DE2733272A1 - Verfahren zum abtrennen eines niedermolekularen polymerisats mit einer viskositaet von 5 bis 100 000 cp bei 30 grad celsius aus einer dieses polymerisat und einen inaktivierten katalysator enthaltenden loesung - Google Patents
Verfahren zum abtrennen eines niedermolekularen polymerisats mit einer viskositaet von 5 bis 100 000 cp bei 30 grad celsius aus einer dieses polymerisat und einen inaktivierten katalysator enthaltenden loesungInfo
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Description
"Verfahren zum Abtrennen eines niedermolekularen Polymerisats mit einer Viskosität von 5 bis 100 000 cP bei 3O0C aus
einer dieses Polymerisat und einen inaktivierten Katalysator enthaltenden Lösung"
Es ist bekannt, daß durch Zusatz von Salzen, einer alkalischen
oder sauren wäßrigen Lösung zu Polymerisationssystemen die Bildung einer Emulsion verhindert oder eine gebildete Emulsion
gebrochen werden kann. Beispielsweise kann eine Emulsion eines Styrol-Butadien-Copolymerisats im allgemeinen durch Zugäbe
von Salzen gebrochen werden. Eine Emulsion aus Erdöl und Wasser kann durch Destillieren oder Erhitzen bei Umgebungsdruck
oder unter erhöhtem Druck gebrochen werden. Auch ist bekannt, für diesen Zweck Antischaummittel zu verwenden oder
die Emulsion durch Zentrifugieren oder Filtrieren zu trennen.
Diese aus Erdöl und Wasser bestehenden Emulsionen weisen eine niedrige Viskosität von beispielsweise wenigen cP auf.
In der DT-PS 1 174 5Ο7 und der FR-PS 1 413 225 sind Verfahren
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zum Abtrennen von Katalysatoren aus Polymerisatlösungen beschrieben.
Gemäß diesen Verfahren wird nach der Polymerisationsreaktion der Polymerisatlösung eine kleine Menge eines
Alkohols, Ketons oder Amins zugegeben, um die Polymerisationsreaktion
abzubrechen. Anschließend wird das System zur Fällung
des Polymerisats mit einer großen Menge von Alkoholen zersetzt, und das Gemisch aus Kohlenwasserstoffen und Alkoholen
wird zur Isolierung des Polymerisats abdestilliert. Hierzu sind jedoch zur Trennung der ähnliche Siedepunkte aufweisenden
Alkohole mehrfache Fraktionierkolonnen erforderlich, was für eine industrielle Produktion nachteilig ist. Zwar
lassen sich diese Schwierigkeiten durch Verwendung von V/asser anstelle der Alkohole als Lösungsmittel umgehen, jedoch
treten dabei neue Nachteile auf.
Wird nämlich eine Lösung eines niedermolekularen Polymerisats in einem organischen Lösungsmittel mit neutralem, saurem
oder alkalischem Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel bis zur
Bildung einer homogenen Emulsion gemischt, läßt sich diese nur schwer in ihre Phasen trennen. Besondere Probleme ergeben
sich dabei für das Waschen oder Abtrennen des Lösungsmittels aus der Emulsion, insbesondere für die Abtrennung
des Wassers.
Aus der japanischen Patentveröffentlichung 654-8/1970 ist ein
Verfahren bekannt, nach dem ein niedermolekulares Polybutadien oder Butadien-Styrol-Copolymerisat aus einer Lösung des
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Polymerisats in einem organischen Lösungsmittel abgetrennt wird, in dem ein inaktivierter Katalysator gelöst oder suspendiert
ist. Auch ist dort ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Katalysator aus einer Lösung von flüssigem Polybutadien
oder einem Copolymerisat aus Polybutadien und einem 1,3-Diolefin
in einem Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel abgetrennt wird, wobei die Polymerisatlösung nach dem Inaktivieren des
Katalysators mit auf eine Temperatur von mindestens
gebrachtem Wasser
vorzugsweise mindestens 75°C,/gemischt wird. Beim anschließenden
Stehenlassen der erhaltenen Emulsion trennt sich diese in eine wäßrige Schicht und eine das Polymerisat enthaltende
Schicht.
