegen
somit im wesentlichen senkrecht zur Abziehrichtung der
Lasche 16 beim Ablösen des Dichtungsdeckels 10 von der
Flasche 12. Die Abziehrichtung der Lasche 16 ist durch
den Pfeil 22 angedeutet.
Fig. 2 zeigt die I.V. Flasche 12 und den Dichtungs
deckel 10 gemäß Fig. 1 nach dessen Entfernung vom
Flaschenhals der Flasche 12. Fig. 2 läßt außerdem die
Unterseite des Dichtungsdeckels 10 erkennen, die zuvor
mit der Oberseite der Flasche 12 in Fig. 1 in Berüh
rung stand. Die Unterseite der Deckfläche 14 weist eine
im wesentlichen kreisförmige Scheibe 24 auf, welche den
Einstichbereich 26 einer Kautschukmembran der I.V.
Flasche 12 überdeckt. Ein Klebstoffring 28 aus
zerstörbarem Material umgibt die Scheibe 24
an der Unterseite der Deckfläche 14. Ein Kontrollring
28A haftet an einem Metallrand 30 der Oberseite der
Flasche 12 und zeigt das Aufbrechen der sterilen Dich
tung dadurch an, daß ein Materialrand am Metallrand 30
haften bleibt und ein Wiederverschließen mit dem glei
chen Dichtungsdeckel 10 dadurch verhindert, daß dieser
sich beim Abnehmen selbst zerstört. Die in Fig. 2
dargestellte I.V. Flasche 12 ist nun für das Einstechen
einer Nadel in den Einstichbereich 26 bereit, der zuvor
durch den Dichtungsdeckel steril gehalten wurde. Nach
dem Einstechen der Nadel kann die I.V. Lösung einem
Patienten verabreicht werden.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf zwei Dichtungsdeckel
10, die auf einem Trägerstreifen 32 haften. Der Träger
streifen 32 ist mit einem besonderen Stoff beschichtet,
der den Klebstoffring 28 zur leichten Ablösung ohne
Beschädigung der zerstörbaren Klebstoffschicht bindet.
Der Dichtungsdeckel 10 ist vom Trägerstreifen 32 durch
Erfassen der nicht am Trägerstreifen 32 haftenden
Lasche 16 ablösbar. Die auf dem Trägerstreifen 32 haf
tenden Dichtungsdeckel 10 sind zusammen mit dem Träger
streifen 32 aufrollbar und zur Abgabe einzelner Dich
tungsdeckel in einer Schachtel unterbringbar. Der erfin
dungsgemäße Dichtungsdeckel 10 braucht durch seine
Speicherung auf dem Trägerstreifen 32 lediglich 10%
des Speicherraumes von zuvor verwendeten Kunststoff
kappen.
Fig. 4 zeigt eine Druntersicht unter den Dichtungs
deckel 10, beispielsweise nach der Ablösung vom Träger
streifen 32. Die Klebstoffschicht auf dem Trägerstrei
fen 32 ist so gewählt, daß sie bei aufgerolltem Träger
streifen 32 zwar eine sterile Dichtung für den Dich
tungsdeckel 10 ergibt, die sie jedoch bei der Ablösung
vom Trägerstreifen 32 nicht beschädigt. Die Lasche 16
des Dichtungsdeckels 10 ist ohne Berührung der Scheibe
24 oder des auf die Oberseite einer Flasche 12 aufzu
bringenden Klebstoffringes 28 erfaßbar. Nach dem Ablö
sen vom Trägerstreifen 32 wird der Dichtungsdeckel 10
vorzugsweise lediglich an der Lasche 16 gehalten, um
den Klebstoffring 28 richtig über dem Metallrand 30 des
Flaschenhalses einer I.V. Flasche 12 auszurichten. Da
bei gelangt die Scheibe 24 über die Kautschukmembran
26. Der Dichtungsdeckel 10 wird anschließend an der
Flasche befestigt, indem die Deckfläche 14 sowie die
Vorsprünge 18 sanft an den Metallrand 30 angedrückt
werden. Der aufgebrachte Dichtungsdeckel 10 ist in
Fig. 1 erkennbar.
