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Verfahren und Vorrichtung zum Abziehen, Dosieren und
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ZufUhren fiießfähiger Materialien Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Abziehen eines Materials äus einem Vorratsbehälter sowie zum Dosieren und Zuführen
dieses Materials an eine VerarbeitungBeinrichtung.
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Die vorliegende Erfindung umfaßt gleicherweise ein Verfahren zum Zuführen
eines oder mehrerer Zusatzmaterialien, die Jeweils von einem Schüttguthaufen abgezogen
werden, an ein Material, welches in einem Vorratsbehälter, der seinerseits einen
Bearbeitungs- oder Verteilungsapparat beliefert, enthalten ist. Ferner betrifft
die Erfindung die Vorrichtung, die zur Durchführung des Verfahrens erforderlich
sind. In der Verarbeitungelndustrie ist es unerläßlich, die Zufuhr vorbestimmter
Mengen von Materialien in einem regelbaren Zyklus zu erreichen. Dies ist insbesondere
in der Industrie für Plastikformteile der Fall, wo es notwendig ist einem Ausgangsmaterial
in sehr kleinen Mengen ein Zuschlagmaterial von geringer Korngröße oder in Pulverform
zuzuführen, wobei diese Zuschlagsmaterialien beispielsweise Farbpigmente sein können.
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Zu diesem Zweck sind Verfahren und Vorrichtungen vorgeschlagen worden,
welche übereinanderliegende, gelochte Platten bzw. Oberflächen verwenden und nach
dem Prinzip von Schleusen, mit Doeiersieben, die sich enteprechendder R'otationsbewegung
der gelochten Flächen bzw. Platten öffnen und schliessen, arbeiten. Daher ermöglichen
es auch die bis zum heutigen Tage hergestellten Vorrichtungen nicht gleichzeitig
eine Dosierung und einen Abzug konstanter Mengen eines Materials
mit
regelbaren Werten, insbesondere für sehr kleine Mengen bestimmter pulverförmiger
oder granulierter Produkte zu erreichen. Die Hauptschwierigkeit, die diesen Operationen
innewohnt, besteht darin, einen regelbaren Zufuhr-Zyklus tu erreichen, in der Weise,
daß Materialportionen mit konstantem Wert geliefert und damit eine ständige Veränderung
der zu verteilenden oder su behandelnden Produkte sowie der die Manipulationen und
Unsicherheiten der Regelung, welche eine ständige Ausochußursache sind, vermieden
werden.
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Elne andere Schwierigkeit der bekannten Verfahren erwächst aus der
Natur und der Struktur der Zuschlagstoffe, welche dosiert und dem Grundmaterial
zugeschlagen werden müssen.
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Meistens werden diese Zuschlagsetoffe der Bearbeitungaszachiae oder
deren Zufuhrbehälter aufgegeben, wobei in manchen Fällen diese Produkte, insbesondere
wenn es sich um pulverförmige Pigmentstoffe zur Einfärbung von Plastikmaterial handelt,
sehr verschmutzt sind, so daß das Material häufig gereinigt werden muß, trotzdem
aber insbesondere unterschiedliche Farbtönungen aufeinanderfolgend hergestellter
Produkte verursacht. Weiterhin weisen diese pulverförmigen Stoffe die Neigung zum
Agglomerieren und zum Verschließen der einen der mehrerer Austrittsöffnungen auf
und neigen ferner dazu, sich an den Organen der Austrittsöffnung festzulegen, wodurch
sie deren Funktionsweise verändern und eine unvollständige Dosierung bzw. einen
unvollständigen Austritt des Materials verursachen.
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Die vorliegende Erfindung sieht in der Anwendung des Prinzipes der
an sich bekannten beweglichen Lochplatten zur Beseitigung der vorstehend aufgezeigten
Schwierigkeiten und zur Erlangung eines Abzuges von Materialien, insbesondere pulverförmigen,
zum Verstopfen neigenden Materialien von der Unterseite oder von der Seite eines
Schüttgutbehälters im Wege eines einfachen Verfahrens, sei es von Hand oder sei
es mit Motorkraft.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht den Vorteil einen einfachen und
leichten sowie insbesondere funktionssicheren Apparat zu schaffen, der in Folge
eines geringen Preises eine vielfache Anwendung gestattet. Die Erfindung bietet
darüber
hinaus den Vorteil, sehr konstante Durchflußmengen zu gewährleisten, welche durch
eine einfache Veränderung der Arbeit.geschwindigkeit der in Betrieb befindlichen
Vorrichtung vergrößert oder verkleinert werden können, gemäß dem bekannten Zusanenhang
der aus einer Veränderung der Geschwindigkeit resultierenden Änderung der Durchflußmenge.
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Die Erfindung ermöglicht ferner die Herstellung bzw. Verwirklichung
einer an jede Bearbeitungsmaschine anbaubaren Vorrichtung, in welcher einer der
Zuschlagsstoffe durch einen anderen Zuschlagsstoff ersetzt werden kann, ohne daß
es notwendig ist, die gesamte Maschine su reinigen. Dieser Vorsug ist insbesondere
in denjenigen Fällen interessant, in denen Pigmentzuschlagsstoffe zu Plastikmaterialien
in einem Vorratsbehälter, welcher beispielsweise einen DruckgußinJektor speist,
zugeschlagen werden sollen. Im Ergebnis iet es dank der Erfindung sehr leicht möglich,
auf ein und derselben Presse eine Färbung durch eine andere abzulösen.
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Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese spezielle, lediglich beispielsweise
genannte Anwendung begrenzt, sondern kann auch in all denjenigen Fällen eingesetzt
werden, wo es gilt, Mengen von Materialien, insbesondere pulver- oder granulatförmigen
Materialien zu dosieren und abzuziehen.
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Das Verfahren zum Abziehen und Dosieren eines Produktes aus einem
Schüttgutvorrat und eventuell sum Zuftihren dieses Produktes in das Innere eines
Vorratsbehältors kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß es mittels dreier
goloofiter Flächen oder Platten, welche eine über der anderen liegend und miteinander
in Kontakt stehend angeordnet sind, in der Weise, daß das absusiohende Material
in der oder den Öffnungen der mittleren Platte durch eine Relativbewegung der oberen
Platte zwischen der oberen und der unteren Platte eingeschlossen wird, wobei jeweils
die beiden anderen Platten gegeneinander unbebeweglich sind und daß das abzuziehende
Produkt aus den Öffnungen bzw. Ausnehmungen der mittleren Platte durch eine Relativverstellung
der unteren Platte abgezogen wird,
wobei dann die mittlere und
die obere Platte gegeneinander unbeweglich festgehalten sind. Der Zuschlag und die
Vermischung eines in der vorstehenden Weise abgezogenen Zuschlagsstoffes mit einem
in einem Vorratsbehälter enthaltenen Material, wobei der Zuschlagstoff ein Pigment
und das Material ein Granulat eines Plastikmaterials sein kann, wird durch die Herstellung
eines Hohlraumes in der Masse des im Vorratsbehälter enthaltenen Materials ermöglicht,
wobei der Hohlraum in einer der Mündung des Vorratsbehälters benachbarten Zone,
die Masse des in diesem Vorratsbehälter enthaltenen Materials in Querrichtung durchsetzend
angeordnet ist, von einem oder mehreren Verteilern oder Vorratsbehältern für den
oderdte Zuschlagsstoffe werden diese dem Inneren des Hohlraumes zugeführt, wo die
Mischung verwirklicht wird, derart, daß eine Verschmutzung der Einheit des Vorratsbehälters
vermieden und eine bessere, hinsichtlich ihrer Propertionen mehr exakte Mischung
gewährleistet ist.
