DE2739650C2 - Bewässerungsventileinrichtung - Google Patents
BewässerungsventileinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine ßewässerungsventileinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
I.
Bei einer in der DE-OS 23 25 980 beschriebenen Einrichtung dieser Art sitzt der relativ kurze Quellkörper
aus einer Anzahl von Scheiben aus Zellulosematerial in einem zylindrischen Ventilkörper /wischen einem
Innenflansch am einen Ende des Ventilkörpers und einer
Membran, die eine Ventilkaminer begrenzt und unter dem Einfluß einer Quellung des Quellkörpers den
Auslaß in dieser Ventilkammer schließt. Der Ventilkörper besitzt zwei seitliche öffnungen und die durch den
Innenflansch gebildete öffnung zum Einfließen von Feuchtigkeit in den Quellkörper und soll unmittelbar auf
5 oder in der Erde angeordnet sein. Ein Nachteil dieser bekannten Bewässerungsventileinrichtung liegt darin,
daß keine Maßnahmen zur Einstellung des Bewässerungszyklus vorgesehen sind. Eine solche Einstellung ist
jedoch aus verschiedenen Gründen unerläßlich. Der
to Wasserbedarf verschiedener Pflanzen ist sehr unterschiedlich, so daß es möglich sein sollte, die Liefermenge
des Ventils an den jeweils herrschenden Bedarf anzupassen. Darüber hinaus ist eine Bewässerung um so
rationeller und wirkungsvoller, je kontinuierlicher die Wasserzufuhr durchgeführt wird. Ideal wäre eine
kontinuierliche Wasserzufuhr in genau dem Maße, in dem die Pflanzen Wasser aufnehmen. Selbst wenn eine
derartige Dosierung schwierig ist, sollte angestrebt werden, den Pflanzen das Bewässerungswasser in möglichst vielen kleinen Portionen zuzuführen.
In dem DE-GM 77 06 643 ist eine Bewässerungsventileinrichtung
beschrieben, die mit einem in einem Lochzylinder untergebrachten Quellkörper aus Holz
arbeitet, der mit seinem einen Ende auf ein Membranventil einwirkt und mit seinem anderen Ende an einem
Gewindestopfen abgestützt ist. Durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des Stopfens in den
Lochzylirder kann die Ansprechschwelle dieses bekann'en Hygrostaten eingestellt werden. Da diese
Bewässerungsventileinrichtung dazu bestimmt ist, ins Erdreich eingegraben zu werden, ist diese Justierung
sehr umständlich, da das Ventil infolge des an seinem unteren Ende befindlichen Stopfens vollständig aus der
Erde ausgegraben werden muß. Darüber hinaus ist die Justierung des Spiels für den Quellkörper grundsätzlich
kein ausreichendes Mittel, eine optimale künstliche Bewässerung sicherzustellen, da nur die Quellänge
festgelegt wird, bei der das Ventil schließt bzw. öffnet. Es läßt sich also tatsächlich nur die Feuchtigkeitsansprechschwelle
einstellen, nicht aber beispielsweise die Schaltfrequenz variieren. Der Einbau des Hygrostaten
in die Erde hat neben der schlechten Zugänglichkeit des Stopfens zum Einstellen der Ansprechschwelle den
weiteren Nachteil, daß die Feuchtigkeitsabgabe des Holzes in der Erde zu langsam vor sich geht, so daß sich
lange Abschaltzeiten ergeben, die durch starke Bewässerung der Pflanzen während der Öffnungszeiten des
Ventils kompensiert werden müssen, was dem Ziel einer häufigen Wasserzugabe in kleinen Mengen wider-
w spricht. Außerdem muß bereits dann bewässert werden,
wenn die Erde bis in ca. 3 bis 4 cm Tiefe ausgetrocknet ist, was jedoch mit der bekannten Bewässerungsventileinrichtung
nicht erfaßt werden kann, da der Lochzylinder wesentlich tiefer ins Erdreich reicht.
