[go: up one dir, main page]

DE2538720C2 - Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure

Info

Publication number
DE2538720C2
DE2538720C2 DE19752538720 DE2538720A DE2538720C2 DE 2538720 C2 DE2538720 C2 DE 2538720C2 DE 19752538720 DE19752538720 DE 19752538720 DE 2538720 A DE2538720 A DE 2538720A DE 2538720 C2 DE2538720 C2 DE 2538720C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphoric acid
washing
phase
water
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19752538720
Other languages
English (en)
Other versions
DE2538720A1 (de
Inventor
Egon Dipl.-Chem. Dr. 6703 Limburgerhof Cherdron
Istvan Dipl.-Chem. Dr. 6800 Mannheim Potencsik
Sigismund Frhr.v. Dipl.-Phys. 6900 Heidelberg Salmuth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BK Giulini GmbH
Original Assignee
Giulini Chemie GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Giulini Chemie GmbH filed Critical Giulini Chemie GmbH
Priority to DE19752538720 priority Critical patent/DE2538720C2/de
Priority to CA259,986A priority patent/CA1075878A/en
Priority to AU17273/76A priority patent/AU502400B2/en
Priority to SU762390901A priority patent/SU692555A3/ru
Priority to BR7605683A priority patent/BR7605683A/pt
Publication of DE2538720A1 publication Critical patent/DE2538720A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2538720C2 publication Critical patent/DE2538720C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/46Preparation involving solvent-solvent extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/234Purification; Stabilisation; Concentration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure durch Extraktion mit eii.em organischen Lösungsmittel, das mit Wasser und Phosphorsäure .nbegrenzt mischbar ist und anschließendem Waschen der organischen Phase.
Die Reinigung von Phosphorsäure mittels organischer Lösungsmittel, die unbegrenzt oder mindestens teilweise mit Wasser und Phosphorsäure mischbar sind, ist bereits bekannt und wie die Extraktion der Phosphorsäure mit wassernichtmischbaren Lösungs- -to mitteln Gegenstand einer Anzahl von Patentschriften.
So wird beispielsweise in der DE-AS 2029564 eiir Verfahren zur Herstellung von reinen Alkaliphosphaten aus Rohphosphorsäure beschrieben, bei dem die Reinigung der Phosphorsäure durch Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel, das mindestens 9 Gew. Of Wasser aufzunehmen vermag, erfolgt. Als besonders geeignete organische Lösungsmittel werden Isopropanol und n-Butanol genannt. Das weseni liehe Kennzeichen dieses Verfahren besteht im
darin, daß in einet zweiten Verfahrensstufe in der Phosphorsäure-Lösungsmittel-Wasser-Phase noch vorhandene anorganische Verunreinigungen durch Zusatz basisch reagierender Verbindungen in einer ■" wäßrigen Phase ausgeschieden werden. Der hierbei erzielte Reinheitsgrad ist hinsichtlich der kationischen Verunreinigungen ausgezeichnet, jedoch nicht hinsichtlich der anionischen, insbesondere nicht in bezug auf den Fluorgehalt. so
Das zur Herstellung von Phosphorsäure verwendete Rohphosphat enthält bekanntlich bis zu 5 Gew,% Fluor, das beim Rohphosphataufscihluß mit Schwefelsäure in Form von Fluorwasserstoff frei wird und sich mit dem Vorhandenen SiO2 zu Kieselfluorwasserstoff Umsetzt. Während nun die vorgenannten Fluorverbindungen aus der Aufschlußmaische.entweichen bzw, mit Wasserdampf ausgetrieben werden können, verbleibt das in Gegenwart von Natriumverbindungen gebildete Natriumsilicofluorid in der Phosphorsäure und wird entweder vor der Gipsabtrennung oder zusammen mit dem Gips abgetrennt. Der Fluorgehalt, der bei der Rohphosphorsäure gewöhnlich bei 1 bis 3 Gew.% bezogen auf den P2O5-GeIIaIt liegt, beträgt bei einer so gereinigten Säure 300 bis 1000 ppm. Er ist damit für bestimmte Anwendungsgebiete^. B. Nahrungsmittelchemie und pharmazeutische Chemie, zu hoch.
