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DE2630586C2 - Wäßrige Emulsion auf Basis Perfluorkohlenstoffverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung als Blutersatzmittel und Perfusionsflüssigkeit - Google Patents

Wäßrige Emulsion auf Basis Perfluorkohlenstoffverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung als Blutersatzmittel und Perfusionsflüssigkeit

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Publication number
DE2630586C2
DE2630586C2 DE2630586A DE2630586A DE2630586C2 DE 2630586 C2 DE2630586 C2 DE 2630586C2 DE 2630586 A DE2630586 A DE 2630586A DE 2630586 A DE2630586 A DE 2630586A DE 2630586 C2 DE2630586 C2 DE 2630586C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
perfluoro
carbon atoms
emulsion
alkyl part
perfluorocarbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2630586A
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English (en)
Other versions
DE2630586A1 (de
Inventor
Ryoichiro Kashihara Murashima
Yoshio Kyoto Tsuda
Kouichi Sakai Yamanouchi
Kazumasa Suita Yokoyama
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Tanabe Pharma Corp
Original Assignee
Green Cross Corp Japan
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Green Cross Corp Japan filed Critical Green Cross Corp Japan
Publication of DE2630586A1 publication Critical patent/DE2630586A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2630586C2 publication Critical patent/DE2630586C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/0012Galenical forms characterised by the site of application
    • A61K9/0019Injectable compositions; Intramuscular, intravenous, arterial, subcutaneous administration; Compositions to be administered through the skin in an invasive manner
    • A61K9/0026Blood substitute; Oxygen transporting formulations; Plasma extender
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P7/00Drugs for disorders of the blood or the extracellular fluid
    • A61P7/08Plasma substitutes; Perfusion solutions; Dialytics or haemodialytics; Drugs for electrolytic or acid-base disorders, e.g. hypovolemic shock

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Description

Es Ist bekannt, daß sich wäßrige Emulsionen von Fluorkohlenstoffverbindungen als Blutersatzmittel und Perfuslonsflüssigkelten zum Sauerstofftransport eignen; vgl. Leland C. Clark, Jr.. F. Becattini und S. Kaplan, The Physiology of Synthetic Blood, Journal of Thoracic Cardiovascular Surgery, Bd. 60 (1970), Seiten 757 bis 773, und R. P Geyer, Fluorocarbori-polyol Artificial Blood Substitutes, New England Journal of Medicine. Bd. 289 (1973), Seiten 1077 bis 1082. Diese Emulsionen sind jedoch nicht stabil und Ihre Teilchengröße verändert sich Im Laufe der Zeit. Ihre Verwendung in der Medizin Ist daher bedenklich.
Es Ist bekannt, daß die Teilchengröße der Fluorkohlenstoffemulsionen eine wichtige Rolle bei der Toxizltät und Wirksamkeit der Emulsion spielt; vgl. K. Yokoyama, K. Yamanouchi, M. Watanabe, R. Murashima, T. Matsumoto, T. Hamano, H. Okamoto, < >5 T. Suyama, R. Watanabe und R. Naito, Preparation of Perfluorodecalln Emulsion, An Approach to the Red Cells Substitute. Federation Proceedings, Bd. 34 (1975), Seiten 1478 bis 1483. Emulsionen mit größerer Teilchengröße sind giftiger und haben eine kürzere Verweilzeit im Blutstrom. Zur Verwendung als Blutersatz soll die Teilchengröße der Fluorkohlenstoffemulsionen vorwiegend im Bereich von 0,05 bis 0,25 Mikron liegen; vgl. DE-OS 21 44 094. Es ist ferner erforderlich, daß nach intravenöser Injektion dieser Emulsionen die Fluorkohlenstoffverbindungen so rasch wie möglich wieder ausgeschieden werden sollen.
Experimentell wurde festgestellt, daß Perfluorkohlenstoffverbindungen mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen geeignet sind zur Herstellung wäßriger Emulsionen, die als Blutersatzmittel eingesetzt wercten können. Perfluordeca-Hn eignet sich am besten; vgl. K. Yokoyama, K. Yamanouchi und R. Murashima, Excretion of Perfluorochemlcals After Intravenous Injection of Their Emulsion, Chemical Pharmaceutical Bulletin, Bd. 23 (1975), Seiten 1368 bis 1373.
Aus der DE-OS 24 04 564 ist eine als Blutersatzmittel und Perfusionsflüssigkeit geeignete Emulsion auf Basis eines Gemisches von Perfluorkohlenstoffverbindungen mit einer Teilchengröße von 0,05 bis 0,3 Mikron in einem ein Phospholipid als Emulgator und mindestens eine Fettsäure mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, deren Salz oder Monoglycerid enthaltenden wäßrigen Medium bekannt. Ferner ist hier eio Verfahren zur Herstellung einer Emulsion auf Basis eines Gemisches von Perfluorkohlenstoffverbindungen mit einer Teilchengröße von 0,05 bis 0,3 Mikron in einem ein Phosholipid als Emulgator und mindestens eine Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen, deren Salz oder Monoglycerid enthaltenden wäßrigen Medium bekannt, in dem man mindestens zwei Perfluorkohlenstoffverbindungen mit einem Phospholipid und mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen, deren Salz oder Monoglycerid in einem wäßrigen Medium vermischt, die erhaltene rohe Emulsion bei einer Temperatur von höchstens 55° C und einem Druck von etwa 100 bis 500 kg/cm unter Anwendung hoher Scherkräfte durch eine Schlitzdüse preßt, bis die Teilchengröße der Perfluorkohlenstoffverbindungen in der erhaltenen Emulsion einen Wert von 0,05 bis 0,3 Mikron beträgt.
Im Vergleich zu einer Perfluortributylaminemulsion. die durch ein hochmolekulares Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat als Emulgator stabilisiert ist (vgl. R. P. Geyer, a.a.O.), haben die vorgenannten Emulsionen, die mit einem Phospholipid und einer Fettsäure stabilisiert sind, eine, bessere Ausscheidungsgeschwindigkeit, sie sind jedoch hinsichtlich ihrer Stabilität im Blutkreislauf nach intravenöser Injektion unterlegen.
Eine unter Zusatz eines hochmolekularen nichiionischen Netzmittels hergestellte Emulsion einer Fluorkohlenstoffverbindung, beispielsweise eine Perfluortributylaminemulsion, kann in jedem Mischungsverhältnis mit üblichen Plasmaexpandern, wie Dextran, Hydroxyäthylstärke oder modifizierte Gelatinelösung, verwendet werden, während die in der DE-OS 24 04 564 beschriebenen Perfluordecalinemulsion nicht in Kombination mit diesen Plasmaexpandern verwendet werden kann, weil sich Fällungen bilden. Die Bildung von Fällungen beruht vermutlich auf der Wechselwirkung zwischen den Phosphollpiden, die in hoher Konzentration in der Emulsion enthalten sind, und dem Plasmaexpander, wie Dextran oder Hydroxyäthylstärke, die ein hochmolekulares Kolloid darstellen.
