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DE2520397C3 - Anlage zur Reinigung von Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren - Google Patents

Anlage zur Reinigung von Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren

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DE2520397C3
DE2520397C3 DE2520397A DE2520397A DE2520397C3 DE 2520397 C3 DE2520397 C3 DE 2520397C3 DE 2520397 A DE2520397 A DE 2520397A DE 2520397 A DE2520397 A DE 2520397A DE 2520397 C3 DE2520397 C3 DE 2520397C3
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wastewater
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activated sludge
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DE2520397A
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DE2520397A1 (de
DE2520397B2 (de
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Peter 7143 Vaihingen Conradt
Karl Dr.Rer.Nat. 6833 Waghaeusl Metz
Erwin Dr.-Ing. 7500 Karlsruhe Schnitzler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schnitzler Erwin H Dr-Ing 7500 Karlsruhe
Original Assignee
Schnitzler Erwin H Dr-Ing 7500 Karlsruhe
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Publication date
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Description

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Reinigung von Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren, mit einem Oxydationsgraben und Nachklärbecken, wobei der Oxydationsgraben eine Einrichtung für die geregelte Zugabe des zu reinigenden Abwassers, zumindest eine Umwälzbelüftungseinrichtung mit horizontalachsigem Walzenrotor für die Belüftung und für die Umwälzung der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion aufweist und wobei dem Abzug zum Nachklärbecken ein höhenverstellbares Überlaufwehr zugeordnet ist, welches nach Maßgabe des Sauerstoffgehaites der Abwasser/Belebtschlamrr-Emulsion im Bereich des Abzuges höhenverstellbar ist und an das Nachkläirbekken eine Einrichtung für die geregelte Rückführung von Rückführschlamm angeschlossen ist, die im Oxydationsgraben mündet.
Unter den Verfahren zur biologischen Reinigung von Abwasser aller Art gewinnt das Belebtschlammverfahren zunehmend an Bedeutung. Es sind dafür verschiedene Verfahrensweisen vorgeschlagen worden. Stets erfolgt der Reinigungsablauf in verschiedenen Phasen, wobei sich die einzelnen reaktionskinetischen Vorgänge in besonderen Merkmalen unterscheiden und, obwohl sie ineinander übergehen, in ihrem Ablauf voneinander abgegrenzt werden können. Die Abwasserreinigung nach dem Belebtschlammverfahren wird verständlich über die biochemischen und molekular-biologischen Vorgänge. Vergleichende Untersuchungen zwischen dem Belebtschlammverfahren zur Abwasserreinigung und dem modernen biotechnischen Produktionsverfahren mittels einstufiger Bioreaktoren haben Hinweise ergeben auf die besonderen Faktoren, die für die Umsetzung eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören hauptsächlich: Durchmischungsgrad von Biomasse, abwassertechnisch ausgedrückt von Belebtschlammmasse und Nährstofflösung, von Sauerstoffangebot und Umsetzungsproduktion sowie die hierbei herrschenden Konzentrationsverhältnisse und Milieubedingungen; Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ausschwemmung der Bakterien oder sonstigen Mikroorganismen.
Bei der biologischen Abwasseraufbereitung und insbes. beim Belebtschlammverfahren ist die Elimination der Abwasserinhaltsstoffe eindeutiger Zweck des Verfahrens und die Produktion und Erhaltung der als Belebtschlamm bezeichneten Biomasse nur Mittel für
« diesen Zweck.
Bei einer bekannten Anlage erfolgt der Einlauf des Abwassers an einer bestimmten Stelle des Oxydationsgrabens (Lehr- und Handbuch der Abwassertechnik, Band II, 1969, S. 584) oder über einen einfachen
!·> wehrartigen Überlauf bzw. über ein einmündendes Rohr mit vorgesetzter Prallplatte (Lehr- und Handbuch der Abwassertechnik, Band II, 1974, S. 157) in einem verhältnismäßig breiten Strom. Der Rückführschlamm wird in ähnlicher Weise und an anderer Stelle geregelt
*5 eingeführt Es ist auch bekannt (Berichte der Abwassertechnischen Vereinigung e. V, die Münchener Tagung I960, ZFGW-Verlag 1961, Seite 163) zur Regelung des Sauerstoffeintrags ein höhenverstellbares Überlaufwehr anzuordnen. Es versteht sich, daß für die geregelte Rückführung von Rückführschlamm und für die Regelung des Sauerstoffeintrags Meßverfahren entwikkelt worden sind, auf denen die Regelung beruht (Umweltschutz-Städtereinigung 1972, Heft 2, Seite 31, bzw. gwf-wasser/abwasser, 1970, Heft 4, Seite 204).
