DE2625629C3 - Verfahren zur Herstellung eines zweilagigen, dehnbaren Metall-Gliederbandes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines zweilagigen, dehnbaren Metall-GliederbandesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zweilagigen, dehnbaren Metall-Gliederbandes,
dessen Glieder der oberen und unteren Reihe in Bandlängsrichtung gegeneinander versetzt und durch
Verbindungselemente mit den jeweils benachbarten Gliedern der anderen Lage verbunden sind, wobei
Federelemente in den Gliedern einer Banddehnung entgegenwirken, während auf die Glieder der oberen
Lage Schmuckkappen aufgesetzt und darauf befestigt sind, die über die Bandgliederenden vorstehen.
Es ist ein zweilagiges, dehnbares Metall-Gliederarmband bekannt (DE-PS 22 17 401), das mit auf die Glieder
der oberen Lage aufgesetzten Schmuckkappen versehen ist, die auf die aus nicht-edlem Metall hergestellten
einfachen Hülsen der Glieder der oberen Reihe aufgesetzt werden, um diesen ein besonderes Aussehen
zu verleihen, und zwar durch besondere, eingeprägte Muster in den Sichtseiten der Schmuckkappen und/oder
durch Herstellung der dünnwandigen Schmuckkappen aus einem edlen Metall. Die Schmuckkappen stehen
etwas über die Enden der oberen Bandglieder vor, so daß sie auch noch die Verbindungsbügel zum Teil
abdecken, welche die Glieder der oberen und der unteren Lage durch laschenartige Verlängerungen der
etwa im rechten Winkel nach unten abgekröpften Schmuckkappenseiten miteinander verbinden. Bei
einem solchen Gliederarmband verlaufen die Kanten aufgrund der für alle Glieder gleichen Abkrtpfung der
ίο Laschen an den Schmuckkappenenden parallel zueinander.
Es ist ferner ein dehnbares Gliederarmband bekannt (US-PS 38 46 976), dessen Breite von der Mitte zu den
Enden hin zunimmt. Die Herstellung dieses Armbandes
κ ist aber sehr teuer, weil an die Enden jedes Gliedes
vollmetallische Stücke angesetzt werden, die alle verschiedene Gestalt haben und die sehr dick sind. Die
Glieder besitzen außerdem keine Schmuckkappen, so daß es sehr teuer ist, die obere Fläche der Vollkörper
mit einem schmückenden Muster zu versehen, das für verschiedene Armbänder auch noch unterschiedlich
gestaltet ist.
Es ist auch bekannt (US-PS 3195 301; DE-GM
18 95 744), bei Armbändern hülsenförmige Enden von Gliederteilen zu formen und in die Enden Vollmaterial
einzusetzen und zu befestigen, wobei durch Bearbeitung der mit den Füllstg^ken gefüllten Hülsenenden das Band
einen gewünschten Konturverlauf erhält. Bei den Gliederteilen handelt es sich hier um Bauteile des
Armbandes, die deshalb im Hinblick auf die Festigkeit eine gewisse Materialstärke haben und bei denen eine
Bemusterung der Sichtseiten der Glieder mit ornamentalen Einprägungen oder dergleichen schwierig anzubringen
und im Gebrauch störend ist. Wegen der aus
J5 Festigkeitsgründen benötigten großen Materialstärke der einzelnen Glieder kommt eine Verwendung von
Edelmetallen aus Kostengründen nicht in Frage.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit
■to dem in vergleichsweise einfacher Weise ein zweiteiliges,
dehnbares Metall-Gliederarmband herstellbar ist, das einen beliebigen Konturverlauf seiner Randkanten hat,
wobei eine weitgehend freie Gestaltungsmöglichkeit der Oberseite erhalten bleibt. Dies wird erfindungsgemaß
dadurch erreicht, daß die über die Bandglieder überstehenden Enden der Schmuckkappen zu Hülsen
geformt werden, daß in die Hülsenenden Vollmaterial-Füllstücke eingesetzt und darin befestigt werden, daß
die Schmuckkappen dann in an sich bekannter Weise auf den Bandgliedern der oberen Lage befestigt werden
und daß schließlich durch Maschinenbearbeitung der mit den Füllstücken gefüllten Hülsenenden das Band
den gewünschten Konturverlauf in Draufsicht erhält.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine verhältnismäßig einfache Herstellung eines zweilagigen,
dehnbaren Metall-Gliederbandes, das mit einem beliebigen Konturverlaufseiner Randkanten versehen werden
kann, wobei eine freie Gestaltungsmöglichkeit der Oberseite weitgehend erhalten bleibt.