durch
Es wurde gefunden, daß/dieses in der japanischen Patentveröffentlichung beschriebene Verfahren bei Anwendung aif ein niedermolekulares Polymerisat mit einer Viskosität von mindestens 450 cP (300C) die Bildung der Polymerisatlösung aus der Emulsion innerhalb einiger Minuten bis mehr als 10 Minuten erreicht werden kann. Jedoch führt dieses Verfahren im
Es wurde gefunden, daß/dieses in der japanischen Patentveröffentlichung beschriebene Verfahren bei Anwendung aif ein niedermolekulares Polymerisat mit einer Viskosität von mindestens 450 cP (300C) die Bildung der Polymerisatlösung aus der Emulsion innerhalb einiger Minuten bis mehr als 10 Minuten erreicht werden kann. Jedoch führt dieses Verfahren im
Ό Fall eines sehr niedermolekularen Polymerisats mit einer Viskosität
von 5 bis 450 cP (3O0C), wie es in der JA-OS
89788/1974 beschrieben ist, zu einer sehr stabilen Emulsion
zwischen Polymerisatlösung und Wasser. Wird dann versucht,
diese Emulsion gemäß der vorgenannten japanischen Patentveröffentlichung zu trennen, ist diese Trennung in die wäßrige
Schicht und die Schicht der Polymerisatlösung erst nach 24 Stunden oder später vollständig. Darüber hinaus sind auch
nach dieser Trennung noch feine Wasserteilchen in der PoIy-
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-jr-
21S Ji 12
merisatlösung dispergiert, weshalb das Abdestillieren von Lösungsmittel aus der organischen Schicht nur unvollständig
geschieht und letztlich ein trübes Polymerisat erhalten wird. Eine weitere Abtrennung des Wassers aus dem Polymerisat erfordert
weitere Destillationsschritte unter vermindertem Druck bei einer hohen Temperatur und über einen langen Zeitraum,
wodurch das Verfahren unwirtschaftlich wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Abtrennen eines niedermolekularen Polymerisats mit relativ
niedriger Viskosität aus einer dieses Polymerisat und einen inaktivierten Katalysator enthaltenden Lösung in einem
organischen Lösungsmittel zur Verfügung zu stellen, bei dem die Nachteile der bekannten Verfahren, insbesondere die langsame
und unvollständige Trennung der die Emulsion bildenden Phasen, vermieden werden.
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten
Gegenstand.
20
20
Das Trennen der die Emulsion bildenden Phasen kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren leicht und vollständig durchgeführt
werden, ohne eine bestimmte Temperatur einhalten zu müssen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch bei Raumtemperatur
durchführbar. Bei Anwendung dieses Verfahrens ist die in der organischen Schicht zurückbleibende Menge Wasser sehr
gering, weshalb die organische Schicht durch einfaches Abdestillieren des als Lösungsmittel dienenden Kohlenwasser-
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-1-
Stoffs unter Umgebungsdruck oder unter vermindertem Druck in kurzer Zeit eingedampft und getrocknet werden kann. Dies ist
für eine Herstellung im industriellen Maßstab sehr vorteilhaft, insbesondere dann, wenn die Polymerisatlösung mehrere
Male mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel gewaschen wird.
In diesen Fällen führtdas erfindungsgemäße Verfahren zu einer wesentlichen Verkürzung der erforderlichen Zeit. Auch kann
durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Verun-1^
reinigung der wäßrigen Schicht mit Komponenten aus der organischen Schicht äußerst niedrig gehalten werden.
Erfindungsgemäß wird die zu behandelnde Polymerisatlösung mit neutralem, saurem oder alkalischem Wasser oder mit einem
Gemisch aus einem derart eingestellten Wasser und einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel in Anwesenheit eines
amphoteren, kationischen oder nichtionischen oberflächenaktiven Mittels oder eines nichtionischen oder kationischen
hochmolekularen Flockungsmittels gemischt und dann bis zur Trennung der wäßrigen Schicht und der organischen Schicht
stehengelassen, worauf das niedermolekulare Polymerisat aus der organischen Schicht isoliert werden kann.
Das niedermolekulare Polymerisat, auf das sich das erfindungsgemäße
Verfahren anwenden läßt, ist beispielsweise ein entsprechendes Polymerisat von Kohlenwasserstoffen, z.B. ein
Dienpolymerisat, wie ein Homo- oder Copolymerisat eines konjugierten Diolefins, ein Copolymerisat aus einem konjugierten
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-f- 273J2/Z
- Iu-
Diolefin und einer aromatischen Vinylverbindung, ein Copolymerisat
aus einem konjugierten Diolefin und einem Olefin, ein Copolymerisat aus einem konjugierten Diolefin und Acetylen
und ein Copolymerisat aus einem konjugierten Dien, einer
oder ein Olefinpolymerisat.
aromatischen Vinylverbindung und einem Olefin,/ Beispiele für
derartige niedermolekulare Polymerisate sind Polybutadien, Polyisopren, Polypentadien, Polycyclopentadien, Butadien-Isopren-Copolymerisate,
Butadien-Pentadien-Copolymerisate, Isopren-Pentadien-Copolymerisate, Isopren-Cyclopentadien-Copolymerisate,
Butadien-Styrol-Copolymerisate, Isopren-Styrol-Copolymerisate,
Styrol-Pentadien-Copolymerisate, Butadien-p-Chlorstyrol-Copolymerisate,
Butadien-Acetylen-Copolymerisate
und Isopren-Acetylen-Copolymerisate mit jeweils einer Viskosität von 5 bis 100 000 cP bei einer Temperatur von 500C.
Spezielle Beispiele für Olefine in den Copolymerisaten aus einem konjugierten Diolefin und einem Olefin sind Äthylen,
Propylen, Buten-1, Isobutylen, Penten-1 und Hexen-1. Die vorgenannten
Copolymerisate aus einem konjugierten Diolefin, einer aromatischen Vinylverbindung und einem Olefin stellen
Kombinationen der vorgenannten Monomeren dar. Entsprechende Olefinpolymerisate sind beispielsweise niedermolekulares
Äthylen, Propylen, Buten-1, Isobutylen, Penten-1 und Hexen-1. Das erfindungsgemäEe Verfahren kann auch auf sogenannte Petroleumharze
angewandt werden.
