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Vorrichtung zum Auflegen von Folienabschnitten
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Zusatz zu Patent ....... ( P 28 55 870.5-16) .......
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Die Hauptanmeldung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auflegen
von Folienabschnitten, insbesondere von Vergütungsfolienabschnitten, auf die Ober-
und/oder Unterseite von Holzwerkstoffplatten, - mit zentralem Hol zwerkstoffplattenförderer,
oberseitigem
Zuführförderer fLir die Folienabschnitte, unterseitigem Zuführförderer für die Folienabschnitte
und Abführförderer, wobei die Zuführförderer mit steigender oder fallender schiefer
Förderebene an die Holzwerkstoffplattenförderer angeschlossen sind. Der Hauptanmeldung
liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Vorrichtung so weiter auszubilden, daß den
Zuführförderern auf sehr einfache Weise und in genauer Positionierung die Folienabschnitte
zugeführt werden können, die mit den auf dem Holzwerkstoffplattenförderer ankommenden
Holzwerkstoffplatten zusammenzulegen sind. Das soll bei sehr kurzen Taktzeiten und
auch dann ohne Positionierungsstörungen geschehen.
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Nach der Lehre der Hauptanmeldung ist zur Lösung dieser Aufgabe die
Anordnung so getroffen, daß in Förderrichtung des Holzwerkstoffplattenförderers
vor den Zuführförderern ein Zweietagenbeschickgestell mit an die Zuführförderer
angeschlossenen Beschicketagen angeordnet ist, zwischen dessen Beschicketagen der
Holzwerkstoffplattenförderer hindurchgeführt ist, daß dem Zweietagenbeschickgestell
ein Zweietagenvorratsgestell mit heb-und senkbaren Vorratsplattenformen zur Aufnahme
von Folienabschnittsstapeln vorgeschaltet ist, zwischen denen ebenfalls der Holzwerkstoffplattenförderer
hindurchgeführt ist, und daß endlich zwischen Zweietagenbeschickgestell und Zweietagenvorratsgestell
eine
den Beschicketagen zugeordnete Beschickvorrichtung angeordnet ist, die jeweils einen
Beschickwagen mit Saughebeeinrichtung aufweist. - Das alles hat sich an sich bewährt.
In der Praxis kommt es jedoch zuweilen vor, daß die Folienabschnitte, die auf die
Holzwerkstoffplatten aufzulegen sind, nicht in Form von Folienstapeln, sondern vielmehr
in Form von Rollen, sogenannten Foliencoils, beigestellt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach der
Hauptanmeldung so weiter auszubilden, daß ohne weiteres die Folienabschnitte auch
von Foliencoils abgezogen und abgetrennt werden können.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Auflegen von Folienabschnitten,
insbesondere von Vergütungsfolienabschnitten, auf die Oberseite und/oder die Unterseite
von HolzwerkstofSplatten, - mit zentralem Holzwerkstoffplattenförderer, oberseitigem
Zuführförderer für die Folienabschnitte, unterseitigem ZufUhrförderer für die Folienabschnitte
und Abführförderer, wobei die Zufühliförderer mit steigender oder fallender schiefer
Förderebene an den Holzwerkstoffplattenförderer angeschlossen sind und wobei nach
der H a u p t a n m e 1 d u n g in Förderrichtung des Holzwerkstoffplattenförderers
vor den Zuführförderern ein Zweietagenbeschickgestell mit an die Zuführförderer
angeschlossenen Beschickfbrderern angeordnet ist, zwischen dessen Beschicketagen
der Holzwerkstoffplattenförderer hindurchgeführt ist, wobei ferner dem Zweietagenbeschickgestell
ein Zweietagenvorratsgestell mit (insoweit gegenüber dem Hauptpatent abstrahierend)
Plattformen zur Aufnahme von Folienabschnitten vorgeschaltet ist, zwischen denen
ebenfalls der Holzwerkstoffplattenförderer hindurchgerührt
ist,
und wobei nach dem Hauptpatent endlich zwischen Zweietagenbeschickgestell und Zweietagenvorratsgestell
eine den Beschicketagen zugeordnete Beschickvorrichtung angeordnet ist, die jeweils
einen Beschickwagen mit Saughebereinrichtung aufweist.Zur L ö s u n g dieser Aufgabe
lehrt die Erfindung, daß die Plattformen des Zweietagenvorratsgestells als stationäre
Plattformen ausgeführt oder festsetzbar sind, die zum Gleittransport der Folienabschnitte
eingerichtet sind, und daß diesen Plattformen jeweils ein Aufnahmegestell für Foliencoils,
zwischen denen der Holzwerkstoffplattenförderer hindurchgeführt ist, dem jeweils
eine Abziehvorrichtung und eine Trennvorrichtung für das Abtrennen der Folienabschnitte
zugeordnet ist. Auch zwischen den Aufnahme gestellen für die Foliencoils ist der
HolzwerkstofSplattenförderer hindurchgeführt. In der Formulierung "zum Gleittransport
der Folienabschnitte eingerichtet" kommt lediglich zum Ausdruck, daß die Plattformen
eine ausreichend glatte Oberfläche aufweisen, über die die Folienabschnitte ohne
Schaden hinweggezogen werden können.