In der DE-OS 2429758 wird auch bereits ein Entfluorierungsverfahren vorgeschlagen, bei dem die Entfluorierung der Phosphorsäure in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels stattfindet. In einer 1. Verfahrensstufe wird hierbei zunächst in Gegenwart von Aktivkohle bei Temperaturen oberhalb 100" C der größte Teil des Fluors aus der Rohphosphorsäure als Siliciumtetrafluorid abgetrennt. Die so vorgereinigte Phosphorsäure wird dann mit einem organischen Lösungsmittel, insbesondere n-Butanol, das 20 Gew.% Wasser enthält, extrahiert. Anschließend wird die Lösungsmittel-Wasser-Phosphorsäure-Phase in einer 2. Entfluorierungs-Verfahrensstufe durch Einleiten von Wasserdampf oder Heißluft entfluoriert.
Gemäß dem Verfahren der DE-OS 2334019 wird die Entfluorierung der Naßverfahrenbphosphorsäure ebenfalls in einer Losung der Phosphorsäure in einem organischen Lösungsmittel durchgeführt, jedoch im Gegensatz zu dem Verfahren der DT-OS 2429758 durch Ausfällung des gelösten Fluors mittels Na-Ionen in Gegenwart von ausreichenden Mengen Kieselsäure.
Beide Verfahren werden in der Praxis nicht angewandt, so daß über ihre Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit noch keine Aussagen vorliegen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein kontinuierliches Verfahren zur Reinigung von gegebenenfalls vorgereinigter Naßverfahrensphosphorsäure durch Extraktion der Phospnorsäure in einem Extraktionsgefäß mit einem organischen, mit Wasser und Phosphorsäure unbegrenzt mischbaren Lösungsmittel unter Bildung einer die Phosphorsäure enthaltenden organischen Phase und einer die Verunreinigungen enthaltenden wäßrigen Phase, Waschen der organischen Phase in mehreren, hintereinander geschalteten Waschgefäßen mit einer im Gegenstrom geführten. Alkali- oder Ammoniumionen enthaltenden, wäßrigen Waschflüssigkeit und Gewinnung der gereinigten Phosphorsäure aus der organischen Phase durch Abdestillation des Lösungsmittels oder durch Zugabe einer Alkali- oder Ammoniumverbindung unter Ausscheidung des gebildeten Mono-, Di- oder Triorthophosphats in einer weiteren wäßrigen Phase, das dadurch gekennzeichnet, ist. daß man der organischen Phase oder der Waschflüssigkeit mindestens in einem Waschgefäß zusätzlich Aluminiumionen zusetzt.
Aus der DE-AS 2229602 ist zwar bereits ein Reinigungsverfahren bekannt, bei dem die Verunreinigungen der Phosphorsäure mit einem organischen Lösungsmittel, das mit Wasser und Phosphorsäure in jedem Verhältnis mischbar ist, und einer konzentrierten wäßrigen Salzlösung extrahiert werden urid bei dem als verwendbare anorganische Salze u, a, auch Salze mehrwertiger Kationen z. B. Salze des Magnesiums, Zinks, Calciums oder Aluminiums vorgeschlagen werden, zur Entfluorierung der Phosphorsäure sind
diese Salze jedoch weder vorgesehen noch sind sie dazu geeignet. Erst durch die erfindungsgemäße Kombination der Aluminiumionen mit Alkali- oder Ammoniumionen wird erreicht, daß die bei der Entfluorierung gebildeten Verbindungen als Salze vorliegen und in zufriedenstellender Weise abgereichert werden.