Die Verwendung von Emulsionen auf der Basis von Fluorkohlenstoffverbindungen als Infusionsflüssigkeit oder Blutersatzmittel zur Behandlung von Patienten im
5 6
Falle von massiven Hämorrhagien ist die kombinierte Das Gewichtsverhältnis von Perfluorkohlenstoffver-
Verwendung mit Plasmaexpandern erforderlich, um den bindung (A) zu Perfluor-tert.-amin (B) beträgt 95 : S bis osmotischen Druck der Emulsion und des Blutes auszu- 50:50 und die Gesamtmenge von (A) und (B) tn der gleichen. Die Emulsion der Fluorkohlenstoffverbindun- Emulsion beträgt etwa 10 bis 50 Gew.-% pro Volumen,
gen transportiert den Sauerstoff, während der Plasmaex- 5 Als Phospholiplde können erfindungsgemäß die üblipander das Biutvolumer. auf dem erforderlichen Wert chen Emulgatoren verwendet werden, vorzugsweise hält. Vorzugsweise werden daher hochmolekulare nicht- Eigelbphosphorlipid (Eigelblecithin) und Sojabohnanionische grenzflächenaktive Verbindungen verwendet, phospholipid (Sojabohnenlecithin). Das Phospholipid die gegenüoer dem Plasmaexpander inert sind, um Emul- wird in der Emulsion in einer Menge von etwa 0,1 bis 1,0 sionen von Fluorkohlenstoffverbindungen herzustellen, 10 Gew.-% pro Volumen, vorzugsweise von etwa 0,4 bis die als Blutersatzmittel verwendet werden sollen. Diese etwa 0,6 Gew.-% pro Volumen verwendet,
hochmolekularen nichtionischen grenzflächenaktiven Spezielle Beispiele für die als Emulgatorhilfsstoff verVerbindungen sind zwar für einige Fluorkohlenstoffver- wendeten Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, bindungen wie Perfluortributylamin und andere Fluor- deren Salze oder Monoglyceride sind Caprylsäure, Cakohlenstoffe des Amintyps als Emulgatoren brauchbar, 15 prinsäure, Laurlnsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, doch sind sie für Fluorkohlenstoffverbindungen mit 9 bis Stearinsäure, Behensäure, Palmitoleylsäure, Ölsäure, 11 Kohlenstoffatomen, wie das sich durch eine hohe Linolsäure und Arachidonsäure sowie deren Natrium-Exkretionsgeschwindigkeit auszeichnende Perfluordeca- und Kaliumsalze und Monoglyceride. Die Fettsäureverlin, ungeeignet. bindung kann entweder allein oder als ein Gemisch aus
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine 2o zwei oder mehr Fettsäureverbindungen in einer Menge als Blutersatzmittel und Perfusionsfiüssigkeit geeignete von 0,004 bis 0,1 Gew.-56, vosr-.fgsweise von etwa 0.02 Emulsion auf der Basis eines Gemischu-j von Perfluor- bis 0,04 Gew.-96 pro Volumen verwendet werden. Die kohlenstoffverbindungen mit einer Teilchengröße von bevorzugt verwendeten Fettsäureverbindungen enthalten 0,05 bis 0,3 Mikron in einem ein Phospholipid als Emul- 14 bis 20 Kohlenstoffatome. Besonders bevorzugt sind gator und mindestens eine Fettsäure mit 8 bis 22 Kohlen- 25 Kalium- und Natriumoleat und -palmitat, da diese Verstoffatomen. deren Salz oder Monoglycerid zu schaffen, bindungen gut löslich sind und die Herstellung der die im Blutkreislauf stabil ist und sich mit einem Pias- Emulsion sehr vereinfachen.
maexpander ohne Zerstörung der emulgierten Teilchen Die Emulsion der Erfindung wird durch homogenes
und ohne Bildung von Fällungen mischen läßt. Diese Vermischen der vorgenannten Bestandteile in der ange-Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. JU gebenen Menge und in beliebiger Reihenfolge in einem
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen physiologisch verträglichen wäßrigen Medium, wie gekennzeichneten Gegenstand. destilliertem Wasser oder einer isotonischen Lösung, her-
Der Vorteil der Emulsion der Erfindung gegenüber den gestellt. Die erhaltene rohe Emulsion wird sodann bei bekannten Emulsionen auf Basis von Perfluorkohlen- einer Temperatur von bis zu 55° C und einem Druck von Stoffverbindungen liegt in Ihrer Stabilität hinsichtlich der j? etwa 100 bis 500 kg/cm2 durch eine Schlitzdüse gepreßt, Teilchengröße, ihrer günstigen Ausscheidungsrate und bis die Teilchengröße der Perfluorkohlenstoffverbindunstörungsfreien Mischbarkeit mit üblichen Plasmaexpan- gen im Bereich von 0,05 bis 0,3 Mikron liegen. Beim dem, wie Dextran, Hydroxyäthylstärke oder modifizierte Durchtritt durch die Schlitzdüse wird die Emulsion slar-Gelati^elösungen. Der wesentliche Vorteil der Emulsion ken Scherkräften und einer Mischwirkung aufgrund des der Erfindung gegenüber den üblichen Plasmaexpandern w starken Geschwindigkeitsgefälles unterworfen,
ist ihre Fähigkeit Sauerstoff biologisch zu transportieren. Das homogene Vermischen der vorgenannten Bestand-
Spezielle Beispiele für die erfindungsgemäß verwende- teile kann in herkömmlichen Mischvorrichtungen durchten nichtionischen Netzmittel mit einem Molekularge- geführt werden, beispielsweise einem .Hochdruck-Homowicht von 2000 bis 20 000 sind Polyoxyäthylen-Polyoxy- genisator oder mittels eines Propellerrührers. Die Emulpropylen-Copolymerisate, Polyoxyäthylenalkyläther und 45 gierung der erhaltenen rohen Emulsion wird mit Hilfe Polyoxyäthylenalkylaryläther. Die Konzentration des eines Hochdrucks-Homogenisators durchgeführt. Bei Netzmittels in der Emulsion beträgt etwa 2,0 bis 5,0, vor- dieser Vorrichtung handelt es sich um eine Hochdruckzugsweise 3,0 bis 3,5 Gew.-% pro Volumen, d. h. Gramm pumpe, mit der man ein Gemisch von zwei miteinander Netzmittel pro 100 ml Emulsion. nicht mischbaren Flüssigkelten unter hohem Druck und
Spezielle Beispiele für die Perfiuorkohlenstoffverbin- 50 bei sehr hoher Geschwindigkeit durch eine Schlitzdüse düngen A mit 9 bis ! 1 Kohlenstoffatomen sind Perfluor- drückt, um auf die Flüssigkeiten hohe Scherkräfte auszumethylpropylcyclohexan, Perfluorbutylcyclohexan, Per- üben. Ein typischer Homogenisator ist z. B. ein Homogefluortrimethylcyclohexan, Perfluoräthylpropylcyclohe- n'sator des Manton-Gaulin-Typs. Dieser Homogenisator xan, Perflucrdecalin und Perfluormethyldecalin, Perflu- weist ein mehrstufiges Ventil in Kombination rnit minorhexyltetrahydropyran, Perfluorpentyltetrahydrofuran, 55 destens zwe; Ventilen auf, die jeweils eine Feder besit-Perfluorhexyltetrahydrofuran und Perfluorheptyltetra- zen, mit deren Hilfe die Schlitze gebildet werden. In dlehydrofuran sowie Perfluornonan und Perfluordecan. sem Homogenisator wird die rohe Emulsion mehrmals
Beispiele für die Perfluor-tert.-ainine (B) mit 9 bis 11 unter einem Gesamtdruck von etwa 500 kg/cm2 Kohlenstoffatomen sind Perfluor-tert.-alkylamine, Per- umgewälzt. Man erhält auf diese Weise die stabile Emulfluortrlalkylamine, wie Perfluor-N.N-dibutylmethylamin, ω sign der Erfindung.
