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Gehäuse für ein Mehrzweckreinigungsgerät
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Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für ein Mehrzweckreinigungsgerät,
welches mit Hochdruck- und/oder Niederdruck einen (gegebenenfalls erwärmten und
mit Chemikalien angereicherten) Wasserstrom einer oder mehreren Sprühlanzen und/oder
Waschbürsten zuführt, wobei das Wasser aus einem im Inneren des Gehäuses angeordneten
Wasserbehälter dem Geräteteil des Reinigungsgerätes zuführbar ist und die Chemikalienbehälter
in einem Aufnahmeraum im Gehäuse angeordnet sind.
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Ein derartiges Mehrzweckreinigungsgerät (Mehrphasengerät) wird an
Tankstellen, in Kraftfahrzeugwerkstätten und gegebenenfalls auch in privatem Gebrauch
verwendet. Es dient zur Reinigung von Gegenständen, wie z.B. Automobilen, im Fabrikbereich
hergestellte Gegenstände zur Endreinigung, zur Reinigung von Werkzeugen und dergleichen.
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Kennzeichnend für ein solches Mehrzweckreinigungsgerät ist, dass ein
solches Reinigungsgerät sowohl Sprühlanzen aufweist, mit denen ein Hochdruckreinigungsstrahl
versprüht
werden kann als auch Waschbürsten, mit denen (im Vergleich
zum Hochdruckstrahl) eine grössere Menge von Wasser mit Niederdruck auf den zu reinigenden
Gegenstand aufgebracht werden kann. Der Hochdruck-Wasserstrahl wird durch eine von
einem Elektromotor angetriebene Hochdruckpumpe erzeugt, währenddessen der Niederdruck
unter Umgehung der Hochdruckpumpe aus einem Wasserbehälter entnommen wird.
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Damit derartige Mehrzweckreinigungsgeräte unabhängig sind vom Wasserdruck
und auch eine grössere Menge von Wasser in erwärmtem Zustand unter Zumischung von
Chemikalien abgeben können, werden diese Geräte nicht unmittelbar aus der Wasserleitung
gespeist, sondern es ist ein Wasserbehälter vorhanden. Um grosse Mengen von Wasser
abgeben zu können, muss der Wasserbehälter relativ gross di#mensionier werden, was
die Geräteabmessungen eines solchen Mehrzweckreinigungsgerätes sehr stark vergrössert.
Ebenso muss in einem solchen Mehrzweckreinigungsgerät ein Aufnahmeraum für die Aufbewahrung
von Chemikalienbehältern und der Geräteteil (Hochdruckpumpe, Steuereinrichtungen,
Elektromotor) vorgesehen sein. Die bekannten Geräte weisen alle relativ grosse Abmessungen
auf, wobei ferner der Nachteil besteht, dass solche bekannten Geräte nur bedingt
für den Wintereinsatz geeignet sind. Im Wintereinsatz besteht nämlich die Gefahr
des Einfrierens des Wassers im Wasserbehälter und die dem Wasserstrom zuzumischenden
Chemikalien werden in ihrer Viskosität so stark erhöht, dass eine Zumischung
praktisch
nicht mehr möglich ist. Zusätzlich können die Leitungen innerhalb des Gerätes einfrieren,
wodurch eine unmittelbare Beschädigungsgefahr besteht.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Gehäuse für ein Mehrzweckreinigungsgerät
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass bei relativ kleinen Gehäuseabmessungen
ein Winterbetrieb möglich ist, ohne dass die Gefahr des Einfrierens und der Beschädigung
des Gerätes besteht.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse mindestens zweiteilig ausgebildet ist und zwar aus einem auf Rollen
verfahrbaren, nach oben offenen Metallgehäuse, das an der Oberseite von einer Abdeckhaube
abgedeckt ist, daß parallel zu einer vertikalen Wand des Gehäuses der Wasserbehälter
angeordnet ist, der sich bezüglich seiner Höhe sowohl in das Metallgehäuse als auch
in die Abdeckhaube erstreckt und dass der Wasserbehälter mindestens eine Wand des
Aufnahmeraumes für die Chemikalienbehälter bildet.
