DE2810215C3 - Verfahren zum Aufbringen eines zusätzlichen Rückschlusses auf das Gehäuse einer elektrischen Maschine - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen eines zusätzlichen Rückschlusses auf das Gehäuse einer elektrischen MaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Aufbringen eines zusätzlichen
Rückschlusses auf das Gehäuse einer
elektrischen Maschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf ein nach
diesem Verfahren hergestelltes Gehäuse.
Die Gehäuse von elektrischen Kleinmotoren werden bevorzugt aus
einem Blechband und aus sendzimir-vverzinkten Eisenblechen mit
einer maximalen Stärke von 3 mm gefertigt.
Diese bieten den Vorteil eines guten Korrosionsschutzes.
Durch die kathodische Fernschutzwirkung werden
auch die Schnittkanten sicher vor Korrosion geschützt.
Bei Motoren mit größerer Leistung muß die als magnetischer
Rückschlußkörper eingesetzte zylindrische
Wandung des Gehäuses jedoch einen größeren Eisenquerschnitt
aufweisen, als er mit den oben genannten
maximalen Blechstärken erreichbar ist. Ist also zur Flußleitung
eine Wandstärke von ab etwa 4 mm notwendig,
so muß die zylindrische Wandung z. B. zunächst aus
einfachem, nicht verzinktem Eisenblech hergestellt werden
und anschließend galvanisch verzinkt werden. Dies
ist ein teurer und umständlicher Vorgang. Außerdem
werden zur Verformung derart dicker Blechstärken
größere und leistungsfähigere Bearbeitungsmaschinen
benötigt.
Aus der DE-OS 16 13 443 geht ein Verfahren der gattungsgemäßen
Art zur Verstärkung des magnetischen Rückschlusses eines aus dünnem Eisenblech
bestehenden Motorgehäuses als bekannt hervor.
Danach wird zunächst ein Eisenblech auf einem Dorn, dessen Durchmesser
kleiner ist als der Außendurchmesser des Motorgehäuses, zu einem
längs einer Mantellinie getrennten Zylinder gebogen. Sodann wird
der Zylinder unter geringfügiger Aufweitung von außen auf das
Ständergehäuse aufgeschoben. Dabei ergibt sich längs einer Mantellinie ein
kleiner axialer Spalt, dessen nachteilige Wirkung nach der Lehre der DE-OS 16 13 443
dadurch zumindest verringert wird, daß anstelle des Zylinders
auf das Gehäuse eine Draht- bzw. Bandwendel aufgebracht wird,
die gleichfalls vorher auf einem Dorn mit kleinerem Durchmesser gewickelt
worden ist. In beiden Fällen liegt infolge der Rückstellkräfte
der geringfügig aufgeweiteten Zylinder bzw. die Wendel
kraftschlüssig und weitgehend dicht am Gehäuse an.
Aus der GB-PS 14 35 017 ist ferner ein Herstellungsverfahren
für ein eine zylindrische Wandung aufweisendes Gehäuse einer
elektrischen Maschine bekannt. Bei der Herstellung wird zunächst ein
Blechband mit seiner Längsseite um eine das Lager aufnehmende
Gehäuseendplatte durch Aufrollen gebogen; dabei rasten an der Endplatte
befindliche Vorsprünge in entsprechende Öffnungen an den
Längskanten des Blechbandes nacheinander ein. Bei Motoren
mit nur kleinem Drehmoment soll anstelle dieser Haltemittel
sogar der Reibschluß zwischen der zylindrischen Wandung und
der Endplatte genügen um diese Teile gegenseitig festzulegen. Nach
Vollendung des Biegeprozesses werden sodann schwalbenschwanzförmige
Vorsprünge der einen Schmalseite des Blechbandes mit
entsprechenden Öffnungen an der anderen Schmalseite miteinander
in Eingriff gebracht. Die Gehäuseendplatte übernimmt während
der Herstellung der zylindrischen Wandung die Funktion
eines Wickeldorns, so daß hierfür ein gesondertes Werkzeug
entbehrlich ist.
Es ist auch eine elektrische Kleinmaschine bekannt (DE-PS 8 14 188),
deren dickwandiges Gehäuse aus drei zueinander konzentrisch liegen
den Ringen aufgebaut ist. Über das dazu benutzte Herstellungsver
fahren sind keine Angaben gemacht.