Die DE-AS 11 91 163 beschreibt eine Vorrichtung, bei
der ein Quellkörper in Form eines Holzstabs infolge seiner Quellung einen Wasserschlauch abquetscht und
damit die Wasserzufuhr in einen Pflanzenbehältcr unterbindet, wobei der Quellkörper über einen Saug-
W) schwamm im Boden des Pflanzenbehälters mit Flüssigkeit
aus dem Erdreich beaufschlagt wird. Auch bei dieser Vorrichtung ist eine Stellschraube für das Spiel des
Quellkörpers vorgesehen, mit der lediglich das Maß der Quellung des Qucllkörpcrs eingestellt werden kann, bei
h5 der der Schlauch abgequetscht ist.
Fine weitere selbsttätige Bewässerungsvorrichtung für Kulturpflanzen, die in der DIiAS 10 59 296
beschrieben ist, arbeitet mit einem am l'nde eines in ilen
Boden einsteckbaren Rohres angeordneten Hygrometer, welches ein am anderen Rohrende angeordnetes
Flüssigkeitsventil steuert. Die FeuchtigkeitsschweUe, bei
der die Auslösung des Ventils erfolgen soll, kann zum Beispiel durch eine Stellschraube reguliert werden.
Auch dieser Bewässerungsvorrichtung sind die Nachteile eigen, die sich durch das Unterbringen des
Hygrometers im Erdreich ergeben.
Die DE-OS 25 13 600 zeigt ein feuchtigkeitsgeregeltes Ventil, welches die Bewässerung den atmosphärischen
Bedingungen anpaßt Bei Regen oder starker Feuchtigkeit bleibt das Ventil geschlossen, während es
bei Trockenheit für ein vorgewähltes Zeitintervall öffnet. Die tatsächliche Bodenfeuchtigkeit bleibt völlig
unberücksichtigt
Schließlich arbeitet eine in der US-PS 35 12 712 beschriebene automatische Bewässerungsvorrichtung
mit einem Feuchtigkeitsfühler, der über einen Docht mit dem zu bewässernden Erdreich verbunden und im
übrigen der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Der Feuchtigkeitsfühler besitzt einen Quelikörper in Form
von hohlzylindrischen Holzblöcken, deren Quellung auf einer Anzeigevorrichtung und auf ein Bewässerungsventil übertragen wird. Diese Bewässerungsvorrichtung
erfaßt sowohl die Erdfeuchtigkeit als auch die Luftfeuchtigkeit, es besteht jedoch keine Möglichkeit,
den Einfluß dieser beiden Parameter einzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bewässerungsventileinrichtung der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung zu schaffen, bei de- der Bewässerungszyklus einstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Mitteingelöst.
Auf diese Weise ergibt sich ein unterer Abschnitt des Quellkörpers, der der Erdfeuchtigkeit direkt ausgesetzt
ist, und ein oberer Abschnitt, der infolge Kapillarwirkung im Quellkörper durchfeuchtet wird. Da Quellkörper
in der Reg:l unterschiedliche Quellgeschwindigkeit bei Wässerung und bei kapillarer Wasseraufnahme
zeigen, ergibt sich hierdurch eine ausgezeichnete Justierbarkeit der Bewässerungsventileinrichtung. Indem
nämlich die Größe des direkt benetzten unteren Abschnitts des Quellkörpers und die Größe des nicht
benetzten oberen Abschnitts des Quellkörpers durch mehr oder weniger tiefes Einstecken in die Erde
verändert werden, wird die Zeit bis zum Erreichen eines vorgegebenen Quellwerts ebenfalls verändert. Praktisch
stellt diese Zeit die Summe der Längenänderungszeiten aus dem unteren und dem oberen Teil des Quellkörpers
dar. Sie verlängert sich durch weniger tiefes Einstecken des Quellkörpers ins Erdreich und verkürzt sich durch
tieferes Einstecken, da das Quellen bei direkter Benetzung bzw. Wässerung wesentlich schneller erfolgt
als bei einer durch Kapillarwirkung erfolgenden Feuchtigkeitsaufnahme. Hinzu kommt die Tatsache, daß
der obere Abschnitt des Quellkörpers Wind und Sonne ausgesetzt ist und damit nicht nur die Feuchtigkeit der
oberen Erdschicht, sondern auch die Bedingungen über der Erde in den Bewässerungs/.yklus eingehen. Durch
mehr oder weniger tiefes Einstecken des Ventilkörpers ins Erdreich kann das Maß der Beeinflussung des
Bewässerungszyklus durch die atmosphärischen Bedingungen
verändert werden. Der Quelikörper bildet somit
die zu bewässernde Pflanze gewissermaßen nach und IaLJt auf diese Weise einen Hewässerungszyklus
erreichen, der dem Wasserbedarf der Pflanzen optimal anuerjaßt werden kann.