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Die Vorrichtung zur Durchführuig des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen durch die Kombination folgender Merkmale:
a.) Mindestens eine Abzugs- und Dosiervorrichtung, welche übereinanderliegend angeordnete,
relativ zueinander bewegliche und untereinander im Kontakt stehende Lochplatten
oder perforierte Oberflächen aufweist, in der Weise, daß der Abzug und das Dosieren
des Materials gewährleistet ist, wobei die Absugs- und Dosiervorrichtung mit von
der Formmaschine angetriebenen Steuervorrichtungen versehen und an der Oberseite
des Vorratsbehälters angeordnet ist; b.)ein Hauptkanal, der im unteren Bereich des
Vorratsbehälters in der Nachbarschaft dessen Auslaufes mündet und in dem der oder
die abgezogenen Zuschlagsstoffe fliessen.
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c.) ein vorzugsweise kegelstumpfförmiges, einteilig andas Ende des
innerhalb des Vorratsbehälters angeordneten Hauptkanales angeschlossenes Anschlußrohr,
welches zur Bildung einer Mischkammer geeignet und im Zusammenwirken mit dem Anschlußteil
des Vorratsbehälters zentrierbar ist;
d.) gegebenenfalls ein Rührorgan
für das Produkt und die Zuschlagsstoffe.
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Der Apparat zum Abziehen und Dosieren des Materials verwendet im Betrieb
relativ zueinander verstellbare Flächen im Verhältnis zum Schüttgutvorrat, wobei
wenigstens eine der Flächen perforiert ist und kennzeichnet sich im wesentlichen
dadurch, daß er eine feststehende mittlere, mit einer Perforierung versehene Fläche,
eine untere bewegliche Fläche, welche wechselweise die Perforierung der mittleren
Fläche verschließt und freigibt sowie zwei bewegliche, obere Flächen, die oberhalb
der mittleren Fläche angeordnet sind, umfaßt und daß die beiden oberen Flächen wechselweise
aufeinanderfolgend gegeneinander beweglich sind, in der Weise, daß eine Umgruppierung
und Komprimierung eines Volumens des Materials in der Perforierung der mittleren
Fläche erreicht wird, und daß dieses Volumen durch eine anschließende Verschiebung
der unteren Fläche, welche die Perforation verschließt, freigegeben wird.
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Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der einige Ausführungsformen beispielsweise dargestellt sind, ohne
daß die Erfindung hierauf oder auf die Zeichnung beschränkt wäre. In der Zeichnung
zeigt die Figur 1 bis 5 eine schematische Schnittdarstellung der Betriebsweise des
erfindungsgemäßen Absugs-und Dosierverfahrens; Figuren 6 und 7 Schnittdarstellungen
einer Einrichtung zum Dosieren und Zuschlagen von Materialien im erfindungsgemäßen
Verfahren; Figuren 8 bis 14vergrößerte Einzeldarstellungen der Einrichtung gemäß
den Figuren 6 und 7, insbesondere deren Dosier- und Abzugsvorrichtung; Figuren 15
bis 26eine andere Ausführungsform der Dosier-und Abzugsvorrichtung, wie eie in die
Einrichtung
gemäß den Figuren 6 und 7 wahlweise einsetzbar ist;
Figuren 27 bis 33andere vereinfachte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Abzugs-
und Dosiervorrichtung.
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Wie dies in den Figuren 1 bis 5 dargestellt ist, geht das erfindungsgemäße
Verfahren zum Dosieren und Zuschlagen von Materialien von einem Schüttgutvorrat
aus und verwendet im Betrieb drei mit den Bezugszeichen 1, 2 und 3 bezeichnete,
übereinanderliegend und in gegenseitigem Kontakt etehend angeordnete perforierte
Flächen oder Platten, die relativ zueinander in Bewegung gesetzt werden können,
in der Weise, daß das abzuziehende Material 4 in der oder den Öffnungen der mittleren
Platte 2 zwischen der oberen 1 und der unteren Platte 3 durch eine Relativbewegung
der oberen Platte 1 gegenüber den beiden anderen, zu dieser Zeit unbeweglichen Platten
2 und 3 eingeschlossen und durch eine nachfolgende Verstellung der unteren Platte
3 gegenüber den beiden anderen nunmehr feststehenden Platten 1 und 2 aus den Öffnungen
der mittleren Platte 2 abgezogen wird. Die Figur 1 zeigt die obere Platte 1, die
mittlere Platte 2 und die untere Platte 3 in einer besonders ausgewählten gegenseitigen
Bewegungslage, in der die Perforation der oberen Platte 1 mit der der mittleren
Platte 2 deckungsgleich übereinanderliegt und die untere Platte 3 sich in ihrer
äussersten nach rechte gerichteten Verstellage gegenüber der mittleren Platte 2
befindet. Die Perforationen der Platten können kreisrund sein und weisen vorteilhafterweise
einen ausgehend von der oberen Platte 1 gegen die untere Platte 3 hin geringfügig
zunehmenden Durchmesser auf. In jeder der Platten 1 bis 3 sind die Perforationen
in einem gegenseitigen Abetand, der etwa dem vierfachen des Durchmessers der in
der untersten Platte 3 angeordneten Perforation entspricht, angeordnet, eo daß das
System auch beim Verarbeiten bzw. Einschließen gut fließfähiger pulverförmiger Materialien
arbeiten kann. Für verstopfend wirkende, pulverförmige Materialien ist es
wesentlich,
daß jede Perforation in Bezug auf die Dicke der Platte einen großen Durchmesser
aufweist. Es ist vorteilhaft, Platten geringer Dicke, insbesondere in Bezug auf
die mittlere Platte 2 zu verwenden, jedenfalls wenn man die Aggregatgröße bei gleichen
Abzugsgeschwindigkeiten verringern will. Die Figur 2 zeigt die drei Ubereinanderliegenden
Platten 1 bis 3 in dem Augenblick, in dem die obere Platte 1 eine Verschiebebewegung
in der Größenordnung des Durchmessers der Perforation der Platte 3 nach links vollendet
hat, während die mittlere Platte 2 und die untere Platte 3 gegenseitig unbeweglich
festgelegt waren.
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Diese Verstellung dient dem Einschluß des Materials 4 zwischen den
Platten 1 und 3 in der Perforation der Platte 2.
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Die Figur 3 zeigt die drei Platten 1 bis 3 in dem Moment, in dem die
Platten und 3 eine nach links gerichtete Verstellbewegung gegenüber der mittleren
Platte 2 ausführen, wobei die Öffnungen bzw. die Perforation der Platte 3 zu der
Perforation bzw. den Öffnungen der Platte 2 in tberschneidung kommen und das in
den Öffnungen bzw.
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der Perforation der Platte 2 eingeschlossene Material 4 unter Schwerkraftwirkung
nach unten aus der Vorrichtung herausfällt. Die Relativbewegungen der Platten 1
und 3 gegenüber der Platte 2 bewirken ein Löeen des pulverförmigen, an der Ober-
und Unterseite der'Platte 2 anbackenden Materials durch Abkratzen.
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Figur 4 zeigt die drei Platten 1 bis 3 nach Vollendung des oben beschriebenen
Bewegungevorganges. Die Öffnungen bzw. Perforation der Platten 2 und 3 sind nun
deckungsgleich Ubereinanderliegend, bevor die Platte 3 um einen dem doppelten Durchmesser
ihrer Perforation entsprechenden Betrag veretellt wird.
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Figur 5 zeigt die drei Platten 1 bis 3 in dem Moment, in dem die obere
Platte 1 eine im Bezug auf die mittlere Platte 2 nach rechte gerichtete Verstellbewegung
in der Größe des Durchmessers der Perforation der Platte 3 vollendet hat, während
die beiden Platten 2 und 3 gegen eine gegenseitige Beweglichkeit festgelegt waren.
