a) die Hydrolyse zweistufig durchführt,
b) nach der ersten Hydrolysestufe das Reaktionsgemisch entspannt und in an sich bekannter
Weise in eine eingedickte Suspension aus fester TPS und Mutterlauge sowie eine die restliche
Mutterlauge enthaltende flüssige Phase auftrennt,
c) in der zweiten Hydrolysestufe die Mutterlauge in der Suspension unter Hydrolysebedingungen
durch im Gegenstrom zur auskristallisierten TPS geführtes entsalztes Wasser laufend
verdünnt und quantitativ ersetz» und
d) die vereinigten Mutterlaugen gemäß Merkmal b) und c) so weit abkühlt, daß noch gelöste TPS
sowie Nebenprodukte getrennt oder gemeinsam ausfallen, diese als Feststoffe abtrennt und
die Flüssigphase destillativ in ein über Kopf abgehendes Methanol-Wasser-Gemisch sowie
eine als Sumpfprodukt anfallende wäßrige Phase, von der ein Teil ausgeschleust und der
verbleibende Teil mit den abgetrennten Feststoffen vereinigt und nach Wiederaufheizung in
die erste Hydrolysestufe zurückgeführt wird, auftrennt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff von Ansprach 1 bezeichneten Art zur
Herstellung von Terephthalsäure (TPS) aus Dimethylterephthalat (DMT) als Zwischenprodukt
5 Obwohl die Direktoxidation von p-Xylol mit Luftsauerstoff
in Gegenwart von Essigsäure als Lösungsmittel, eines bromhaltigen Aktivators sowie schwermetallhaltiger
Katalysatoren zur Gewinnung von Roh-TPS und nach einem weiteren Reinigungsschritt und
Abtrennung durch mehrstufige Kristallisation zu faserreiner TPS führt, die durch Direktveresterung mit
Äthylenglykol, Polykondensation und Schmelzverspinnung zu Polyesterfasern, -fäden und -folien verarbeitet
wird, ist es wirtschaftlich sinnvoll, die Herstellung von faserreiner TPS aus p-Xylo! über die Hydrolyse von
Roh-DMT entsprechend dem nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren durchzuführen.
Das Bedürfnis nach einem derartigen Verfahren ergibt sich aus der hohen Korrosivität des bei dem
Verfahren der Direktoxidation von p-Xylol zu TPS angewandten essigsauren Lösungsmittels in Verbindung
mit den benutzten Bromverbindungen sowie den durch Verbrennung von Essigsäure im Prozeß und den bei der
destillativen Aufarbeitung und Rückführung der Essigsäure auftretenden Verlusten.
Die Hydrolyse von faserreinem DMT, das durch Umkristallisation des nach dem Katzschmann-Verfahren
erzeugtem Roh-DMT erhalten wird, zu faserreiner TPS ist wesentlich kostenintensiver als das erfindungsgemäße
Verfahren. So wird in der DE-PS 12 99 627 ein Verfahren zur Herstellung von reinster TPS durch
Hydrolyse von reinstem DMT vorgeschlagen, wobei die Hydrolyse bei Temperaturen von 180 bis 280°C unter
Druck in korrosionrfesten Gefäßen mit wäßrigen Neutralsalzlösungen vorgenommen wird.
In der DE-OS 16 18 503 ist ein Verfahren zur Herstellung von TPS aus Alkylterephthalat durch
Umsetzung des Alkylterephthalates in Wasser bei einem Massenverhältnis von 1 :1 unter autogenem
Druck bei einer Temperatur im Bereich von 140 bis 3500C, bis die Hydrolyse im wesentlichen vollständig ist,
und durch Abtrennung der TPS aus dem so entstandenen Hydrolysat beschrieben, jedoch wird der Einfluß
der leicht- und schwersiedenden Verunreinigungen in dem als Ausgangsprodukt für die Hydrolyse verwendeten
DMT nicht berücksichtigt und zunächst durch Umkristallisation eines rohen DMT eine zur Verarbeitung
zu Fasern geeignete faserreine DMT-Qualität eingestellt.
so Aus der US-PS 27 94 832 ist ein Verfahren zur
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der destillativen Auftrennung 5r>
der Flüssigphase gemäß d) die Isomeren ausschleust.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß rnan beide Hydrolysestufen,
wobei man nach der ersten Hydrolysestufe nicht entspannt, bei gleichem Druck und gleicher
Temperatur fährt, die vereinigten Mutterlaugen gemäß Merkmal b) und c) so weit entspannt, daß nur
TPS ausfällt, die abgetrennt und in die zweite Hydrolysestufe zurückgeführt wird, aus der verbleibenden
Mutterlauge bei einem solchen Druck ein bs Methanol-Wasser-Gemisch über Kopf abdestilliert,
daß in der Sumplphase vorhandenes Monomethylterephthalat (MMT) in gelöste TPS übergeführt wird
und nach Ausschleusung durch Abkühlung und Entspannung TPS auskristallisiert, die ebenfalls in
die zweite Hydrolysestufe zurückgeführt wird, während Nebenprodukte ausgeschleust werden und
die Mutterlauge zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der
Suspension aus der zweiten Hydrolysestufe ausschleust, durch Erwärmung um 20—100°C den
Feststoffanteil partiell oder vollständig in Lösung bringt, anschließend entspannt und die resultierende
Suspension in eine verdünntere Mutterlauge zurückführt.
Gewinnung von Kristallen aus der Mutterlauge bekannt, bei dem man primär die Ausgangssuspension
von z. B. TPS in einem Lösungsmittel in einem FlüssigkeitszyJdon eindickt und anschließend die verbliebene
Mutterlauge durch eine entgegengeführte Waschflüssigkeit ersetzt
In DE-AS 1112 973 wird ein Verfahren zur
kontinuierlichen Isolierung von TPS aus der heißen wäßrigen Mutterlauge beschrieben, bei dem man die
Lösung der Rohterephthalsäure einer Kristallisationszone zuführt und die Kristalle sich absetzen läßt,
während die Mutterlauge weiterströmt. Die abgesetzten Kristalle werden nun in einem senkrechten Rohr infolge
ihrer Schwere in entgegengesetzter Richtung zu einem langsamen Strom von reinem Wasser bei der Kristalli- is
sationstemperatur (2000C) abwärts geführt, wobei die
anhaftende Mutterlauge ausgewaschen wird. Die hier zur Reinigung eingesetzte TPS wird durch Direktoxidation
von p-Xylol mit Luftsauerstoff pewonnen, wobei durch den bezeichneten Schritt und weitere Maßnahmen
auch andere Nebenprodukte, insbesondere p-Toluylsäure eliminiert werden müssen.
