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Einsperrgitter für Rinder
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Die Erfindung betrifft ein Einsperrgitter für Rinder gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Einsperrgitter für Rinder zu schaffen,
dessen Fangorgane so ausgebildet sind, daß sie einerseits die Bewegung des Kopfes
zum Lockfutter hin erleichtern, andererseits dem eingesperrten Tier genügend Bewegungsfreiheit
lassen,und ferner derart bewegbar sind, daß sie eine vereinfachte Einsperrsteuerung,
insbesondere eine vollautomatisierte Einsperr-Fernwirksteuerung, erlauben.
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Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs
gelöst sowie durch die bevorzugten Weiterbildungen gemäß den Unteransprüchen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert;
es zeigen
Fig. 1 die Grundform der erfindungsgemäßen Einsperröffnung
in Seitenansicht; Fig. 2 eine Teildraufsicht einer abgewandelten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Einsperrgitters mit Schrägversetzung; Fig. 3 eine selbstverriegelnde,
durch den Fangorganantrieb entriegelbare Verriegelungseinrichtung; Fig. 4a bis 4v
abgewandelte Einsperröffnungen mit abgewandelten Bewegungsprinzipien für das Fangorgan;
Fig. 5 bis 11 Blockdiagramme verschiedener erfindungsgemäßer Steuer systeme; Fig.
12 ein Relaisdiagramm einer Steuereinrichtung für das erfindungsgemäße Einsperrgitter;
Fig. 13 ein Blockschaltbild einer elektronischen Zentralsteuereinrichtung für das
erfindungsgemäße Einsperrgittek; Fig. 14 eine Computersteuerungseinrichtung für
das erfindungsgemäße Einsperrgitter; Fig. 15 eine Blockdarstellung eines Einzelsteuermoduls
für die Steuerung von Einzelantrieben des erfindungsgemäßen Einsperrgitters; Fig.
16 eine Prinzipdarstellung eines Steuersystems für gemeinsamen Antrieb des erfindungsgemäßen
Einsperrgitters; Fig. 17 eine perspektivische Darstellung einer mechanischen Ausführungsform
der Steuerung des erfindungsgemäßen Einsperrgitters; Fig. 18 einen Schnitt entlang
der Linie a-a der Figur 17; Fig. 19 und 20 Detailansichten einer weiteren mechanischen
Ausfflhrungsform der Steuerung des erfindungsgemäßen Einsperrgitters; Fig. 21 bis
23 Detailansichten einer weiteren Ausführungsform zur mechanischen Steuerung des
erfindungsgemäßen Einsperrgitters, wobei Figur 22 einen Schnitt entlang der Linie
b-b der Figur 21 zeigt; Fig. 24a bis 24d schematische Darstellungen zur Erläuterung
der Arbeitsweise einer pneumatischen Steuereinrichtung für das erfindungsemäße Einsperrgitter
und Fig. 25 ein BlockSchaltbild einer-Kraftfuttersteuereinrichtung für das erfindungsgemäße
Einsperrgitter.
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In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende
Bauteile. Figur 1 zeigt die Grundform der rilinsperrbffnung 1 des erfindungsgemäßen
Einsperrgitters. Sie wird auf der rechten Seite über die gesamte Höhe durch ein
im Boden eingelassenes langes Standrohr 2 begrenzt, welches oben zu einem horizontalen
Holm 4 abgekrümmt ist. Ein allgemein S-förmig gekrümmtes Rohr 5 ist an das Standrohr
2 angeschweißt., Es umfaßt einen unteren, etwa horizontalen Abschnitt 6, einen mittleren,
etwa vertikalen Abschnitt 7 und einen oberen, horizontalen oder gegebenenfalls schräg
nach oben verlaufenden Abschnitt 8.
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Die tibetgänge :sind jeweils verrundet. Weitere Rohre 9 dienen der
Versperrung des Raums neben der Einsperröffnung.
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Die obere Begrenzung und der obere Teil der linken Seiten begrenzung
der Einsperröffnung 1 werden durch ein gemäß der Pfeillinie A um einen Bolzen 10
verschwenkbares Fangrohr 12 definiert. Es umfaßt einen oberen,langgestreckten, horizontalen
Teil 14, welcher bei der strich-punktierten Linie 15 endet sowie einen vertikalen
Teil 16, welcher etwa mit dem vertikalen Rohrstück 7 fluchtet. Der Übergang ist
wiederum verrundet. In der in Figur 1 gezeigten Sperrstellung wird das Fangrohr
12 durch einen nicht gezeigten Anschlag daran gehindert, unter seinem eigenen Gewicht
herabzufallen. Andererseits verhindert eine nicht gezeigte Verriegelung,daß die
eingesperrte Kuh das Fangrohr anhebt.
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Eine Anzahl von Einsperröffnungen dieser Art sind miteinander in Reihe
zu einem Einsperrgitter verbunden. Die Stangen 8 und 9 der jeweiligen linken Seite
einer Einsperröffnung erstrecken sich dabei zur rechten Seite der nächsten Einsperröffnung.
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In geöffneter Stellung ist der Abschnitt 14 des Fangrohrs 12 nahezu
vertikal ausgerichtet und die Einsperröffnung ist weit geöffnet. Die Kuh, welche
sich dem in einem Trog hinter der Einsperröffnung dargebotenen Lockfutter zuwendet,
kann ihren Kopf bequem über den Rohrabschnitt 8 heben und sodann seitlich und nach
unten in die Einsperröffnung 1 senken. Der Innenabstand zwischen dem Standrohr 2
und dem Rohrabschnitt 7 ist derart gewählt, daß der Hals der Kuh bequem in der,Öffnung
Platz findet, der Kopf jedoch nicht zurückgezogen werden kann. Der vertikale Abstand
zwischen der Innenseite des Rohrabschnitts 6 und der oberen Fläche des Rohrabschnitts
8 beträgt etwa die Hilfe bis zwei Drittel der lichten Höhe der Einsperröffnung 1.
Diese Abmessungen erlauben einerseits ein ieichtes Einheben des Kopfes und stellen
andererseits sicher, daß der Kopf der Kuh eine für den nachfolgenden Einsperrvorgang
ausreichend definierte Position einnimmt. Nunmehr läßt man das Fangrohr 12 unter
seinem eigenen Gewicht nach unten fallen, bis es an den nicht gezeigten Anschlag
zur Anlage kommt und mit der nicht gezeigten und später zu erläuternden Verriegelung
verriegelt wird. Normalerweise wird den Kühen Lockfutter geboten. Die Kuh senkt
daher ihren Kopf in den Raum zwischen dem Rohrabschnitt 7 und dem Standrohr 2 ab.
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Daher kann das Fangrohr 12 ohne Behinderung in seine Fangstellung
abgesenkt werden. Erfindungsgemäß kann jedoch auch die Lockfuttergabe unterbleiben.
Die Kuh hält dabei ihren Kopf in einer natürlichen oberen Lage. Auch. hierdurch
wird die Absenkung des Fangrohrs in die verriegelte Position nicht behindert, da
die lichte Höhe'der Einsperröffnung 1 unabhängig von der Höhe des Rohrabschnitts
8 ausreichend groß gewählt werden kann, so daß die Kuh auch ohne Lockfuttergabe
das Absenken des Fangrohrs 12 nicht behindert. Andererseits sorgt der nach unten
gekrümmte Rohrabschnitt 16 dafür, daß die Einsperröffnung 1 vollständig geschlossen
wird. Die Kuh kann nun den Kopf weder zurückziehen noch nach oben aus der Einsperröffnung
herausheben.
Eine Beanspruchung des Fangrohrs 12 in einer Richtung
senkrecht zur Zeichenebene wird durch den Holm 4 auf gefangen, da sowohl der hinter
dem Bolzen 10 gelegene Abschnitt des Fangrohrs 12 als auch ein Teil des vor dem
Bolzen 10 gelegenen Abschnitts des Fangrohrs 12 am Holm 4 anliegt.
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Die beschriebene Grundform der Einsperröffnung kann in verschiedenster
Weise abgewandelt werden. Vorstehend wurde die Ausbildung der Einsperröffnung für
ein Freßgitter beschrieben, bei dem sämtliche stationären Rohre aller Einsperröffnungen
in einer gemeinsamen Ebene liegen und bei dem die Fangrohre jeweils parallel zu
dieser Ebene liegen. Das Freßgitter kann jedoch auch für einen Fischgrätmelkstand
ausgebildet sein. In diesem Falle sind z.B. die Rohrabschnitte 7 jeweils gegen die
Standrohre 2 versetzt angeordnet. Wenn die Standrohre 2 in der Papierebene liegen,
so liegen die Rohrabschnitte 7 über der Papierebene und die Rohre 8 und 9 verlaufen
schräg. Außerdem sind die Rohre 8 und 9 dabei in ihrem linken Teil unter die Papierebene
gekrümmt, so daß die Schulter des Tieres bequem Platz findet. Bei einer solchen
Fischgrätanordnung kann der Rohrabschnitt 14 des Fangrohrs 12 in seinem vorderen
Bereich aus der Papierebene herausgekrüinmt sein. Alternativ kann der Rohrabschnitt
14 über seine gesamte Länge parallel zur Papierebene verlaufen, während der Abschnitt
16 schräg nach unten und vorne verläuft. Vorzugsweise ist das:Standrohr 2 derart
eingesetzt, daß der obere Holm 4 jeweils senkrecht oder schräg zu der durch sämtliche
Standrohre 2 gebildeten Hauptebene des Fischgrätmelkstandes verläuft. In diesem
Falle verläuft auch der horizontale Abschnitt 14 des Fangrohres 12 senkrecht oder
schräg zur Hauptebene und der kurze senkrecllte Abschnitt 16 verläuft entweder schräg
nach links unten zum Rohrabschnitt 7 hin oder aber der vordere Teil des Rohrabschnitts
14 ist nach links abgekrümmt, so daß nun der Rohrabschnitt 16 senkrecht nach unten
verlaufen kann.
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Letztere Ausführungsform der Einsperröffnung wird bei den nachfolgend
beschriebenen, bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Fanggitters verwendet.
Diese bevorzugte Anordnung ist daher in Figur 2 in Draufsicht dargestellt.
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Der Bolzen 10 verläuft vorzugsweise in horizontaler Richtun. er kann
jedoch auch geneigt. sein, so daß die Schwenkebene des Fangrohrs 14 geneigt ist.
Eine solche Anordnung kann sich günstig auf die Zugänglichkeit der Einsperröffnung
1 von oben her auswirken. Die Vorteile des in Verriegelungsstellung horizontal angeordneten
Fangrohrs 12 mit einem sich nach unten erstreckenden, einen Teil der seit-' lichen
Begrenzung der Einsperröffnung 1 bildenden Abschnitt 16 treten auch dann in Erscheinung,
wenn der Bolzen 10 vertikal angeordnet wird und das Fangrohr 12 daher in einerhorizontalen
-Ebene drehbar ist.
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Der Rohrabschnitt 16 muß in Schließstellung nicht konzentrisch zum
Rohrabschnitt 7 angeordnet sein oder auf das Ende des Rohrabschnitts 7 hin gerichtet
sein. Er kann vielmehr auch gemäß Fig. 1 nach links versetzt s.ein. Ferner muß das
Ende des Rohrabschnitts 16 nicht bis zum Rohr 18 oder zum Rohrabschnitt 7 führen.
Vielmehr kann ein mehr oder weniger großer Abstand vorgesehen sein. Entscheidend
filr die Position und Länge des Rohrabschnitts 16 ist ausschließlich das Erfordernis,
daß die Kuh bei geschlossenem Fangrohr ihren Hals nicht aus der Einsperröffnung
bewegen kann.
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Das erfindungsgem2e Einsperrgitter kann in vorteilhafter Weise in
Modulbauweise hergestellt werde. Jedem Standplatz wird dabei eine Fertigungseinheit
zugeordnet. Diese erstreckt sich dabei gemäß Fig. 2 vom Standrohr 2 und Holm 4 nach
links bis zum Ende der Rohre 8 und 9. Jede einzelne Moduleinheit kann an der Fabrikatiönsstätte
fertig montiert werden. Die dabei erhaltenen Einheiten können aufgrund ihrer Form
leicht gestapelt werden und somit platzsparönd transportiert werden. Zur Endmontage
ist es lediglich erforderlich, an den entsprechenden Stellen Einlaßöffnungen für
die Staridrohre 2 im Boden vorzusehen. Die Standrohre 2 werden dann in diese Einlaßöffnungen
eingesetzt. Gegebenenfalls kann das hintere Ende des Holms 4 an einer ge.genüberliegenden
Wand befestigt werden oder aber an einem weiteren hinteren Standrohr, welches in
den Figuren nicht gezeigt ist.
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Durch eine solche Anordnung erreicht man die erforderliche Stabilität
in Querrichtung. Die Stangen 8 und 9 erstrecken sich sodann bis zur linken Seite
des Standrohrs 2 des nächsten Standplatzes. Sie werden hier entweder einzeln oder
über ein gemeinsames Querrohr mit einer oder mehreren Rohrschellen oder dergl. befestigt.
Hierdurch erzielt man die erforderliche Längsstabilität. Die Endmontage des Melkstandes
ist daher äußerst vereinfacht. Es können beliebig lange Melkstände aus beliebig
vielen Einheiten zusammengesetzt werden, z.B. Doppelvierer, Doppelfünfer, Doppelsechser
usw.. Es ist lediglich erforderlich, für den Anfang des Melkstandes und für das
Ende des Melkstandes ein Ubergangselement bereitzustellen, welches den Übergang
zum Eingangstor bzw. zum Ausgangstor herbeiführt. Das Eingangstor ist gemäß Fig.
2 auf der rechten'Seite angeordn,et, während das Ausgangstor des Melkstandes auf
der linken Seite angeordnet ist. Daher besteht das .eingangsseitige Ubergangselement
aus einem Abschnitt der Stangen 8 und 9, während das ausgangsseitige übergangselement
aus einer Standplatzeinheit mit Standrohr 2, Holm 4, Fangrohr 12 und verkürzten
Rohren 8 und 9 besteht.
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Im folgenden soll anhand der Figur 3 eine bevorzugte Verriegelung
des Fangrohrs 12 erläutert werden. Sie ist als Selbstverriegelung 21 ausgebildet
und umfaßt eine'durchgehende, sich über sämtliche Einsperröffnungen 1 des Einsperrgitters
erstreckende, drehbare, aber nicht längs verschiebbare Stange 20. Jeder Einsperröffnung
1 ist eine Querstange 22 zugeordnet, welche jeweils an der Stange 20 angeschweißt
ist und somit in einer zum Fangrohr 12 parallel verlaufenden und nahe bei diesem
Fangrohr liegenden Ebene verschwenkbar ist.
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Sie trägt einen nach unten hängenden Mitnehmerbügel 24, einen oberen
Verriegelungsbügel 26 und eine Öse 28, an der ein Zugseil 30 befestigt ist. Der
Verriegelungsbügel 26 wirkt mit einer Nase 32 im vorderen Bereich des Abschnitts
14 des Fangrohrs 12 zusammen. In Figur 3 ist das Fangrohr 12 in Verriegelungsstellung
dargestellt, in der es unter seinem
eigenen Gewicht an einem nicht
gezeigten Anschlag anliegt, welcher eine Schwenkbewegung nach unten verhindert.
Der Schwerpunkt des Fangrohrs 12 liegt zwischen dem Bolzen 10 und dem Rohrabschnitt
16. Durch Schwerkrafteinwirkung auf die Querstange 22 ruht der Mitnehmerbügel 26
auf dem horizontalen Abschnitt 14 des Fangrohrs 12, und zwar um eine geringe Strecke
hinter der Nase 32. Der Mitnehmerbügel 24 hat einen lichten Abstand vom Rohrabschnitt
14. Wenn nun das Zugseil 30 gemäß der Pfeillinie B nach oben gezogen wird, so wird
die Querstange 22 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und der Verriegelungsbügel 26
wird über die Spitze der Nase 32 angehoben. Im Verlauf der weiteren Schwenkbewegung
gelangt der Mitnehmerbügel 24 in Angriff am Rohrabschnitt 14, so daß auch das Fangrohr
12 nach oben geschwenkt wird. Dabei findet eine Relativverschiebung zwischen Verriegelungsbügel
26 und Na. se 32 in einer Richtung parallel zur Längsrichtung des Rohrabschnitts
14 statt. Diese Verschiebung des verriegelungsbügels 26 wird durch die Nase 32 nicht
behindert. Das Fangrohr 12 kann somit frei nach oben verschwenkt werden. Andererseits
kann das Fangrohr 12 aber nicht durch die Kuh von unten angehoben werden, da bei
einem Anheben des Fangrohrs der auf dem Fangrohr ruhende Verriegelungsbügel 26 an
der Nase 32 anstößt. Wesentlich für diese Art der Selbstverriegelungsvorrichtung
ist die Anordnung der Drehachse der Stange 20 oberhalb und hinter der Drehachse
des Bolzens 10. Selbstverständlich können auch alle Querstangen 22 an gesonderten,
drehbaren Stangen 20 angeschweißt sein, so daß alle Fangrohre 12 durch gesonderte
Zugseile 30 betätigt werden können. Eine ähnliche Selbstverriegelungseinrichtung
kann auch dem hinter dem Bolzen 10 gelegenen Abschnitt des Fangrohrs 12 zugeordnet
sein. Dabei befindet' sich die Drehachse der Stange 20' jedoch unter und vor der
Drehachse des Bolzens 10. Die Nase 32 ist am hinteren Ende des Fangrohrs 12 ausgebildet
und ragt nach unten. Die Querstange 22 muß in diesem
Falle jedoch
gegen ihr eigenes Gewicht durch eine einerseits an der Querstange, andererseits
am Fangrohr befestigte Zugfeder normalerweise nach oben gezogen werden. Die Querstange
der Selbstverriegelungsvorrichtung kann auch am Bolzen 10 angelenkt sein. In diesem
Falle muß jedoch ein gesondertes Verriegelungselement vorgesehen sein, welches durch
die erste Bewegungsphase der Querstange 22 entriegelt wird.
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Die Ausbildung der Selbstverriegelungsvorrichtung mit einer durchgehenden
Stange 20 ist insbesondere für die Fanggitterausbildung gemäß Figur 2 geeignet,
während gesonderte Selbstverriegelungsvorrichtungen mit gesonderten Drehstangen
bei einer Ausführungsform gemäß Figur 1 erforderlich sind.
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Selbstverständlich ist eine für Jedem einzelne Fangrohr vorgesehene,
gesonderte Selbstverriegelungsvorrichtung auch bei einem Fischgrätmelkstand mit
einer Anordnung gemäß Fig. 2 von großem Vorteil für die Ermöglichung einer weiter
unten zu erläuternden, selektiven Platzeinweisung, Einsperrung und Entlassung der
Kühe. Fig. 3 zeigt nur eine von vielen möglichen Ausführungsformen einer Selbstverriegelungseinrichtung.
Es kommen insbesondere auch feder- oder schwerkraftbeauBschlagte Riegel in Frage,
welche in Ausnehmungen eingreifen und durch Zugbeaufschlagung durch das Zugseil
30 in Entriegelungsstellung gebracht werden, ehe das Fangrohr 12 angehoben wird.
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Selbstverständlich muß die Verriegelung der Fangrohre 12 in Schließstellung,
nicht durch eine Selbstverriegelungseinrichtung der bisher beschriebenen Art erfolgen.
Vielmehr kann auch eine gesonderte, fremdbetätigte Verriegelungseinrichtung vorgesehen
sein, welche durch einen Betätigungsmagneten oder dergl. selektiv in den verriegelten
und/oder entriegelten Zustand gebracht werden kann. Die Verriegelungseinrichtung
kann dabei normalerweise unter
Federbeaufschlagung oder Schwerkraftbeauischlagung
in eine Ausnehmung eingreifen. Kurz vor dem Anheben des Fangrohrs 12 muß jedoch
durch die gesonderte (magnetische, mechanische oder dergl.) Betätigungßeinrichtung
eine Entriegelung herbeigeführt werden. Diese Verriegelungseinrichtungen sind jedoch
hinsichtlich des Aufbaus und hinsichtlich der Bedienungserfordernisse aufwendiger
als die in Fig. 3 gezeigte Selbstvertiegelungseinrichtung mit der zugseilbetätigten
SelbstentFiegelungsfunktion.
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Bei den bisher beschriebenen Fangrohrverriegelungen wird das Fangrohr
durch einen gesonderten Verriegelungsmechanismus gegen ein Hochschwenken in die
Öffnungsposition starr verriegelt. Es ist jedoch auch möglich, eine Öffnung des
Fangrohrs durch die Kuh und ein unerwünschtes Entweichen der Kuh aus der Einsperröffnung
ohne gesonderten Verriegelungsmechanismus ausschließlich durch die Ausbildung des
Fangrohrs zu verhindern. In der nachfolgenden Beschreibung soll auf Fig. 1 Bezug
genommen werden. Das dort gezeigte Fangrohr 12 ist aus der Schließposition frei
nach oben verschwenkbar. Insbesondere kann auch die Kuh durch Anheben ihres Halses
oder Kopfes das Fangrohr 12 hochschwenken. Dabei liegt jedoch das Fangrohr 12 vermöge
seines Eigengewichts stets auf dem Hals der Kuh auf.
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Andererseits kann die Kuh ihren Hals nicht-seitlich aus der Öffnung
bewegen, da dies durch den Rohrabschnitt 16 verhindert wird, solange dieser nur
lang genug ist und nicht schräg nach außen verläuft. Sobald die Kuh versucht, durch
rasches Senken und nachfolgendes seitliches Bewegen ihres Halses aus der Einsperröffnung
zu schlüpfen, folgt das Fangrohr vermöge seiner Schwerkraft der Bewegung des Halses
des Tiers nach unten, so daß die Einsperrwirkung des Fangrohrs stets erhaltenbleibt.