Die im Extraktionsgefäß ausgeschiedene wäßrige Phase enthält die aus der Rohphosphorsäure abgetrennten anorganischen Verbindungen in gelöster |0 Form als Phosphate, Fluoride u. a. Ihr P2O5-Gehalt liegt etwa zwischen 8 bis 16 Gew.%, bezogen auf den P2O5-GeIIaIt der eingesetzten Phosphorsäure. Sie kann nach bekannten Verfahren in der Düngernittelindustrie aufgearbeitet werden, wird jedoch Vorzugsweise nach Freisetzung der in den Phosphaten gebundenen Phosphorsäure mittels Schwefelsäure ebenfalls durch Zusatz von mit Wasser und Phosphorsäure unbegrenzt mischbaren Lösungsmitteln, insbesondere Isopropanol, extrahiert und aufgearbeitet. Bei dieser Nachextraktion wird - wie im vorerwähnten Extraktionsgefäß - die Phosphorsäure unter Phasenbildung aus ihrer wäßrigen bzw. schwefelsauren Lösung extrahiert, wobei die abgetrennte wäßrige Phase, die nur noch 2 bis 4 Gew.% P2O5. bezogen auf den P2CVGehalt der Ausgangssäure, enthält, aus dem Reinigungszyklus herausgenommen und gegebenenfalls zu Düngemitteln weiterverarbeitet wird.
Die gebildete organische. Phosphorsäure, Schwefelsäure und Wasser enthaltende Phase wird in weitercn Waschgefäßen mit der wäßrigen. Alkali- oder Ammoniumionen enthaltenden Phase aus dem erfindungsgemäßen Reinigungsverfahren (Waschgefäß 2) gewaschen und schließlich in das Extraktioiisgefäß 1 rückgeführt. Auch bei der zweiten Wäsche wird die wäßrige. Alkali- oder Ammoniumionen enthaltende Phase im Gegenstrom zur organischen Phase geführt. Sie wird vorteilhafterweise in den Hauptextraktionsvorgang zurückgeleitet, z. B. zusammen mit der Rohphosphorsäurv
Eine weitere Erläuterung des Erfindungsgegenstandes erfolgt nunmehr anhand der beiliegenden Figur, die den Verfahrensablauf schematisch wiedergibt.
Die erste Serie von Waschgefäßen ist in der Figur mit den Zifff rn 2—6 gjkennzeichnet u.id die zweite Serie mit den Ziffern 13-15. In das Extraktionsgefäß 1 werden die Rohphosphorsäure und das wasserlösliche Lösungsmittel, vorzugsweise Isopropanol, das im Kreislauf geführt wird, eingeleitet. Diesem Gemisch wird der Überlauf aus dem Waschgefäß 15, der aus Isopropanol Phosphorsäure und Wasser besteht, beigemengt. Außerdem wird mit der Rohphosphorsäure die Waschflüssigkeit aus dem Waschgefäß 13 zugeführt. Zur Ausfällung der Sulfationen wird - wie he- « reits erwähnt - Marokkophosphat zugesetzt, und zwar in einer Menge, die den zu entfernenden Sulfationen mindestens äquivalent ist. Nach der Phasentrennung wird die organische Phase im Waschgefäß 3 mit einer Aluminiumionen liefernden Verbindung. Vorzugsweise in wäßriger Lösung öder Phosphorsäurelösung, versetzt, und die Wäßrige Phase im Waschgefäß 6 mit einer wasserlöslichen Alkali- oder Ammöniumverbin^ dung. Besonders geeignete Verbindungen sind Orthophosphate, insbesondere saure Orthophosphate, jedoch können auch die entsprechenden Karbonate, Oxide, Hydroxide u. a. ■«'erwendet werden. Bezogen auf den P2O5-Gehalt der Phosphorsäure, sollten die Alkaliverbindungen in Mengen von 0,5 bis 6 Gew.%, berechnet als Alkalioxid, bevorzugt 1,5 bis 4 Gew.%, zugegeben v/erden.