In einer Reihe von vorteilhaften Ausbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens können weitere Erleichterungen,
Einsparungen und Möglichkeiten zur Beschleunigung der Herstellung erzielt werden.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Gliederarmband, das nach dem erfindungs·
F i g. 1 ein Gliederarmband, das nach dem erfindungs·
gemäßen Verfahren hergestellt ist, in zusammengezogenem Zustand der Gliederanordnung;
F i g. 2 dasselbe Band gedehnt;
F i g. 3 das Band im Zustand nach F i g. I von der Unterseite; ί
Fig.4 einen Ausschnitt aus dem Gliederband in vergrößerter Seitenansicht;
F i g. 5 eine einzelne Schmuckkappe im Herstellungszustand mit den Vollmaterialeinsatzstücken;
Fig.6 ein Gliederband im Herstellungszustand mit in
aufgesetzten, jedoch noch nicht an den Rändern bearbeiteten Schmuckkappen;
Fig.7 eine perspektivische Darstellung eines oberseitigen
Gliedes eines Doppelschichtgliederarmbandes mit darauf befestigter Schmuckkappe von der Untersei- ι ·>
te ohne eingesetzte Feder und Verbindungselemente;
F i g. 8 bis 12 Ansichten von Güederbändern, die nach
dem enindungsgemäßen Verfahren hergestellt sind und verschiedenste Randkonturen haben.
Die Gliederbandanordnung 10 der F i g. 1 bis 6 ist an sich bekannt und besteht aus zwei übereinander
angeordneten Reihen 12, 20 von Einzelp'iedem, die
gegeneinander auf Mitte versetzt sind und quer zur Banderstreckungsrichtung verlaufen. Auf die Glieder
der oberen Reihe 12 sind Schmuckkappen 14 aufgesetzt, die mittels vier Umbiegelaschen 15 (siehe F i g. 7)
befestigt sind, welche in Aussparungen 16 der Innenwand der Glieder 13 der oberen Reihe eingreifen.
In die Glieder der oberen und unteren Reihe sind Blattfedern eingesetzt, und die einzelnen Glieder beider so
Reihen werden durch U-Bügel miteinander verbunden, wie dies allgemein bekannt ist
Zur Längenanpassung des Gliederbandes ist in dieses ein Längenanpaßelement 40 eingefügt, das eine
bemusterte Schmuckplatte 41 haben kann und im J5 übrigen bekannt ist. Die Schmuckkappen 14 selbst
besitzen eine obere Deckwand 50, Seitenwände 51 und Bodenwände 52, welch letztere sich nur im Bereich der
Enden befinden. Sie können aus verhältnismäßig dünnem ^lech bestehen, beispielsweise aus einer
Goldlegierung, aus rostfreiem Stahl oder sonstigem Werkstoff. Die Deckwand 50 kann eine Schmuckverzierung
tragen. Zwischen den Endbereichen und dem Mittelbereich weisen die Seitenwände Aussparungen 53
auf. Diese dienen dazu, den Verbindungsbügeln beim Strecken des Bandes den nciigen Freiraum zu
gewähren. Die äußeren Enden der Bodenwände 52 der Schmuckkappen bilden zusammen mit den Seitenwänden
51 und der Deckwand 50 einen Hohlraum, mit dem die Schmuckkappe 14 vber das Glied der oberen Reihe
an dessen Enden übersteht. In den Hohlraum dieses Hülsenerdes ist ein Voümaterialeinsatzstück 55 eingesteckt.
Zur Herstellung dieser Einsatzstücke eignen sich zahlreiche billige Materialien. Sind die Schmuckkappen
aus einer Goldlegierung hergestellt und hat das Material der Einsatzstücke nicht ebenfalls Goldfarbe, dann zeigt
sich das Band von der Seite zweifarbig. In manchen Fällen wird ein derartiges Aussehen nicht als störend
empfunden, doch besteht auch die Möglichkeit, die äußeren Sichtflächen der Einsatzstücke oder das t>u
gesamte Gliederband mit Gold zu elektroplattieren.
Nach einer Ausführungsform des Verfahrens besteht ein geringes Spiel zwischen den Hülsenwänden der
Schmuckkappe und dem Einsatzstück 35. Es ist dann möglich, die Einsatzstücke vor dem Einstecken in den
Hohlraum mit einem Lot zu überziehen und die Schmuckkappen nach dem Einstecken der Einsatzstükke
soweit zu erhitzen, daß das Lot schmilzt, so daß eine feste Verbindung hergestellt ist. Es ist aber auch
möglich, die Einsatzstücke nach dem Einstecken mit der Schmuckkappe zu verschweißen oder einen Kleber in
die Fugen einzudrücken. Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens wird der Querschnitt der
Einsatzstücke geringfügig größer als der Innenquerschnitt der Hohlräume gemacht, und die Einsatzstücke
werden dann in die Hohlräume eingepreßt, so daß sie infolge des Preßsitzes unverrückbar festsitzen. Schließlich
besteht auch die Möglichkeit, die Endabschnitte der Schmuckkappe um die Einsatzstücke herumzufalzen
und letztere damit festzulegen.
