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Lichtdichter Behälter
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen lichtdichten Behälter, insbesondere
für Fotoplatten.
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Fotoplatten, die als Masken zur Herstellung von Halbleiterbauelementen
verwendet werden, müssen frei von Staub und anderen Verunreinigungen sein.
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Solche Fotoplatten werden von den bei der Herstellung und dem Versand
anfallenden Fremdkörpern gereinigt.
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Sie müssen dann lichtdicht verschlossen zur Kamera gebracht und dort
bei Rotlicht einzeln entnommen werden können, ohne erneut verunreinigt zu werden.
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Dazu sind an und für sich die Versandbehälter des Fotoplattenherstellers,
die als Stülpdeckelbehälter ausgebildet sind, geeignet. Es treten dabei jedoch folgende
Probleme auf: a) Der Stülpdeckel dieses Behälters wirkt beim Öffnen und Schließen
wie ein Pumpenkolben. Dabei werden die durch Reibung von den Behälterwänden abgeschabten
Partikel eingesaugt und durcheinandergewirbelt, wodurch die Gefahr einer erneuten
Verunreinigung der Fotoplatten besteht.
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b) Das Öffnen und Schließen des Stülpdeckelbehälters erfordert zwei
Hände. Um eine Fotoplatte entnehmen zu können, ist entweder eine zweite Person notwendig
oder
aber der Behälter oder der Deckel werden abgelegt, wodurch eine zusätzliche Gefahr
entsteht, daß die Fotoplatten durch Partikel verunreinigt werden.
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c) Die Behälter sind aus Kunststoff und sind dadurch elektrostatisch
staubanziehend.
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d) Der Plattenvorrat im Behälter ist nicht gegen eine Vorbelichtung
geschützt, wenn beispielsweise letzterer versehentlich nicht verschlossen und dabei
Licht eingeschaltet wird.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen lichtdichten
Behälter zu schaffen, bei dem eine erneute Verunreinigung der darin befindlichen
Fotoplatten vermieden werden kann.
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Die Aufgabe wird durch einen Behälter gelöst, der gekennzeichnet ist
durch drei konzentrisch mit Abstand ineinander angeordnete zylindrische Trommeln,
deren Wandungen in Längsrichtung einen Eingabe schlitz aufweisen, bei denen die
mittlere Trommel um die Zylinderachse gegenüber den beiden anderen drehbar gelagert
ist und bei denen an jeder Stirnseite ein lichtdichter Verschluß vorgesehen ist,
der stirnseitigen Lichteinfall wenigstens bei solchen Drehstellungen der mittleren
Trommel verhindert, bei denen die Wandung letzterer den Eingabeschlitz der innersten
Trommel überdeckt. Die gereinigten Fotoplatten werden dabei durch die Eingabeschlitze
in die innerste Trommel eingebracht. Durch Verdrehen der mittleren Trommel können
dann die Eingabe schlitze der beiden anderen Hohlkörper überdeckt werden. In diesem
Zustand bilden die Trommelwandungen zusammen mit den Längskanten entlang der Eingabeschlitze
ein lichtdichtes Labyrinth. Da die Hohlkörper voneinander einen Abstand haben, reiben
sie nicht aneinander und es werden keine Partikel abgeschabt. Außerdem bleibt beim
Öffnen und Schließen das Volumen des Behälters konstant, so daß keine Pumpwirkung
eintritt. Eine besonders vorteilhafte Ausfahrungsform eines solchen Behälters ist
so ausgeführt, daß zumindest einer der lichtdichten Verschlüsse
so
ausgebildet ist, daß an der betreffenden Stirnseite der mittleren Trommel ein erster
Abschlußdeckel vorge' sehen ist und daß'an der betreffenden Stirnseite zumindest
einer weiteren Trommel ein zweiter Abschlußdeckel vorgesehen ist, wobei der erste
Abschlußdeckel zusammen mit -dem zweiten Abschlußdeckel eine Labyrinthdichtung bildet.
Dadurch wird eine besonders hohe Lichtdichtigkeit erreicht.
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Bevorzugterweise umfaßt die Lagerung zwei Bolzen, wobei an zumindest
einem Bolzen die mittlere Trommel starr und die beiden übrigen drehbar befestigt
sind. An einem Bolzen kann dann ein Drehgriff angebracht werden, mit Hilfe dessen
def\Behälter bequem mit einer Hand geschlossen und geöffnet werden kann. Es ist
dabei vorteilhaft, wenn am anderen Bolzen die mittlere Trommel drehbar und die beiden
übrigen Trommeln starr befestigt sind.