Geeignete Aluminiumverbindungen sind z. B. Al3(SO4),, A1(H2PO4)3 und NaAlO2. Auch feinverteilte Aluminiumoxide und -hydroxide sind geeignet, und zwar können sie ebenfalls sowohl in fester Form als auch in gelöster Form zugegeben werden. Mengen in Höhe von 0,05 bis 3,0 Gew.%, berechnet als Al2O3, vorzugsweise 0,2 bis 1,5 Gew.%, bezogen auf den P2O5-GehaIt der Säure, haben sich als ausreichend erwiesen.
Die Abtrennung der gereinigten Phosphorsäure vom Lösungsmittel erfolgt entweder durch Abdestillation des org. Lösungsmittels oder in Form von wäßrigen Lösungen als Mono-, Di- oder Triorthophosphaten.
Erfolgt die Abtrennung der Phosphorspure durch Alkali- oder Ammoniumionenzugabe in Form von wäßriger Mono-, Di- oder Triorthophosphatlösung. so geschieht das im Reaktionsgefät '. aus dem das wasserlösliche organische Lösungsmittel in die Extraktionsgefäße 1 und 11 zurückgeführt wird.
Nach der gezeigten Ausführungsform wird die väßrige Phase aus dem Waschgefäß 2 nicht in das Extraktionsgefä^i 1, sondern sofort in das Waschgefäß 15 geführt. Das hat den Vorteil, daß die im Extraktionsgefäß 1 ausgeschiedene, besonders stark verunreinigte wäßrige Phase fraktioniert abgetrennt und aufgearbeitet werden kann. Die wäßrige Phase aus dem Extraktionsgefäß 1 enthält die Verunreinigungen in Form von Phosphaten und wird deshalb zunächst mit Mineralsäure, vorteilhafterweise mit H2SO4, aufgeschlossen und dann in das Extraktionsgefäß 12 eingetragen, in dem es mit dem aus dem Extraktionsgefäß 11 kommenden Isopropanol extrahiert wird. Der so gewonnene. Phosphorsäure. Wasser und Isopropanol enthaltende Extrakt wird im Überlauf durch die Gefäße 13,14 und 15 geleitet und im Gegenstromveriahren mit der aus der Hauptwäsche kommenden, und in das Waschgefäß 15 geführten wäßrigen Phase gewaschen. Die Verunreinigungen werden als Salze, vorzugsweise Sulfate, aus dem Extraktionsgefäß 11 ausgetragen und verworfen oder zu Düngemitte! verarbeitet. Die im Waschgefäß 13 anfallende wäßrige Phase (Waschflüssigkeit) wird zusammen mit der Phosphorsäure in das Extraktionsgefäß 1 geleitet und die aus Phosphorsäure. Wasser und Isopropanol bestehende organische Phase direkt aus dem Gefäß 15. Geeignete wassermischbare Lösungsmittel sind Isopropanol. Äthanol und Aceton.
Beispiel 1 (Vergleichsbeispiel)
20 m1 Rohphosphorsäure, die durch Aufschluß von Marokkophosphat rp.t Schwefelsäure hergestellt und 52 Gew.Φ P2O, enthält, werden zusammen mit
4 m' wätt-iger Phase aus dem Waschgefäß 13
5 m' Wascliwasser
2.2 to Marokkophysphat
130 kg Kieselsäure und
1,5 kg Natriumsulfid
behandelt. Diese Phosphorsäure enthält nach Abtrennung des gewaschenen Niederschlages 45,5 Gew,% P2O5 und die folgenden Verunreinigungen in ppm, bezogen auf P;O5:
Fe2O3 7200 V
AIiO3 12900 SO3
MgO 12500 F
CaO 12600 As
720 Alkalioxid 27000 18000
2000
1
Fe 20
AI < 50
Ca < 20
Mg < 20
V 3
SO, < 400
F 150
Fe 12 V 3
Al < c 50 SO3 < 500
Ca < C 20 F 17
Mg < c 20
10
20
25
1000 l/h dieser vorgereinigten Säure werden in einem Mixer-Settler mit 5000 l/h im Kreislauf geführten Isopropanol und 1000 l/h Alkohol-Wasser-Phosphorsäure-Phase aus der Verarbeitungsstufe der wäßrigen Phase mit Schwefelsäure (aus Extraktionsgefäß 15), bei Temperaturen zwischen 20 bis 30° C behandelt. Bei dieser Operation fallen kontinuierlich 200 l/h wäßrige Phase an, die die Verunreinigungen der Phosphorsäure enthält. Die obere Alkohol-Wasser-Phosphorsäure-Phase wird in Gegenstrom in einer Batterie von 5 Mixer-Settlern mit 280 l/h einer gesättigten Monoalkaliphosphatlösung, die in dem Mixer-Settler 6 der Figur durch Zugabe von 40 l/h 50%iger Natriumhydroxidlösung hergestellt wird, in Berührung gebracht und gewaschen. Die gereinigte Aiknhoi-w'asser-Phosphorsäure-Phase wird in einem Mixer-Settler 7 mit 50%iger Natronlauge bis zur Mononatriumphosphat-Stufe neutralisiert. Die abgetrennte Alkohol-Phase wird abgekühlt und für die Reinigung der Phosphorsäure wieder verwendet.
