[go: up one dir, main page]

DE2739650C2 - Bewässerungsventileinrichtung - Google Patents

Bewässerungsventileinrichtung

Info

Publication number
DE2739650C2
DE2739650C2 DE2739650A DE2739650A DE2739650C2 DE 2739650 C2 DE2739650 C2 DE 2739650C2 DE 2739650 A DE2739650 A DE 2739650A DE 2739650 A DE2739650 A DE 2739650A DE 2739650 C2 DE2739650 C2 DE 2739650C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
swelling
swelling body
valve body
irrigation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2739650A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2739650A1 (de
DE2739650B1 (de
Inventor
Gerhard 7988 Wangen Beckmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2739650A priority Critical patent/DE2739650C2/de
Priority to US05/937,600 priority patent/US4214701A/en
Priority to GR57106A priority patent/GR64020B/el
Priority to SE7809116A priority patent/SE7809116L/xx
Priority to IL55462A priority patent/IL55462A/xx
Priority to CH911878A priority patent/CH632393A5/de
Priority to AU39438/78A priority patent/AU523482B2/en
Priority to ZA00784976A priority patent/ZA784976B/xx
Priority to FR7825144A priority patent/FR2401607A1/fr
Priority to JP10802078A priority patent/JPS5449844A/ja
Priority to GB7835370A priority patent/GB2017868B/en
Priority to IT27249/78A priority patent/IT1098784B/it
Priority to NL7809003A priority patent/NL7809003A/xx
Publication of DE2739650A1 publication Critical patent/DE2739650A1/de
Publication of DE2739650B1 publication Critical patent/DE2739650B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2739650C2 publication Critical patent/DE2739650C2/de
Priority to JP1984078547U priority patent/JPS6017666U/ja
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G25/00Watering gardens, fields, sports grounds or the like
    • A01G25/16Control of watering
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G25/00Watering gardens, fields, sports grounds or the like
    • A01G25/02Watering arrangements located above the soil which make use of perforated pipe-lines or pipe-lines with dispensing fittings, e.g. for drip irrigation
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N19/00Investigating materials by mechanical methods
    • G01N19/10Measuring moisture content, e.g. by measuring change in length of hygroscopic filament; Hygrometers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nozzles (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine ßewässerungsventileinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs I.
Bei einer in der DE-OS 23 25 980 beschriebenen Einrichtung dieser Art sitzt der relativ kurze Quellkörper aus einer Anzahl von Scheiben aus Zellulosematerial in einem zylindrischen Ventilkörper /wischen einem Innenflansch am einen Ende des Ventilkörpers und einer Membran, die eine Ventilkaminer begrenzt und unter dem Einfluß einer Quellung des Quellkörpers den Auslaß in dieser Ventilkammer schließt. Der Ventilkörper besitzt zwei seitliche öffnungen und die durch den Innenflansch gebildete öffnung zum Einfließen von Feuchtigkeit in den Quellkörper und soll unmittelbar auf 5 oder in der Erde angeordnet sein. Ein Nachteil dieser bekannten Bewässerungsventileinrichtung liegt darin, daß keine Maßnahmen zur Einstellung des Bewässerungszyklus vorgesehen sind. Eine solche Einstellung ist jedoch aus verschiedenen Gründen unerläßlich. Der
to Wasserbedarf verschiedener Pflanzen ist sehr unterschiedlich, so daß es möglich sein sollte, die Liefermenge des Ventils an den jeweils herrschenden Bedarf anzupassen. Darüber hinaus ist eine Bewässerung um so rationeller und wirkungsvoller, je kontinuierlicher die Wasserzufuhr durchgeführt wird. Ideal wäre eine kontinuierliche Wasserzufuhr in genau dem Maße, in dem die Pflanzen Wasser aufnehmen. Selbst wenn eine derartige Dosierung schwierig ist, sollte angestrebt werden, den Pflanzen das Bewässerungswasser in möglichst vielen kleinen Portionen zuzuführen.