Vorteilhaft ist der für den Queilkörper zur Verfugung
stehende Raum einstellbar. Diese an sich bekannte Maßnahme dient, wie bereits erwähnt, der Einstellung
eines bestimmten Quellmaßes, bei dessen Erreichen das Ventil schließt
In Weiterbildung der Erfindung endet die Ausgangsleitung
des Ventils in einstellbarem Abstand vom Quellkörper oder weist dort eine Tropfstelle auf. Auf
diese Weise ergibt sich ein weiterer einstellbarer Faktor ίο für die bis zum Schließen des Ventils verstreichende
Zeit, die Zeit nämlich, die das in die Erde geleitete Quellwasser benötigt, um durch Kapillarwirkung in der
Erde an den in die Erde eingetauchten Abschnitt des Quellkörpers zu gelangen.
Vorzugsweise wirkt der Quellkörper auf einen durch d?s Ventilgehäuse geführten Quetschschlauch ein. Diese
Maßnahme ist prinzipiell aus der einleitend erwähnten DE-AS Il 91 163 bekannt
Zum Gegenstand des Anspruchs 5 soll bemerkt werden, daß die eingangs erwähnte US-PS 3512712
einen Quellkörper zeigt, der von Rippen eines Gehäuses gehaltert und geführt ist.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 6 wird erreicht, daß die gesamte Außenfläche des Quellkörpers freiliegt
und somit ein guter Kontakt mit der Erde möglich wird.
Bei den Unteransprüchen 7 bis 9 handelt es sich um echte Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Diagramm über die Längenänderung von Fichtenholz durch Wasseraufnahme in Abhängigkeit
von der Zeit,
Fi g. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Bewässej5
rungsventileinrichtung mit einem in Form eines Herings ausgebildeten Ventilkörpers,
F i g. 3 den Schnitt gemäß der Linie !H-II! in Fi g. 2,
Fig.4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Bewässerungsventileinrichtung,
bei dem der Ventilkörper eine Längsbohrung des Quellkörpers durchdringt.
Das Diagramm in Fig. 1 zeigt die Längenänderung von Fichtenholz durch Wasseraufnahme, die an einem
Probestab von 10 χ 10 mm Querschnitt und 100 mm Länge gemessen wurde. Die Stablängsrichtung verläuft
4> etwa tangential zu den Jahresringen des Holzmaterials. Zunächst wurde die Längenänderung während einer
24stündigen Wässerung des Probestabs gemessen. Dabei beträgt die Längenzunahme der ersten Stunde
bereits mehr als drei Viertel der später erreichten Gesamtzunahme, wie die oberste Diagrammkurve
erkennen läßt. Die Schrumpfung des gewässerten Holzstabes setzt bei 70% relativer Luftfeuchtigkeit
nach vier bis fünf Stunden ein. Erst nach etwa 15 bis 20 Stunden wird die kleinste Länge entsprechend der
η herrschenden Luftfeuchtigkeit erreicht. Derselbe Versuch wurde mit einem Holzstab von 20 χ 20 mm
Querschnitt durchgeführt, wobei sich zeigte, daß eine Schrumpfung erst ca. 20 Stunden nach der Wässerung
einsetzte und bis zum Erreichen der kleinsten Länge 40 bo bis 60 Stunden vergingen. Es empfiehlt sich daher zur
Erzielung einer möglichst kontinuierlichen Bewässerung ein möglichst geringer Quellkörperquerschnitt.