In der DE-OS 24 60 887 oder US-Patent 40 76 946 wird die Entfernung von aldehydischen Verunreinigungen,
gemeint ist insbesondere Terephthalaldehydsäuremethylester (TAE), in einer rohen DMT-Fraktion durch
katalytische Hydrierung beschrieben und eine destillative Entfernung als nachteilig bezeichnet. Es werden
Konzentrationen in der Größenordnung von 5000 bis 10 000 ppm TAE in rohem DMT erwähnt. jo
TAE wird bei der Hydrolyse von rohem DiVlT zu Terephthalaldehydsäure (TAS) umgewandelt und liegt
dann mit einem dem TAE-Gehalt entsprechenden Gehalt neben der gebildeten TPS und den sonstigen
Nebenprodukten vor. TAS fällt gemeinsam mit der TPS aus, wobei ein Einbau von TAS in das TPS-Kristallgitter
erfolgt. Da TAS eine für die Verarbeitbarkeit der TPS zu Polyestern für Fäden und Fasern nachteilige
Verunreinigung ist, ist es wichtig, den TAS-Gehalt im
Endprodukt TPS auf Werte in der Größenordnung von maximal 0,01 Gew.-% zu begrenzen. Die Senkung des
TAS-Gehaltes, die in der rohen TPS als Kopräzipitat auftritt, gleichgültig, ob die rohe TPS durch Direktoxidalion
von p-Xylol mit Luftsauerstoff in einem Lösungsmittel oder durch Hydrolyse von rohem DMT
erhalten wird, kann entweder auf physikalischem Wege, beispielsweise durch Umkristallisation oder auf chemischem
Wege z. B. durch geeignete chemische Umwandlung der Carbonylfunktion in der TAS erfolgen. Die
Entfernung der TAS sowohl auf physikalischem als auch auf chemischem Wege ist wegen der geringen
Löslichkeit der TPS in Wasser oder sonstigen geeigneten Lösungsmitteln sehr energieaufwendig und
bedingt hohe Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit der Materialien für die Behälter, in denen diese
Operationen ausgeführt werden.
Da für die Herstellung bestimmter Polyestertypen zur Herstellung von Fäden, Fasern, Film oder Formteilen
auf Basis Polyäthylenterephthalat der Einsatz von einerseits DMT bevorzugt wird, andererseits TPS als
Ausgangsprodukt dient, besteht ein Bedürfnis, von einem Grundprozeß ausgehend, sowohl faserreines
DMT als auch faserreine TPS als Polyesterrohstoffe in jecJsm beliebigen Verhältnis zueinander kostengleich
herstellen zu können. Das erfindungsgemäße Verfahren <v> ist aber auch geeignet, die Gesamtmenge des eingesetzten
p-Xylols über eine Zwischenstufe des Roh-DMT in faserreine TPS überzuführen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile der bekannten Verfahren zu
vermeiden und mit einem destillativ gewonnenen Roh-DMT ein Zwischenprodukt zur Verfügung zu
steifen, bei dem die beim Katzschmann- bzw. Wittenverfahren notwendige Umkristallisation der destillativ
gewonnenen DMT-Fraktion aus Methanol entfällt und aus dem eine zur Herstellung von Polyesterfasern
geeignete TPS durch Hydrolyse hergestellt werden kann, wobei die in der Hydrolysestufe anfallende TPS
aus einem so kontrollierten Reaktionsmedium gewonnen wird, daß auch eine Umkristallisation der TPS nicht
erforderlich wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß man
a) die Hydrolyse zweistufig durchführt,
b) nach der ersten Hydrolysestufe das Reaktionsgemisch entspannt und in an sich bekannter Weise in
eine eingedickte Suspension aus fester TPS und Mutterlauge sowie eine die restliche Mutterlauge
enthaltende flüssige Phase auftrennt,
c) in der zweiten Hydrolysestufe die Mutterlauge in der Suspension unter Hydrolysebedingungen durch
im Gegenstrom zur auskristallisierten TPS geführtes entsalztes Wasser laufend verdünnt und
quantitativ ersetzt und
d) die vereinigten Mutterlaugen gemäß Merkmal b) und c) so weit abkühlt, daß noch gelöste TFS sowie
Nebenprodukte getrennt oder gemeinsam ausfallen, diese als Feststoffe abtrennt und die Flüssigphase
destiilativ in ein über Kopf abgehendes Methanol-Wasser-Gemisch sowie eine als Sumpfprodukt
anfallende wäßrige Phase, von der ein Teil ausgeschleust und der verbleibende Teil mit den
abgetrennten Feststoffen vereinigt und nach Wiederaufheizung in die erste Hydrolysestufe
zurückgeführt wird, auftrennt.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 4 sowie bei der
Erläuterung der Zeichnung, F i g. 1 bis 6 beschrieben.
Das Massenverhältnis von Roh-DMT und Wasser bestimmt die Gleichgewichtslage und damit den Umsatz
bei der Hydrolysereaktion. Daraus folgt, daß mit steigendem Wasseranteil der Umsatz steigt. Dem
angewandten Wasserüberschuß sind aus dem Energiehaushalt Grenzen gezogen. Das Optimum des Massenverhältnisses
von Roh-DMT und Wasser liegt bei Temperaturen zwischen 250 und 2600C bei Werten von
etwa 0,2 : 1 bis 0,4 : 1. Die angewandte Wassermenge ist so bemessen, daß die Methanolkonzentration im den
Hydrolysereaktor verlassenden Reaktionsgemisch zwischen 5 und 30 Gew.-% und der Unisatzgrad bezogen
auf TPS bei etwa 50 bis 85% liegt. Bei ausreichend bemessener Verweilzeit stellt sich das der Konzentration
der Reaktionsteilnehmer und der Temperatur entsprechende Gleichgewicht ein. Zur weiteren Gleichgewichtsverschiebung
auf die Seite der Hydrolyseprodukte kann das Methanol bereits aus dem Reaktionsgemisch
ausgeschleust werden (F i g. 5).
Unterhalb einer bei etwa 2200C liegenden Temperaturgrenze
der Hydrolyse liegt die Umsatzgeschwindig-'.eit nach den an die rationelle Ausnutzung einer
entsprechenden Produktionsanlage zu stellenden Anforderungen zu niedrig, oberhalb 3000C weiden die
auftretenden Drücke und die Energieverbräuche so hoch, daß ein wirtschaftlicher Betrieb nicht eewährlei-
stet ist.
Der Wasseranteil im Verhältnis zum Roh-DMT ist
ferner von Bedeutung aufgrund der Funktion des Wassers als Lösungsmittel für die bei der Hydrolyse
gebildeten Nebenprodukte. Es gilt, daß der Anteil des Wassers um so höher sein muß, je höher der Anteil der
aus dem Roh-DMT stammenden Nebenprodukte im Verhältnis zur TPS ist, damit diese entsprechend ihrer
Löslichkeit bei der Kristallisation der gebildeten TPS in Lösung gehalten werden.
