-
Gerät zur Ermöglichung der Stuhl- und / oder Urinkontrolle,
-
insbesondere für Diefspülklosetts Die Erfindung betrifft ein Gerät
zur Ermöglichung der Stuhl und / oder Urinkontrolle, insbesondere für Tiefspülklosetts.
-
Zur erfolgreichen Bekämpfung fast aller Krankheiten gehört deren #rüherkennung.
Sehr viele, insbesondere innere Krankheiten zeigen sich durch eine Ter~anderung
des Stuhlgangs und / oder Urins an. So wird z. B. im Rahmen der Krebsvorsorge vom
Arzt eine Stuhiprobe verlangt, der diese unter anderem auf nicht sichtbares Blut
im Stuhl untersucht.
-
Bekannt ist die Methode dem Stuhl an dessen Anfangsstelle und an dessen
Endstelle mit jeweils einem Spatel je eine etwa linsengroße Probe zu entnehmen,
die zwei Stuhiproben in zwei voneinander getrennten Feldern eines Testbriefchens
zu verstreichen, das Testbriefchen zu verschließen und dann dem Arzt zu übergeben.
Auch von frisch Operierten wird der erste Stuhl und / oder Urin nach der Operation
untersucht.
-
Die Entnahme von Stuhlproben oder auch Urinproben ist aber
insbesondere
bei einem Tiefspülklosset sehr schwierig bzw.
-
ganz unmöglich. Im Gegensatz zum Flachspülklosset fällt beim Tiefspülklosett
der Stuhl unmittelbar in das Wasser des Siphon- Wasserverschlusses, versinkt sofort
unter die Wasseroberfläche und zerfällt nach einiger Zeit im Wasser.
-
Eine Stuhlsichtkontrolle bzw. Stuhlprobenentnahme oder auch eine Urinsichtkontrolle
bzw. Urinprobenentnahme sind praktisch unmöglich. Dieses Problem wächst, weil das
iefspuiklosett infolge seiner Vorteile der geringeren Verschmutzungs- und Geruchsbelästigung
in erhöhtem Maße produziert und installiert wird und das Flachspülklosett verdrängt
aufgrund einer Entwicklung, die sich im Ausland bereits vollzogen hat. Wer auf ein
Tiefspülklosett angewiesen ist, muß zur Stuhl- oder Urinprobenentnahme auf einen
Nachttopf zurückgreifen, dessen Reinigung unhygienisch ist. Zur Umgehung des Nachttopfs
bliebe nur der praktisch nicht gangbare Weg, in das Tiefspüiklosett zur Aufnahme
des Stuhls eine Lage Papier, s. B. Zeitungspapier zu legen, das sich durch den Klosettsiphon
aber nicht wegspülen läßt.
-
Die Probleme des Tiefspülklosetts, ausführlich geschildert in "Medical
Tribunen 45/1979 und in der in der Anlage beigefügten Zeitschrift "Wohamedizint
Heft Nr. 6, 1979, Seiten 9 und 10, bestehen auch beim Ylachspülklosett, sofern dort
der Stuhl nicht in die flache Schale, sondern unmittelbar in das
Wasser
des Siphon- Wasserverschlusses fällt, was oft der Fall ist, wenn das Flachspülklosett
von über dem vorderen Beckenrand sitzenden kleinen Kindern benutzt wird, deren Stuhl
ebenfalls untersucht werden muß, z. B. nach Würmern0 Die Aufgabe der Erfindung besteht
daher in der Schaffung eines billig herstellbaren sowie einfach und hygienisch einwandfrei
handzuhabenden Geräts zur Ermöglichung der Stuhl- und / oder Urinkontrolle, insbesondere
für ief spülklosetts.
-
Erfindungsgemäß besteht das Gerät aus einem in das Klosett einbringbaren,
den Stuhl und / oder Urin aufnehmenden Behältnis, das wenigstens teilweise doppelwandig
und auf~ blasbar ist.
-
Mit Vorteil besteht das aufbiasbare Behältnis wie ein BuStballon aus
einem dünnen Gummimaterial und ist daher vor seinem Gebrauch problemlos zu verpacken
und kann zusammengefaltet oder zusammengerollt den oben erwähnten Stuhiproben -Testbriefchen
beigepackt werden. Zum Gebrauch wird das BeSiltnis aufgeblasen, das im aufgeblasenen
Zustand die Form eines flachen Tellers oder Napfs hat. Das aufgeblasene Behältnis
wird auf die Wasseroberfläche des Klosett siphon- Wasserverschlusses gelegt, wo
es sicher schwimmt und für die Aufnahme
des nach unten fallenden
Stuhls sehr tragfähig ist. Der auf dem aufgeblasenen Behältnis aufgebrachte Stuhl
und / oder Urin versinkt nicht im Wasser und kann daher einer Sichtkontrolle unterzogen
werden. Vor allem kann sehr bequem eine Stuhl- und / oder Urinprobe entnommen werden.