Perfluor-N.N-diäthylpentylamin, Perfluor-N,N-diäthyl- Die Arbeltstemperatur wird auf einen Wert von höch-
hexylamin, Perfluor-N,N-dipropylbutylamin und Perflu- stens etwa 55° C, vorzugsweise 25 bis 40° C eingestellt,
ortripropylaniin, Perfluor-N^-dialkylcyclohexylamine Die Emulsion der Erfindung besieht aus einer disper-
mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen, wie Perfluor-Ν,Ν- sen Phase von ultrafeinen Teilchen mit einem Durchdiäthylcyclohexylumin, Perfluor-N-pentylplperldln, Per- t» messer von weniger als 0,3, insbesondere weniger als 0,2 fluor-N-hexylpipe-idin und Perfluor-N-butylplperidin, Mikron. Die Emulsion zeigt kein Wachstum der TeIl- und Perfluor-N-pentylmorpholln, Perfluor-N-hexylmor- chen, selbst wenn sie längere Zeit erwärmt oder gelagert nholln und Perfluor-N-heptylmorpholin. wird. Sie kann daher gefahrlos verabfolgt werden. Die
Emulsion hat darüber hinaus eine lange Verweilzelt Im Blutkreislauf, so daß ihre Fähigkeit /.um Sauerstofftransport über einen langen Zeitraum erhalten bleibt.
Im Vergleich zu der in der DE-OS 24 04 564 beschriebenen, Phosphollplde enthaltenden Emulsion von Fluor- s kohlenstoffverbindungen zeigt die Emulsion der Erfindung Im Tierversuch eine wesentlich längere Verweilzelt im Blutstrom. Die Exkretlon der Emulsion aus dem Körper lsi. rascher als die einer Perfluortributylamlnemulslon.
Sobald die Emulsion der Erfindung physiologisch isotonisch eingestellt ist, kann sie als Infusionsflüssigkelt verwendet werden. Sie kann auch im Gemisch mit üblichen Plasmaexpandern, wie Dextran, Hydroxyäthylstärke und modifizierter Gelatine verwendet werden. Ferner kann sie als Blutersatz für Warmblüter und als Perfuslonsflussigkelt zur Konservierung von Organen eingesetzt werden.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Die Teilchengröße wird nach der Sedimentationsmethode von K. Yokoyama, A. Suzuki, I. Utsuml und R. Nalto, Chem. Pharm. Bull., Bd. 22 (1974), Seiten 2966 bis 2971, bestimmt.
piperidin. Die Teilchengrößenverteilung nach der Sterilisation und der durchschnittliche Teilchendurchmesser nach 6monatiger Lagerung bei 4° C sowie die entsprechenden Werte einer gleichen Emulsion von Perfluordecalin allein sind in Tabelle I angegeben.
Beispiel 3
100 g eines Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerlsats mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 8350 werden In 2 Liter destilliertem Wasser gelöst. Die erhaltene Lösung wird mit 20 g Elgelbphospholipld und 0,5 g Ölsäure versetzt und das Gemisch in einem Mischer disperglert. Die erhaltene Dispersion wird mit einem Gemisch von 640 g Perfluordecalin und 25Og Perfluordibutylmonomethylamin versetzt und mit einem Mischer verrührt. Die erhaltene rohe Emulsion wird
Beispiel 1
25
300 g eines Polyoxypropylen-Copolymerisats mit einem Molekulargewicht von 10 800 werden in 8 Liter destilliertem Wasser gelöst. Die Lösung wird mit 40 g Sojabohnenphospholipid, 2 g Kaliumoleat und einem Gemisch aus 3 kg Perfluordecalln und 300 g Perfluortripropyiamin versetzt. Das erhaltene Gemisch wird gerührt. Die erhaltene rohe Emulsion wird in den Vorratsbehälter eines Manton-Gaulln-Homogenlsators eingespeist und 12-mal durch ein Ventil bei einem Druck von 200 bis 500 g/cm2 und einer Flüssigkeitstemperatur von 35 ± 5° C gedrückt. Die erhaltene Emulsion enthält 30,5 Gew.-96 pro Volumen Perfluordecalin und 2,9 Gew.-% pro Volumen Perfiuortripropylamin. Die durchschnittliche Teilchengröße beträgt 0,09 bis 0,1 Mikron. Die Emulsion zeigt praktisch kein Wachstum der Teilchengröße, wenn man die Emulsion in Ampullen abfüllt und 12 Minuten bei 11511C sterilisiert, in der nachstehenden Tabelle I ist die Teilchengrößenverteilung der Emulsion und die einer Emulsion von Perfluordecalin allein ohne Verwendung von Perfiuortripropylamin angegeben. Aus Tabelle I ist ersichtlich, daß bei 6monatiger Lagerung bei 4° C die Emulsion der Erfindung keinerlei Agglomeration zeigt und der mittlere Teilchendurchmesser praktisch unverändert ist.
Beispiel 1 wird unter Verwendung von Perfluorpentyltetrahydrofuran wiederholt. Es werden ähnliche Ergebnisse erhalten.
gemäß Beispiel ΐ ernuigiert und 12 Minuten bei 115° C sterilisiert. Die Emulsion enthält 25,3 Gew.-% pro Volumen Perfluordecalin und 9,8 Gew.-% pro Volumen Perfluordibutylmonomethylamin. Der durchschnittliche Teilchendurchmesser und die Teilchengrößenverteilung der Emulsion der Erfindung und einer unter Verwendung von Perfluordecalin allein hergestellten Vergleichsemulsion sind in Tabelle I angegeben. In Tabelle I Ist auch der durchschnittliche Teilchendurchmesser der Emulsion des Erfindung nach 6monatiger Lagerung bei 4° C angegeben.