Diese Einsperrwirkung wird ohne jeden zusätzlichen Verriegelungsmechanismus ausschließlich
durch die besondere Formgebung des Fangrohrs 12 und durch die Gewichtsbeaufschlagung
(oder Federbeaufschlagung) desselben erreicht, d.h. durch ein formschlüssiges und
gegebenenfalls kraftschlüssiges Zusammenwirken zwischen Fangrohr und Tier. Durch
das förmschlüssige Zusammenwirken und aufgrund der besonderen Formgebung des Fangorgans
12 steht einer seitlichen Bewegung des Halses der Rohrabschnitt 16 im Wege, und
zwar aufgrund der kraftschlüssigen Zusammenwirkung, weitgehend unabhängig von einer
leicht aufwärts verschwenkten Stellung
des Fangrohrs'l2. Verallgemeinernd
kann festgestellt werden, daß eine solche formschlUssige Selbstverriegelungswirkung
stets dann vorliegt, wenn die .Richtung der Herausbewegung des Halses aus der Eipsperröffnung
durch ein Fangorgan begrenzt ist und wenn dieses Fangorgan durch die Bewegung des
Halses der Kuh, nicht aus seiner die Bewegung eingrenzenden Position bewegt werden
kann. Diese formschlüssige Verriegelung kann .durch eine weitere Ausgestaltung des
Fangrohrs 12 noch yerbessert werden, und zwar dadurch, daß der Rohrabschnitt 16
in Schließstellung nicht nur senkrecht nach unten geführt wird,, sondern in seinem
unteren Abschnitt auch noch nach innen. Um zu verhindern, daß die Kuh das nicht
mit einer gesonderten Verriegelungseinrichtung versehene Fangorgan 12 durch eine
ruckartige Bewegung seines Halses hochschleudert und dann rasch aus der Einsperröffnung
entweicht, kann eine zusätzliche Federbeauischlagung des Fangorgans 12 vorgesehen
sein oder eine Bewegungsdämpfungseinrichtung bekannter Bauweise. Die vorstehend
beschriebene, formschlüssige Verriegelung zwischen Fangorgan und Hals der Kuh bildet
den Idealfall einer elastischen Verriegelung, welche der weiter oben beschriebenen,
starren Verriegelung gegenübersteht. Es sind jedoch auch Übergänge zwischen diesen
beiden Verriegelungsarten möglich, bei denen, das gesonderte Verriegelungsorgan
elastisch ausgebildet ist.
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Bei den bisher beschriebenen Fangorganen 12 ist sowohl die obere Begrenzung
als auch die seitliche Begrenzung durch ein starres Rohr gebildet. Anstelle des
starren Rohrs kann jedoch auch eine elastische Kette, ein Seil oder dergl.
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mindestens in einem Abschnitt vorgesehen sein. Ferner muß der obere
Rohrabschnitt 14 in Schließstellung nicht horizontal verlaufen. Er kann vielmehr
auch in Schließstellung vertikal verlaufen oder insgesamt nach oben gekrümmt
sein.
Die letztere Form ist für die formschldssige Verriegelung besonders günstig.
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Wie bereits erläutert, liegt das Fangrohr 12 in Schließstellung an
einem nichtgezeigten Anschlag an. Hier kann zur Abfederung der Stoßbeanspruchung
ein Gummipuffer vorgesehen sein. Ferner kann ein gabelförmiger Anschlag in Schließstellung
des Fangrohrs 12 über das hintere Ende desselben greifen und die Fallbewegung in
Schließposition in der letzten Bewegungsphase abbremsen.
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Die Einsperröffnung und die Fangrohrgestaltung gemäß den Fig. 1 bis
3 ist in mehrfacher Hinsicht optimal. Je nach der weiter unten zu erläuternden Position
des Schwerpunktes vor oder hinter dem Anlenkbolzen 10 erfolgt die Öffnungsbewegung
und/oder Schließbewegung des Fangrohrs 12 gegen die Schwerkraft. Bei der in den
Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform liegt der Schwerpunkt vor dem Anlenkbolzen
10, so daß das Fangrohr 12 gegen die Schwerkraft'in Öffnungsposition gebracht wird,
während es unter seinem Eigengewicht in Schließposition fällt. Ein besonderes Merkmal
dieser Ausführungsform besteht nun darin, daß der Schwerpunkt seine tiefste Position
in Schließstellung und seine höchste Position in Öffnungsstellung einnimmt. Die
Stange fällt daher stets nur unter Eigengewicht in Schließstellung und muß nicht
durch Fremdbetätigung und übermäßige Krafteinwirkung in Schließstellung bewegt werden.
Daher
eröffnet diese Art des Fangrohrs erstmals die Möglich keit
einer für das Tier gefahrlosen Automatisierung des Betätigungsvorgangs. Diese Automatisierungsmöglichkeiten
sollen weiter unten im Detail erläutert werden. Darüberhinaus ist eine Besonderheit
der Ausfuhrungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 darin zu erblicken, daß das Drehmoment
durch die im Schwerpunkt angreifende Schwerkraft im Verlauf der Schließbewegung
des Fangrohrs 12 zunimmt. -Hierdurch-wird ein definitives Einrasten des Selbstverriegelungsmechanismus,begünstigt
und das Fangrohr 12 gelangt auch nach längerem-Gebrauch und nach Verschmutzungen
der Anlenkung stets ohne Störung definitiv in seine Verriegelungsposition. Ein weiterer,
wesentlicher Vorteil besteht darin, daß eine abgekrümmte Fangrohrausbildung gemäß
Fig. 1 bis 3 möglich ist. Es muß jedoch betont werden, daß auch ein Fangrohr ohne
den abgewinkelten Abschnitt 16 die zuvor erwähnten Vorteile aufweist. Darüberhinaus
ist die Lagerung des Fangrohrs äußerst einfach und es sind keine zusätzlichen Führungen
erforderlich. Das Fangrohr ist in Schließstellung stabilisiert und zur Stabilisierung
ist lediglich der Querholm 4 erforderlich, welcherohnehin für die Querstabilisierung
des Melkstandes benötigt wird.
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Außerdem ist das Fangrohr 12 äußerst einfach aufgebaut und umfaßt
nur Teile, welche auch zur Begrenzung der Einsperröffnung erforderlich sind, während
darüberhinaus praktisch keine weiteren Teile erforderlich sind.
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Man kann den Schwerpunkt des Fangrohrs 12 nach Belieben wählen, indem
man entweder den hinter dem Anlenkbolzen 10 gelegenen Abschnitt verlängert oder
durch ein angeschweiß tes oder in das Fangrohr eingeschobenes Gewicht beschwert.
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Hierdurch kann der Kraftaufwand für das Öffnen wesentlich verringert
werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft für eine Fernwirkbetätigung des Fangrohrs,
welche weiter unten näher erläutert werden soll.
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Zur Verdeutlichung der Vielzahl der Vorteile der erfindungsgemäßen
Gestaltung der Einsperröffnung und des Fangrohrs soll das erfindungsgemäße Einsperr-
und Fangrohr-Prinzip einer Vielzahl weiterer Fangrohl-und Einsperr-Prinzipien vergleichend
gegenübergestellt werden. In Fig. 4 sind versucht dene Fangrohr- und, Einsperrprinzipien
einschließlich des erfindungsgemäßen in vereinfachter Darstellung (z.B. ohne abgekrümmten
Abschnitt 16) dargestellt. Die Schließposition ist jeweils mit ausgezogenen Linien
dargestellt, während die Öffnungsposition mit gestrichelten Linien dargestellt ist.
Die Schwenkachse ist entweder durch einen Punkt dargestellt oder durch eine strichpunktierte
Linie.
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Die einzelnen Ausführungen sind fortlaufend mit den Buchstaben a bis
v bezeichnet. Alle diese Einsperröffnungen können in einer gemeinsamen Ebene angeordnet
werden, so daß Jeweils die rechte und linke Seite gleichwertig ist.
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Bei dieser Anordnung gibt es zu jeder dargestellten Ausführung eine
spiegelbildliche Ausführung. Lediglich die mit einem Sternchen versehenen Ausführungen
sind entartet, so daß eine spiegelbildliche Ausführung nicht möglich ist.
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Bei allen gezeigten Ausführungsformen ist nur eine. bewegliche Stange
dargestellt. Es können Jedoch bei einigen Ausführungsformen auch jeweils zwei bewegliche
Stangen angeordnet werden, welche symmetrisch zueinander bewegbar sind. Bei diesen
Ausführungsformen ist der Buchstabe gestrichen.
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Die Einsperröffnung gemäß den Fig. 1 bis 3 ist schematisch in Fig.
4a dargestellt. Dabei wird die obere Seite der Einsperröffnung durch eine bewegliche
Stange gebildet, die geöffnet und geschlossen werden kann. Die Fig. 4b und 4c zeigen
ähnliche Einsperrdffnungen, bei denen die bewegliche Stange ebenfalls gegen die
Schwerkraft verschwenkbar ist. Dabei sind die Einsperrstangen komplizierter gestaltet
und
das Drehmoment nimmt im Verlauf der Schließbewegung ab. Ein abgewinkelter Knieabschnitt
(16) ist jedoch möglich. Die Fig. 4dund 4e zeigen.Einsperröffnungen, bei denen die
bewegliche Stange ebenfalls die obere Seite der Einsperröffnung bildet, jedoch nun
in einer horizontalen Ebene, d.h. nicht gegen die Schwerkraft, verschwenkbar ist.
Dabei ist die abgewinkelte Ausfüh,rung gemäß Fig. 1 möglich. Zur Betätigung benötigt
man'jedoch entweder eine in zwei Richtungen wirksame Betätigungseinrichtung oder
zusätzlich zur Betätigungseinrichtung eine Zugfeder.
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Außerdem bieten sich für die Selbstverriegelungseinrichtung keine
so eleganten Lösungen an, wie die in Fig. 3 gezeigte.
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Darüberhinaus sind die Fangrohre bzw. deren Lagerung-aufwendiger.
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Die Fig. 4f bis 4h zeigen ebenfalls Einsperröffnungen, bei denen die
obere Seite durch eine bewegliche Stange begrenzt ist. Diese ist jedoch nicht verschwenkbar
gelagert, sondern in vertikaler Richtung verschiebbar bzw. in horizontaler Querrichtung
bzw. in horizontaler Längsrichtung verschiebbar. Die Ausführungsform gemäß Fig.
4f zeigt dabei in Bezug auf die Schwerkrafteinwirkung noch eine Reihe von Vorteilen
der Aus,führungsform gemäß Fig. 4a. Außerdem ist dabei auch ein abgewinkelter Abschnitt
16 möglich. Jedoch erfordern alle Ausführungsformen der Fig. 4f bis 4h einen größeren
Aufwand hinsichtlich der-Führung und Lagerung.
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Bei den bisher beschriebenen Ausfllhrungsformen ist die bewegliche
Stange stets der oberen Seite der Einsperröffnung zugeordnet. Die Fig. 4i bis 41
zeigen Einsperröffnungen, bei denen eine seitliche Begrenzungsstange beweglich ist,
und zwar gemäß den Fig. 4i und 4i um eine obere oder untere (oder im Übergangs zustand
auch mittige) horizontale Schwenkachse verschwenkbar oder gemäß Fig. 4k in Längsrichtung
auf
und ab verschiebbar oder in Horizontalriclitung wegschwenkbar oder schiebbar. In
den Fällen 4k und 41 kann die bewegliche Stange auch nur einen oberen Teil der seitlichen
Begrenzung bilden.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen der Einsperröffnung
wird stets nur eine Seite derselben durch eine bewegliche Stange gebildet. Die Fig
4m bis 4p zeigen Ausführungsformen, bei denen sowohl eine seitliche Begrenzung als
auch eine obere Begrenzung beweglich sind und in Form einer einstückigen Stange
in Öffnungsstellung geschwenkt werden können, und zwar gemäß den Fig. 4m, 4n und
4p in der Ebene der Einsperröffnung und gemäß Fig. 40 aus dieser Ebene heraus (nach
hinten).
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Die bisher beschriebenen Einsperröffnungen gehören allesamt dem Öffnungs-Schließ-Typ
an, bei dem im Öffnungszustand die allseitige Begrenzung der Einsperröffnung gesprengt
ist und die Kuh ihren Kopf in die Einsperröffnung heben kann. Die Fig. 4q bis 4v
zeigen Einsperröffnungen vom Expansions-Kontraktions-Typ, bei denen die Kuh ihren
Kopf in die expandierte Einsperröffnung einführen muß.
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Selbstverständlich kann jeweils auch nur ein Teil der oberen Begrenzung
und/oder der seitlichen Begrenzung beweglich ausgebildet sein.
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Bei den bisher beschriebenen Einsperröffnungen sind alle Seiten einschließlich
der oberen Seite durch Begrenzungselemente begrenzt. Man kann jedoch auch Einsperröffnungen
verwenden, bei denen nur zwei seitliche Begrenzungen vorgesehen sind und die obere
Begrenzung fehlt. Diese Einsperröffnungen können leicht aus den Einsperröffnungen
gemäß
Fig. 4 entwickelt werden. Von besonderem Vorteil ist es dabei, eine der langen,
senkrechten Begrenzungen stationär und einstückig vorzusehen, während die andere
aus zwei getrennten Teilen besteht, deren unterer stationär angeordnet ist und deren
oberer beweglich ist.
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Zwischen dem Fall einer Einsperröffnung ohne obere Begrenzung und
dem Fall einer Einsperröffnung mit einer am Hals der Kuh angreifenden, oberen Begrenzung
ist eine Vielzahl von Ubergangsfällen denkbar, bei denen die obere Begrenzung zwar
vorhanden ist, jedoch so hoch angeordnet ist, daß sie von der Kuh nicht erreicht
werden kann. Dies ist besonders günstig für die Ausbildung einer formschlüssigen,
von der Kuh nicht zu öffnenden Selbstverriegelungsfunktion .(ohne gesonderten Verriegelungsmechani
smus) .
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Man sieht, daß die oben erwähnte optimale Merkmalskombination der
Einsperröffnung und Fangrohranordnung nur bei dem Konstruktionsprinzip gemäß Fig.
4a erreicht werden kann, während alle anderen Konstruktionsprinzipien den einen
oder anderen Nachteil haben. Wie bereits erwähnt, können alle Einsperröffnungen,
gleich welchen Konstruktionsprinzips, in Schrägstellung angeordnet werden, wie dies
bei einem Fischgrätmelkstand erforderlich ist. Dabei kann die Bewegungsrichtung
entweder in der oben definierten Einsperrebene verlaufen oder in einer hierzu senkrechten
Ebene oder aber auch parallel zur Hauptebene, die durch die Standrohre 2 aufgespannt
wird, d.h. in Scherrichtung zu dieser Hauptebene.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen liegt der Schwerpunkt
des Fangrohrs (in Schließstellung) stets über der Einsperröffnung, d.h. im Falle
eines verschwenkbaren Fangrohrs auf der der Einsperröffnung zugewandten Seite des
Anlenkbolzens. Er fällt dabei selbsttätig in die Verriegelungsstellung, so daß der
Verriegelungsmechanismus vereinfacht sein kann. Eine ähnliche Vereinfachung des
Betätigungs- und Verriegelungsmechanismus erzielt man jedoch auch, wenn der Schwerpunkt
im Falle eines angelenkten Fangrohrs auf der von der Einsperröffnung abgewandten
Seite des Anlenkpunktes liegt.
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Wie bereits angedeutet, eignet sich das Konstruktionsprinzip der Einsperröffnung
und des Fangrohrs gemäß den Fig.
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1 bis 3 vorzüglich zur Automatisierung der Melkstandsteuerung durch
Kombination mit Betätigungsorganen, Fernwirkeinrichtungen, Logikschaltungen und
Sensoren. Die Betätigungsorgane müssen dabei nur in einer Richtung (Hubrichtung)
wirken. Ähnliche, jedoch in der einen oder anderen Hinsicht weniger vorteilhafte
Automatisierungen sind auch z.B bei den Konstruktionsprinzipien der Fig. 4b bis
4 vmöglich.
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Bevor die schaltungsmäßigen Details der erfindungsgemäßen automatischen
Steuerungseinrichtungen erläutert werden, soll im folgenden die Melkstandsteuerung
einer grundsätzlichen Analyse unterzogen werden. Prinzipiell unterscheidet man bei
einem Melkstand die Steuerung der Platzeinweisung, der Einsperrung der Kühe und
der-Entlassung der Kühe.
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Durch die Platzeinweisung soll sichergestellt werden, daß stets der
hinterste, noch unbelegte Platz durch die nächste Kuh belegt wird und daß nicht
etwa die erste Kuh schon den ersten Platz' belegt und den gesamten Melkstand blockiert.
Bei
einem einfachsten Fall der Platzeinweisung bleiben sämtliche,Einsperröffnungen nach
Öffnung des Eingangstors verschlossen. Sämtlichen,den Melkstand betretenden Kühen
iSt der Zugang zum Lockfutter versperrt. Nachdem alle Kühe vollständig oder teilweise
in den Melkstand eingedrungen sind, werden sämtliche Einsperröffnungen gleichzeitig
geöffnet, so daß die Kühe nun zum Lockfutter gelangen können und ihre endgültige
Melkstellüng einnehmen. Dieses einfachste Platzeinweisungsprinzip eignet sich besonders
für kurze Melkstände mit nur wenigen Standplätzen. Bei engeren Melkständen findet
bei geschlossenen Einsperröffnungen nur ein Teil der Kühe im Melkstand Platz, so
daß für die noch draußenstehenden Kühe eine weitergehende Platzeinweisungssteuerung
erforderlich ist. Diese erfolgt durch eine sukzessive Öffnung der Einspérröffnungen.
Diese sukzessive Freigabe kann nach einem starren Programm ablaufen. Dieses kann
durch Fremdauslösung durch den Melker gestartet werden oder durch Selbstausldsung
durch die erste oder eine nachfolgende Kuh oder durch eine mit dem Eingangstor gekoppelte
Zeitsteuereinrichtung. Die bisher beschriebenen Platzeinweisungssysteme können als
11fremdgeführte" Platzeinweisungssysteme bezeichnet werden.
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Vorteilhafter sind jedoch Melkstände mit selbstgeführter Platzeinweisung,
bei der durch Betätigung eines Sensors jeweils die Einsperrgitter für eine oder
mehrere nachfolgende Kühe geöffnet werden. Derartige Melkstände sind dem Tierverhalten
besser angepaßt. Es sind dabei allerdings, zumindest bei einem Teil der Standplätze,
Sensoren erforderlich. Diese müssen an einer derartigen Stelle angebracht werden,
daß sie erst betätigt werden können, wenn die zugeordnete Kuh eine vorbestimmte,
wohldefinierte Position eingenommen hat, z.B. die endgültige Freßposition. Im einfachsten
Falle löst jede Kuh für die Jeweils nachfoigende Kuh die Freigabe der Einsperröffnung
aus. Übergangsformen
werden etwa dadurch erhalten, daß einzelne
Kühe die Freigabe der Einsperröffnungen für eine jeweils nachfolgende Gruppe von
Kühen auslösen, so daß z.B. die erste Kuh durch Betätigung eines Sensors die Freigabe
der Plätze zwei und drei auslöst, während die dritte Kuh durch Betätigung eines
Sensors die Freigabe der Plätze vier und fünf auslöst, so daß nur jeder zweite Platz
mit einem Sensor versehen werden muß. Bei einer bevorzugten Ausführung der Platzeinweisung
wird die hinterste Einsperröffnung bereits vor oder mit der Öffnung des Eingangstors
geöffnet, so daß hier für die Kuh ohne weiteres erkennbar das Lockfutter zugänglich
ist. Hierdurch wird ein reibungsloser Betrieb des Melkstandes begünstigt. Der dort
vorgesehene Sensor kann nun gemäß den verschiedenen, beschriebenen Platzeinweisungssystemen
die gemeinsame Öffnung der nachfolgenden Plätze, die starre, sukzessive Öffnung
aller nachfolgenden Plätze oder nur des einen nachfolgenden Platzes oder einer Gruppe
von nachfolgenden Plätzen auslösen.
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Die Platzeinweisung muß nicht durch Betätigung der Fangorgane erfolgen.
Sie kann auch durch Betätigung gesonderter, die an sich offenen Einsperröffnungen
blockierender Sperrorgane bewirkt werden. Diese Sperrorgane können in Form von angelenkten
Türen oder verschwenkbaren Armen oder dergl. vorgesehen sein. Die Sperrorgane oder
Türen können an einer der seitlichen Begrenzungen der Einsperröffnung angelenkt
sein oder an jedem anderen stationären Bauteil des Einsperrgitters, und sie können
insbesondere auch in Form von verschwenkbaren, seitlichen Begrenzungen anstelle
der Rohre 8, 9 vorgesehen sein.
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Bei der Einsperrung der Kühe unterscheidet man wiederum die Fremdeinsperrung
und die selbstgesteuerte Einsperrung.
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Bei der einfachsten Fremdeinsperrung werden alle Einsperröffnungen
nach Belegung sämtlicher Plätze gleichzeitig durch Fremdauslösung (Knopfdruck durch
Melker oder dergl.) verschlossen. Diese Fremdeinsperrung kann auch mit dem Verschließen
der Eingangstür. gekoppelt werden. Alternativ können die einzelnen Fangrohre auch
sukzessive in Schließstellung gebracht werden, und zwar wiederum nach einem starren,
voreingestellten Programm. Dieses Programm kann mit einer voreinstellbaren, zeitlichen
Verzögerung relativ zur Öffnung des Eingangstors oder zur Betätigung eines Sensors
des ersten Platzes oder eines nachfolgenden Platzes oder des letzten Platzes gestartet
werden. Bei einem Melkstand mit starr geführter Platzeinweisung und starr geführter
Einsperrung pflanzt sich somit ein Platzeinweisungsimpuls in Richtung vom ausgangsseitigen
Ende zum eingangsseitigen Ende fort, gefolgt von einem Einsperrimpuls, welcher sich
in gleicher Richtung fortpflanzt.