Die Fig. 5 und 6 zeigen den Laminataufbau einer
bevorzugten Ausführung des Dichtungsdeckels 10. Dabei
weist der Dichtungsdeckel 10 einen zusammenhängenden
Polypropylenstreifen auf, der eine für Bakterien und
Feuchtigkeit undurchlässige obere oder Deckschicht bil
det. Eine Deckschicht 40 ist mit einer zusätzlichen Klebstoffschicht
42 beschichtet, die eine zusammenhängende weitere Schicht
44 bildet. An dieser weiteren Schicht 44 haftet eine Klebstoffschicht 46.
Die freie Seite der Klebstoffschicht
46 bildet den Klebstoffring 28, der am Metall
rand 30 befestigbar ist. Die Scheibe 24 der Unterseite
des Dichtungsdeckels 10 weist eine Papierschicht 48,
eine Klebstoffschicht 50 und schließlich eine letzte
Polypropylenschicht 52 auf. Die Papierschicht 48 ist
vorzugsweise eine Packpapierschicht. Auch die Unter
seite der Lasche 16 ist mit einer Polypropylenschicht
54 überdeckt, die eine glatte, nicht haftende Fläche
zum Erfassen des Dichtungsdeckels 10 ergibt.
Eine Weiterbildung der Erfindung stellt der in Fig. 7
gezeigte Dichtungsdeckel 10′ dar, wobei gleiche Teile
wie in den Fig. 1 bis 6 mit dem gleichen Bezugszei
chen, jedoch dem hinzugefügten Apostroph versehen sind.
Die Deckschicht des Dichtungsdeckels 10′ besteht bei
spielsweise aus einer Polypropylenfolie oder einem ähn
lichen Material. Die Unterseite der Polypropylenfolie
ist mit einer nicht dargestellten Klebstoffschicht ver
sehen, auf der eine ebenfalls nicht dargestellte
Scheibe 24′, beispielsweise eine Acetatfolie oder eine
Packpapierfolie mit Acetatbeschichtung aufgebracht ist.
Ein Hauptunterschied gegenüber dem Dichtungsdeckel 10
gemäß den Fig. 1 bis 6 besteht in der Art der
Bildung einer Kontrollmarkierung auf dem Metallrand 30
der I.V. Flasche 12. Der Dichtungsdeckel 10′ weist
nämlich keine zerstörbare Druckschicht 44, sondern eine
Anzahl von Perforationen 60 in der Polypropylenschicht
40′ auf, die derart angeordnet sind, daß sie bei einer
Ablösung des Dichtungsdeckels 10′ das Zerreißen unter
stützen. Eine hierfür geeignete Anordnung der Perfora
tionen 60 ist im wesentlichen halbmondförmig, und zwar
auf der der Lasche 16′ gegenüberliegenden Seite der
Deckfläche 14′ angebracht. Es sind natürlich auch
andere Anordnungen als die Halbmondform für die Perfora
tion denkbar, so lange diese Anordnungen das Zerreißen
bzw. die Selbstzerstörung des Dichtungsdeckels 10 be
günstigen. In der in Fig. 7 dargestellten Ausführung
sind die Vorsprünge 18′ somit nicht mit Einschnitten 20
versehen, diese können aber in einer anderen Ausführung
zur Begünstigung des Zerreißens der oberen Polypropy
lenfolie zusätzlich vorgesehen sein.
Der Dichtungsdeckel 10 wird in sauberer Umgebung herge
stellt und zur Beibehaltung seiner Sterilität auf einem
besonders behandelten Trägerstreifen 32 befestigt. Der
Trägerstreifen 32 wird hierauf zusammengerollt und in
einen nicht dargestellten Behälter gepackt. Die die
verpackten Dichtungsdeckel enthaltenden Behälter werden
anschließend durch Verwendung von Ethylenoxidgas steri
lisiert, was den gegenwärtigen staatlichen Vorschriften
entspricht. Es ist klar, daß der Trägerstreifen 32 mit
den daran haftenden Dichtungsdeckeln 10 in jeder für
die Abgabe von Dichtungsdeckeln 10 geeigneten Form ver
packbar ist.