Ein weiter bekanntes Verfahren zum Herstellen eines Polgehäuses für
elektrische Maschinen (DE-OS 25 35 210) sieht vor, daß ein Gehäuse
rohr aus einer ebenen Platine vorgerollt und danach in einem
weiteren Verfahrensschritt in einer gesonderten Spannvorrichtung in
seine endgültige Form gebracht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art
so auszubilden, daß der magnetische
Rückschluß auf einfache Weise auf die
Gehäusewand aufbringbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Patentanspruch 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren
hat den Vorteil, daß auch zur Erzielung eines
größeren, über der genannten Grenze liegenden Eisenquerschnitts
bereits vorhandene oberflächengeschützte, in ihrer Bearbeitbarkeit
leicht beherrschbare Blechstärken verwendet werden können. Als
weiterer Vorteil ist anzusehen, daß bei nach dem beanspruchten
Verfahren hergestelltem Gehäuse der zur Flußleitung notwendige
größere Eisenquerschnitt sich nur auf den Bereich des Gehäuses
erstrecken muß, indem etwa die Magnete angeordnet sind. Der übrige
Teil des Gehäuses kann aus einem festigkeitsmäßig durchaus hin
reichenden dünneren Eisenblech bestehen.
In Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen des
nach dem Verfahren hergestellten Gehäuses angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Gehäuse in der Ansicht und
Fig. 2 das Gehäuse in der Draufsicht.
In der Zeichnung ist ein eine zylindrische Wandung aufwei
sendes Gehäuse 1 dargestellt, welches zur Aufnahme beispiels
weise eines permanentmagnetisch erregten Kleinmotors dient.
Natürlich wird dazu das hier rohrförmig dargestellte und zwei
offene Seiten aufweisende Gehäuse 1 auf herkömmliche Art und
Weise durch in der Zeichnung nicht dargestellte Deckel ver
schlossen. Diese können z. B. als Lagerschilde zur Aufnahme
einer Welle eines Rotors des Kleinmotors ausgestaltet sein.
Die Deckel werden dabei z. B. mit als Vorsprünge ausgestal
teten Haltemitteln, welche in in der Zeichnung strichpunk
tiert angedeutete Ausnehmungen 3 in der Wandung 2 des Ge
häuses 1 greifen, gehalten. Die zylindrische Wandung 2 des
Gehäuses 1 besteht aus einem zu einem Zylinder gebogenen
Blechband. Hierbei handelt es sich beispielsweise um ein
sendzimir-verzinktes Eisenblech. Die nach dem Biegen ent
lang einer Mantellinie des Zylinders einander berührenden
Endkanten des Blechbandes sind mittels schwalbenschwanzähn
lich ausgestalteter Haltemittel 4 ineinander verankert.
Unmittelbar um die zylindrische Wandung 2 ist ein Blechstrei
fen 5 herumgebogen und in dieser Lage festgelegt. Auch bei dem
Blechstreifen 5 sind die wiederum entlang einer
Mantellinie einander berührenden Endkanten durch ineinander
greifende, den Haltemitteln 4 der zylindrischen Wandung 2
entsprechende Haltemittel 6 ineinander verankert. Der aus
einem magnetisch gut leitenden Werkstoff - etwa auch ein
sendzimir-verzinktes Eisenblech - bestehende Blechstreifen
ist in seiner Breite auf die Länge der im Innern des Gehäu
ses 1 anzuordnenden, in der Zeichnung strichpunktiert darge
stellten Permanentmagnetsegmente 7 abgestimmt. In der Regel
ist diese Breite geringer als die Gesamtlänge des Gehäuses
1. Zur Vermeidung magnetischer Verluste ist der Blechstrei
fen 5 stramm um die zylindrische Wandung 2 herum gebogen;
der zu einem Ring gebogene Blechstreifen 5 sitzt also voll
kommen spielfrei, durch reinen Kraftschluß fest und unver
schiebbar auf der Außenfläche der zylindrischen Wandung 2
des Gehäuses 1.
