DE2949764A1 - Verfahren zum selbsttaetigen fuehren der spannung eines elektrofilters an der durchschlagsgrenze - Google Patents
Verfahren zum selbsttaetigen fuehren der spannung eines elektrofilters an der durchschlagsgrenzeInfo
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Description
14ETALLGESELLSCHAFt AKTIENGESELLSCHAiT Unser Zeichen
Frankfurt/Main 79 P 8 5 2 6 BRD
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
Berlin und München
Berlin und München
Verfahren zum selbsttätigen Führen der Spannung eines Elektrofliters an der Durchschlagsgrenze
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum selbsttätigen Führen der Spannung eines Elektrofilters an der
Durchschlagsgrenze durch zeitabhängige Steigerung der Filterspannung bis zum Durchschlag und anschließende
durchschlagsabhängige Absenkung.
Mit diesem Oberbegriff wird auf ein Verfahren Bezug genommen, wie es beispielsweise in der DE-AS 11 48 977 beschrieben
ist.
Der Abscheidegrad eines elektrostatischen Abscheiders
ist umso höher, je näher die Betriebsspannung an der
Uberschlagsgrenze liegt. Da die Überschlagsgrenze sich während des Betriebs in Abhängigkeit von mehreren Einflußgrößen,
wie z.B. Gaszusammensetzung, Staubgehalt
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und Temperatur ändert, muß die Spannung des elektrostatischen
Abscheiders in Abhängigkeit von der Höhe
der Uberschlagsgrenzo geregelt v
Es sind Einrichtungen zur Spannungsregelung bekannt,
bei d?nen die1 Spannung bis an die übe^schlagsgrenze
erhöht wird. Konuren ein oder mehrere Überschläge, so
wird die Spannung uk cin<?n bestimmten fest vorgegebenen
Betrag unter die Obwrs-hlagcgrenze aogf^enkt und anschließend
wieder his: zur tfberschlagr grenze erhöht.
Bei dem Verfahren nach der vorgenannten DE-AS 1 143 977
wird über einen Vi der stand ein Ktgelkondensator filterstroTioM
ängig aufgeladen. Als t-ntladewiderstand ist diesein
Re.gelkoniensator rtine stetig --teuerbere Röhre parallelgof-chaltfct,
dio ih;-erseits wieder von einem Kondensn'.o
■ angesteuert vira Dir-ser Kondensator wird durchschlaffiiibhängig
aufgeladen und fcrtlajferid über einen
Parallelwiderstancl entladen. Die Sj.-emung am Regelkondensator
dient al t> Steuer-Spannung für ein primärseitiges
Stellglied. Die Stromabhängigkeit der T.adespannung für der RegeJkondensator ist so getroffen, daß bei kleinen
Abscheiderstromstärken eine relativ heimeile, bei großen
Abscheiderstromsterken eine relativ langsame Spannungserhöhung erreicht wird. Durch die stetige Entladung des
Regelkondensator3 - abhängig von den !Vorschlägen - wird
die Abscheide/-spannung nach Überschlägen um einen durch
die Zahl bzw. Dauer- der llberschlage gegebenen Betrag
herabgesetzt.
Bei diesem Steuerverfahren geht die Vorgeschichte des gerade vorliegenden Durchschlages nur relativ gering
bzw. weitgehend Undefiniert in die Spannungsabsenkung bzw. den Hochlauf bis zur Durchschlagsgrenze ein.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
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ia stationären Betrieb, bei dsm laufend zeitabhängig
die Durchscnlagsgronze abgetastet wird, das Regelverfahren so zu optimieren, d-.v3 -nan möglichst an der Durchschlagsgrenze
fährt, jedoch aie Zahl der zum Fahren an dieser Grenze erforderlichen Durchschläge - während
deren Dauer ja die eigentliche Abseheiaong nicht möglich
ist - in vorbestimmten Grenzen gehalten wird.
Diese Ausgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
nach jedem Durchschlag di? Spannung bzw. dor Strom um
einen prozentualen Fetrag der vorliegenden Durchschlagsspannung
bzw. des Durchschlagsstrnsies abgesenkt wird, der von der Durchschiagshäufigkeit in einer vorhergehenden
festgelegten Zeitporiude abhängig ist und dafl die
Wartezeit bis zu einer erneuten Sparmungssteigerung
verringert wird, wenn sich die gemessene Spannungsamplitude beim Durchschlag zur gemessenen Spannungsamplitude
beim vorhergehenden Durchschlag vergrößert hat und umgekehrt.