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in einer vorteilhaften Ausführungsform des Behälters ist in der innersten
Trommelamindestens ein Sicherungsstift vorgesehen. Allgemein sind vom Hersteller
die Fotoplatten so in Magazine eingesetzt, daß alle Emulsionsseiten in die gleiche
Richtung zeigen. Durch den Sicherungsstift im Behälter und einer Aussparung am Magazin
kann erreicht werden, daß auch dieses nur in gleicher lage eingesetzt werden kann,
so daß die Fotoplatten immer an der von der Fotoemulsion abgewandten Seite von einem
Sauggriffel erfaßt werden können und dadurch zwangsläufig ricbtig an die Kamera
angesetzt werden.
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Um das Ansetzen eines Sauggriffels zu ermöglichen, ist eine -bevorzugte
Ausführungsform so ausgebildet, daß bei solchen Drehstellungen der mittleren Trommel,
bei denen die Wandung letzterer den Eingabeschlitz der innersten Trommel freigibt,
also im geöffneten Zustand des Behälters, an zumindest einer Stirnseite des Bebälterseine
Öffnung, durch die der Sauggriffel
einführbar ist, vorhanden ist.
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Vorteilhafterweise ist am Behälter ein Schaltelement vorgesehen, durch
welches die Beleuchtungsanlage der Kamera und des Raumlichtes nur in geschlossenem
Zustand des Behälters einschaltbar ist. Dadurch wird verhindert, daß die Fotoplatten
versehentlich belichtet werden.
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Vorteilhafterweise sind am Behälter Rasten vorgesehen, mittels denen
der offene Zustand und der geschlossene Zustand des Behälters gesichert werden können.
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Vorteilbafterweise sind sämtliche Teile des Behälters aus leitendem
Material gefertigt. Dadurch wird statische Aufladung vermieden. Vorzugsweise wird
dabei als leitendes Material Aluminium oder leitender Kunststoff verwendet.
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Der Leitwert des leitenden Kunststoffes wird dabei vorzugsweise kleiner
als 105 mal cm gewählt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figur dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen Bigur 1 einen Längsschnitt Figur 2 einen Querschnitt längs
der Schnittlinie I - I in Figur 1 durch das Ausführungsbeispiel.
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In dem in Figur 1 gezeigten Längsschnitt ist der lichtdichte Behälter
im geschlossenen Zustand, d.h. bei dem die mittlere Trommel eine solche Drehstellung
einnimmt, daß ihre Wandung den Eingabeschlitz der innersten Trommel überdeckt, dargestellt.
Die konzentrisch mit Abstand ineinander angeordneten Trommeln sind von außen nach
innen mit den Bezugszeichen 1, 2 und 3 versehen. Der Abschlußdeckel 21 bzw. 22 der
mittleren Trommel und der Abschlußdeckel 11 bzw. 12 der äußeren Trommel sind so
ausgebildet, daß jeweils
beide zusammen eine Labyrinthdichtung bilden.
Diese Labyrinthdichtung besteht darin, daß der Abschlußdeckel 21 bzw. 22 jeweils
außenseitig konzentrisch um die Drehachse der mittleren Trommel angeordnete kreisförmige
Rücksprünge 211 und 212 bzw. 221 und 222 und der Abschlußdeckel 11 b-zw. 12 innenseitig
in die Rücksprünge eingreifende kreisförmige Vorsprünge 111 und 112 bzw. 121 und
122 aufweisen. Auch die innerste Trommel 3 weist an ihren Stirnseiten Abschlußdeckel
31 und 32 auf.
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Es könnten auch jeweils der Abschlußdeckel 21 bzw. 22 zusammen mit
dem Abschlußdeckel 31 bzw. 32 zur Labyrinthdichtung oder als zusätzliche Labyrinthdichtung
ausgebildet sein.
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Um mit Hilfe der labyrinthdichtung eine besonders hohe Lichtdichtigkeit
zu erreichen, ist es zweckmäßig, wenn zusätzlich Schleifringe vorgesehen sind, die
jeder zwischen einem Rücksprung und einem Vorsprung angeordnet sind und an deren
Ringflächen anliegen. Aus der Figur 1 ist die Anordnung solcher Schleifringe,die
dort nur im Querschnitt dargestellt sind, gezeigt. Sie sind mit den Bezugszeichen
2110, 2120, 2210 und 2220 bezeichnet.