Die drei Platten 1 bis 3 kehren anßchlieesend in die in der Figur 1 gezeigte
Konfiguration
zurück und zwar durch eine gleichzeitig nach rechts gerichtete Verstellung der oberen
Platte 1 und der unteren Platte 3, Jeweils um den Betrag des doppelten Durchmessers
der Perforation der Platte 3.
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Wie ohne weiteres erkennbar, kann die gesamte Durchflußmenge einmal
durch eine Veränderung der Bewegungsgeschwindigkeit der Platten gegeneinander, zum
anderen aber auch dadurch, daß die Platten am Ende Jedes Arbeitszyklusses mehr oder
minder lang festgehalten werden, reguliert werden. Durch Verauche ist festgestellt
worden, daß dieses System eine sehr große Regulierbarkeit der Dosierung ermöglicht.
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Das Verfahren nach dem das unter Verwendung der perforierten Platten
in der oben beschriebenen Weise von einem Schüttgutvorrat abgezogene Material einem
in einem, über sein Anschlußstück 6 an eine Verarbeitungsmaschine 7, beispielsweise
eine Formpresse zum Spritzgiessen von Kunststoffmaterial, angeschlossenen Vorratsbehälter
5 vorhandenen Material zu4,eschlagen wird, besteht im wesentlichen in der Herstellung
eines Hohlraumes in der Masse des Materials 4, in einer dem Anschlußteil 6 des Behälters
5 benachbarten Zone und in der Zufuhr durch Schwerkraft quer zur Masse des besagten
Materials 4 gerichteten Zuführung des abgezogenen Materials durch Schwerkraft und
in der Verwendung eines Verteilers 8, welcher an die Maschine 7 angeschlossen ist,
so daß der oder die Zuschlagsstoffe innerhalb des Hohlraumes 9 mit dem im Vorratsbehälter
5 vorhandenen Material vermischt werden; wie dies im Zusammenhang mit der zur Durchführung
des Verfahrens bestimmten Varrichtung dargestellt ist, ist auf einem Zulauf-bzw.
Vorratsbehälter 5 einer Verarbeitungsmaschine 7 für ein Material ein Verteiler 8
für Zuschlagsstoffe oder ein Vorratsbehälter für Zuschlageetoffe und eine Motoranordnung
1o angeordnet. Ein vorzugsweise vertikal ausgerichteter, an der Motoranordnung befestigter
Leitungsweg 11 ist unterhalb des Verteilers für die Zuschlagstorre 8 angeordnet,
derart, daß die Zuschlagsstoffe unter Schwerkraftwirkung in den Vorrate- bzw. Zulaufbehälter
5 einfallen, wobei sie durch die Masse des Materials 4 hindurchgeführt werden, bis
zu einer dem unteren Anschluß 6 des Behälters 5 benachbarten
Zone.
Der Durchmesser des Leitungsweges 11 ist so ausreichend bemessen, daß er durch die
Menge der eingeleiteten Zuschlagstoffe auch dann nicht zugesetzt werden kann, wenn
diese zum Anbacken neigen. Der Leitungsweg 11 kann; wie ersichtlich zylindrisch
oder konisch sein. Am Ende des Leitungsweges 11 ist an diesen über radiale Sprossen
ein kegelstumpfförmiges obergangsstück in der Weise angeschlossen, daß das Grundmaterial
4 frei in ihn hineinfallen kann. Das ffbergangestück 12 ist so ausgebildet, daß
es sich im Bereich des Anschlußteiles 6 des Behälters 5 an diesen anpaßt und eine
Miechkammer zum Mischen des Materials 4 mit den Zuschlagsstoffen bildet. Vorzugsweise
ist eine aus einem biegsamen Material gebildete Dichtung 13 zwischen dem die Mischkammer
begrenzenden Übergangsstück 13 und der Wandung des Behälters 5 angeordnet, eo daß
das gesamte Grundmaterial 4, welches im Behälter 5 vorhanden ist, gezwungen wird
in die Mischkammer 12 einzutreten.
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In der Miechkammer 12 ist ein mit der Motoranordnung 1o in Antriebsverbindung
stehender Mischer 14 angeordnet.
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Der Zuschlagsstoff wird dem Inneren der Mischkammer 12 von oben aufgegeben
und bis zu deren Ende mit dem Grundmaterial 4 vereinigt'und vermischt.
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Der VErteiler 8 ist durch einen mit einer Handhabe zum Aufsetzen auf
die Motorgruppe 1o versehenen Vorratsbehälter oder Eimer gebildet. Die Motorgruppe
1o ist mit einer Vorrichtung zum Abziehen und Dosieren des Zuschlagsstoffes versehen,
wobei diese Vorrichtung den Eimerboden versteift und oberhalb des Beitungsweges
11 angeordnet ist. Der BOden des Vorratsbehälters 8 ist mit einem Fußteil 15 versehen,
welches ihn in einem Abstand zur Motorgruppe 1o hält.
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Die Vorrichtung für den Materialabzug aus dem Eimer 8 ist durch eine
Schleuee derJenigen Bauart, welche in der oben beschriebenen Weise mehrere bewegliche
Flächen oder Platten umfaßt, wobei entsprechend der Darstellung in den Figuren 8
bis 12 eine der Oberflächen bzw. Platten den Boden 16 des Eimers 8 bildet und an
diesem über Schraubenbolzen austauschbar befestigt ist, um einen vielseitig verwendbaren
Apparat
zu erhalten. Wie in der Figur 11 dargestellt, weist der Boden 16 des Eimers 8 eine
mittige Öffnung 17 und eine seitliche Öffnung 18 auf. Beiderseits des Bodens 16
des Eimers 8 sind zwei bewegliche Platten 19 und 20 auf einer gemeinsamen Nabe 21
montiert, die deren zentrale Bohrungen 22 und 23 und die zentrale Bohrung 17 im
Boden 16 des Eimers 8 durchsetzt und in einer oberen Nabe 24 gehalten ist, welche
auf der vorgenannten aufliegt und über eine Mutter 25 und eine Kontamutter 26 sowie
ein Gewinde an der Nabe 21 befestigt ist.
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Ein zu den Naben aussermittig angeordneter diese verbindender Zapfen
27 durchgreift die Schlitze 28 in jeder der Platten 16,19 und 20 und überträgt auf
die Platten 19 und 20 die Bewegungen der Naben, entsprechend den jeweils unterschiedlichen
Verstellwegen. Es ist erkennbar, daß aufgrund der unterschiedlichen Bemessungen
der Schlitze 28 sowohl in der Platte 20 als aUch in der Platte 19 die Platte 20,
welche die Bohrung 18 im Boden 16 öffnet, vor der Platte 19 bewegt wird. Die obere
Platte 20 ist litt einer eine Schrägfläche 30 (siehe Schnitt A-A in Figur 1o) aufweisenden
Kante 29 versehen, welche aufgrund der Rotation der Platte 20 eine Menge des im
Behälter 8 enthaltenen Materials in die Öffnung der mittleren Platte im Boden 16,
die andererseits durch'die untere Platte 19 verschlossen ist, drückt. Die untere
Platte 19 wird durch das Zusammenwirken des Zapfens 27 und der Schlitzöffnung 28
rotierend bewegt, wodurch das Material freigegeben wird, entsprechend der Fortbewegung
mit der die untere Platte 21 die Öffnung der mittleren Platte 16 freigibt. Die mittlere
Platte 16 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine geringere Dicke auf und ist
daher vorzugsweise zum Abziehen pulverförmigen, zum Zusammenbacken neigenden Gutes
geeignet. Nachdem die Platte 16 unbeweglich und das Spiel zwischen den Naben 21
und 24 über die Mutter 25 und die Kontamutter 26 einstellbar ist, ist es möglich,
die mittlere Platte 16 durch einePlatte größerer Dicke zu ersetzen, insbesondere
für den dosierten Abzug granulierter, pastenförmiger oder pulverförmiger, Jedoch
nicht zum Zusammenbacken neigender Materialien, also solcher Materialien, die sich
nicht an den Wandungen der Öffnung in der Platte 16 festsetzen können.