Auf diet:·? Weise wJrd die Spannung um einen prozentualen
Betrag abgesenkt, der e.-.nerseits durch die Durchschlagsspannung
und andererseits durch die Vorgeschichte des
Durchschlags bestimmt ist; ebenso wird auch die Wartezeit so festgelegt, daß keine unzulässige Durchschlagshäufigkeit
auftritt.
Um definierte Verhältnisse beim Hochlauf zu erreichen, wird vorteilhafterweise die Filterspannung mit einem
festen, vom Betriebszustand der Anlage abhängigen vorwählbaren Sparinungsgradienten bis zum Durchschlag erhöht.
Tritt während der Wartezeit ein Durchschlag auf, so unterbleibt vorteilhafterweise die beim Ablauf der
Wartezeit vorgesehene Spannungssteigerung, es wird je-
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doch die von diesen Ze irpunkt an Taufende neue Wartezeit
verkürzt.
Damit wird erreicht, daß nicht eine unkontrollierte Zahl von Durchschlagen aufeinanderfolgt. 7mc Berücksichtigung
des sich ändernden tiltorverhaltens in bezug auf
die Wartezeit ist vorte .lhafterweise ferner die Wartezeit
in Stufen unterschiedlicher Große veränderbar, z.B. können d..e Stufen Lr, Form ei^er #eoa;e tr i sehen ^e ine gewählt
sein.
Da heute normalerweise i'jLC Elektrofilter Thyristoren
als Stellglieder verwendet werden, deren Anschnittsteuerung sich gle\c itspannuiigs-seitig in einer Pulsation
aer Filterspannui·^; bemerkbar rnp.t:ht, werden vorteilhafterweise
- un definierte Punkte für die Vergleiche zu erhalten - die or.>
eitelv/erte der gleichspannungfiseitigen
Spannungshalbwcllen unmttelbar vor
den Durchschlagen miteinander verglichen.
3ei einer Einri .htuntj iur i-u^chführur.^ des Verfahrens
nach den vorhergehoncen Merk;aaier;, bei der das Elektrofilter
über einen Jk! ;?ichr ichter, einen Hochspannungstransformator
'tid ein jtt:ll|;liod von einem Wechselspanntmgsnet/.
gespei;.t ist, wird vorteilhafterweise zur Vorgabe der SteusrsparjTiun^ an dac Stellglied ein
Mikrocomputer vorgesehen, der aus den gemessenen und
gespeicherten Filterverten die erforderliche Absenkung
und die Wartezeit sowie sonstige Parameter berechnet.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles sei die Erfindung näher erläutert;
es zeigen:
Figur 1 die übliche Spannungsversorgung eines Elektrofilters mit einem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Digitalregler,
Figur 1 die übliche Spannungsversorgung eines Elektrofilters mit einem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Digitalregler,
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Figur 1a den Ersatz dieses Digitalreglers durch ein
Mikrocomputersystem und
Figur 2 die Spannungsverhältnisse beim Abtasten der
Figur 2 die Spannungsverhältnisse beim Abtasten der
Durchschlagsgrenze.
5
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Wie aus Figur 1 ersichtlich, wird ein Elektrofilter 5
über einen Gleichrichter k und einen Hochspannungstransformator
3 aus einem Wechselstromnetz 1 gespeist. Primärseitig ist zwischen Hochspannungstransformator 3 und
Wechselstromnetz 1 ein aus antiparallelgeschalteten Thyristoren bestehender Wechselstromsteller 2 vorgesehen,
dessen Gittersteuersatz 21 seine Steuerspannung U von einem Digitalregler 6 erhält, der gestrichelt
umrandet dargestellt ist. Dieser gestrichelt umrandete Digitalregler 6 besteht heute im Regelfall - wie durch
das Gleichheitszeichen 8 angedeutet - aus dem in Figur 1a dargestellten Mikrocomputersystem, und zwar umfaßt
dieses Mikrocomputersystem als wesentlichen Bestandteil die Zentraleinheit 81, den Speicher 82 und die Ein- und
Ausgabe 83, mit der Meßwerte und Daten aas der Peripherie eingegeben und ausgegeben werden können.