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Bei einer selbstgeführten Einsperrung werden die Einsperrvorgänge
jeweils einzeln oder gruppenweise durch tierbetätigte Sensoren ausgelöst. Im einfachsten
Fall kann die Versperrung der Plätze eins bis N durch Betätigung des Sensors am
Platz N ausgelöst werden. Im anderen Extremfall kann die Versperrung des Platzes
n (n = 1, 2, ... N) durch den Sensor am Platz n ausgelöst werden. Zwischen diesen
beiden Extremfällen sind verschiedenste Übergänge denkbar, z.B. die Einwirkung des
Sensors am Platz n auf die Versperrung einer vorhergehenden Gruppe von Plätzen.
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Ein besonders einfacher Fall aus der letzteren Fallgruppe wird dadurch
erhalten, daß der Sensor des Platzes n die
Einsperrung des nächsthinteren
Tiers am Platz n - 1 auslöst. Dieses Prinzip kann gekoppelt werden mit der Auslösung
der Freigabe des nächstvorderen Platzes n + 1. Bei einer weiteren bevorzugten Melkstandsteuerung
löst der Sensor am Platz n die Einsperrung am Platz n und die Freigabe des Platzes
n + 1 aus. Bei der gewählten Numerierung ist der erste Platz dem Ausgang benachbart
angeordnet., während der Platz N dem Eingang benachbart angeordnet ist.
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Ferner kann bei einem Melkstand mit Einsperrung auch die Entlassung
der Tiere nach beendetem Melkvorgang gesteuert werden. Im einfachsten Falle kommt
eine Fremdentlassung gemeinsam für alle Plätze in Frage. Diese kann z.B. ausgelöst
werden durch den Melker oder auch durch einen Auslöser am letzten Melkzeug und insbesondere
auch gekoppelt mit der Öffnung der Ausgangstür. Es kommt aber auch eine sukzessive
Fremdentlassung in Frage. Wenn z.B. der Melkvorgang am Platz n beendet ist, so können
nun schon alle oder eine vordere Teilgruppe der Kühe der Plätze eins bis n entlassen
werden, sofern bei ihnen der Melkvorgang ebenfalls schon beendet ist. Bei längeren
Melkständen kann hierdurch das Auslaufen der Kühe aus dem Melkstand begünstigt werden,
so daß es nicht zu Stauungen kommt und der Melkstand möglichst rasch freigemacht
und für den nachfolgenden Melkvorgang vorbereitet werden kann. Diese sukzessive
Fremdentlassung kann wiederum durch Sensoren an den Melkzeugen ausgelöst werden.
Selbstverständlich kann die Fremdentlassung auch nach einem starren, sukzessiven
Programm ablaufen, ausgelöst nach beendetem Melkvorgang bei der Kuh mit der längsten
Melkzeit.
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Wie bereits. angedeutet, kann die Steuerung der Einsperröffnungen
bzw. der Fangrohre auch mit der Steuerung des Eingangsrohrs und des Ausgangstors
zusammengeschaltet werden. Die Steuerung des Eingangstors E und des Ausgangstors
A kann wiederum als Fremdsteuerung ausgeführt sein, und zwar mit der Sequenz EZU"AAUF
3 EZU-Azu EAUF-AZU > Ezu-Azu. Es kann jedoch auch eine selbstgeführte Steuerung
des Eingangstors und des Ausgangstors vorgesehen sein, welche in die Steuerung der
Fangrohre integriert ist, Im folgenden sollen die Betätigungsorgane für die Fangrohre
beschrieben werden. Bei den Ausführungsformen gemäß den Fig bis 3 ist eine Hubeinrichtung
erforderlich, welche nur in einer Richtung wirken muß. Besonders vorteilhaft ist
ein Hubmagnet, welcher entweder als Gleichstrommagnet oder als Wechselstrommagnet
ausgeführt werden kann. Dabei kann die Entwicklung der Hubkraft im Verlauf der Hubbewegung
der Änderung der Belastung im Verlauf der Schwenkbewegung des Fangrohrs angepaßt
werden. Solange der Hubmagnet erregt ist, verbleibt das Fangrohr in seiner oberen
Öffnungsposition. Bei Entregung des Hubmagneten fällt es in seine Schließposition
zurück. Es ist dabei günstig, das Fangrohr besonders leicht auszubilden, und zwar
entweder durch Materialwahl (leichtes Metall oder dergl.) und/oder durch Verlagerung
des Schwerpunktes in die Nähe des Anlenkbolzens 10. Die Angriffsstelle des Zugseils
30 kann dabei entsprechend der günstigsten Hubhöhe des Hubmagneten gewählt werden.
Alternativ kann die Betätigung der Fangrohre auch pneumatisch erfolgen, und zwar
mit Hilfe der Druckluftquelle, welche auf einem jMelkstand ohnehin zur Verfügung
steht. Vorteilhaft kann auch eine elektropneumatische Betätigungseinrichtung sein,
bei der
Jedem pneumatischen Zylinder ein Solenoid -betätigtes Umsteuerventil
zugeordnet ist. Die letztere Betätigungseinrichtung kann in gleicher Weise gesteuert
werden wie ein Hugmagnet. Ferner kommt natürlich auch eine hydraulische oder elektrohydraulische
Betätigung in Frage oder eine Betätigung mit einem mit Endlagenschaltern ausgerüsteten
Elektromotor oder einem Schrittmotor.
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Ganz allgemein kann man einfachwwirkende oder doppelt wirkende Betätigungseinrichtungen
verwenden. Einfach wirkende Betätigungseinrichtungen sind immer dann vorteilhaft,
wenn z.B. bei verschiedenen Ausführungsformen der Fig. 4 die Einsperröffnung unter
Schwerkraft. in die Schließstellung oder in die Öffnungsstellung gelangt, wobei
zusätzliche Variationen durch Anbringung von Gewichten im Sinne einer Schwerpunktverlagerung
möglich sind, wodurch ein sich unter Schwerkraft in die Schließstellung bewegendes
Fangorgan nunmehr unter Einfluß des Schwerpunktverlagernden Gewichts in seinem Verhalten'umgekehrt
wird und sich unter Schwerkrafteinwirkung in die Öffnungsstellung bewegt. An die
Stelle der Schwerkraft können bei Verwendung von einfach wirkenden Antriebsorganen
auch Zugfedern treten. Die Zugfeder kann im Antriebsorgan selbst vorgesehen sein
oder am Einsperrgitter. Die einfach wirkenden Antriebsorgane können ziehend oder
drückend wirken.
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Die pneumatischen Betätigungsorgane können mit Überdruck und/oder
Unterdruck betrieben werden.
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Den einzelnen Einsperröffnungen können gesonderte Antriebsorgane zugeordnet
werden, z.B. gesonderte Zugmagnete, pneumatische Zylinder, hydraulische Zylinder
oder Elektromotoren. Einen Sonderfall bilden dabei die durch das Tier selbst angetriebenen
Einsperröffnungen, welche auch als Selbstfanggitter bekannt sind. Einsperrgitter
dieses Typs sind in schematischer Darstellung in den Fig. 4n und 4t
gezeigt.
Zu dieser Klasse von Antrieben gehören auch Fangorgane, welche nach Entriegelung
durch das Tier geöffnet werden können. Selbstverständlich können die erfindungsgemäBen
Steuersysteme auch bei Einsperrgittern mit solchen Fangorganen eingesetzt werden.
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Anstelle der Einzelantriebsorgane kann auch ein allen Einsperröffnungen
zugeordneter, gemeinsamer Antrieb vorgesehen werden. Dabei müssen jedoch den einzelnen
Einsperröffnungen Antriebsenergie-Speicherelemente zugeordnet werden. Diese können
potentielle mechanische Energie speichern (Federn, Gewichte, Druckkammern oder dergl.).
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Wie bereits erwähnt, können den einzelnen Standplätzen Signalgeber
zugeordnet sein, welche durch die einzelnen Kühe beim Einnehmen des Standplatzes
ausgelöst werden.
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Diese Signalgeber müssen derart angeordnet werden, daß sie nicht durch
vorbeigehende Kühe ausgelöst werden, sondern nur im Falle des Einnehmens einer Einsperrposition
durch die jeweilige Kuh ausgelöst werden. Sie können verschiedenen Körperteilen
der Kuh zugeordnet sein, und zwar verschiedenen Bereichen des Kopfes, des Halses,
der Schulter und der Seite der Kuh oder dergl.. Im allgemeinen kommen sowohl Berührungsschalter
als auch berührungslose Schalter in Frage. Bei der Gruppe der Berührungsschalter
kann insbesondere ein mechanischer Auslöser in Form eines verschwenkbaren oder verschiebbaren
Auslösehebels vorgesehen sein. Dieser kann'mit einem mechanischen Schalter zusammenwirken
oder durch einen an ihm befestigten Magneten mit einem Reed-Schalter oder dergl..
Als mit dem Auslösehebel zusammenwirkende mechanische Schalter kommen insbesondere
Endlagenschalter oder Druckknopftaster oder dergl. in Frage.
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Als berührungslose Schalter kommen Lichtschranken mit einer Lichtquelle
und einem photoempfindlichen Element (photoempfindlicher Widerstand, photoempfindlicher
Transistor oder Thyristor oder dergl.) in Frage. Ferner kommen induktive Endlagenschalter
in Frage oder induktive NSherungsschalter. Besonders bevorzugt sind kapazitive Annäherungsschalter.
Der Signalgeber kann insbesondere in der Einsperröffnung oder hinter der Einsperröffnung
und insbesonders auch am oder im Futtertrog angeordnet sein.
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Der platzeinweisungsfunktion und der Einsperrfunktion können gesonderte
Sensoren oder Fühler zugeordnet sein, welche an unterschiedlichen Positionen angeordnet
sein können. Für beide Funktionen kann jedoch auch jeweils der gleiche Sensor oder
Fühler verwendet werden.
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Die Sensoren oder Fühler, welche von den Tieren betätigt werden können,
können entweder kurzzeitig wirksam sein oder so lange wirksam sein, solange das
jeweilige Tier in der Einsperröffnung eingesperrt ist. Für beide Typen von Signalgebern
werden weiter unten konkrete AusfUhrungsbeispiele angegeben. Der Signalgeber des
ersten Typs liefert nur bei der ersten Betätigung beim Einsperren des Tiers ein
kurzzeitiges Signal. Dies kann z.B. praktisch dadurch geschehen, daß ein Magnet
sich an Reed-Schalter vorbeibewegt oder bei pneumatischen Schaltern bei der ersten
Betägigungeine Nocke an der Auslösestange vorbeiführt, so daß diese nach kurzzeitiger
Betätigung wieder in die Ausgangslage zurückkehrt. Bei elektrischen Schaltern können
Elemente vorgesehen sein, welche auf eine bestimmte Signalflanke ansprechen,oder
aber Differenzierglieder, die an einer Anstiegsflanke einen Nadelimpuis erzeugen,
verbunden mit einem monostabilen Multivibrator. Häufig erzielt man eine einfachere
Steuerung dadurch, daß man die Sensoren oder Fühler derart ausbildet, daß sie durch
das eingesperrte Tier im wirksamen Zustand gehalten werden.
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Solange das Tier eingesperrt ist, gibt der Sensor oder Fühler ein
Dauersignal ab. Dabei kann der Fühler oder Sensor so ausgebildet sein, daß das Signal
beendet wird, sobald das Tier nach beendetem Melkvorgang den Platz verläßt. Bei
beiden Sensor- oder Fühlerprinzipien kann eine gesonderte Verriegelung vorgesehen
sein, welche den Sensor oder Fühler nach der Betätigung durch das Tier in der Betätigungsstellung
verriegelt. Diese Verriegelungseinrichtung kann durch ein gesondertes Signal entriegelt
werden, sobald das Tier den Melkstand verläßt. Neben den oben bereits im einzelnen
erwähnten elektrischen Sensoren oder Fühlern kommen auch rein mechanische Sensoren
oder Fühler in Frage oder pneumatische Fühler oder magnetische Fühler.
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Die Signalübertragung kann durch mechanische Mittel (Seilzug, Stangen
oder dergl.) erfolgen oder pneumatisch (Überdruck und/oder Unterdruck), hydraulisch
oder aber auch drahtlos durch akustische oder elektromagnetische Wellen, wobei auch
Lichtleiter in Frage kommen. Bevorzugt sind Steuersysteme mit gemischter Signalübertragung
(mechanischelektrisch; elektrisch-pneumatisch; mechanisch - elektrisch-.
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pneumatisch; mechanisch-pneumatisch). Als Stellglieder kommen Relais
in Frage, und zwar magnetische Relais oder Reed-Relais, eb ktromagnetische Relais,
Leistungstransistoren, Thyristoren, Triacs oder mechanisch betätigte elektris Schalter.
Bei Verwendung von vollständigen oder teilweise pneumatischen Steuersystemen werden
übliche pneumatische Ventile verwendet, die mechanisch betätigt werden können oder
elektrisch oder pneumatisch. Pneumatische Steuerleitungen oder Stellgliedbetätigungen
sind insbesondere vorteilhaft, wenn die Steuerfunktion mit der Steuerung des Melkzeugs
gekoppelt werden soll.
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Weiter unten werden konkrete Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Steuersystems erläutert, und zwar Steuerungen elektrischen Typs, mechanischen Typs
oder pneumatischen Typs oder gemischte Steuersysteme. Bevor diese konkreten Ausführungsbeispiele
erläutert werden sollen, wird das Steuersystem im folgenden jedoch zunächst grundsätzlich
dargestellt.
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Fig. 5 zeigt in Blockdarstellung den typischen Fall einer Zentralsteuerung
mit gesonderten Antriebsorganen.. Dabei sind die Antriebsorgane H1 bis HN durch
gesonderte Energieübertragungspfade (elektrisch, mechanisch, pneumatisch, hydraulisch
oder gemischt) mit der Zentralsteuerungsanlage verbunden, welche einen Energieversorgungsteil
P, einen Treiberteil Tr und eine Zentralsteuereinheit ZSt umfaßt.
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Den einzelnen Standplätzen sind Sensoren S1 bis SN zugeordnet; welche
durch Signalübertragungspfade (mechanisch, elektrisch, pneumatisch, hydraulisch,
drahtlos, akustisch oder elektromagnetisch) mit der Zentralsteuerungseinheit verbunden
sind. In Fig. 5 ist eine elektrische Ausbildung des Steuersystems mit einer Erdleitung
dargestellt. Bei einer pneumatischen Steuerung treten Rohre an die Stelle elektrischer
Leitungen und anstelle der Erdleitung kann jeweils ein Auslaßrohr in die Atmosphäre
münden. Bei hydraulischen Steuerungen ist jedem Antriebsorgan H1 bis HN eine gesonderte
Rückführleitung zugeordnet. Ein Ausführungsbeispiel für dieses Zentralsteuersystem
ist in Fig. 12 gezeigt.
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Fig. 6 zeigt ein abgewandeltes Zentralsteuersystem, bei dem wiederum
gesonderte Antriebsorgane vorgesehen sind und bei dem aber den einzelnen Antriebsorganen
Einzeltreibersysteme Tr1 bis TrN zugeordnet sind. Diese liegen jeweils in Reihenschaltung
zum Antriebsorgan und dieeinzelnen Reihenschaltungen liegen parallel zueinander
zwischen einem gemeinsamen Energieübertragungspfad und einer Erdleitung bzw. Rückführleitung
oder dergl.. Die Zentralsteuereinheit ZSt empfängt wiederum die Signale der Sensoren
81 bis SN und erzeugt gemäß einem inneren Logiksystem die jeweils dem Betätigungszustand
des Melkstandes entsprechenden Betätigungssignale, welche über gesonderte Signalpfade
den Treiberorganen Tr1 bis TrN zugeführt werden. Ausführungsbeispiele einer elektrisch
oder elektronisch arbeitenden Zentralsteuerlogik für dieses Steuersystem sind in
den Fig. 12 bis 14 gezeigt.
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Die Steuersignale werden dabei auf elektrischem Wege den Treiberorganen
zugeführt. Bei letzteren kann es sich um elektrisch betätigte, pneumatische, hydraulische
oder elektrische Ventile handeln, jenachdem, ob-die Antriebsenergie
elektrischer,
pneumatischer oder hydraulischer Art ist. Die Steuersignale können auch auf mechanische
Verriegelungs- und Entriegelungsorgane einwirken, falls der Antrieb mechanisch oder
zum Teil mechanisch erfolgt.
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Das Treiberorgan Tr1 bis TrN ist gemäß Fig. 6 nur, auf einer Seite
des Antriebsorgans H1 bis HN angeordnet. Es kann jedoch auch auf der anderen Seite
angeordnet sein oder auf beiden Seiten. Letzterer Fall tritt regelmäßig bei pneumatischen
und hydraulischen Steuerungen ein, da sowohl der Zufluß als auch der Abfluß des
Strörnungsme.-diums oder Druckmediums gesteuert werden muß. Es können dabei Absperrventile
oder Wegeventile verwendet werden, z.B. Zwei/Zwei-Wegeventile, welche in einer Stellung
den Durchfluß sperren und in der anderen den Durchfluß öffnen, oder Drei/Zwei-Wegeventile,
welche in Null-Stellung bei einem einfach wirkenden Antrieb entlüften und je nach
Arbeitsstellung eine Richtungsumkehr erlauben. Für doppelt wirkende Zylinder kommen
auch Vier/Zwei-Wegeventeile oder Vier/Drei-Wegeventile in Frage. Der Durchschnittsfachmann
kann diese Ventile je nach den Erfordernissen des gewählten Steuersystems ohne weiteres
auswShlen.
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Bei doppelt wirkenden Antrieben sind allgemein Treiber für' Richtungsumkehr
erforderlich.
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Bei einer drahtlosen Steuersignalübertragung sind die Treiberorgane
Tr1 bis TrN zusätzlich auch als Empfänger ausgebildet. In diesem Falle können die
gesonderten Treibersignalleitungen entfallen. Es kann aber auch ein Rundsteuersystem
verwendet werden, welches den Aufbau gemäß Fig. 6 hat, jedoch ohne gesonderte Signalleitungen
für die Steuerung der Treiberorgane. Dabei gelangen die Steuersignale über die Hauptenergieleitung
zu den Treiberorganen. Es kann dabei jedem Treiberorgan mit Empfänger eine gesonderte
Empfangsfrequenz zugeordnet werden. Andererseits erzeugt die Zentralsteuerungsanlage
in üblicher Wia. Frequenzimpu7.Re mit verchiodenon Prelauenz.on. Udgee
Frequenzimpulse
.werden von den Empfängern der Treiberorgane durch bekannte Koppelglieder aus den
Lastleitungen gefiltert. Rundsteuersysteme sind iri großer Zahl bekannt und'Einrichtungen
hierfür sind im Handel erhältlich.
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Fig. 16 zeigt eine gemischte mechanische, elektrische Ausfüurungsform
des Steuersystems gemäß Fig. 6, jedoch mit gemeinsamem Antrieb und Energiespeichereinrichtungen
in Form von Federn.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen werden die Sensorsignale
über gesonderte Signalleitungen der Zentralsteuereinheit zugeführt. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 7 steuert jeder Sensor die zugeordneten Erfolgsorgane direkt an. So steuertz.B.
der Sensor S1 den Antrieb H1 über das Treiberorgan Trl und eine Steuereinheit St1
im Sinne der Tiereinsperrung an, während er andererseits über eine gesonderte Leitung
den Antrieb H2 über das Treiberorgan Tr2 und eine gesonderte Steuereinheit St2 im
Sinne einer Platzfreigabe ansteuert. Der letzte Sensor SN steuert nur denihm zugeordneten
Antrieb EN im Sinne einer, Einsperrungan. Die Zentralsteuereinheit dient zur gemeinsamen
Ansteuerung aller Einzelsteuereinheiten St1 bis StN zum Zwecke der gemeinsamen Öffnung
aller Einsperröffnungen (Entlassen der.Tiere) oder zum Zwecke der Verschließung
der Einsperröffnungen (Ruhestellung oder AGsgangsstellung des Melkstandes). Dieses
Steuersystem kann mit der Relaisschaltung gemäß Fig. 1 verwirklicht werden. Eine
besonders vorteilhafte elektronische Steuerung dieses Typs ist jedoch in Fig. 15
gezeigt.
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Ein mechanisches Ausführungsbeispiel dieses Systems ist in den Fig.
17 und 18 dargestellt. Dabei ist die Platzeinweisungsfunktion verwirklicht, jedoch
nicht die Einzeleinsperrfunktion. Die Signalleitung vom Sensor S1 zur zugeordneten
Steuereinheit St1 usw. ist daher jeweils weggelassen. Ferner fällt in diesem Falle
die von der Zentralsteuerungseinheit zu den einzelnen Einsperröffnungen führende
Signalübertragungsstrecke mit der Betätigungsenergie-Übertragungsstrecke zusammen.
Ein weiteres, rein mechanisches Ausführungsbeispiel für dieses Steuersystem ist
in den Fig. 19 und 20 gezeigt. Dabei ist wiederum eine gemeinsame Einsperrung aller
Tier durch eine Zentralsteuerung vorgesehen, so daß die Signalübertragung z.B. vom
Sensor SI zur Steuereinheit StI' weggelassen wird.