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Die Schrägfläche 30 an der Kante 29 der Platte 20 ist dazu bebestimmt,
pulverförmige Zuschlagsstoffe in der Öffnung oder Zelle der Platte 16 zu komprimieren,
wodurch ein Minimum an Unterechieden der bei jeder Phase aus dem Vorratsbehilter
entnommenen Menge des Zusatzstoffes eingehalten werden kann, unabhängig davon, daß
auch pulverförmige Materialien unterschiedliche Fließeigenschaften aufweisen und
daher die jeweils freigegebene Öffnung in der mittleren Platte 16 mehr oder weniger
füllen. Es iet festzustellen, daß eine gewisse Pressung des Zuschlagsstoffes durch
die Schrägflächen 30 eine hervorragende Regulierung der Entnahme aus dem Vorratsbehälter
gewährleistet.
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Durch die Zwischenschaltung eines Zapfens 31 erreichen die Naben 21
und 24 eine wechselweise Rotationsbewegung. Der Zapfen 31 greift nach dem Aufsetzen
des Verteilers 8 auf die Motorgruppe in eine Ausnehmung 32 der Nabe 21 ein.
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Eine Antriebawelle 33 ist drehbar in der Nabe 21 gelagert und über
eine elastische Packung mit Rührarmen für das Material verbunden. Ihr unteres Ende
i mit einem Zahnrad 35 verbunden, welches mit einem Klinkenhebel 36 zusammenwirkt,
der seinerseits auf einer Achse 37 gegen die Kraft einer Rückzugsfeder 38 schwenkbar
ist. Die Wechselbewegung der Naben 21 und 24 um einen größeren Winkelbereich, welcher
durch zwei Zähne des Zahnrade8 35 begrenzt ist, wird vermittels der Klinkenhebel
36 eine ständig gleichsinnige Rotation, welche die Rührarme 34 antreibt, umgesetzt.
Die Rührarme 34 sind so auagelegt, daß sie das pulverförmige Gut in den Bereich
über der Öffnung führen.
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Das untere Ende der Welle 33 weist eine axiale Ausnehmung auf, in
welche nach dem Anschluß der Vorrichtung an den Eimer 8 die oberendig an die Motorgruppe
1o angeschlossene Achse 39 eingreift. Die Achse 39 ist die Rotationsachse des Teiles
40, welches Zapfen 31 trägt, der die alternative Rotation der Nabe 21 und 24 bewirkt.
Die Achse 39 dient ferner der Zentrierung der Naben 21 und 24. Der Zapfen 31 ist
auf einer Peter 41 im Teil 40 montiert, wobei ihm die Feder 41 eine Axialbewegung
gestattet, die ihm ermöglicht, in die Öffnung 32 in der Nabe 21 einzugreifen, wenn
letztere rotiert.
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Das drehbar auf der Achse 39 montierte Teil 40 arbeitet mit der Pleuelstange
42 ( siehe Figur 14) zusammen, wobei die Pleuelstange
42 von einem
Untersetzungsgetriebe 43, welches oberseitig am Motorblock angeordnet ist,betätigt
wird. Eine in ihrem Umfangsbereich mit einer Folge von Löchern 45 versehene Metalischeibe
ist auf der Welle des Untersetzungigetriebes 43 montiert. Die Löcher 45 der Scheibe
44 laufen über einen induktiven Fühler 46, welcher bei jedem Durchgang eines Loches
45 einen elektrischen Zählimpuls an ein Zählwerk 47 liefert. Das Zählwerk 47 zählt
diese Impulse ausgehend von einer äusseren Anregung, welche beispielsweise durch
einen Kontakt wie den Kontakt 4'J ausgeht, welcher einen Zählkreis schließt, beispielsweise
bei jedem Formzyklus, in dem Palle, daß die Verarbeitungsmaschine für das Material
eine Spritzgußpresse ist oder bei jeder Schneckenumdrehung, in dem Fall, daß die
Verarbeitungsmaschine eine Extrodiermaschine mit konstantem Durchsatz ist. Sobald
die anzahl der vom induktiven Geber gelieferten Impulse, ausgehend von der Anregung
durch den Kontakt 49 die im Zählwerk vorprogrammierte Impulszahl erreicht, arretiert
das Zählwerk das Reduziergetriebe 43 des Motors und damit die Funktion der Schleuse.
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Dieses Merkmal der Erfindung gestattet es eine ausserordentlich präzise
Dosierung der aufgegebenen Zuschlagsstoffe in Abno giskeit von der Menge des verbrauchten
Materials zu gewährleisten. Das Motor- Reduziergetriebe 50 treibt über den Kurbelarm
51 ferner den Mischer 14 an.
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Gemäß einer anderen in der Figur 7 dargestellten Verwirklichungsform
der Erfindung ist der Leitungsweg 11 oberhalb des kegelstumpfförmigen, die Mischkammer
bildenden Ubergangsstückes 12 mit einem radial gerichteten Kragen 52 versehen, welcher
vorzugsweise geneigt und durch Vermittlung beliebiger geeigneter Mitte in der Weise
am Leitungsweg 11 befestigt ist, daß seine Höhenlage einstellbar ist. Der Kragen
52 ist dazu bestimmt, das Volumen des Hohlraumes 9 in der Nachbarschaft des Anschlußstückes
6 des Behälters 5 zu vergrößern und das unter Schwerkraft absinkende Material 4
seitlich abzulenken, so daß sich in dem Fall, wo es sich um Granulate geringer Fließfähigkeit
handelt, das Material nicht im Inneren des Hohlraumes 9 zusammensetzen kann.
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Der Kragen 52 gestattet auch die Anordnung eines oder mehrerer Hilfszuleitungswege
für weitere Zuschlagsstoffe, welche
vor dem Mischen zugemessen
und zugeführt werden müssen.
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Zu diesem Zweck sind an den Kragen 52 ein oder mehrere starre oder
biegsame Leitungswege 23 angeschlossen, welche über einen oder mehrere Verteiler
zweiter Ordnung gespeist werden, wobei die Verteiler zweiter Ordnung über identische
Mittel an die Verarbeitungsmaschine angeschlossen sind. Es kann vorgesehen sein,
beispielsweise daß der Verteiler zweiter Ordnung ein Vorratsbehälter mit einer endlosen
Schnecke ist, welche durch ein Motor- Redusiergetriebe mit einer Scheibe und einem
induktiven Impulsgeber, wie oben beschrieben angetrieben ist. Dieses Merkmal der
Erfindung ist insbeandere in den Fällen der Verarbeitung von tunststoffmateriaR-ien
vorteilhaft, weil es eine mit der Injektion beginnende Materialzufuhr gestattet.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Entnahme- und
Dosiervorrichtung für Materialien, wie sie in den oben beschriebenen Einrichtungen
verwendet werden kann, ist in den Figuren 15 bis 30 dargestellt. Der Boden des Eimers
18 trägt die Organe zum Entnehmen und Dosieren. Der Eimer 8 ist durch eine Fläche
oder dünne Metallwand verschlossen, die die mittlere Scheibe 16 bildet und mit einer
Perforation 54 versehen ist. Die Dicke der Wandung 16 hängt von der Art des zu entnehmenden
Materials ab und kann beispielsweise kleiner oder gleich einem Millimeter sein,
um pulverförmiges Material zu entnehmen, wobei die Perforation 54 beiepielsweise
einen Durchmesser von 30 n aufweisen kann. Die mittlere Scheibe oder Wand 16 ist
von einer Plattine 55 gleicher Form Jedoch größerer Dicke getragen. Die Platte 55
ist der Perforation 54 gegenüber liegend mit einer, beispielsweise durch Fräsen
hergeetellten Zurücksetzung 56 (siehe Figur 18) versehen, um eine freigängige Beweglichkeit
der unteren Fläche 57 bzw. des Verschlußdeckels für die Perforation 54 der mittleren
Scheibe 16 zu gewährleisten. Die Form der Ziirucksetzung entspricht dem Kreisbogen
entlang dem der Deckel 57 bewegbar ist. Die Plattine 55 nimmt dieJenigen Organe
auf, die den Apparat betätigen und gestattet es gleichzeitig zu verhindern, daß
deren Bewegungen die absolute
Ebenheit der mittleren Fläche 16
durch Verformung stören, was Unregelmäßigkeiten bei der Entnahme bzw. Dosierung
zur Folge hätte. Bei einer vereinfachten Ausfllhrungform kann vorgesehen sein, daß
die Plattine 55 lediglich halbkreisförmig gestaltet ist und die perforierte Zone
der mittleren Fläche oder Platte 16 nicht übergreift.