Das Wasser fungiert schließlich auch als Transportmittel für die Reaktionsteilnehmer des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Die Hydrolyse kann so durchgeführt werden, daß das Reaktionsgemisch einen Reaktor von oben nach unten
im Gleichstrom mit dem Hydrolysemittel durchläuft, wobei sich aus dem Roh-DMT mit fortschreitender
Reaktion Monomethylterephthalat (MMT), TPS und Methanol sowie die aus den Nebenprodukten des
Roh-DMT entstehenden Umwandlungsprodukte bilden (vgl. Fig. 2).
Das aus dem Reaktor abgezogene Reaktionsgemisch wird in einer bevorzugten Fahrweise auf 2000C
abgekühlt und auf 20 bar entspannt, so daß nur reine TPS ausfällt. Der sich ergebende Kristallbrei wird in
einer fest-flüssig-Trennoperation, beispielsweise einem Hydrozyklon, in eine die TPS enthaltende Suspension
mit einem Feststoffgehalt von etwa 40% und damit noch guter Transportierbarkeit im Prozeß und eine im
wesentlichen aus Mutterlauge bestehende Phase zerlegt.
Die Abtrennung und Gewinnung der TPS nach Abkühlung und Entspannung auf Temperaturen zwischen
2200C und 1800C kann aber auch mittels einer
Zentrifuge unter Waschen mit entsalztem Wasser erfolgen, wobei die Mutterlauge weiter aufgearbeitet
wird.
Die Hydrolyse wird kontinuierlich in zwei Stufen, z. B. in zwei hintereinander geschalteten Reaktoren durchgeführt,
wobei in der zweiten Hydrolysestufe das Reaktionsgemisch im Gegenstrom zum Hydrolysemittel
unter gleichzeitigem Waschen der ausfallenden sich in Richtung der Schwerkraft bewegenden TPS-Kristalle
und Verdrängen der Mutterlauge geführt wird.
Der im Gegenstrom zu den gebildeten TPS-Kristallen aufsteigende Flüssigkeitsstrom aus Waschwasser verdrängt
die mit den Kristallen am Kopf des Reaktors aufgegebene Mutterlauge, so daß am Boden des
Reaktors nur noch das dort aufgegebene Waschwasser, TPS-Kristalle sowie die entsprechend ihrer Löslichkeit
in der Flüssigphase enthaltene TPS vorhanden sind und daß am Kopf des Reaktors die durch das Waschwasser
verdünnte Mutterlauge abgezogen werden kann. Durch das unter Hydrolysebedingungen entgegenströmende
Waschwasser wird die Mutterlauge bei ihrem Weg durch den Reaktor laufend verdünnt Wegen der
gleichzeitig erfolgenden vollständigen Entfernung des Methanols ist am Boden des Reaktors kein MMT mehr
nachzuweisen, da bei den angewandten Druck- und Temperaturbedingungen eine weitere Verschiebung des
Hydrolysegleichgewichts
MMT + H2O --TPS + CH3OH
auf die rechte Seite der Reaktionsgleichung erfolgt und die Löslichkeit von MMT wesentlich höher Hegt als die
Löslichkeit der TPS.
Durch die Ausnutzung des Gegenstromprinzips im Gegenstromreaktor werden vergleichsweise geringe
Mengen Wasser zur Reinigung der hier neu gebildeten TPS verbraucht.
Alle in der Flüssigphasc vorhandenen Produkte werden an den Kopf des zweiten (vergl. F i g. 2,3 und 5)
bzw. dritten (vergl. F i g. 6) Reaktors transportiert, hier ausgeschleust und teilweise zurückgeführt (F i g. 5) und
der weiteren Aufarbeitung in Kristallisatoren (Fig. 2a, 2b, 5 und 6) bzw. anschließend einem Nachreaktor
(Fig. 3a)zugeführt.
ίο Aus dem Gegenstromreaktor kann als Seitenstrom
laufend ein Teil der Suspension ausgeschleust, durch Erwärmung um 20°C bis 100°C der Feststoffanteil
partiell oder vollständig in Lösung gebracht, anschließend entspannt und die resultierende Suspension in den
Gegenstromreaktor zurückgeführt werden, wie es in Fig.4 gezeigt ist. Durch diese Maßnahme wird eine
noch reinere TPS am Boden des Gegenstromreaktors ausgeschleust.
Eine Umkristallisation für die am Reaktorboden abgezogene TPS ist bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht erforderlich.
Die abgezogene Suspension von reiner TPS in entsalztem Wasser wird über eine oder mehrere Stufen
entspannt und bei Normaldruck mittels einer fest-flüssig-Trennoperation,
beispielsweise in einer Zentrifuge unter Waschen mit entsalztem Wasser aufgetrennt. Ein
Auskristallisieren von Verunreinigungen im Filtrat der Zentrifuge kann nicht erfolgen.
Die aus der Zentrifuge ausgetragene TPA wird
ι» getrocknet und bevorratet Sie weist einen Reinheitsgrad von mindestens 99,99 Gew.-°/o auf, das entspricht
einem Gehalt an Nebenprodukten von maximal 100 ppm.
Die bei zweistufiger Durchführung der Hydrolyse und
Γ) Anwendung eines Gegenstromreaktors am Kopf
desselben abgezogene Flüssigkeit kann zusammen mit der vor Eintritt in den zweiten Reaktor abgetrennten
Mutterlauge vereinigt und auf Normaldruck oder einen Zwischendruck (F i g. 2a und 2b) entspannt werden. Der
·■:> dabei anfallende Feststoff wird zweckmäßig auf einer
Zentrifuge oder einem anderen geeigneten Apparat von der Mutterlauge getrennL Die Mutterlauge wird einer
Methanolrektifikation zugeführt
Das als Destillat anfallende Methanol kann zur Veresterung bei der Roh-Ester-Herstellung wiederverwendet
werden, während die im Sumpf anfallende wäßrige Phase, in der die Nebenprodukte gelöst sind,
entweder zurückgeführt oder weiter aufgearbeitet wird. Je nach Konzentration der Nebenprodukte kann ein
Teil der wäßrigen Phase zur Entfernung der Nebenprodukte ausgeschleust werden, der verbleibende Teil kann
dann zur Anmischung des von der Zentrifuge abgetrennten Feststoffes benutzt und die eiiisieliende
Suspension nach Aufheizung auf Reaktionstemperatur in den ersten Reaktor zurückgeführt werden.
Die vor Eintritt in den zweiten Reaktor bei zweistufiger Durchführung der Hydrolyse abgetrennte
Mutterlauge kann aber auch in die erste Hydrolysestufe zurückgeführt werden (F i g. 5).
Die am Kopf des zweiten Reaktors abgezogene Waschflüssigkeit sowie die Mutterlauge aus dem
Hydrozyklon (26) können in einer bevorzugten Fahrweise bei 200° C und 20 bar vorliegen. Die anschließende
weitere Entspannung und Abkühlung erfolgt derart daß gelöste TPS und MMT ausfallen, während die sonstigen
Nebenprodukte, z. B. Isomere wie Isophthalsäure (IPS)
und Orthophthalsäure (OPS) in Lösung bleiben.