Zur besseren Verständlichkeit des Regelverfahrens ist jedoch der Digitalregler in Form festverdrahteter Funktionsbausteine
dargestellt.
Wie aus der Figur 1 ersichtlich, wird die Steuerspannung
U von einem Steuerbaustein 61 geliefert, der die Filterspannung U bzw. den Filterstrom I bestimmt. Der
Gradient der Steigerung der Filterspannung bis zum Durchschlag wird durch den Baustein 63 vorgegeben. Der Einstellwert
für diesen Gradienten wird aus einem Speicher 62 je nach den Betriebsbedingungen des Filters entnommen.
Erreicht die Filterspannung den Durchbruchswert,
der aus Primärstrom I und/oder dem Zusammenbrechen der sekundärseitigen Spannung U bestimmt wird, so gibt
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das Durchschlagserfassungsg?led 70 über einen prozentualen
Betragseinsteller 66 und ein Spannungsabsenkungsglied
65 einen entsprechenden Spannungsverminderungsbefehl
auf die SpennungsSteuereinheit 61. Der Absenkungsbetrag
im Durchschlagsfall errechnet sich aus
Δ LV.= X . η ΛΫ100 oder ^ 1 = X . η . Ip/100
wobei X einen Viert zwischen 0,2 und ί , η die Absenkungsstufe
und U-. die aktuelle \'x lter spannung bedeuten. Entsprechend«;s
gilt, frlls nicht eine Filtercuannungsabsenkung,
;.cndern eine Filtrrstroniabsenkung^ I des FiI-terstromes
I „ vorgenommen wird. Der Wert n bertimmt sich
aus der Vorgeschichte des :'ilters, und zvar \st er von
der Ar.sahl k dor Durchsciia^e während einer vorhergehenden
^uchporiode von z.B. IC Vi^ 30 Minuten abhängig.
Ist die Anzahl k der nicht durch die Abtastung df=r FiI-terspamiungsgronz«;
hervorgerufenen Durchschläge größer als ein vorwälalbsre^ Grenzwert k von z.b. 1000, so wird
die Absenkungsstufe η erhöht und eine neue Suchperiode
begonnen. Anschließend werden jeweili. die Absenkungsbeträge
Au berechnet und gespeichert. Ist die Zahl der
Durchschlage in der Suchperiode kleiner als der Grenzwert k , so bleibt die Absenkungsrtufe η zunächst unver-
ändert. Ist in der folgenden Suchpe>riode ebenfalls k
kleiner als k , so wird die Absenkungsstufe η erniedrigt. Anschließend v/erden ebenfalls öle neuen aktuellen
Absenkungsbeträge Λ u berechnet und gespeichert. Um sich ändernden Betriebsbedingungen anzupassen, wird
auch die Wartezeit I bis zu einem neuen Hochlauf der FiIterspannung durchschlagsabhängig verändert, und zwar
wird der in einem Speicher 69 niedergelegte Wert der Durchbruchsspannung U„v beim vorhergehenden Durchbruch
mit der aktuellen Durchbrachtspannung UF verglichen.
Ergibt sich, daß sich die gemessene SpannunfTsamplitude
beim Durchschlag /.ur gemessenen Spannungsamplitude beim
vorhergehenden Durchschlag vergrößert hat, so wird durch
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das Vergleichsglied 68 die 'Wartezeit um den Betrag Δ Τ
im Zeitänderungsglied 67 verringert. Dieser Zeitänderungsbetrag Δ T ändert dann entsprechend die Wartezeit
T der Wartestufe 64. Die Änderung der V/artezeiten sind
dabei in z.B. einer geometrischen Reihe gestuft. Ergeben z.B. die Vergleiche, daß die aktuelle Durchschlagsspannung
immer größer als die vorhergehende Durchschlagsspannunp wird, so werden die Wartezeiten um Beträge
Δ T verkürzt, die z.B. in einer geometrischen Reihe ansteigen. Für den Fall, daß die Werte immer niedriger
werden, gilt das umgekehrte. Tritt während der Wartezeit mindestens ein Durchschlag auf, so wird die bei
Ablauf der Wartezeit vorgesehene Spannungssteigerung unterlassen, jedoch die von diesem Zeitpunkt an laufende
Wartezeit ebenfalls um den Betrag A T nach der gerade
aktuellen Veränderungsstufe verkürzt.