Bei den bekannten Anlagen ist jedoch einerseits der oben gewähnte Durchmischungsgrad und andererseits das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ausschwemmung der Bakterien und sonstigen Mikroorganismen häufig verbesserungsbedürftig. Erhebliche ZeIl-Überschußproduktion sowie dementsprechend eine erhebliche Schlammproduktion kann die Folge sein. Die Beseitung dieses Überschußschlammes wirft neue und zusätzliche Probleme auf und verlagert nur die Probleme der Abwasserreinigung auf die der Schlammbeseitigung. Bei niederbeiasteten Anlagen, auf die sich die Erfindung hauptsächlich bezieht, führen die beschriebenen Mangel dazu, daß die Verhältnisse nur bis zu 2000 bis 3000 Einwohnergleichwerten beherrschbar sind. Bei höherer Belastung wird keine ausreichende Reinigung erreicht oder muß die Erzeugung von Überschußschlamm in Kauf genommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Anlage so auszubilden, daß sie betriebssicher und biologisch stabil so gefahren werden
<" kann, daß Überschußschlamm in störendem Maße nicht mehr produziert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Bereich des Walzenrotors bzw. der Walzenrotoren die Einlauf-
einrichtung zumindest einen Abwasser-Feinverteiler, die Rückführeinrichtung zumindest einen Rückführ-Feinverteiler aufweisen, wobei die Feinverteiler als über die Breite des Oxydationsgrabens quer zur Strömungsrichtung sich erstreckende Verteilerrinnen mit z.B. begrenzenden Zackenbändern ausgebildet und in Strönuingsrichtung vor und achsparallel zu dem Walzenrotor angeordnet sind.
Mit der erfindungsgemäßen Anlage können Durchmischungsgrad und Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ausschwemmung der Bakterien oder sonstigen Organismen ohne Schwierigkeiten so eingestellt, gesteuert oder geregelt werden, daß eine Überschußschlammproduktion jedenfalls in störendem MaBe nicht mehr eintritt Dementsprechend entfallen auch Probleme der Schlammbeseitigung. Im einzelnen erfolgt die Abwasserreinigung in der beschriebenen Anlage in zwei sich unterscheidenden und aufeinanderfolgenden Stufen mit verschiedenen Geschwindigkeitslauf. Die erste Stufe umfaßt die Absorption der organischen Verunreinigungen des Abwassers an und in der Belebtschlämmflocke. Dieser Vorgang verläuft verhältnismäßig rasch, in Verlauf von Minuten sowie in Abhängigkeit von der Intensität der Durchmischung von Abwasser und aktivem Belebtschlamm, d. h. den Rückführschlamm- In 2s der zweiten Stufe werden die von der Belebtschlammflocke absorbierten Stoffe auf enzymatischem Wege umgewandelt und von den Bakterienzellen biologisch aufgearbeitet, d. h. aufoxydiert und zum Zellsubstanzaufbau verwendet Diese zweite Stufe, die wesentlich langsamer verläuft kann bis zu mehreren Standen benötigen, bis schließlich das aufgenommene Abwasser umgewandelt und die Rocke wieder für die erste Abbaustufe regeneriert wird. Diese beiden Stufen verlaufen im Oxydationsbecken nebeneinander ab. Infolge der angegebenen Feinverteilung des Rückführschlammes wird der regenerierte Schlamm kurzfristig mit den Verunreinigungen im Abwasser durch Absorption aufgeladen, wobei die Regelung so einstellbar ist daß die Reaktionspartner weitgehend ausgenutzt werden können. Anschließend erfolgt dann die Biosorption, d. h. die biomolekulare Oxydationsreaktion, sowie der enzymatische Aufbau neuer Zellsubstanz. Dementsprechend können die beiden biochemisch'.η und molekularbiologisch differenzierten Stufen au.h differenziert durchgeführt, gesteuert bzw. geregelt werden.