Am Schluß wird aus dem aufgeblasenen Behältnis die Luft entlassen, wonach das Behältnis
zusammen mit den Resten des Stubls einfach und hygienisch einwandfrei durch den
Klosettsiphon weggespült wird.
-
Die Erfindung und deren weiteren Merkmale und Vorteile werden anhand
der in den Figuren schematisch dargestellten Ausfürungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt: Fig. 1 im Vertikalschnitt schematisch ein Tiefspülklosett mit eingesetztem
erfindungsgemäßem Behältnis zur Aufnahme des Stuhis und / oder Urins, Fig. 2 die
Draufsicht auf das Tiefspülklosett der Fig. 1, Fig. 3 in perspektivischer Darstellung
herausgezeichnet ein aufgeblasenes erfindungsgemäßen Gerät und Fig. 4 in perspektivischer
Darstellung eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Geräts ebenfalls im
aufgeblasenen Zustand.
-
Das erfindungsgemäße Gerät ist wie folgt ausgebildet und wird wie
folgt benutzt:
Das Gerät besteht aus einem doppelwandigen Behältnis
10, das mit Vorteil wie ein Luftballon aus einem dünnen Gummimaterial besteht. Das
mit Vorteil dem Testbriefchen für die Vorsorgeuntersuchung beigepackte Behältnis
10 wird auseinandergerollt oder auseinandergefaltet und mit dem Mund aufgeblasen.
Im aufgeblasenen Zustand hat das Behält nis 10 nach Fig. 1 die Borm eines Napfs,
der vollständig doppelwandig ist. Bs besteht auch die Möglichkeit, nur den Ringwulst
11 doppelwandig und aufblasbar zu gestalten und den Boden des Behältnisses nur einwandig
auszubilden, weil dieser sehr tragfähig wird, wenn er auf dem Wasserspiegel 12 des
Wasserverschlußsiphons 13 des Tiefspülklosetts 14 schwimmt, was weiter unten noch
näher erläutert wird.
-
Zum Aufblasen und Luftablassen weist das aufgeblasene Behältnis 10.
an der Seite eine sich nach oben erstreckende Schlauchzuleitung 15 auf, die mit
einem Verschluß 16 versehen ist, welche aus einer die Schlauchzuleitung abquetschenden
Klemme besteht. Nach den Figuren 3 und 4 kann der Verschluß auch aus einer knickbaren
und bleibend verform baren Schlauchmanschette 17 oder dergleichen bestehen.
-
Nachdem das Behältnis 10 aufgeblasen und verschlossen ist, wird es
auf den Wasserspiegel 12 des Siphons 13 aufgelegt.
-
Das Behältnis 10 schwimmt und kann noch an der Innenwandung
des
Klosettbeckens gehalten sein, weil, wie in Fig. 2 deutlich zu sehen, die Kontur
des aufgeblasenen Behältnisses 10 in Draufsicht betrachtet oval und der Querschnittsform
des Siphons 13 in Höhe dessen Wasserspiegels 12 in etwa angepaßt ist. Durch unterschiedlich
starkes Aufblasen des Behältnisses 10 lassen sich verschiedene Abmessungen erzielen0
Auf das aufgeblasene 3eha1'#tnis 10 wird dann der Stuhl oder Urin abgelegt. Sodann
wird dem Stuhl oder Urin die gewünschte Probe entnommen; bei der Stuhlprobennahme
kann ganz genau am Stuhlanfang und am Stuhlende je nach vorgeschriebenem ProgrnmmWine
Probe entnommen werden. Anschließend wird der Verschluß 16 bzw. 17 der Schlauchzuleitung
15 geöffnet, die Luft entweicht aus dem aufgeblasenen Behältnis 10, das dann zusammen
mit den Resten des Stuhls bzw. Urins einfach durch den Siphon 13 weggespült wird.
Bei dieser sicheren und hygienisch einwandfrei ablaufenden Handhabung kommt man
mit der Aufnahmefläche des Behältnisses 10 ilberhaupt nicht in Berührung, Zum einfachen
Abgießen einer Urinprobe kann der obere Rand des aufgeblasenen Behältnisses 10 an
einer Stelle zu einer Ausgießschnute 18 geformt sein, wie in Fig. 3 zu sehen ist.
-
Beim BusLuhrungsb ei spiel der Fig. 4 besteht das Behältnis aus einem
aufblasbaren Ringwulst 19, dessen freie Innenfläche von einem feinmaschigen Netz
20 ausgefüllt ist, das den Urin
hindurchläßt, sodaß diese Ausfuhr#ungsform
zur Aufnahme urinfreien Stuhls besonders geeignet ist. Ein ähnlicher Effekt würde
auch durch ein Aufnahmebehältnis erzielt werden, das im aufgeblasenen Zustand igelartig
leicht nach oben durchgewölbt ist.
-
Leerseite