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DE2743015C2 - Verfahren zum Härten von Epoxydharzen - Google Patents

Verfahren zum Härten von Epoxydharzen

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Publication number
DE2743015C2
DE2743015C2 DE2743015A DE2743015A DE2743015C2 DE 2743015 C2 DE2743015 C2 DE 2743015C2 DE 2743015 A DE2743015 A DE 2743015A DE 2743015 A DE2743015 A DE 2743015A DE 2743015 C2 DE2743015 C2 DE 2743015C2
Authority
DE
Germany
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cyanamide
resin
epoxy resins
epoxy
mixture
Prior art date
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Expired
Application number
DE2743015A
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English (en)
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DE2743015A1 (de
Inventor
Gustav Dr. Bihlmayer
Julius Linz Krick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen De GmbH
Original Assignee
Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen De GmbH
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Publication date
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Priority to NO782931A priority patent/NO782931L/no
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/4007Curing agents not provided for by the groups C08G59/42 - C08G59/66
    • C08G59/4014Nitrogen containing compounds

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Description

Die Härtung von Epoxydharzen kann, wie in der DE-PS 9 47 632 beschrieben ist, mit einer Vielzahl von Verbindungen erfolgen. Als Beispiele hierfür werden dort neben den Anhydriden mehrbasischer Carbonsäuren, wie Phthalsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, neben anorganischen oder organischen Basen, wie Ätznatron, Calciumoxyd, Natriumamid, Guanidin, Piperidin, Äthylendiamin und vielen anderen auch Cyanamid sowie Dicyandiamid und Melamin genannt. Nach dieser Patentschrift wird eine trockene Mischung von Harz und Härter in Pulverform auf vorerwärmte Werkstoffe aufgetragen, diese werden mit Zwingen zusammengehalten und bei einer Temperatur von meist 200° C bis zu 2 Stunden gehärtet
In der DE-AS 2122 955 (AT-PS 3 19 606) ist die Härtung von Epoxydharzen mit wasserfreiem, monomerem Cyanamid beschrieben, wobei das wasserfreie Cyanamid, das im Epoxydharz gelöst wird, entweder vorher aufgeschmolzen oder langsam in das Epoxydharz eingerührt werden muß, was wegen der geringen Lösungstension des Cyanamids im Epoxydharz sehr zeitaufwendig ist.
Überraschenderweise konnte nun gefunden werden, daß nicht nur wasserfreies Cyanamid, das bekanntlich durch Eindampfen einer wäßrigen Cyanamidlösung hergestellt werden muß, zum Härten von Epoxydharzen verwendet werden kann, sondern auch wäßriges Cyanamid selbst, das sich unerwarteterweise in Epoxyden sehr schnell homogen verteilen läßt und nicht entweder als Pulver langsam in das Epoxyd eingerührt oder zum Zweck der Mischung aufgeschmolzen werden muß.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zum Härten von Epoxydharzen mit Cyanamid, das dadurch gekennzeichnet ist, daß eine wäßrige Lösung von Cyanamid oder ein Gemisch von Cyanamid mit bis zu 75Gew.-% Harnstoff im Harz homogen verteilt und dieses homogene Gemisch, gegebenenfalls in Gegenwart von Beschleunigern, ausgehartet wird.
Besonders vorteilhaft ist es, von flüssigen Epoxydharzen auszugehen, die mit der wäörigen Cyanamidlösung sehr rasch eine Wasser in öl Emulsion bilden.
Die dabei erzielte Homogenität des Gemisches ist deshalb besonders groß, da sich bei der Mischung der beiden Phasen ein großer Teil, beispielsweise etwa 60—80% des Cyanamids, im Epoxyd löst und nur der Rest in der wäßrigen Phase verbleibt, die durch die gebildete Emulsion ebenfalls gleichmäßig verteilt ist Wird eine wäßrige Lösung eines Gemisches von Cyanamid und Harnstoff als Härterlösung eingesetzt, verteilt sich in Gegenwart des Cyanamids auch der Harnstoff homogen im Epoxyd und wirkt dort ebenfalls härtend, obwohl Harnstoff allein keine härtende
ίο Wirkung besitzt
Zweckmäßigerweise wird man zur Härtung die Mischung von Epoxydharzen und wäßriger Härterlösung in einer ersten Verfahrensstufe bei 80—1300C unter Verdampfung der Hauptmenge an Wasser in
einen festen oder leicht klebenden, schmelzbaren B-Zustand überführen und in einer zweiten Stufe bei Temperaturen von 100- 1800C aushärten. Während der Verdampfung des Wassere löst sich dai restliche Cyanamid unter dem Einfluß der höheren Temperatur
im Harz auf und entfaltet dabei seine härtende Wirkung. Die Konzentration der wäßrigen Cyanamid- bzw. Cyanamid-Harnstofflösung ist für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an sich ohne wesentlichen Einfluß. Aus wirtschaftlichen Gründen wird man jedoch trachten, die einzubringende Wassermenge nicht zu hoch zu wählen. In der Regel ist die handelsübliche
Konzentration von etwa 40—70Gew.-% vorzuziehen. Pro Mol Epoxydharz werden in der Regel 0,4 bis
1,0MoI Cyanamid in Form einer wäßrigen Lösung eingesetzt Enthält die Härterlösung auch Harnstoff, so wird der Cyanamidgehalt entsprechend verringert.