Beispiel 4
35 g eines Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisats mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 15 800 werden in 800 ml destiliertem Wasser gelöst. Die Lösung wird mit 4 g Eigelbphosphollpid und 0,1g !aurinsäuremonoglycerid versetzt, und das erhaltene Gemisch wird in einem Mischer disperglert. Die erhaltene Dispersion wird mit einem Gemisch von 350 g Perfluorhexyltetrahydropyran und 40 g Perfluor-Ν,Ν-diäthylcyclohexylamin versetzt und in einem Mischer verrührt. Die erhaltene rohe Emulsion wird gemäß Beispiel 1 emulgiert. Die erhaltene Emulsion wird in kleinen Anteilen in Ampullen abgefüllt. Die Ampullen werden 12 Minuten bei 115° C sterilisiert. Die Emulsion enthält 35,7 Gew.-% pro Volumen Perfluorhexyltetrahydropyran und 4,1 Gew.-96 pro Volumen Perfluor-N.N-diäthylcyclohexylamin.
Der durchschnittliche Teilchendurchmesser der Emulsion der Erfindung und einer aus Perfluorhexyltetrahydropyran allein hergestellten Emulsion nach der Sterilisation sind in Tabelle I angegeben. Die Emulsion der Erfindung zeigt nach 6monatiger Lagerung bei 4° C keine Änderung der Teilchengröße.
Beispiel 2
55
33Og Polyoxyäthylenoctyläther mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 3500 werden in 8 Liter destilliertem Wasser gelöst. Die Lösung wird mit 40 g Sojabohnenphospholipid und 2 g Kaliumoleat versetzt, und das Gemisch wird gerührt. Die erhaltene Dispersion wird mit einem Gemisch von 3 kg Perfluormethyldecalin und 600 g Perfluor-N-pentylpiperidin versetzt und verrührt. Man erhält eine rohe Emulsion, die gernäß Beispiel 1 weiter emulgiert wird. Die erhaltene Emulsion wird in kleine Ampullen abgefüllt. Die Ampullen werden 12 Minuten bei 115° C sterilisiert. Die Emulsion enthält 29,7 Gew.-96 pro Volumen Perfluormethyldecaün und 5,8 Gew.-96 pro Volumen Perfluor-N-pentyl-
ίο
Tabelle I Fluorkohlenstoli-
verblndung (A),
"..(G/V)
30,5
30
29,7
Perlluor-tert.-aniin (B).
"., (G/V)
2,9
5,8
Emulgator
",(G/V)
3,0
3,0
3.3
Si
m
Beispiel
Nr.
Perfluor-
decalin
Perliuor-
methvldcealin
PertUiortripropylamin
Perlluor-N-pentyl-
plperidin
A,»
A1*
B*
I
1
2
i
30
3.3
Tabelle 1 - Fortsetzung
F.niulgatorhlllsstoti. ■>.. (G/V)
Sojabohnenphospholipid K-oleat
Sojabohnenphospholipid K-oleat
Sojabohnenphospholipid K-oleat
Sojabohnenphospholipid K-oleat
durchschn. Teilchen- Teilchengrößenverteilung nach der
durchmesser, μ Sterilisation, Gew.-'*,
nach der nach der Teilchendurchmesser
Sterill- Lagerung -:0.1 μ 0.1- 0,2- >0.3μ
sation (4l C. 0.2 μ 0.3 μ
6 Mon.)
0.4
0.02 0,4
0,02 0,4
0,02 0,4
0,02
0,097
0.099
58,3 39,1
0,395 0,4 3,9 11.7 24,1 60.3
0,088 0,090 63,6 35,9 0.5 0
0,273 >0.4 10,6 20,5 42,0 26,9
Tabelle I - Fortsetzung
Beispiel FluorkohlenstotT-Nr. verbindung (A),
56 (G/V)
Perlluor-tert.-amln (B),
%(G/V)
Emulgator
% (G/V)
Perlluordecalin
25.3
25
Pertluorhexyl- 35.7 tetrahydropyran
35
Pertluordibutylmonomethylamin
9,8
Perlluor -Ν,Ν-diäthyl- 4,1 cyclohexylamin
A3*
A,*
4,0
4,0 3,5
3,5
Anm.: +A: Polyoxyälhylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat, durchschn. Mgw.: A, 10 800: A; 8350; A1
15 B: Polyoxyäthylenoctyläiher, durchschn. Mgw. 3500
Tabelle I - Fortsetzung
EmulgatorhillsstolT, durchschn. Teilchen nach der Teilchengrößenveriellung nach der
% (G/V) durchmesser, μ Lagerung Sterilisation, Gew.-*
nach der (4° C, Teilchendurchmesser
Sterili 6Mon.) <0,l μ 0,1- 0,2- >0,3μ
sation 0,2 μ 0,3 μ
Elgelb-phosphollpid 0,8 0,090 0,091
Ölsäure 0,02
Eigelb-phosphollpid 0,8 0,245 >0,4
Ölsäure 0,02
Elgelb-phospholipid 0,4 0,102 0,112
Laurinsäure-
monoglycerld 0,01
Elgelb-phosphollpid 0,4 0,298 >0,4
Laurinsäure-
monoglycerid 0,01
61.9 37,2 0,9 0
11,9 18,7 46,4 23,0
49,0 43,2 7,8 0
9,3 18,6 25,4 46,7
Versuch A
Zur klinischen Verwendung als Infusionsflüssigkeit wird die Emulsion der Erfindung vorzugsweise in Kombination mit einem Plasmaexpander verwendet, um den colloldosmotischen (onkotlschen) Druck auf den Wert des Blutes einzustellen. Beim Vermischen der Emulsion der Erfindung mit einem Plasmaexpander wurde keine reversible Ausfällung beobachtet.
In den Versuchen werden Emulsionen aus Perfluordecalln-Perfluor-N.N-dibutylemthylamin (5 : 2) mit unterschiedlicher Konzentration verwendet, die gemäß Beispiel 3 hergestellt wurden. Der Gehalt an Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat betrug 3,4 Gew.-% pro Volumen, an Elgelbphospholipid 0,6 Gew.-% pro Volumen und an Kallumoleat 0,04 Gew.-% pro Volumen. Zum Vergleich wurden Perfluordecalinemulsion unterschiedlicher Konzentration gemäß DE-OS 24 04 564 mit einem Gehalt an EigelbphoE.f.holipid von 4 Gew.-% pro Volumen und Kaliumoleat von 0,02 Gew.-% pro Volumen hergestellt. Jede Emulsion wird mit Milchsäure enthaltender Ringerlösung oder Bicarbonat enthaltender Krebs-Ringer-Lösung auf den ostmotischen Druck des Blutes eingestellt. Sodann werden die Emulsionen mit einem Plasmaexpander derart vermischt, daß die Endkonzentration an Plamaexpander 1 bis 6 Gew.-% pro Volumen beträgt. Die Bildung von Fällungen wird innerhalb eines Zeitraums von 6 Stunden nach dem Vermischen bei Raumtemperatur visuell beobachtet. Als Plasmaexpander werden Hydroxyäthylstärke (HES) mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 200 000 als 20 Gew.-% pro Volumen enthaltende Lösung in physiologischer Kochsalzlösung und Dextran vom Durchschnittsmolekulargewicht 40 000 als 10 gewichtsprozentige Lösung in physiologischer Kochsalzlösung verwendet.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen II und III zusammengefaßt.
