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Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeitsstandfühler für elektrisch leitende Flüssigkeiten, für die freie Aufstellung eines Elektrodengehäuses mit an diesem fest angeordneten Elektroden für die Verwendung bei einer Leckanzeige.
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Flüssigkeitsstandfühler insbesondere auch solche für elektrisch leitende Flüssigkeiten, sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt und werden zur Überwachung und Steuerung des Flüssigkeitspegels in Flüssigkeitsbehältern der verschiedensten Art verwendet. Aber auch zum Anschluß an elektronische Alarmschaltungen bzw. Leckanzeigen, die zum Überwachen von Räumen hinsichtlich austretender Flüssigkeiten dienen, werden solche Flüssigkeitsstandfühler benötigt.
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Bekannt ist ein Flüssigkeitsstandfühler (CH-PS 53 610), der aus einem an der Innenfläche eines Flüssigkeisbehälters befestigbaren quaderförmigen Gehäuse besteht, inwelchem ein ebenfalls quaderförmiger Schwimmkörper in Richtung senkrecht zum Boden des Gehäuses beweglich angeordnet ist. Das Gehäuse besitzt in diesem Boden, an der dem Boden gegenüberliegenden Oberseite sowie an einer senkrecht zum Boden und zur Oberseite verlaufenden Seitenfläche durchgehende Öffnungen. Außerdem sind an der Oberseite des Gehäuses im Inneren dieses Gehäuses zwei freiliegende Elektroden vorgesehen, welchen ein an der Oberseite des Schwimmkörpers vorgesehenes Metallplättchen gegenüberliegt. Steigt die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter über ein vorgegebenes Niveau an, so dringt diese Flüssigkeit durch die Öffnung im Boden des Gehäuses in das Innere dieses Gehäuses ein, wodurch der dann in der Flüssigkeit schwimmende Schwimmkörper mit der weiter ansteigenden Flüssigkeit angehoben und mit dem an seiner Oberseite vorgesehenen Metallplättchen gegen die Elektroden zur Anlage kommt und dadurch beide Elektroden miteinander verbindet. Die Funktionsweise dieses bekannten Flüssigkeitsstandfühlers erfordert eine feste Anbringung des Flüssigkeitsstandfühlers im Inneren des Flüssigkeitsbehälters, und zwar in einer vorgegebenen Lage, in der der Boden des Gehäuses nach unten weist.
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Bekannt ist weiterhin ein Flüssigkeitsstandfühler (DE-AS 12 15 386), der im wesentlichen aus einer Elektrode besteht, die an einer aus elektrisch leitendem Material hergestellten vertikalen Seitenwand eines Flüssigkeitsbehälters derart befestigt ist, daß diese Elektrode zwar gegenüber dieser Seitenwand elektrisch isoliert ist, im Inneren des Flüssigkeitsbehälters jedoch freiliegend angeordnet ist. Erreicht der Spiegel der elektrisch leitenden Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehlter das Niveau der Elektrode, so erfolgt eine elektrische Verbindung zwischen der Elektrode und der Seitenwand des Flüssigkeitsbehälters und damit ein entsprechendes elektrisches Schaltsignal in einem mit der Elektrode sowie mit der Seitenwand verbundenen Signalstromkreis. Um die Elektrode gegen rasche Niveausschwankungen der Flüssigkeit, z. B. Wasserschlag, zu schützen, ist die Elektrode von einem zusätzlichen, quaderförmig ausgebildeten und im Inneren des Flüssigkeitsbehälters an dessen Seitenwand angeordneten Elektrodengehäuse umgeben, welches an seiner Oberseite offen ist und an seinem Boden eine Öffnung zum Ein- und Austritt der Flüssigkeit in das Innere des Elektrodengehäuses aufweist. Auch dieser bekannte Flüssigkeitsstandfühler setzt eine feste Montage an der Seitenwand des Flüssigkeitsbehältes voraus. Insbesondere ist es für die Funktion des bekannten Flüssigkeitsstandfühlers auch Voraussetzung, daß das Elektrodengehäuse ebenfalls an der Seitenwand des Flüssigkeitsbehälters fest und in einer genau vorgegebenen Lage mit dem Boden nach unten montiert ist.
