DE29909131U1 - Hydraulischer Zylinder mit Kunststoffbeschichtung - Google Patents
Hydraulischer Zylinder mit KunststoffbeschichtungInfo
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Description
Hydraulischer Zylinder mit Kunststoffbeschiehtun^. . .. ,. .JBS Ingenieurberatung GmbH
Beschreibung Blatt-1-
Die Erfindung betrifft eine Kolben - Zylindereinheit, die hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbar ist und mit mindestens einer Zylinderinnenfläche und mindestens einem in der Zylinderinnenfläche angeordneten Kolben mit Kolbenstange oder Kolbenrohr oder einem oder mehrere Innenzylinder als relativbewegliche Innenteile mit jeweils zylindrischen Außenoberfläche und deren Herstellung in korrosionsschützender Kunststoffausführung-Ausführung durch das Wirbelsinterverfahren, wobei zur Erhaltung des hydraulischen oder pneumatischen Druckes Dichtringe mit Gleiteigenschaftskomponenten und zur Führung der Relativbewegungen Führungsringe mit Gleit- u. Schmiereigenschaftskomponenten eingesetzt werden. Als Kunststoff sind dabei herkömmliche Thermoplaste und Duroplaste mit Zusatzkomponenten zur Festigkeitserhöhung der aufgebrachten Schicht vorgesehen, deren Aufbringung und Vernetzung nach dem Wirbelsinterverfahren erfolgt.
Stand der Technik
Die französichen Veröffentlichung 1.202.536 schlägt einen Grubenstempel mit Kunststoffbeschichtung in Thermoplast- oder Duroplastausführung für die innere Zylinderfläche und die Fläche des verschiebbaren Teils von mindestens 1 mm bis 4 mm vor. Die eine der Möglichkeiten zur Aufbringung wird vorgeschlagen, diese in Form von Kunststoffhülsen und Kunststoffbuchsen einzutreiben. Da nach dieser Veröffentlichung als weitere Möglichkeit der Aufbringung das Spritzen angegeben ist und gleichzeitig ein Erhitzen vermieden werden soll, ohne weitere Angabe von Vernetzungsbeschleunigern, kann es sich im Falle der Duroplaste, nur um in Lösungsmittel gelöste Duroplaste handeln, deren Nachteile mit weiteren Hinweisen ausführlich im Europäischen Patent 0 667 931 beschrieben wurden.
Die englische Veröffentlichung GB-A-893.050 geht ebenfalls von Thermoplasten und Duroplasten als Beschichtungsmittel für einen Grubenstempel aus, wobei die Duroplaste in gelöster Form und die Thermoplaste als Pulver aufgetragen werden sollen. Hier wurden bereits Zusätze für das Duroplast erwähnt, die die Gleiteigenschaft verbessern soll. Die Dicke der Schicht wird mit 0,1 mm bis 5 mm angegeben.
Die deutsche Veröffentlichung DE-A-4015084 geht ebenfalls von einer Beschichtung eines Grubenstempels aus, wobei die Beschichtung in ausreichender Dicke durch einen Pulverlack oder Naßlack vorgenommen werden soll, der ausreichend erwärmt werden soll, um eine Vernetzung zu bewirken. Als ausreichende Schichtdicke wird ohne Obergrenze 0,20 mm bis 0,25 mm angegeben.
Das Europäischen Patent 0 667 931 geht von einer Pulverbeschichtung bis zu 0,5 mm in Duroplast aus, wobei dem Duroplast mindestens eine Komponente zur Trockenschmiereigenschaft zugefügt wurde und die Vernetzung mit ausreichender Erwärmung stattfindet. Diese Erwärmung soll durch Induktion vor der Beschichtung oder auch zusammen mit der Beschichtung erfolgen.
Weiter geht diese Veröffentlichung davon aus, daß ohne vorherige Zerspanung beschichtet werden kann, wobei die Oberflächen an kaltgezogenen hochfesten Rohren ausgebildet sind. Insbesondere wurde auch hier ein Grubenstempel erwähnt, dessen inneres und äußeres Zylinderrohr aus kaltgezogenen hochfestem Material besteht und vor der Beschichtung nicht mehr zerspanend bearbeitet wurde.
Hydraulischer Zylinder mit Kunststoffbeschiehtung*. « «« .* l@ß Ingenieurberatung GmbH
Beschreibung Blatt -2-
Der Auftrag von Kunststoffen im Wirbelsinterverfahren ist heute Stand der Technik und bereits allgemein bekannt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Zylinder vorzuschlagen, der mit einer druckfesten Kunststoffbeschichtung aller Zylinderoberflächen und aller Nebenflächen unter ausreichender Wärmeeinbringung auf die zuvor mechanisch hergestellten Zylinderteile erstellt wird, damit ein Betrieb mit reinem Wasser ermöglicht wird.
Der mögliche starke Reibungsverschleiß der auf der Kunststoffschicht gleitenden Dichtungsund Führungselemente soll dabei ebenfalls vermieden werden
Die der Erfindung zugrundegeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Kunststoff ein vernetzender Thermoplast oder Duroplast mit einer, gegenüber allen anderen bekannten Anmeldungen, eine sehr geringen Schichtstärke gewählt wird.