Unter Epoxydharzen sind Verbindungen mit mehr als einer Epoxydgruppe pro Molekül zu verstehen, insbesondere bei Raumtemperatur flüssige Di- oder Polyglycidyläther, weiche sich einerseits von mehrwertigen Phenolen oder Alkoholen, insbesondere von Bisphenol A, andererseits von Epichlorhydrin oder ähnlichen Verbindungen ableiten. Es können Mischungen verschiedener Epoxydharze, Gemische mit reakti- vem und nicht reaktivem Verdünner, Flexibilisatoren oder Lösungen von Epoxydharzen verwendet werden.
Es kann zweckmäßig sein, die erfindungsgemäße Härtung durch Zusatz katalytischer Mengen von Beschleunigern so zu steuern, daß die Aushärtungstem-
peraturen und -zeiten auf ein wirtschaftliches Maß gesenkt werden. Als Beschleuniger sind Amine oder gleichartig wirkende Verbindungen, wie sie auf dem Epoxydharzsektor in Verbindung mit anderen Härtern üblich sind, geeignet Insbesondere tertiäre Amine, wie Triäthylamin, Diäthylmethylamin, Tributylamin, Dimethyläthanolamin, Dimethylbenzylamin und ähnliche Verbindungen haben eine gute beschleunigende Wirkung. Diese Mischung des Epoxydharzes mit Cyanamid und gegebenenfalls anderen Komponenten kann in der Praxis insbesondere dazu verwendet werden, um in Kombination mit Textilglaserzeugnissen oder anderen Verstärkungsfasern Formteile aus faserverstärkten Epoxydharzen herzustellen. Hierbei wird z. B. Glasge webe mit der Harzmischung imprägniert, bei vorzugs weite iÖO bis 1308C in einen noch löslichen und schmelzbaren Zustand (Ti-Zustand) übergeführt und bei vorzugsweise 130- 1800C unter Druck ausgehärtet Die Aushärtung kann aber auch sofort und ohne Druck durchgeführt werden. Ebenso können durch Vermischen mit geeigneten Füllstoffen und Überfuhren in den B-Zustand entsprechende Epoxydharz-Preßmassen hergestellt werden.
Beispiele
Herstellung und Anwendung
Beispiel 1
100 g eines Epoxydharzes vom Typ des Diglycidyläthers des Bisphenol A mit einem Epoxydäquivalentgewicht von 190 wurden mit 0,5 g Dimethylbenzylamin versetzt, kurz gerührt und anschließend mit 19 g einer 5ö%igen wäßrigen Cyanamidlösung zu einer Emulsion verrührt. Mit dieser Mischung wurde ein ca. 500 g schweres Glasseidengewebe imprägniert, so daß ein Harzgehalt von 35 bis 40% resultierte. Das imprägnierte Glasgewebe wurde in einem Trockenschrank bei ca. 1300C fünf Minuten lang erwärmt, wobei sich das Wasser fast vollständig entfernte und das Harz in den Ä-Zustand überführt wurde. Das so hergestellte, vorimprägnierte Glasgewebe (Prepreg) wurde bei 150°C, 8 kp/cm2 und 30 Minuten Preßzeit zu einem Laminat ausgeharrt Derartige Laminate können als elektrischer Isolierschichtstoff oder bei unindirektionalern Aufbau des Glasgewebes insbesondere zur Schiverstärkung verwendet werden.