In dem DE-GM 77 06 643 ist eine Bewässerungsventileinrichtung beschrieben, die mit einem in einem Lochzylinder untergebrachten Quellkörper aus Holz arbeitet, der mit seinem einen Ende auf ein Membranventil einwirkt und mit seinem anderen Ende an einem Gewindestopfen abgestützt ist. Durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des Stopfens in den Lochzylirder kann die Ansprechschwelle dieses bekann'en Hygrostaten eingestellt werden. Da diese Bewässerungsventileinrichtung dazu bestimmt ist, ins Erdreich eingegraben zu werden, ist diese Justierung sehr umständlich, da das Ventil infolge des an seinem unteren Ende befindlichen Stopfens vollständig aus der Erde ausgegraben werden muß. Darüber hinaus ist die Justierung des Spiels für den Quellkörper grundsätzlich kein ausreichendes Mittel, eine optimale künstliche Bewässerung sicherzustellen, da nur die Quellänge festgelegt wird, bei der das Ventil schließt bzw. öffnet. Es läßt sich also tatsächlich nur die Feuchtigkeitsansprechschwelle einstellen, nicht aber beispielsweise die Schaltfrequenz variieren. Der Einbau des Hygrostaten in die Erde hat neben der schlechten Zugänglichkeit des Stopfens zum Einstellen der Ansprechschwelle den weiteren Nachteil, daß die Feuchtigkeitsabgabe des Holzes in der Erde zu langsam vor sich geht, so daß sich lange Abschaltzeiten ergeben, die durch starke Bewässerung der Pflanzen während der Öffnungszeiten des Ventils kompensiert werden müssen, was dem Ziel einer häufigen Wasserzugabe in kleinen Mengen wider-
w spricht. Außerdem muß bereits dann bewässert werden, wenn die Erde bis in ca. 3 bis 4 cm Tiefe ausgetrocknet ist, was jedoch mit der bekannten Bewässerungsventileinrichtung nicht erfaßt werden kann, da der Lochzylinder wesentlich tiefer ins Erdreich reicht.
Die DE-AS 11 91 163 beschreibt eine Vorrichtung, bei der ein Quellkörper in Form eines Holzstabs infolge seiner Quellung einen Wasserschlauch abquetscht und damit die Wasserzufuhr in einen Pflanzenbehältcr unterbindet, wobei der Quellkörper über einen Saug-
W) schwamm im Boden des Pflanzenbehälters mit Flüssigkeit aus dem Erdreich beaufschlagt wird. Auch bei dieser Vorrichtung ist eine Stellschraube für das Spiel des Quellkörpers vorgesehen, mit der lediglich das Maß der Quellung des Qucllkörpcrs eingestellt werden kann, bei
h5 der der Schlauch abgequetscht ist.
Fine weitere selbsttätige Bewässerungsvorrichtung für Kulturpflanzen, die in der DIiAS 10 59 296 beschrieben ist, arbeitet mit einem am l'nde eines in ilen
Boden einsteckbaren Rohres angeordneten Hygrometer, welches ein am anderen Rohrende angeordnetes Flüssigkeitsventil steuert. Die FeuchtigkeitsschweUe, bei der die Auslösung des Ventils erfolgen soll, kann zum Beispiel durch eine Stellschraube reguliert werden. Auch dieser Bewässerungsvorrichtung sind die Nachteile eigen, die sich durch das Unterbringen des Hygrometers im Erdreich ergeben.