Zur Leitung des magnetischen Flusses ist bei dem beschrie
benen Ausführungsbeispiel eine Wandstärke des Rückschluß
körpers 5, 2 von etwa 4 mm erforderlich. Deshalb hat das
Blechband, aus dem die zylindrische Wandung 2 gebogen ist
und der Blechstreifen 5, der um die zylindrische Wandung 2
herumgebogen ist, je eine Stärke von 2 mm. Beide Teile 5,
2 bestehen aus einem sendzimir-verzinkten Eisenblech, wo
durch ein guter
Korrosionsschutz für das Gehäuse 1 gege
ben ist. Das die Wandung 2 bildende Blechband sowie der
Blechstreifen 5 sind beide aus einer sendzimir-verzinkten
Blechtafel ausgeschnitten. Die Schnittkanten sind in keiner
Weise einer einen gesonderten Korrosionsschutz erzeugenden
Behandlung unterzogen worden. Dies ist nicht notwendig, weil
bei der verwendeten Blechstärke die Schnittkanten durch die
kathodische Fernschutzwirkung korrosionsgeschützt sind. Au
ßerdem kommt noch hinzu, daß auf einen Teil der Schnittkante
beim Schnittvorgang eine Zinkschicht geschmiert worden ist.
An der Außenseite des zu einem Ring gebogenen Blechstrei
fens 5 sind mehrere Haltewinkel 8 z. B. mittels Punktschwei
ßung befestigt. In der Zeichnung ist allerdings nur ein
Blechwinkel 8 dargestellt.
Wie aus Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersicht
lich ist, liegen die miteinander verklammerten, einander
berührenden Endkanten sowohl des die Wandung 2 bildenden
Blechbandes als auch des Blechstreifens 5 direkt überein
ander. Diese Lage ergibt sich, wenn zweckmäßigerweise beide
Arbeitsgänge auf einer Biegemaschine durchgeführt werden.
Auf diese Weise legt sich der Blechstreifen 5 unmittelbar
auf die zylindrische Wandung 2 auf. Beide Teile sind kraft
schlüssig miteinander verbunden.
Ein Luftspalt zwischen den
beiden Teilen 2 und 5, der sich etwa ergeben könnte, wenn
beide Teile verschiedene, an anderen Stellen des Umfangs lie
gende Unrundheiten aufweisen, wird sicher vermieden. Durch
diese luftspaltfreie Verbindung wird also ein optimaler Mag
netfluß erzielt. Außerdem kann ein handelsübliches, sendzimir-
verzinktes Band mit den üblichen Dickentoleranzen verwendet
werden, ohne daß die für die Herstellung von Gehäusen für
elektrische Kleinmaschinen zulässigen Maßabweichungen über
schritten werden. Außerdem ist an den Schnittkanten der Kor
rosionsschutz voll gewährleistet, wodurch eine nachträgliche
Verzinkung oder sonstwie geartete Nachbehandlung entfällt.
Der den magnetischen Rückschlußkörper bildende Blechstrei
fen 5 kann dort an der zylindrischen Wandung 2 angeordnet
werden, wo beispielsweise die Permanentmagnete im Innern
liegen. Da die Breite des Blechstreifens 5 wiederum nur von
den Erfordernissen der magnetischen Flußführung bestimmt
wird, kann dieser kürzer sein als die zylindrische Wandung
2 lang ist. Hierdurch ergibt sich eine erhebliche Material
einsparung gegenüber einem Gehäuse mit über die ganze Länge
gleich dicker, durch die Flußführung bestimmter Wandung.
Natürlich kann in besonderen Fällen die zylindrische Wandung
auch aus einem anderen Werkstoff als sendzimir-verzinktem
Eisenblech bestehen. Dann wird die Funktion des Rückschluß
körpers allein von dem um das zylindrische Gehäuse herum
gebogenen Blechstreifens 5 übernommen. In anderen Anwendungs
fällen kann die
zylindrische Wandung 2 auch aus einem Rohr
abschnitt bestehen, um den dann unmittelbar der Blechstrei
fen 5 herumgebogen wird.
Claims (2)
1. Verfahren zum Aufbringen eines zusätzlichen Rückschlusses aus
einem magnetisch leitenden Blechstreifen auf die zylindrische Wandung
des Gehäuses einer elektrischen Maschine, insbesondere des
Gehäuses eines permanentmagnetisch erregten Kleinmotors,
und Festlegen des Rückschlusses in dieser Lage,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst als Rückschluß unmittelbar um die als Rolldorn
dienende zylindrische Wandung (2) der Blechstreifen (5)
herumgebogen wird und anschließend zum Festlegen des
Rückschlusses die entlang einer Mantellinie einander berührenden
Endkanten des Blechstreifens (5) miteinander verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die entlang der Mantellinie einander berührenden
Endkanten des Blechstreifens (5) mittels Haltemitteln (6)
miteinander verklammert werden.
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