Im normalen Krankenhausbetrieb wird zum Einbringen von
Medikamenten in I.V.-Lösungsflaschen zunächst der vom
ursprünglichen Hersteller vorgesehene Deckel auf die
zuvor erwähnte Weise unter Aufrechterhaltung steriler
Bedingungen entfernt. Das der I.V. Lösung zuzusetzende
Medikament wird in die Flasche 12 unter einer sterilen
Haube oder einer ähnlichen sterilen Abdeckung einge
bracht. Die Medizin bzw. das Präparat wird einer vollen
Flasche oder einer Verbundflasche zugesetzt, oder aber
es wird eine wäßrige Lösung in eine ein pulverförmiges
Präparat enthaltende Flasche eingefüllt. Die Kautschuk
membran 26 wird von einer Nadel durchstochen und die
vom Arzt vorgeschriebene Menge eines Präparates wird in
die Lösung eingebracht. Anschließend wird die Nadel
wieder herausgezogen. Hierauf zieht man einen Dichtungs
deckel 10 von dem Trägerstreifen 32 durch Erfassen der
Lasche 16 ab. Der Einstichbereich der Dichtung, nämlich
die Scheibe 24 bleibt bis zum Abziehen vom Trägerstrei
fen unter normalen Arbeitsbedingungen steril. Die
Scheibe 24 wird bezüglich des Einstichbereichs der
Flasche 12, also bezüglich der Kautschukmembran 26 aus
gerichtet. Dabei erfolgt auch eine Ausrichtung des Kleb
stoffringes 28 bezüglich der Oberseite des Metallrandes
30 der Flasche 12. Der äußere Rand des Dichtungsdeckels
10 wird durch sanftes Andrücken mit dem Handballen an
den Metallrand 30 angeheftet. Um eine richtige Dichtung
zu erzielen, drückt man zweckmäßigerweise auch die Vor
sprünge 18 gegen den Metallrand 30. Zum sicheren und
dichten Verschließen ist nur ein leichter Druck von
Hand erforderlich. Außerdem drückt man zweckmäßiger
weise die Lasche 16 derart nach unten, daß der Außen
rand des Klebstoffringes 28 auch in diesem Bereich mit
dem Metallrand 30 in Berührung gelangt. Zu Unterschei
dungszwecken ist der Dichtungsdeckel 10 vorzugsweise
mit einer Kodierung auf seiner Oberseite versehen.
Diese kann beispielsweise auf den Flascheninhalt hinwei
sen oder andere gewünschte Informationen enthalten.
Die sterile Dichtung der wiederverschlossenen I.V.-
Flasche 12 wird solange nicht aufgebrochen, bis eine
Krankenschwester ihren Inhalt einem Patienten verabrei
chen will. Der Dichtungsdeckel 10 ist von Hand ohne
Verwendung von Zangen, Scheren oder anderen Instrumen
ten, die zuvor zum Abnehmen von Kunststoffkappen verwen
det wurden, ablösbar. Hierzu wird die Lasche 16 des
Dichtungsdeckels 10 einfach in Richtung des Pfeiles 22
in Fig. 1 hochgezogen, wodurch der Deckel von der
Flasche 12 gemäß Fig. 2 ablösbar ist. Beim Ablösen des
Dichtungsdeckels 10 bleibt ein Kontrollring 28A aus
Klebstoff zurück, der das Öffnen des sterilen Verschlus
ses anzeigt und ein Wiederverschließen verhindert. Bei
der Ausführung gemäß Fig. 7 läßt der Dichtungsdeckel
10′ eine am Metallrand haftende Polypropylenfolie zu
rück, die etwa die Form der Perforationen 60 hat. Ist
am Metallrand derartiges Material verblieben, so weiß
das Krankenhauspersonal sofort, daß die sterile Dich
tung aufgebrochen worden ist. Als zweiter Prüfbereich
für die sterile Dichtung dient die innere Scheibe 24,
wenn diese von der
I.V. Flasche 12 abgezogen wird. Nach dem Entfernen des
Dichtungsdeckels 10 oder 10′ sticht man eine Nadel
durch den Einstichbereich der Kautschukmembran 26 und
stellt die nötige Verbindung zu einem I.V. Katheter her.