Die DE-OS 25 13 600 zeigt ein feuchtigkeitsgeregeltes Ventil, welches die Bewässerung den atmosphärischen Bedingungen anpaßt Bei Regen oder starker Feuchtigkeit bleibt das Ventil geschlossen, während es bei Trockenheit für ein vorgewähltes Zeitintervall öffnet. Die tatsächliche Bodenfeuchtigkeit bleibt völlig unberücksichtigt
Schließlich arbeitet eine in der US-PS 35 12 712 beschriebene automatische Bewässerungsvorrichtung mit einem Feuchtigkeitsfühler, der über einen Docht mit dem zu bewässernden Erdreich verbunden und im übrigen der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Der Feuchtigkeitsfühler besitzt einen Quelikörper in Form von hohlzylindrischen Holzblöcken, deren Quellung auf einer Anzeigevorrichtung und auf ein Bewässerungsventil übertragen wird. Diese Bewässerungsvorrichtung erfaßt sowohl die Erdfeuchtigkeit als auch die Luftfeuchtigkeit, es besteht jedoch keine Möglichkeit, den Einfluß dieser beiden Parameter einzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bewässerungsventileinrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung zu schaffen, bei de- der Bewässerungszyklus einstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Mitteingelöst.
Auf diese Weise ergibt sich ein unterer Abschnitt des Quellkörpers, der der Erdfeuchtigkeit direkt ausgesetzt ist, und ein oberer Abschnitt, der infolge Kapillarwirkung im Quellkörper durchfeuchtet wird. Da Quellkörper in der Reg:l unterschiedliche Quellgeschwindigkeit bei Wässerung und bei kapillarer Wasseraufnahme zeigen, ergibt sich hierdurch eine ausgezeichnete Justierbarkeit der Bewässerungsventileinrichtung. Indem nämlich die Größe des direkt benetzten unteren Abschnitts des Quellkörpers und die Größe des nicht benetzten oberen Abschnitts des Quellkörpers durch mehr oder weniger tiefes Einstecken in die Erde verändert werden, wird die Zeit bis zum Erreichen eines vorgegebenen Quellwerts ebenfalls verändert. Praktisch stellt diese Zeit die Summe der Längenänderungszeiten aus dem unteren und dem oberen Teil des Quellkörpers dar. Sie verlängert sich durch weniger tiefes Einstecken des Quellkörpers ins Erdreich und verkürzt sich durch tieferes Einstecken, da das Quellen bei direkter Benetzung bzw. Wässerung wesentlich schneller erfolgt als bei einer durch Kapillarwirkung erfolgenden Feuchtigkeitsaufnahme. Hinzu kommt die Tatsache, daß der obere Abschnitt des Quellkörpers Wind und Sonne ausgesetzt ist und damit nicht nur die Feuchtigkeit der oberen Erdschicht, sondern auch die Bedingungen über der Erde in den Bewässerungs/.yklus eingehen. Durch mehr oder weniger tiefes Einstecken des Ventilkörpers ins Erdreich kann das Maß der Beeinflussung des Bewässerungszyklus durch die atmosphärischen Bedingungen verändert werden. Der Quelikörper bildet somit die zu bewässernde Pflanze gewissermaßen nach und IaLJt auf diese Weise einen Hewässerungszyklus erreichen, der dem Wasserbedarf der Pflanzen optimal anuerjaßt werden kann.
Vorteilhaft ist der für den Queilkörper zur Verfugung
stehende Raum einstellbar. Diese an sich bekannte Maßnahme dient, wie bereits erwähnt, der Einstellung eines bestimmten Quellmaßes, bei dessen Erreichen das Ventil schließt
In Weiterbildung der Erfindung endet die Ausgangsleitung des Ventils in einstellbarem Abstand vom Quellkörper oder weist dort eine Tropfstelle auf. Auf diese Weise ergibt sich ein weiterer einstellbarer Faktor ίο für die bis zum Schließen des Ventils verstreichende Zeit, die Zeit nämlich, die das in die Erde geleitete Quellwasser benötigt, um durch Kapillarwirkung in der Erde an den in die Erde eingetauchten Abschnitt des Quellkörpers zu gelangen.
Vorzugsweise wirkt der Quellkörper auf einen durch d?s Ventilgehäuse geführten Quetschschlauch ein. Diese Maßnahme ist prinzipiell aus der einleitend erwähnten DE-AS Il 91 163 bekannt
Zum Gegenstand des Anspruchs 5 soll bemerkt werden, daß die eingangs erwähnte US-PS 3512712 einen Quellkörper zeigt, der von Rippen eines Gehäuses gehaltert und geführt ist.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 6 wird erreicht, daß die gesamte Außenfläche des Quellkörpers freiliegt und somit ein guter Kontakt mit der Erde möglich wird.