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Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß nach der Lehre der
Erfindung die Vorrichtung nach der Hauptanmeldung ihre Folienabschnitte von Foliencoils
abziehen kann. Dabei besteht die Möglichkeit, das Zweietagenvorratsgestell auch
nach der Lehre des Hauptpatentes auszubilden (wobei die Plattform dann festsetzbar
ist), so daß wahlweise die Folienabschnitte nach der Lehre der Haupt anmeldung von
Folienstapeln oder nach der Lehre der Erfindung von Foliencoils abgezogen werden
können.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.
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Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 eine
Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf den
Gegenstand nach Fig. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Auflegen von
Folienabschnitten 1 auf die Oberseite und/oder die Unterseite von Holzwerksotffplatten
2. Die Holzwerkstoffplatten 2 sind beispielsweise Spanplatten, Faserplatten u. dgl..
Bei den Folienabschnitten 1 mag es sich um Vergütungsfolienabschnitte handeln. -Zur
Vorrichtung gehört im grundsätzlichen Aufbau ein zentraler Holzwerkstoffplattenförderer
3, ein oberseitiger Zuführförderer 4 für die Folienabschnitte 1, ein unterseitiger
Zuführförderer 5 für die Folienabschnitte 1 und ein Abführförderer 6.
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Die Zuführförderer 4, 5 sind mit steigender oder fallender schiefer
Förderebene an den Holzwerkstoffplattenförderer 3 angeschlossen.
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In Förderrichtung des Holzwerkstoffplattenförderers 3 vor den Zuführförderern
4, 5 befindet sich ein Zweietagenbeschickgestell 7 mit an die Zuführförderer 4,
5 angeschlossenen Beschickförderern 8, 9. Zwischen den Beschicketagen 10,11 dieses
Zweietagenbeschickgestells 7 ist der Holzwerkstoffplattenförderer 3 hindurchgeführt.
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Dem Zweietagenbeschickgestell 7 ist ein Zweietagenvorratsgestell 12
zugeordnet, welches mit heb- und senkbaren Vorratsplattformen 13, 14 ausgerüstet
ist. Dieses Zweietagenvorratsgestell 12 ist in Förderrichtung des Holzwerkstoffplattenförderers
3 dem Zweietagenbeschickgestell 7 vorgeschaltet. Die Vorratsplattformen 13, 14 können
zur Aufnahme von Folienabschnittsstapeln dienen. Der Holzwerkstoffplattenförderer
3 ist zwischen den Vorratsplattformen 13, 14 hindurchgeführt. Im übrigen ist zwischen
Zweietagenbeschickgestell 7 und Zweietagenvorratsgestell 12 eine den Beschicketagen
10, 11 zugeordnete Beschickvorrichtung 18 angeordnet, die jeweils einen Beschickwagen
19, 20 mit Saughebereinrichtung 21 aufweist.
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- Die Beschicketagen 10, 11 sind mit Positionierungseinrichtungen
22 in Form von Endschalters o. dgl. ausgerüstet. Die Zuführförderer 4, 5 sowie die
Beschickförderer 8, 9 sind als SaugbandSörderer ausgebildet. Sie besitzen z. B.
ein saugporöses Förderband' welches über Saugkästen läuft, die an eine Unterdruckquelle
angeschlossen sind. - Im einzelnen arbeitet die beschriebene Vorrichtung wie folgt:
Die Holzwerkstoffplatten 2, die oberseitig und/oder unterseitig mit den Folienabschnitten
1 zu belegen sind, werden auf den Holzwerkstoffplattenförderer 3 in Richtung des
Pfeiles 24 zugeführt.