Die Herstellung der vorgenannten niedermolekularen Polymerisate erfolgt beispielsweise gemäß den JA-OSen 89788/74,
115189/74, 23883/73, 23884/73, 63 780/74 und 86992/73 oder
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gemäß den japanischen Patentveröffentlichungen 5616/74 und 2083/74.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch auf Oligomere angewandt
werden, die durch Umsetzen der vorgenannten Polymerisate zu 10 bis 100% mit Wasserstoff erhalten worden sind.
Die Polymerisation der erfindungsgemäß einsetzbaren niedermolekularen
Polymerisate erfolgt in einem hydrophoben organisehen Lösungsmittel, wie Heptan, Hexan, Pentan, Octan, Nonan,
Decan, Benzol, Toluol, Xylol oder einer anderen alkylierten aromatischen Verbindung oder in einem Gemisch der vorgenannten
Lösungsmittel.
Die Konzentration der Polymerisatlösung vor dem Abbrechen der Polymerisationsreaktion beträgt 1 bis 95 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 20 bis 80 Gewichtsprozent in Benzol, Toluol, Xylol oder Hexan oder deren Gemisch mit einer aliphatischen
Verbindung.
Katalysatoren für diese Polymerisationen sind beispielsweise Ziegler-Natta-Katalysatoren, anionisch? oder kationische Polymerisationskatalysatoren.
Zum Abbrechen der Polymerisation wird der Katalysator in üblicher Weise inaktiviert, beispielsweise
durch Versetzen des Polymerisationssystems mit einer kleinen Menge eines Alkohols, Amins, Ketons, Diketons,
Esters oder Wasser.
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r -^-- 2 7 3 3 2/,' π
---7α-
Das V/asser, mit dem erfindungsgemäß die Polymerisatlösung behandelt
wird, ist beispielsweise neutrales Wasser, wie Leitungswasser, destilliertes Wasser und entsalztes Wasser,
saures Wasser, alkalisches Wasser oder ein Gemisch aus einem derart eingestellten Wasser und einem mit Wasser mischbaren
organischen Lösungsmittel. Säuren zur Herstellung eines entsprechenden sauren Wassers sind beispielsweise anorganische
Säuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Natriumhydrogensulfat
und Salpetersäure, und organische Säuren, wie Essigsäure, Oxalsäure und Ameisensäure. Alkalische Verbindungen
zur Herstellung eines entsprechenden alkalischen Wassers sind beispielsweise Natriumhydroxid, Kaiiumhydroxid und Natriumhydrogencarbonat.
Das erfindungsgemäß eingesetzte Wasser kann somit einen pH-Wert von 0,1 bis 13 aufweisen.
Die erfindungsgemäß einsetzbaren mit Wasser mischbaren organischen
Lösungsmittel sind beispielsweise Alkohole, wie Methanol, Äthanol, Propanol und Isopropanol, Ketone, wie Aceton,
Methyläthylketon, Diäthylketon und Methylisobutylketon, Carbonsäureester,
wie Ameisensäureäthylester und Äthylacetat, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid, Äthanolamin und Dimethylsulfoxid.
Die Menge dieses mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels im Gemisch mit V/asser beträgt höchstens 90 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 40 bis 85 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches aus Wasser und Lösungsmittel.
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^ I I So L i
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Das zum Waschen der Polymerisatlösung eingesetzte Wasser oder
wäßrige Gemisch (nachfolgend "Waschwasser" genannt) wird in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichtsteilen, vorzugsweise 0,2
bis 3 Gewichtsteilen, jeweils bezogen auf 1 Gewichtsteil der
5 zu behandelnden Polymerisatlösung, eingesetzt.
Beispiele für erfindungsgemäß eingesetzte nichtionische oder
kationische hochmolekulare Flockungsmittel sind ein Polyvinylpyridinhydrochlorid,
Polyäthylenimin, ein gegebenenfalls mit 1^ einem Kation modifiziertes Polyacrylamid, ein Polyäthylenoxid
oder Polypropylenoxid.
Erfindungsgemäß einsetzbare oberflächenaktive Mittel sind kationische, mchtionische und amphotere oberflächenaktive
Mittel. Entsprechende Beispiele sind quartäre Ammoniumsalze,
wie Lauryltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylammoniumchlorid,
Diiauryldimethylammoniumchlorid, Distearyldimethylammoniumchlorid,
Laurylbenzyldimethylammoniumchlorid und Stearylbenzyldimethylammoniumchlorid, Imidazolinlaurat, Imidazolinoleat,
Laurylbetain, Stearylbetain, Sorbitanmoncstearat,
Sorbitantristearat, Sorbitanmonooleat, Sorbitantrioleat,
Sorbitansesquioleat, Sorbitandistearat, Glycerinmonooleat und
Glycerinmono stearat.
Die vorgenannten Flockungsmittel und oberflächenaktiven Mittel können jeweils allein oder als Gemisch aus mindestens zwei Kom
ponenten vorliegen. Die Flockungsmittel und die oberflächenaktiven Mittel können zusammen oder jeweils in Kombination
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1 mit einem entsprechenden Salz eingesetzt werden.