200 l/h der wäßrigen Phase, die bei der Vermischung der Phosphorsäure mit Alkohol im Extraktionsgefäß 1 anfällt, wird mit 70 l/h 75%iger Schwefelsäure vermischt und in einem System von 2 Mixer-Settlern mit 1000 l/h im Kreislauf geführten Isopropanol behandelt. Bei dieser Operation werden 116 l/h einer wäßrigen Phase erhalten. Die Phase, die 3,0 GeW-1Vr vom eingesetzten P2O5 enthält, wird verworfen oder zu Düngemittel verarbeitet. Die Alkohol-Wasser-Phosphorsäure-Schwefelsäure-Phase wird im Gegenstrom in einer Batterie von 3 Mixer-Settler-Gefäßen mit 280 I/h gesättigter Monoalkaliphosphatlösung gewaschen um die Schwefelsäure aus der alkoholischen Phase zu entfernen. Bei dieser Behandlung werden 200 I/h einer wäßrigen Phase erhalten, die mit der Rohphosphorsäure in die Hauptextraktion gegeben wird. Die Alkohol-Wasser-Phosphorsäure-Phase. die noch etwas Schwefelsäure enthält, wird ebenfalls in das erste Extraktionsgefäß der Hauptextraktion gegeben.
Die Analysenergebnisse der gereinigten Mononatriumphosphatlösung in ppm, bezogen auf P2O,:
50
Beispiel 2
Eine Rohphosphorsäure gemäß Beispiel 1 wird analog dem angegebenen Verfahren verarbeitet, jedoch mit dem Unterschied, daß in dem Mixer-Settler 2 der aus 5 Mixer-Settlern bestehenden Waschbatterie noch zusätzlich 50 l/h Aluminiumsulfatlösung (80 g Al2O3/!) eindosiert werden, um die trotz Vorreinigung noch enthaltenen Fluoridionen zu entfernen.
Die Analyse der gereinigten Mononatriumphosphatlösung zeigt, in ppm bezogen auf P2O5, folgendes Ergebnis:
65 Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel)
20 m3 Rohphosphörsäure, die durch Aufschluß von kalziniertem NortlvCarolina-Phosphat mit Schwefel· säure hergestellt und 52,8% P2O5 enthält, werden Zusammen mit
4 m3 rezierkulierter wäßriger Phase aus dem
Extraktionsgefäß 13,
5 m3 Waschwassef,
3,0 to kalzinierten North-Carolinaphösphät
und
1,5 kg Natriumsulfid
behandelt. Diese Phosphorsäure enthält nach Abtrennung des Niederschlages 44,7 Gew.% P2O5 und die folgenden Verunreinigungen in ppm bezogen auf P2O5:
45
60 Fe2O3
Al2O1
MgO
CaO
26500 SO3 16700
13600 As 1
20200 F 7000
11800 Alkalioxid 29000
Die vorbehandelte Phosphorsäure wurde analog dem im Beispiel 1 angegebenen Verfahren verarbeitet, jedoch mit dem Unterschied, daß in die letzte Stufe CiT Waschbatterie von 5 Mixer-Settlern 45 l/h 50%ige Natronlauge zudosiert wurde und die wäßrige Phase, die bei der Vermischung der Phosphorsäure mit Alkohol entsteht, mit 130 !,'h 75%iger Schwefelsäure vermischt wird. Der Vet lust an P2O5 bezogen auf die eingesetzte P2O5-Menge in der Phosphorsäure beträgt 3,4 Gew.%."