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In dem Zweietagenvorratsgestell 12 liegen auf den beschriebenen Vorratsplattformen
13, 14 die Folienabschnitte 1. Die Folienabschnitte 1 sind in Längsrichtung und
in Querrichtung ausgerichtet, Oberhalb dieser Folienabschnitte 1 finden sich die
Beschickwagen 19, 20 mit der Saughebereinrichtung 21. Die Beschickwagen 19, 20 haben
einen entsprechenden Fahrantrieb, der in Form eines Kettentriebs 25 oder anders
ausgerüstet ist. Durch ein pneumatisch betätigtes Hubwerk werden die Saugnäpfe der
Saughebereinrichtung
21 abgesenkt. Sie sind an ein Unterdrucksystem
angeschlossen. Folglich nehmen sie einen Folienabschnitt 1 auf. Zweckmäßigerweise
haben die beiden Beschickwagen 19, 20 separate Fahrantriebe, so daß sie unabhängig
voneinander betätigt werden können, wenn beispielsweise nur die Oberseite oder nur
die Unterseite der Holzwerkstoffplatten 2 mit einem Folienabschnitt 1 belegt werden
soll.
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Die Fahrantriebe der Beschickwagen 19, 20 befördern die Saughebereinrichtungen
21 mit dem Folienabschnitt 1 auf die Beschickförderer 8 bis 9. Ein Positionierantrieb
bringt die Vorderkante der Folienabschnitte 1 an eine Fotozelle, so daß unabhängig
vom Fahrwerk immer die Ablage exakt am gleichen Punkt erfolgt. Das geschieht beispielsweise
so, daß über die Positionsmeldung die Unterdruckquelle von den Saugnäpfen abgeschaltet
wird. Gleichzeitig kann eine Belüftung der Saugnäpfe erfolgen, so daß ein sehr genaues
Ablegen erfolgt. Andererseits werden die als Saugbandförderer ausgebildeten Beschickförderer
8, 9 und Zuführförderer 4, 5 an eine zugeordnete Unterdruckquelle angeschlossen.
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Sind die Folienabschnitte 1 auf den Beschickförderern 8, 9 abgelegt,
so können die Beschickwagen 19, 20 zurückfahren. Nach Ablauf einer weiteren Zeit
kommt von der zwischen den beiden Beschickförderern 8, 9 auf einer Rollenbahn 26
ankommenden zu zeigenden Holzwerkstoffplatte 2 das Kommando Start für einerseits
die Beschickförderer 8, 9 und andererseits die angeschlossenen ZufUhrförderer 4,
5. Sind die Zuführförderer 4, 5 und die Beschickförderer 8, 9 als Saugförderbänder
ausgebildet, so ist selbstverständlich zuvor der Unterdruck an diese Saugförderbänder
angelegt worden. Beim Start der Beschickförderer 8, 9 und der synchron angetriebenen
Zuführförderer 4, 5 bewegt sich auch der Holzwerkstoffplattenförderer
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weiter, und zwar so, daß ein störungsfreies Ablegen der Folienabschnitte 1 in dem
von Förderern freien Bereich zwischen den beiden Zuführförderern 4, 5 stattfindet.
Der Synchronismus ist so eingerichtet, daß Holzwerkstoffplatte 2 und Folienabschnitt
1 mit einer Toleranz von maximal plus minus 2 mm an vorbestimmter Stelle zusammentreffen.
Inzwischen haben die vorgeschalteten Aggregate Zeit, die schon beschriebenen Abläufe
zu wiederholen. - Das alles läßt sich mit den Hilfsmitteln der modernen Antriebs-
und Steuerungstechnik offenbar ohne Schwierigkeiten verwirklichen.
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Insoweit stimmt die dargestellte Vorrichtung mit der der Hauptanmeldung
überein, jedoch ist (in diesem Sinne abstrahierend) daß das Zweietagenvorratsgestell
12 nicht notwendigerweise mit heb- und senkbaren Vorratsplattformen 13, 14 ausgerüstet
ist. Die Plattformen 13, 14 des Zweietagenvorratsgestells 12 sind vielmehr stationäre
Plattformen oder als solche festsetzbar und für den Gleittransport der Folienabschnitte
1 eingerichtet. Diesen Plattformen 13, 14 ist ein Aufnahmegestell 27 für Foliencoils
28 vorgeschaltet, zwischen denen der Holzwerkstoffplattenförderer 3 hindurchgeführt
ist, wobei zugeordnet ist eine Abzugseinrichtung 29 und eine Trennvorrichtung 30
zur Herstellung der Folienabschnitte 1.
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Dabei ist der Aufbau so getroffen, daß die Aufnahme 31 für den unteren
Foliencoil 28 quer zur Abzugsrichtung der Folienbahn verfahrbar ist.