DE3049082C2 - Sicherungseinrichtung für einen Zünder - Google Patents
Sicherungseinrichtung für einen ZünderInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C19/00—Details of fuzes
- F42C19/02—Fuze bodies; Fuze housings
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/18—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved
- F42C15/188—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved using a rotatable carrier
- F42C15/192—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved using a rotatable carrier rotatable in a plane which is parallel to the longitudinal axis of the projectile
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherungseinrichtung für einen Zünder nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Aus dem Waffentechnischen Taschenbuch, Rheinmetall, 1973, Seite 552, sind herkömmliche Detonatorsicherungen
nach dem Prinzip der Schiebersicherung und der Rotorsicherung bekannt. Damit ist sichergestellt, daß
die Zündung erst in Scharfstellung des Schiebers bzw. des Rotors eingeleitet werden kann. Das Problem, das
bei nicht beabsichtigter Zündung des in Sicherstellung stehenden Detonators besteht, ist nicht angesprochen.
Die Zündung kann durch Druck- und/oder Temperatureinwirkung erfolgen.
Eine dem Oberbegriff des Anspruches 1 entsprechende Sicherungseinrichtung für einen Zünder ist aus der
DE-OS 20 37 182 bekannt. Durch den Gasdruckaufbau im Rotor und die nicht direkte Verbindung zwischen
Detonator und Entspannungsraum können Durchzündungen zur Verstärkungsladung erfolgen. Dies kann vor
allem dadurch verursacht werden, daß der Rotor zunächst verformt werden muß, damit überhaupt ein Gasaustritt
aus dem Detonatorraum des Rotors in den Entspannungsraum erfolgen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, für Rohrwaffenmunition die Detonatorsicherheit so zu gewährleisten,
daß weder die Verstärk-ingsladung gezündet wird, noch
äußere Teile des Zünders beschädigt werden. Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den kennzeichnenden
Merkmalendes Anspruches 1.
Nach der Erfindung ist ein direktes Ausweichen des vom Detonator kommenden Gasdruckes in den ersten
Entspannungsraum möglich, woraufhin durch das schrittweise Aufbrechen der Sollbruchstellen ein stufenweiser
Gasdruckabbau erfolgen kann. Da dieser Gasdruckabbau in Richtung zum Schlagbolzen hin erfolgt,
wird sichergestellt, daß eine Durchzündung vom Detonator zur Verstärkungsladung sicher verhindert wird.
Dies wird mit geringem konstruktiven Aufwand erreicht. Es sind keine zusätzlichen Teile erforderlich, Iediglich
vorhandene Teile werden konstruktiv verändert. Dizu tragen die Merkmale des Anspruches 2 bei, so daß
die Erfindung insbesondere für kleinkalibrige Munition geeignet ist
Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der
Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind in der
t ο Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Aufschlag-Kopfzünder,
F i g. 2 einen Aufschlag-Bodenzünder.
Nach Fig. 1 besteht der Zünder 1 aus folgenden Abschnitten: Kopf 2, Schaft 3 und Boden 4. Im Kopf 2 ist eine nicht näher beschriebene fliehkraftbetätigte Sicherungseinrichtung 6 untergebracht und weist einen Entspannungsraum 5 auf.
F i g. 2 einen Aufschlag-Bodenzünder.
Nach Fig. 1 besteht der Zünder 1 aus folgenden Abschnitten: Kopf 2, Schaft 3 und Boden 4. Im Kopf 2 ist eine nicht näher beschriebene fliehkraftbetätigte Sicherungseinrichtung 6 untergebracht und weist einen Entspannungsraum 5 auf.
Der Schaft 3 trägt in einem Entspannungsraum 10 einen Federband wickel 11 mit radial aufweitbarer
Kernbuchse 12. Auf der Kernbuchse 12 ist ein Kopf 13 eines Sch'agbolzens 14 abgestützt Der Schlagbolzen 14
ist in einer Bohrung 15 eines Zwischenbodens 20 geführt. Im Zwischenboden 20 ist durch eine ringförmige
Ausnehmung 21 eine Sollbruchstelle 22 gebildet. Eine Platte 25 liegt am Kopf 13 und an einem Absatz 26 an.
Im Boden 4 ist eine Ausnehmung 30 mit kugelkalottenförmigem
Boden 31 und einem Einschnitt 32 sowie eine die Verstärkungsladung 33 aufnehmende Bohrung
34 vorgesehen. Die Verstärkungsladung 33 ist in einem Napf 35 eingepreßt und durch eine Folie 36 verschlossen.
Der Napf 35 ist in den Boden 4 eingebördelt.