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Bekannt ist weiterhin ein Flüssigkeitsstandfühler zur Verwendung bei Geschirrspülmaschinen (DE-OS 21 06 760), der aus einem im wesentlichen quaderförmigen, geschlossenen Elektrodengehäuse besteht, welches an einer senkrecht zur Oberseite sowie zum Boden des Elektrodengehäuses verlaufenden Seitenfläche in der Nähe der Oberseite eine Einlaßöffnung und in der Nähe des Bodens eine Auslaßöffnung für die leitende Flüssigkeit (Wasser) aufweist. Im Inneren des Elektrodengehäuses sind auf einem gleichen Niveau zwischen der Oberseite und dem Boden des Elektrodengehäuses zwei Elektroden freiliegend angeordnet. Sobald die in das Innere des Elektrodengehäuses eintretende Flüssigkeit dieses Niveau erreicht, werden beide Elektroden, die in einem Signalstromkreis angeordnet sind, über die Flüssigkeit miteinander verbunden. Der bekannte Flüssigkeitsstandfühler, dessen Elektrodengehäuse an einer Ecke noch einen über den Boden schräg nach unten wegstehenden Ansatz zur Aufnahme eines Steuerelektromagneten aufweist, wird an der Außenfläche einer vertikalen Seitenwand einer Spülwanne der Geschirrspülmaschine derart befestigt, daß das Elektrodengehäuse des Flüssigkeitsstandfühlers mit seiner die Einlaßöffnung und Ausflußöffnung aufweisenden Seitenfläche flächig gegen die Außenfläche der Spülwanne anliegt und das Innere des Elektrodengehäuses über die Einlaßöffnung sowie Ausflußöffnung mit dem Inneren der Spülwanne in Verbindung steht. Auch dieser bekannte Flüssigkeitsstandfühler setzt für seine Funktion eine feste Montage in einer vorgegebenen Lage voraus.
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Aufgabe der Erfindung ist es, Flüssigkeitsstandfühler für die Verwendung bei einer Leckanzeige zu schaffen, der ( Flüssigkeitsstandfühler) eine freie Aufstellung des Elektrodengehäuses auf dem Boden eines zu überwachenden Raumes gestattet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Flüssigkeitsstandfühler der eingangs geschilderten Art gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale, daß
- a) das Elektroden-Trägergehäuse durch die Formgebung seiner Außenseite zwei Auflageflächen für das Gehäuse auf dem Untergrund aufweist, die
- b) eine stabile Gebrauchslage beim Aufstellen des Gehäuses auf dem Untergrund gewährleisten und
- c) der Abstand der Elektroden zu diesen Auflageflächen jeweils gleich ist.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird erreicht, daß das Elektroden-Trägergehäuse bei loser Aufstellung auf den Untergrund automatisch eine von zwei möglichen stabilen Schwerpunkt- bzw. Gebrauchslagen einnimmt, in welchen das Elektroden-Trägergehäuse jeweils mit einer der beiden Auflageflächen auf dem Boden aufliegt und in welcher auch die am Elektroden-Trägergehäuse vorgesehenen Elektroden die richtige Gebrauchslage aufweisen, da diese Elektroden den gleichen Abstand zu den beiden Anlageflächen des Trägergehäuses besitzen.
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Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 6 näher erläutert.
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Der in der Fig. 1 wiedergegebene Flüssigkeitsstandfühler weist ein Elektroden-Trägergehäuse 2 auf, welches so gestaltet ist, daß bei loser Aufstellung automatisch eine von zwei möglichen stabilen Schwerpunktlagen bzw. Gebrauchslagen eingenommen wird, welche die beiden drehsymmetrisch ausgebildeten Elektroden 3 immer in die richtige Gebrauchslage bringen, so daß diese Elektroden immer den gleichen Abstand A zu den beiden Auflageflächen F des Trägergehäuses einnehmen.
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Die Elektroden können beliebige Formen aufweisen, beispielsweise drehsymmetrisch ausgebildete Elektroden 3 mit zentrischen Sackbohrungen 5 oder als flache Steckerzungen ausgebildete Elektroden 4 usw. (Fig. 2 und 3). Bei drehsymmetrischen Elektroden 3 mit zylindrischer Sackbohrung 5, aber auch bei als flache Steckerzungen ausgebildeten Elektroden 4 ist es möglich, weitere Flüssigkeitsstandfühler 1 über passende Stecker 6 und Elektrodenkabel 7 direkt an die Elektroden 3 bzw. 4 anzustecken, um damit auch in anderen Räumen oder an räumlich entfernten Stellen eine Überwachung eventuell austretender Flüssigkeiten zu erreichen (Fig. 4 und 5). Weiterhin besitzt der Flüssigkeisstandfühler 1 eine oder mehrere Befestigungsbohrungen 8, mit deren Hilfe er auch als Niveaufühler mittels Schrauben 9 an senkrechten Behälterwänden 10 usw. befestigt werden kann (Fig. 6).