DE2843286C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
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- B07B11/06—Feeding or discharging arrangements
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- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
- Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Klassiersieb für teilchenförmiges Ma
terial unterschiedlicher Korngröße mit einer kreisförmigen Sieb
fläche mit mehreren längsgestreckten, radial vorstehenden Sieb
stäben, mit einem Antrieb zur Drehung der Siebfläche, mit einer
ersten, an den Außenumfang der Siebfläche angrenzenden Sammelein
richtung zum Sammeln eines Übergrößenanteils, einer zweiten, unter
der Siebfläche angeordneten Sammeleinrichtung zum Sammeln eines
Untergrößenanteils und mit einer Beschickungseinrichtung für teil
chenförmiges Material mit einem drehbaren Tisch.
Ein Klassiersieb dieser Art ist aus der DE-OS 21 38 925 bekannt.
Bei dieser bekannten Konstruktion haben sich bei der Beschickung
des Klassiersiebs Probleme ergeben, da nicht sichergestellt wer
den kann, daß die Siebfläche gleichmäßig mit zu klassierendem Ma
terial beschickt wird.
Aus der GB-PS 7 40 126 ist ferner im Zusammenhang mit einem Klassier
sieb ein Abstreifer bekannt, welcher aus mehreren Gruppen von Klin
gen besteht, wobei ein Teil dieser Klingen mit einem gebogenen Ver
längerungsteil gelenkig verbunden ist. Auch dieser bekannte Abstrei
fer ist nicht in der Lage eine absolut gleichmäßige Verteilung des
zu klassierenden Materials auf der Siebfläche sicherzustellen. Bei
dieser bekannten Konstruktion eines Klassiersiebs besteht darüber
hinaus die Siebfläche aus einem Drahtgeflecht.
Bei einem Klassiersieb, wie es aus der DE-OS 23 23 158 bekannt ist,
ist die Zuführeinrichtung oder Schurre gestuft ausgebildet, wobei
jedoch bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die Zuführung di
rekt in einen Siebkorb ohne vorherige Verteilung des Materials er
folgt.
Ausgehend von einem Klassiersieb der eingangs beschriebenen Art
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, sicherzustellen, daß das
zu klassierende Material auf einfache Weise besonders gleichmäßig
auf das Klassiersieb gelangt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Be
schickungseinrichtung einen feststehenden, spiralförmigen Abstrei
fer aufweist, der oberhalb des drehbaren Tisches angeordnet ist,
wobei sich die Spirale in Drehrichtung des drehbaren Tisches öff
net. Durch diese Merkmale wird eine besonders gleichmäßige Vertei
lung des Materials erzielt, wobei durch die Beziehung von Abstreifer und
Tisch zueinander das Material vor dem Abschieben über die Kante
des drehbaren Tisches zunächst geringfügig verdichtet wird, so
daß hierdurch weiterhin die Gleichmäßigkeit des Abwurfs erhöht
wird.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung nach der Erfindung ist ober
halb des Tisches und des spiralförmigen Abstreifers eine Material
beschickungsschurre mit einer Vielzahl von Abstufungen angeordnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer in den Zeichnungen
beispielhaft veranschaulichten Ausführungsform näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine unvollständige Schrägansicht;
Fig. 2 eine Seitenansicht;
Fig. 3 einen Schnitt III-III in Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt IV-IV in Fig. 2;
Fig. 5 einen Schnitt V-V in Fig. 2;
Fig. 6 einen teilweisen Schnitt VI-VI in Fig. 3;
Fig. 7 einen teilweisen Schnitt VII-VII in Fig. 3 und
Fig. 8 eine Draufsicht eines Teils von Fig. 7 mit einer Darstel
lung von mehr Einzelheiten.
Gemäß Fig. 1 enthält ein Klassiersieb eine kreisförmige Siebfläche
1. Die Siebfläche 1 ist drehbar befestigt und über ein Getriebe 4
und eine in einem Lager 6 gelagerte senkrechte Antriebswelle 5
durch einen Motor 3 angetrieben, vgl. Fig. 1 und 3. Die Siebfläche
enthält eine Vielzahl von radialen Siebstäben 8 aus Metall und
eine in Fig. 1 nicht gezeigte Nabenanordnung. Die Siebfläche wird
weiter unten genauer beschrieben.