Der entstandene Feststoff wird mit einem Teil der
Mutterlauge wiederaufgeheizt und in den ersten Reaktor zurückgeführt, während die den Rest der
Nebenprodukte enthaltende Mutterlauge weiter entspannt wird. Die dabei auskristallisierenden Produkte
werden in geeigneter Weise, z. B. auf einem Filter oder einer Zentrifuge, abgetrennt und einer Isomerenausschleusung
zugeführt. Die Mutterlauge wird wie oben beschrieben der Methanolrektifikation zugeführt.
Das aus dem Roh-Ester gewonnene Zwischenprodukt Roh-DMT wird in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung destillativ auf einen Gehalt von maximal 0,1 Gew.-% TAE eingestellt. Dadurch kann in der
Hydrolysestufe mit vergleichsweise geringen Mengen Wasser gearbeitet werden, was energetisch besonders
vorteilhaft ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den weiteren Vorteil, daß ein Katalysator für die Hydrolyse nicht
erforderlich ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei Beachtung der etwas anderen Löslichkeitsverhältnisse ohne
Schwierigkeiten z. B. auch auf die analoge Herstellung von IPS aus Roh-Isophthalsäuredimethylester (DMI)
übertragbar.
Als Werkstoff für die bei den Reaktionsbedingungen der Hydrolyse mit dem Reaktionsgemisch in Berührung
kommenden Apparate, Behälter und Leitungen dienen Stahlsorten, die durch Zulegierung geeigneter Stahlveredler
und durch besondere physikalische Behandlungsverfahren unter den Reaktionsbedingungen mechanisch
standfest und korrosionsfest sind sowie Nickellegierungen, so daß in dem Endprodukt TPS ein Gesamtmetallgehalt
von 10 ppm nicht überschritten wird. Für die Reaktoren, auf die der Hauptantei! der Verweilzeit der
Reaktionspartner im Prozeß unter den angewandten Druck- und Temperaturbedingungen der Hydrolyse
entfällt, sind auch titanplattierte Stähle nützlich.
Die bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrensablaufes zur Herstellung von reiner TPS
wird im folgenden anhand der Fig. 1, 2 und 3a der Zeichnung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Verfahrensweise zur Herstellung des Roh-DMT, mit einem TAE-Gehalt von maximal 0,1
Gew.-°/o. Dem aus der Veresterung kommenden Rohester wird in Kolonne (1) mit Kondensator (2) und
Verdampfer (3) eine p-Toluylsäuremethylester (PTE)-reiche
Kopffraktion entzogen. Die Sumpffraktion wird über Pumpe (4) Kolonne (5) mit Kondensator (6) und
Verdampfer (7) zugeführt, von der eine TAE-reiche Kopffraktion abgezogen wird. Die Sumpffraktion von
Kolonne (5) wird über Pumpe (8) Kolonne (9) mit Verdampfer (11) zugeführt, in der Roh-DMT als
Kopfprodukt in Kondensator (10) und schwersiedender Rückstand als Sumpfprodukt anfallt. Das Roh-DMT
wird im Behälter (13) gesammelt und von dort über Pumpe (14) zum Wärmetauscher (20) geleitet.
F i g. 1 a zeigt eine andere Verfahrensweise zur Herstellung des erfindungsgemäß eingesetzten Zwischenproduktes
Roh-DMT, bei der ein TAE-haltiges Roh-DMT durch Abnehmen einer TAE-reichen Fraktion
über Kopf auf einen TAE-Gehalt von maximal 0.1 % TAE reduziert wird. Die in F i g. la gezeigte Verfahrensweise
ist in den nachfolgenden Beispielen 1 und 2 der Anmeldung realisiert
Gemäß F i g. 2 wird das Roh-DMT als Schmelze im Wärmeaustauscher (20) auf Reaktionstemperatur, vorzugsweise
220 bis 300°C gebracht, Mischer (21) zugeführt wo es mit einem ebenfalls auf Reaktionstemperatur
gebrachten, aus dem Prozeß über Wärmeaustauscher (45) zurückgeführten wäßrigen Stoffstrom
vermischt wird. Das Gemisch wird dem Reaktor (22) zugeführt. Hier erfolgt die Hydrolyse bei einer so
bemessenen Verweilzeit, daß annähernd der jeweilige Gleichgewichtszustand erreicht wird. Das Reaktionsgemisch
wird in Kristallisator (23) so weit entspannt, daß der größte Teil der TPS ausfällt. Die Brüden werden in
Kondensator (24) kondensiert und in Kristalüsator (23) zurückgeführt. Mit Pumpe (25) wird die Suspension
tangential dem Hydrozyklon (26) zugeführt und dort in eine feststoffreiche Fraktion, die in Reaktor (27) geführt
wird, und eine mutterlaugereiche Fraktion, die zum Kristallisalor (40) geleitet wird, aufgeteilt.
Mit der mutterlaugereichen Fraktion wird die Mutterlauge vereinigt, die am Kopf von Reaktor (27)
abgezogen wird.
In Reaktor (27) erfoigt weitere Hydrolyse unter Gegenstrombedingungen.
Am Sumpf von Reaktor (27) wird über Wärmetauscher (30) entsalztes Wasser bei gleicher Temperatur
zugeführt und die Mutterlauge im Gegenstrom gegen entsalztes Wasser ausgetauscht. Die so entstandene
Suspension von reiner TPS in entsalztem Wasser wird am Sumpf abgezogen und über Pumpe (28) und
Hydrozyklon (29) Kristallisator (31) mit Kondensator (32) zugeführt. Diese Kristallisation wird je nach den
Bedingungen mehrstufig ausgeführt. Der Oberlauf von Hydrozyklon (29) wird im Gegenstromreaktor (27)
zurückgeführt.
Mit Dosierpumpe (33) wird die Suspension auf Zentrifuge (34) gegeben, wo die Trennung in Feststoff,
der mit an dieser Stelle in den Prozeß eingeführtem entsalztem Wasser gewaschen und der Trocknung
zugeführt wird, und Waschwasser, das im Behälter für entsalztes Wasser (35) gesammelt wird, erfolgt. In
Behälter (35) werden auch die Brüden aus der TPS-Trocknung gesammelt. Von hier wird die Hauptmenge
des entsalzten Wassers über Wärmetauscher (30) mit Pumpe (36) in Gegenstromreaktor (27)
zugeführt, der verbleibende Teil wird mit Pumpe (37) Sammelbehälter (52) zugeführt. Die getrocknete reine
TPS wird bevorratet und von hier aus der weiteren Verwendung zugeführt.
Im Kristalüsator (40) (Fig.2a) wird die vereinigte
Mutterlauge aus Hydrozyklon (26) und dem Überlauf aus Reaktor (27), gegebenenfalls mehrstufig, auf
Normaldruck entspannt. Dabei fallen vorher gelöste TPS, nicht umgesetztes MMT sowie Nebenprodukte als
Feststoff aus. Die anfallende Suspension wird mit Pumpe (41) auf Zentrifuge (42) gegeben und von der
flüssigen Phase getrennt Der Feststoff wird in Behälter (43) mit Wasser aus Behälter (52) angemischt und mit
Pumpe (44) über Wärmetauscher (45). auf Reaktionstemperatur erhitzt und in Mischer (21) zurückgeführt.