In der Ausnehmung 30 ist in bekannter Weise ein kugelförmiger Rotor 40 schwenkbar gelagert und liegt
an der napfseitigen Fläche 42 großflächig an. Ein Spalt 41 besteht zwischen Rotor 40 und dem Zwischenboden
20, siehe auch F i g. 2. Die gezeichnete Sicherungsstellung des Rotors 40 ist durch eine unter Fliehkraftwirkung
in den Einschnitt 32 hinein aufspreizbare Feder 43 gewährleistet. Der Rotor 40 enthält einen eingebördelten
Detonator 44 mit gelochter Kappe 45.
Die Wirkungsweise der geschilderten Vorrichtung besteht darin, daß bei unbeabsichiigter Detonation des
Detonators 44 der Gasschlag sich zunächst in den Ausnehmungen 21, 30 ausbreitet und dann die ringförmige
Sollbruchstelle 22 aufreißt, um in den Raum 10 einzutreten. Dort wird die Platte 25 zerstört, so daß das Gas in
den Raum 5 eintritt. Durch die stufenweise Entspannungsmöglichkeit des Gases wird der Druck des Gasschlages
gezielt abgebaut, ohne daß die Teile des Zünders, nämlich Kopf 2, und die in dem nicht gezeichneten
Geschoß liegenden Teile, nämlich Schaft 3 und Boden 4, beschädigt werden. Unmittelbar danach wird durch den
Gasschlag der Rotor 40 zerlegt, wobei der napfseitige (Napf 35) Teil des Rotors 40 großflächig am Boden 4
abgestützt ist. Die Bruchstücke des Rotors 40 dringen daher in die Räume 5 und 10 ein, wobei die Energie der
Bruchstücke dort aufgebraucht wird. Insbesondere wird über den Boden 31 kein — für die Entzündung der Verstärkungsladung
33 relevanter Impuls übertragen bzw. der Boden 31 aufgerissen.
Nach F i g. 2 tragen die bereits zu F i g. 1 beschriebenen Teile dieselben Bezugszahlen. Der Bodenzünder 50
weist folgende Teile auf: Hülsenschraube 51, Hülse 52 mit Ausnehmungen 53 bis 55, Bohrung 56, Schlagbolzen
57 mit Feder 58 und Federbandwickel 11 mit Kernbuchse
12, Schaft 49 mit Ausnehmungen 21 und 30, Spalt 41, Rotor 40 mit Detonator 44 und Feder 43 und Sollbruchstelle
22 und Boden 60 mit Ausnehmungen 61 und 62
und eingebördelter Verstärkungsladung 63 mit Platte 64.
Die Wirkungsweise bei dem in Sicherungsstellung stehender. Detonator 44 besteht darin, daß das vom Detonator
44 erzeugte Gas in die Ausnehmungen 21, 30 5 strömt, die Sollbruchstelle 22 aufreißt, in die Ausnehmung
55 strömt um dann die ringförmige Sollbruchstelle 48 des Zwischenbodens 59 zu zerstören, so daß das
Gas in die Ausnehmung 53 strömt. Dadurch ist eine Entspannung des Gases ohne Zündung der Verstär- io
kungsladung 63 und ohne Aufreißen des Bodenzünders in radialer oder axialer Richtung sichergestellt. Auch
können analog zu dem zu F i g. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel keine — für die Zündung der Verstärkungsladung
63 relevanten Rotor-Bruchstücke entste- 15 hen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
40
45
50
55
b0
Claims (2)
1. Sicherungseinrichtung für einen Zünder mit einer Zündkette, bei der in Achsrichtung hintereinander
eine Verstärkungsladung, ein in einem Rotor angeordneter Detonator, ein Schlagbolzen und Sicherungseinrichtungen
so angeordnet sind, daß bei unbeabsichtigter Zündung des in Sicherungsstellung ausgeschwenkten Rotors der Gasdruck in Richtung
des Schlagbolzens in einen benachbarten Entspannungsraum entweicht und daß der Roter großflächig
am Boden zur Verstärkungsladung anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß zur schrittweisen
Entspannung des Gasdruckes das Gas sich zunächst in dem anliegenden ersten Entspannungsraum (21, 30) ausbreitet und schlagbolzenseitig wenigstens
ein zusätzlicher Entspannungsraum vorgesehen ist, der durch einen mit Sollbruchstellen (22,
48) versehenen Zwischenboden (20, 25, 59) vom ersten Entspannungsraum (21, 30) getrennt ist, wobei
die Sollbruchstelle durch den Gasdruck aufreißbar ist, wodurch die Entspannungsräume verbunden
werden, so daß anschließend die Bruchstücke des Rotors in die Entspannungsräume eindringen.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Entspannungsräumen Teile von Sicherungsvorrichtungen
(11, 12, 6; 48) angeordnet sind bzw. der Schlagbolzen (14,57) gelagert ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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