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Wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist also ein Kombinationsmerkmal,
das daraus besteht, dass an einem nach oben offenen Metallgehäuse eine Abdeckhaube
angeordnet ist und dass parallel zu einer vertikalen Wand
des Gehäuses
(z.B. der Seitenwand oder der Rückwand) der Wasserbehälter angeordnet ist, der sich
sowohl in das Metallgehäuse als auch in die Abdeckhaube erstreckt, wobei ferner
der Wasserbehälter mindestens eine Wand des Aufnahmeraumes für die Chemikalienbehälter
bildet.
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Durch die Anordnung des Wasserbehälters vertikal hochstehend im Metallgehäuse,
wobei der Wasserbehälter mit seinem oberen Teil noch in den Bereich der oben angeordneten
Abdeckhaube eingreift, wird der wesentliche Vorteil erzielt, dass auf einem kleinen
Raum ein grosser Wasserbehälter mit grossem Fassungsvermögen untergebracht werden
kann. Dadurch, dass der Wasserbehälter mindestens eine Wand des Aufnahmeraumes für
den Chemikalienbehälter bildet, wird erreicht, dass ein problemloser Winterbetrieb
mit dem erfindungsgemässen Mehrzweckreinigungsgerät möglich ist. Das Wasser des
Wasserbehälters wird nämlich in bekannter Weise durch Elektrostäbe aufgeheizt (
es handelt sich also um einen Elektro-Boiler), so dass sich im Winter stets erwärmtes
Wasser im Wasserbehälter befindet. Hierdurch erwärmt sich die Aussenwand des Wasserbehälters
selbst ebenfalls, so dass auf Grund der dichten Beieinanderanordnung von Wasserbehälter
und Aufnahmeraum für Chemikalienbehälter (der Wasserbehälter bildet eine Wand mit
dem Aufnahmeraum) der Aufnahmeraum für die Chemikalienbehälter durch den Wasserbehälter
beheizt wird und die Chemikalien hierdurch vor dem Aussulzen oder vor dem Einfrieren
geschützt
werden. Durch die ständige Beheizung der Chemikalien im Winter wird die Viskosität
niedrig gehalten, so dass stets fließfähige Chemikalien von der Hochdruckpumpe an
gepumpt werden können und dem erwärmten Wasserstrom beigemischt werden können.
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Die gekennzeichnete technische Lehre des Anmeldungsgegenstandes lässt
mehrere Ausführungsformen zu. In einer erster Ausführungsform ist es vorgesehen,
dass der Wasserbehälter die Rückwand des Metallgehäuses bildet und dass deshalb
der Aufnahmeraum zur Aufnahme der Chemikalienbehälter vor der Rückwand angeordnet
ist, das heisst, die Vorderseite des Wasserbehälters bildet ihrerseits die Rückwand
des Aufnahmebehälters für die Chemikalien. Damit der Aufnahmeraum für die Chemikalienbehälter
besonders leicht zugänglic ist, ist eine an der Frontseite angebrachte Fronttür
vorgesehen, bei deren Öffnung die Chemikalienbehälter aus dem Aufnahmeraum entnommen
oder hineingestellt werden könne Damit der Flüssigkeitsstand der Chemikalienbehälter
auch bei geschlossener Fronttür von aussen her sichtbar ist, ist es vorgesehen,
dass die Chemikalienbehälter aus einem zumindest luziden (wenn nicht vollständig
durchsichtigen) Kunststoffmaterial bestehen und dass in der Fronttür Sichtschlitze
angeordnet sind, durch die hindurch der Flüssigkeitspegel der Chemikalienbehälter
sichtbar ist (Anspruch 4).
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In einer weiteren, nicht näher dargestellten Ausführungsform ist es
aber genauso möglich, dass der Wasserbehälter eine Seitenwand des Metallgehäuses
bildet und dass nicht eine Fronttür vorgesehen ist, sondern eine Seitentür, um den
Aufnahmeraum allseitig abzuschliessen.
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Gemäss dem Gegenstand des Anspruches 2 ist es vorgesehen, dass die
Abdeckhaube schwenkbar am Metallgehäuse gelagert ist. Hierdurch ergibt sich der
wesentliche Vorteil, dass der Geräteteil des Mehrzweckreinigungsgerätes besonders
leicht zugänglich ist, denn gemäss dem Gegenstand des Anspruches 5 wird die obere
Deckwand des Aufnahmeraumes für die Chemikalienbehälter durch eine Montageplatte
gebildet, auf der der Geräteteil des Gerätes montiert ist, wobei die Montageplatte
auf seitlich am Metallgehäuse befestigten Haltestreifen abnehmbar aufgelegt ist.
Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass auch der Geräteteil sich im (oberen) Bereich
des Wasserbehälters befindet und demzufolge im Winterbetrieb selbst auch durch den
Wasserbehälter (durch Wärmestrahlung und Konvektion) beheizt wird.
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Mit dem Merkmal, dass die Abdeckhaube schwenkbar am oberen Ende des
Metallgehäuses gelagert ist, ergibt sich, dass durch Abschwenken der Abdeckhaube
der Geräteteil besonders einfach zugänglich ist und mitsamt der Montageplatte sofort
zu Wartungs-, Reparatur- oder Montagezwecken aus dem Mehrzweckgerät entnommen werden
kann, weil die gesamte Montageplatten
auf an den Seitenwänden
des Metallgehäuses befestigten Haltestreifen abnehmbar aufgelegt ist.
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Hierdurch ergibt sich der weitere wesentliche Vorteil, gemäss dem
Merkmal des Anspruches 6, dass die Bedienungs-und Anzeigeelemente des Gerätes in
einer an der Frontseite der Abdeckhaube befestigten Bedienungstafel angeordnet werden
können und deshalb von vorne besonders gut sichtbar sind und bei Abklappen der Abdeckhaube
von hinten zugänglich sind.
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Dadurch, dass die Rückwand des gesamten Gerätes durch den Metallbehälter
gebildet ist, ergibt sich, dass die Abdeckhaube selbst keine Rückwand besitzt, sondern
im Bereich der Rückwand des Gerätes geöffnet ist. Gemäss dem Gegenstand des Anspruches
7 ragt die Rückwand des Gerätes also über die obere umlaufende horizontale Begrenzung
des Metallgehäuses hinaus und diese rückseitige Abdeckung des Gerätes bildet die
Rückwand der in diesem Bereich offenen Abdeckhaube. Hierdurch ergibt sich beim Abklappen
der Abdeckhaube nach vorne eine besonders gute Zugänglichkeit zum Inneren des Gerätes,
weil die Rückwand der Abdeckhaube fehlt und bei abgeklappter Abdeckhaube die Zugänglichkeit
zu dem Geräteinneren nicht stört.
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Gemäss dem Gegenstand des Anspruches 8 sind an den Seitenwänden des
Metallgehäuses Ablagebügel zur Ablage der Sprühlanzen,
Waschbürsten
oder Werkzeuge angeordnet, was die Bedienungssicherheit und -einfachheit des Gerätes
noch weiter verbessert.
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Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Patentansprüche untereinander.
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Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmaler insbesondere
die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sieeinzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand von lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer
Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
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Es zeigen: Fig. 1 schematisiert gezeichneter Längsschnitt durch ein
Mehrzweckgerät; Fig. 2 Seitenansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1;
Fig.
3 Seitenansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 2; Fig. 4 Draufsicht auf das
Gerät in Richtung des Pfeiles IV nach Fig. 1 bei abgenommener Abdeckhaube.
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Das Gerät nach dem Ausführungsbeispie; weist ein zweiteiliges Gehäuses
auf. Ein ringsum geschlossenes, nach oben geöffnetes Metallgehäuse12 ist auf Rollen
18 verfahrbar gelagert. Das Metallgehäuse 12 weist eine hintere vertikal aufragende
Rückwand 23 auf, in deren Bereich der parallel zur Rückwand 23 angeordnete Wasserbehälter
5 angeordnet ist. Der Wasserbehälter 5 erstreckt sich also längs der gesamten Rückwand
23 parallel zu dieser und greift auch in den oberen Teil des Gehäuses, der von der
an der Rückwand offenen Abdeckhaube 7 abgeschlossen ist.
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Die Abdeckhaube 7 ist mittels Schwenklagern 8 nach vorne in Pfeilrichtung
24 abklappbar.
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In einer anderen, nicht näher dargestellten Ausführungsform kann es
aber auch vorgesehen sein, dass die Abdeckhaube in hinteren Schwenklagern 8' schwenkbar
am Metallgehäuse 12 gelagert ist.