Die auf Zentrifuge (42) anfallende flüssige Phase wird über Sammelbehälter (46) mit Pumpe (47) der
Methanolrektifikation (48) mit Verdampfer (50) und Kondensator (49) zugeführt In den oberen Teil von
Kolonne (48) werden auch die Brüden geleitet die bei der Entspannung der Mutterlauge in Kristalüsator (40)
anfallen. Von Kondensator (49) wird ein Methanol-Wasser-Gemisch
aus dem Prozeß entfernt Das Sumpfprodukt der Rektifikation (48) wird mit Pumpe (51)
abgezogen. Es enthält die in wäßriger Lösung befindlichen Nebenprodukte. Es wird so viel Lösung aus
dem Prozeß ausgeschleust daß der Gehalt an Nebenprodukten im Kreislauf konstant gehalten wird.
Der Rest wird in Sammler (52) geleitet
In Fig. 2b wird eine weitere bevorzugte Ausführung der Aufarbeitung illustriert. Diese Verfahrensweise ist
besonders geeignet, wenn höhere Gehalte an Nebenprodukten aufzuarbeiten sind. Die Verfahrensweise im
Reaktor (22), Kristallisator (23), Reaktor (27) sowie die Kristallisation und Aufarbeitung der von Reaktor (27)
abgezogenen reinen TPS erfolgt in gleicher Weise wie in den Erläuterungen zu F i g. 2.
Im Gegensatz zu der in Fig. 2a gezeigten Aufarbeitung
wird in Kristallisator (60) nicht auf Normaldruck entspannt, sondern, wie in Fig. 2 skizziert, auf einen
Zwischendruck, der einer solchen Temperatur entspricht, daß die Nebenprodukte in Lösung bleiben,
während nur TPS und MMT weitgehend auskristallisieren und über Pumpe (61) und Hydrozyklon (62)
angereichert, in Behälter (63) geleitet werden. Von dort werden TPS und MMT, wie bereits beschrieben, mittels
Pumpe (64) über Wärmetauscher (65) in Mischer (21) zurückgefahren. Der Oberlauf des Hydrozyklons (62)
wird in Kristallisator (66) mit Kondensator (67) weiter entspannt. Über Pumpe (68) wird die Suspension auf
Filter (69) gegeben. Der Feststoff wird zur Ausschleusung der Nebenprodukte in einer lsomerenausschleusung
weiter aufgearbeitet. Das Filtrat wird in die Methanolrektifikation (48) geleitet.
Eine weitere bevorzugte Verfahrensweise ist in Fi g. 3 und 3a der Zeichnung illustriert. Sie unterscheidet
sich von der anhand von F i g. 2 erläuterten Verfahrensweise im wesentlichen dadurch, daß die
Hydrolyse in den Reaktoren (22) und (27) bei gleichem Druck und gleicher Temperatur gefahren wird. Die
Oberläufe der Zyklone 26 und 81 sowie der Oberlauf des Reaktors 27 werden vereinigt und so weit entspannt,
daß nur TPS ausfällt, die abgetrennt und in Reaktor (27) zurückgeführt wird. Die Mutterlauge, die neben Wasser
noch Methanol, MMT und Nebenprodukte enthält, wird dem Reaktor (90) zugeführt. Der Reaktor wird unter
einem solchen Druck betrieben, daß durch das Abdestillieren eines Methanol-Wasser H2O-Gemisches
das Gleichgewicht im unteren Teil des Reaktors auf die Seite der TPS verschoben wird.
Die entstehende TPS bleibt bei den angewandten Druck- und Temperaturbedingungen in Lösung. Nach
Verlassen des Reaktors wird aus dieser Lösung durch Abkühlung und Entspannung TPS auskristallisiert und in
Reaktor (27) zurückgeführt, während die Nebenprodukte, wie später erläutert, ausgeschleust werden.
Das Roh-DMT wird als Schmelze im Wärmetauscher
(20) auf Reaktionstemperatur gebracht und im Mischer
(21) mit einem ebenfalls auf Reaktionstemperatur gebrachten, aus dem Prozeß zurückgeführten wäßrigen
Stoffstrom vermischt und Reaktor (22) zugeführt. Das gesamte Reaktionsgemisch wird über Pumpe (80)
Hydrozyklon (26) tangential zugeführt und in eine Flüssigphase und eine Suspension zerlegt. Die Suspensionen
von den Hydrozyklonen (26) und (81) werden am Kopf von Reaktor (27) aufgegeben. Der aus TPS
bestehende Feststoffanteil der Suspension durchläuft unter dem Einfluß der Schwerkraft Reaktor (27) im
Gegenstrom zu am Sumpf des Reaktors aufgegebenem entsalztem Wasser.
Die Reaktionsmischung wird am Sumpf von Reaktor (27) mittels Pumpe (82) Kristallisator (31) zugeführt, der
gemäß F i g. 2 betrieben wird.
Die in Reaktor (27) den Aufstrom bildende Flüssigkeit wird am Kopf abgezogen. Sie ist mit gelöster TPS
gesättigt und enthält Methanol, MMT und die aus dem Roh-DMT stammenden Nebenprodukte. Gemeinsam
mit den Oberläufen der Hydrozyklone (26) und (81) bildet die Aufstromflüssigkeit den Prozeß-Strom, aus
dem die Nebenprodukte ausgeschleust werden.
Der am Kopf von Reaktor (27) abgezogene Flüssigkeitsstrom wird im Kristallisator (84) mit
Kondensator (85) entspannt und dabei abgekühlt (Fig. 3a). Die in Kondensator (85) kondensierten
Entspannungsbrüden werden in Kristallisator (84) zurückgeführt. Der erhaltene Kristallbrei wird über
ίο Pumpe (86) Hydrozyklon (87) zugeführt, dessen
Unterlauf als Suspension über Vorratsbehälter (96), Pumpe (97) und Wärmetauscher (98) wieder in den
Prozeß zurückgegeben wird. Bei der Aufheizung durch Wärmetauscher (98) wird ein Teil des Feststoffes der
Suspension wieder aufgelöst.
Der Oberlauf von Hydrozyklon (87) enthält neben den aus dem Roh-DMT stammenden Nebenprodukten
im wesentlichen nicht umgesetztes MMT sowie Methanol. Er wird über Pumpe (88) und Wärmetauscher
(89) auf Reaktor (90) aufgegeben. Im Wärmetauscher (92) wird die für die Verdampfung erforderliche Energie
zugeführt. Die am Kopf anfallenden Brüden werden in Kondensator (91) kondensiert und das erhaltene
Methanol-Wasser-Gemisch abgezogen.