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Auf der Plattine 55 ist, beispielsweise durch Nietung oder Schweißung
eine Welle 58 befestigt, welche in ihrem unteren Bereich eine unter der Plattine
55 drehbare Nabe 59 trägt und in ihrem oberen Bereich eine andere oberhalb der mittleren
Fläche 16 drehbare Nabe 60 trägt. Eine Achse 61 ist mit den Naben 59 und 60 verbunden.
Die Achse 61 ist exzentrisch zur Welle 58 angeordnet und durchgreift eine nicht
dargestellte Schlitzausnehmung der Plattine 55 und der na ttleren Fläche 16. An
ihrem unterhalb der Plattine 55 liegenden Ende trägt die Achse 61 ein frei drehbares
Organ, beispielsweise ein Kugellager, welches über einen Teil seines Umfanges hin
in einer Ausnehmung 63 der Nabe 59 angeordnet ist und diese mit dem anderen Teil
seines Aussenumfanges überragt. Die Nabe 60 wirkt mit einem in einer Ringausnehmung
65 der Achse 58 angeordneten Paßring zusammen und ist mittels einer Mutter 66 auf
der Welle 58 gehalten, wobei die Mutter 66durch eine Kontamutter 67 an welche ein
hohlzylindrischer Teil 68 angeschlossen ist, gesichert ist.
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Auf dem hohlzylindrischen Teil 68 der Kontamutter 67 ist freidrehbar
eine Nabe 69 montiert. Mit der Nabe 60 sind zwei Absteifarme 70, welche auf der
mittleren Fläche 16 (siehe Figur 3) gleiten und zwei Druckarme 71, die radial gerichtet
und winkelversetzt angeordnet sind, befestigt. Die Druckarme 71 sind vorzugsweise
elastisch und bestehen beispielsweise aus Federstahl. Am freien Ende der Druckarme
71 ist eine obere Fläche oder ein Deckel 72 in der Weise befestigt, daß diese linie
auf der mittleren Fläche 16 aufliegen. Der Deckel 72 weist eine Kreisform auf und
besteht vorzugsweise aus einem dünnen, elastischem Material, beispielsweise einem
Stahlblech der Dicke von 3/10 bis 1 mm, so daß er sich eventuellen Verformungen
der mittleren Fläche anpassen kann. Die eine Seite des einen Gleitschuh oder einer
zweiten oberen
Fläche 73 gegenüberliegenden Deckels 72 ist über
einen Arm an die Achse 58 angeschlossen, wobei seine Festlegung quer zur mittleren
Fläche oder Wandung gerichtet ist.
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An jedem seiner Enden weist der Deckel 72 zwei radial gerichtete Finger
auf, welche bis zur Umfangswand des Eimer 8 reichen und eine Riihrwirkung auf das
pulverförmige Material ausüben.
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Die Nabe 69 trägt einen radial ausladenden Arm 75 welcher bis in die
llåhe der mittleren Flächen 16 niedergezogen ist und gerade, beispielsweise 5 bis
8 mm oberhalb desselben und parallel 8u ihr verläuft. An seinem Ende trägt der radial
ausladende-Arm 75 einen elastischen Gleitschuh 73, welcher an seinem freien Ende
abgewinkelt ist und auf der mittleren Oberfläche kratzt, so daß er das Material
unter ach drückt, während das andere seiner Enden an den Arm 75, welcher sich oberhalb
der mittleren Fläche befindet, angeschlossen ist. Vorzugsweise weist das freie Ende
76 des Gleitschuhes 73 eine größere Länge auf, als das Ende, mit dem er am Arm 75
befestigt ist, eo daß der Gleitschuh insgesamt eine schräge Innenseite 77 besitzt,
wobei die Neigung der Innenseite 77 so gestaltet ist, daß der Gleitschuh 73 bei
einer bogenförmigen Bewegung in einer zu deren Anordnung integralen I(urve über
die Perforation der mittleren Fläche gleitet. Der Arm 24 und der Gleitschuh 73 sind
in wechselweiser Bewegungarichtung durch zwei Mitnehmertinger 79 und 79 angetrieben,
welche auf der Nabe 60 in einem Winkelabstand voneinander angeordnet sind. Die bnordnung
der Naben 59 und 60 ermöglicht eine wechselweise Rotationebewegung deren Weglänge
im Bereich von 1200 liegt. Diese Wechselbewegung kann durch einen Steuerfinger,
wie er weiter oben beschrieben ist, übertragen werden, wobei sich der Steuerfinger
in eine Ausnehmung 80 einlegt, welche auf dem Umfang der Nabe 69 (siehe Figur 4)
vorgesehen ist. Ein Zentrierfinger kann in eine Aufweitung der Basis der Welle 58
eingreifen. Unter der mittleren Fläche 16 ist in der Zurücksetzung 56 der Plattine
55 eine untere bewegliche Fläche oder ein Deckel 57 (siehe Figur 18) angeordnet.
Der Deckel 5 wird von einem Arm 81 aus elastischem Material derart getragen,
daß
er gegen die mittlere Platte 16 gepreßt wird. Der Arm 81 ist in Querrichtung an
einer Plattine 82, welche ihrerseits um eine zur Achse der Plattine 55 verbundene
Achse drehbar ist, um sich selbst drehbar. Die Plattine 82 ist mit einem Mitnehmer
83 versehen, der während der Rotation der Nabe 58 durch das kugellager 62 angetrieben
ist, derart, daß eine wechselweise Rotation erzwungen wird bezüglich der Anordnung
80, 81,in der Weise, daß der Deckel 57 in eine Schließlage zur Perforation 54 gelangt
und der deren Füllung haltende Verschluß durch eine entgegengesetzte, gerichtete
Bewegung des oben liegenden Deckels 72 aufgehoben wird.
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Die Funktion des Apparates gemäß der Erfindung ist folgende: Der Eimer
ist vorher mit einem pulverförmigen, abzugebenden und zu dosierenden Material gefüllt.
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Die untere Nabe 59 ist durch den mit ihrer Ausnehmung 80 zusammenarbeitenden
Mitnehmerfinger rotierend angetrieben, wobei der Mitnehmerfinger 61 diese Bewegung
von der oberen Nabe 60 überträgt Der durch die Nabe getragene Zapfen 78 bewegt den
Gleitschuh 73 in Richtung der Perforation 54.
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Durch diese Bewegung des Gleitschuhes 73 wird ein Volumen des pulverförmigen
Materials auf die Perforation 54 gebracht, wobei das freie Ende 76 des Gleitschuhes
73 auf der mittleren Fläche 16 kratzt und dadurch den Transport eines Mindestvolumens
des Produktes unabhängig davon, ob der Eimer voll oder nahezu leer ist, gewährleistet.