Für die erste Stufe ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Abwasser-Feinverteiler und der Rückführschlamm-Feinverteiler mit dem Walzenrotor baulich vereinigt sind. Dadurch läßt sich erreichen, daß die Absorption weitgehend an der Grenze des Zweiphasensystems Flüssigkeit/Luft sowie, vermutlich infolge der Gegenwart von gasförmigem Sauerstoff, beschleunigt erfolgt
Bei gattungsgemäßen Anlagen sind ggf. Hilfsstoff-ZugaDeeinrichtungen vorgesehen, die dazu dienen, Hilfsstoffe, wie Flockungsmittel, Aktivierungsmittel, Zusatznährstoffe u. dgl. in das Belebtschlammverfahren einzuführen. Das gilt insbes. dmn, wenn es sich um die Behandlung von einseitigen Industrieabwässern handelt to Für diese Ausführungsform lehrt die Erfindung in Kombination zu den beschriebenen Maßnahmen, daß die Hilfsstoff-Zugabeeinrichtung einen Hilfsstoff-Feinverteiler aufweist und der Hilfsstoff-Feinverteiler ebenfalls im Bereich des Walzenrotors, in Strömungs- h5 richtung der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion vor dem Walzenrotor und/oder vordem Abwasser-Fein verteiler bzw. vor dem Rückführschlamm-Feinverteiler angeordnet sind.
Alle Feinverteiler der erfindungsgemäßen Anlage führen das Abwasser, den Rückführschlamm bzw. die Hilfsstoffe so zu, daß sich in der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion ohne weiteres und kurzfristig eine feine Verteilung einstellt in der alle Reaktionspartner mehr oder weniger gleichmäßig verteilt sind. Da die Aufgabe im Bereich der arbeitenden Belüfter erfolgt, erfolgt gleichzeitig auch eine intensive Durchmischung. Durch Regelung kann z. B. die Zumischung des Rückführschlammes zum Abwasser stets so eingestellt werden, daß die Belastung des Abwassers an abzubauenden Substanzen und die aktive Biomasse jeweils so übereinstimmen, daß die erste Phase des Reinigungsablaufes, die rasch verlaufende Anfangsabnahme, voll aasgenützt werden kann, während die zweite langsamer fortschreitende Phase mit Zellaufbau in den weiteren Strömungszonen optimal abläuft Im Ergebnis läßt sich erreichen, daß bei biologischer Vollreinigung ein Minimum an Überschußschlamm gebildet wird, und zwar bei einer Optimierung der Abwasserreinigung insgesamt Klassische niederbelastete Anlagen, die erfindungsgemäß betrieben und entsprechend umgerüstet werden, lassen sich höher belasten. Entsprechende Neuanlagen können bei vorgegebener Belastung baulich kleiner ausgeführt werden als klassische.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert
Die Figur zeigt eine Anlage zur Reinigung von Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren in einer schematischen Darstellung.
Das aus einem mechanischen Absetzbecken kommende Abwasser wird zum weiteren Ausgleich von Mengen und Belastungsschwankungen durch ein Pufferbecken 1 geleitet. Darin hat das Abwasser eine durchschnittliche Verweilzeit von 6 bis 8 Stunden. Zur Durchmischung und Sauerstoffeintrag ist dieses Pufferbecken 1 mit einem Rotor versehen, welcher das Wasser zusätzlich umwälzt. Das aus dem Pufferbecken 1 ablaufende Abwasser wird dem Oxydationsgraben 2 zugeführt dessen Inhalt so bemessen ist, daß eine durchschnittliche Verweilzeit von 20 bis 24 Stunden gewährleistet ist.
Umwälzbelüftungsein-ichtungen mit Walzenrotoren 3 setzen das Wasser im Oxydationsgraben 2 in Bewegung und belüften es in der Weise, daß ein glei:hmäßigerO2-Spiegel aufrechterhalten wird.
Vor den Walzenrotoren 3 (in Bewegungsrichtung gesehen) sind in ihrer ganzen Breite als Verteilerrinnen ausgebildete Abwasser-Feinverteiler 4, Rückführschlamm-Feinverteiler .5 angeordnet, die als Überlaufrinnen mit Zackenkante ausgebildet sind. Über die Zackenkante der Verteiilerrinne des Abwasser-Feinverteilers 4 wird von der einen Seite her Abwasser 7 über die ganze Breite des Oxydationsgrabens 2 in dieses eingeleitet und von der anderen Seite her Rückführschlamm 8 aus dem Nachklärbecken 9.
Vom Oxydationsgraben 2 wird die Abwasser-Belebtschlamm-Emulsion 10 in bekannter Weise dem Nachklärbecken 9 zugeleitet zur Abtrennung von Schlamm 12 vom gereinigten Wasser 11. Alle Zulaufmengen können an jeder der Veneilerrinnen getrennt dosiert werden, wie auch die Intensität der Belüftung durch die Eintauchtiefe und Drehzahl der zugeordneten Rotoren 3 regelbar ist.
Durch die beschriebene Anordnung der Abwassereinleitung einerseits und der Rückführschlammdosierung
andererseits kann in einfacher und technisch zweckmäßiger Weise die für den Ablauf des Klärvorganges wichtige technologische Forderung erfüllt werden, daß die Vermischung von regeneriertem und konzentriertem Belebtschlamm mit Abwasser 7 möglichst rasch und vollständig sowie in einstellbaren dosierten Mengen erfolgen kann. Als erste Phase des Reinigungsvorganges erfolgt dann in der Zone intensiver Durchlüftung rasch die Absorption wesentlicher Teile der BSBs-Last des Abwassers an die Belebtschlammflocke, während auf dem weiteren Weg durch den Oxydationsgraben 2 in der zweiten Phase bevorzugt der Abbau der Schmutzstoffe durch Biosorption, d.h. durch biomolekulare Oxydation in der Zelle sowie durch Aufbau neuer aktiver Biomasse erfolgen kann. Dieser Vorgang verläuft wesentlich langsamer in einem Zeitablauf von mehreren Stunden und in Abhängigkeit von dem biochemischen Massenwirkungsgesetz (Substratangebot, aktive Biomasse und Sauerstoffangebot).
Durch die beschriebenen Regelmöglichkeiten der für
den Reinigungsvorgang maßgebenden Faktoren — Nährstoffangebot, Biomasse, 02-Angebot, Durchmischung — läßt sich die Anlage anhand der ermittelten Kennzahlen und Bemessungsgrößen so fahren, daß ein optimaler Reinigungsablauf erreicht wird unc die
Bildung von Überschußschlamm auf ein Minirr un beschränkt werden kann. Da die Beseitigung von Überschußschlamm gleichfalls Probleme aufwirft, ist darin ein weiterer wesentlicher Fortschritt bei dem beschriebenen Verfahren zur biologischen Abwasser-
'5 reinigung zu sehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Anlage zur Reinigung von Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren, mit einem Oxydationsgraben und Nachklärbecken, wobei der Oxydationsgraben eine Einrichtung für die geregelte Zugabe des zu reinigenden Abwassers, zumindest eine Umwälzbelüftungseinrichtung mit horizontalachsigem Walzenrotor für die Belüftung und für die Umwälzung der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion aufweist und wobei dem Abzug zum Nachklärbecken ein höhenverstellbares Oberlaufwehr zugeordnet ist, welches nach; Maßgabe des Sauerstoffgehaltes der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion im Bereich des Abzuges höhenverstellbar ist und an das Nachklärbecken eine Einrichtung für die geregelte Rückführung von Rückführschlamm angeschlossen ist, die im OxydatioMSgraben mündet, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Walzenrotors (3) bzw. der Walzenrotoren die Einlaufeinrichtung zumindest einen Abwasser-Feinverteiler (4), die Rückführeinrichtung zumindest einen Rückführ-Feinverteiler (5) aufweisen, wobei die Feinverteiler (4, 5) als über die Breite des Oxydationsgrabens (2) quer zur Sürömungsrichtung sich erstreckende Verteilerrinnen mit z. B. begrenzenden Zackenbändern ausgebildet und in Strömungsrichtung vor und achsparallel zu dem Walzenrotor (3) angeordnet sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwasser-Feinverteiler (4) und der Rückführschlamm-Feinverteiler (5) mit dem Walzenrotor (3) baulich vereinigt sind.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2 in der Ausführungsform mit Hilfsstoff-Zugabeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstoff-Zugabeeinrichtung einen Hilfsstoff-Feinverteiler aufweist und der Hilfsstoff-Feinverteiler ebenfalls im Bereich des Walzenrotors (3), in Sirömungsrichtung der Abwasser/Belebtschlamm-Emulsion (10) vor dem Walzenrotor (3) und/oder vor dem Abwasser-Feinverteiler (4) bzw. vor dem Rückführschlamm-Feinverteiler (5) angeordnet sind.
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