Tabelle 11
Gehalt an Fluor- Emulsion der Emulsion gemäß
kohlenstolf- Erfindung DE-OS 24 04 564
verb.. % lO^n 20% 30% 10",, 20% 30%
Gehalt an (G/V)
Dextran. %
(G/V)
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
— +
Tabelle III
Gehall an Fluor- Emulsion der Emulsion nemaß \, 30"„
kohlensloli- Erfindung DE-OS 74 04 564
verb.. 1V Ι0Λ 20% }0% 1(K 20'
Gehalt an (G/V)
HES, "..
(G/V)
+ + +
+ + + +
+ + + +
2 __
3 -_
4 --
Anm.: - keine Füllung
+ Bildung von Fällungen
Aus der Tabellen isi ersichtlich, daß die Emulsion der Erfindung durch die Gegenwart eines Plasmaexpanders wesentlich weniger beeinträchtigt wird als die bekannte Emulsion. Die Emulsion der Erfindung läßt sich mit der Dextranlösung und der HES-Lösung bis zu einer Endkonzentration von 2 bzw. 3 Gew.-* pro Volumen verdünnen und auf den coiioidosmotischen Druck entsprechend dem des Blutes einstellen.
Ähnliche Ergebnisse werden mit den gemäß Beispiel 1, 2 und 4 hergestellten Emulsionen erhalten.
Versuch B
Zur Bestimmung der Wirksamkeit der Emulsion der Erfindung wird eine Austauschtransfusion an Ratten durchgeführt.
In diesem Versuch werden zwei Arten von Emulsionen von Fluorkohlenstoffverbindungen verwendet, nämlieh eine Emulsion der Erfindung aus einem Gemisch von Perfluordecalin und Perfluordlbutyltnonornethylamin (hergestellt gemäß Beispiel 3) und eine Psrfluordecalinemulsion, die mit Elgelbphosphollpid gemäß DE-OS 24 04 564 stabilisiert worden ist.
ίο Die Zusammensetzung der beiden Emulsionen ist nachstehend in Tabelle IV angegeben.
Zur Herstellung von Emulsionen, die hinsichtlich Ihres Elektrolytgehalts und ihres colloldosmolischen Druckes dem des Blut entsprechen, wird 1 Volumteil einer hypertonischen Elektrolytlösung der In Tabelle IV angegebenen Zusammensetzung zu 9 Volumteilen der Emulsion gegeben. Sodann werden 1 Volumtell des erhaltenen Gemisches mit 3 Volumteilen einer 6prozentigen Lösung von Hydroxyäihyistäike vuiii Molekulargewicht 40 000 bis 50 000 in Milchsäure enthaltender Ringerlösung oder Rattenserum als Vergleich vor der Verwendung vermischt.
Für die Versuche werden 200 bis 250 g schwere Ratten des Wistar-Stammes verwendet. Bei den Ratter, wird mit der Elektrolyt und Hydroxyäthylstärke oder Serum enthaltenden Emulsion durch wiederholtes Ausbluten aus der Arteria carotis communis und Infusion der Emulsion durch die Schwanzvene ein Blutaustausch bis zu einem Hämatokritwert von 1,4 bzw. 1% unter einer Sauerstoff -
JO atmosphäre von 100°6 durchgeführt. Sodann wird die Überlebenszeit der ausgetauschten Ratten bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengefaßt.
Tabelle IV
Bestandteile
Erfindung
Emulsion gemäß
DF.-OS 24 04 564
Emulsion der Fluorkoh Perlluordecalin 25,3% (G/V) 28% (G/V)
Fluorkohlen lenstoff Periluordibutyl- 9,8 _
stoffverb. verb. monomethylamin
(9 Volum Netz Pluronic F68*) 3,4 _
teile) mittel Eigelbphospholipid 0.6 4,0
K-oleat 0,004 0,02
Elektrolytlösung NaCI 6.00 6,00
(1 Volumteil) NaHCO, 2,1 -
KCl 0,336 0,336
Na-Iactat - 3,10
MgCl2 · 6H,0 0.427 0,427
CaCI2 · 2H2O 0,356 -
D-Glucose 1,802 1.0
pH 8,0 6,0
Anm.: *) Polyoxyäihylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat, Mgw. 8350
26 30 586 >72 Std.
50 OO Min.
29 02
mit HES
Tabelle V 23 Std. 10 Min.
Il 5
8 10
>72
>72
61
Std.
00 Min.
Hämato- mit Serum
krit- Überlebenszeit
wert, %
5 Std
5
2
. 53 Min.
2
56
Emulsion
der Erfin
dung
7
4
1
Emulsion
gemäß
DE-OS
2404 564
7
4
I
Anm.: Die Werte sind die Durchschnittswerte von jeweils 5 Ratten.
Versuch C
Die gemäß Beispiel 3 hergestellte Emulsion der Erfindung und eins gemäß DE-OS 24 04 564 hergestellte Emulsion werden auf ihre akute Toxität untersucht.
Zur Einstellung der Emulsion auf den colloidosmotischen Druck des Blutes werden 9 Volumteile der Emulsion mit 1 Volumteil der Elektrolytlösung versetzt. Die Zusammensetzung der Emulsion ist in Tabelle IV angegeben. Für die Versuche wenden männliche Wistar-Rat-
Tabelle Vl
ten mit einem Körpergewicht von 100 bis 110 g verwendet. Den Ratten wird die Emulsion intravenös injiziert und die Überlebensrate wird während einer Woche nach der Injektion beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle VI zusammengefaßt. Aus Tabelle VI ist ersichtlich, daß die LDso der beiden Emulsionen etwa 130 ml/kg Körpergewicht beträgt. Beide Emulsionen sind somit wenig toxisch.
Emulsion Dosis. Überlebensrate, Zahl der Oberlebenden LD50
ml/kg Ratten pro Zahl der untersuchten Ratten nach
Tage nach der Injektion 1 Woche
12 3 5 7
Emulsion 87 10/10 10/10 10/10 10/10 10/10 135 ml/kg
der 100 10/10 10/10 9/10 9/10 9/10
Erfindung 115 10/10 9/10 8/10 8/10 7/10
132 9/10 8/10 6/10 6/10 6/10
152 6/10 4/10 3/10 3/10 1/10
Emulsion 87 10/10 10/10 10/10 10/10 10/10 · 131 ml/kg
gemäß 100 10/10 10/10 9/10 9/10 9/10
DE-OS 115 10/10 9/10 9/10 7/10 7/10
2404 564 132 9/10 8/10 7/10 6/10 5/10
152 7/10 6/10 4/10 3/10 1/10
Versuch D
Zur Bestimmung der hämolytischen Wirkung der Emulsion der Erfindung bei Systemen mit extrakorporalem Kreislauf wurden in vitro Versuche an roten Blutkörperchen von Kaninchen durchgeführt.