Die relativ lange Zeit bis zum Beginn der Schrumpfung triu allerdings im praktischen Betrieb der Bewässeh)
rungsventileinrichtung nicht auf, da ein Holzkörper bereits dann seine maximale Länge erreicht, wenn er
50% derjenigen Wassermenge aufgenommen hat, die er bei einer lang andauernden Wässerung aufnehmen
kann. Diese überschüssige Wassermenge erhält der Quellkörper allenfalls infolge länger andauernden
Regens, nicht jedoch bei Trockenheit, bei der er das Ventil bei Erreichen einer bestimmten Längenzunahme
schließt und dann nur noch in begrenztem Umfang Wasser aufnimmt.
Wie einleitend bereits erwähnt, erfolgt die Wasseraufnahme und somit die Längenzunahme (ebenfalls
tangential zu den Jahresringen) durch Kapillarwirkung erheblich langsamer. Um dies zu messen, wurde der
Probestab an seinem unteren Ende ins Wasser eingetaucht und in unterschiedlicher Neigung zur
Senkrechten gehalten. Dabei ergab sich die dem Diagramm zu entnehmende Schar von drei Kurven für 0
Grad, 34 Grad und 45 Grad Neigung. Die Kurvenschar läßt erkennen, daß die Längenzunahme bei senkrechter
Anordnung des Probestabs am langsamsten vor sich geht und sich der geringste Endwert für die erreichbare
Länge ergibt. Letzteres rührt daher, daß bei kapillarer Wasseraufnahme eine bestimmte Steighöhe nicht
überschritten wird. Diese sogenannte Saughöhe des Kapillarwassers liegt bei trockenem Fichtenholz in 24
Stunden bei ca. 60 bis 90 mm. Während die Längenzunahme bei Wässerung des Holzes prozentual zur
Gesamtlänge des Holzes zunimmt, also bei entsprechend langem Holzstab auch große Werte erreichen
kann, ist die Längenzunahme durch Kapillarwirkung wie vorbeschrieben begrenzt. Durch Neigung des
senkrecht stehenden Probestabes nehmen die Steiglänge und die Steiggeschwindigkeit des Kapillarwassers zu,
womit auch die Längenänderung des Quellkörpers durch Neigung bei kapillarer Wasseraufnahme schneller
vonstatten geht und einen höheren Wert erreicht. Dies zeigen die für 34 Grad und 45 Grad Neigung ermittelten
Kurven. Der schraffierte Bereich zwischen der untersten und der obersten Kurve wird von den nachstehend
beschriebenen Bewässerungsventileinrichtungen durch Kombination direkter Wasseraufnahme und kapillarer
Wasseraufnahme des Quellkörpers ausgenützt.
Die Bewässerungsventileinrichtung gemäß Fig.2
dient der Bewässerung größerer Flächen. Der Quellkörper 1, der — wie aus Fi g. 3 ersichtlich — quadratischen
Querschnitt besitzt und beispielsweise aus Fichtenholz besteht, wobei die Längsrichtung des Quellkörpers 1
tangential zu den Jahresringen verläuft, wirkt über einen gegen Verkanten geführten Quetschbalken 2 auf einen
Quetschschlauch 3. Der Quellkörper 1 ist in einem Ventilkörper 5 in Form eines ins Erdreich einsteckbaren
Herings untergebracht und durch vier Rippen 6 (F i g. 3) geführt und gegen Ausknicken gesichert Der Ventilkörper
5 besitzt an seinem oberen Ende eine Einstecköffnung für den Queükcrper i, die durch eine Stellschraube
4 verschlossen ist Der Quetschschlauch 3 tritt zwischen den Rippen 6 durch den Ventilkörper hindurch und liegt
unter Zwischenschaltung des Quetschbalkens 2 auf dem Quellkörper I auf. Als Widerlager dient ein zweiter
Quetschbalken 2', der an der Stellschraube 4 anliegt Der Ventilkörper 5 ist so weit ins Erdreich eingesteckt, daß
der Quellkörper 1 um den Abschnitt b in die Erde eindringt Der Quetschschlauch 3 steht auf der gemäß
Fig.2 linken Seite mit einem Wasseranschluß in Verbindung und speist bei geöffnetem Ventil einen
Bewässerungsschlauch 8, der auf dem Erdboden liegend zu den zu bewässernder Pflanzen reicht In gewünschten
Abständen sind Tropfschläuche oder Tropfnippel am Bewässerungsschlauch angeschlossen.