Eine Beschickungseinrichtung 12 führt teilchenförmiges Material
auf die Siebfläche zu. Die Beschickungseinrichtung 12 enthält ei
nen drehbaren Zufuhrtisch 14, einen feststehenden,
spiralförmigen Abstreifer 15 und eine abgestufte Zufuhrschurre 16.
Der drehbare Tisch 14 ist antriebsmäßig über einen Rollenketten
trieb 17 und einen angetriebenen Zylinder 18 mit einem Motor 13
verbunden, wobei der Zylinder am Tisch 14 befestigt ist. Der Tisch
14 dreht sich um dieselbe senkrechte Achse wie die Siebfläche 1.
Unter der Siebfläche 1 ist ein kegelförmiger Füll
trichter 20 angeordnet, der Materialteilchen mit Untergröße sam
melt, die durch die Siebfläche 1 hindurchtreten. Ein weiterer,
teilweise dargestellter Fülltrichter 21 umhüllt den Fülltrichter
20, wobei Material mit Übergröße, das durch die Siebfläche 1 nicht
hindurchtreten kann, in diesem Fülltrichter 21 gesammelt wird. Die
Fülltrichter 20 und 21 haben jeweils in Fig. 1 nicht gezeigte Aus
laßeinrichtungen zum Entfernen von Material mit Untergröße bzw.
Übergröße.
Es ist ein nur teilweise dargestelltes tragendes Rahmengestell 22
für das Klassiersieb vorgesehen.
Die Klassiervorrichtung wird in Verbindung mit Fig. 2 bis 8 näher
beschrieben.
Gemäß Fig. 2 bis 3 enthält die Siebfläche 1 die langgestreckten Sieb
stäbe 8 und ist an einem Ring 25 befestigt. Der Ring 25 enthält
eine Vielzahl von Segmenten 26, von denen in Fig. 3 nur zwei ge
zeigt sind.
Der Ring 25 ist mittels einer segmentartig unterteilten ringförmi
gen Verlängerungsplatte 32 an einer Nabenplatte 30 befestigt. Die
Nabenplatte 30 ist an einem Nabenvorsprung 34 befestigt, der sei
nerseits an der Welle 5 befestigt ist. Unter der Verlängerungs
platte 32 sind Kratzvorrichtungen 35 und 36 befestigt, von denen
jede einen angelenkten Hebel 38 und eine Kratzschaufel 40 aufweist.
Die Befestigung der Siebstäbe 8 am Ring 25 ist in Fig. 8 im Detail
gezeigt und weiter unten beschrieben. Gemäß Fig. 3 ist ein aus meh
reren Teilen zusammengesetzter Block 27 an je einem Segment 26 be
festigt. In den Blöcken 27 ist eine Vielzahl von Bohrungen ausge
formt oder gebohrt, von denen jede einen Sitz für einen Siebstab 8
bildet. Die Siebstäbe 8 stoßen an einem aus einer kreisförmigen
Leiste 29 bestehenden Anschlag an.
Gemäß Fig. 2 enthält die Beschickungseinrichtung 12 die abgestufte
Schurre mit gesondert abgestuften, gestrichelt dargestellten Zu
führungen 57 bis 62. Die Schurre 16 führt über den Abstreifer 15
Material auf den Tisch 14 zu, vgl. Fig. 3. Der Tisch 14 wird mittels
einer Nabe 43 gehalten, die an einem Lager 44 drehbar gelagert ist.
Die Nabe 43 ist fest an einem Zylinder 45 befestigt. Ein Zahnrad 46
ist im Abstand vom Lager 44 fest am Zylinder 45 befestigt. Das Zahn
rad 46 ist drehbar an einem Lager 48 an einer Hülse 49 gelagert,
die die Antriebswelle 5 umhüllt. Das Zahnrad 46 kann im Eingriff
mit einer in Fig. 3 nicht gezeigten Rollenkette stehen und stellt
im eingegriffenen Zustand über den Zylinder einen Antrieb zum
Tisch 14 her, der hierdurch gedreht wird. Die Rollenkette wird durch
ein am Motor 13 befestigtes Antriebszahnrad 50 angetrieben.