Das Flockungsmittel kann in einer Menge von 0,1 bis 100 ppm,
vorzugsweise 0,5 bis 30 ppm, jeweils bezogen auf das Gewicht
des Waschwassers, eingesetzt werden. Die Menge des oberflächen aktiven Mittels kann 0,001 bis 0,5 Gewichtsteile, vorzugsweise
0,003 bis 0,1 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile
Waschwasser, zugesetzt werden. Die Flockungsmittel und die oberflächenaktiven Mittel können vor ihrem Zusatz zur Polymerisatlösung
im Waschwasser vorgelöst oder direkt zu der aus Polymerisatlösung und Waschwasser gebildeten Emulsion gegeben
werden.
Das Waschen der Polymerisatlösung kann durch Mischen in einem Strömungsgefäß kontinuierlich oder in einem Rührwerk chargenweise
erfolgen. Das homogene Mischen wird beispielsweise durch eine entsprechende Mischzeit, die Drehzahl des Rührorgans
oder Verwendung geeigneter Strömungsbrecher erreicht. Die Mischtemperatur ist nicht besonders begrenzt, beträgt jedoch
im allgemeinen 0 bis 1500C, vorzugsweise 0 bis 800C, und ist
insbesondere die Umgebungstemperatur.
Die derart behandelte Polymerisatlösung kann innerhalb einer kurzen Zeit abgetrennt werden. Wird die behandelte Polymerisatlösung
durch eine Säule geführt, die mit einem feinporigen Material, einem Agglomerat von feinem cellulosehaltigen Material
oder einem Agglomerat von feinen Teilchen, wie mit Sand, Metallpulver, Steinpulver, Polyäthylenpulver, einem
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2Ί όό£ ! / *
~ Ί5-
Ionenaustauscherharz, Kunststoffpulver oder Glasperlen, gefüllt
ist, wird die Trennung in die wäßrige Schicht und die organische Schicht in noch kürzerer Zeit erreicht, wobei auch
die Grenzfläche zwischen den beiden Schichten ohne Bildung
5 einer Zwischenschicht klarer wird.
Das so behandelte Gemisch wird stehengelassen, wobei sich oben die organische Schicht mit dem hydrophoben organischen Lösungsmittel
und dem niedermolekularen Polymerisat und unten die wäßrige Schicht klar absetzen. Die organische Schicht
wird abgetrennt und aus ihr das Lösungsmittel durch Verdampfen bei Umgebungsdruck oder unter vermindertem Druck, jeweils gegebenenfalls
unter Bildung einer dünnen Schicht der organischen Phase, entfernt, wobei das niedermolekulare Polymerisat
zurückbleibt. Somit kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren das niedermolekulare Polymerisat mit einem geringen
Feststoffgehalt in sehr kurzer Zeit und auf sehr einfache Weise erhalten werden.
20 Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Butadien wild in Toluol bei einer Temperatur von 4O°C in Anwesenheit
eines Ziegler-Katalysators zu einem flüssigen PoIybutadien mit folgenden Daten polymerisiert: Molekulargewicht
350; Viskosität 32 cP bei 3O0C; cis-1,4-Struktur 56,2%;
trans-1,4-Struktur 34,0%; Vinylstruktur 9,8%; Jodzahl 451.
Die Konzentration der Polymerisatlösung beträgt 65 Gewichts-
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Γ - 2MT - I 7 J j 2 ! .>
prozent. Die Polymerisationsreaktion wird durch Zugabe einer
kleinen Menge Methanol zum Polymerisationssystem abgebrochen.
300 ml der erhaltenen Polymerisatlösung und 3OO ml einer wäßrigen
Salzsäure mit einem pH-Wert von 2 und einem Gehalt an einem oberflächenaktiven Mittel, wie es in der nachfolgenden
Tabelle I angegeben ist, werden in einen 1000 ml fassenden und mit einem Strömungsbrecher ausgerüsteten Kolben gegeben.
Das Gemisch wird 3O Minuten mit einer Drehzahl von 1640 U/min
homogen gemischt.
Nach dem Ende des Rührens trennt sich das Gemisch sofort in zwei Schichten. Die untere wäßrige Schicht wird abgetrennt,
und die obere organische Schicht wird zweimal mit jeweils 300 ml destilliertem Wasser, das ein oberflächenaktives Mittel
enthält, gewaschen. Dabei ist die Trennungsgeschwindigkeit nach dieser Waschstufe gleich der Trennungsgeschwindigkeit
nach dem ersten Mischvorgang.
Die derart behandelte organische Schicht wird innerhalb 30
Minuten in einem Wasserbad bei einer Temperatur von 60 bis 70°C/20 Torr eingedampft. Man erhält 160 g eines transparenten
Polymerisats mit einem Toluolgehalt von weniger als 0,1 Gewichtsprozent und einem Wassergehalt von 35 ppm. Es
ist ersichtlich, daß das Lösungsmittel und das Wasser fast
vollständig abgetrennt sind.
In nachfolgender Tabelle I sind die Trennzeiten und die Pest-
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stoffgehalte zusammengefaßt, die gemäß vorstehender Verfahrensweise
unter Anwendung verschiedener oberflächenaktiver Mittel erhalten werden.