Bei den Unteransprüchen 7 bis 9 handelt es sich um echte Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Diagramm über die Längenänderung von Fichtenholz durch Wasseraufnahme in Abhängigkeit von der Zeit,
Fi g. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Bewässej5 rungsventileinrichtung mit einem in Form eines Herings ausgebildeten Ventilkörpers,
F i g. 3 den Schnitt gemäß der Linie !H-II! in Fi g. 2,
Fig.4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Bewässerungsventileinrichtung, bei dem der Ventilkörper eine Längsbohrung des Quellkörpers durchdringt.
Das Diagramm in Fig. 1 zeigt die Längenänderung von Fichtenholz durch Wasseraufnahme, die an einem Probestab von 10 χ 10 mm Querschnitt und 100 mm Länge gemessen wurde. Die Stablängsrichtung verläuft 4> etwa tangential zu den Jahresringen des Holzmaterials. Zunächst wurde die Längenänderung während einer 24stündigen Wässerung des Probestabs gemessen. Dabei beträgt die Längenzunahme der ersten Stunde bereits mehr als drei Viertel der später erreichten Gesamtzunahme, wie die oberste Diagrammkurve erkennen läßt. Die Schrumpfung des gewässerten Holzstabes setzt bei 70% relativer Luftfeuchtigkeit nach vier bis fünf Stunden ein. Erst nach etwa 15 bis 20 Stunden wird die kleinste Länge entsprechend der η herrschenden Luftfeuchtigkeit erreicht. Derselbe Versuch wurde mit einem Holzstab von 20 χ 20 mm Querschnitt durchgeführt, wobei sich zeigte, daß eine Schrumpfung erst ca. 20 Stunden nach der Wässerung einsetzte und bis zum Erreichen der kleinsten Länge 40 bo bis 60 Stunden vergingen. Es empfiehlt sich daher zur Erzielung einer möglichst kontinuierlichen Bewässerung ein möglichst geringer Quellkörperquerschnitt. Die relativ lange Zeit bis zum Beginn der Schrumpfung triu allerdings im praktischen Betrieb der Bewässeh) rungsventileinrichtung nicht auf, da ein Holzkörper bereits dann seine maximale Länge erreicht, wenn er 50% derjenigen Wassermenge aufgenommen hat, die er bei einer lang andauernden Wässerung aufnehmen
kann. Diese überschüssige Wassermenge erhält der Quellkörper allenfalls infolge länger andauernden Regens, nicht jedoch bei Trockenheit, bei der er das Ventil bei Erreichen einer bestimmten Längenzunahme schließt und dann nur noch in begrenztem Umfang Wasser aufnimmt.
Wie einleitend bereits erwähnt, erfolgt die Wasseraufnahme und somit die Längenzunahme (ebenfalls tangential zu den Jahresringen) durch Kapillarwirkung erheblich langsamer. Um dies zu messen, wurde der Probestab an seinem unteren Ende ins Wasser eingetaucht und in unterschiedlicher Neigung zur Senkrechten gehalten. Dabei ergab sich die dem Diagramm zu entnehmende Schar von drei Kurven für 0 Grad, 34 Grad und 45 Grad Neigung. Die Kurvenschar läßt erkennen, daß die Längenzunahme bei senkrechter Anordnung des Probestabs am langsamsten vor sich geht und sich der geringste Endwert für die erreichbare Länge ergibt. Letzteres rührt daher, daß bei kapillarer Wasseraufnahme eine bestimmte Steighöhe nicht überschritten wird. Diese sogenannte Saughöhe des Kapillarwassers liegt bei trockenem Fichtenholz in 24 Stunden bei ca. 60 bis 90 mm. Während die Längenzunahme bei Wässerung des Holzes prozentual zur Gesamtlänge des Holzes zunimmt, also bei entsprechend langem Holzstab auch große Werte erreichen kann, ist die Längenzunahme durch Kapillarwirkung wie vorbeschrieben begrenzt. Durch Neigung des senkrecht stehenden Probestabes nehmen die Steiglänge und die Steiggeschwindigkeit des Kapillarwassers zu, womit auch die Längenänderung des Quellkörpers durch Neigung bei kapillarer Wasseraufnahme schneller vonstatten geht und einen höheren Wert erreicht. Dies zeigen die für 34 Grad und 45 Grad Neigung ermittelten Kurven. Der schraffierte Bereich zwischen der untersten und der obersten Kurve wird von den nachstehend beschriebenen Bewässerungsventileinrichtungen durch Kombination direkter Wasseraufnahme und kapillarer Wasseraufnahme des Quellkörpers ausgenützt.