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Aufgrund der Abwinkelung des Gleitschuhes 73 sammelt sich unter ihm
Material an, wobei das Volumen dieses Materials ausschlaggebend ist, für die Tendenz
zum Anheben des elastischen Gleitschuhes in einer ansteigenden Bahn, in der Weise,
daß sein teies Ende 76 durch das Volumen des Materiales angehoben wird. Nach einer
solchen Bewegung werden die Arme 70 angetrieben und bewirken ein Umrühren des Produktes
während der Deckel 72 durch die Druckarme 71 angedrückt, entsprechend der gleichen
Bewegung sich quer zur Perforation 54 bewegt, wodurch diese eine Mittelposition
zwischen dem Gleitschuh 73 und dem Deckel 72 einnimmt. Von dieser Bewegung abhängig
ist der untere Deckel 57
gegen die Perforation 54 gedrückt, welche
dadurch verschlossen ist.
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Nun wird die Nabe 60 im entgegengesetzten Sinn angetrieben, welche
ihrerseits den Deckel 72 gegen den auf der Perforation 54 befestigten Gleitschuh
73 bewegt, wo er ein Volumen des pulverförmigen Materials hält, so daß eine Überfüllung
zwischen dem Gleitschuh 73 und dem Deckel 72 bewirkt wird, was für eine ständige
Zufuhr einer kompakten Menge des pulverförmigen Materials zur Perforation 54 wesentlich
ist, wo sie solange der Deckel 72 unter dem Gleitschuh 73 liegt gehalten wird, bis
der Zapfen 79 am Arm 75, welcher den Gleitschuh 73 trägt, in Anschlag kommt und
diesen nach hinten verschiebt.
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Die Anordnung des Zapfens 79 in Bezug auf das Ende des Deckels 72
ist vorzugsweise so getroffen, daß er kein Zurückspringen des Gleitschuhes 73 bewirken
kann, solange der Deckel 72 die Perforation 54 überdeckt und eine Verdichtung des
pulverförmigen Materials in dieser Perforation bewirkt.
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Am Ende dieser Bewegung beaufschlagt das in der Umfangskontur der
Nabe 59 befestigte Kugellager den Mitnehmer 83 der Plattine 82 im Sinne einer Rotation
um seine Achse, welche ihrerseits den unteren Deckel 57 in eine seitwärts zur Perforation
54 gerichte Drehbewegung versetzt, entsprechend einer dem oberen Deckel 72 unter
dem Gleitschuh 73 entgegengesetzt gerichteten Bewegung. Die entgegengesetzt gerichteten
Relativbewegungen des Deckels 72 und des Deckels 5'i ergeben den Vorteil, einerseits
einer Absteiferwirkung ober- und unterhalb der Perforation 54, wodurch ständig ein
guter Abzug des pulverförmigen Produktes und durch den im Verlauf der Bewegung -des
einem oder anderen der Deckel 57 und 72 eine Anhäufung des pulverförmigen Materials
am einen oder anderen Rand der Perforation 54 verhindert wird, was einen perfekten
Abzug und eine konstantregulierte Dosierung des pulverförmigen Materials sicherstellt.
Um zu verhinderg, daß der durch den Deckel 72 auf das in der Perforation 54 enthaltende
pulverförmige Material ausgeübte Druck den unteren Deckel 57 zur Seite drückt, arbeitet
der untere Deckel 57 in einer zur Perforation 54 deckuugsgleichen Lage mit einem
Riegel 84 zusainen.
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Nach der beschriebenen Entnahme einer Dos ermenge des pulverförmigen
Materials
werden die Naben 59 und 60 im entgegengese zten Sinn angetrieben, so daß die Perforation
54 durch den Deckel 57 verschlossen und der Gleitschuh 72 angetrieben wird.
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Gemäß einer bevorzugten Verwirklichungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wie sie in den Figuren 19 und 20 dargestellt ist, ist der den Gleitschuh
73 tragende Arm 75 elastisch und um 900 abgewinkelt. Ausserdem trägt sein auf den
Gleitschuh 73 wirkendes Ende einen Zapfen 85, so daß die dem Arm 75 verliehene Faltung
den Gleitschuh 73 sehr stark auf das Blech oder die mittlere Wand 16 drückt um einerseits
eine Kratzerwirkung zu erreichen und andererseits eine Verdichtung des pulverförmigen
Materials in der Perforation 54 sicherzustellen. Der obere Deckel 72 ist in der
Nähe seines vorderen, den Gleitschuh 73 unterlaufenden Endes und mit einem Abstand
zu diesem mit einem quergerichteteg, stufenförmigen Anstieg 86 versehen, welcher
aus einem aufgeschweißten Metalldrahtabschnitt bestehen kann und welcher eine bessere
Kompression des pulverförmigen Materials in der Ausnehmung 54 unter dem Gleitschuh
73 bewirkt, wobei der stufenförmige Anstieg 86 gleichzeitig ein Abstreifen des an
der Unterseite des Gleitschuhes 73 eventuell festgebackenen pulverförmigen Materials
bewirkt, während das vordere Ende des Deckels 73 ein Herunterfallen des pulverförmigen
Materials unter den Deckel 72 in die Perforation 54 gewährleistet. Der Deckel 72
ist vorzugsweise aus einem dünnen Blech gebildet und mit einer Endabwinkelung in
der Größenordaung von 2 ° bis 10 ° versehen. Um weiterhin eine gute Kompression
des pulverförmigen Materials und einen guten Abzug desselben zu gewährleisten, ist
der obere, aus einem dünnen Blech hergestellte und vor seiner Montage gebogene Deckel
(siehe Figur 6b) durch den Druck des Tragarmes, welcher einen leichten Druck auf
die beiden Enden des Deckels 72 bewirkt, gegen die mittlere Fläche angedrückt, wobei
dieser Druck ein Anbacken des pulverförmigen Materials verhindert und ein besseres
Abkratzen des in der Perforation komprimierten pulverförmigen Materials bewirkt.
Zu diesem Zweck und hauptsächlich um einen besseren Abzug des in der Perforation
komprimierten Materials zu bewirken, ist der obere Deckel 72 mit einer Ausstoßvorrichtung
oder einer Ausbiegung 88 versehen, welche
durch eine zur Bewegungsrichtung
des Deckels 72 entgegengesetzt gerichtete Ausbiegung in seinem hinteren Endbereich
gebildet sein kann und die in die Perforation 54 eintaucht und das komprimierte
pulverförmige Material ausstößt.
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In den Figuren 21, 22 und'23 ist eine gegenüber den weiter oben beschriebenen,
in den Figuren 15 bis 20 dargestellten Ausflihrungsformen verbesserte Busführungsform
des Apparates zum Abziehen und Dosieren eines pulverförmigen Materials dargestellt.
Bei dieser Verwirklichungsform ermöglicht die Welle 58, wie weiter oben beschrieben,
eine wechselweise Bewegung. Im Kopfbereich der Welle 58 ist auf diese eine obere
Nabe 91 aufgekeilt und auf einer Büchse drehbar gelagert, wobei die Büchse vorzugsweise
aus ölimprägnierten Sintermaterial besteht. Eine vertikal gerichtete, mit der Nabe
91 verbundene Kappe 92 und ein erster Drucken 71 an dem der Deckel 72 befestigt
ist, arbeiten mit dem vor springenden gopf des Schraubenbolzens 93 zusammen, welcher
an der unteren Nabe 94 der den Gleitschuh tragenden Druckarm hält, um die Bewegung
der oberen Nabe auf die untere Nabe zu übertragen und den genannten Gleitschuh 73
in Vorwärtsrichtung bzw. gleitend zur Öffnung der Perforat, on anzutreiben. Wie
weiter oben beschrieben, ist der den Gleitschuh tragende Arm mit einem auf der mittleren
Fläche schleifenden Kontaktstift 85 versehen, welcher mit einer bestimmten Belastung
eine Ebene des Deckels 72 beaufschlagt, wodurch der Gleitschuh 73 verschoben wird
und so die guteQualitätder Verdichtung des pulverförmigen Materials in der Öffnung
der mittleren Fläche steuert.
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Die Kratzerarme sind durch einen Schraubenbolzen direkt an der oberen
Rabe befestigt. Der mit der unter der mittleren Fläche drehbaren Plattine 83 verbundene
Mitnehmer 83 ist unterhalb der unteren Plattine zwischen zwei Beilagscheiben aus
Sintermetall angelenkt. Seine Kontur ist so ausgelegt, daß das kugellager 62 nicht
mehr schwingen kann, als den Betrag des den unteren Decke 57 notwendigen Verstellweges.
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Ferner ist der Mitnehmer 83 mit zwei Anschlägen 95 versehen, welche
mit der Motorwelle bei Jedem Ende einer Schwingbewegung in Anschlag kommen, 8o daß
es unmöglich ist, daß die beiden
Deckel während eines Arbeitsspieles
gleichzeitig aus dem Bereich der Perforation der mittleren Fläche verschoben werden.
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Gemäß einer anderen Verwirklichungsform, wie sie in den Figuren 24
bis 26 dargestellt und zum Dosieren und Abziehen granulatförmiger Materialien bestimmt
ist, umfaßt der Abzugsapparat eine mittlere Fläche 15 und eine obere Fläche oder
einen Deckel 96, welcher von einem mit einer frei drehbar auf einer Welle 58 angeordneten
Nabe 69 verbundenen elastischem Tragarm 97 getragen ist, wobei die Vorwärts-Rückwärtsrotationsbewegung
durch einen Zapfen 98 bewirkt wird, welcher durch die untere Nabe 59 gesteuert ist.
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Eine an der oberen Nabe 60 und am Arm 97 befestigte Spiralfeder 99
beaufschlagt den Deckel 96 beim Verschliessen der Oberseite der Öffnung 54, bis
zur Festlegung des Druckarmes 97 gegen einen mit der mittleren Fläche 16 verbundenen
Anschlag 1oc,. Der obere Deckel 86 besteht aus einem Metallteil, vorzugsweise kreisrunder
Form 96b, welches a der mittleren Fläche schleift und mit einem überkragenden Schirm
96c aus einem biegsamen Material versehen ist, wobei der Schirm 96 c durch eine
oben liegende Metallplatte 96d gehalten ist. Vorzugsweise ist die Verbindung zwischen
den Teilen 96b und 96 d durch ein mit einer Verdickung versehenes Niet gebildet
ein seitliches Verschieben der Teile untereinander zu vermeiden.
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Die Schirmfläche 96c ist durch Auflegen einer Platte aus weichem Material,
beispielsweise Kautschuk und Auflegen der oberen Platte 96d , welche aufgeklebt
sein kann, gebildet und befindet sich oberhalb des Teiles 96 c, welches die Schirmfläche
96c überragt, in der Weise, daß sie diese nach einer Seite abweist, falls sich im
Bereich der Überdeckung des Deckels 96 mit der Perforation Granulatteile gegenseitig
verspreizen und dadurch die Bewegung des Deckels blockieren.
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Unter der mittleren Fläche ist eine Erhöhung ioi befestigt, welche
kreisförmig gestaltet ist und eine zur Perforation der mittleren Fläche deckunssgleiche
Ausnehmung gleichen Durchmessers aufweist. Unter der Erhöhung der mittleren Platte
ist eine untere Fläche oder ein Verschlußteil 102 angeordnet, welches durch einen
elastischen
lii getragen und durch einen Mitnehmer im Verhiltnis
r unteren Nabe angetrieben ist, gemäß der Verwicklichungsform, wie sie vorher beschrieben
worden ist. Abmessung Und Form der Erhöhung 101 sind eo ausgelegt, daß das Verschlußteil
im Verlauf seiner Bewegung deckungsgleich unter diese erhöhung gelangt, welche mit
einem Riegel, gemäß der in der vorausgehenden VErwicklichungsform beschriebenen
Art aus gereitet sein kann. Die obere Nabe ist mit radialen, winkelversetzten Armen
versehen, welche eine Zufwirung des Produktes sur Perforation bewirken.
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Die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Apparates ist folgende: Die
wie vorstehend beschriebenen hin und hergehend angetriebene Nabe treibt durch Vermittlung
der Feder 93 den Deckel 96 an, wobei die Feder 93 den Deckel 96 gegen die mittlere
Fläche anpreßt, um die Perforation zu verschliessen und dabei gleichzeitig die über
diese herausragenden Granulatkörper beiseite zu räumen, bis der Druckarm des Deckels
96 gegen den Anschlag loo läuft, welcher an der mittleren Fläche befestigt ist,
und die -Bewegung des Deckels 96 beendet. Der untere Deckel 102 ist inzwischen angetrieben
und öffnet die Perforation derart, daß die abgemessene Granulatmenge durch Schwerkraftwirkung
nach unten herausfällt. Für den Fall, daß es im Bewegungsablauf des Deckels 96 zu
einer Zusammenballung von Granulatkörpern durch gegenseitiges Verspreizen zwischen
der unteren Fläche des Deckels und der Fläche der Perforation kommt, verhindert
der Sehirmvorsprung 96c in bestimmungsgemäßer Wirkung ein Abheben des Deckels 96
von der mittleren Fläche 16. Dabei entspricht die Länge des aus weichem Material
gebildeten echirmartigen Vorsprunges 96c im wesentlichen dem Durchmesser der Perforation
und bewirkt ein; Hineinfallen, der die obere Ebene der Öffnung der Perforation überragenden
Granulatkörner in die Öffnung der Perforation während der untere Deckel geöffnet
wird und während die Feder 99 den oberen Deckel 96 auf die Oberfläche der Perforation
drückt, eo daß die Perforation zunächst vom schirmartigen Vorsprung 96¢ und nach
Öffnen des unteren Deckels auch von dem auf der mittleren Fläche gleitenden Teil
96 b des oberen Deckels übergriffen iet. Nach dem Öffnen des unteren Deckels 102
bewirkt
der Zapfen 98 ein Zurücklaufen des darmes 97 und somit die Einleitung eines neuen
Arbeitszyklus.
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In den Figuren 27 bis 33 sind vereinfachte Verwirklichungsforien des
Apparates zum Abziehen und Dosieren von Schüttgütern gesäß der Erfindung dargestellt.
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Die Figuren 27 und 28 zeigen eine Schnittdarstellung und eine Draufsicht
auf eine Vorrichtung, in der drei übereinander angeordnete Platten, eine obere Platte
1o3, eine mittlere Platte 1o4 und eine untere Platte 105 kreisrund sind. Die mittlere
Platte 104 ist vermittels Schraubenbolzen zwischen Flanschen unbeweglich festgelegt.
Die Platten 1o3 und 104 weisen kleinere Durchmesser als die Platte 1o4 auf und greifen
in Ausnehmungen der Flansche des Gehäuses frei drehbar ein, wobei die Ausnehmungen
so gestaltet sind, daß die Platten 1o3 und loS zwar in Bezug auf die Platte 104
frei drehbar sind, eine Verstellbewegung nach oben oder unten gegenüber der Platte
104 jedoch verhindert ist. Die drei Platten 103 bis 105 sind zusammen mit einer
zweiteiligen Nabe 106 und 107 auf einer geometrischen Achse montiert, wobei die
beiden Nabenteile über einen Schraubenbolzen miteinander verbunden sind. Zwei Steckstifte
108 durchsetzen die Platten 103 bis 105 und die beiden Teile 1o6 und 107 der Nabe.
Die Steckstifte 1o8 durchsetzen die Öffnungen 109 in der Platte 103 )(siehe Figur
28) und verbinden diese mit der Nabe. Die Steckstifte 1o8 durchsetzen ferner Schlitzöffnungen
llo und 111 in den Platten 104 und 105, wobei die Länge der Schlitzöffnungen eine
Steuerung des Bewegungsweges der Platte 103 in Bezug auf die Platte 1o4 und der
Platte 1o3 in Bezug auf die Platte 105 ermöglicht. An ihrem unteren Teil kann die
Nabe einen Steuerarm 112 aufnehmen, welcher an eine Platte angeschweißt ist, die
über einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schraubenbolzen an der Nabe 1c7
befestigt ist. Der Steuerarm kann über ein in der Zeichnung nicht dargestelltes
System entweder von Hand oder mittels Motorkraft betätigt werden.
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Die Steuerung kann aber auch durch einen Steuerarm erfolgen, welcher
nach oben weisend mit dem oberen Teil 106 der Nabe verbunden ist und das im Behälter
vorhandene Material durchsetzt.
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Der Apparat ist von der Art, die drei konzentrische Öffnungen 113
in jeder der Platten 103 bis 105 umfaßt. Die Länge des Kreisbogenabstandes der Öffnungen
zueinander beträgt jeweils
das Vierfache ihres größten Durchmessers,
tatsächlich des Durch messers einer Öffnung in der Platte 105. Die langgestreckte
Schlitzöffnung der Platte 104 ist derart begrennt, daß eie'ein Stoßanschlag ermöglicht,
zu dem Zweck, anbackendes Material abzuschütteln. Die längliche Schlitzöffnung lii
in der Platte 105 weist eine Bogenlänge auf, welche eine Verstellbewegung der Platte
105 in Bezug auf die Platte 103 um einen Winkelbetrag ermöglicht, welcher die Überdeckung
einer Öffnung in der Platte 1c3 durch eine Öffnung in der Platte 105 ermöglicht.
Die Draufsicht (Figut 7) zeigt die zusammengeförmigen Stellungen der Öffnungen der
Platten und der Längsschlitze ineinander. Eine Hin- oder Herbewegung bis sum Anschlag
des Handgriffes 17 setzt den Apparat in Betrieb, gemäß dem vorstehend beschriebenem
Verfahren.
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Die Figur 29 zeigt eine andere Verwirklichungsform der Vorrichtung,
welche zwei Öffnungen besitzt, mit der Besonderheit, daß die untere Platte 105 keine
Öffnung aufweist, da die geradlinigen Bewegungen der Platten ein Entleeren des Inhaltes
der Öffnung 113 der mittleren Platte 104 durch ein Verstellen der' Platte 105 bis
zu ihrem Endanschlag ermöglicht.
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Wie bei der vorausgehenden Verwirklichungstorm sind die Platten zwischen
zwei Flanschen montiert und ist die mittlere Platte mittels in der Zeichnung nicht
dargestellter Schraubenbolzen befestigt. Ausserdem ist die ganze Anordnung durch
Vor mittlung von Schraubenbolzen unterhalb eines Vorratsbehälters montiert. Die
obere Platte umfaßt einen Steuerarm 112, welcher eine Längsschlitzausnehmung 114
in der Platte 105 durchsetzt.
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Diese Längsschlitzausnehmung ermöglicht eine Verstellung der Platte
105 in Bezug auf die Platte 103 um einen den Durchmesser der Perforation der Platte
104 entsprechenden Betrag. Wie auch bei der vorhergehenden Verwirklichungsform bewirkt
eine manuelle oder durch Motorkraft bewirkte Hin- oder Hervestellung einen Betrieb
des Apparates gemäß dz weiter oben beschriebenen Verfahren.
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Die Figuren 30 und 31 zeigen eine weitere Verwicklichungsform der
Vorrichtung. Eier sind die drei Platten jeweils mit einer Perforationsöffnung versehen
und kontinuierlich, jedoch iqensinnig
rotierend angetrieben, jeweils
die eine in Bezug auf die andere Platte um eine gemeinsame geometrische Achee.
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Die Platte 104 ist dabei, wie auch bei den vorausgehend beschriebenen
Ausführungsformen über Schraubenbolzen unbeweglich zwischen Flanschen festgelegt.
Die obere Platte 103 ist vermittels einer auf einer Achse 115 laufenden Nabe kontinuierlich
rotierend angetrieben, wobei die Nabe 103 über ein Zahnrad 116 durch einen in der
Zeichnung nicht näher dargestellten Motor angetrieben wird. Die untere Platte 105
steht durch Vermittlung der Welle 117, welche mit einem Zahnrad 118 verbunden ist,
in Antrieboverbindung mit einem bekannten, nicht dargestellten Antriebssystem, deren,
daß sie mit der doppelten Geschwindigkeit wie die Platte 108 jedoch im gleichen
Sinne angetrieben wird.
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Die Figur 31b zeigt in geotrichejter Diagrammdarstellung in Abhängigkeit
von der Zeit die Perioden, während der eine tilweise oder vollständige Überdeckung
zwischen den Öffnungen 113 b wid 113 c der Platten 104 und 103 vorliegt, wie des
aus der oberen Li linie ersichtlich ist und die Perioden in denen eine teilweise
oder vollständige Überdeckung zwischen den Öffnungen 113 b und 117 der Platten 104
und 105 vorliegt, wie dies aus der unteren Linie ersichtlich ist.
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Wie aus diencm einfachen Beispiel erkennbar, daß Jedes Loch in einem
Sektor v-on 60° deckungsgleich oder teilweise deckungsgleich zur Öffnung 113 ist,
wobei beispielsweise die Öffnung 113 c in 113 zur Öffnung 113 b versetzt ist.
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Die Vorrichtung arbeitet daher wie eine wirkliche Schluse im Hinblick
auf das eingangs beschriebene Verfahren.
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Die Figuren 32 und 33 zeigen eine Schnittdarstellung und eine Unteransicht
einer weiteren Verwirklichungefom.
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In diesem Beispiel umfaßt die Vorrichtung zwei Löcher in den Platten
1e3 und 104. Die untere Platte 105 ist ein Verschlußglied in Form eines Schwinghebels,
dessen Vorsprung 119 mit der Exzenterachse 120 zusammenarbeitet, welche ihrerseits
en der Antriebswelle 121, welche eine kontinuierliche Rotation der oberen Platte
103 bewirkt, befestigt
iet. -Wie erkennbar, wird das Verschlußglied
105 bei jeder Umdrehung durch die Wirkung des Exzenters 120 auf den Vorsprung 119
verstellt, bevor es durch die Rückzugsfeder wiederum in seine Schließlage gezogen
wird. Es kann gleichfalls erkannt werden, daß gemäß einer ferneren Verwirklichungsform
der Erfindung, wie sie in den Figuren 32 und 33 dargestellt ist, die Antriebswelle
121 zwei Exzenterachsen trägt, welche einander gegenüberliegend argeordnet sind
und die bei jeder Umdrehung der Antriebswelle mit dem Vorsprung 119 des das Verschlußglied
bildenden Schwinghebels zusammenarbeiten, so daß bei jeder Umdrehung der Platte
105 aufeinanderfolgend zwei dosierte Mengen des Materials aufeinanderfolgend abgegeben
werden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfidungsgemäßen, beschriebenen
Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrene sind besonders zur Verteilung und
Dosierung haupt sächlich von pulverförmigen Farbpigmenten geeignet, sie können Jedoch
auch Anpassungen und Abänderungen für die Anwendung auf anderen vergleichbaren Gebieten
der Technik erfahren, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlasnen
werden würde.