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Außerdem zeigt dieses weiter unten näher erläuterte Ausführungsbeispiel
den Fall eines gemeinsamen Antriebsorgans für alle Einsperröffnungen und einer Energiespeicherung
mit Hilfe von Federn, welche der Platzeinweisungsbetätigung dienen. Ein weiteres,
rein mechanisches AusfUhrungsbeispiel, jedoch mit Selbsteinsperrfunktion, ist in
den Fig. 21 bis 23 gezeigt. Dabei ist wiederum ein gemeinsamer Antrieb vorgesehen,
wobei die Energiespeicherung jedoch durch Gewichte erfolgt.
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Bei den bisher beschriebenen Steuersystemen befinden sich sämtliche
Treiberorgane in Parallelschaltung zueinander (in Reihe mit den parallel zueinander
geschalteten Antriebsorganen). Man kann jedoch die Treiberorgane auch in Reihe schalten.
Fig. 8 zeigt ein derartiges Steuersystem.
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Dabei sind zusätzliche Treiberorgane t1 bis tN in der Hauptantriebsleitung
oder Energieversorgungsleitung für die Einzelantriebe H1 bis HN vorgesehen, und
zwar jeweils an einer Stelle, welche in Energieflußrishtung hinter der Anknüpfungsstelle
des Einzelantriebs liegt. Das
Treiberorgan t1 liegt z.B. unmittelbar
hinter der Abzweigstelle für das Antriebsorgan. Hi. Ferner sind wiederum die bereits
beschriebenen, parallelgeschalteten Treiberorgane Trl bis TrN vorgesehen. Jedem
Standplatz ist wiederum ein Sensor S1 bis SN zugeordnet, dessen Signal direkt einer
Einzelsteuereinheit St1 bis StN zugeführt wird. Diese steuert die beiden zugeordneten
Treiberschaltungen t1, Tr1 usw. an. Die Treiberorgane Trl bis TrN dienen der Selbsteinsperrung,
ausgelöst vom Sensor,während die Treiberorgane t1 bis tN der Platzeinweisung dienen.
Die Treiberorgane Tr1 bis TrN können wiederum auf der anderen Seite des Antriebsorgans
H1 bis HN angeordnet sein oder auf beiden Seiten desselben. Die Treiberorgane t1
bis tN können auch jeweils vor der Anknüpfungsstelle des Antriebs angeordnet sein.
Zur gemeinsamen Entlassung der Tiere und zur Wiederherstellung der Ausgangsposition
ist eine Zentralsteuereinheit ZSt vorgesehen, welche über eine gemeinsame Steuerleitung
sämtliche Steuereinheiten St1 bis StN ansteuert. Bei dem Steuersystem gemäß Fig.
8 kann naturgemäß auch die Zentralsteuereinheit gemäß Fig. 6 vorgesehen sein, so
daß die Sensorsignale direkt an die Zentralsteuereinheit gegeben und dort verarbeitet
werden, während die Betätigungssignale entweder direkt den Treiberorganen Tr1, t1
usw. zugeführt werden oder über Einzelsteuereinheiten St1 usw.. Spezielle Ausführungsbeispiele
dieses Steuersystems werden weiter unten erläutert.
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Fig. 9 zeigt ein Steuersystem, bei dem die Treiberschaltungen ausschließlich
in Reihe geschaltet sind, und zwar einmal die Treiberschaltungen t1 bis tN sowie
weitere Treiberschaltungen 1 bis ZN. Die Treiberorgane t1 bis 1N dienen der Platzeinweisung,
während die Treiberorgane Z1 bis tN der Selbsteinsperrung dienen. Im übrigen gelten
für die Steuersysteme gemäß den Fig. 8 und 9 entsprechend die Ausführungen, welche
für die Steuersysteme gemäß den Fig.5 bis 7 gemacht wurden.
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Bei den Steuersystemen der Fig. 8 und 9 erfolgt die gemeinsame Ansteuerung
zum Zwecke der Entlassung oder der Wiederherstellung der Ausgangsposition durch
eine Zentralsteuereinheit über eine gesonderte, gemeinsame Steuerleitung. Wie bereits
ausführlich erläutert, können die Steuersignale auch über die Hauptenergieleitung
zugeführt werden. Eine weitere Abwandlungsmöglichkeit ergibt sich dadurch, daß man
eine gesonderte Leitung vorsieht, welche zur Führung der Antriebsenergie dient.
Derartige Steuersysteme sind in den Fig. 10 und 11 gezeigt. Es handelt sich um Abwandlungen
der Steuersysteme gemäß den Fig. 8 und 9. Dabei sind die Antriebsorgane H1, H2,
... HN auf der einen oder anderen Seite jeweils mit einer zusätzlichen, gemeinsamen,
energieführenden Leitung versehen.
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Diese führt jedoch die Energie nur in einer Richtung, und zwar aufgrund
von die Energieleitung in der anderen Richtung sperrenden Organen (z.B. Rückschlagventile,
Leistungsdioden, steuerbare Dioden oder dergl.) dl bis du 1. Ferner ist in dieser
zusätzlichen Energieführungsleitung eine von der Zentralsteuereinheit ZSt angesteuerte,
gesonderte Treibereinheit Tr vorgesehen. Die Steuersysteme gemäß den Fig. 8 bis
11 eignen sich vorzüglich für pneumatische Steuerungen. Ein AusfUhrungsbeispiel
einer pneumatischen Steuerung, welche zum Steuersystem gemäß Fig. 8 gehört, ist
in Fig. 24 gezeigt. Weitere, konkrete Ausführungsbeispiele werden weiter unten erläutert.
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Für die Steuersysteme der Fig. 10 und 11 gelten die be-' reits bei
den Systemen der Fig. 5 bis 7 gemachten Ausführungen und Erläuterungen sinngemäß.
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Bei den Steuersystemen der Figuren 5 bis 11 sind mannigfache Änderungen
möglich. So können z.B. bei dem Steuersystem der Figur 8 die Treiberorgane t1 bis
tN auch in der anderen Hauptenergieleitung liegen, und zwar wiederum zwischen den
Anschlüssen zweier Antriebsorgane und wiederum entweder in Zuordnung zum einen oder
anderen Antriebsorgan vor oder hinter demselben. Dabei kann auch die Verbindung
des Energieversorgungsteils P mit dem Erdanschluß des Antriebsorgans H1 eliminiert
werden. Desgleichen können auch die Reihenschaltungen von Treiberorganen tl bis
tN bzw. Z 1 bis <N jeweils vor oder hinter den Anknüpfungsstellen der zugeordneten
Antriebsorgane liegen (Figur 9). Ferner können bei diesem System zusätzliche Treiberorgane
in den Parallelleitungen der Antriebsorgane, und zwar vor und/oder hinter diesen
liegen. Die gleichen Abwandlungen sind auch bei den Steuersystemen der Figuren 10
und 11 möglich.
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Bisher wurden die Steuer systeme im Hinblick auf gesonderte Antriebseinrichtungen
erläutert. Sie können jedoch auch zur Steuerung im Falle eines gemeinsamen Antriebs
verwendet werden. Dabei treten anstelle der Antriebsorgane H1 bis HN Schaltorgane
und/oder Kupplungsorgane für die Betätigungsenergieweiterleitung bzw. -speicherung.
Die Zentralsteuersysteme der Figuren 5 und 6 sind ohne weiteres für alle oben beschriebenen
Steuerverfahren eines Melkstandes anwendbar, umschaltbar oder programmierbar. Das
gleiche gilt jedoch auch für die Steuersysteme der Figuren 7 bis 11. Hierbei sind
lediglich geringfügige Abwandlungen erforderlich. Bei gemeinsamer Ein sperrung aller
Tiere wird z.B. die Verbindungsleitung zwischen S1 und Stl (Figur 7) eliminiert.
Bei Einsperrung des nächsthinteren-Tieres und öffnung des nächstvorderen Platzes
muß beim Steuersystem der Figur 7 lediglich das Signal des Sensors S2 anstatt zu
St2 nunmehr zur Steuereinheit 5t1 geführt
werden. Weitere Abwandlungen
der Ausführungsform gemäß Figur 7 sind dem Durchschnittsfachmann mit den oben gegebenen
Erläuterungen ohne weiteres möglich. Bei den Steuersystemen der Figuren 8 bis 11
sind Abwandlungen der Platzeinweisungsfunktion z.B. dadurch möglich, daß man einen
Teil der in Reihe geschalteten Treiberschaltungen tl bis tN wegläßt, z.B. jedes
zweite Treiberorgan. Ferner kann wiederum das Signal, z.B. des Sensors S2 anstatt
zur Steuereinheit St2 zur Steuereinheit Stl geführt werden, um hierdurch die Selbsteinsperrung
in eine Einsperrung des nächsthinteren Tieres umzuwandeln, usw., usw.. Wenn man
bei der Ausführungsform der Figur 9 das Treiberorgan r n eines Steuermoduls n auf
der anderen Seite (auf der rechten Seite) der Anknüpfungsstelle des Antriebsorgans
Hn anordnet und das Treiberorgan Tr 1 wegläßt, so wird dabei z.B. durch den Sensor
S2 die Offnung des Standplatzes S3 und zugleich die Einsperrung beim Standplatz
S1 angesteuert.
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Im folgenden sollen konkrete Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Steuersysteme erläutert werden. Bei den verwendeten Logiksystemen handelt es sich
meist um Folgesteuersysteme. Man kann die gesamte Logikschaltung
mit
Relais aufbauen. Dieser Schaltungsaufbau ist besonders bei kleineren Melkständen
bevorzugt. Die Steuerung der sukzessiven Platzfreigabe bzw.der sukzessiven Einsperrung
bzw. der sukzessiven Entlassung erfolgt vorzugsweise mit einem Zeitrelais oder Sequenzrelais
(Programmgeber).
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Dabei ist auf einer von einem Synchronmotor angetriebenen Welle oder
Trommel eine Vielzahl von einzeln einstellbaren Kontaktpaaren vorgesehen. Durch
richtiger Einstellen der Position der Kontakte und durch Wahl der Drehgeschwindigkeit
des Synchronmotors kann die zeitliche Abfolge der Schaltvorgänge frei gewählt werden
und dem ungünstigsten Verhalten der Kühe im Melkstand angepaßt werden. Mit einer
solchen Einrichtung kann ein Melkstand auf einfachste Weise gesteuert werden. Es
soll erwähnt werden, daß das zeitliche Verhalten eines solchen Programmgebers auch
mechanisch nachgebildet werden kann, und zwar durch eine drehbare Stange, welche
sich über sämtlicheStandplätze erstreckt und für jeden Standplatz Auslösestifte
aufweist, welche jeweils ein Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind. Diese
Auslosestifte können im Falle der Platzeinweisung auf Verriegelungseinrichtungen
entriegelnd einwirken (insbesondere vorteilhaft bei Fangrohren, deren Schwerpunkt
hinter dem Anlenkbolzen liegt).
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Für alle anderen Steuersysteme sind Relaisschaltungen erforderlich.
Im folgenden sollen verschiedene Relaissteuerungen erläutert werden, und zwar für
die Fangrohre in Kombination mit dem Eingangstor und dem Ausgangstor. Es wird dabei
angenommen, daß das Ausgangstor und das Eingangstor jeweils als Schiebetore ausgeführt
sind und in zur Horizontalen geneigten Führungsscliienen laufen und somit unter
Schwerkrafteinwirkung in die Scllließposition gelangen. Dies ist besonders günstig,
da die Tiere hierdurch nicht verletzt werden. Sie werden daher durch, Zugeinrichtungen,
ähnlich den Hubmagneten, jeweils in Öffnungsrichtung gezogen und dort gehalten und
sie rollen bei Entregung oder Abschaltung der Zugvorrichtung selbsttätig in die
Schließposition zurück.
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Im folgenden soll eine Relaissteuerung für einen Fischgrätmelkstand
mit sensorgesteuerter, sukzessiver Platzeinweisung und Selbstfangfunktion sowie
mit gemeinsamer Entlassung der Tiere und für das Eingangstor und -Ausgangstor anhand
der Fig.12 erläutert werden. Jeder Einsperröffnung ist ein gesonderter Einzelantrieb
H1 bis HN zugeordnet.
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Jedem Einzelantrieb ist ein Betätigungsrelais R1 bis RN zugeordnet.
Jedes Relais ist als Halterelais ausgebildet.
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Im Erregerkreis des ersten Relais R1 ist ein Starttastschalter ST
vorgesehen. Er wird durch den Selbsthaltekontakt ri überbrückt. Ähnliche Selbsthaltekontakte
r2 bis rN sind auch bei den anderen Halterelais vorgesehen. Weiterhin weist jede
der Relais R1 bis RN einen normalerweise offenen Kontakt r1 bis rN im Erregerkreis
der zugeordneten Antriebseinrichtung H1 bis HN auf. Ferner liegen in den Erregerkreisen
der Relais R2 bis RN normalerweise offene Kontakte r1 Es rN-l der Relais R1 bis
RN 1. Im Erregerkreis des Eingangstors ET liegt ebenfalls ein normalerweise offener
Kontakt r1 des ersten Relais R1. Ferner ist ein zusätzliches Relais RN+1 vorgesehen,'
welches als Halterelais ausgebildet ist und durch einen Tastschalter SN erregt werden
kann. Dieses Relais RN+1 weist je einen normalerweise geschlossenen Kontakt rN+1
im Erregerkreis des Eingangstors und im Erregerkrëis des Antriebs HN auf.
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In dem Erregerkreis der Antriebe H1 bis HN-1 befindet sich ebenfalls
jeweils ein normalerweise geschlössener Kontakt r2 bis rN. Ferner ist ein weiteres
Relais RN+2 vorgesehen, welches wiederum als Selbsthalterelåis ausgebildet ist und
durch den Tastschalter SN erregbar ist. Je ein normalerweise geschlossener Kontakt
rN+2 des Halterelais RN+2 befindet sich in den Erregerkreisen der Relais R1 bis
Schließlich befindet sich in den Erregerkreisen der Relais R2 bis RN+1 Sensorenschalter
S1 bis SN der Einsperröffnungen 1 bis N. Ferner ist ein Entlassungsrelais RE vorgesehen,
in
dessen Erregerkreis sich ein Tastschalter SE befindet und das als Halterelais ausgebildet
ist. Ferner befindet sich in seinem Erregerkreis ein normalerweise geschlossener
Tastschalter SF, welcher die Relaisschaltung in den Ausgangszustand zurückbringt.
Das Relais RE weist eine Vielzahl von normalerweise offenen Kontakten re auf, welche
zur unabhängigen Ansteuerung der Antriebe H1 bis HN sowie zur Steuerung des Ausgangstors
AT dienen.
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Außerdem weist das Relais RE einen normalerweise geschlossenen Kontakt
re auf, welcher im Erregerkreis des Relais RN+2 liegt.
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Diese Relaisschaltung arbeitet folgendermaßen. Zunächst wird der Startschalter
ST betätigt. Das Relais R1 zieht an. Der Haltekontakt r1 wird geschlossen und der
Antrieb H1 wird erregt, so daß das Fangorgan der ersten Einsperröffnung geöffnet
wird. Gleichzeitig wird das Eingangstor ET geöffnet. Nun ist der Melkstand vorbereitet.
Das erste Tier betritt den hintersten Standplatz und betätigt den Sensor S1. Hierdurch
wird das Halterelais R2 erregt und der Antrieb H2 wird ebenfalls erregt und das
Fangorgan der zweiten Einsperröffnung wird geöffnet. Gleichzeitig wird der normalerweise
geschlossene Kontakt r2 im Erregerkreis des Antriebs H1 geöffnet, so daß das Fangorgan
der ersten Einsperröffnung in seine Schließposition fällt und sich dabei selbsttätig
verriegelt. Dieser Vorgang wiederholt sich nun bis zur Betätigung des Sensors SN.
Hierdurch wird das zusätzliche Relais RN+1 erregt, wodurch der Antrieb HN abgeschaltet
wird. Ferner wird gleichzeitig das Eingangstor ET geschlossen. Nun sind alle Tiere
des Melkstandes eingesperrt und sowohl das Ausgangstor als auch das Eingangstor
sind geschlossen. Die Relais R1
bis RN+I sind jedoch noch allesamt
erregt. Daher kann nun das zusAtzliche Relais RN+2 betätigt werden, und zwar nach
einer Zeitverzögerung durch einen Schalter SN+ des Relais RN+1. Durch die Erregung
des Relais RN+2 werden nun die Relais R1 bis RN+1 entregt. Das Relais RN+2 wird
jedoch durch den Selbsthaltekontakt geh' alten. Nun können die im Melkstand eingesperrten
Tiere gemolken werden. Nach beendetem Melkvorgang werden die Tiere gemeinsam entlassen.
Hierdurch wird der Entlassungsschalter SE betätigt, wodurch das Selbsthalterelais
RE erregt wird.
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Hierdurch werden sämtliche Einzelantriebe H1 bis HN sowie der Antrieb
des Ausgangstors AT erregt. Sämtliche Fangorgane werden hochgeschwenkt und das Ausgangstor
wird geöffnet. Nun können die Tiere den Melkstand verlassen.
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Ferner wird der normalerweise geschlossene Kontakt re im Erregerkreis
des Halterelais RN+2 geöffnet, so daß dieses Relais abfällt. Schließlich wird der
Endschalter SF betätigt, wodurch das Relais RE abfällt und wiederum sämtr liche
Fangorgane sowie das Ausgangstor in Schließposition gebracht werden. Nun ist der
Melkstand für einen neuen Melkvorgang bereit.
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Die beschriebene Relaissteuerung kann leicht zur Verwirklichung der
anderen, oben beschriebenen Betriebsweisen umgestaltet werden. Durch eine Verlagerung
der Kontakte kann jeweils die relativ zum Sensor nächsthintere Einsperröffnung geschlossen
werden, während die relativ zum Sensarnächstvordere Einsperröffnung geöffnet wird.
Ferner können nach der Platzeinweisung sämtliche Einsperröffnungen gleichzeitig
geschlossen werden, und zwar z.B. durch den Sensor SN der letzten Einsperröffnung.
Hierzu muß lediglich in den Erregerkreisen der Antriebe H1 bis HN Je ein normalerweise
geschlossener Kontakt des Halterelais RN+1 vorgesehen sein. Die sukzessiven Öffnungen
und
Schließungen der Fangorgane können bei der Platzeinwei-Sung,
der Einsperrung und der Entlassung auch nach einem starren Programm mit Hilfe einer
Zeitsteuereinrichtlmg gesteuert werden.
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Die Relaissteuereinrichtung sollte vorzugsweise nicht im Melkraum
untergebracht werden, da hier aufgrund der Ausdünstungen der Tiere aggressive Gase
vorhanden sind, welche die Schaltkontakte beeinträchtigen können. Daher wird die
Steueranlage vorzugsweise in einem Nebenraum untergebracht. Zur Erhöhung der Störungsfreiheit
kann man anstelle der Relaissteuerung auch eine ruhende, elektronische Steuerung
vorsehen.
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Fig. 13 zeigt eine Ausführungsform einer ruhende, elektronischen Steuereinrichtung
200. Diese umfaßt als Zentralbauteil ein Schieberegister 210 mit parallelen Ausgängen
Q1 bis QN1. Die Ausgänge Q1 bis QN sind den Einsperröffnungen 1 bis N zugeordnet.
Ferner weist das Schieberegister 210 einen Taktsignaleingang T auf, welcher mit
einer Wählschaltung 220 verbunden ist. Diese umfaßt je ein UND-Glied 221 für die
Sensoren S1 bis SN sowie ein zusätzliches UND-Glied 222 für den Startschalter ST.
Die Ausgänge der UND-Glieder 221, 222 sind zu den Eingängen eines weiteren UND-Gliedes
223 geführt. Ferner ist jeder der Ausgänge Q1 bis QN+1 des Schieberegisters 210
über eine Rückkopplungsleitung 224 mit einem zweiten Eingang der UND-Glieder 221,
222 verbunden. Ferner weist das Schi-eberegister Eingänge auf, mit denen sämtliche
Ausgänggesetzt oder zurückgesetzt werden können. Darüberhinaus sind Eingänge K und
I vorgesehen, über die das Schieberegister in den Ausgangszustand versetzt werden
kann, indem z.B. der Ausgang Q1 ein L-Signal aufweist, während alle anderen Ausgänge
ein O-Signal aufweisen. Alternativ können jedoch
auch die beiden
ersten Eingänge Q1 und Q2 Signale aufweisen. Zur Vereinfachung der Einstellung der
Ausgangssituation können aber auch parallele Eingänge vorgesehen sein, die mit einer
Codierschaltung gleichzeitig angesteuert werden können. Die Ausgänge Q1 bis QN sind
mit den Einzelantriebseinrichtungen H1 bis HN verbunden. Der Ausgang QN+1 ist über
einen Inverter 225 mit dem Antrieb des Eingangstors ET verbunden. Der Entlassungsschalter
SE kann mit dem CLEAR-Eingang oder mit der Codierschaltung verbunden sein, derart,
daß sämtliche Ausgänge Q1 bis oN+1 gleichzeitig auf L-Signal gesetzt werden. Vorstehend
wurde eine ruhende Steuerung für ein Einsperrgitter mit Einzelantrieben beschrieben.
Durch eine geringfügige Abwandlung kann es jedoch auch für ein Einsperrgitter mit
gemeinsamem Antrieb ausgebildet werden (Fig. 16). Hierzu, muß -ledig lich der Ausgang
Q1 mit dem Verriegelungsorgan V1 verbunden werden, während der Ausgang Q2 mit dem
Verriegelungsorgan V2 und mit der Kupplung K1 verbunden'ist. Der Ausgang Q3 ist
mit der Verriegelung'V3 und der Kupplung K2 verbunden, usw.. Der Ausgang N ist schließlich
mit der Verriegelung VN-'und der Kupplung KNI1 verbunden, während die Verriegelung
KN mit dem Ausgang QN+1 verbunden ist.