Die bereits mechanisch fertiggestellten Bauteile und Oberflächen, weisen gegenüber den grob bearbeiteten bzw. unbearbeiteten Oberflächen der anderen Veröffentlichungen keine großen Rauhigkeitstäler und Rauhigkeitsspitzen mehr auf und ermöglichen so die Beschichtung mit einer dünnen und sparsamen Kunststoffschicht. Bei einer derartig dünnen Schicht, die den gewünschten Korrosionsschutz bereits gewährleistet, finden keine, durch den Druck des Betriebsmittels sonst verursachte elastische Verformung und durch die Relativbewegung des Kolbens im Zylinder verursachte hin- und herlaufende Walkarbeit in der Beschichtung mehr statt. Diese kann sich daher auch nicht mehr von der Oberfläche ablösen und ebenso ist die Elastizität senkrecht zur Oberfläche nicht so groß wie bei den bisher vorgeschlagenen dickeren Schichtstärken.
Dem Kunststoffpulver werden, im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen, Komponenten zur Ausbildung einer höheren Schichtfestigkeit zugefügt.
Auf die Komponenten zur Verbesserung der Gleit- u. Trockenschmiereigenschaften, auf die alle bisherigen Veröffentlichungen besonders hinweisen, wird zugunsten der höheren Schichtfestigkeit verzichtet.
Hydraulischer Zylinder mit Kunststoffbeschjehtung». * .. ·» IBß Ingenieurberatung GmbH
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Beschreibung Blatt -3-
Statt mit Zusatzkomponenten zum Kunststoff zur Verbesserung einer Trockenschmiereigenschaft die gesamte Schichtoberfläche derart auszubilden, werden nur die Gegenlaufteile, Dichtring und Führungsring, mit entsprechend gleichwertigen Komponenten zur Verbesserung der Trockenschmiereigenschaft ausgebildet. Da sich keine weiteren Berührungsflächen zwischen den relativbeweglichen Teilen ergeben, die Trockenschmiereigenschaft gewährleistet ist, kann ein so hergestellter hydraulisch betriebener Zylinder mit reinem Wasser, aber auch mit Salzwasser betrieben werden. Auf Ölzusätze oder Emulsionen kann verzichtet werden.
Vor der Pulberaufbringung werden die entsprechenden Oberflächen mit einem Haftvermittler behandelt.
Die Beschichtung mit Pulver ist als solche allgemein bekannt, so daß eine weitergehende Erläuterung entfallen kann.
Die Erfindung ist in nachfolgender Zeichnung anhand eines Beispieles dargestellt:
Bezugszeichenliste
1 Zylinder mit Innenoberfläche
2 Kolben mit Kolbenstange und Außenoberflächen
3 Dichtring
4 Dichtring
5 Führungsring
6 Führungsring
Claims (7)
1. Hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbare Kolben-Zylindereinheit mit mindestens einer Zylinderinnenfläche und mindestens einem in der Zylinderinnenfläche angeordneten Kolben mit Kolbenstange oder Kolbenrohr oder einem Innenzylinder als relativbewegliches Innenteil mit einer zylindrischen Außenoberfläche, wobei gegen die Oberflächen (1, 2), die allseitig mit Kunststoff beschichtet sind, im Kolben und in der Zylinderabdichtung jeweils mindestens ein Dichtring (3, 4) und mindestens ein Führungsring (5, 6) angelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Beschichtungsmaterial ein dreidimensionaler vernetzbarer, temperaturbeständiger Duroplast in Pulverform mit einer Schichtdicke von 80 µm bis 200 µm, enthaltend weitere Komponenten, von denen mindestens eine mitvernetzende oder nicht mitvernetzende Komponente zur Verbesserung der Schichtfestigkeit beigegeben ist und eine weitere mitvernetzende oder nicht mitvernetzende Komponente zur Verbesserung der Trockenschmiereigenschaft beigegeben ist, nach der Wirbelsintermethode aufgetragen und diese während des Wirbelsintervorganges vernetzt wird.
2. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Pulveraufbringung die Oberflächen mit einem Haftvermittler behandelt werden.
3. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vernetzung durch ausreichende Erwärmung vor der Beschichtung durchgeführt wird.
4. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vernetzung durch ausreichende Erwärmung während der Beschichtung durchgeführt wird.
5. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vernetzung durch ausreichende Erwärmung nach der Beschichtung durchgeführt wird.
6. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung induktiv durchgeführt wird.
7. Hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den Dichtringen (3, 4) und den Führungsringen (5, 6) mehrere Komponenten zur Verbesserung der Festigkeit und Abriebfestigkeit und mindestens eine Komponente zur Verbesserung der Trockenschmiereigenschaften beigegeben sind.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DE29909131U1 true DE29909131U1 (de) | 1999-11-25 |
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Family Applications (1)
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- 1999-05-26 DE DE29909131U patent/DE29909131U1/de not_active Expired - Lifetime
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