In der nachstehenden Aufstellung sind die Analysenergebnisse der gereinigten Mononatriumphosphatlösung in ppm, bezogen auf P2O5, wiedergegeben:
Fe 21 SO3 < 1000
Al < 50 F 700
Mg 20
Ca 6
Beispiel 4
Die gleiche Rohphosphorsäure gemäß Beispiel 3 wird analog dem im Beispiel 3 angegebenen Verfahren verarbeitet, jedoch mit dem Unterschied, daß in die zweite Stufe der Waschbatterie von 5 Mixer-Settlern noch zusätzlich 55 l/h Monoaluminiumphosphatlösung (Al2O3-GehaIt 7,5 Gew.%) zudosiert wird.
Die gereinigte Mononatriumphosphatlösung ergibt folgende Analysenergebnisse in ppm, bezogen auf P2O5:
Fe 15
AI < 50
Mg 20
Ca < 10
SO3 < 500
F 20
Die Beispiele zeigen, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren der Fluorgehait der Phosphorsäure bzw. der daraus hergestellten Phosphate in nicht vorhersehbarer Weise herabgesetzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Kontinuierliches Verfahren zur Reinigung von gegebenenfalls vorgereinigter Naßverfahrensphosphorsäure durch Extraktion der Phosphorsäure in einem Extraktionsgefäß mit einem organischen, mit Wasser und Phosphorsäure unbegrenzt mischbaren Lösungsmittel unter Bildung einer die Phosphorsäure enthaltenden organischen Phase und einer die Verunreinigungen enthaltenden wäßrigen Phase, Waschen der organischen Phase in mehreren, hintereinandergeschalteten Waschgefäßen mit einer im Gegenstrom geführten. Alkali- oder Ammoniumionen enthaltenden, wäßrigen Waschflüssigkeit und Gewinnung der gereinigten Phosphorsäure aus der organischen Phase durch Abdestillation des Lösungsmittels oder durch Zugabe einer Akali- oder Ammoniumverbindung unter Ausscheidung des gebildeten Mono-, Di- oder Triorthophosphats in einer weiteren wäßrigen Phase, dadurch gekennzeichnet, daß man der organischen Phase oder der Waschflüssigkeit mindestens in einem Waschgefäß zusätzlich Aluminiumionen zusetzt.