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Die Verwendung eines Schieberegisters hat den Vorteil, daß mehrere
Schieberegister auf einfache Weise in Reihe gesch-altet werden können, so daß durch
einfache Maßnahmen Steuereinrichtungen für beliebig große Melkstände zusammengekoppelt
werden können. Alternativ kann auch eine Schieberegistereinrichtung für die in der
Praxis vorkommende, größtmögliche Anzahl von Einsperröffnungen eines Melkstandes
ausgelegt sein. Eine solche Steuerungseinrichtung kann sodann einheltlich für verschiedenste
Melkstände hergestellt werden.
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Bei doppelreihigen Fischgrätmelkständen kann eine einzige Steuereinrichtung
durch eine Wählschaltung wahlweise mit dem linken Einsperrgitter oder dem rechten
Einsperrgitter verbunden werden.
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Bei sehr großen Melkständen kann auch die beschriebene, ruhende Logiksteuerung
noch zu aufwendig sein. Man kann daher gemäß Fig. 14 eine Mikroprozessorsteuerung
vorsehen.
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Diese umfaßt einen Programmspeicher 250, in dem das Folgesteuerprogramm
für die einzelnen Antriebe H1 bis HN oder für die Verriegelungen V1 bis VN und Kupplungen
K1 bis KN gespeichert ist. Die ausgelesenen Programmbefehle werden einem zentralen
Mikroprozessor 251 seriell durch ein Steuerwerk 255 zugeführt. Der Dateneingang
des Mikroprozessors ist mit dem seriellen Ausgang einer Eingangswählschaltung 252
verbunden. Diese welst eine Vielzahl von parallelen Eingängen auf, welche mit den
verschiedensten, zur Steuerung erforderlichen Signalquellen verbunden ist, z.B.mit
dem Startschalter, den Sensoren S1 bis SN, dem Entlassungsschalter SE sowie den
Mitrieben H1 bis HN. Der Datenausgang des Mikroprozessors 251 ist mit einem seriellen
Eingang einer Ausgangssteuerschaltung 253 verbunden, welche eine Vielzahl von parallelen
Ausgängen aufweist. Diese sind mit den Einzelantrieben H1 bis HN und mit den Antrieben
für das 13ingangstor ET und das Ausgangstor AT verbunden. Eine solche Steuereinrichtung
kann ohne weiteres auch für ein Einsperrgitter mit gemeinsammAntrieb verwendet werden.
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Es kommen verschiedenste Mikroprozessoren bekannter Bauart in Frage.
Im einfachsten Fall enthält der Mikroprozessor nur eine einzige logische Vearbeitungsschaltung,
in der alle Daten seriell arerarbeitet werden. Da es sich ausschließlich um BinLärdaten
handelt und da die Signale ausschließlich
L-Zustand und Zustand
haben können, kann die logische Datenverarbeitungsschaltung äußerst einfach aufgebaut
sein. Sie umfaßt lediglich ein Eingangsflipflop sowie ein UND-Glied für die erforderlichen
UND-Verknüpfungen und ein ODER-Glied für die erforderlichen ODE:R-Verkntlpfungen.
Ein erster Zwischenspeicher ist über je eine Torschaltung mit dem Ausgang des UND-Gliedes
verbunden sowie mit der den Ausgang des Eingangsflipflops mit dem Eingang des UND-Gliedes
verbindenden Leitung. Der Ausgang des ersten Zwischenspeicher-Flipflops ist einerseits
mit dem zweiten Eingang des UND-Gliedes und andererseits mit einem ersten Eingang
des ODER-Gliedes verbunden.
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Dem ODER-Glled ist ein zweites Zwischenspeicher-Flipflop zugeordnet,
dessen beide Eingänge über je eine Torschaltung einerseits mit dem Ausgang des ODER-Gliedes
und andererseits mit O-Signal verbunden sind, während der Ausgang des Flipfl6p-Zwischenspeichers
einerseits mit dem zweiten Eingang'des ODER-Gliedes und andererseits über eine weitere
Torschaltung mit dem Ausgangsanschluß verbunden ist.
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Eine solche Mikroprozessorsteuerung hat den Vorteil, daß sie auf einfachste
Weise verschiedensten Melkständen und Melkstandsteuerungen angepaßt werden kann,
so daß die jeweiligen Bediiigungen und die jeweiligen Wünsche am Ort auf einfachste
Weise berUcksichtigt werden- können. Zur -Änderung des Steuervorgangs im Sinne der
Auswahl einer der oben beschriebenen Betriebsweisen und zur nachträglichen Erweiterung
des-Melkstandes oder dergl. muß lediglich das irogra 'mm geändert werden. Der Mikroprozessor
251 errechnet di'e jeweiligen Verknüpfungsgleichungen. Das dazu erforderliche Programm
kann von jedem Programmierer leicht erstelltwerden.
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Bei den bisher beschriebenen Steuereinrichtungen ist noch eine Vielzahl
von Leitungen erforderlich, welche den einzelnen Einsperröffnungen zugeführt werden
müssen. Bei einer Melkstandsteuerung mit Platzeinweisung, Selbstfanggitter und Sensoren
sowie Einzelantrieben ist jedem Antrieb eine Steuerleitung zugeordnet, während jeder
Sensor über eine Signalleitung mit der zentralen Steuereinheit verbunden sein muß.
Bei einem häufig vorkommenden Doppelzwölf-Melkstand müssen daher mindestens 48 Leitungen
verlegt und angeschlossen werden. Zur Verringerung des Leitungsaufwandes und der
Einbaukosten kann die erfindungsgemäße elektrische Steuereinrichtung auch mit einer
Multiplex-Datenübertragungseinrichtung verknüpft werden.
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Hierzu ist in bekannter Weise der zentralen Steuereinrichtung ein
Multiplexer zugeordnet, der die parallelen Eingangs- und Ausgangssignale in serielle
Eingangs- und Ausgangssignale umwandelt. Jeder Einsperröffnung ist ein Übertragungskanal
zugeordnet. An jeder Einsperröffnung befindet sich eine periphere Steuereinheit,
welche auf die Signale im jeweiligen Kanal anspricht bzw. die Rückmeldesignale auf
den jeweiligen Kanal ausgibt. Bei jedem Übertragungskanal sind Signalplätze für
die Antriebssteuerung, die Antriebsriloh;meldmg und das Sensorsignal vorgesehen.
Bei Verwendung einer solchen Multiplex-Datenilbertrafi3;ungselnrSchtung benötigt
man für den gesamten Melkstand, gleich welcher Größe, maximal nur eine Steuersignalleitung,
eine Taktsignalleitung und eine Synchronisationssignalleitung. Diese drei Leitungen
sind für sämtliche Einsperröffnungen vorgesehen. Die Montage ist daher äußerst vereinfacht.
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Die Multiplex-Datenübertragungseinrichtung ist insbesondere vorteilhaft,
slls der Melkstand' mit zusätzlichen Steuerfunktionen ausgerüstet werden soll. Als
zusätzliche
Steuerfunktionen kommen insbesondere die Steuerungen
des Melkzeugs in Frage, dem Steuersignale und Rückmeldesignale zugeordnet sind.
Insbesondere kann das Melkzeug automatisch abgenommen werden. Ferner kann nach beendetem
Melkvorgang auch der Melkstand automatisch gespült werden.
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Ferner können Kotbeseitigungseinrichtungen mit der zentralen Steuerung
gesteuert werden sowie wahlweise ein- und ausschwenkbare sowie durch Solenoidventile
ein- und ausschaltbare Euterwaschgeräte. Daher eröffnet der erfindungsgemäße Melkstand
erstmalig den Weg zu einer Vollautomatisierung des Melkvorgangs. Besonders vorteilhaft
ist die Verbindung des erfindungsgemäßen Melkstandes mit einer automatischen Fütterungsanlage.
Häufig werden die Kühe mit Hilfe einer zentralen Computersteuerung mit Kraftfutter
gefüttert. Hierzu trägt jede Kuh eine Kennungsmarke. Die Fütterungsstation befindet
sich im Stall. Sie weist einen Kennungsempfänger auf, welcher den Speicher der Computersteuerungseinrichtung
ansteuert. In diesem Speicher sind bei den jeweiligen Adressen die Etltterungsdaten
für die einzelnen Tiere gespeichert. Die Ausgangssignale werden einer Kraftfutterförder-
oder -dosiereinrichtung zugeführt.
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Bisher wird zusätzlich zum Melkstand noch eine gesonderte, computergesteuerte
Kraftfutterstation vorgesehen. Für 24 Kühe ist dabei je eine solche Station erforderlich,
so daß bei einer größeren Anzahl von Tieren sehr viele Kraftfutterstationen vorgesehen
sein müssen. Hierbei ergeben sich wiederum die bekannten Probleme aufgrund des Futterneides,
da Tiere, welche wenig Kraftfutter erhalten, versuchen werden, andere Tiere von
der Kraftfutterstation zu verdrängen. Es ist daher nicht gewährleistet, daß eine
Kuh so lange an der Fütterungsstation verbleibt, bis sie die ihr zugedachte Kraftfutterdosis
verzehrt hat. Alle diese Probleme können mit dem erfindungsgemäßen Einsperrgitter
auf äußerst einfache Weise gelöst werden. Es ist
daher lediglich
erforderlich, den Melkstand auch als Kraftfutterstation zu verwenden. Hierzt wird
jeder Standplatz mit einer Lockfuttersch'ale und einer Lockfutterdosiereinrichtung
verstehen. Die Kraftfutterfunktion kann mit allen Standplätzen eines Melkstandes
verbunden c.ein oder nur mit einer Reihe eines Doppelmelkstandes oder nur mit einem
Teil der Standplätze einer Reihe. Die Tiere sind während der Kraftfuttergabe eingesperrt,
so daß ein ungestörte Kraftfutterverzehr und eine prizise Kraftfutterverabreichung
gewährleistet sind. Im einfachstei Fa)l ist dabei an jedem Standplatz ein Kennungsempfänger
ange:rdnet, welcher mit der Zentral-Computeranlase ver )unde l ist.
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Das erfindungsgemäße Einsperrgitter erlaubt hie. jedoch eine wesentliche
Vereinfachung. Es ist nämlich möglich, lediglich hinter dem Eingangstor einen einzigen
Kennungsempfänger vorzusehen, da aufgrund der Platzeinweisungsfunktion die Tiere
in der Reihenfolge, in der sie den Melkstand betreten und am Kennungsempfänger vorbeigehen,
auch die Standplätze des Melkstandes einnehmen. Eine Schaltung für eine solche Kraftfuttersteuerung
Äst in Fig. 25 gezeigt.
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Sie umfaßt den. zentralen Speicher 300, eine Einlese-Auslese-Steuereinheit
301, welche von einem gemeinsamen Kennungsempfänger 302 am Eingang des Melkstandes
angesteuert wird. Der Kennungsempfänger 302 spricht auf die Kennungsmarken 303 der
einzelnen Tiere an, und zwar durch drahtlose Übermittlung. Ferner leitet der Kennungsempfänger
302 für jede Kennung ein Taktsignal ab, welches einem Takteingang eines Schiberegi31ters
304 zugeführt wird. Dieses weist parallele Ausgänge Q1 bis QN auf, welche den einzelnen
Standplätzen zugeordnet sind. Die Steuersignale werden bei der durch die Kennung
angesteuerten Adresse des Speichers 300 ausgelesen und gelangen seriell über eine
Datenleitung
305 zu Eingangstoren 306. Letztere werden durch die Ausgangssignale des Schieberegisters
304 aufgesteuert. Die Fütterungsdaten können sodann in nachgeschalteten Zwischenspeichern
307 gespeichert werden. Die Anzahl der Zwischenspeicher 307 entspricht der Anzahl
der Standplätze. Von hier werden sie durch eine Torsteu,erung den einzelnen Kraftfutterdosierungseinrichtungen
zugeführt. Die Torsteuerung kann mit der Eingangstorsteuerung gekoppelt sein. Ferner
kann ein Rücksetzsignal gemeinsam dem Schieberegister 304 sowie den Zwischenspeichern
307 zugeführt werden.
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Fig. 15 zeigt ein weiteres, konkretes Elektronik-Steuersystem. Dabei
handelt es sich um eine Ausführungsform des Steuersystems gemäß Fig. 7. Bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 13 wird in der Zentralsteuereinheit ein Schieberegister
verwendet. Dieses Schieberegister kann in Einzelflipflops, z.B. vom MS-JK-Typ aufgelöst
werden. Jedes einzelne Flipflop wird dabei in einer Einzelsteuereinheit des jeweiligen
Standplatzes untergebracht, und zwar zusammen mit einer Reihe weiterer Bauelemente.
Dies ermöglicht eine verbesserte Modulbauweise, so daß nicht nur die mechanischen
Begrenzungen und Fangorgane in Modulbauweise hergestellt werden können, sondern
auch die zugeordneten Steuereinrichtungen. Jedem Standplatz ist ein Einzelsteuerungsmodul
320 zugeordnet. Dieses umfaßt ein Einzelantriebsorgan Hn (n = 1 bis N), welches
in einer energieführenden Leitung 322 liegt. Diese weist zwei Anschlüsse auf, welche
der Reihenschaltung der einzelnen Module eines Melkstandes dienen. Ferner besteht
eine nichtgezeigte Verbindung zwischen dem Antriebsorgan Hn und einer Energierückführleitung
323. Letztere kann im Falle einer elektrischen Betätigung. als Erdungsleitung ausgeführt
sein und durchgehend über alle Standplätze verlegt werden. Selbstverständlich kann
auch diese Erdungsleitung in das Modul integriert werden. Die Leitungen 322 und
323 können selbstverständlich wiederum auch pneumatische oder hydraulische Energieleitungen
sein.
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Jedes Modul 320 enthält eine Steuereinheit Stn und einen Sensor Sn.
Die Steuereinheit Stn ist mit einer gesonderten Stromversorgungsleitung(stabilisiert
+6 V) 324 versehen sowie durch eine nichtgezeigte Verbindungsleitung mit der Erdleitung
323 verbunden. Jede Steuereinheit Stn enthält ein MS-JK-Flipflop 330 mit Ausgängen
Q und Q sowie mit Eingängen J, K und mit einem Takteingang
T.
Ferner sind ein Setzeingang S und ein Rücksetzeingang R vorgesehen. Der Setzeingang
S ist mit einer Setzleitung 332 verbunden, während der Rücksetzeingang mit einer
Rücksetzleitung 334 verbunden ist. Beide Leitungen weisen wiederum jeweils zwei
Ausgangsanschlüsse für Reihenschaltung auf. Ferner wird bei der Reihenschaltung
jeder der Eingänge J mit dem Ausgang Q des benachbarten Steuermoduls verbunden,
während andererseits der Eingang K mit dem Ausgang 5 des benachbarten Steuermoduls
verbunden wird. Die Eingänge J und K des ersten Steuermoduls sind mit einer Zentralsteuereinheit
verbunden, welche ferner auch mit der Setzleitung 332 und der Rücksetzleitung 334
verbunden wird. Der Ausgang Q ist über ein Treiberorgan Trn mit dem Antriebsorgan
Hn verbunden.
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Der Sensor Sn wird von dem Tier, welches sich einer Einsperröffnung
zuwendet, betätigt. Es handelt sich dabei um einen Schalter, welcher geschlossen
wird. Das Schaltersignal gelangt zu einem Signalformer 340, welcher als Endprellschaltung
wirkt und den dargestellten, einmaligen Signalimpuls liefert. Hierzu kann eine Differenzierschaltung
und ein Monoflop dienen. Letzteres sorgt für die erforderliche Flankensteilheit.
Das Sensorsignal steht an einem UND-Glied 342 an. Der andere Eingang desselben ist
mit dem Ausgangsanschluß Q des Flipflops 330 verbunden.
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Der Ausgang des UND-Gliedes 342 ist mit einem Eingang eines ODER-Gliedes
344 verbunden. Der andere Eingang desselben ist zu einem Eingangsanschluß 346 herausgeführt.
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Der Ausgang des ODER-Gliedes 344 ist einerseits mit dem Takteingang
T des Flipflops 330 verbunden und andererseits mit einem auf der anderen Seite des
Moduls gelegenen Taktanschluß 348 verbunden.
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Bei der Errichtung des Melkstandes wird an jedem Standplatz eine Steuer-
und Antriebseinheit 320 vorgesehen.
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Diese kann schon bei der Herstellung eingebaut werden.
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Bei der Endmontage werden die einzelnen Melkstandmodule aufgestellt
und miteinander verkoppelt. Dabei müssen die Steuer- und Antriebsmodule lediglich
durch Verbindungsleitungen miteinander verbunden werden. Die Art der Verbindung
ist aus Fig. 15 ohne weiteres ersichtlich. Die Verbindungsleitungen können dabei
bereits an einer Seite des Moduls fest angelötet sein, so daß nur noch eine'Verbindung
hergestellt werden muß. Sie können sich durch Rohre erstrecken, welche ohnehin als
Begrenzungsrohre bei einem Melkstand vorhanden sind, z.B. durch die Rohre 8, 2 und
4 der Fig. 1. Das Steuer- und Antriebsmodul 320 kann jeweils als gesonderte Einheit
gefertigt werden, so daß sich die Herstellungskosten erheblich verringern.
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Der gleiche Vorteil der Modulbauweise hinsichtlich Herstellung und
Montage ergibt sich bei allen Steuersystemen der Fig. 7 bis 11.
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Im folgenden soll die Arbeitsweise dieser Steuereinrichtung beschrieben
werden. Zu Beginn, in Ruhestellung des Melkstandes, sind alle Fangorgane geschlossen
und sie ruhen unter Eigengewicht auf einem Anschlag. Alle Antriebsorgane Hn sind
entregt. Alle Ausgänge Q der Flipflops stehen auf Null-Pegel. Alle Sensoren stehen
in der Ausgangsposition oder Ruheposition. Durch Betätigung eines Startschalters
der Zentralsteuereinheit werden die Setzleitung 332 und die Rücksetzleitung 334
auf 1-Pegel gesetzt, während am Eingang Jl bzw. am Eingang K1 des ersten Steuermoduls
1-Pegel bzw. Null-Pegel ansteht. Nunmehr wird durch den Startschalter der Takteingang
346 des ersten Moduls mit einem Taktimpuls beaufschlagt. Hierdurch wird der Ausgang
Q1 des ersten Flipflops auf 1-Signal gesetzt,während der
logische
Zustand der Eingänge J1 und K1 sich umkehrt. Bei den nachfolgenden Steuervorgangen
bleiben die Eingänge JI' und K1 auf Null-Pegel bzw. 1-Pegel. Die Ausgänge Q2, Q3,
... QN verbleiben auf Null-Pegel. Das Signal am Ausgang Q1 gelangt zur Treiberschaltung
Trl und diese steuert den Einzelantrieb H1 an, so daß das zugeordnete Fangorgan
geöffnet wird. Nun befindet sich der Melkstand in seiner Ausgangsposition für die
Platzeinweisung. Das Zentralsteuergerät steuert das Eingangstor an, welches geöffnet
wird. Nun betreten die Kühe eine nach der anderen den Melkstand. Die erste Kuh betätigt
den Sensor S1 des hintersten Standplatzes. Hierdurch wird ein Taktimpuls gebildet,
welcher zum UND-Glied 342 gelangt. Da der Ausgang Q des zugeordneten Flipflops 330
auf 1-Pegel steht, gelangt der Taktimpuls über das ODER-Glieder 344 zum Takteingang
T des Flipflops 330 des ersten Standplatzes. Hierdurch wird der 1-Pegel vom Ausgang
Q1 zum Ausgang Q2 verschoben, während der Ausgang Q1 auf Null-Pegel gelangt.
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Hierdurch wird in der bereits beschriebenen Weise das Fangorgan des
zweiten Standplatzes durch den Antrieb H2 geöffnet, während das Fangorgan H1 des
ersten Standplatzes durch Entregung des Antriebs H1 in Schließposition gelangt und
das dort befindliche Tier einsperrt. Der Taktimpuls des ersten Steuermoduls steht
auch über die Leitung 348 am linken Eingang des ODER-Gliedes 344 des nachfolgenden
Antriebs- und Steuermoduls 320 des zweithintersten Standplatzes an, usw., Auf diese
Weise gelangt der Taktimpuls des jeweils betätigten Sensors Sn zu den Takteingängen
T aller Flipflops 330. Andererseits ist jeweils nur ein einziger Sensor Sn aktiviert,
nämlich der Sensor des Standplatzes mit geöffnetem Fangorgan. Dies wird erreicht
durch die Verbindung des rechten Eingangs des UND-Gliedes 342 mit dem Ausgang Q
des Flipflops 330 innerhalb des Antrieb-und Steuermoduls, Alle anderen Sensorschaltungen
sind verriegelt.
Auf diese Weise wird eine Wählschaltung verwirklicht,
welche jeweils den Sensor des offenen Standplatzes aktiviert. Bei einer versehentlichen
Betätigung eines Sensors eines weiter vorne gelegenen Standplatzes durch eine vorbeigehende
Kuh wird kein Taktsignal an die Flipflops weitergegeben. Das gleiche gilt für eine
Sensorbetätigung durch bereits eingesperrte Kühe.
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Der beschriebene Vorgang wiederholt sich, bis die letzte Kuh den Sensor
SN betätigt. Hierbei wird der Ausgang QN auf Null' gesetzt. Somit wird die Anfangsinformation,
die zu Beginn des Platzeinweisungsvorgangs von der Zentralsteuereinheit in die als
Schieberegister wirkende Flipflopkette eingegeben wird, im Verlauf der Sensorbetätigung
vom Melkstandausgang zum Melkstandeingang verschoben und schließlich mit der letzten
Sensorbetätigung aus der Flipflopkette herausgeschoben. Nun befinden sich wiederum
sämtliche Ausgänge Q auf Null-Pegel. Alle Kühe sind eingesperrt und werden gemolken.