Die in Tabelle IV angegebenen Emulsionen werden mit Milchsäure enthaltender Ringerlösung auf den colloidosmotischen Druck des Blutes eingestellt. Die erhaltenen isotonen Emulsionen werden mit heparlnisiertem
Kaninchenblut in einem Volumenverhältnis von 3:1, 1 : I und 1 :3 vermischt. Die hämolytische Wirkung wird durch Bestimmung des freien Hämoglobingehalts von 8 ml Blut nach 6stündiger Inkubation bei 37° C bestimmt. Die Bestimmung des hämolysierten Hämoglobins wird nach der von E. J. Kampen und W. J. Ziilstram, Ciin. Chim. Ada, Bd. 6 (1961), S. 538, beschriebenen Cyanomethämoglobinmethode bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle ViI zusammengefaßt.
Tabelle VII
Ireies Hämoglobin. mg
Volumverhällnis Emulsion : I :3 I : I 3: I
Blut
Emulsion der Erfindung
36 81 180
Emulsion gemäß
DE-OS 24 04 564
298,5 > 4,000 3,380
Milchsäure enthaltende
Ringerlösung (Vergleich)
36 128 141
Aus Tabelle VII ist ersichtlich, daß die Emulsion der Erfindung eine wesentlich geringere hämolysierende Wirkung besitzt als die bekannte Emulsion, und daß ihre Wirkung nicht wesentlich verschieden ist von der die Milchsäure enthaltenden Ringerlösung.
Versuch E
Die gemäß Beispiel 1 hergestellte Emulsion der Erfindung wird gegenüber der gleichen Emulsion, in der die erfindungsgemäße Komponente (B) fehlt (Vergleichsemulsion [a]), weiterhin gegenüber einer Vergleichsemulsion (b), die mit einem hochmolekularem Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat als Emulgator stabilisiert ist, sowie gegenüber einer gemäß DE-OS 24 04 564 hergestellten Emulsion [Vergleichsemulsion (c)] auf ihre Lagerfähigkeit und Temperaturbeständigkeit untersucht. Die Messung der Teilchengröße erfolgt nach der vorstehend vor Beispiel 1 angegebenen Sedimentationsmethode. Die Sterilisation erfolgt gemäß den Beispielen 1 bis 4. Die. Ergebnisse sind in Tabelle VIII zusammengefaßt.
Aus Tabelle VIII ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Emulsion, verglichen mit den Vergleichsemulsioaen (a) und (b), eine weitaus höhere Lagerfähigkeit und Temperaturbeständigkeit aufweist. Gegenüber der Vergleichsemulsion (c) werden leicht verbesserte Ergebnisse erhalten.
Tabelle VIII Fluorkoh- Fluorkoh Emulgator Emulgator- Mittlerer Teilchendurchmesser Nach der Nach der
Emulsion lenstoff- lenslot t- % (G/V) hills- (μ) Sterili Lagerung
verbin- verbin- stolT Direkt sation 40° C.
dune (A) dung(B) % (G/V) nach Er (6 Monate)
5 (G/V) % (G/V) stellung
der 0,097 0,099
Emulsion
Perfluor- Perfluor- Polyoxy- Sojaboh- 0,095
Emulsion decalin tripropyl- äthylen- nenphos-
gemäß der 30 amin Polyoxy- pholipid
Erfindung 3 propylen 0,4
Copolyme- K-oleat
risat 0,02
(Mgw.:
10 800) 0,395 >0,4
3.0
Perfluor- Polyoxy- Sojaboh- 0,110
Vergleichs decalin äthylen- nenphos-
emulsion (a) 33 _ Polyoxy- pholipid
(ohne Per- propylen 0,4
lluortri- Copolyme- K-oleat
propylamin) risat 0,02
(Mgw.:
10 800) 0,355 >0,4
3.0
Perfluor- Polyoxy- 0,090
Vergleichs decalin äthylen-
emulsion (b) 33 - Polyoxy- -
propylen
Copolyme-
risat
(Mgw.:
10 800) 0,125 0,135
3,5
Pcrlluor- Eigelb- K-oleat 0,100
Vergleichs decalin Phospho- 0,4
emulsion (c) 33 - lipid
gemäß DT-OS 3.0
24 04 564
Versuch F
Gemäß Beispiel 1 wird eine Emulsion aus folgenden Bestandteilen und den In Tabelle IX angegebenen Mengenverhältnissen hergestellt.
Komponente A:
Perfluordecalin
Komponente B:
Perfluortripropylamln
Emulgator:
Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat
Mgw. 10 800 oder Eigelb-Phospholipid
Emulgatorhilfsstoff:
Eigelb-Phospholipid oder Fettsäure ;
Physiologisch verträglicher Träger: ;
wäßrige Lösung mit 0,8% Glycerin, 0.6"ft NaCI,. 0,034% KCi, 0,02% MgCIj, 0.028 CaCl2, 0,21%s NaHCO1, 0,18% Glukose und Hydroxyäthylstärke. <
a) Teilchengröße der Emulsion
Die durchschnittliche Teilchengröße der Emulsion wird nach dem Sterilisieren und nach 6m&natiger Lagerung bei 4° C nach dem von K. Yokoyama et al., Chem. Pharm. Bull, Bd. 22 (1974), Seiten 2966 bis 2971 beschriebenen Sedimentationsverfahren bestimmt, b) Gemeinsame Verwendung mit einem Plasmaexpander
Hydroxyäthylstärke wird als Plasmaexpander in einer ro Menge von 3% verwendet. Das Auftreten von Fällungen wird nach 6stündiger Lagerung bei Raumtemperatur bestimmt.
Bei Verwendung der Perfluorkohlenstoffemulsion als Blutersatz wird vorzugsweise eine geringe Menge eines Plasmaexpanders zugesetzt, um den osmotischen Druck der Emulsion einzustellen. Wenn durch Wechselwirkung der Fluorkohlenstoffemulsion mit dem Plasmaexpander eine reversible Fäiking entsteht, kann diese Emulsion nicht als Biutersatz verwendet werden.
c) Austauschtransfusion in Ratten
Für diese Versuche werden männliche Wistar-Ratten mit einem Körpergewicht von 200 bis 250 g verwendet. Das Blut wird aus der Carotisarterie entnommen und die Perfluorkohlenstoffemulsion wird durch die Schwanzvene bis zu einem Hämatokritwert von 4,0 ersetzt. Sodann wird die Überlebenszeit der Ratten bestimmt.
Tabelle IX
d) Hätnolytische Effekte
Hämolytische Effekte der Perfluorkohlenstoffemulsion im extracorporalen Kreislaufsystem werden in vivo unter Verwendung von Kaninchen-Erythrozyten bestimmt.