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Das Metallgehäuse 12 ifiniert einen unteren Aufnahmeraum 1, in dem
mehrere Chemikalienbehälter 2 parallel nebeneinander angeordnet sind. Der Aufnahmeraum
1 ist von vorne
her durch eine Fronttür 3 zugänglich, in der SichtschJitze
4 angeordnet sind. Bei der Verwendung von Chemikalienbehältern aus einem luziden
Kunstsjoffmateriai ist es deshalb miigllc#l, bei yeschlossener Fronttür 3 durch
die Sichtschlitze 4 gemäss Figur 2 den Flüssigkeitspegel 20 in den einzelnen Chemikalienbehältern
2 zu beobachten.
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Die Rückwand des Aufnahmeraumes 1 wird durch die Vorderseite des Wasserbehälters
5 gebildet, der demzufolge in Pfeilrichtung 19 eine Wärmestrahlung abgibt, welche
die Chemikalienbehälter 2 aufheizt und vor dem Einfrieren bzw.
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Aussulzen schützt.
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Im unteren Teil des Wasserbehälters 5 sind Heizstübe 14 vorgesehen,
mit denen das Wasser elektrisch aufgeheizt wird.
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Die Oberseite desAifnahmeraumes 1 wird durch eine Montageplatte 17
gebildet, die gemäss Fig. 4 auf an den Seitenwänden angebrachten Haltestreifen 6
abnehmbar aufgelegt ist. Die Befestigung erfolgt hier beispielsweise mittels Bolzen.
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Auf der Montageplatte 17 sind sämtliche Funktionsteile des Mehrzweckreinigungsgerätes
montiert. Der Geräteteil besteht beispielsweise aus einer Hochdruckpumpe 22, die
von einem Elektromotor 21 über Keilriemen angetrieben wird.
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Zusätzlich sind noch Steuerungsteile, Druckspeicher, Ventile und dergleichen
auf der Montageplatte befestigt.
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Zu Reparatur- oder Montagezweckn kann damit die gesamte Montageplatte
17 herausgenommen werden. Dadurch, dass sich der Wasserbehälter 5 auch noch in den
Bereich der Abdeckhaube 7 erstreckt und der Geräteteil 13 auf der Montageplatte
17 ebenfalls in die Abdeckhaube 7 sich hineinerstreckt, wird der wesentliche Vorteil
erzielt, dass auch der Geräteteil 13 von dem Wasserbehälter 5 im Winter beheizt
wird und dass deshalb ein Einfrieren des Geräteteils 13 vermieden wird.
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Der Wasserbehälter 5 hat bei 15 einen Wasserzulauf, der in ein Schwimmerventil
16 mündet.
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Mit dem großvolumigen Wasserbehälter 5 ist es deshalb möglich, sowohl
einen Hochdruckreinigungsstrahl relativ geringer Wassermenge zu erzeugen als auch
einen Niederdruck-Reinigungsstrahl grosser Wassermenge. Die Wasserabgabemenge eines
solchen Gerätes ist deshalb besonders gross und kontinuierlich und hängt nicht vom
Wasserzuleitungsdruck oder ähnlichen Unwägbarkeiten ab.
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An der Frontseite 9 der Abdeckhaube 7 ist eine Bedienungstafel 10
mit den erforderlichen Anzeige- und Bedienungselementen angeordnet. Es ergibt sich
eine besonders gute Ablesbarkeit, wenn die Bedienungstafel 10 in Richtung zur
Vertikalen
nach hinten geneigt ist, wie die Figuren 1 und 3 zeigen.
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Seitlich am Metallgehäuse 12 sind noch Ablagebügel 11 angeordnet,
um das Ablegen der Schläuche für die Sprühlanzen bzw. für die Waschbürsten, für
Werkzeuge und dergleichen zu ermöglichen.
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Mit dem erfindungsgemässen Gerät wird ein universell einsetzbares
Mehrzweckreinigungsgerät vorgeschlagen, das sich durch besonders kleine Abmessungen
auszeichnet und mit dem auch problemlos ein Winterbetrieb möglich ist, ohne dass
eine elektrische Zusatzheizung oder ähnliche stromverbrauchende und teure Elemente
vorgesehen werden müssen.
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L e e r s e i t e