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Der Lagerung der Trommeln umfaßt zwei Bolzen 10 und 20.
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Sie sind mittig zur Drehachse der mittleren Trommel angeordnet. Am
Bolzen 10 sind die Abschlußdeckel 11 und 31 drehbar befestigt. Dazu ist in jedem
dieser Abschlußdeckel ein Lager 110 bzw. 210 befestigt, in denen der Bolzen 10 drehbar
gelagert ist. Der Abschlußdeckel 21 ist starr am Bolzen 10 befestigt. Dieser Bolzen
weist dafür einen Flansch 100 auf, an dem der Abschlußdeckel 21 festgeschraubt ist.
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Am Bolzen 20 ist der Abschlußdeckel 22 drehbar befestigt.
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Dazu ist in diesem Abschlußdeckel ebenfalls ein Lager 220 befestigt,
in dem der Bolzen 20 drehbar gelagert istJ Die beiden Abschlußdeckel 32 und 12 sind
am Bolzen 20 starr befestigt. Dazu weist dieser Bolzen einen Flansch 320 auf, an
den
der Abschlußdeckel 32 angeschraubt ist. Die Befestigung des Abschlußdeckels 12 erfolgt
aber eine Klemmvorrichtung 200 mit Schlitz- und Klemmschraube 201, welche auf den
Bolzen aufgesetzt ist und an den Abschlußdeckel angeschraubt ist. Zum Aufsetzen
auf den Bolzen weist der Schlitz dieser Klemmvorrichtung eine kreisförmige Erweiterung
auf, in die der Bolzen gesteckt ist. Durch Festdrehen der Klemmschraube 201 wird
der Bolzen in dieser Erweiterung festgeklemmt.
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Am vom Behälter abgewandten Ende des Bolzens 10 ist ein Drehknopf
101 starr befestigt. Auf diese Weise ist die mittlere Trommel 2 von Hand bequem
verdrehbar.
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In der innersten Trommel 3 sind längsgeführte Haltestäbe 40 und 50
vorhanden, die an den Abschlußdeckeln 31 und 32 befestigt sind und die zur Aufnahme
und Lagerung eines Botoplattenmagazins dienen. In der Figur 1 ist nur der Haltestab
40 zu sehen. Die genaue Anordnung der Haltestäbe 40 und 50 ist aus der Figur 2 zu
entnehmen. Zur Stabilisierung der Trommel ist ein dritter längsgefübrter Haltestab
60 vorhanden. Die Haltestäbe sind mittels Schrauben an den Abschlußdeckeln 31 und
32 befestigt. Es sei darauf hingewiesen, daß die soeben beschriebene, aus zwei Haltestäben
bestehende Haltevorrichtung für das Fotoplattenmagazin ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
darstellt. Allgemein müssen solche Haltevorricbtungen entsprechend der vorgegebenen
Form eines solchen Fotoplattenmagazins angepaßt sein.
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Auf die Haltestäbe 40 und 50 nach Figur 1 sind Anschläge 41 und 51
aufgesetzt, die zur Längsbegrenzung des Magazins dienen.
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Durch einen an der Innenseite des Abschlußdeckels 31 angebrachten
Sicherungsstift und eine entsprechende Aussparung am Magazin kann erreicht werden,
daß letzteres nur in gleicher Lage eingesetzt werden kann.
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An einer Stirnseite des Behälters ist in seinem geöffneten Zustand,
d.h. bei solchen Drehstellungen der mittleren Trommel,
bei denen
die Wandung letzterer den Eingabe schlitz der innersten Trommel freigibt, eine Öffnung,
durch die ein Sauggriffel einführbar ist, vorhanden. Diese Seite ist zweckmäßigerweise
die Seite, an der der Drehknopf zum Öffnen und Schließen des Behälters sitzt. Die
Öffnung wird durch Aussparungen in den Abschlußdeckeln dieser Stirnseite erreicht.
Diese Aussparungen sind in der Figur 2 dargestellt und mit den Bezugszeichen 411,
511 und 611 bezeichnet. Das Magazin wird so in die innerste Trommel eingesetzt,
daß die Fotoemulsionsseite der Fotoplatten von dieser Öffnung abgewandt sind. Auf
diese Weise wird erreicht, daß der Sauggriffel zwangsläufig richtig an die Fotoplatten
angesetzt wird.