Die Steuerung der Bewässerungszeit erfolgt über den Tropfnippel 9, der in der Nähe der Verbindungsstelle
zwischen dem Quetschschlauch 3 und dem Bewässerungsschlauch 8 im Abstand c vom Quellkörper 1
angeordnet ist.
Das bei geöffnetem Ventil aus dem Tropfnippel 9 austretende Tropfwasser muß zunächst durch die Erde
über Kapillarwirkung zum Quellkörper 1 gelangen und dabei die Strecke c zurücklegen. Durch Verschieben des
Quetschschlauches 3 im Ventil kann dieser Tropfabstand c verändert werden. Die Eindringtiefe des
Quellkörpers 1 in die Erde bestimmt den Abschnitt b, entlang dem der Quellkörper direkt benetzt wird, und
den darüber liegenden Abschnitt a, der unter Kapillarwirkung durchfeuchtet wird. Die Gesamtbewässerungsdauer
ermittelt sich also aus der Summe der den Abschnitten a, b und c entsprechenden Zeiten. Da die
Quellzeiten für a relativ lang und für b relativ kurz sind kann man durch unterschiedlich tiefes Einstecken des
Quellkörpers in die Erde die gewünschte Bewässerungsdauer einstellen.
Zunächst wird der Quellkörper 1 24 Stunden lang gewässert und dann in den Ventilkörper 5 eingesetzt
Die Stellschraube 4 wird dann gerade so weit zugedreht daß kein Wasser mehr durch den Quetschschlauch fließt
Dadurch wird sichergestellt, daß jedes Schrumpfen des Quellkörpers 1 einen Wasserdurchgang durch da!
Ventil zur Folge hat. Da in der Praxis die einzelner Tropfstellen nicht genau in der gleichen Höhe liegen
muß bei dieser Ausführung der Bewässerungsventileinrichtung ein genügender Wasserdruck, zum Beispie
5 mWS Verfügung stehen, damit die inneren Durchflußwiderstände, kleinen Höhenunterschiede, Luftbläschen
usw. überwunden werden können und die Tropfung ar allen Tropfstellen in Gang kommt.
Die Länge des Quellkörpers muß auf den Durchmes ser des Quetschschlauchs abgestimmt sein. Zur Erreichung
einer großen Durchflußmenge muß der Quetschschlauch 3 einen großen Durchmesser haben unc
dementsprechend muß der Quellkörper 1, der quadratischen Querschnitt von etwa 10 mm Kantenlänge hat,
lang ausgeführt werden, damit ein genügend großer Schrumpfweg zur Öffnung des Ventils zur Verfügung
steht
Neben dem unterschiedlich tiefen Einstecken des Quellkörpers in die Erde kann eine weitere Justierung
durch Neigen des Ventilkörpers 5 und damit des Quellkörpers 1 erfolgen, was aus den vorhergehenden
Erläuterungen der kapillaren Wasseraufnahme ohne weiteres erklärlich ist
Der Quetschschlauch 3 besteht zweckmäßig aus beständigem Silikon oder Neopren. Der an den
Quetschschlauch 3 angeschlossene Bewässerungsschlauch 8 besteht aus Polyäthylen. Der Ventükörper
selbst kann aus beständigem Metall oder Kunststoff hergestellt sein.