Die Bewässerungsventileinrichtung gemäß Fig.2 dient der Bewässerung größerer Flächen. Der Quellkörper 1, der — wie aus Fi g. 3 ersichtlich — quadratischen Querschnitt besitzt und beispielsweise aus Fichtenholz besteht, wobei die Längsrichtung des Quellkörpers 1 tangential zu den Jahresringen verläuft, wirkt über einen gegen Verkanten geführten Quetschbalken 2 auf einen Quetschschlauch 3. Der Quellkörper 1 ist in einem Ventilkörper 5 in Form eines ins Erdreich einsteckbaren Herings untergebracht und durch vier Rippen 6 (F i g. 3) geführt und gegen Ausknicken gesichert Der Ventilkörper 5 besitzt an seinem oberen Ende eine Einstecköffnung für den Queükcrper i, die durch eine Stellschraube 4 verschlossen ist Der Quetschschlauch 3 tritt zwischen den Rippen 6 durch den Ventilkörper hindurch und liegt unter Zwischenschaltung des Quetschbalkens 2 auf dem Quellkörper I auf. Als Widerlager dient ein zweiter Quetschbalken 2', der an der Stellschraube 4 anliegt Der Ventilkörper 5 ist so weit ins Erdreich eingesteckt, daß der Quellkörper 1 um den Abschnitt b in die Erde eindringt Der Quetschschlauch 3 steht auf der gemäß Fig.2 linken Seite mit einem Wasseranschluß in Verbindung und speist bei geöffnetem Ventil einen Bewässerungsschlauch 8, der auf dem Erdboden liegend zu den zu bewässernder Pflanzen reicht In gewünschten Abständen sind Tropfschläuche oder Tropfnippel am Bewässerungsschlauch angeschlossen.
Die Steuerung der Bewässerungszeit erfolgt über den Tropfnippel 9, der in der Nähe der Verbindungsstelle zwischen dem Quetschschlauch 3 und dem Bewässerungsschlauch 8 im Abstand c vom Quellkörper 1 angeordnet ist.
Das bei geöffnetem Ventil aus dem Tropfnippel 9 austretende Tropfwasser muß zunächst durch die Erde über Kapillarwirkung zum Quellkörper 1 gelangen und dabei die Strecke c zurücklegen. Durch Verschieben des Quetschschlauches 3 im Ventil kann dieser Tropfabstand c verändert werden. Die Eindringtiefe des Quellkörpers 1 in die Erde bestimmt den Abschnitt b, entlang dem der Quellkörper direkt benetzt wird, und den darüber liegenden Abschnitt a, der unter Kapillarwirkung durchfeuchtet wird. Die Gesamtbewässerungsdauer ermittelt sich also aus der Summe der den Abschnitten a, b und c entsprechenden Zeiten. Da die Quellzeiten für a relativ lang und für b relativ kurz sind kann man durch unterschiedlich tiefes Einstecken des Quellkörpers in die Erde die gewünschte Bewässerungsdauer einstellen.