Der Abstreifer 15 wird durch Befestigung an einem Rahmengestell 52
getragen, vgl. insbesondere Fig. 3 und 5. Der Abstreifer ist durch
mehrere Gleitbefestigungen 53 in seiner Lage einstellbar befestigt.
Die im einzelnen nicht dargestellten Gleitbefestigungen 53 enthal
ten am Abstreifer 15 befestigte Schrauben, die in Schlitze im Rah
mengestell 52 eingreifen.
Der Fülltrichter 20 enthält einen kegelförmigen Teil
21 und einen ringförmigen Teil 24. Der ringförmige Teil wird bei
Drehung der Siebfläche 1 von der Kratzvorrichtung 35, 36 abgestreift.
Es ist eine Auslaßeinrichtung 55 aus dem Fülltrichter vorgesehen
zur Ermöglichung eines Austritts von Teilchen mit Untergröße.
Es sind Zugangstüren 37 und 39 vorgesehen.
Fig. 4 gibt eine klarere Darstellung der sechs gesonderten abgestuf
ten Zuführungen 57 bis 62 in der Schurre 16. Diese Zuführungen stel
len sicher, daß das durch die Schurre gelieferte Material gleichmä
ßig auf dem Tisch 14 verteilt wird, da sie gesondert Einzelbereiche
der Mündung der Schurre 16, jedoch zusammen die gesamte Mündungs
fläche überdecken.
Fig. 5 zeigt das Rahmengestell 52 und die Gleitbefestigungen 53. Die
spiralförmige Ausbildung des Abstreifers 15 ist gestrichelt darge
stellt. Die gegenseitigen Stellungen der gesonderten Zuführungen
57 bis 62 sind ebenfalls dargestellt. Gemäß Fig. 5 ist die Verdich
tungszone 19 unterhalb der Schurre 16 im Bereich der beiden Enden
des Abstreifers 15 gebildet. Beim weiter unten im einzelnen be
schriebenen Betrieb dreht sich der Tisch 14 im Uhrzeigersinn und
drückt das durch die Schurre 16 zugeführte Material in die Verdich
tungszone 19, wie dies weiter unten näher erläutert wird.
Fig. 6 zeigt die oben erwähnte Rollenkette 70.
Fig. 7 zeigt die Siebfläche 1 teilweise und die Siebstäbe 8. Der
Ring 25 enthält zwölf Segmente 26 zum Halten der langgestreckten
Siebstäbe 8 und enthält sechs Segmente der ringförmigen Verlänge
rungsplatte 32. Die Verlängerungsplatte ist an einer weiteren Plat
te 33 befestigt, die ihrerseits am zentralen Nabenvorsprung 34 be
festigt ist. Die Verlängerungsplatte 32 ist so angeordnet, daß die
Siebfläche für Überholungs- und Wartungsarbeiten leicht von unten
her zerlegt und entfernt werden kann.
Die Befestigung der Siebstäbe 8 an einem Segment des Rings 25 ist
im einzelnen in Fig. 8 gezeigt. Die Siebstäbe sind aufgespalten,
wobei ihre in das Material 27 ragenden Enden ausgebogen sind.
Folglich werden die Siebstäbe durch ihre dem Antrieb dienenden
Sitze und ihre Ausbiegung sicher im zusammengesetzten Material ge
halten.
Bei Betrieb wird die Siebfläche mit einer Vielzahl von Drehzahlen
gedreht, je nach der Größe des klassierenden Materials. Eine Dreh
zahlerhöhung der Siebfläche verengt die wirksame Öffnung, durch die
die Materialteilchen fallen können, d.h. eine Drehzahlerhöhung er
höht die Möglichkeit, daß Teilchen von einem oder mehreren Siebstä
ben 8 getroffen werden. Während die Drehzahl die wirksame Öffnungs
größe bestimmt, klassiert auf diese Weise die Siebfläche 1 die Grö
ße der Materialteilchen, denen ein Durchtritt durch die Siebfläche
gestattet wird.
Material mit Untergröße tritt durch die Siebfläche 1 hindurch, in
den Fülltrichter 20 und von da aus durch die Auslaßeinrichtung 50.