Nach beendetem Melkvorgang wird die Setzleitung 332 auf Null-Pegel gesetzt, wodurch
sämtliche Ausgänge Q aller Flipflops gleichzeitig auf 1-Pegel gelangen und sämtliche
Einzelantriebe H1 bis HN aktiviert werden. Dieser Zustand wird so lange aufrechterhalten,
bis sämtliche Tiere den Melkstand verlassen haben. Nun wird der Rücksetzeingang
auf Null-Pegel gesetzt, während der Setzeingang auf 1-Pegel gelangt.
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Hierdurch werden wiederum sämtliche Ausgänge Q auf Null-Pegel gesetzt
und die Fangorgane fallen in ihre Ruhestellung oder Schließstellung. Der gesamte
Steuerzyklus kann nun wiederholt werden.
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Die beschriebene Steuereinrichtung kann in mannigfacher Weise abgewandelt
werden. Es können verschiedenste Flipflops eingesetzt werden, und zwar insbesondere
verschiedenste
JK-Flipflops, RS-Flipflops, D-Flipflops usw.. Diese
können durch Taktimpulse gesteuert werden oder aber durch positive Anstiegsflanken,
negative Abfallflanken oder beide. Es können beliebige andere Wählschaltungen verwendet
werden, und zwar insbesondere auch Wählschaltungen mit einem Zähler, die bei jedem
Sensorimpulseingang das Ausgangssignal an einen nachfolgenden Ausgang weiterschieben.
Anstelle der UND-Glieder 344 kann auch eine verdrahtete ODER-VerknUpfung treten.
Ausführungen dieser Art sind iem Fachmann bekannt. Im Falle eines flankengetriggerten
Flipflops kann die Sensoreinrichtung auch Dauersignale liefern. Die beschriebene
elektronische Steuereinrichtung kann auch ohne weiteres durch eine analoge, pneumatische
oder mechanische Steuereinrichtung ersetzt werden. Es ist hierzu lediglich erforderlich,
anstelle des Flipflops ein mechanisches oder pneumatisches, bistabiles Kippglied
zu verwenden.
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Bei dem bisher beschriebenen Antrieb für das erfindungsgemäße Einsperrgitter
ist jedem Fangorgan eine gesonderte Antriebseinrichtung zugeordnet. Es ist jedoch
auch möglich, für alle Fangorgane einen gemeinsamen Antrieb vorzusehen und die Einzelsteuerung
der Fangorgane durch die Ansteuerung von Verriegelungen und Kupplungen zu ermöglichen.
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Fig. 16 zeigt eine Prinzipdarstellung eines solchen Antriebs.
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Es sind dabei N Einsperröffnungen mit N Fangorganen 12 vorgesehen.
Die Fangorgane weisen keine durch den Antrieb entriegelbaren Selbstverriegelungseinrichtungen
auf. Vielmehr ist für jedes Fangorgan 12 eine Solenoid-betätigbare Verriegelungseinrichtung
V1, V2, ... VN zugeordnet. Diese Verriegelungseinrichtungen sind durch Ansteuerung
eines Solenoids entriegelbar. Vorzugsweise sind sie derart ausgebildet, daß sie
bei der Schließbewegung des Fangorgans 12 selbsttätig einrasten. Die Verriegelungsfunktion
kann jedoch ebenfalls durch das Solenoid gesteuert werden.
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Über den Fangorganen 12 ist eine durchgehende Stange 101 angeordnet,
auf der Gleitkupplungshülsen 102 verschiebbar gelagert sind. Jede dieser Hülsen
ist über ein über eine Rolle 103 geführtes Zugseil 104 direkt mit dem zugeordneten
Fangorgan 12 verbunden. Alle Zugseile 104 mit Ausnahme des der ersten Einsperröffnung
zugeordneten Zugseils enthalten eine Zugenergie-Speichereinrichtung 105 in Form
einer Zugfeder. Ferner ist eine weitere, durchgehende,längsverschiebbare Stange
106 vorgesehen, welche durch einen gemeinsamen Antrieb gemäß der Pfeillinie in eine
Schließposition und eine Öffnungsposition bewegbar ist. Es kann ein; manueller Antrieb
frorgesehen sein oder aber ein pneumatischer oder hydraulischer Antrieb, welcher
wiederum entweder manuell oder aber auch elektrisch angesteuert werden kann. Ferner
kann natürlich auch ein Elektromotorantrieb vorgesehen sein.
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An der Stange 106 sind ferner Verriegelungsklauen 107 angelenkt,
welche normalerweise unter Eigengewicht in ihrer Verriegelungsposition gehalten
werden. Diese Verriegelungsklauen 107 sind als Doppelhebel ausgebildet. Das rechte
untere Ende greift an der Kupplungshülse 102 an, während. das linke obere Ende einem
Steuersolenoid K1, K2, KN zugeordnet ist. Bei Betätigung des Solenoids wird die
Verriegelungsklaue 107 im Gegenuhrzeigiërsinn gedreht und die Kupplungshülse wird
entriegelt.
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Diese Antriebssteuerung arbeitet folgendermaßen. Normalerweise befinden
sich halle Fangorgane 12 in Ruheposition, d.h. in Schließstellung. Sie sind dabei-durch
die Verriegelungsorgane V1 bis VN verriegelt. Die durchgehende Stange 106 befindet
sich in der linken Endposition. Die Klauen 107 nehmen ihre aktive Stellung ein,
und die Kupplungshülsen 102 nehmen jeweils ihre linke Position-ein. Die Zugfedern
105 sind entspannt. Das Startsignal wirkt entriegelnd auf die Verriegelungseinrichtung
V1 der hinter sten Einsperröffnung ein. Danach wird der gemeinsame Antrieb H erregt
und die Stange 106 wird in ihre rechte Endposition bewegt. Dabei werden die KupplungshUInsen
102 mitgeführt. Hierdurch wird das entriegelte Fangorgan 12 in seine Offenstellung
geschwenkt. Andererseits sind die Fangorgane V2, V3, ... VN noch verriegelt. Daher
werden die Zugfedern 105 gespannt. Nun ist das Einsperrgitter für die Platzeinweisung
vorbereitet. Die erste Kuh wendet sich dem Lockfutter hinter der hintersten Einsperröffnung
zu und betätigt dabei den zugeordneten Sensor 51. Das Sensorsignal wirkt nun auf
die zentrale- Steuerungseinrichtung ein. Hierdurch wird das Solenoid K1 der ersten
Einsperröffnung erregt, die Klaue 107 wird im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und
die zugeordnete Kupplungshülse 102 wird unter dem Gewicht des Fangorgans 12 nach
links geschoben und das Fangorgan fällt in seine Schließposition.
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Dabei rastet die Verriegelung V1 selbsttätig ein.- Gleichzeitig wird
die Verriegelung V2 entriegelt und das Fangorgan 12 der zweiten Einsperröffnung
wird in seine Offenstellung hochgeschwenkt. Danach wird der Sensor S2 der zweiten
Einsperröffnung durch die nachfolgende Kuh betätigt und der beschriebene Vorgang
wiederholt sich, bis schließlich der Sensor SW der N-ten Einsperröffnung betätig
wird und das Solenoid KN erregt, wodurch diese N-te Einsperröffnung verschlossen
wird. Das Signal des Sensors SN kann wiederum zur Ansteuerung des Eingangstors dienen.
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Diese Antriebssteuerungseinrichtung kann in-verschiedenster Weise
abgewandelt werden. Anstelle des Zugantriebs kann ein Druckantrieb vorgesehen sein,
wobei naturgemäß Druckfedern verwendet werden müssen. Der Antrieb kann auch als
Drehantrieb ausgebildet sein, wobei naturgemäß als Energiespeichereinrichtungen
Torsionsfedern verwendet werden. Anstelle der Energiespeicherung durch Federn kann
auch eine Energiespeicherung durch Gewichtsverlagerung erfolgen. Ein Beispiel einer
solchen Steuerung wird weiter unten erläutert. Ferner kann alternativ die Stange
106 zusätzlich drehbar gelagert sein. Sie weist jeweils Segmentanschläge auf, welche
mit den Kupplungshülsen 102 zusammenwirken. Durch Drehung der Stange können die
Segmentanschläge entweder in Verriegelungsposition oder in Entriegelungsposition
gedreht werden. Sie gleiten bei der lntriegelunzr über eine Entriegelungskante von
der ICupplungshülse weg. Erfindungsgemäß können nun'die Entriegelungskanten in Umfangsrichtung
gegeneinander versetzt sein, dergestalt, daß bei der Drehung der Stange 106 zunächst
die Kupplungshülse 102 der ersten Einsperröffnung entriegelt wird und danach die
Kupplungshülse der zweiten Einsperröffnung usw.. Die Stange 106 kann dabei kontinuierlich
gedreht
werden, so daß die Platzeinweisungsvorgänge nach einem starren Programm ablaufen.
Sie kann aber auch durch ein Schrittschaltwerk oder einen Schrittmotor gedreht werden,
und zwar unter Steuerung durch die Sensoren S1 bis SN. Im Falle eines Drehantriebs
der Fangorgane 12 kann die drehbare Stange auch anstelle des Anlenkbolzens 10 oder
konzentrisch zu diesen vorgesehen werden.
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Dabei können auch die Verriegelungsorgane V1 bis VN durch Segmentanschläge
an der drehbaren Stange betätigbar -sein. Bei den bisher beschriebenen Varianten
wirken alle Sensoren elektrisch auf die Steuerung ein. Es kann sich jedoch auch
um mechanische Sensor ren handeln, welche mechanisch auf die Verriegelungen V1 bis
VN und auf die Kupplungen K1 bis KN einwirken oder welche mechanisch auf die drehbare
Stange über ein Schrittschaltwerk einwirken. Anstelle der Gleitkupplungshülsen 102
können auch drehbare Kupplungselemente vorgesehen sein, wobei das Zugseil jeweils
spulenartig auf- und abgewickelt wird.
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Im folgenden sollen drei ausschließlich mechanische Ausführungsformen
des Steuersystems gemäß Fig. 7 erläutert werden. Bei der Ausführungsform gemäß den
Fig. 17 und 18 werden Fangrohre verwendet, bei denen der Schwerpunkt hinter dem
Anlenktolzen 10 liegt. Sowohl die Einsperrung als auch die Entlassung und die Wiederherstellung
der Ausgangsposition werden gemeinsam für alle Standplätze von einer Zentralsteuerung
aus gesteuert. Lediglich die Platzeinweisungsiunktion wird durch Sensoren an den
einzelnen Standplätzen gesteuert. Die Fangrohre bewegen sich bei Entriegelung selbsttätig
in die Offenstellung, und zwar aufgrund des Gewichts des hinter dem Anlenkbolzen
10 gelegenen Abschnitts. Dieser Abschnitt kann zur Verlagerung des Schwerpunkts
lang ausgeführt sein oder der dort befindliche Rohrabschnitt kann mit einem eingesetzten
oder angeschweißten Gewicht beladen sein.
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Fig. 17 zeigt zwei Fangrohre 12, deren eines sich in Öffnungsposition
befindet, während das andere die Schließstellung einnimmt. Die stationären
Rohre
sind zur Erhöhung der Übersichtlichkeit nicht dargestellt, bis auf das dem gedffneten
Fangrphr 12 zugeordnete Standrohr 2 mit Querholm 4.
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Eine verschwenkbare Hebeplatte 40 dient zur Verriegelung des Fangrohrs
12 in seiner Schließstellung. Dabei liegt die vordere Kante der Hebeplatte 40 an
der hinteren Kante der Nase 32 an. Das Rohr 12 versucht sich durch sein eigenes
Gewicht im Uhrzeigersinn zu verdrehen, so daß stets ein ausreichender Anlagedruck
zwischen der Hebeplatte 40 und der Nase 32 besteht. Wenn die eingesperrte Kuh ihren
Kopf anhebt, so wird dieser Anlagedruck lediglich verstärkt, so daß die Kuh das
Fangrohr 12 nicht öffnen kann. Zur Öffnung des Fangrohrs 12 muß lediglich die Hebeplatte
40 um einen geringen Betrag nach oben verschwenkt werden bis die vordere Kante über
der oberen Spitze der Nase 32 zu liegen kommt. Die Nase 32 greift sodann an der
unteren Seite der Hebeplatte 40 an und das Fangrohr 12 kann sich-aufgrund seines
eigenen Gewichts selbsttätig im Uhrzeigersinn verschwenken, wobei die Hebeplatte
40 mitgenommen wird. Zum Schließen des Fangrohrs 12 muß die Hebeplatte 40 im Gegenuhrzeigersinn
nach unten geschwenkt werden Hierdurch. wird das Fangrohr 12 ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt und die Nase 32 gleitet entlang der unteren Seite der Hebeplatte 40
nach vorne bis zu deren Vorderkante und danach greift die Vorderkante der Hebeplatte
40 wiederum hinter der Nase 32 ein. Sämtliche Hebeplatten 40 kennen fest mit einer
einzigen durchgehenden Stange verbunden sein, welche in beiden Richtungen gedreht
werden kann, jedoch nicht längs verschiebbar ist.
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Bei der in Figur 17dargestellten Anordnung sind alle Fangrohre 12
gesondert betätigbar. Hierzu sind die hinteren Enden der Hebeplatten 40 mit Hülsen
42,44 verbunden, welche
auf einer durchgehenden Stange drehbar,
aber nicht längsverschiebbar gelagert sind. Die Hülse 44 der ersten Einsperröffnung
ist kurz ausgebildet und trägt lediglich die Hebeplatte 40. Die Hülsen 42 der nachfolgenden
Einsperröffnungen sind verlängert und ragen in den Bereich der jeweils vorangehenden
Einsperröffnung. Sie tragen an ihrem linken Ende jeweils eine kurze Betätigungsplatte
48, welche mit einem am Standrohr, 2durch einen Bolzen 49 angelenkten Bügel 50 zusammenwirkt.
Der Bügel 50 umfaßt einen unteren gekrümmten Abschnitt 52 und einen oberen Abschnitt
54. Der Schwerpunkt des Bügels liegt hinter dem Standrohr 2 und der Bügel 50 ruht
in der in Figurl7 gezeigten Position unter seinem eigenen Gewicht an einem nicht
gezeigten Anschlag. Der untere gekrümmte Abschnitt 52 ragt in die Einsperröffnung.
Sobald eine Kuh ihren Hals in die Einsperröffnung einführt bzw. sich dem Lockfutter
zuwendet, wird der Bügel 50 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und das Ende 56 des
Bügels 50 greift an der unteren Fläche der kurzen Betätigungsplatte 48 an. Hierdurch
wird die BetStigungsplatte 48, die Hülse 42 und die Hebeplatte 40 im Uhrzeigersinn
verschwenkt und das Fangrohr 12 der nachfolgenden Einsperröffnung wird entriegelt.
Der Bügel 50 muß die Betätigungsplatte 48 nur, um einen solchen Betrag verschwenken,
daß die Hebeplatte 50 über die Nase 32;des Fangrohrs 12 angehoben wird. Sodann schwenkt
das Fangrohr 12 unter'seinem eigenen Gewicht selbsttätig in die geöffnete Stellung.
Es nimmt dabei die Hebeplatte 40, die Hülse 42 und die Betätigungsplatte 48 mit.
Sodann kann die nächste Kuh den nachfolgenden Platz betreten, wodurch wiederum der
dort vorgesehene Bügel betätigt wird und das dritte Fangrohr geöffnet wird, usw..
Auf diese Weise öffnet jede Kuh die Einsperröffnung für die jeweils nachfolgende
Kuh.
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Nachdem alle Kühe ihre Plätze eingenommen haben, müssen sämtliche
Fangrohre 12 geschlossen werden. Hierzu wird ein Zugseil 60, welches an einer an
der Stange 46 angeschweißen Hebestange 58 angreift, in Richtung des Pfeiles C nach
oben gezogen. Dabei dreht sich die Stange 46 gemäß Figur 18 im Uhrzeigersinn und
ein an der Stange 46 befestigter Mitnehmerstift 62 gelangt in Anlage an einem Anschlagstift
64, welcher an der Außenseite der Hülse 42 angeschweißt ist und sich in axialer
Richtung über deren Ende hinaus erstreckt. Somit wird auch die Hülse 42 und somit
auch die Hebeplatte 40 im Uhrzeigersinn gedreht und sämtliche Fangrohre 12 werden
in Schließstellung geschwenkt.
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Diese Stellung ist in Figur 17auf der rechten Seite sowie in Figur
18 dargestellt. Die Stange 46 dreht sich sodann unter Eigengewicht wieder in die
in Figur 18 gezeigte Ausgangslage zurück, in der sie durch einen nicht gezeigten
Anschlag gehalten wird.
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Nun sind sämtliche Kühe eirigesperrt und können gemolken werden. Nach
beendetem'Melkvorgang müssen die Kühe wieder aus dem Melkstand entlassen werden,
wozu sämtliche Fangrohre 12 hochgeschwenkt werden messen. Zu diesem Zweck wird ein
Zugseil 61 gemäß der Pfeillinie D abwärts gezogen, wodurch die Hebestange 58 und
die Stange 46 im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden. Hierdurch gelangt jeweils ein
weiterer Mitnehmerstift in Anlage am Anschlagstift 46.
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Nun werden die Hülsen 42 mitgedreht und die Hebeplatten rasten aus.
Nun klappen sämtliche Fangrohre unter Eigengewicht in die Offenstellung. Nun können
sämtliche Kühe ihren Platz -verlassen.
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Nun muß der Melkstand für den nächsten Melkvorgang vorbereitet werden.
Hierzu müssen sämtliche Fangrohre 12 , mit Ausn,ahme des ersten Fangrohrs in die
Schließstellung gebracht werden. Zu diesem Zweck wird das Zugseil 60 wiederum nach
oben gezogen, der Mitnehmerstift 62 greift am Anschlagstift 64 an und sämtliche
Hebeplatten 40 werden abwärts geschwenkt und nehmen dabei sämtliche Fangrohre 12
, einschließlich des ersten, mit. Dabei werden sämtliche Fangrohre 12 einschließlich
des ersten durch die Hebeplatten 40 verriegelt. Sodann wird das Zugseil 61 gemäß
der Pfeillinie D nach unten gezogen, jedoch nicht um den maximal möglichen Drehwinkelbetrag.
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Vielmehr wird die Stange 46 nur soweit im Gegenuhrzeigersinn gedreht,
bis der dem ersten Fangrohr 12 zugeordnete Mitnehmerstift 66', welcher gegenüber
allen anderen Mitnehmerstiften 66 eine geringe Winkelversetzung aufweist, an dem
Anschlagstift 64 angreift. Bei der weiteren Drehbewegung des Rohrs 46 zeigt die
Hülse 44 der ersten Einsperröffnung eine Voreilung gegenüber sämtlichen nachfolgenden
Hülsen 42. Daher wird nun das erste Fangrohr 12 entriegelt, während noch alle nachfolgenden
Fangrohre verriegelt bleiben. Nach einer geringfügigen Drehung der Stange 46 im
Gegenuhrzeigersinn um ein geringes Inkrement ist somit die Stange 12 der ersten
Einsperröffnung vollständig entriegelt und klappt unter ihrem eigenen Gewicht nach
oben. Nunmehr beginnt der beschriebene Arbeitszyklus wieder von vorne.
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Wenn alle Kühe eingesperrt sind, sind die Bügel 50 gegenüber der in
Figur 17gezeigten Stellung im Uhrzeigersinn verschwenkt und die Enden 56 liegen
an den Betätigungsplatten 48 an. Um zu verhindern, daß hierdurch die jeweils nachfolgenden
Fangrohre 12 entriegelt werden, ist eine nicht gezeigte Verriegelung vorgesehen,
welche die Stange 46 in einer Drehposition verriegelt, in der die Mitnehmerstifte
62 an den Anschlagstiften 64 angreifen (Figur 18).Nun können die Hülsen 42,44 nicht
durch
Einwirkung der Bügelenden 56 auf die Betätigungsplatten 48 gedreht werden. Nachteiligerweise
Ubt dabei der untere gekrümmte Bügelabschnitt 52 einen gewissen Druck auf den Hals
der Kuh aus. Daher kann bei einer weiteren Ausgestaltung der hintere Abschnitt des
Bügels vom übrigen Bügel getrennt sein und mit diesem derart verschwenkbar verbunden
sein, daß er einerseits die in Figur 17gezeigte obere Anschlagposition einnehmen
kann, andererseits aber- gegen eine Federspannung relativ zum übrigen Bügel nach
unten verschwenkt werden kann. Nun kann bei verriegelter Stange 46 der Bügel 50
voll einwärts geschwenkt werden. Dabei muß jedoch die Federkraft der nicht gezeigten
Feder der Bügel 50 derart bemessen sein, daß die Hülsen 42 bei-entriegelter Stange
46 durch die Bügel gedreht werden können.
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Bei der zuvor beschriebenen Au8führungsform ist zu Beginn des Arbeitszyklus
nur die erste Einsperröffnung geöffnet.