5 Vergleichsbeispiel 1
Beispiel 1 wird wiederholt, Jedoch ohne Zusatz eines oberflächenaktiven
Mittels. Die erhaltene Emulsion trennt sich auch nicht nach 24—stündigem Stehen bei Raumtemperatur. Nach 4 Tagen
ist die Trennung der wäßrigen und der organischen Phase noch unzureichend. Auch ist eine unklare Grenzschicht vorhanden.
Deshalb kann das gemäß Beispiel 1 erfolgende Waschen mit Wasser nicht durchgeführt werden.
Vergleichsbeispiel 2
Die gemäß Vergleichsbeispiel 1 erhaltene Emulsion wird auf eine Temperatur von 7O0C erhitzt und dann stehengelassen.
200 ml der Emulsion trennen sich nach 4- Stunden in zwei Schichten, wobei jedoch die Grenzschicht noch unscharf und
trübe bleibt. Zur Abtrennung von Salzsäure werden 100 ml der Polymerisatlösung mit 100 ml destilliertem Wasser bei einer
Drehzahl von 164-0 U/min gemischt. Dann wird das Gemisch auf eine Temperatur von 7O0C erhitzt und stehengelassen. Die erhaltene
Emulsion trennt sich nach 5 Stunden in zwei Schichten. Die organische Schicht wird wieder mit Wasser gewaschen und
wie oben abgetrennt. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels gemäß Beispiel 1, wird der Feststoffgehalt des zurückbleibenden
Polymerisats gemessen. Feststoffgehalt 60 ppm; Nickel 2 ppm; Aluminium 7 ppm. Gemäß vorstehender Verfahrens-
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weise wird zwar der Katalysator weibgehend abgetrennt, jedoch
erfordert das Abtrennen der wäßrigen Schicht zuviel Zeit.
Vergleichsbeispiel 5
Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung von Natriumdodecylbenzolsulfonat
als anionisches oberflächenaktives Mittel. Die hergestellte Emulsion trennt sich nicht ausreichend
in zwei Schichten und ist teilweise trüb. Das Waschen mit Wasser kann nicht in zufriedenstellender Weise erfolgen.
10
Vergleichsbeispiel 4-
200 ml der gemäß Beispiel 1 erhaltenen Polymerisatlösung werden eingedampft, ohne die Polymerisatlösung vorher mit der
salzsauren Lösung zu waschen. Es hinterbleibt das Polymerisat. Feststoffgehalt 0,15 Gewichtsprozent; Aluminium 0,083
Gewichtsprozent; Nickel 0,028 Gewichtsprozent.
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cn
| Beispiel'1 | Oberflächenaktives Mittel | Menge g/Liter ι |
Trennzeit, min |
besamter Feststoff gehalt, Gewichts prozent |
Nickfil- r gehalt, Gewichts prozent |
Aluminum- gehalt> ■ Gewichts prozent |
|
| Verbindung | 0,05 | 15 | 0,005 | 0,0004 | 0,0012 | ||
| Sorbitan tristearat | 0,1 | 7 | 0,005 | 0;0003 | 0.0008 | ||
| Il | 0,3 | 10 | 0,006 | 0.0003 | 0,0007 | ||
| Il | 0,05 | ' 13 | 0,006 | 0.0004 | O7OOlO | ||
| Glycerinmonostearat"- | 0,1 | 15 | 0,006 | 0.0004 | 0,0010 | ||
| -J | Il | 0,05 | 11 | 0T005 | 0;0002 | 0;0008 | |
| O co cc |
Stearyltrimethyl- ammoniumchlorid |
0;l | 6 | 0.005 | 0,0002 | 0;0008 | |
| OC | Vergleichs beispiel 1 |
Il | 0/3 | 5 | 0,005 | ' 0,0002 | 0,0007 |
| 2 | Il | O7Ol | 20 | 0,005 | 0.0003 | 0.0010 | |
| L . " 4 |
Stearylbetain | 0;l | 10 | 0,005 | 0.0003 | 0,0012 | |
| Cj | ".""- 3 | 0,1 | 25 | 0;005 | 0;0004 | 0.0010 | |
| 5 | Imidazolinoleat | über 24 Stunden |
- | - | - | ||
| - | - | 4-5 Stunden | 0,006 | 0,0002 | 0,0007 | ||
| - | - | - | 0,150 | 0,028 | 0,083 | ||
| - | 0,1 | über 5 Stund. | 0;030 | o;oon | 0,0032 | ||
| Natriumdodecylbenzol-· sulfonat |
0,3 | über 15 Stunc | . 0,055 | 0,0091 | 0,022 | ||
| L | Il | ||||||
27322 > / ~"
1 Beispiel2
300 ml der gemäß Beispiel 1 erhaltenen Polymerisatlösung werden
gemäß Beispiel 1 mit 3OO ml V/asser behandelt, das mit Salzsäure auf einen pH-Wert von 2 eingestellt worden ist. Die erhaltene
stabile Emulsion wird in drei Teile von Je 200 ml aufgeteilt. Jeder dieser Teile wird mit 10 ml entsalztem Wasser
versetzt, das ein in nachfolgender Tabelle II angegebenes oberflächenaktives Mittel enthält. Das Gemisch wird dann 10 Minuten
gerührt und anschließend stehengelassen. Nach einem Zeitraum von einigen Minuten bis 20 Minuten hat sich das jeweilige
Gemisch vollständig in zwei Schichten getrennt, die auch eine klare Grenzfläche zeigen.