Beispiel 2
100 g eines Epoxydharzes vom Typ des Diglycidyläthers des 4,4'-Dihydroxydiphenylmethans mit einem Epoxydäquivalentgewicht von 175 wurden mit 0,5 g Dimethylbenzylamin versetzt, kurz gerührt und anschließend mit 15 g einer 50%igen wäßrigen Cyanamidlösung zu einer Emr.'sion verrührt. Mit dieser Mischung wurde ein ca. 500 g schweres Glasseidengewebe imprägniert, so daß ein Harzgehak von 35 bis 40% resultierte. Das imprägnierte Glasgewebe wurde in einem Umlufttrockenschrank bei u. 120°C vier Minuten lang erwärmt, wobei sich das Wasser entfernte und das Harz in den ß-Zustand überführt wurde. Das so hergestellte Prepreg wurde bei 150" C, 8 kp/cm2 und 30 Minuten Preßzeit zum Laminat gehärtet.
Beispiel 3
100 g eines Epoxydharzes vom Typ des Diglycidyläthers des Bisphenol A mit einem Epoxydäquivalentgewicht von 190 wurden mit 1 g 2-Äthyl-4-methyl-imidazol versetzt, kurz gerührt und anschließend mit 8 g einer 60%igen Cyanamidlösung, in der 5 g Harnstoff gelöst waren, zu einer Emulsion verrührt. Mit dieser Mischung wurde ein ca. 500 g schweres Glasseidengewebe imprägniert, so daß ein Harzgehalt von 35 bis 40% resultierte. Das imprägnierte Glasgewebe wurde in einem Trockenschrank bei ca. 1000C acht Minuten lang erwärmt, wobei sich das Wasser fast vollständig entfernte und das Harz in den B-Zustand überführt wurde. Das so hergestellte vorimprägnierte Glasgewebe (Prepreg) wurde bei 1500C, 8 kp/cm2 und 30 Minuten Preßzeit zu einem Laminat ausgehärtet
Beispiel 4
Ein ca. 500 g schweres Glasseidengewebe wurde mit einem wie in Beispiel 3 hergestellten Harz imprägniert, so daß ein Harzgehalt von 35 bis 40% resultierte, eiaceitig ein 150 g/m2 schweres oc-Zellulosepapier beigelegt und wie in Beispiel 1 weiterverarbeitet. Dabei wurde während der Verpressung das Papier vom aufschmelzenden Harz vollständig durchdrungen nnd es entstand ein Schichtstoff mit einer dekorativen Oberfläche.
Beispiel 5
Ein ca. 300 g schweres Kohlenstoffasergewebe wurde mit einem wie in Beispiel 1 hergestellten Harz imprägniert und wie in Beispiel 1 weiterverarbeitet.
Beispiel 6
Mit einem wie in Beispiel 1 hergestellten Harz wurde ein ca. 500 g schweres Glasseidengewebe imprägniert, so daß ein Harzgehalt von 25 bis 30% resultierte. Das imprägnierte Glasgewebe wurde bei 140 bis 1800C drucklos ausgehärtet
Beispiel 7
100 g eines Epoxydharzes vom Typ des Diglycidyläthers des Bisphenol A mit einem Epoxydäquivalentgewicht von 190 wurden mit 15 g einer 60%igen Cyanamidlösung und 0,5 g Dimethylbenzylamin zu einer Emulsion verrührt Dieser wurden anschließend 200 g coatierter Kreide beigegeben und die teigartige Masse auf einer Aluminiumfolie in ca. 2 rr./n Schiciitstärke aufgetragen. In einem Umlufttrockenschrank wurde bei 115°C in 3 Minuten die Masse getrocknet und in einen vorpolymerisierten Zustand überführt. Nach Abkühlung konnte das Material zu einer pulverförmigen, rieselfähigen Preßmasse gemahlen werden, weiche bei 150° C und 2 kp/cm2 in 20 Minuten zu einem plattenförmigen Preßteil verarbeitet wurde.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Härten von Epoxydharzen mit Cyanamid, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Lösung von Cyanamid oder ein Gemisch von Cyanamid mit bis zu 75Gew.-% Harnstoff im Harz homogen verteilt und dieses homogene Gemisch, gegebenenfalls in Gegenwart von Beschleunigern, ausgehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Raumtemperatur flüssige Epoxydharze als Ausgangsmaterial verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Cyanamid- bzw.Cyanamid-Harnstofflösung eine Konzentration von 40 bis 70 Gew.-% hat.
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