Zunächst wird der Quellkörper 1 24 Stunden lang gewässert und dann in den Ventilkörper 5 eingesetzt Die Stellschraube 4 wird dann gerade so weit zugedreht daß kein Wasser mehr durch den Quetschschlauch fließt Dadurch wird sichergestellt, daß jedes Schrumpfen des Quellkörpers 1 einen Wasserdurchgang durch da! Ventil zur Folge hat. Da in der Praxis die einzelner Tropfstellen nicht genau in der gleichen Höhe liegen muß bei dieser Ausführung der Bewässerungsventileinrichtung ein genügender Wasserdruck, zum Beispie 5 mWS Verfügung stehen, damit die inneren Durchflußwiderstände, kleinen Höhenunterschiede, Luftbläschen usw. überwunden werden können und die Tropfung ar allen Tropfstellen in Gang kommt.
Die Länge des Quellkörpers muß auf den Durchmes ser des Quetschschlauchs abgestimmt sein. Zur Erreichung einer großen Durchflußmenge muß der Quetschschlauch 3 einen großen Durchmesser haben unc dementsprechend muß der Quellkörper 1, der quadratischen Querschnitt von etwa 10 mm Kantenlänge hat, lang ausgeführt werden, damit ein genügend großer Schrumpfweg zur Öffnung des Ventils zur Verfügung steht
Neben dem unterschiedlich tiefen Einstecken des Quellkörpers in die Erde kann eine weitere Justierung durch Neigen des Ventilkörpers 5 und damit des Quellkörpers 1 erfolgen, was aus den vorhergehenden Erläuterungen der kapillaren Wasseraufnahme ohne weiteres erklärlich ist
Der Quetschschlauch 3 besteht zweckmäßig aus beständigem Silikon oder Neopren. Der an den Quetschschlauch 3 angeschlossene Bewässerungsschlauch 8 besteht aus Polyäthylen. Der Ventükörper selbst kann aus beständigem Metall oder Kunststoff hergestellt sein.
Während die Bewässerungsventileinrichtung nach den Fig.2 und 3 für mehrere Tropfstellen und entsprechend hohen Wasserdruck geeignet ist ist die in F i g. 4 gezeigte Bewässerungsventileinrichtung auch für geringen Wasserdruck (z. B. für Hausgärten aus einer Regentonne heraus) geeignet Und zwar ist das in F i g. 4 gezeigte Ventil für eine einzige Tropfstelle vorgesehen. Der Quellkörper 1' ist durchbohrt und auf den Ventilkörper 10 aufgesteckt Der Ventilkörper 10 besitzt oberhalb seiner Einsteckspitze 10' einen Flansch 11, gegen den sich der Quellkörper 1' abstützt, und einen darüber liegenden Ansatz 12, der den Quellkörper Γ unten zentriert An seinem oberen Ende wird der Quellkörper 1' von einem auf dem Ventilkörper 10
gleitenden Ventilteil 13 zentriert, zwischen dem und einer darüber angeordneten Buchse 14 der Quetschschlauch 3 durch eine Querausnehmung 15 oder ein l.angloch im Ventilkörper 10 verläuft. Die Ventilteile 13 und 14 weisen jeweils einen Quetschwulst 16 auf, zwischen denen der Quetschschlauch 3 zusammengepreßt wird. Dabei hat der untere Qiietschwulst einen kleineren Durchmesser als der obere, damit der Quetschschlauch 3 bogenförmig nach unten geneigt wird. Die Tropfstelle liegt damit eindeutig fest und das Tropfwasser kann nicht am Quetschschlauch 3 entlanglaufen, was bei waagerecht verlaufendem Quetschschlauch 3 leicht geschehen könnte. Die Lage der Buchse 14 wird durch eine auf das obere Ende des
Ventilkörpers 10 aufgeschraubte Kappe 17 festgelegt. Die Buchse 14 besitzt auf ihrer Oberseite eine Einstellskala 18, während die Kappe eine entsprechende Nase 19 aufweist. Zweckmäßig ist die Buchse 14 dann nur längs verschiebbar aber nicht drehbar auf dem Ventilkörper 10 geführt. Unter dem Quellkörper 1 kann eine Filzscheibe 20 angeordnet sein. Hinsichtlich der Einstellung der Bewässerungszeit gilt das zu der Ausführung gemäß Fig. 2 Gesagte. Das heißt, daß der Abstand c durch Verschieben des Quetschschlauchs 3 und die Abschnitte a und b durch mehr oder weniger tiefes Einstecken ins Erdreich variiert werden können. Auch hier ist eine Neigung des Ventilkörpers als zusätzliche Justiermöglichkeit gegeben.