Die organische Schicht wird mit Wasser gewaschen, um Salzsäure abzutrennen. Hierzu werden 100 ml Polymerisatlösung mit 100 ml
destilliertem Wasser versetzt, und das Gemisch wird wie oben weiterbehandelt. Anschließend trennt sich das Gemisch klar in
zwei Schichten. Die organische Schicht wird gemäß Beispiel 1 weiterbehandelt. Der Feststoffgehalt des hinterbleibenden Polymerisats
wird gemessen. Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle II zusammengefaßt.
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σ co οο
| • | Oberflächenaktives Mittel | Menge, g/Liter |
Trennzeit, min |
Gesamter feststoff gehalt, Gewichts prozent |
Nickel- qehalt, Gewichts prozent |
Al um i mim - gehalt, Gewichts prozent |
| Beispiel 2 | Verbindung | 0,1 0,1 0,1 |
12 15 20 |
0,005 0,006 0,005 |
0f0003 0,0004 0,0003 |
0,0010 0,0010 0,0010 |
| Sorbitantristearat Stearyltrimethyl- ammoniumchlorid Stearylbetain |
1 Beispiel3
200 ml einer gemäß Beispiel 1 behandelten Polymerisatlösung werden mit einer Pumpe während 8 Minuten bei Raumtemperatur
unter einem Druck von 0,2 kg/cm durch eine mit Seesand oder Glasperlen gefüllte Säule aus Glas (Innendurchmesser 20 mm,
Länge 600 mm) geführt. Das aus der Säule austretende Gemisch trennt sich sofort vollständig in zwei Schichten. Die organische
Schicht wird abgetrennt und mit I3O ml destilliertem
Wasser versetzt, das ein oberflächenaktives Mittel enthält.
Das Gemisch wird unter Rühren mit einer Drehzahl von 3200 U/min während 9 Minuten gleichfalls durch die vorgenannte Säu
le geführt. Aus dem aus der Säule austretenden Gemisch wird die organische Schicht abgetrennt, mit Wasser gewaschen und
in zwei Schichten getrennt. Aus der organischen Schicht wird das Toluol unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Feststoff
gehalt des hinterbleibenden Polymerisats wird gemessen. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle III zusammengefaßt.
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Ol
| Oberflächenaktives Mittel | Menge, g/Liter |
Trennzeit | Gesamter Feststoff- gehalt, Gewichts prozent |
Nickel gehalt, Gewichts prozent |
Aluminum- gehalt,· Gewichts prozent |
|
| Verbindung | 0,1 | "reniger als 1 Minute |
0,005 | 0,0003 | 0,0006 | |
| Sorbitantristearat - | 0,1 | Il | 0,005 | 0,0003 | 0,0007 | |
| Beispiel 3 | Glycerinmonostearat | 0,1 | Il | 0,005 | 0,0003 | 0,0007 |
| Stearyltrimethyl- anunoniumchiorid |
Il | 0,005 | 0,0002 | 0,0007 | ||
| Stearylbetain |
1 Beispiel 4
Butadien wird in Toluol bei einer Temperatur von 600C in Anwesenheit
eines Ziegler-Katalysators zu einem flüssigen Polybutadien mit folgenden Daten polymerisiert: Molekulargewicht
1680; Viskosität 451 cP bei 3O0C; cis-1,4-Struktur 78,3%;
trans-1,4-Struktur 20,8%; Vinylstruktur 0,9%; Jodzahl 450.
Die Konzentration des Polymerisats beträgt 61 Gewichtsprozent. Die Polymerisationsreaktion wird durch Zugabe einer kleinen
Menge Methanol abgebrochen. 10
Das Polymerisat wird gemäß Beispiel 1 behandelt. Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle IV zusammengefaßt.
Vergleichsbeispiel 5
Die gemäß Beispiel 4 erhaltene Polymerisatlösung wird mit destilliertem
Wasser versetzt, das auf einen pH-Wert von 2 angesäuert worden ist. 200 ml der erhaltenen Emulsion werden bei
Raumtemperatur stehengelassen. Die Emulsion trennt sich nicht ausreichend innerhalb 10 Stunden und wird dann weitere
24 Stunden stehengelassen. Dann wird die organische Schicht abgetrennt und mit I3O ml destilliertem Wasser versetzt. Das
Gemisch wird mit einer Drehzahl von 3200 U/min 20 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann stehengelassen. Selbst
nach 15 Stunden ist das Gemisch noch nicht ausreichend in
zwei Schichten getrennt. Nach 24 Stunden zeigt sich eine grobe Trennung des Gemisches in zwei Schichten. Die organische
Schicht wird mit Wasser gewaschen und vom Waschwasser befreit. Dieses Waschen wird zweimal wiederholt. Beim anschlie-
L -I
709884/1105
OfflGtNAL INSPi-CTED
ßenden Konzentrieren der organischen Schicht unter vermindertem
Druck wird das im Polymerisat enthaltene Wasser nicht ausreichend abgetrennt, so daß das Polymerisat trüb ist. Um
diese Trübe zu beseitigen, wird das Polymerisat auf dem Wasserbad bei einer Temperatur von 60 bis 7O°C/5 Torr eingedampft.