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Die dort eindringende Kuh öffnet sodann die nachfolgende Einsperröffnung
usw.. Zum Verschließen der Einsperröffnungen dienen ausschließlich die Fangrohre
12 . Man kann jedoch die gleiche Funktion auch mit Hilfe eines gesonderten Sperrorgans,
z.B. einer Sperrtür, eines Sperrahmens-oder einer Sperrstange, welche zusätzlich
zum Fangrohr vorgesehen ist, bewirken. Eine konkrete Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fanggitters ist in den Figuren 19 und 20 dargestellt. Bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel
dieses Prinzips liegt der Schwerpunkt des Fangrohrs 12 wiederum vor dem Bolzen 10,
so daß die Fangrohre 12 unter Eigengewicht in die Schließstellung klappen, wie anhand
der Fig guren 1 bis 3 erläutert. Jedem Fangrohr 12 ist wiederum eine Selbetverriegelungseinrichtung
zugeordnet. Diese wurde bereits ausführlich anhand der Figur 3 beschrieben. Sie
ist daher in Figur 19nicht dargestellt. Die nachstehend erläuterte konkrete Ausführungsform
geht aus von einem Fanggitter
gemäß Figur 2. Das gleiche Prinzip
ist jedoch auch anwendbar auf ein Fanggitter ohne Versetzung gemäß Figur 1.
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Am Standrohr 2 sind Anlenkplatten 70 befestigt, an denen ein Sperrbügel
mittels Anlenkstiften 74 angelenkt ist. In Öffnungsposition hat der Sperrbügel 72
die mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage. Er wird durch eine Vorspannfeder
gegen einen nicht dargestellten Anschlag gedrückt.
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Wenn nun das Zugseil 30, welches um eine Umlenkrolle 76 geführt ist,
in Richtung des Pfeiles B gezogen wird, so wird zunächst der nicht gezeigte Selbstverriegelungsmechanismus
gelöst und danach wird das Fangrohr 12 hochgeschwenkt. Bei den in den Figuren 1
bis 3 gezeigten Ausführungsformen wird das Fangrohr nicht bis in die vertikale Lage
hochgeschwenkt.
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Bei der nun zu beschreibenden Ausführungsform besteht jedoch die Möglichkeit,
das Fangrohr 12 über die vertikale Position hinaus in die mit strich-punktierten
Linien dargestellte Position zu verschwenken. Bei der Schwenkbewegung der Stange
12 greift der hintere Abschnitt 13 am Bügel 72 an, so daß dieser in die mit strich-punktierten
Linien dargestellte Schließposition verschwenkt wird. In dieser Position wird der
Bügel durch eine in Figur 20 im Detail dargestellte Verriegelungseinrichtung verriegelt.
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Die Verriegelungseinrichtung umfaßt eine Stange 76, welche bis zur
nächst vorderen Einsperröffnung reicht. Sie ist an ihrem linken Ende durch einen
Ring 78 drehbar und in einem geringen Maße verschwenkbar gelagert. Am rechten Ende
ist die Stange in einem teilweise dargestellten Rahmen gelagert, welcher eine vordere
vertikale Platte 80, eine untere horizontale Platte 82 und eine vordere vertikale
Platte 84 umfaßt. Ferner ist an der Stange 76 ein keilförmiger Vorsprung 86 ausgebildet.
In Normalposition liegt an der Innenfläche der vertikalen Platte 80 die Stange 76
an, während die Spitze
des keilförmigen Vorsprungs 86 an der Innenfläche
der vertikalen Platte 84 anliegt. Der Rahmen ist an den beiden Seitenflächen offen,
bis auf eine etwa dreieckige Platte 88, welche.als Anlage für den Vorsprung 86 dient
und verhindert, daß die Stange 76 nach rechts verschoben werden kann. Andererseits
wirkt eine Betätigungsplatte 90 am anderen Ende der Stange 76 mit dem Ring 78 zusammen
und verhindert eine Verschiebung der Stange 76 nach rechts.
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Am unteren Teil des Bügels 72 ist eine Verriegelungsklaue 92 vorgesehen,
welche eine Verriegelungsnase 94 mit einer schrägen Fläche aufweist.
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Bei der Verriegelung gleitet die schräge Fläche der Verriegelungsnase
94 unter das Ende der Stange 76 und diese wird geringfügig hochgeschwenkt. Bei der
Weiterbewegung des Bügels 72 fällt die Stange 76 wieder hinter der Nase 94 herab.
Der mit der Verriegelungsnase 94 zusammenwirkende Teil der Stange 76 weist eine
abgeflachte Fläche 96 auf, welche eine sichere Verriegelung gewährleistet. Die Entriegelung
erfolgt durch den Bügel 50 der jeweils nächstvorderen Einsperröffnung. Wenn die
dort eindringende Kuh sich dem Lockfutter zuwendet, so wird der Bügel 50, welcher
normalerweise durch Eigengewicht in der in Figur 20gezeigten Position gehalten wird,
im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und das Ende 51 dieses Bügels greift an der Betätigungsplatte
90 an.
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Hierdurch wird die Stange 76 gedreht. Im vorderen Bereich wirkt dabei
die Spitze des keilförmigen Vorsprungs 86 als Drehpunkt, so daß die Stange 76 hier
hochgekippt wird. Dabei gleitet die abgeflachte Fläche 96 an der Verriegelungsnase
94 nach oben bis die Verriegelung ausklinkt. Der Bügel 76 schwenkt nun unter der
Einwirkung der nicht dargestellten Vorspannungsfeder in die Figur19 mit ausgezogenen
Linien dargestellte Position zurück.
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Zuvor muß das Fangrohr 12 aus der mit strich-punktierten Linien dargestellten
Position in eine normale Offnungsposition gebracht werden, bei der sein Schwerpunkt
vor dem Anlenkbolzen 10 liegt und das hintere Ende 13 nicht mit dem zurückklappenden
Bügel 72 kollidiert. Zu diesem Zwecke weist die in Figurl9 nicht dargestellte Selbstverriegelungseinrichtung
eine Vorspannungsfeder auf, welche einerseits am Holm 4 und andererseits an der
Querstange 22 (Figur 3) verankert ist und deren Expansion beginnt, wenn das Fangrohr
12 über die normale Öffnungsposition hinaus in die in Figurl9 mit ausgezogenen Linien
dargestellte Position und darüberhinaus in die in Figur 19 mit gestrichelten Linien
dargestellte Extremposition geschwenkt wird. Nach dem Entriegeln des Zugseils 30
werden daher sämtliche Fangrohre 12 unter Einwirkung der nicht gezeigten Zugfedern
gemäß Figur 19 im Gegenuhrzeigersinn in die normale Öffnungsposition verschwenkt,
in der sie durch eine weitere Verriegelung des Zugseils 30 gehalten werden können.
Nun können die Kühe ihre Plätze einnehmen und zwar eine nach der anderen in geordneter
Reihenfolge, wobei jede Kuh durch Betätigung des Bügels 20 den Sperrbügel 72 der
jeweils nachfolgenden Einsperröffnung in Offenstellung bringt. Nachdem alle Kühe
ihren Platz eingenommen haben, muß lediglich noch'die Verriegelung des Zugseils
30 gelöst werden und alle Fangrohre 12 fallen unter ihrem eigenen Gewicht nach unten,
bis sie zur Anlage an einem nicht gezeigten Anschlag kommen und durch die Selbstverriegelungseinrichtung
verriegelt werden. Alle Fangroiire 12 werden über die Selbstverriegelungseinrichtung
gemäß Figur 3 mit Hilfe der durchgehenden Stange 20 jeweils gemeinsam entriegelt,
angehoben, in die maximale rückwärtige Schwenkposition geschwenkt, sodann unter
dem Zug der nicht dargestellten Feder in die normale Öffnungsposition bewegt und
schließlich in die
Schließposition abgesenkt. Das Fanggitter hat
die in Figur 2 gezeigte Grundform. Dabei verlaufen die Stangen 76 jeweils parallel
zum Rohr 8 und die Ebene des Bügels 50 liegt jeweils parallel zum Rohr 6,, d.h.
senkrecht zum Rohr 8.
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Die bisher beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Fanggitters
sind nicht als Selbstfanggitter ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, mit dem
erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip ein Selbstfanggitter zu verwirklichen. Diese
Ausführungsform soll im folgenden anhandder Figuren 21 bis 23erläutert werden, Das
Fangrohr 12 ist mit dem Bolzen 10 an dem in Figur 21 nicht dargestellten Holm 4
angelenkt. An seinem hinteren Ende 13 ist ein Gewicht 100 mit Hilfe von Platten
102,104 und einem Stift 106 angelenkt. Eine der Platte 104 ist verlängert und trägt
an ihrem oberen Ende einen rechtwinklig nach außen, d.h. von der Schwenkebene der
Stange 12 weg, gebogenen Vorsprung 108.
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Ferner weist dieser verlängerte Abschnitt eine Ausnehmung 110 auf.
In der in Figur 21 gezeigten Schließstellung des Fangrohrs 12 greift eine stationäre.
Verriegelungsplatte 112 in diese Ausnehmung ein. In diesem Zustand liegt der Schwerpunkt
des Fangrohrs 12 samt Gewicht 100 vor dem Bolzen 10, so daß das Fangrohr 12 versucht,
sich im Gegenuhrzeigersinn zu verdrehen. Dies wird jedoch durch das Zusammenwirken
der Verriegelungsplatte 112 mit der unteren Kante der Ausnehmung 110 verhindert.
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In der Ausgangssituation sind in dieser Weise alle Fangrohre 12 des
Melkstandes verriegelt und die eingesperrten Kühe werden gemolken. Wenn die Kühe
an der Unterseite der Fangrohre 12 anstoßen, kommt die Verriegelungsplatte 112 in
Anlage an der Oberkante der Ausnehmung 110, so daß die Kühe sich nicht selbst befreien
können. Nach beendetem Melkvorgang müssen die Fangrohre 12 hochgeklappt werden.
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Hierzu wird eine durchgehende Stange 114 mit Hilfe eines Arms 116
in Richtung des Pfeils 118, d.h. im Gegenuhrzeigersinn, gedreht. Die durchgehende
Stange 114 trägt an jedem Standplatz des Melkstandes einen in Normalstellung frei
herabhängenden Schenkel 120. Dieser Schenkel 120 wird somit in Richtung des Pfeils
122 verschwenkt.
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Er trägt an seinem unteren Ende eine kurze Querstange 124. Der Schenkel
120 und die Querstange 124 haben T-Konfiguration. Die Querstange 124 steht schräg
zur Hauptebene des Melkstandes, d.h. nicht parallel zum Anlenkstift 10. Der gemäß
Fig. 21 linke Abschnitt der kurzen Querstange 124 gelangt in Angriff am Gewicht
100 und schwenkt dieses hoch. Dabei wird zunächst die'Verriegelung zwischen der
Ausnehmung 110 und der stationären Verriegelungsplatte 112 gelöst. Im weiteren Verlauf
der Schwenkbewegung gleitet der Vorsprung 108 der langen Platte 104 über eine schräge
Nase 128 einer Verriegelungsklaue 130, welche am Fangrohr 12 angelenkt ist und in
der in Fig. 21 gezeigten Schließstellung des Fangrohrs 12 vermöge des Gewichts ihres
unteren Abschnitts 132 in der gezeigten Position hängt. Im Verlauf der weiteren
Schwenkbewegung wird die Verriegelungsklaue 130 im Uhrzeigersinn verschwenkt und
der Vorsprung 108 greift hinter der schrägen Verriegelungsnase 128 ein, so daß das
Gewicht nun in der horizontalen Position einrastet. Nun liegt der Schwerpunkt des
Fangorgans 12 hinter dem Anlenkbolzen 10. Außerdem ist das Fangrohr 12 nun nicht
mehr verriegelt, so daß es in seine Offnungßposition hochklappt, sobald die durchgehende
Stange 114 in ihre Ruhestellung zurückkehrt, welche in Fig. 21 -gezeigt ist.
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Das Fangrohr 12 kommt dabei in Angriff an einen nichtgezeigten Anschlag.
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Nun können sämtliche Kühe den Melkstand verlassen. Der leere Melkstand
muß nun für einen neuen Melkvorgang vorbereitet werden. Hierzu wird die Stange 114
im Uhrzeigersinn gedreht, bis die Querstange 124 am Schenkel 120 am oberen Ende
eines Bügels 50 angreift. Dieser Bügel hat im wesentlichen die Konfiguration des
Bügels 50 der Fig.
-
17. Das freie, obere Ende ist jedoch wesentlich kürzer, und zwar geringfügig
kürzer, als der Abstand zwischen dem Anlenkstift 49 und dem oberen Ende des Standrohrs
2. Der Bügel'50 wird unter der Einwirkung einer Feder, welche entweder als Drehfeder
oder als Zugfeder ausgebildet sein kann, normalerweise in der in Fig. 17 gezeigten
aktiven Position, gehalten, wobei das obere Ende 54 des Bügels 50 frei nach hinten
steht und wobei der untere, gekrümmte Bereich 52 weit in die Einsperröffnung hineinragt.
-
Die Ebene der Bügelschwenkbewegung verläuft schräg zur Bewegungsebene
des Fangrohrs 12. Dies erkennt man am besten anhand der Fig. 2. Unter Bezugnahme
auf diese Figur kann die Bügelbewegungsebene etwa senkrecht zur Richtung der Rohre
8 angenommen werden. Der Bügel ist dabei auf der dem Futtertrog zugewandten Seite
des Standrohrs 2 angelenkt. Das freie Ende des -Bügels 50 ragt bis in den Raum rechts
vom Holm 4. Man-erkenont nun, daß die Querstange 24 ohne weiteres am oberen, hinteren
Ende des Bügels 50 angreifen kann. Er'wird (genän Fig. 17) im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt, und das ,hintere, obere Ende des BUgeiß 50 gleitet dabei an der Querstange
124 entlang.
-
Die SchrEgstellung der Querstange 124 begünstigt diesen Betätigungsvorgang.
Am Ende dieser Bewegung gelangen alle Bügel in eine inaktive Stellung, in der der
untere Endbereich 52 die Einsperröffnung verlassen hat. In dieser Stellung sind
sämtliche Bügel (bis auf den ersten Bügel verriegelt, und zwar durch einen Verriegelungsmechanismus,
welcher im einzelnen in Fig. 23 dargestellt ist. Jeder'
Bügel 50
weist in seinem unteren Endbereich eine Nase 130 auf. Der erste Bügel weist keine
Verriegelungsnase 130 auf. Daher wird der erste Bügel auch nicht einer in aktiven
Stellung verriegelt. Der zweite, dritte bis N-te Bügel wird jedoch dadurch verriegelt,
daß die Verriegelungsnase 130 bei der Schwenkbewegung, welche gemäß Fig. 23 schräg
nach links und aus der Papierebene heraus erfolgt, über die obere Kante einer Verriegelungsplatte
132 gleitet und sodann verriegelnd hinter dieser angreift.
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Die Verriegelungsplatte 132 ist an einer drehbaren, aber nicht längsverschiebbaren
Stange 134 angeschweißt. Die Stange 134 erstreckt sich vom Standrohr 2 des einen
Standplatzes jeweils bis zum Standrohr 2 des nächsten Standplatzes. In Fig. 23 ist
z.B. eine rückwärtige Ansicht des Standrohrs 2 der zweiten Einsperröffnung gezeigt.
Die Stange 134 erstreckt sich von diesem Standrohr zum ersten (ausgangsseitig gelegenen)
Standrohr hin. Die in Fig. 23 gezeigte linke Stange 134 erstreckt sich vom Standrohr
2 der zweiten Einsperröffnung bis zum Standrohr 2 der dritten Einsperröffnung. Die
Stangen 134 sind jeweils an den Standrohren angelenkt, und zwar unter Federvorspannung,
derart, daß die Verriegelungsplatten 132 senkrecht nach oben stehen und am Standrohr
2 anliegen. Zu diesem Zweck ist eine nichtgezeigte Feder vorgesehen, welche natürloch
auch durch ein Gewicht ersetzt sein kann. Das jeweils ausgangsseitig gelegene Ende
der Stange 134 trägt eine zweite Verriegelungsplatte 136, deren Bedeutung weiter
unten erläutert werden soll. Man erkennt nun, daß bei der Drehbewegung der durchgehenden
Stange 114 im Uhrzeigersinn die Bügel 50 in die inaktive Stellung verschwenkt werden
und dabei die Nase 130 mit ihrer schrägen Fläche an der Oberkante der senkrechtstehenden
Verriegelungsplatte 132 angreift, wobei diese geringfügig gegen die Federkraft gemäß
Fig. 23 zum Betrachter hin verschwenkt
wird, so daß die Verriegelungsnase
130 über die obere Kante der Verriegelungsplatte 132 gleiten kann.
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Danach greift die Verriegelungskante der Verriegelungsnase 130 an
der hinteren (sichtbaren) Fläche, der Verriegelungsplatte 132 an. Nunmehr befinden
sich somit alle Betätigungsbügel 50, bis auf den ersten, in einer inaktiven Stellung.
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Die oberen Enden sämtlicher Bügel 50 tragen Verriegelungszungen 138
(Fig. 22). In der inaktiven Stellung des Bügels 50 liegt sein oberes Ende mit der
Verriegelungszunge 138 unterhalb des horizontalen Holms 4, so daß die Verriegelungazunge
138 geringfügig in den gemäß Fig. 2 links vom Holm 4 gelegenen Raum hineinragt.
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Nunmehr wird die durchgehende Stange 114 wiederum im Gegenuhrzeigersinn
gedreht und die Schenkel 120 werden dabei zusammen mit den Querstangen 124 in Pfeilrichtung
122 verschwenkt. Dabei greifen die Querstangen 124 an den in Öffnungasrellung befindlichen
Fangrohren 112 an, und zwar, genauer gesprochen, an den Gewichten 100. Die Verriegelung
der Gewichte durch die Verriegelungsklaue 130 ist derart ausgebildet, daß dabei
das Gewicht 100 nicht entriegelt wird. Das Fangrohr 12 wird gegen sein Gewicht in
Schließ'stellung verschwenkt. In dieser Schließstellung wird das Pangrohr nun verriegelt.
Der Verriegelungsmechanismus isA im einzelnen in Fig. 22 gezeigt. Jedes Fangrohr
12 weist in seinem Abschnitt vor dem Anlenkbolzen 10 eine Verriegelungsklaue 140
äuf, welohe durch einen Stift 141 und Befestigungsplatten 142 an der Unterseite
des Fangrohrs 12 angelenkt ist. Jede Verriegelungsklaue 140 weist einen gemäß Fig.
22 sich nach links erstreckenden, bogigen Fortsatz 144 auf, der in der in Fig. 22
gezeigten Normalposition am Fangrohr 12 anliegt. Die Verriegelungsklaue
140
ist daher im Gegenuhrzeigersinn aus der in Fig. 22 gezeigten Position nach oben
verschwenkbar. Bei der Abwärtsbewegung des Fangrohrs 12 durch Einwirkung der Querstange
124 kollidiert die Verriegelungsklaue 140 mit der Verriegelungszunge 138 am oberen
Ende des Bügels 50. Die Verriegelungsklaue 140 wird dabei im Uhrzeigersinn'verschwenkt
und schlüpft über die Verriegelungszunge 138 hinweg. Sodann rastet sie unterhalb
der Verriegelungszunge 138 verriegelnd ein. Diese Position ist in Fig. 22 gezeigt.
Ein soloher Verriegelungsmechanismus ist bei den Fangrohren der Standplätze 2 bis
N vorgesehen, nicht jedoch am ersten Standplatz. Nunmehr befindet sich der Melkstand
in seiner Startposition. Am ersten Standplatz befindet sich der Bügel in der unverriegelten,
aktiven Position, welche in Fig. 17 dargestellt ist. Andererseits nimmt das Fangrohr
12 des ersten Standplatzes seine hochgeschwenkte Offenstellung ein, sobald die durchgehende
Stange 114 wieder in ihre Ausgangsdrehstellung gelangt.
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Alle Fangrohre 12 der Plätze 2 bis N sind geschlossen und gemäß Fig.
22 verriegelt. Außerdem sind alle Bügel dieser Plätze in der inaktiven Stellung
verriegelt.
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Nun wird das Eingangstbr geöffnet und die Kühe treten in den Melkstand
ein. Sie finden nun sämtliche Einsperröffnungeri verschlossen, bis auf die hinterste.
Daher geht die erste Kuh bis zu diesem hintersten Platz, hebt ihren Kopf in die
Einsperröffnung und betätigt dabei den Bügel 50. Dabei wirkt der Bügel 50 entriegelnd
auf die Verriegelung des Gewichts 100 am (geöffneten) Fangrohr 12 ein.
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Hierzu ist im oberen Endbereich des Bügels 50 ein Entriegelungsorgan
150 angelenkt, und zwar bei 152 an einer Stelle, welche um eine gewisse Strecke
unterhalb des oberen Endes des Bügels 50 liegt. Das Entriegelungsorgan 150 befindet
sich normalerweise in der in Fig. 22 gezeigten
Stellung. Dabei
ruht ein unterer Fortsatz 154 an dem Bügel 50 und verhindert ein Herabfallen des
Entriegelungsorgans 150 unter seinem Eigengewicht. Das Verriegelungs-.organ 50-
trägt an seinem oberen Ende einen sich etwa horizontal erstreckenden Fortsatz 156.
Bei der Herbeiführung der Ausgangsposition des Melkstandes schwenkt das Fangrohr
12 des ersten Platzes in seine ffnungsposition. Dabei gelangt der untere Abschnitt
132'der Verriegelungsklaue 130 in den Bereich unmittelbar vor dem Fortsatz 156 des
Entriegelungsorgans 150;in Richtung des Fangrohrs 12,zu dessen hinterem Ende hin
gesehen, liegt somit der Fortsatz 156 hinter dem unteren Ende 132 der Verriegelungsklaue
150. Wenn nun die erste Kuh den Bügel gemäß Fig. 17 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt,
so greift der Fortsatz 156 am unteren Abschnitt 132 der-Verriegelungsklaue 130 an
und diese wird'gemäß Fig. 21 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Hierdurch gleitet die
Nase 128 vorn Vorsprung 108 der verlängerten Platte 704 ab, so daß das Gewicht 100
nunmehr entriegelt wird und nach unten schwenkt. Hierdurch verlagert sich nun aber
der-Schwerpunkt des ersten Fangrohrs 12 nach vorn in den Bereich vor dem Anlenkbolzen
10, so daß das Fangrohr 12 sich unter Eigengewicht in die Schließposition bewegt.