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In der Figur 2 ist nun ein Querschnitt längs der Schnitt--linie I
- I des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels dargestellt. Aus dieser Figur
ast zu entnehmen, daß die Trommeln 1 bis 3 je einen Eingabeschlitz aufweisen.
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Die Breite dieser Eingabe schlitze beträgt etwa sin Drittel des Trommelumfanges.
Weiter ist die Anordnung der Haltestäbe 40 und 50 und des Stabes 60 zu entnehmen.
Die Figur 2 zeigt zusätzlich einen Querschnitt durch die dem Abschlußdeckel 31 zugewandte
Stirnwand eines in der innersten Trommel befindlichen Magazins 70, welches an den
Haltestäben 40 und 50 aufgehängt ist. Diese Stirnwand weist an der Unterkante seitlich
der Zylinderachse der Trommel eine Aussparung 701 auf, in welche der Sicherungsstift
6 eingreift. Wie schon erwähnt, dienen Aussparung und Sicherungsstift dazu, daß
das Magazin stets in gleicher Lage in die innerste Trommel eingesetzt wird. Der
Abschlußdeckel der innersten Trommel weist in der Mitte seines Eingabeschlitzes
die schon erwähnte Aussparung 611 auf, die für die Zuführung des Sauggriffels dient.
Die verdeckten Teile des rechteckförmig ausgebildeten Abschlußdeckels 11 und des
Abschlußdeckels 21 sind in der Figur 2 gestrichelt eingezeichnet. Es ist daraus
zu entnehmen, daß der Abschlußdeckel 11 die schon erwähnte Aussparung 411 und der
Abschlußdeckel 21 ebenfalls die schon erwähnte Aussparung 511, die für die Zuführung
des Sauggriffels dienen, aufweisen. Ebenso ist gestrichelt die Lage des Bolzens
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eingezeichnet. In Figur 2 ist der Behälter in seinem geschlossenen
Zustand dargestellt. Die mittlere Trommel ist gegenüber den beiden anderen so verdreht,
daß sie den Eingabeschlitz der innersten Trommel und damit auch den Eingabeschlitz
der äußeren Trommel überdeckt. Die sich überlappenden Trommelwandungen bilden die
schon erwähnte Labyrinthdichtung. Durch Verdrehung der Trommel um 180 Grad kann
der Behälter in seinen geöffneten Zustand gebracht werden. In diesem Zustand können
entweder das Magazin entnommen oder eingesetzt oder Fotoplatten mittels eines Sauggriffels
aus einem eingesetzten Magazin entnommen werden.
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Die Abschlußdeckel 11 und 12 der äußeren Trommel sind durch Verbindungsstäbe
81 bis 84 miteinander verbunden und dienen zur Stabilisierung des Behälters. Diese
Verbindungsstäbe sind an die Abschlußdeckel angeschraubt.
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Der strichpunktierte umrahmte Bereich 90 gibt die Lage einer in das
Magazin eingesetzten Fotoplatte an.
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Sämtliche Teile des Behälters sind aus einem leitenden Material, beispielsweise
Aluminium oder aus leitendem Kunststoff, vorzugsweise mit einer Leitfähigkeit von
mindestens 10 5SfL mal cm hergestellt, wodurch elektrostatische Aufladung vermieden
werden kann. Die Verbindung der Trommel wandungen mit den Abschlußdeckeln wird durch
bekannte Verbindungsverfahren, wie beispielsweise Kleben, Löten oder Schweißen,
erzeugt.
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Vom Drehgriff des Behälters kann ein Schaltkontakt betätigt werden,
der, in die Beleuchtungsanlage der Kamera und des Raumlichtes eingeschleift, sicherstellt,
daß Licht nur bei geschlossenem Behälter eingeschaltet werden kann. Durch nichtdargestellte
Rasten können die Zustände "offen" und geschlossen des Behälters gesichert werden.
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In den Behälter können die Plattenmagazine aus den Versandbehältern
des Plattenherstellers direkt umgesetzt werden.
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Der Behälter kann bei jeder neuen Plattenfüilung im Reinigungsbad
mit gereinigt werden.
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10 Patentansprüche 2 Figuren