Der Wirkungsgrad ist jedoch sehr gering. Schließlich wird der Feststoffgehalt des hinterbleibenden Polymerisats bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengefaßt.
709884/1105
Cn
ο co oo
| Oberflächenaktives Mittel | Mencje, g/Liter |
Trennzeit | Gesamter Feststoff gehalt, Gewichts prozent |
Nickel gehalt, Gewichts- orozent |
Aluminum- gehalt, Gewichts prozent |
|
| Beispiel 4 | Verbindung | 0/C5 0;05 0,01 0,1 · |
9 min 13 15 13 ' |
0,005
0;006 07005 0,005 |
0,0003
0,0003 0,0003 0,0003 |
0.0010
0,0013 0,0014 0,0013 |
|
Vergleichs
beispiel 5 |
Sorbitantristearat
Glycerinmonostearat Stearyltrimethyl- ammoniumchlorid Stearylbetain |
24 Stunden | 0,028 | Q,0026 | 0,015 | |
| - |
1 Beispiel 5 und Vergleichsbeispiel 6
Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung eines
hochmolekularen Flockungsmittels anstelle des oberflächenaktiven Mittels. Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle V
5 zusammengefaßt.
709884/1105 ,eee^rCn
— λ/- -C ORIGINAL INSPECTED
cn
| Flockungsmittel | Menge, g/Liter |
Trennzeit | Gesamter Feststoff gehalt, Gewichts prozent |
Nickel- _ gehalt, Gewicht: prozent |
Aluminum - gehalt, !-Gewichts prozent |
|
| Beispiel 5 | Verbindung | 0f003 0,005 0;005 0,010 |
15 min 20 5 7 |
0r005 0,005 0r004 0,005 |
0,0005 0,0006 0f0003 0,0004 |
0,0012 0,0013 0,0009 0,0010 |
| Vergleichs- L beispiel 6 |
Sumifloc FN-IOH *) Sumifloc FN-20H *} Sumifloc FC L *) Sumifloc FC-50 *.}. |
0,010 | über 10 Stunden · |
0,040 | 0,0075 | 0,016 |
| Sumifloc FA-40 *) |
' Hochmolekulares Flockungsmittel, enthaltend Polyacrylamide,
Sumifloc FN: Sumifloc FC: Sumifloc FA:
nichtion.isch
kationisch
anionisch
Kj
IΊ J . ·.
1 Beispiele
Beispiel 1 und Beispiel 5 werden jeweils wiederholt, jedoch
unter Verwendung eines Gemisches aus Wasser und Methanol bzw. aus Wasser und Aceton anstelle des Waschwassers. Die Ergeb-
^ nisse sind in nachfolgender Tabelle VI zusammengefaßt.
709884/1105
cn
ο co co
| Oberflächenaktives Mittel od | - | - | • Flockuncfsmit | • Trennzeit | Gesamter | Nickel- | Aluminum- | |
| Waschlösung, Gewichtsteile |
Verbindung | Sorbitan tristearat | Stearylbetain | Menge, g/Liter |
Feststof: gehalt, Gewichts prozent |
"gehalt Gewichts· prozent |
gehalt ■ Gewichts prozent |
|
| I Wasser-Methanol (90:10) |
Stearyltrimethvlammonium- chlorid |
Sumifloc FCL | - | über 5 Stunden |
0,007 | 0,0003 | 0,0010 | |
| Stearylbetain | 0,1 | 5 min | 0,005 | 0,0002 | 0,0007 | |||
| j | Sumifloc FCL | ο,·ι | 6 » | 0,005 | 0,0002 | 0,0009 | ||
| 0,1 | 5 " | 0f005 | 0r0002 | 0^0007 | ||||
| ! | 0,005 | 5 .. | '0,004 | 0r0002 | 0,0009 | |||
| Wasser-Aceton 1(90:10) |
- | über 5 Stunden |
0,009 | 0,0005 | 0;0010 | |||
| οΛι | 5 min | 0r005 | 0,0003 | 0,0008 | ||||
| Q;005 | 5 η | 0r005 | 0,0003 | 0;0008 |
1 Beispiel 7
Eine durch Cracken von Naphtha erhaltene CV-Fraktion wird
in Heptan bei einer Temperatur von 600C in Anwesenheit von
Aluminiumtrichlorid als Katalysator zu einem Petroleumharz mit einer Viskosität von 15 600 cP bei 3O0C polymerisiert.
Die Konzentration der Polymerisatlösung beträgt 39 Gewichtsprozent. 5OO ml der Polymerisatlösung werden mit 5OO ml Wasser
versetzt, das auf einen pH-Wert von 12 eingestellt worden ist und 0,05 g Stearyltrimethylammoniumchlorid enthält.