DE19752538720 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure Expired DE2538720C2 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752538720 DE2538720C2 (de) 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure
CA259,986A CA1075878A (en) 1975-08-30 1976-08-27 Phosphate purification process
AU17273/76A AU502400B2 (en) 1975-08-30 1976-08-30 Continuous process for purifying crude phosphoric acid
SU762390901A SU692555A3 (ru) 1975-08-30 1976-08-30 Способ очистки фосфорной кислоты
BR7605683A BR7605683A (pt) 1975-08-30 1976-08-30 Processo continuo para purificacao de acido fosforico bruto

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752538720 DE2538720C2 (de) 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2538720A1 DE2538720A1 (de) 1977-03-10
DE2538720C2 true DE2538720C2 (de) 1982-11-18

Family

ID=5955267

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752538720 Expired DE2538720C2 (de) 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2538720C2 (de)
SU (1) SU692555A3 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2447348A1 (fr) * 1979-01-24 1980-08-22 Rhone Poulenc Ind Procede de purification d'un acide phosphorique impur
DE3705069A1 (de) * 1987-02-18 1988-09-01 Hoechst Ag Verfahren zur herstellung titanfreier phosphorsaeure

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2029564C3 (de) * 1970-06-16 1978-06-22 Giulini Chemie Gmbh, 6700 Ludwigshafen Verfahren zur Herstellung von reinen Alkaliphosphaten aus Rohphosphorsäure
DE2229602B1 (de) * 1972-06-19 1973-09-27 Chemische Fabrik Budenheim, Rudolf A. Oetker, 6501 Budenheim Verfahren zur Reinigung von technischer Phosphorsaure
JPS5018388A (de) * 1973-06-21 1975-02-26
DE2334019C3 (de) * 1973-07-04 1982-11-04 Hoechst Ag, 6000 Frankfurt Verfahren zur Reinigung von verunreinigter wäßriger Phosphorsäure

Also Published As

Publication number Publication date
DE2538720A1 (de) 1977-03-10
SU692555A3 (ru) 1979-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2029564C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Alkaliphosphaten aus Rohphosphorsäure
EP0896567B1 (de) Verfahren zur reinigung von nassverfahrensphosphorsäure
DE3002339C2 (de)
DE2538720C2 (de) Verfahren zur Reinigung von Naßverfahrensphosphorsäure
DE1283205B (de) Verfahren zur Herstellung von Calciumnitrat und Phosphaten oder Phosphaten, die als Duenge- und Futtermittel verwendet werden, aus Reaktionsgemischen, die durch Aufschluss von Rohphosphaten mit Salpetersaeure gewonnen werden
DE2603652C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von konzentrierter Phosphorsäure oder von Phosphaten und eines granulierten NPK-Düngemittels
DE2433307B2 (de) Verfahren zur trennung eines phosphorsaeure-organisches loesungsmittel-wasser- gemisches
DE2334019B2 (de) Verfahren zur reinigung von verunreinigter waessriger phosphorsaeure
DE2657189A1 (de) Verfahren zur reinigung von nassverfahrensphosphorsaeure
DE2610810C3 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Fluor aus dem Dampf einer Lösung von roher Phosphorsäure
DE2535971B2 (de) Verfahren zum Entfernen von Fluorverbindungen aus NaBverfahrensphosphorsäure
DE2822303B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer praktisch fluorfreien konzentrierten Phosphorsäurelösung
DE1811813C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zum Reinigen einer Rohphosphorsäure-Aufschlußlösung
DE2538721C2 (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Alkaliphosphaten durch Extraktion von Rohphosphorsäure
DE2538410A1 (de) Verfahren zur reinigung von nassverfahrensphosphorsaeure, insbesondere fluorentfernung
DE2065381A1 (de) Verfahren zur entfernung der organischen verunreinigungen aus rohphosphorsaeure
DE2323292C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Natrium- und/oder Kaliumphosphaten
DE2837694B2 (de)
DE1767797C (de) Verfahren zur Herstellung von Natrium orthophosphatgemischen
DE545584C (de) Verfahren zur Herstellung von angereichertem Ammoniak-Superphosphat
DE749059C (de) Verfahren zum Herstellen von Monocalciumphosphat durch Aufschliessen von Rohphosphaten mit Salpetersaeure
DE1190449B (de) Verfahren zur Gewinnung eines zur Herstellung von Aluminium geeigneten Kryoliths aus Fluor und Phosphorverbindungen enthaltenden Gasen
DE1903941C3 (de) Verfahren zur Herstellung gereinigter, konzentrierter wäßriger Phosphorsäurelosungen
DE1261840B (de) Verfahren zur Herstellung hochkonzentrierter Phosphorsaeuren
DE862443C (de) Verfahren zum Entfernen von Sulfat aus sauren Phosphatlaugen

Legal Events

Date Code Title Description
OGA New person/name/address of the applicant
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8330 Complete disclaimer