3 lierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Bewässerungsventileinrichtung zum Einsetzen in die Erde mit einem Ventil und einem Quellkörper, der das Ventil in Abhängigkeit von seinem Feuchtigkeitsgehalt steuert und unter dem Einfluß des durch das Ventil hindurchtretenden Wassers steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5; 10) mindestens einen Hauptteil der Oberfläche des Quellkörpers (1; 1') frei liegen läßt und derart einsteckbar ausgebildet ist, daß der Quellkörper in Abhängigkeit von der Einstecktiefe mehr oder weniger weit direkt mit der Erd~ in Berührung tritt
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Quellkörper (1; 1') zur Verfügung stehende Raum einstellbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsleitung des Ventils in einstellbarem Abstand (c)vom Quellkörper (1; 1') endet oder eine Tropfstelle (Tropfnippel 9) aufweist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Quell körper (1; 1') auf einen durch den Ventilkörper (5; 10) geführten Quetschschlauch (3) einwirkt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5) als Hering ausgebildet ist, dessen Rippen (6) in ihrem oberen Bereich den Quellkörper (1) führen, ohne ihn abzudecken, und an dessen oberem Ende ein Kopfstück in Form einer mit ..iner Stellschraube (4) verschließbaren Gewindebuchse zur Aufnahme des Quellkörpers und des Quetsrhschlauchs (3) vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (10) eine Längsbohrung des Quellkörpers (Γ) durchdringt und am oberen Ende des auf einem Anschlag (11) des Ventilkörpers aufsitzenden Quellkörpers eine Querausnehmung (15) zur Aufnahme des Quetschschlauchs (3) aufweist, dessen Widerlager von einer einstellbar auf dem Ventilkörper sitzenden Buchse (14) gebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Quellkörpermaterial Holz, insbesondere Fichtenholz, vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgenützte Quellung tangential zu den Jahresringen gerichtet ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5; 10) aus Kunststoff besteht.
DE2739650A 1977-09-02 1977-09-02 Bewässerungsventileinrichtung Expired DE2739650C2 (de)

Priority Applications (14)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2739650A DE2739650C2 (de) 1977-09-02 1977-09-02 Bewässerungsventileinrichtung
US05/937,600 US4214701A (en) 1977-09-02 1978-08-28 Irrigation valve device
GR57106A GR64020B (en) 1977-09-02 1978-08-28 Valve arrangement for irrigation
IL55462A IL55462A (en) 1977-09-02 1978-08-30 Irrigation valve device
CH911878A CH632393A5 (de) 1977-09-02 1978-08-30 Bewaesserungseinrichtung.
SE7809116A SE7809116L (sv) 1977-09-02 1978-08-30 Bevattningsventilanordning
ZA00784976A ZA784976B (en) 1977-09-02 1978-08-31 Irrigation valve device
FR7825144A FR2401607A1 (fr) 1977-09-02 1978-08-31 Dispositif de vanne d'irrigation
AU39438/78A AU523482B2 (en) 1977-09-02 1978-08-31 Irrigation valve device
JP10802078A JPS5449844A (en) 1977-09-02 1978-09-01 Valve apparatus for irrigation
GB7835370A GB2017868B (en) 1977-09-02 1978-09-01 Irrigation valve device
IT27249/78A IT1098784B (it) 1977-09-02 1978-09-01 Dispositivo di irrigazione a valvola
NL7809003A NL7809003A (nl) 1977-09-02 1978-09-01 Bewateringsklepinrichting.