Während die Bewässerungsventileinrichtung nach den Fig.2 und 3 für mehrere Tropfstellen und
entsprechend hohen Wasserdruck geeignet ist ist die in F i g. 4 gezeigte Bewässerungsventileinrichtung auch für
geringen Wasserdruck (z. B. für Hausgärten aus einer Regentonne heraus) geeignet Und zwar ist das in F i g. 4
gezeigte Ventil für eine einzige Tropfstelle vorgesehen. Der Quellkörper 1' ist durchbohrt und auf den
Ventilkörper 10 aufgesteckt Der Ventilkörper 10 besitzt oberhalb seiner Einsteckspitze 10' einen Flansch
11, gegen den sich der Quellkörper 1' abstützt, und einen
darüber liegenden Ansatz 12, der den Quellkörper Γ
unten zentriert An seinem oberen Ende wird der Quellkörper 1' von einem auf dem Ventilkörper 10
gleitenden Ventilteil 13 zentriert, zwischen dem und einer darüber angeordneten Buchse 14 der Quetschschlauch
3 durch eine Querausnehmung 15 oder ein l.angloch im Ventilkörper 10 verläuft. Die Ventilteile 13
und 14 weisen jeweils einen Quetschwulst 16 auf, zwischen denen der Quetschschlauch 3 zusammengepreßt
wird. Dabei hat der untere Qiietschwulst einen kleineren Durchmesser als der obere, damit der
Quetschschlauch 3 bogenförmig nach unten geneigt wird. Die Tropfstelle liegt damit eindeutig fest und das
Tropfwasser kann nicht am Quetschschlauch 3 entlanglaufen, was bei waagerecht verlaufendem Quetschschlauch
3 leicht geschehen könnte. Die Lage der Buchse 14 wird durch eine auf das obere Ende des
Ventilkörpers 10 aufgeschraubte Kappe 17 festgelegt. Die Buchse 14 besitzt auf ihrer Oberseite eine
Einstellskala 18, während die Kappe eine entsprechende Nase 19 aufweist. Zweckmäßig ist die Buchse 14 dann
nur längs verschiebbar aber nicht drehbar auf dem Ventilkörper 10 geführt. Unter dem Quellkörper 1 kann
eine Filzscheibe 20 angeordnet sein. Hinsichtlich der Einstellung der Bewässerungszeit gilt das zu der
Ausführung gemäß Fig. 2 Gesagte. Das heißt, daß der Abstand c durch Verschieben des Quetschschlauchs 3
und die Abschnitte a und b durch mehr oder weniger tiefes Einstecken ins Erdreich variiert werden können.
Auch hier ist eine Neigung des Ventilkörpers als zusätzliche Justiermöglichkeit gegeben.
3 lierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Bewässerungsventileinrichtung zum Einsetzen
in die Erde mit einem Ventil und einem Quellkörper, der das Ventil in Abhängigkeit von seinem
Feuchtigkeitsgehalt steuert und unter dem Einfluß des durch das Ventil hindurchtretenden Wassers
steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5; 10) mindestens einen Hauptteil der
Oberfläche des Quellkörpers (1; 1') frei liegen läßt und derart einsteckbar ausgebildet ist, daß der
Quellkörper in Abhängigkeit von der Einstecktiefe mehr oder weniger weit direkt mit der Erd~ in
Berührung tritt
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Quellkörper (1; 1') zur
Verfügung stehende Raum einstellbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsleitung des Ventils
in einstellbarem Abstand (c)vom Quellkörper (1; 1') endet oder eine Tropfstelle (Tropfnippel 9) aufweist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Quell körper (1; 1') auf einen durch den Ventilkörper (5;
10) geführten Quetschschlauch (3) einwirkt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5) als Hering
ausgebildet ist, dessen Rippen (6) in ihrem oberen Bereich den Quellkörper (1) führen, ohne ihn
abzudecken, und an dessen oberem Ende ein Kopfstück in Form einer mit ..iner Stellschraube (4)
verschließbaren Gewindebuchse zur Aufnahme des Quellkörpers und des Quetsrhschlauchs (3) vorgesehen
ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (10) eine Längsbohrung
des Quellkörpers (Γ) durchdringt und am oberen Ende des auf einem Anschlag (11) des
Ventilkörpers aufsitzenden Quellkörpers eine Querausnehmung (15) zur Aufnahme des Quetschschlauchs
(3) aufweist, dessen Widerlager von einer einstellbar auf dem Ventilkörper sitzenden Buchse
(14) gebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Quellkörpermaterial
Holz, insbesondere Fichtenholz, vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgenützte Quellung tangential zu
den Jahresringen gerichtet ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper
(5; 10) aus Kunststoff besteht.
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