Dabei gleitet das obere Ende der verlängerten Platte 104 über eine abgeschrägte
Kante 160 an der Vorderkante der stationEren Verriegelungsplatte 112 entlang, bis
schließlich die Ausnehmung 110 verriegelnd mit der Platte 112 zusammenwirkt. Nun
kann das Fangrohr 12 durch die Kuh nicht mehr angehoben werden und die erste Kuh
ist in ihrer Einsperröffnung verriegelt.
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Im folgenden soll der Platzeinweisungsvorgang erläutert werden. Wie
bereits erwähnt, befindet sich das, Fangrohr 12 bei verriegeltem Gewicht 100 und
bei Anordnung des Schwerpunkts hinter dem Anlenkbolzen 10 in seiner Schließstellung,
wobei
es durch die Verriegelungszunge 138'und die Verriegelungsklaue 140 verriegelt ist.
In der Ausgangsstellung des Bügels 50 des hintersten Standplatzes (aktive Position
vor der Betätigung durch die Kuh) hat das untere Ende des Bügels 50 die in Fig.
23 gezeigte Position relativ zur Platte 136. Am hinteren Ende des Bügels 50 ist
eine Betätigungsklaue 162 angelenkt, wobei die Anlenkachse sich etwa konzentrisch
zum hinteren Abschnitt des Bügels 50 erstreckt. Normalerweise nimmt die Betätigungsklaue
162 die in Fig. 23 gezeigte Position ein. Sie ruht dabei unter Eigengewicht auf
einem Anschlag.
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Andererseits ist die Betätigungsklaue 162 gemäß Fig. 23 im Uhrzeigersinn
drehbar.
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In der aktiven Stellung des ersten Bügels 50 liegt der Endabschnitt
der Betätigungsklaue 162 zwischen der Platte 136 und dem Standrohr 2, d.h. auf der
vom'Betrachter abgewandten Seite der Platte 136. Durch die Schwenkbewegung des Bügels
50 im Gegenuhrzeigersinn (gemäß Fig. 17) greift die Betttigungsklaue 162 an der
Platte 136 an und verschwenkt diese auf den Betrachter zu (Fig. 23). Hierdurch wird
die Stange 134 gedreht und die Verriegelungsplatte 132 des zweiten Standplatzes
wird ebenfalls verschwenkt (gemäß Fig. 23 zum Betrachter hin). Hierdurch wird die
Nase 130 des zweiten Bügels entriegelt, und dieser gelangt unter Federeinwirkung
in die in Fig. 17 gezeigte aktive Position. Dabei wird die Verriegelungszunge 138
von der Verriegelungsklaue 140 getrennt und das Fangrohr 12 des zweiten Standplatzes
kann nun unter Eigengewicht in die Offenstellung schwenken. Dabei gelangt der Fortsatz
156 wiederum in den Bereich unmittelbar hinter dem unteren Abschnitt 132 der Verriegelungsklaue
130. Dabei gleitet der Fortsatz 156 über das untere Ende der Verriegelungsklaue
130 hinweg und wird dabei leicht gegen sein Eigengewicht
nach
oben verschwenkt. Nunmehr befindet sich der Fortsatz ? 156 des Entriegelungsorgans
150 des Bügels 50 des zweiten Platzes in seiner aktiven Stellung in Bezug auf die
Verriegelungsklaue 130 für das Gewicht 100 des Fangrohrs 12 der zweiten Einsperröffnung.
Sobald nun die zweite Kuh den zweithintersten Standplatz betritt, wird der dort
befindliche Bügel wiederum verschwenkt, das Gewicht 100 wird entriegelt, das Fangrohr
12 klappt nunmehr unter Eigengewicht in seine Schließposition und wird dort durch
die Verriegelungsplatte 112 verriegelt, während andererseits die Platte 136, die
Stange 134 und somit auch die Platte 132 des dritthintersten Standplatzeæ verschwenkt
werden und der dort befindliche Bügel seine aktive Position einnimmt, wobei die
Verriegelung 138, 140 des Fangrohrs 12 der dritten Einsperröffnung entriegelt wird
usw.. Bei der Schwenkbewegung des Bügels 50 in seine aktive Stellung gleitet die
Betätigungsklaue 162 jeweils über die obere Kante der Platte 136 und fällt schließ'-lich
hinter dieser Bëtigungsplatte 136 (gemäß Fig.23), d.h. auf deren Vorderseite, wieder
in die in Fig. 23 gezeigte Position herab.
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Bei der beschriebenen Ausführungsform ist das untere Ende der Verriegelungsklaue
130 verlängert, So daß es unter Eigengewicht die in Fig. 21 gezeigte Position einnimmt.
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Die Verriegelungsklaue 130 kann jedoch von einer Zugfeder beaufschlagt
werden, derart, daß diese versucht, die Verriegelungsklaue im Gegenuhrzeigersinn
zu verdrehen.
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Hierdurch ist die Verriegelung des Gewichts 100 unabhängig von der
Schwenkbewegung des Fangrohrs 12 stets gesichert, solange nicht das Entriegelungsorgan
150 entriegelnd angreift.
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Im folgenden soll eine konkrete Ausführungsform des Steuersystems
gemäß Fig. 11 erläutert werden. Jeder Sensor S1 bis SN trägt dabei einen Permanentmagneten,
welcher in unmittelbarer Nähe der in Form von Reed-Schaftern vorgesehenen Treiberorgane
T1 bis TN und Trl bis TrN bewegt werden kann. Die Reed-Schalter T1 bis TN sind normalerweise
ausgeschaltet, während die Reed-Schalter Tr1 bis TrN normalerweise eingeschaltet
sind. Sie werden durch das Magnetfeld des Permanentmagneten in die Jeweils andere
Schaltstellung gebracht. Die Steuereinheiten 5t1 bis StN bestehen somit jeweils
aus einem beweglichen Permanentmagneten sowie aus dessen Magnetfeld. Die Reed-Schalter
werden in der umgeschalteten (unnormalen) Schaltstellung gehalten, solange die Tiere
in die Einsperröffnung eingesperrt sind, d.h. solange der Permanentmagnet in der
Nähe der Reed-Schalter verbleibt. Somit liegen Sensoren vom Haltetyp mit Dauersignal
vor.
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Bei den Ventilen d7 bis dN 1 handelt es sich um Leistungsdioden. Der
Laststrom fließt zunächst über den geschlossenen Reed-Schalter Tr1 und das Antriebsorgan
H1 zur Erdleitung. Daher ist das Antriebsorgan H1 erregt und das zugeordnete Fangorgan
befindet sich in Öffnungsposition. Da der Reed-Schalter T1 und auch die nachfolgenden
Reed-Schalter t2 bis tN geöffnet sind, werden die Antriebsorgane H2 bis HN nicht
mit Strom beaufschlagt.
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Die zugeordneten Fangorgane sind daher geschlossen. Sobald die erste
Kuh den hintersten Platz betritt, wird der Bügel 5Q verschwenkt. Der Permanentmagnet
gelangt in unmittelbare Nähe 'der beiden Reed-Schalter t1 und Tr1. Der Reed-Schalter
tl wird eingeschaltet und der Reed-Schalter Trl wird ausgeschaltet. Nunmehr fließt
der Laststrom über den normalerweise geschlossenen Reed-Schalter Tr2 und das Antriebsorgan
H2 zur Erde, so daß das zugeordnete Fangorgan
geöffnet wird,
während andererseits der Reed-Schalter Tr1 geöffnet wird, so daß das Antriebsorgan
H1 entregt wird und das zugeordnete Fangorgan in seine Schließposition fällt. Ein
Stromfluß über die Diode vom Reed-Schalter Tr1 zum Antrieb H2 oder vom Reed-Schalter
Tr2 zum Antrieb H3 usw. wird durch die Polung der-Diode verhindert. Nachdem alle
Kühe eingesperrt sind, werden sie gemolken. Nach beendetem Melkvorgang müssen sie
wieder gemeinsam entlassen werden. Hierzu erzeugt die-Zentralsteuereinheit ZSt ein
Signal, welches einen als Treiber Tr vorgesehenen, normalerweise offenen Schaltkontakt
schließt. Nun fließt der Laststrom der Reihe nach über die Reed-Kontakte T1, T2,
... TN und sodann über den geschlossenen Schalter Tr und von dort parallel über
sSmtliche Antriebsorgane HN bis H1, und zwar zum Teil über die in Durchlaßrichtung
gepolten Leistungsdioden dN17 bis dl, und danach schließlich wiederum. zur Erdleitung.
Hierdurch werden sämtliche Fangorgane in Öffnungsstellung geschwenkt. Die Kühe verlassen
nun den Melkstand und die Bügel 50 schwenken wieder in ihre inaktive Position. Hierdurch
werden die Magnete räumlich von den Reed-Schaltern t1 bis tN und Tr1 bis TrN getrennt,
so daß diese ihre Normalschaltstellung einnehmen. Nunmehr wird der Schalter Tr durch
die Zentralsteuereinheit geöffnet, so daß der Laststrom. wiederum nur über Tr1 und
H1 zur Erdleitung fließen kann. Es ist offensichtlich, daß die Energieleitungen
auch aus pneumatischen Leitungen bestehen können.
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In diesem Falle handelt es sich bei den Treiberorganen tl bis tN und
Tr1 bis TrN um pneumatische Ventile, während die Sperrorgane dl bis dN~1 Rückschlagventile
sind, welche den Luftstrom nur in einer Richtung durchlassen.
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Im folgenden soll eine konkrete Ausführungsform des Steuersystems
der Fig. 10 erläutert werden. Dabei bedeuten
t1 bis lN normalerweise
geschlossene Reed-Kontakte. Im Ubrigenist der Aufbau der gleiche wie bei dem konkreten
Ausführungsbeispiel des Steuersystems gemäß Fig. 11.
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Die Wirkungsweise ist ebenfalls analog, mit der Ausnahme, daß nun
der zur Entlassung der Tiere dienende Betätigungsstrom von der positiven Leitung
über die geschlossenen Reed-Schalter tl und über die Antriebsorgane H1 bis HN und
sodann über die Leistungsdioden d7 bis drei zur Erde fließt.
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Im folgenden soll eine konkrete Ausführungsform der Steuersysteme
der Fig. 8 und 9 erläutert werden. Dabei werden als Treiberorgane t1 bis tN, Tr1
bis TrN bzw. e 1 bisZN Thyristoren oder Triacs verwendet. Jeder dieser Thyristoren
kann durch ein kurzzeitiges Zündsignal gezündet werde Dieses Zündsignal wird durch
den Sensor 51 bereitgestellt. Dieser kann z.B. in Form eines Permanentmagneten auf
eine Zündsteuereinrichtung in der Steuereinheit 5t1 bis StN einwirken. Die Thyristoren
tl bis tN sind in der Ausgangsposition des Melkstandes (vor der Platzeinweisung)
nicht leitend. Sie werden daher durch die Betätigung der Sensoren Sl bis SN gezündet.
Andererseits sind die Thyristoren Tr1 bis TrN in diesem Stadium des Melkstandes
leitend. Das gleiche gilt für die Thyristoren 1 bis Ç ifN.
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Sie müssen daher unter Auslösung durch die Sensoren S1 bis SN gelöscht
werden. Bei Thyristoren geringer Leistung kann die Löschung mit Hilfe einer Löschschaltung
über die Steuerelektrode erfolgen. Bei Thyristoren höherer Leistung sind gesonderte
Löschschaltungen erforderlich. In jedem Falle kann jedoch die Löschschaltung von
den Sensoren S1 bis SN getriggert werden. Löschschaltungen sind in großer Zahl bekannt.
Bei zweckentsprechender Wahl der Löschschaltung kann die Löschung des Thyristors
Tr1 bzw.
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des Thyristors tl auch durch die Zündung des Thyristors
t1
herbeigeführt werden. Nach beendetem Platzeinweisungs-und Einsperrvorgang werden
die Kühe gemolken Danach müssen sie wieder entlassen werden. Hierzu werden sämtliche
Steuereinheiten Stl bis StN von der Zentralsteuerreinheit mit einem Signal beaufschlagt,
welches dazu führt, daß die Steuerelektroden der Thyristoren Trl bis TrN bzw. tv1
bis GN mit einem Zündsignal beaufschlagt werden. Hierdurch werden sämtliche Antriebsorgane
H1 bis HN erregt. Nun sind sämtliche Thyristoren gezündet.
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Alle Einsperrorgane sind in Offenstellung und die Kühe verlassen den
Melkstand. Nun muß der Melkstand in' den Ausgangszustand zurückversetzt werden0
Hierzu müssen die Thyristoren t1 bis tN gelöscht werden. Für diese Löschung kann
die Rückwärtsbewegung des Sensormagneten 51 bis SN genutzt werden. Dieser erzeugt
dabei in der Steuereinheit Stl bis StN ein umgekehrt polarisiertes Signal, welches
auf die Löschschaltung für die Thyristoren tl bis tN einwirkt und diese triggert.
Bei dienen Ausführungsformen kann auch die gemeinsame Steuerleitung weggelassen
werden. In diesem Falle werden die Thyristoren über die Laststromleitung gesteuert.
Das Löschen der Thyristoren geschieht dabei einfach durch einen Trennschalter in
der Laststromleitung, welcher von der Zentralsteuereinheit betätigt wird. In diesem
Zustand befinden sich sämtliche Fangorgane in Ruhestellung, d.h. in Schließposition.
Sie verbleiben in dieser Position, auch wenn der Trennschalter wieder'geschlossen
wird. Nunmehr muß der Thyristor Trl gezündet werden. Im Falle der Fig0 9 müssen
sämtliche Thyristoren Tl gezündet werden. Hierzu sind die Steuereinheiten Stl bis
StN mit der Laststromleitung verbunden, dergestalt, daß das erneute Einschalten
des Laststroms zu einem Zündsignal für die Thyristoren #1 bis ZN bzw. für den Thyristor
Tr1 führt0 Dabei werden die Thyristoren Tr2 bis TrN erst währe'nd des Platzeinweisungsablaufs
gezündet bzw. gelöscht.
Selbstverständlich können anstelle der
Thyristoren auch Transistoren vorgesehen sein oder andere bistabile elektronische
Festkörperschalter.
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Im folgenden soll eine pneumatische Ausführungs£orm des Steuersystems
gemäß Fig. 8 erläutert werden, bei der die gemeinsame Steuerleitung fehlt. Hierzu
wird auf Fig. 24 Bezug genommen. Jedem Standplatz ist dabei ein Steuer-und Antriebsmodul
zugeordnet. In Fig. 24 ist dabei jeweils nur ein Steuermodul in symbolischer Darstellung
gezeigt, und zwar in verschiedenen Schaltstellungen. Das Treiberorgan tn ist in
Form eines Zwei/Zwei-Wegeventils vorgesehen. Dieses ist in der Normalstellung nicht
schraffiert. Es sperrt in Normalstellung den Luftstrom.
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Das Treiberorgan Tr1 hat in Fig. 24a ebenfalls seine Normalstellung.
Es ist daher nicht schraffiert. In dieser Normalstellung ist der Entlüftungs aus
laß des pneumatischen Zylinders geschlossen, während der Einlaß desselben geöffnet
ist. In der Betätigungsstellung dieses Ventils ist umgekehrt der Entlüftungsausgang
geöffnet, während derlufteinlaß verschlossen ist. Beide Ventile sind von einer Feder
beaufschlagt, welche gemäß Fig. 24a entspannt ist. Das Ventil tn ist mechanisch
betätigbar, und zwar durch eine verschiebbare Betätigungsstange 400. Diese ist mit
dem Betätigungsbügel 50 verbunden und wirkt als Sensor. In Fig. 24a nimmt die Betätigungsstange
400 ihre Ruheposition ein. In dieser Position ist ein Absperrventil 402 verschlossen.
Das Ventil Trn ist mit Druckluft betätigbar. Die zur Steuerung dienende Druckluft
gelangt jedoch nicht zum Ventil, da das Sperrventil 402 verschlossen ist. Als Steuerungsdruckluft
dient die Druckluft für die Fangrohrbetätigung. In der in Fig. 24a gezeigten Schaltposition
der Ventile ist der pneumatische Zylinder betätigt und das zugeordnete Fangrohr
ist geöffnet.
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In der Ausgangsposition gilt n = 1. Dabei steht auf der pneumatischen
Leitung der Druck P - 1. Alle nachfolgenden Fangrohre sind geschlossen. Die zugeordnete
Ventilstellung wird weiter unten erläutert. Nunmehr betritt das erste Tier den Platz
und es wirkt dabei auf die verschiebbare Betätigungsstange 400 ein. Hierbei gelangt
eine Durchlaßöffnung 404 in den Bereich des Absperrventils 402. Nunmehr wird das
Ventil Trn mit Druck beaufschlagt. Es bewegt sich gegen die Kraft der Feder in seine
andere Schaltstellung, so daß der pneumatische Zylinder des ersten Standplatzes
entlüftet wird, während die Lufteinlaßleitung verschlossen:wird. Das zugeordnete
Fangorgan klappt daher in seine Schließstellung herab. Gleichzeitig wird nun die
verschiebbare Stange ebenfalls von Druckluft peaufschlagt, welche insofern eine
Haltefunktion ausübt. Dies ist durch den Pfeil 406 in Fig. 24b angedeutet. Gleichzeitig
wird die Betätigungsstange 400 aber auch durch das eingesperrte Tier in der in Fig.
24a gezeigten Stellung ge'halten, was durch das Symbol 408 angedeutet ist. Bei der
Verschiebung der Betätigungsstange 4Q4 nach links wird das Absperrventil tn (im
vorliegenden Fall t1) gegen die-Kraft der Feder verschoben und somit geöffnet. Vorher
befindet sich die Ventilanordnung des zweiten Standplatzes in der Schaltstellung
gemäß 24a, jedoch mit dem Unterschied, daß das Ventil 402 nicht von Druck beaufschlagt
ist, so daß der geschwärzte Teil fehlt. Nach der Betätigung des Ventils tl liegt
jedoch Druckbeaufschlagung vor, so daß die Ventileinrichtung den Zustand gemäß,
Fig. 24a aufweist.
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Nun wiederholt sich der gleiche Vorgang, bis zum letzten Standplatz.
Dabei fehlt jedoch das Ventil tN. An dessen Stelle ist die Druckluftleitung hier
ständig verschlossen.
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Sodann werden sämtliche Tiere gemolken. Nach dem Melkvorgang müssen
die Tiere entlassen werden. Hierzu dient ein Druckimpuls über die Hauptdruckluftleitung.
Dieser Vorgang
ist in Fig. 24a dargestellt. Der Druck wird auf
Null abgesenkt (P = O). Hierdurch entfällt die Druckbeaufschlagung 406 der verschiebbaren
Betätigungsstange 404. Diese wird jedoch nach wie vor durch das eingesperrte Tier
gehalten. Sie verbleibt daher in der in Fig. 24c gezeigten Position, so daß die
Ventile tn allesamt geöffnet bleiben.
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Andererseits entfällt jedoch die Druckbeaufschlagung der Ventile Trn
(n = 1 bis N), und diese werden unter der Einwirkung der Druckfeder in die Normalposition
zurückbewegt.
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Das Ventil Trn ist daher in Fig. 24c nicht schraffiert.
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Hierdurch wird der Luftzufuhreinlaß des pneumatischen Zylinders geöffnet,
während der Entlüftungsauslaß geschlossen wird. Der pneumatische Zylinder wird jedoch
noch nicht betätigt, da der Luftdruck zunächst noch den Wert Null hat. Des weiteren
wird nun aber eine Verriegelung wirksam, welche durch einen Pfeil 410 angedeutet
ist.
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Das Verriegelungsorgan 410 ist an der verschiebbaren Betätigungsstange
404 befestigt und nimmt eine aktive Position nur ein, wenn die Betätigungsstange
gemäß Fig. 24c die linke Stellung einnimmt. Wenn bei dieser Stellung der Betätigungsstange
404 das Ventil Trn unter Federdruck in die Normalposition zurückkehrt, so wird es
in dieser Position durch das Verriegelungsorgan 410 verriegelt. Nunmehr wird wiederum
die Druckluft eingeschaltet. Dies führt zunächst wiederum zu einer Druckbeaufschlagung
der Betätigungsstange 404. Dies ändert jedoch nichts am Schaltzustand. Darüberhinaus
erfolgt auch eine Druckbeaufschlagung des Ventils Trn. Dieses ist nun jedoch verriegelt
und kann daher nicht in seine Betätigungsstellung bewegt werden. Andererseits wird
nun aber der pneumatische Zylinder betätigt, so daß sämtliche Fangrohre in die Offenstellung
geschwenkt werden. Nun können die Tiere den Melkstand verlassen. Dieser Zustand
ist in Fig. 24d gezeigt.
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Nun wird der Luftdruck wiederum abgeschaltet (P = Hierdurch wird die
Haltefunktion des Luftdrucks beseitigt und die Betätigungsstange 404 wird unter
dem Einfluß der Druckfeder des Ventils tn wiederum in ihre rechte Endlage geschoben.
Hierdurch werden sämtliche Ventile, tn wiederum versperrt. Andererseits werden,
auch die Verriegelungsorgane 410 ausgeklinkt und die Ventile 402 werden verschlossen.
Sodann wird erneut Druck auf die Luftdruckleitung gegeben und man kehrt zum Zustand
der Fig. 24a zurück, in dem das erste Fangorgan sich in Offenstellung befindet.
Der Melkstand ist nun für den nächsten Arbeitszyklus bereit.
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