JP1984078547U JPS6017666U (ja) 1977-09-02 1984-05-28 潅漑用弁装置

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2739650A DE2739650C2 (de) 1977-09-02 1977-09-02 Bewässerungsventileinrichtung

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2739650A1 DE2739650A1 (de) 1979-03-08
DE2739650B1 DE2739650B1 (de) 1979-03-15
DE2739650C2 true DE2739650C2 (de) 1979-11-08

Family

ID=6017994

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2739650A Expired DE2739650C2 (de) 1977-09-02 1977-09-02 Bewässerungsventileinrichtung

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2739650C2 (de)
ZA (1) ZA784976B (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2835093C3 (de) * 1978-08-10 1981-05-27 Gerhard 7988 Wangen Beckmann Bewässerungsventileinrichtung
DE3207992C1 (de) * 1982-03-05 1983-10-27 Gerhard 7988 Wangen Beckmann Verwendung einer Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen
DE3635335A1 (de) * 1986-10-17 1988-04-28 Claas Saulgau Gmbh Erntemaschine fuer maispflanzen
US6874707B2 (en) * 2001-05-31 2005-04-05 Terra Spase System for automated monitoring and maintenance of crops including computer control of irrigation and chemical delivery using multiple channel conduit
WO2019049149A1 (en) * 2017-09-06 2019-03-14 Solidrip Ltd. AUTONOMOUS IRRIGATION SYSTEM

Also Published As

Publication number Publication date
DE2739650A1 (de) 1979-03-08
DE2739650B1 (de) 1979-03-15
ZA784976B (en) 1979-08-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH632393A5 (de) Bewaesserungseinrichtung.
DE2207324B2 (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen bewaessern von rankenden, in pflanzentoepfen gehaltenen pflanzen
DE2509724C2 (de) Übertopf zum Bewässern von Topfpflanzen
DE2704414A1 (de) Uebereinanderliegende pflanzbehaelter mit integriertem wasserbevorratungs- und befeuchtungssystem
DE2739650C2 (de) Bewässerungsventileinrichtung
DE2241215C2 (de) Vorrichtung zum Regeln der Wasserzufuhr für Einrichtungen zur selbsttätigen Pflanzenbewässerung
DE3207992C1 (de) Verwendung einer Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen
DE2645995C3 (de) Bewässerungsvorrichtung für Pflanzen
DE7727275U1 (de) Bewaesserungsventileinrichtung
DE3304800C2 (de) Hohlspieß für eine Anordnung zum Gießen von Kulturen in Gartenbaubetrieben, Gewächshäusern oder dgl.
DE2634037A1 (de) Vorrichtung fuer eine selbsttaetige bewaesserung von blumentoepfen
DE2835093C3 (de) Bewässerungsventileinrichtung
AT299599B (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Bewässern von Kulturflächen mit einem feuchtigkeitsabhängig gesteuerten Quetschventil
DE1582828C (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Be wassern von Kulturflachen mit einem feuch ügkeit und temperaturabhängig gesteuer ten Ventil
DE102021100308B4 (de) Bewässerungssystem und Fassadenbegrünungssystem
DE2846370A1 (de) Vorrichtung zur automatischen dosierten zugabe von wasser in pflanzbehaelter o.dgl.
DE2754307A1 (de) Bewaesserungsventileinrichtung
DE2216538C3 (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Pflanzenbewässerung
DE202024104924U1 (de) Struktur eines Wasserwegs für einen Blumentopfständer
DE7439478U (de)
DE6609907U (de) Vollautomatische befeuchtungsvorrichtung fuer pflanzengefaesse aller art.
DE1582828B (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Be wassern von Kulturflachen mit einem feuch tigkeit und temperaturabhängig gesteuer ten Ventil
CH563708A5 (en) Potted plant watering arrangement - has water container forming under-part for plant pot with top opening for wick
DE202020105064U1 (de) Bewässerungseinrichtung für eine Pflanze im Pflanzgefäß, und Bewässerungsanordnung
DE7823915U1 (de) Bewaesserungsventileinrichtung

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
BI Miscellaneous see part 2
8339 Ceased/non-payment of the annual fee