Material mit Übergröße wird durch die Fliehkraft zum äußeren Rand
der Siebfläche bewegt und fällt in den Fülltrichter 21. Die Sieb
stäbe 8 haben an ihren äußeren radialen Enden keine Halterung, wes
halb sie für die Übergrößenteilchen bei deren Weg zum Fülltrichter
21 kein Hindernis darstellen.
Die Kratzvorrichtungen 35 und 36 kratzen die Innenseite des Füll
trichters 20 ab, so daß sich keine Blockierung aus Untergrößenma
terial auf dem ringförmigen Teil der Wand des Fülltrichters auf
baut.
Die Kratzvorrichtungen können in einer waagerechten Ebene um 15°
schwenken, so daß sie vom von der Innenwand des Fülltrichters 20
abgekratzten Material nicht weggeschlagen werden.
Die Beschickungseinrichtung 12 arbeitet in folgender Weise. Das Ma
terial gelangt über die abgestufte Schurre 16 beim Klassiersieb an.
Die Schurre ist über dem Tisch 14 und dem Abstreifer 15 so abge
stuft, daß das Material von der Mündung der Schurre aus anstatt als
konischer Haufen gleichmäßig verteilt wird. Das Material fällt
durch den Abstreifer 15 und erfährt bei Bewegung durch den Tisch
14 zwischen die einander gegenüberliegenden spiralförmigen Wände
des Abstreifers 15 eine erste Verdichtung in der Verdichtungszone
19, die dann durch die fortgesetzte Drehung des Tisches 14 aufgrund
der Reibungskräfte des Materials auf dem Tisch fortgesetzt wird, bis
das Material letztlich durch den Abstreifer 15 über die Tischkante
abgeschoben wird. Diese Verdichtung ist im Betrieb erwünscht, da
das Material sonst die Schubkräfte absorbieren kann, ohne sich als
Ganzes zu bewegen. Der Tisch 14 setzt seine Drehung im Uhrzeiger
sinn fort, so daß das Material als Ganzes und allmählich durch den
Abstreifer 15 über die Seite des Tischs 14 gedrückt wird, wobei der
Abstreifer aufgrund seiner spiralförmigen Gestalt
sich allmählich der Seite des Tisches nähert. Das Material wird
auf diese Weise gleichmäßig über den Rand des Tisches um dessen
Umfang gedrückt und bildet eine gleichmäßige Zufuhr auf die Sieb
fläche 1.
Die Siebfläche 1 und der Tisch 14 werden, wie oben beschrieben,
durch die Motoren 3 bzw. 13 angetrieben. Die Siebfläche und der
Tisch können mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Drehzahlen
angetrieben und gegenläufig gedreht werden, wenn die gewünschte
Klassierungsgröße so beschaffen ist, daß die gegenläufige Drehung
die Größe hervorbringt.
In einigen anderen Ausführungsformen der Erfindung ist die Neigung
der Siebfläche einstellbar und kann unter verschiedenen und geeig
neten Winkeln gegenüber der Waagerechten geneigt werden.
Bei weiteren Ausführungsformen der Erfindung enthält das Klassier
sieb mehr als eine Siebfläche.
Claims (2)
1. Klassiersieb für teilchenförmiges Material unterschiedlicher Korngröße
mit einer kreisförmigen Siebfläche mit mehreren längsgestreckten, radial
vorstehenden Siebstäben, mit einem Antrieb zur Drehung der Siebfläche, mit
einer ersten, an den Außenumfang der Siebfläche angrenzenden Sammeleinrich
tung zum Sammeln eines Übergrößenanteils, einer zweiten, unter der Siebflä
che angeordneten Sammeleinrichtung zum Sammeln eines Untergrößenanteils
und mit einer Beschickungseinrichtung für teilchenförmiges Material mit
einem drehbaren Tisch, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschickungseinrichtung einen feststehenden, spiralförmigen Ab
streifer (15) aufweist, der oberhalb des drehbaren Tisches (14) angeordnet
ist, wobei sich die Spirale in Drehrichtung des drehbaren Tisches (14) öff
net.
2. Klassiersieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des
Tisches (14) und des spiralförmigen Abstreifers (15) eine Materialbeschik
kungsschurre (16) mit einer Vielzahl von Abstufungen (57 bis 62) angeordnet
ist.
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