Nach dem Aufstecken der Schmuckkappen 14 auf die Glieder 13 der oberen Reihe, was die Fig.5 zeigt,
werden die Umbiegelaschen 15 in die Aussparungen 16 der Glieder hineingebogen, was Fig.6 zeigt, so daß
dann ein Gliederband in seiner Rohform vorliegt, wie es die F i g. 6 erkennen läßt.
Um daraus ein Gliederband in der Gestaltung der F i g. i zu fertigen, werden nun die überstehenden Enden
der Schmuckkappen 14 entlang den strichpunktierten Linien in Fig.6 maschinenbearbeitet, was durch
Abschroten oder auch durch Abschleifen erfolgen kann. Das in der Fig. I gezeigte Längenanpaßelement 40
wird anschließend in der Mitte des Gliederbandes auf die von Schmuckkappen nicht besetzten Glieder 13
aufgesteckt und ebenfalls durch Umbiegen von am Längenanpaßelement vorhandenen Laschen befestigt.
Das gesamte Gliederband wird daraufhin poliert, wenn nicht zuvor die bereits erwähnte Elektroplattierung
vorgenommen wird.
Mit Hilfe verschiedener Maschinenbearbeitung der Band-Seitenkanten können Bandformen verschiedenster
Gestalt hergestellt werden, von denen einige in den F i g. 8 bis 12 gezeigt sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann überall dort angewendet werden, wo auf den Gliedern eines
elastischen Gliederbandes Schmuckkappen in an sich bekannter Weise befestigt werden können, ob diese nun
exakt quer zur Bandlängsrichtung verlaufen oder unter einem anderen Winkel dazu. So ist die Erfindung
beispielsweise auch anwendbar bei sogenannten X- und Z-Scherenbändern.
Die voranstehenden Darlegungen bringen deutlich zum Ausdruck, di'ß während des überwiegenden Teils
des Herstellungsvorgangs keinerlei Rücksicht auf die gewünschte Bandkantonkontur genommen werden muß
uno daß auch die Bemusterung der Schmuckkappen davon unabhängig ist. Ferner wird deutlich, daß
gegebenenfalls nur der geringe Anteil an Edelmetall der Schmuckkappen verlorengeht, der beim Maschinenbearbeiten
der Bandlängskanten entfernt wird, während der hauptsächlich zu entfernende Metallanteil von den
die Festigkeit der Schmuckkappenenden gewährleistenden Vollmaterialeinsatzstücken stammt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines zweilagigen, dehnbaren Metall-Gliederbandes, dessen Glieder
der oberen und unteren Reihe in Bandlängsrichtung gegeneinander versetzt und durch Verbindungselemente
mit den jeweils benachbarten Gliedern der anderen Lage verbunden sind, wobei Federelemente
in den Gliedern einer Banddehnung entgegenwirken, während auf die Glieder der oberen Lage
Schmuckkappen aufgesetzt und darauf befestigt sind, die über die Bandgliederenden überstehen,
dadurch gekennzeichnet, daß die über die Bandglieder überstehenden Enden der Schmuckkappen
zu Hülsen geformt werden, daß in die Hülsenenden Vollmaterial-Einsatzstücke eingesetzt
und darin befestigt werden, daß die Schmuckkappen dann in an sich bekannter Weise auf den
Bandgliedern der oberen Lage befestigt werden und daß schließlich durch Maschinenbearbeitung der mit
den Einsatzstücken gefüllten Hülsenenden das Band den gewünschten Konturverlauf in Draufsicht erhält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzstücke vor dem Einstecken
in die Hülsenenden mit einem Lot beschichtet und die Schmuckkappen mit den eingeschobenen Einsatzstücken
anschließend auf Schmelztemperatur des Lotes erhitzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in ihren Querschnittsaußenmaßen die
Querschnitrsinnenmaße der Hülsenenden geringfügig übersteigende Einsatzstücke mit Preßsitz eingeschoben
werden.
4. Verfahren nach nnspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Hii.ienenden bildenden Endabschnitte der Schmuckkappen um die Einsatzstücke
herumgefalzt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmuckkappen
nach der Maschinenbearbeitung mit einem Edelmetall elektroplatiert werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gliederband nach der Maschinenbearbeitung poliert wird.
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