Das Sumpfprodukt von Reaktor (90) wird in Kristallisator (93) entspannt und dabei abgekühlt. Die
anfallenden Entspannungsbrüden werden in den Kristallisator zurückgeführt.
Der Kristallbrei wird im Hydrozyklon (95) eingedickt und in den Prozeß zurückgeführt.
Der Oberlauf von Hydrozyklon (95) wird zur Ausschleusung von Nebenprodukten auf Kristallisator
(66) gegeben und entspannt (F i g. 2b). Je nach Gehalt an Nebenprodukten ist auch hier eine analoge Verfahrensweise
gemäß F i g. 2a möglich. Die vorgeschlagene Arbeitsweise der Abtrennung des Methanols unter
Druck, kann auch dann betrieben werden, wenn die zu F i g. 2 erläuterte partielle Abkühlung zwischen Reaktor
(22) und Reaktor (27) durchgeführt wird.
In Fig.4 ist eine Ausführung gezeigt, die es in
besonders vorteilhafter Weise ermöglicht, die gebildeten Kristalle durch geringfügige Erwärmung in reinerer
Mutterlauge aufzulösen und durch Entspannung wieder auszukristallisieren. Dadurch werden eingeschlossene
41) Nebenprodukte gelöst und gelangen zur Nachreaktion
oder Ausschleusung an den Kopf von Reaktor (27). Diese Fahrweise kommt vorzugsweise zur Anwendung,
wenn das Roh-DMT einen höheren Gehalt an Nebenprodukten aufweist. Mit Pumpe (100) wird
Kristallsuspension aus Reaktor (27) abgezogen, auf erhöhten Druck gebracht und in Wärmetauscher (101)
aufgeheizt. Der Kristallbrei wird ganz oder teilweise
gelöst, die Lösung in Kristallisator (102) entspannt,
wobei die Brüden in Kondensator (103) kondensiert und in Kristallisator (102) zurückgeführt werden, abgekühlt
und kristallisiert und die entstehende Suspension über Pumpe (104) wieder in Reaktor (27) zurückgegeben.
Diese Kreislaufführung kann, wie gezeigt mehrfach vorgesehen sein (Apparate 105—109).
F i g. 5 zeigt eine Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der die Ausschleusung des Methanols
direkt aus Reaktor (22) erfolgt Hierzu wird ein großer Teil der Flüssigphase der Reaktionsmischung im
Kristallisator (115) mit Kondensator (116) entspannt,
b? abgekühlt und die TPS auskristallisiert Die erhaltene
Suspension wird über Pumpe (117) Hydrozyklon (118)
zugeführt, dessen Unterlauf als Suspension über Wärmetauscher (119) wieder in den Reaktor (22)
zurückgegeben wird Bei der Aufheizung durch Wärmetauscher (119) wird ein Teil des Feststoffes der
Suspension wieder aufgelöst.
Der Oberlauf von Hydrozyklon (118) wird über Wärmetauscher (120) der Methanoldestillation (121) mit ■>
Kondensator (122) und Wärmetauscher (123) zugeführt. Die Methanoldestillation wird so betrieben, wie es unter
F i g. 3a für Reaktor bzw. Kolonne (90) beschrieben wird. Das Sumpfprodukt der Methanolkolonne (121)
wird jedoch nicht kristallisiert, sondern über Pumpe iu
(124) in Reaktor (22) zurückgeführt. Außerdem zeigt F i g. 5 eine Variante, bei der zwecks Optimierung der
eingesetzten Wassermenge ein Teil der Flüssigkeitsphase der Reaktionsmischung aus Reaktor (22) als Oberlauf
von Hydrozyklon (26) über Pumpe (83) in Mischer (21) zurückgegeben wird.
In Fig. 6 wird eine mehrstufige Ausführung der Hydrolyse in den Reaktoren (22 a), (22 b) und (27) mit
jeweils nachgeschalteten Kristallisationsstufen zur Ausschleusung der in der flüssigen Phase enthaltenen
Nebenprodukte des erfindungsgemäßen Verfahrens illustriert, bei der besonders niedrigere Gewichtsverhältnisse
Roh-DMT zu Wasser z. B. 0,5 :1 gefahren werden können.
Weiter ins einzelne gehend wird die erfindungsgemä- 2r->
ße Arbeitsweise anhand der nachfolgenden Beispiele 1 und 2 beschrieben.
Die Prozentangaben in den Beispielen bedeuten Gewichts-%. Die Bezugszeichen beziehen sich auf die
Figuren der Zeichnung. »
Beispiel 1
23 582 kg/h Roh-DMT mit einem Gehalt von 96,13% DMT, 1,2% MMT,0,1% PTE,0,7% p-Toluylsäure(PTS), r.
0,7% TAE, 0,36% Dimethylorthophthalat (DMO), 0,46% DMl und 0,35% Hochsieder werden einer
Destillation unterworfen, wobei 1179 kg/h Kopf produkt
und 22 403 kg/h Sumpfprodukt anfallen.
Das Kopfprodukt enthält 68,2% DMT, 13,1% TAE, der Rest entfällt auf andere Nebenprodukte.
Das Sumpfprodukt setzt sich aus 0,05% PTE, 0,4% PTS, 0,05% TAE, 0,2% DMO, 0,4% DMI, 97,6% DMT,
1,0% MMT und 0,3% Hochsiedern (HB) zusammen und wird gemeinsam mit 114 278 kg/h Produkt aus Stoffstrom
(284) der Hydrolyse bei 250°C und 50 bar mit einer Verweilzeit von 40 Minuten unterworfen.
Stoffstrom (284) weist folgende Zusammensetzung auf:
50
89,67% H2O, 0,05% MeOH, 235% Terephthalsäure
(TPS), 0,15% Isophthalsäure (IPS), 0,07% Orthophthalsäure (OPS), 0,92% DMT, 0,01% DMI,
<0,01% DMO, 6,24% MMT, 0,05% Monomethylisophthalat (MMl), 0,03% Monomethylorthophthalat
(MMO), 0,23% PTS, 0,06% TAS und 0,18% HB.
Das aus Hydrolysereaktor (22) als Stoffstrom (253) abgezogene Reaktionsgemisch hat bei einer Gesamt- to
menge von 136 681 kg/h folgende Zusammensetzung:
7138% H2O, 535% CH3OH, 11,45% TPS gelöst,
4,25% TPS fest, 0,17% IPS, 0,08% OPS, 0,82% DMT, 0,01% DMI, <0,01% DMO, 53% MMT,
0,06% MMI, 0,03% MMO, 0,26% PTS, 0,07% TAS und 0,20% HB.
Durch Entspannung auf 2000C und 20 bar in
Kristallisator (23) wird der Stoffstrom (254) erhalten. Die Zusammensetzung beträgt:
71,98% H2O, 5,35% CH3OH, 1,93% TPS gelöst,
13,76% TPS fest, 0,17% IPS, 0,08% OPS, 0,82% DMT, 0,01% DMI, <0,01% DMO, 5,29% MMT,
0,06% MMI, 0,03% MMO, 0,26% PTS, 0,07% TAS und 0,20% HB.