Das Gemisch wird 15 Minuten bei Raumtemperatur mit einer Drehzahl
von 32OO U/min homogen gemischt und dann stehengelassen. Nach 15 Minuten ist das Gemisch vollständig in eine organische
und eine wäßrige Schicht getrennt.
Die organische Schicht wird mit 500 ml destilliertem Wasser gewaschen, das ein oberflächenaktives Mittel enthält. Dann
wird das Gemisch wie oben in zwei Schichten getrennt. Dieser Vorgang wird zweimal wiederholt. Die erhaltene organische
Schicht wird unter vermindertem Druck eingedampft, und der Feststoffgehalt des hinterbleibenden Polymerisats gemessen.
Peststoffgehalt 0,016 Gewichtsprozent; Aluminiumgehalt
0,0008 Gewichtsprozent.
Vergleichsbeispiel 8
Die mit alkalischem Wasser gemäß Beispiel 7 erhaltene Emulsion wird bei Raumtemperatur stehengelassen. Auch nach 4-0
Minuten ist die Emulsion nicht ausreichend in zwei Schichten getrennt. Nach zweimaligem Wiederholen des Waschens mit
L 709884/1105 J
_ _ ... , ,, _:_ ORIGINAL INSPECTED
1 Wasser wird der Feststoffgehalt des Folymerisats gemessen.
Er beträgt 0,054 Gewichtsprozent.
709884/1105
Claims (12)
- PatentansprücheVerfahren zum Abtrennen eines niedermolekularen Polymerisats mit einer Viskosität von 5 bis 100 000 cP bei einer Temperatur von 3O0C aus einer dieses Polymerisat und einen inaktivierten Katalysator enthaltenden Lösung in einem hydrophoben organischen Lösungsmittel durch Mischen der Lösung mit neutralem, saurem oder alkalischem Wasser oder einem Gemisch dieses V/assers mit einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel, Stehenlassen des erhaltenen Gemisches, Trennen der gebildeten organischen und der wäßrigen Schicht und Isolieren des niedermolekularen Polyme-7 O Π ß H /* / 1 1 O 5Γ- ^ ~ 27 j ..> I '.■risats aus der organischen Schicht, dadurch gekennzeichnet , daß man die Lösung in Anwesenheit eines amphoteren, kationischen oder nichtionischen oberflächenaktiven Mittels oder eines nichtionischen oder kationischen hochmolekularen Flockungsmittels mit neutralem, saurem oder alkalischem Wasser oder einem Gemisch aus diesem V/asser und einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel mischt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch aus Wasser und einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel einsetzt, wobei letzteres in einer Menge von höchstens 90 Gewichtsprozent, bezogen auf dasGemisch, vorliegt. 15
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch aus Wasser und einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel einsetzt, wobei letzteres in einer Menge von 40 bis 85 Gewichtsprozent, bezogen auf das Ge-20 misch, vorliegt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als mit v/asser mischbares organisches Lösungsmittel einen Alkohol, ein Keton, einen Carbonsäureester, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid, Äthanolamin und Dimethylsulfoxid einsetzt.709884/1105ORIGINAL INSPECTED5· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die das Polymerisat enthaltende Lösung mit 0,1 bis 10 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil der Lösung mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem damit mischbaren orga-
- 5 nischen Lösungsmittel mischt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß man das Wasser oder das Gemisch aus Wasser und einem damit mischbaren organischen Lösungsmittel in einer Menge von 0,2 bis 3 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil der Lösung des Polymerisats einsetzt.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Flockungsmittel ein Polyvinylpyridinhydrochlorid, PoIyäthylenimin, ein gegebenenfalls mit einem Kation modifiziertes Polyacrylamid, ein Polyäthylenoxid oder Polypropylenoxid einsetzt.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als oberflächenaktives Mittel Lauryltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylammoniumchlorid, Dilauryldimethylammoniumchlorid, Distearyldimethylammoniumchlorid, Laurylbenzyldimethylammoniumchlorid, Soearylbenzyldimethylammoniumchlorid, Imidazolinlaurat, Imidazolinoleat, Laurylbetain, Stearylbetain, Sorbitanmonostearat, Sorbitantristearat, Sorbitanmonooleat, Sorbitantrioleat, Sorbitansesquioleat, Sorbitandistearat, Glycerinmonooleat oder Glycerinmonostearat einsetzt.L -Iν η 9 R η u 111 ο κΐΎΖ-:-": ;^ ORIGINAL INSPECTEDI i ό J ',"'
- 9· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Flockungsmittel in einer Menge von 0,1 bis 100 ppm, bezogen auf das Gewicht des Wassers oder des Gemisches aus Wasser und dem damit mischbaren organischen Lösungsmittel, einsetzt.
- 10. Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß man das Flockungsmittel in einer Menge von 0,5 bis 30 ppm einsetzt.
- 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das oberflächenaktive Mittel in einer Menge von 0,01 bis 0,5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Wasser oder des Gemisches aus Wasser und dem damit mischbaren organischen Lösungsmittel einsetzt.
- 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man das oberflächenaktive Mittel in einer Menge von 0,003 bis 0,1 Gewichtsteilen einsetzt.7098fU/ 1 105OFMQINAL INSPECTED
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|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |