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DE2707675A1 - Arzneimittel zur aufloesung bzw. teilweisen aufloesung von gallensteinen - Google Patents

Arzneimittel zur aufloesung bzw. teilweisen aufloesung von gallensteinen

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Publication number
DE2707675A1
DE2707675A1 DE19772707675 DE2707675A DE2707675A1 DE 2707675 A1 DE2707675 A1 DE 2707675A1 DE 19772707675 DE19772707675 DE 19772707675 DE 2707675 A DE2707675 A DE 2707675A DE 2707675 A1 DE2707675 A1 DE 2707675A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ivy
oil
extract
active ingredient
gallstones
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19772707675
Other languages
English (en)
Inventor
Ralf Dieter Dr Rer Nat Aye
Walter Evers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pharmazeutische Fabrik Evers and Co
Original Assignee
Pharmazeutische Fabrik Evers and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pharmazeutische Fabrik Evers and Co filed Critical Pharmazeutische Fabrik Evers and Co
Priority to DE19772707675 priority Critical patent/DE2707675A1/de
Priority to JP1897678A priority patent/JPS53104718A/ja
Publication of DE2707675A1 publication Critical patent/DE2707675A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/25Araliaceae (Ginseng family), e.g. ivy, aralia, schefflera or tetrapanax
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/63Oleaceae (Olive family), e.g. jasmine, lilac or ash tree
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P1/00Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system
    • A61P1/16Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system for liver or gallbladder disorders, e.g. hepatoprotective agents, cholagogues, litholytics

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Description

  • ArzneimiLtel zur Auflösung hzw. teilweisen Auflösung von Gallensteinen
  • Pharmazeutische Fabrik Evers & Co., 2080 Pinneberg Aufgabe der Erfindung ist es, ein Arzneimittel zur Auflösung bzw. teilweisen Auflösung von Gallensteinen zur Verfügung zu stellen.
  • Den heutigen therapeutischen und toxikologischen Aspekten gerecht werdende Arzneimittel zur Auflösung b. teil.reisen Auflösung von Gallensteinen sind noch nicht bekannt geworden, so daß durch die vorliegende Erfindung eine wichtige therapeutische Lücke geschlossen wird.
  • Gegenstand der Rcfindung ist ein Arzneimittel zur Auflösung bzw. teilweisen Auflösung von Gallensteinen, dadurch gekennzeichnet, daß es als therapeutischen Wirkstoff Pflanzenauszüge aus Efeu und dio in Arzneimitteln üblichen Hilfs- und Trägerstoffe enthält.
  • Eine bevorzugte Ausfu1irtingsforn1 des Arzneimitteln dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff in einem pharmazeutisch oder lebensmitteltechnisch gebräuchlichen Öl gelöst oder suspendiert vorliegt.
  • In der bevorzugtesten Ausführungsform des Arzneimittels der Erfindung besitzt der im pharnnzeutisch oder lebensmitteltechnisch gebräuchlichen Öl gelöste Wirkstoff das in Fig. 1 dargestellte Dünnschichtchromatogramm, Gegenatand der Erfindung ist auch ein Verfahren zum Herstellen des Wirkstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß Efeu mit einem organischen Lösungsmittel mit oder ohne Wasseranteil extrahiert wird.
  • Eine bevorzugte Austührungsform des Verfahrcns ist dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff aus dem Extrakt in ein pharmazeutisch oder lebensmiteltechnisch gebräuchliches Öl überführt wird.
  • Eine spezielle Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß als Extraktionsmittel Methylenchlorid, Chloroform, Diäthyläther, Aceton, Isopropanol, Äthanol, Methanol oder andere organische Lösungsmittel vergleichbarer Polarität in Anwesenheit von 0 bis 50 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gewicht des organischen Lösungsmittels, eingesetzt wird.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der beim Extrahieren des ESeus gewonnene Extrakt zur Trockne, gegebenenfalls unter vermindertem Druck, eingeengt; wird und der lösliche Anteil des erhaltenen Rückstandes in einem pharmazeutisch oder lebensmitt elt echni soh gebräuchlichen Öl aufgenommen wird.
  • Kalte wässerige Aufgüsse von etwa einem halben TeelUffel Efeublätter auf eine Tasse Wasser sind zur Verwendung bei chronischen Katarrhen der Respirationsorgene und der Schleimhäute des Kopfes schon empfohlen worden0 Es sind andere Arzneiformen bekannt, die einen Extrakt aus Efeublättern enthalten und die gegen Erkrankungen der Atemwege Verwendung finden. Äußerlich werden auch Abkochungen von frischen Blättern oder Blattpulver bei Geschwüren, Brandwunden, Kopfgrind und Pratze verwendet. Wie spezielle Untersuchungen gezeigt haben, sind diese bekannten Zubereitungen, die Inhaltsstoffe der Efeublätter enthalten, jedoch bei ihrer Verabreichung nicht geeignet, Gallensteinleiden zu verhindern oder zu lindern oder Gallensteine aufzulösen. Nach unseren Untersuchungen sind derartige Zubereitungen praktisch frei von solchen Inhaltsstoffen der Efeublätter, die fttr diesen Zweck geeignet sein könnten.
  • Trotz dieser negativen Feststellungen ist es uns gelungen, ein Verfahren aufzufinden, um aus Efeublättern einen Extrakt zu isolieren und in einem Trägerstoff aufzunehmen, um die Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu lösen.
  • Zur Herstellung des Extraktes nach der vorliegenden Erfindung werden bevorzugt getrocknete Efeublätter verwendet. Die grob pulverisierten Efeublätter werden mit speziellen Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittelgemischen extrahiert.
  • lis Extraktionsmittel habon sich Äthylalkohol-Wassergemische als brauchbar erwiesen, z.B. mit 20 bis 80 Volumen-% Äthylalkohol. bevorzugt wird 60 volumen-%iger Äthylalkohol verwendet.
  • Das Verhältnis von getrockneten Efeublättern zum Lösungsmittel bei der Extraktion kann in weiten Grenzen variiert werden. Ans praktischen Gründen arbeitet man mit der fünf- bis zwanzigfachen Gewichtsmenge an Lösungsmittel-bzw. Lösungsmittelgemisch. Bevorzugt wird hierbei die Verwendung der achtbis zwölffachen Gewichtsmenge Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch, bezogen auf das Gewicht der zu extrahierenden trockenen Efeublätter. Die -traktion kann bei Temperaturen zwischen etwa 100 C bis zum Siedepunkt des Extraktionsmittels erfolgen. Bevorzugt; wird die Extraktion im Temperaturbereich zwischen 20 bis 350 C unter Rühren während mehrerer Tage duIohgeführt.
  • Der erhaltene Extrakt wird durch vorsichtiges Abdampfen, vorzugsweise im Vakann, vom Extraktionsmittel befreit. Nach dem Erkalten wird der erhaltene, dunkelgrün bis schwarze Rückstand bei Temperaturen deutlich unter 300 C pulverisiert, da bei Temperaturen ab etwa 300 C der Extrakt in einen harzförmigen, hochviskosen Zustand übergeht.
  • Der so erhaltene Extrakt wird mit der zwei- bis fünffachen Menge eines pharmakologisch unbedenklichen Öles versetzt und etwa 3 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur verrührt. Danach wird durch Filtrieren, Absitzenlassen oder Zentrifugieren der Festanteil von der öligen Zubereitung abgetrennt.
  • 115 pharmakologisch unbedenkliche Öle können alle Öle Verwendung finden, die als Lebensmittel oder Speiseöle üblich sind. Bevorzugt unter diesen werden Olivenöl und Erdnußöl.
  • Als Beispiels für brauchbare Öle werden Ruböl, Buchsokernöl Maisöl, Baumwollsatöl, Leinöl, Mohnöl, Nußöl, Sojaöl, Hanföl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Maiskeimöl und Kaluenöl genannt.
  • Die ölige Lösung des Efeuertraktes kann direkt oral verabreicht werden. Die ölige Lösung des Efeuxtraktes kann aber auch in Kapseln eingefüllt werden.
  • Die Dosierung wird vom Arzt unter Berücksichtigung des Körperzustandes, des Gewichts und des Erkrankungsgrades festgelegt, wobei eine Tagesdosis von etwa 600 mg bis 1500 mg üblich iet, wobei die Dosierung über den Tag mit mehreren Einzeldosen von 50 bis 500 mg unterteilt werden kann.
  • Die Herstellung der pharmazeutischen, Efeuoxtrakt enthaltenden Zubereitung wird durch die folgenden Beispiele verdeutlioht: Beispiel 1 Die Herstellung des Extraktes geschah durch Extraktion von grob pilverisierten, getrockneten Efeublättern (Hera Hederae) mit 60%igem Äthanol und Abtrennung des öligon Extraktes von dem Gesamtextrakt. Durch mehrmalige Extraktion und Reinigung wurde aus 9 kg Droge 30 g öliger Extrakt erhalten. 0,7 g öliger Extrakt wurde danach in 100 g Olivenöl gelöst.
  • Beispiel 2 50 g grob pulverisierte, getrocknete Efeublätter werden in 500 ml Äthanol 60 gew.%-ig (Wasser 40 Gew.-0 14 Tage bei 250 C mazeriert. Das Lösungsmittelgemisch wird abgegossen. Der extrahierte Blattrückstand wird abgepreßt und die Flüssigkeit mit dem zuvor erhaltenen Lösungsmittelgemisch vereinigt.
  • Nach dem Eindampfen im Vakuum wird etwa 10 g Trockenrückstand erhalten, der unterhalb 250 C gut pulverisierbar ist,jedoch boim Erwärmen auf 30°C klumpige harzige Beschaffenheit annimmt. nach Zugabe von 25 g Ölivenöl zu dem pulverisierten Rückstand wird der Ansatz 12 Stunden durchgerührt. Durch Absitzenlasscn wird der Ansatz in ein mittelgrünes Öl und den in Öl nicht löslichen schwarz-dunkelgrünen Rückstand getrennt. Eine Auswertung ergibt, daß nur ein Anteil des Trockenextraktes gelöst in die Ölphase gegangen ist.
  • Beispiel 3 50 g grob pulverisiertee, getrocknete Efeublätter werden mit 500 ml Methylenchlorid 10 Stunden unter Rückfluß extrahiert. Nach dem Dekantioren der Extraktlösung wird der Blätterrtickstand abgepreßt und mit der zuvor durch Dekantieren gewonnenen Extraktlösung vereinigt. Der Extrakt wird im Vakuum durch Abdestillieron vom Methylenchlorid befreit. Es wird 0,6 e eines dunkelgrünen, ziemlich festen, öligen Rückstandes erhalten. Nach Zugabe von 25 g Olivenöl zu dem Rückstand und Durchrühren des Ansatzes bei 350 C löst sich der Rückstand vollständig zu einem grünen Öl auf.
  • Beispiel 4 50 g grob pulverisierte, getrocknete Efeublätter werden bei 20 bis 250 C mit 400 ml Diäthyläther 14 Tage mazeriert. Nach dem Dekantieren der Extraktlösung wird der Blätterrückstand abgepreßt und mit der zuvor durch Dekantieren gewonnenen Extraktlösung vereinigt. Nach dem Abdampfen des Diäthyläthers im Vakuum werden 0,6 g eines dunkelgrünen, ziemlich festen, öligen Rückstandes erhalten. Nach Zugabe von 25 g Olivenöl ist eine Benetzung erst nach Erwärmen auf 30 - 400 C möglich. Durch Rühren und Halten bei 350 C wird in 2 Stunden eine fast vollkommene Auflösung des Rückstandes zu einem grunen Öl erreicht. Durch Dekantieren wird das grüne Öl vom Rückstand getrennt.
  • Das nach Beispiel 2 erhaltene Öl wurde zur Feststellung der akuton oralen Toxizität an der Ratte und zur Prüfung der pharmakologischen Wirkung als Gallenstein auflösendes Pharmakon am Kaninchen geprüft.
  • Untersuchungedruchführung zur Feststellung der akuten oralen Toxizität: Junge, erwachsene, von Sprague-Dawley herstammende Ratten in der Gewichtsklasse von 200 bis 230 e wurden verwendet.
  • Die Tiere wurden in Gruppen von 2 (zum Herausfinden der Dosierungsrate) oder 5 (Haupt-Test) in aufgehängten Käfigen untergebracht, in einem thermostatisch kontrollierten Raum (210 C + 10 C); relative I£ittfeuchtigkeit (50 - 702; unter kontrollierten Lichtverhältnissen.
  • Oxold Zucht-Diät, geliefert von Herbert C Styles (Bewdley) Limited, und Leitungswasser war ad libitum verfügbar.
  • Muster Zubereitung Das Testmaterial wurde in der gelieferten Form verabreicht.
  • Dosierungshöhen Dosen von 1,0, 15 und 30 mlX wurden in der Studie zum Herausfinden der Dosierungsrate verabreicht, gefolgt von einer weiteren Gruppe, behandelt mit 30 ml/kg.
  • Methode Die Tiere wurden in Gruppen von 2 (zum Herausfinden der Dosierungsrate) oder 5 (Haupt-Test) gewogen nach einem Fasten über Nacht, und das Durchschnittskörpergewicht wurde dazu benutzt, um das verabreichte Volumen zu errechnen.
  • Das Testmaterial wurdc als einzelne perorale Injektion unter Verwendung eines Metall-Magenrohre verabreicht.
  • Die Tiere wurden mit stündlichen Zeitabständen während der ersten 8 Stunden nach der Behandlung beobachtet und dann einmal täglich während der folgenden 14 Tage.
  • Beobachtungen Während der 14-tägigen Beochachtungsperiode wurden keine offenbaren Zeichen von Toxizität festgestellt.
    Dosierungs- Anzahl der Durchschn. Dosiertes Überlebende am Tag:
    höhe Tiere Körpergew. Volmen 1 2 3 4 5 6 7-14
    (ml/kg) Geschlecht (g) (ml)
    (zum Heraus-
    finden d.Do-
    sierungsrate)
    30 2 männl. 200 6,0 2 2 2 2 2 2 2
    2 weibl. 210 6,3 2 2 2 2 2 2 2
    15 2 männl. 200 3,0 2 2 2 2 2 2 2
    2 weibl. 200 3,0 2 2 2 2 2 2 2
    1,0 2 männl. 230 0,23 2 2 2 2 2 2 2
    2 weibl. 210 0,21 2 2 2 2 2 2 2
    (Haupt-Test)
    30 5 männl. 220 6,6 5 5 5 5 5 5 5
    5 weibl. 200 6,0 5 5 5 5 5 5 5
    Schlußfolgerung: Die akute orale LD50-Dosis liegt wahrscheinlich oberhalb von 30 ml/kg.
  • Der Tabellarisierung vn Toxizitäts-Klassen nach Hodge H.C. & Sterner J.H.
  • American Industrial Hygiene Association Quarterly 10; 4, 93, Deosuber 1943 folgend, ist das Muster als relativ harmlos einzustufen.
  • Prüfung der Wirksamkeit der pharmakologischen.Efeuextrakt enthaldenden Zu bercitung als Gallensteinmittel Experimentelles Verfahren Tiere Weiße Neusseland-Kaninchen, weiblich, Gewicht 2,5 - 3,0 kg Gruppenanzahl zwei (1 Test- und 1 Kontroll-Gruppe) Anzahl der Kaninchen pro 4 weibl. Efenextrakt enthaltende Zubereitung der Gruppe und Behandlung Erfindung 2 welbl. Sonnenblumenöl Unterbringung einzeln in Metallkäfigen Fütterung Diät - Bank Hovis MacDougal Pellet-Diät Umgebung Temperatur 170C + 10C Relative Luftsuchtigkeit 55% Hell/Dunkel-Zyklus 14 Stunden hell/10 Stunden dunkel Methode: Unter Verwendung keimfreier chirurgischer Verfahren wurden 4 kleine, vorher gewogene menschliche Gallensteine in die Gallenblasen eines jeden der sechs Kanischen eingepflanzt. Nach Erholung aus der Narkose wurden die Tiere täglich auf irgendwelche Anzeichen von Toxizität oder abnormes Verhalten beobachtet. Äußerliche chirurgische Vebände wurden nach 4 Tagen entfernt. Die Dosierung des Test- und Kontroll-Extraktes begann am 7. Tag. Dosierung beider Produkte erfolgte mittels künstlicher Magensondenernährung über eine Gummi-Kanüle. Jedes Test-Tier erhielt 6 ml des 1 s 100 mit Sonnenblumenöl verdünnten Efeuextraktes nach Beispiel 2 pro Tag; Jedes Kontrolltier bekam 6 ml Sonnenblumenöl pro Tag. Nach 30 Tagen wurden die Tiere getötot und die Callenblasen herausgenommen. Den Gallenblasen wurden die Gallensteine entnommen, diese dann gezählt, getrocknet und gewogen.
  • Kontroll-Produkt 'Sonnenblumenöl'
    Kanischen Nr. Callensteine
    Anfangsgewicht (mg) Endgewicht (mg)
    1 75,3 72,6
    2 84,7 78,0
    Gesamtgewicht 160,0 150,6
    Durchsohnitt 80,0 75,3
    Prozentualer Verlust 5,9%
    Test Produkt Efeuertrakt enthaltend Zubereitung der Erfindung
    Kanischen Nr. Callensteine
    Anfangsgewicht (mg) Endgewicht (mg)
    3 74,7 72,0
    4 63,6 20,1
    5 103,9 90,0
    6 60,0 5,0
    Gesamtgewicht 302,2 187,1
    Durchschnitt 75,5 46,8
    Prozentualre Verlust 38,1%
    Ein überaus bedeutsamer Prozentsatz im Gewichtsverlust wurde bei den in vier Kaninchen einæapflansten menschlichen Gallenoteinen erzielt, die in der Folge 30 Tage lang peroral mit der Efeuertrakt enthaltenden Zubereitung der Erfindung behandelt wurden. Das Anfangs-Gesamtgewicht der sechzehn vorher eingepflanzten Gallensteine betrug 302,2 mg. Das Gesamtgewicht der sechzehn Gallensteine betrug nachher 187,1 mg.
  • Zwei Tiere, die Nr. 4 und 6, hatten die kleinsten eingepflansten Gallensteine. Beide Gallensteingruppen zeigten einen überaus draratischen Verlust in den Gewichten vor uDd nach der Einpflanzung der Gallensteine. Die prozentuale Reduzierung im Gallensteingewicht der Tiere Nr. 4 und Nr. 6 war 68,4% und 91,7%. Die in das Tier Nr. 6 eingepflanzten Gallensteine wurden zu Bruchstücken in 9 kleinste Partikel mit einem Gesamtgewicht von nur 5,0 mg zerteilt.
  • Die Tiere Nr. 3 und 5 der vier Test-Tiere produzierten den geringsten Gewichtsverlust. Die Gewichtsreduzierung bei Nr. 3 betrug 3,6% und bei Nr. 5 war sie 13,4%. Diese Fehlanzeige an bedeutendem Gewichtsverlust von Gallensteinen kann möglicherweise durch die Tatsache erklärt werden, daß die Tiere Nr. 3 und Nr. 5 die größten Gallensteine der 4 Tiere bekamen. Beim Entfernen der Gallensteine wurde beobachtet, daß sie komplett in eine große Masse grünen faserigen Materials verstrickt waren, welches die Gallenblasen völlig blockierte. Deshalb schien es, als ob die Gallensteine von irgendwelchen Sekretionen (Absonderungen, Ausscheidungen) in die Gallenblase mittels dieser umgebenden Materialanhäufung geschützt würden.
  • Wie die bisherigen Angaben und die Beispiele zeigen, erfolgt die Isolierung der Wirkstoffe für die Herstellung von Arzneimitteln gegen Gallensteine aus den Efenblättern in zwei Stufen. In der ersten Stufe werden die Wirkstoffe sowie die Begleitstoffe mit einem geeigneten Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch extrahiert, und durch Abdestillieren der Lösungsmittel wird ein Rohextrakt erhalten. Aus dem Rohextrakt werden dann durch Behandlung mit einem Öl, gegebenenfalls bei leicht erhöhter Temperatur bei 30 - 400 C, die öllöslichen Anteile gewonnen. Die nicht öllöslichen Anteile werden zur Herstellung des Gallensteinmittels verworfen.
  • Dem verwendeten Extraktionsmittel in der ersten Stufe kommt erhebliche Bedeutung zu, wie durch Vergleichsuntersuchungen festgestellt wurde.
  • So wurde z.B. durch Behandlung von 50 g getrockneten Efeublättern mit 500 ml Isopropanol 20%ig durch fünfstündiges Kochen unter Rückfluß, Abpressen und Einengen 13 g dunkelbrauner Extraktionsrückstand, der harzartig aussieht, erhalten. Nach Extraktion über Nacht mit Olivenöl bei 200 C wird ein hellbraunes Öl erhalten, wobei als Bodensatz relativ viel ungelöste Anteile zurückbleiben.
  • DUnnachichtchromatographisohe Untersuchungen auf Knie segel mit einem Laufmittel, bestehend aus 50 Vol-% Äthyläther/50 Vol- Benzin und Auswertung im UV-Licht bei zwei verschiedenen Wellenlängen ergaben folgende Ergebnisses 1. Die Extrakte aus Methylenchlorid und Äther sind qualitativ ziemlich identischs der Extrakt aus Methylenchlorid scheint etas konzentrierter zu sein.
  • 2. Der Extrakt aus Äthanol 60% ist qualitativ schr ähnlich mit etwas weniger Flecken, die aber kräftiger (-konzentrierter) rescheinen.
  • 3. Ein aus Isopropanol 20, gewonnener und entsprechend Beispiel 2 weiter aufgearbeiteter Extrakt ist vollig anders zusammengesetzt. Neben gleich-, artigen Flecken zeigen sich am Start zurückbleibende braune Anteile; es fehlen die gesamten im UV rot erscheinenden Anteile.
  • 4. Ein aus einem Efeublättertrockenextrkkt als Wirkstoff enthaltende Handelsprodukt (Prospan+ ) gewonnenes Konzentrat ist bezüglici der braunen Anteile dem Extrakt mit Isopropanol 20% ähnlich, sonst völlig verschieden.
  • Das wesentliche Ergebnis dieser Untersuchungen ist in den beiliegenden Zeichnungen, Fig. 1 bis Fig. 5, wiedergegeben.
  • Fig. 1 zeigt das Dünnschichtchromatogramm eines in Öl aufgenommenen Efeuextraktes, der gemäß Beispiel 2 der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde.
  • Fig. 2 zeigt das Dünnschichtchromatogramm des Konzentrates eines Eandelsproduktes mit Efeublättertrockenextrakt als Wirkstoff (Prospan+ ).
  • Fig. 3 zeigt das DUnnsohichtohromatogramm eines in Öl aufgenommenen Efeuextraktes, der mit dem Extraktionsmittel Methylenchlorid gemaß der Erfindung hergestellt worden ist. (Beispiel 3).
  • Fig. 4 zeigt das Dünnschichtchromatogramm eines in Öl aufgenommenen Efeuextraktes, der mit dem Extraktionsmittel Diäthyläther gemäß der Erfindung hergestellt worden ist.(Beispiel 4) Fig. 5 zeigt das Vergleichs-Dünnschichtchromatogramm eines in Öl aufeenommenen Efeuextraktes, der mit dem Extraktionsmittel, 80 Gew.-% Wasser und 20 Gew.-% Isopropanol hergestellt worden ist.
  • In den Fig. 1 bis 5 bedeuten die Buchstaben: R I rot im UV-Licht G I gelb im UV-Lioht W I weiß im UV-Licht L e e r s e i t e

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Arzneimittel zur Auflösung bzw. teilweisen Auflösung von Gallensteinen, dadurch gekennzeichnet, daß es als therapeutischen Wirkstoff Pflanzenauszüge aus Efeu und die in Arzneimitteln üblichen HilSs- und Trägerstoffe enthält.
  2. 2. Arzneimittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff in einem pharmazeutisch oder lebensmitteltechnisch gebräuchlichen Öl gelöst oder suspendiert vorliegt.
  3. 3. Arznemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff das in Fig. 1 dargestellte Dünnschichtchromatogramm besitzt.
  4. 4. Verfahren zum Herstellen des im Patentanspruch 1 genannten Wirkstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß Efau mit einem organischen Lösungsmittel mit oder ohne Wasseranteil extrahiert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff aus dem Extrakt in ein pharmazeutisch oder lebensmittelchemisch gebräuchliches Öl überfillirt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als trakt Extraktionsmittel Methylenchlorid, Chloroform, Diäthyläther, Aceton, Isopropanol, Äthanol, Methanol oder andere organische Lösungsmittel vergleichbarer Polarität in Anwesenheit von 0 bis 50 gGew.-% Wasser, bezogen auf das Gewicht des organischen Lösungsmittels, eingesetzt wird.
  7. 7. Verfahren zur Rersteflung des Wirkstoffes nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Extrahicren des Efeus gewonnene Extrakt zur Trockne, gegebenenfalls unter vermindertem Druck, eingeengt wird und der öllösliche Anteil des erhaltenen Rückstandes in einem pharmazeutisch oder lebensmitteltechnisch gebräuchlichen Öl aufgenommen wird.
DE19772707675 1977-02-23 1977-02-23 Arzneimittel zur aufloesung bzw. teilweisen aufloesung von gallensteinen Ceased DE2707675A1 (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004087183A1 (de) * 2003-04-02 2004-10-14 Engelhard Arzneimittel Gmbh & Co. Kg Verfahren zur herstellung eines extraktes aus efeublättern

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