Claims (14)
1. Dichtungsdeckel zur Bildung einer sterilen Abdeckung für die
Wiederversiegelung einer Kautschukmembran und eines die Kau
tschukmembran umgebenden Metallrandes als Oberrand einer
Intravenösflasche, mit einer die Kautschukmembran (26) des
Flaschenoberrandes überdeckenden kreisförmigen Scheibe (24)
und mit einer die Scheibe (24) und den Metallrand (30) über
deckenden Deckschicht (40) aus einem für Feuchtigkeit und
Bakterien undurchlässigen Material, gekennzeichnet durch
eine auf der Unterseite der Deckschicht (40) angebrachte
Schicht aus Klebstoff (46), an der die Scheibe (24) ange
bracht ist, die einen kreisringförmigen Bereich der Schicht
aus Klebstoff zur Ausrichtung und Berührung mit dem Metall
rand (30) frei läßt, wobei der kreisringförmige Bereich der Schicht aus Klebstoff beim
Ablösen vom Metallrand (30) zerstört wird.
2. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Scheibe (24) und der Deckschicht (40)
eine Trennschicht (48) liegt, die einen Durchtritt von die
Kautschukmembran (26) verunreinigendem Klebstoff verhindert.
3. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Deckschicht (40) mindestens ein Vorsprung (18)
zum leichteren Ausrichten auf dem Metallrand (30) der Flasche
(12) angeformt ist.
4. Dichtungsdeckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorsprung (18) einen Einschnitt (20) aufweist, der
sich im wesentlichen senkrecht zur Abziehrichtung des Dich
tungsdeckels (10) von der Flasche (12) erstreckt.
5. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Außenrand der Deckschicht (40) eine Lasche (16)
angeformt ist, die zum Erfassen des Dichtungsdeckels (10)
bei dessen Aufbringung auf eine und dessen Ablösung von einer
I.V. Flasche (12) dient.
6. Dichtungsdeckel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lasche (16) mit kodierter Information entsprechend
dem Flascheninhalt versehen ist.
7. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckschicht (40) eine Polypropylenfolie ist.
8. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Kautschukmembran (26) der I.V. Flasche (12)
berührende Scheibe (24) eine Polypropylenschicht aufweist.
9. Dichtungsdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zum Absperren der Kautschukmembran (26) einer I.V.
Flasche (12) dienende Scheibe (24, 52) vor dem Aufbringen
auf die Kautschukmembran (26) von einem mehrere Dichtungs
deckel (10) tragenden Trägerstreifen (32) überdeckt ist.
10. Dichtungsdeckel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerstreifen (32) Packpapier ist.
11. Dichtungsdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekenn
zeichnet durch
einen sich durch den kreisringförmigen Bereich (28) der Deckschicht (40)
und des Klebstoffs (46) erstreckenden Bereich von Perforationen (60), die ein
Zerreißen der Deckschicht (40) beim Ablösen des Dichtungsdeckels
(10) von einer I. V. Flasche (12) unterstützen.
12. Dichtungsdeckel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (24) eine Kunststoffolie (52) aufweist, deren an
der Klebstoffschicht (46) haftende Oberseite derart chemisch
behandelt ist, daß ein Durchtreten von Klebstoff und damit
eine Verunreinigung der Kautschukmembran (26) verhindert
ist.
13. Dichtungsdeckel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Kunststoffolie (52) und der Klebstoffschicht (46)
eine Packpapierschicht
mit Acetatfolie liegt, deren Oberseite derart chemisch behan
delt ist, daß Klebstoff nicht zur Seite der Kautschukmembran (26)
durchdringt.
14. Dichtungsdeckel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Perforationen (60) halbkreisförmig an dem Teil des
Randes angeordnet sind, der dem zuerst vom Metallrand (30)
abzulösenden Teil des Randes der Deckschicht gegenüber
liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/125,988 US4266687A (en) | 1980-02-29 | 1980-02-29 | Sealing cover and method for resealing an intravenous container |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=22422416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813106991 Granted DE3106991A1 (de) | 1980-02-29 | 1981-02-25 | Dichtungsdeckel und verfahren zum wiederverschliessen einer i.v. flasche |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4266687A (de) |
| CA (1) | CA1146609A (de) |
| DE (1) | DE3106991A1 (de) |
| FR (1) | FR2477105A1 (de) |
| GB (2) | GB2071628B (de) |
| HK (2) | HK32485A (de) |
| KE (2) | KE3494A (de) |
| SG (1) | SG85884G (de) |
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