Die Perfluorkohlenstoffemulsion wird mit Ringerlactatlösung auf den osmotischen Druck des Blutes eingestellt, und die erhaltene isotonische Emulsion wird mit heparinisiertem Kaninchenblut in einem Volumen-'erhältnis von 1:1 vermischt. 8 ml des Gemisches werden 6 Stunden bei 37° C stehengelassen. Sodann wird der Gehalt an freiem Hämoglobin nach der Cyanmethämoglobin-Methode [CHn. Chim. Acta, Bd. 6 (1961), Seite 538] bestimmt. Bei Verwendung von Ringeriactatlösung allein zum Vergleich beträgt der Gehalt an freiem Hämoglobin 128 mg.
e) Expirationsgeschwindigkeit der Fluorkohlenstoffemulsion in vivo
Die Expirationsgeschwindigkeit der Fluorkohlenstoffemulsion in vivo wird nach der von K. Yokoyama, Chemical Pharmacological Bull, Bd. 26 (1978), Seiten 956 bis 966, beschriebenen Methode bestimmt.
Die Fluorkohlenstoffemulsion wird Ratten in einer Dosis von 4 g/kg Körpergewicht intravenös gegeben. Die Expirationsgeschwindigkeit ist angegeben durch die Anzahl der Tage, bis die Hälfte des verabfolgten Fluorkohlenstoffs ausgeatmet ist. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX zusammengefaßt.
Probe Mengen Gehalt an Emulgator Emulgator- mittlerer Teilchen Einliuß Überle Menge Expira-
Nr. verhält FC in der Art Gew.-" hillsstol! durchmesser der des Zu benszeit an Hä lionsge-
nis von Emulsion, An Gew.-'\, Emulsion (u) satzes nach der moglo schwin-
A:B Gew.-°„ nach nach der von HES; Auslausch- bin, digkeit
der Lagerung Bildung trans- mg von FC
Sterili- (4'- C. einer lusion. in vivo.
sation 6 Monate) Fällung Std. Tage
10:0
10:0
9: 1
9: I
8:2
7:3
6:4
6:4
5:5
5:5
0: 10
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
F 2,7
L
F
L
F
L
F
L
F
L
F
L
F
3,6
2.7
3,6
2,7
3,6
2.7
3,6
2,7
3.6
2.7
3.6
2,7
L 0,4 FA Spur FA Spur L 0.4 FA Spur FA Spur L 0.4 FA Spur FA Spur L 0,4 FA Spur FA Spur L 0,4 FA Spur FA Spur L 0,4 FA Spur FA Spur L 0.4 FA Spur FA Spur
0.275 0,4 >
0,125 0.180
0,120 0.125
0.123 0.100
0.121 0,101 0,135
0,397
0,133
0.131
0,132
0,101
0.135
0,101
0,118 0.130 0,100 0,100
0.120 0,098 0,132
0.128
keine
keine
keine
keine
keine
keine
14 0:10 20 L 3.6
FC = Fluorkohlenstoir
A = Perlluordecalln
B = Perlluortripropylamin
F = Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolynierisai
L = Phosphollpld
HES= Hydroxyüthylsiürke
FA = Fettsäure
0.118 0,135
überleben
52
überleben
48
überleben
56
überleben
38
überleben
33
69
Il
100
4 000 100
3 800
89
4 000
87
4 000 96
4 000 100
4 000 102
7.2
7.2 7,5
7.8 8,0
8.4 8,3
7,9 II.I
10.5 15,0
14,5 62.7
4 000 64.7
21 22
Aus Tabelle IX ist folgendes ersichtlich:
Im Fall der Probe Nr. 1 ist die erhaltene FC-Emulsion unbefriedigend hinsichtlich der Emulgierung und sie hat eine geringe Stabilität. Teilchen mit einem mittleren Teilchendurchmesser von weniger als 0,2 Mikron konnten nicht erhalten werden.
Im Fall der Probe Nr. 2 läßt sich die Emulsion ausgezeichnet emulgieren und sie zeigt eine ausgezeichnete Stabilität. Seim Zusatz von Hydroxyäthylstärke bildet sich eine Fällung. Außerdem zeigt sich Hämolyse. Bei der Austauschtransfusion überleben die Ratten nicht.
Im Falle der Probe Nr. 3 hat die Emulsion eine geringe Stabilität, sie läßt sich jedoch unmittelbar nach der Herstellung in vivo verabfolgen.
Im Falle der Probe Nr. 4 werden die gleichen Ergebnisse erhalten wie bei der Probe Nr. 2.
Im Falle der Proben Nr. 5, 7 und 9 zeigen die Emulsionen in jeder Hinsicht ausgezeichnete Eigenschaften.
Im Falle der Proben Nr. 6, 8. 10, 12 und 14 zeigen die Emulsionen die gleichen Eigenschaften wie die Probe
Im Falle der Probe Nr. 11 wird eine niedrige Expirationsgeschwindigkeit im Vergleich zu den Proben Nr. 5, 7 und 9 erhalten, doch kann diese Probe als Blutersatz eingesetzt werden.
Im Falle der Probe Nr. 13 zeigt die Emulsion eine sehr niedrige Expirationsgeschwindigkeit. In diesem Fall starben die Ratten 69 Stunden nach der Austauschtransfusion.
Die Proben Nr. 3, 5, 7, 9 und 11 können gefahrlos als Blutersatz verwendet werden.

Claims (23)

Patentansprüche:
1. Emulsion auf Basis eines Gemisches von Perfluorkohlenstoffverbindungen mit einer Teilchengröße von 0,05 bis OJ Mikron in einem ein Phospholipid als Emulgator und mindestens eine Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen, deren Salz oder Monogtycerid enthaltenen wäßrigen Medium, dadurch gekennzeichnet, daß das Perfluorkohlenstoffverbindungsgemisch
(A) aus mindestens einer Perfluorkohlenstoffverbindung mit 9 bis 11 Kohlenstoffamtomen aus der Gruppe Perfluordecalin. Perfluormethyldecalin, der Perfluoralkylcyclohexane mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, der Perfluoralkyltetrahydrofurane mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, der Perfluoralklytetrahydropyrane mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder der Perfluoralkane und
(B) mindestens einem Perfluor-tert.-amin mit 9 bis ^ 11 Kohlenstoffatomen aus der Gruppe der Per- *" fluor-tert.-alkylamine mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen, der Perfluor-N-alkylpiperidine mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkylteil ind der Perfluor-N-alkylmorpholine mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Alkylteil in einem Gewichtsverhältnis von 95 : 5 bis 50 : 50 besteht und die Emulsion zusätzlich ein nichtionisches Netzmittel mit einem Molekulargewicht von etwa 2 000 bis 20 000 enthält. χ
2. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perfluorkohlenstoffverbindung (A) ein Perfluoralkylcyclohexan mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, Perfluordecalin oder Perfluormethyldecalin ist.
3. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perfluorkohlenstoffverbindung (A) ein Perfluoralkyltetrahydropyran mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder ein Perfluoralkyltetrahydrofuran mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen Im Alkylteil und die Perfluorkohlenstoffverbindung (B) ein Perfluor-N-alkylpiperidin mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder ein Perfluor-N-alkylmorpholin mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Alkylteil ist.
4. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Perfluor-tert.-amin ein Perfluortert.-alkylamin 1st.
5. Emulsion nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Perfluor-tert.-amin Perfluor-N,N-dibutylmethylamin, Perfluor-N,N-diäthylpentylamln, Perfluor-N^-diäthylhexylamin, Perfluor-N^-dipropylbutylamin, Perfluortripropylamln oder Perfluor-Ν,Ν-dläthylcyclohexylamin Ist.
6. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge an Perfluorkohlen-Stoffverbindungen (A) und Perfluor-tert.-aminen (B)
10 bis 50 Gew.-% pro Volumen, die Menge an nichtionischem Netzmittel 2,0 bis 5,0 Gew.-% pro Volumen, die Menge an Phospholipid 0,1 bis 1,0 Gew.-% pro Volumen und die Menge der Fettsäureverbindung 0,004 bis 0,1 Gew.-% pro Volumen beträgt.
7. Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion durch Zusatz von Blutserum oder einem Plasmaexpander auf den colloidosmotlschen (onkotischen) Druck des Blutes eingestellt worden ist.
8. Emulsion nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Plasmaexpander Hydroxyäthylstärke, modifizierte Gelaüne oder Dextran ist.
9. Emulsion nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtionische Netzmittel ein PoIyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat, ein PoIyoxyäthylanalkyläther oder ein Polyoxyäthylenalkylaryläther mit einem Molekulargewicht von 2000 bis 20 000 ist.
10. Emulsion nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat ein Molekulargewicht von 8350 bis 15 800 besitzt.
11. Emulsion nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyoxyäthylenalkyläther ein PoIyoxyäthylenoctyläther mit einem Molekulargewicht von 3500 ist.
12. Verfahren zur Herstellung einer Emulsion auf Basis eines Gemisches von Perfluorkoh'enstoffverbindungen mit einer Teilchengröße von 0,05 bis 0,3 Mikron in einem ein Phospholipid als Emulgator und mindestens eine Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen, deren Salz oder Monoglycerid enthaltenden wäßrigen Medium, indem man mindestens zwei Perfluorkohlenstoffverbindungen mit einpm Phospholipid und mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen, deren Salz oder Monoglycerid in einem wäßrigen Medium vermischt, die erhaltene rohe Emulsion bei einer Temperatur von höchstens 55° C und einem Druck von etwa 100 bis 500 kg/cm2 unter Anwendung hoher Scherkräfte durch eii.e Schlitzdüse preßt, bis die Teilchengröße der Perfluorkohlenstoffverbindungen in der erhaltenen Emulsionen einen Wert von 0,05 bis 0,3 Mikron beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß man
(A) mindestens eine Perfluorkohlenstoffverbindung mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen aus der Gruppe Perfluordecalin, Perfluormethyldecalin, der Perfluoralkylcyclohexane mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, der Perfluoralkyltetrahydrofurane mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, der Perfluoralkyltctrahydropyrane mit 4 bis 6 Kohlenstoffamtomen im Alkylteil oder der Perfluoralkane mit 9 bis 1 i Kohlenstoffatomen mit
(B) mindestens einem Perfluor-tert.-amin mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen aus der Gruppe der Perfluor-tert. Alkylamine mit 9 bis 11 Kohlenstoffatomen, der Perfluor-N-alkylpiperidine mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkylteil und der Perfluor-N-alkylmorpholine rr·'» 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Alkylteil in dem wäßrigen Medium in einem Gewichtsverhältnis der Perfluorkohlenstoffverbindung (A) zum Perfluortert.-amln (B) von 95 : 5 bis 50 : 50 vermischt, und der Emulsion außerdem ein nichtionisches Netzmittel mit einem Molekulargewicht von etwa 2000 bis 20 000 zusetzt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man als Perfluorkohlenstoffverbindung (A) ein Perfluoralkylcyclohexan mit 3 bis 5 Kohlen stoffatomen Im Alkylteil, Perfluordecalin oder Perflu ormethyldecalin verwendet.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekenn zeichnet, daß man als Perfluorkohlenstoffverblnduni (A) ein Perfluoralkyltetrahydropyran mit 4 bis 6 Koh-gj lenstoffatomen im Alkylteil oder ein Perfluoralkylte^ trahydrofuran mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen Irrtfj Alkylteil und als Perfluorkohlenstoffverbindung (BD ein Perfluor-N-alkylplperldin mit 4 bis 6 Kohlenstoffa-ij
tomen Im Alkylteil oder ein Perfluor-N-alkylmorpholin mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen tm Alkylteil verwendet.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man als Perfluor-tert.-amin ein Perfluortert.-alkylamin verwendet.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man als Perfluor-tert.-amin Perfluor-Ν,Ν-dibutylmethylamin, Perfluor-N.N-diäthylpentylamin, Perfluordiäthylhexylamin, Perfluordipropyl- m butylamin, Perfluortripropylamin oder Perfluor-N-N-diäthyicyclohexylamin verwendet.
17. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Perfluorkohlenstoffverbindungen (A) und die Perfluor-tert.-amine (B) in einer Gesamtmenge von 10 bis 50 Gew.-% pro Volumen, das nichtionische Netzmittel in einer Menge von 2,0 bis 5,0 Gew.-* pro Volumen, das Phospholipid in einer Menge von OJ bis 1,0 Gew.-% pro Volumen und die Fettsäureverbtadung in einer Menge von 0,004 bis 0,1 Gew.-96 pro Volumen verwendet.
18. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Emulsion durch Zusatz von Blutserum oder einem Plasmaexpander auf den colloidosmotischen (onkotischen) Druck des Blutes einstellt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß man als Plasmaexpander Hydroxyäthylstärke, modifizierte Gelatine oder Dextran verwendet.
20. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekenn- jo zeichnet, daß man als nichtionisches Netzmittel ein Polyoxyäthylen-Polyoxyi-fopylet Copolymerisat, einen Polyoxyäthylenalkyläther oder einen Polyoxyäthylenalkylaryläther mit einem Mo- ;kulargewicht von 2000 bis 20 000 verwendet.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Copolymerisat mit einem Molekulargewicht von 8350 bis 15 800 verwendet.
22. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polyoxyäthylena'.kyläther einen Poloxyäthylenoctyläther mit einem Molekulargewicht von 3500 verwendet.
23. Verwendung der Emulsion nach Anspruch 1 bis
20 als Blutersatzmittel und Perfusionsflüssigkeit. -»5
DE2630586A 1976-02-03 1976-07-07 Wäßrige Emulsion auf Basis Perfluorkohlenstoffverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung als Blutersatzmittel und Perfusionsflüssigkeit Expired DE2630586C2 (de)

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