Figur 2 zeigt die Spannungsverläufe am Filter. Wie ersichtlich, treten durch die Anschnittssteuerung und die
Gleichrichter sekur.därseitif; am Filter pulsierende Halbwellen
auf. Trit4: an der Stelle DI ein provozierter
Durchschlag auf, so bricht die Filterspannung Up zunächst
zusammen, die wiederkehrende Filterspannung wird dann um
einen Betrag Δ u verringert, der sich nachder vorstehend
angegebenen Gleichung berechnet. Daran schließt sich eine Wartezeit T bis zum Zeitpunkt S an, von dem an die Filterspannung
Up erneut bis zum provozierten Durchschlag D2 gesteigert wird, worauf dann die Spannung U ebenfalls
um einen Wert Δυ wieder abgesenkt wird.
Da die eigentliche Durchschlagsspannung wegen der Pulsation
der Spannungen relativ schwer erfaßbar ist, werden die für die Wartezeit maßgebenden Spannungsvergleichswerte
aus den Scheitelwerten der Spannungshalbwellen unmittelbar vor den Durchschlagen ermittelt. Hierzu werden
laufend die Scheitelwerte erfaßt und gespeichert und
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diejenigen Werte (z.B. U„ , U v) für den Vergleich her-
r a ρ
angezogen, die unmittelbar vor dem Durchbruch liegen.
Auf die vorstehend beschriebene Weise erhält man eine 5 optimale Führung der Filterspannung an der Durchschlagsgrenze
.
7 Patentansprüche
3 Figuren
3 Figuren
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Claims (7)
- PatentansprücheVerfahren zum selbsttätigen Führen der Spannung eines Elektrofilters an der Durchschlagsgrenze durch zeitabhängige Steigerung der Filterspannung bis zum Durchschlag und anschließende durchschlagsabhängige Absenkung, dadurch gekennzeichnet, daß nach jedem Durchschlag die Spannung bzw. der Strom um einen prozentualen Betrag (Au1Al) der Durchbruchsspannung bzw. des Stromes (U , I) abgesenktF F wird, der von der Durchschlagshäufigkeit (k) in einer vorhergehenden festgelegten Zeitperiode abhängig ist und daß die Wartezeit (τ) bis zu einer erneuten Spannungssteigerung verringert wird, wenn sich die gemessene Spannungsamplitude (Upa) beim Durchschlag zur gemessenen Spannungsair.plitude (U v) beim vorhergehenden Durchschlag vergrößert hat und umgekehrt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterspannung (U^) mit einem festen, vorwählbaren Spannungsgradxenten bis zum Durchschlag erhöhbar ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreten mindestens eines Durchschlages während der Wartezeit (T) die beim Ablauf der Wartezeit vorgesehene Spannungssteigerung unterbleibt, jedoch die von diesem Zeitpunkt an laufende neue Wartezeit (T) verkürzt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wartezeit (T) in Stufen unterschiedlicher Größe verändert wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,130027/0029ORIGINAL INSPECTEDdaß die Stufen in Form einer geometrischen Reihe gewählt sind.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheitelwerte (Up) der Spannungshalbwellen unmittelbar vor den Durchschlägen miteinander verglichen werden.
- 7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach denAnsprüchen 1 bis 6 bei einem Elektrofilter, das über einen Gleichrichter, einen Trafo und ein Stellglied aus einem Wechselspannungsnetz gespeist ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vorgabe der Steuerspannung (UqO an das Stellglied (2) ein Mikrocomputer (8) vorgesehen ist, der aus gemessenen und gespeicherton Filterwerten und Daten die erforderliche Absenkung (Au, Al ) der Filterspannung bzw. des Filterstromes bei Durchschlag und die Wartezeit (T) bis zur erneuten Steigerung der Filterspannung (Up) berechnet.130027/0029
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- 1980-12-10 AU AU65224/80A patent/AU538541B2/en not_active Ceased
- 1980-12-11 JP JP17569480A patent/JPS56124460A/ja active Granted
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