Über die Pumpe (25) wird Stoffstrom (254) mit einer Menge von 136 681 kg/h Hydrozyklon (26) zugeführt,
dessen Oberlauf mit dem am Kopf von Hydrolysereaktor (27) abgezogenen Filtrat zu Stoffstrom (275)
vereinigt wird.
Stoffstrom (275) weist eine Gesamtmenge von 119 804 kg/h bei einem Druck von 20 bar und einer
Temperatur von 2000C auf. Die Zusammensetzung von Stoffstrom (275) beträgt:
83,69% H2O, 6,10% CH3OH, 2,25% TPS, 0,19%
IPS, 0,09% OPS, 0,94% DMT, 0,1% DMI, 0,05% DMO, 6,04% MMT, 0,06% MMI, 0,03% MMO,
0,30% PTS, 0,07% TAS und 0,22% HB.
Stoffstrom (275) wird zur Ausschleusung des Methanols, der Nebenprodukte sowie noch brauchbarer
Produkte, wie MMT, der später beschriebenen Aufarbeitung zugeführt.
Der Unterlauf von Hydrozyklon (26) wird Hydrolysereaktor
(27) zugeführ.. Am Boden des Reaktors (27) wird bei 2000C und 20 bar über Pumpe (28) und
Hydrozyklon (29) als Stoffstrom (256) eine Suspension mit der Gesamtmenge von 46 888 kg/h und folgender
Zusammensetzung abgezogen:
59,98% H2O, 1,08% TPS gelöst und 38,94% TPS
fest.
Gleichzeitig wird der Oberlauf des Hydrozyklon in
den unteren Teil des Reaktors (27) zurückgefahren.
Durch Entspannung auf Normaldruck und Abkühlung auf 1000C wird die gelöste TPS auskristallisiert und in
Zentrifuge (34) abgetrennt, gewaschen und anschließend getrocknet. Als Waschflüssigkeit, Stoffstrom (270),
dienen 29 384 kg/h entsalztes Wasser (Leitwert 0,9 · 10-<·. Siemens [Ω"1] bei 200C) bei Normaldruck
und 8O0C. Durch das als Waschflüssigkeit zugegebene Wasser werden die für die Reaktion benötigte
Wassermenge in den Prozeß eingeführt sowie die Wasserverluste ersetzt.
Als Stoffstrom (259) werden 18 750 kg/h TPS von faserreiner Qualität mit reinem TAE-Gehalt von etwa
20 ppm erhalten. Die Farbzahl einer 5%igen TPS-Lösung in Dimethylformamid beträgt zwischen 5 und 10
APHA.
Ais Stoffstrom (271) fallen 55 38S kg/h Wascnwasser
mit einem Gehalt von 99,97% H2O und einer Temperatur von 95° C an.
Vom Stoff strom (271) und (272) werden 30 011 kg/h
als Stoffstrom (274) über Wärmetauscher (30) in den Reaktor (27) bei 200° C und 20 bar zurückgeführt.
27 511 kg/h werden als Stoffstrom (273) aus Behälter (35) entnommen und Zwischenbehälter (52) zugeführt
Stoffstrom (275) wird in Kristallisator (40) auf Normaldruck entspannt, dabei auf 1000C abgekühlt,
wobei TPS und MMT auskristallisieren. Die dort anfallenden Brüden, Stoffstrom (277) mit einer Gesamtmenge
von 23 050 kg/h mit einer Zusammensetzung von 85,7% H2O, 143% CH3OH und Spuren Feststoff
gelangen in die Methanolkolonne (48). Der Kristallbrei wird in der Zentrifuge (42) aufgetrennt Die Feststoffre-
aktion, Stoffstrom (283) weist bei einer Menge von 11 451 kg/h folgende Zusammensetzung auf:
9,31% H2O, 0,4.% CH3OH, 22,94% TPS, 0,03%
IPS, 0,01% OPS, 7,27% DMT, <0,01% DMI, <0,01% DMO, 59,86% MMT, 0,01% MMI,
<0,01% MMO, 0,04% PTS, 0,01% TAS und 0,03% HB.
Das Filtrat, Stoffstrom (278) weist bei einer Gesamtmenge von 85 303 kg/h die folgende Zusammensetzung
auf:
93,13% H2O, 4,65% CH3OH, 0,07% TPS, 0,26%
IPS, 0,13% OPS, 034% DMT, 0,01% DMI, 0,01%
DMO, 0,44% MMT, 0,09% MMI, 0,04% MMO, 0,41 % PTS, 0,1 % TAS und 0,31 % Hochsieder.
Über den Vorlagebehälter (46) wird Stoffstrom (278) der Methanolkolonne (48) zugeführt. Am Kopf werden
7295 kg/h eines Methanol-Wasser-Gemisches mit 99,5% Methanol und 0,5% H2O bei 65° C und 1 bar als
Stoffstrom (279) abgezogen. Als Sumpfprodukt werden 75 316 kg/h bei 1050C und 1 bar mit folgender
Zusammensetzung erhalten:
98,12% H2O, 0,06% TPS, 0,21% IPS, 0,10% OPS,
0,29% DMT, 0,01% DMI, 0,01% DMO, 0,38% MMT, 0,07% MMl, 0,04% MMO, 0,35% PTS, 0,09% TAS und 0,26% Hochsieder.
Davon werden als Stoffstrom (281) zur Abtrennung der Nebenprodukte 25 742 kg/h ausgeschleust.
Der verbleibende Anteil, Stoffstrom (280), wird zusammen mit Stoffstrom (273) über Zwischenbehälter
(52) und Pumpe (53) als Stoffstrom (282) in den Vorlagebehälter (43) geleitet. Gemeinsam mit dem
Stoffstrom (283) wird das Produkt als Stoffstrom (284) über Wärmetauscher (45) in den Reaktor (22)
zurückgeführt.
Beispiel 2
22 384 kg/h als Sumpfprodukt in der TAE-Destillation
(75), Fig. la, anfallendes Roh-DMT mit der Zusammensetzung 97% DMT, 0,05% TAE, Rest andere
Nebenprodukte wird als Stoffstrom (252) kontinuierlich, zusammen mit 67 152 kg/h Wasser aus Wärmetauscher
(99), Stoffstrom (309), F i g. 5, in Reaktor (22), F i g. 3, der Hydrolyse bei 2500C und 50 bar bei einer Verweilzeit
von 40 Minuten unterworfen. Das aus Hydrolysereak^or
(22) als Stoffstrom (300) abgezogene Reaktionsgemisch weist eine Gesamtmenge von 89 536 kg/h mit folgender
Zusammensetzung auf:
71,21% H2O, 6,73% CH3OH, 11,54% TPS gelöst,
2,8% TPS fest, 0,88% DMT, 6,52% MMT, 0,11% PTS, 0,09% IPS 0,04% OPS, 0,01% TAS und 0,06%
HB.
(Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind hier und im folgenden die Halbester MMO und MMI sowie nicht
umgesetztes DMO und DMl nicht separat aufgeführt.)
Stoffstrom (300) wird Hydrozyklon (26) tangential zugeführt, dessen Oberlauf mit dem Oberlauf von
Hydrozyklon (81) sowie dem am Kopf von Gegenstromreaktor (27) abgezogenen Filtrat zu Stoffstrom (301)
vereinigt wird.
Stoffstrom (301) weist eine Gesamtmenge von 128 406 kg/h bei einem Druck von 50 bar und einer
Temperatur von 2500C bei einer Zusammensetzung wie
folgt auf:
75,48% H2O, 5,8% CH3OH, 12,03% TPS gelöst
0,76% DMT, 5,62% MMT, 0,!1% PTS, 0,08% IPS, 0,04% OPS,0,01 % TAS und 0,06% HB.
Der Unterlauf von Hydrozyklon (26) wird Hydrolysereaktor (27) zugeführt Die Verweilzeit bezogen auf die
Menge reiner TPS in Reaktor (27) beträgt 2,5 Stunden.
Am Boden von Reaktor (27) wird über Pumpe (82) eine Suspension abgezogen. Stoffstrom (256), von dem ein
Teil am Boden von Reaktor (27) zurückgeführt wird, enthält bei 2500C und 50 bar bei einer Gesamtmenge
von 46 875 kg/h 55,98<>/o H20,32,83% TPS fest und 7,2%
TPS gelöst.
Durch Entspannung auf Normaldruck und Abkühlung auf 10O0C wird die gelöste TPS auskristallisiert und in
einer Zentrifuge wie in Fig.2, vom Filtrat abgetrennt,
gewaschen und anschließend getrocknet. Als Waschflüssigkeit, Stoffstrom (270), dienen 11 648 kg/h entsalztes
Wasser (Leitwert 0,9 · ίΟ-6 Siemens [Ω-1] bei 20°C)
bei Normaldruck und 800C. Durch das als Waschflüssigkeit
zugegebene Wasser werden die für die Reaktion benötigte Wassermenge sowie die im Prozeß auftretenden
Wasserveduste ersetzt.
Als Stoffstrom (259) werden 18 750 kg/h TPS von faserreiner Qualität mit einem TAE-Gehalt von etwa
20 ppm erhalten. Die Farbzahl einer 5%igen TPS-Lösung in Dimethylformamid beträgt zwischen 5 und 10
JO APHA.
Als Stoffstrom (271) fallen 37 690 kg/h Filtrat mit einem Gehalt von 99,97% Wasser und einer Temperatur
von 90°C an. Von Stoffstrom (271) und (272) werden 32 846 kg/h als Stroffstrom (274) über Wärmetauscher
(30) in Reaktor (27) bei 2500C und 50 bar zurückgeführt.
6927 kg/h werden abgezweigt und als Stoffstrom (273) dem Zwischenbehälter (52), F i g. 5, zugefügt.
Stoffstrom (301) wird in Kristallisator (84), F i g. 3a,
von einer Temperatur von 2500C und einem Druck von
■to 50 bar entspannt und abgekühlt, wobei TPS auskristallisiert.
Der Kristallbrei wird Hydrozyklon (87) tangential zugeführt. Der Oberlauf von Hydrozyklon (87) hat nach
Passieren des Wärmetauschers (89) als Stoffstrom (302) eine Temperatur von 2500C und einen Druck von 50 bar
und weist bei einer Menge von 92 139 kg/h folgende Zusammensetzung auf:
85,09% H2O, 6,54% CH3OH, 0,86% DMT, 6,34%
MMT, 0,83% TPS gelöst, 0,12% PTS, 0,1% IPS, M 0,05% OPS, 0,01 % TAS und 0,07% HB.
Stoffstrom (302) wird Kolonne (90) zugeführt. Am
Kopf dieser Kolonne werden als Stoffstrom (303) bei 212°C und einem Druck von 50 bar 8138 kg/h eines
Methanol-Wasser-Gemisches mit einem Methanolgehalt von 90% abgezogen.
Vom Sumpf von Kolonne (90) werden bei einei Temperatur von 257°C und einem Druck von 50 bai
84 002 kg/h des Stoffstromes (304) mit folgendei Zusammensetzung abgezogen:
91,5% H2O, 8,12% TPS gelöst, 0,14% PTS, 0,1°/<
IPS,0,05% OPS,0,01 % TAS und 0,08% HB.
Stoffstrom (304) wird in Kristallisator (93) durcl Entspannung abgekühlt. Der Kristallbrei wird tangen
tial auf Hydrozyklon (95) gegeben, dessen Unterlauf mi dem Unterlauf von Hydrozyklon (87) vereinigt und al
Stoffstrom (306) über Hydrozyklon (81), Fig. 3, in dei
Prozeß zurückgeführt wird.
Stoffstrom (306) weist nach Passieren von Wärmetauscher (98) eine Temperatur von 250° C und einen Druck
von 50 bar auf und hat bei einer Gesamtmenge von 52 899 kg/h eine Zusammensetzung von
53,75% H20,2,69% CH3OH, 40,0% TPS fest, 2,61%
MMT, 035% DMT, 038% TPS gelöst, 0,08% PTS, 0,06% IPS,0,03%OPS,0,01%TASund0,04% HB.
Der Unterlauf von Hydrozyklon (81) wird in Hydrolysereaktor (27) zurückgeführt
Der Oberlauf von Hydrozyklon (95) fällt als Stoffstrom (305) in einer Gesamtmenge von 67 370 kg/h
an und steht unter einem Druck von 5 bar und einer Temperatur von 1500C. Stoffstrom (305) enthält
99,37% HjO, 0,15% PTS, 0,22% TPS gelöst, 0,11%
IPS, 0,06% OPS,0,0t% TAS und 0,08% HB.
Durch weitere Entspannung in Kristallisator (66), Fig.5, fallen nahezu alle gelösten Bestandteile aus,
werden auf Filter (69) ausgeschleust und als Stoffstrom (316) mit einer Menge von 428 kg/h einer sogenannten
Isomerenausschleusung zugeleitet
Aus dem Filtrat werden 6715 kg/h Abwasser als Stoffstrom (307) mit einem geringen Gehalt an
Nebenprodukten ausgeschleust, um Anreicherungen von Korrosionsprodukten u. ä. zu vermeiden. Der
to restliche Teil des Filtrates wird als Stoffstrom (308) zusammen mit Stoffstrom (273) von Pumpe (37), F i g. 2,
in Behälter (52) gegeben und mit Pumpe (53) als Stoffstrom (309) in den Prozeß über Mischer (21),
Fig.3, zurückgegeben. Stoffstrom (309) besteht zu mehr als 99,5% aus Wasser und geringen Mengen an
noch gelösten Produkten und stellt, wie bereits erwähnt, eine Menge von 67 152 kg/h dar.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen