DE2556045A1 - Verfahren zur herstellung von 3-methylencephamsulfoxiden - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 3-methylencephamsulfoxidenInfo
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Description
PFENNING - MAAS - GEILER
MSNKS - LfiWKe - C POTT
MSNKS - LfiWKe - C POTT
εοοα hi-jivC/.-L-.ii-j 40
LEGSI-iaiViS^STa 299
Case X-43 72 A
Eli Lilly and Company, Indianapolis, Indiana/USA
Verfahren zur Herstellung von 3-Methylencephamsulfoxiden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3-Methylencephamsulfoxiden
durch intramolekulare Cyclisierung von von Penicillinsulfoxid abgeleiteten Azetidinonsulfinylchloriden
und verwandten Sulfinsäurederivaten durch Reaktion mit Friedel-Crafts-Katalysatoren oder durch doppelte Umsetzung
(Metathese) Kationen bildenden Mitteln (rnetathetische Kationenbildner).
Die 3-Methylencepham-Verbindungen stellen nützliche Zwischenprodukte zur Herstellung von Cephem-Antibiotika
dar.
Die Penicilline und in jüngerer Zeit die Cephalosporine sind wegen ihres hohen Maßes der antibakteriellen Aktivität bekannt
und werden in weitem Umfang zur Behandlung von Infektionser—
krankungen des Menschen angewandt. Es wurden erhebliche Forschung sanstrengungen unternommen, um diese Verbindungen chemisch
zu modifizieren und in dieser Weise noch aktivere ß—Lactam-Antibiotika
zu finden. Erhebliche Anstrengungen wurden "
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insbesondere hinsichtlich der Variation des Cg-Acylamino-Substituenten
von Penicillinverbindungen und sowohl des C~-Acylamino-Substituenten
als auch des C^-Substituenten von Cephetnverbindungen
unternommen.
In jüngerer Zeit ist von R.R. Chauvette und P.A. Pennington
die Verwendung von 3-Methylencephamen sowohl zur Herstellung
von 7-Aminodesacetoxycephalosporansäure und biologisch aktiven Derivaten davon [journal of Organic Chemistry, 3_8 (1973) 2994]
als auch zur Herstellung von neuen 3-Methoxy- und 3-Halogencephemen
[Journal of the American Chemical Society, 96_ (1974) 4986] berichtet worden. In beiden Fällen wurden die 3-Methylencepham-Zwischenprodukte
aus Cephalosporansäuren dadurch hergestellt, daß man zunächst die Cephalosporansäuren mit ausgewählten
nucleophilen Schwefelverbindungen, wie Thioharnstoff,
Thiobenzoesäure, Kaliumäthylxanthat oder Natriumthiosulfat,
behandelt und dann die als Produkt gebildeten entsprechenden Co-substituierten-Thiomethyl-cephem-Derivate entweder mit Raney-Nickel
in wäßrigem Äthanol oder mit Zink in einer Ameisensäure-Dimethylformamid-Mischung
reduziert. Die erwiesene Vielseitigkeit der 3-Methylencephame als Zwischenprodukte für die
Herstellung von neuen Cephem-Antibiotika hat die Suche nach Alternativ-Verfahr en zur Herstellung solcher Verbindungen aus
leicht zugänglichen, wirtschaftlichen Ausgangsmaterialien ausgelöst.
Die vorliegende Erfindung schafft nun ein neues Verfahren zur Herstellung von 3-MethylencephamsuIfoxiden durch intramolekulare
Cyclisierung von von Penicillinsulfoxid abgeleiteten monocyclisch en Azetidinon-2-sulfinylchloriden und -suIfinsäure-,
-sulfinatester-, -thiosulfinatester-j-sulfinamid- und -sulfinimid-Derivaten
davon mit Friedel-Crafts-Katalysatoren oder metathetischen
Kationenbildnern. Einige der als Ausgangsmateria— lien eingesetzten Azetidinon-sulfinsäure-Derivate sind ihrerseits
neue Verbindungen.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung
von 3-Methylencephamsulfoxiden der allgemeinen Formel I
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das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel II
0 Il
mit einem Friedel-Crafts-Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure, einem Friedel-Crafts-Katalysator vom Typ einer Br^nsted-Säure
oder einem metathetischen Kationenbildner in einem trockenen
inerten organischen Lösungsmittel umsetzt oder eine solche Verbindung in einer organischen Brjansted-Säure löst, wobei
in den obigen allgemeinen Formeln
R eine Schutzgruppe für die Carbonsäuregruppe;
R1 eine Schutzgruppe für die Carbonsäuregruppe oder ein Wasserstoff
atom ;
R^ (1) eine Imidgruppe der allgemeinen Formel
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_ 4 —
in der R2 eine Alkenylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
eine Alkylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
eine 1,2-Phenylengruppe oder eine 1,2-Cyclohexenylengruppe
darstellt; oder
(2) eine Amidogruppe der allgemeinen Formel
Il
R3CNH-
in der
(a) ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis
3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenmethylgruppe oder eine 3-(2-Chlorphenyl)-5-methylisoxazol-4—yl—Gruppe;
(b) eine Benzyloxygruppe, eine 4-Nitrobenzyloxygruppe,
eine 2,2,2-Trichloräthoxygruppe, eine tert.—
Butoxygruppe oder eine 4-Methoxybenzyloxygruppe;
(c) eine Gruppe R", wobei R" für eine 1,4-Cyclohexadienylgruppe,
eine Phenylgruppe oder eine mit 1 oder 2 Substituenten, die unabhängig voneinander aus
Halogenatomen, geschützten Hydroxygruppen, Nitrogruppen,
Cyanogruppen, Trifluormethylgruppen, Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und
Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ausgewählt
sind, substituierte Phenylgruppe steht;
(d) eine Arylalkylgruppe der allgemeinen Formel
R" - (O)-CH,-m i.
in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt
und m 0 oder 1 bedeutet; oder
(e) eine substituierte Arylalkylgruppe der allgemeinen Formel
R··'CH-
in der R1" die für R" angegebenen Bedeutungen
besitzt und W für eine geschützte- Hydroxygruppe
oder eine geschützte Aminogruppe steht, darstellt;
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(3) eine Imidogruppe der allgemeinen Formel
0
Il
Il
R ·α ,
m 3.| ί
O- ί
O- ί
in der R" und m die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und Κ-' für eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen,
eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen
oder eine Trichloräthoxygruppe steht, darstellt; oder R^
(4) eine Imidazolidinylgruppe der allgemeinen Formel
0
Il
Il
V \
Υ' XCH
in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt und Y für eine Acetylgruppe oder eine Nitrosogruppe
steht; und
X (1) ein Chloratom oder ein Bromatom;
(2) eine Gruppe der allgemeinen Formel -OR4, in der R4
für ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 1 bis
3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder eine Halogenalkylgruppe
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht j
(3) eine Gruppe der allgemeinen Formel -SR5, in der R5
für eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
eine Arylgruppe oder eine Arylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht; oder R
(4) eine Gruppe der folgenden allgemeinen Formel \R ί
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in der
(a) Rg ein Wasserstoffatom, R7 ein Wasserstoffatom, eine
Gruppe R" der oben angegebenen Bedeutungen oder eine
Gruppe der allgemeinen Formel -NHRg darstellen, in der Rg eine Amxnocarbonylgruppe, eine Alkylaminocarbonylgruppe
mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil,
eine Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil, eine Alkylcarbonylgruppe
mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder eine
Tosylgruppe darstellt; oder
(b) Rg eine Gruppe der Formel -COORg oder -CORg und R7
eine Gruppe der Formel -NHCOORg oder -NHCORg darstellen, in der Rg eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder eine Phenylgruppe bedeutet; oder
(c) Rg, R7 und das Stickstoffatom, an das diese Gruppen
gebunden sind, gemeinsam eine Imidogruppe der allgemeinen Formel
0
Il
Il
bedeuten, in der R2 die oben angebenen Bedeutungen
besitzt, wobei, wenn Rfi eine Gruppe der Formel -COORg oder -CORg und R7 eine Gruppe der Formel -NHCOORg
oder -NHCORg darstellen, R3 zusätzlich eine Heteroarylmethylgruppe
der allgemeinen Formel R1111CHpbedeutet,
in der R1''f eine 2-Thienylgruppe, eine
3-Thienylgruppe, eine 2-Furylgruppe, eine 3-Furylgruppe,
eine 2-Thiazolylgruppe oder eine 5-Isoxazolylgruppe
darstellt;
mit der Maßgabe bedeuten, daß, wenn X ein Bromatom darstellt, R-1 nur eine Imidogruppe der allgemeinen Formel
It
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darstellt;
wenn ein metathetischer Kationenbildner oder eine Lewis-Säure
verwendet werden, X nur ein Chloratom oder ein Bromatom darstellt; und
wenn R eine säurelabile Carbonsäureschutzgruppe darstellt,
das Produkt ein 3-Methylencephain—4-carbonsäure-sulfoxid
ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner Verbindungen der allgemeinen Formel II
| i! | |
| COOR | |
| O | |
| Il | |
in der R Λ , R und X die oben angegebenen Bedeutungen mit
der Maßgabe besitzen, daß X von Chlor, Brom oder einer
Gruppe der allgemeinen Formel -N^ verschieden ist,
^R7
in der R eine Gruppe der Formeln -COORq oder CORq und
R7 eine Gruppe der Formeln -NHCOORg oder -NHCORg darstellen.
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Bei der obigen Definition des erfindungsgemäßen Verfahrens
steht der Ausdruck "Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen"
für Methylgruppen, Äthylgruppen, n-Propylgruppen oder
Isopropylgruppen. Der Ausdruck "Alkylgruppe mit 1 bis 1Ö Kohlenstoffatomen"
umfaßt Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Cyclohexyl-, sek.-Butyl-, Heptyl-, Octyl-, Isooctyl-, Decyl-
oder Menthyl-Gruppen. Der Ausdruck "Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen" steht für Gruppen wie die Chlormethylgruppe,
die Bromäthylgruppe, die Jodäthylgruppe, die 2-Chlorpropylgruppe, die 2-Chlorcyclohexylgruppe oder die
2-Chlorbutylgruppe. Der Ausdruck "Arylalkylgruppe mit 1 bis
3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil" umfaßt die Benzylgruppe,
die 2-Phenyläthylgruppe, die 2-Phenylpropylgruppe, die 4-Chlorbenzylgruppe,
die Naphthylmethylgruppe oder die 3-(2-NitrophenyD-•propylgruppe.
Beispiele für Alkoxycarbonylgruppen mit 1 bis Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil sind die Methoxycarbonylgruppe,
die Äthoxycarbony!gruppe und die Isopropoxycarbonylgruppe.
Vertreter von "Halogenmethylgruppen" sind die Chlormethylgruppe, die Brommethylgruppe oder die Jodmethylgruppe.
Beispiele für Imidogruppen, in denen Rp für eine Alkenylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen steht, sind
die Maleinimidogruppe, die 3-Äthylmaleinimidogruppe oder die
3,4-Dimethylmaleinimidogruppe. Beispiele für Imidogruppen,
in denen R2 eine 1, 2 - Cy c 1 oh exe ny Ie η-oder 1, 2-Phenylengruppe
darstellt, sind die 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimidogruppe bzw.
die Phthalimidogruppe.
Wenn gemäß der obigen Definition die Gruppe R" für eine substituierte
Phenylgruppe steht, so kann die Gruppe R" eine mono- oder disubstituierte Halogenphenylgruppe, beispielsweise
eine 4-Chlorphenylgruppe, eine 2,6-Dichlorphenylgruppe,
eine 2,5-Dichlorphenylgruppe, eine 3,4-Dichlorphenylgruppe,
eine 3-Chlorphenylgruppe, eine 3-Bromphenylgruppe, eine
4-Bromphenylgruppe, eine 3,4-Dibromphenylgruppe, eine 3-Chlor—
4-fluorphenylgruppe oder eine 2-Fluorphenylgruppe; eine geschützte Hydroxyphenylgruppe, wie eine 4-Benzyloxyphenylgrupfpe,.eine
3-Benzyloxyphenylgruppe, eine 4-tert.—Butoxyphenyl—
gruppe, eine 4-Tetrahydropyranyloxyphenylgruppe, eine
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4—(4-Nitrobenzyloxy)-pheny!gruppe, eine 2-Phenacyloxyphenylgruppe,
eine 4-Benzhydroxyphenylgruppe oder eine 4-Trityloxyphenylgruppe;
eine Nitropheny!gruppe, wie eine 3-Nitrophenylgruppe
oder eine 4-Nitrophenylgruppe; eine Cyanophenylgruppe, beispielsweise eine 4-Cyanopheny!gruppe; eine mono-Oder
dialkylsubstituierte Phenylgruppe, wie eine 4-Methylphenylgruppe,
eine 2,4-Dimethylphenylgruppe, eine 2-Äthylphenylgruppe,
eine 4-Isopropylphenylgruppe, eine 4-Äthylphenylgruppe
oder eine 3-n-Propylphenylgruppe; oder eine Mono- oder Dialkoxyphenylgruppe, beispielsweise eine 2,6-Dimethoxyphenylgruppe,
,eine 4-Methoxyphenylgruppe, eine 3-Äthoxyphenylgruppe,
eine 4—Isopropoxyphenylgruppe, eine 4-tert.-Butoxyphenylgruppe
oder eine 3-Äthoxy-4-methoxyphenylgruppe, bedeuten. Weiterhin stehtdie Gruppe R" für disubstituierte
Phenylgruppen, deren Substituenten verschieden sein können,
beispielsweise für die 3-Methyl-4-methoxyphenylgruppe, die 3-Chlor-4-benzyloxyphenylgruppe, die 2-Methoxy~4-bromphenylgruppe,
die 4-Äthyl-2-methoxyphenylgruppe, die 3-Chlor—4-nitrophenylgruppe,
die 2-Methyl-4-chlorphenylgruppe und ähnliche
disubstituierte Phenylgruppen, die unterschiedliche Substituenten aufweisen.
Der Ausdruck "geschützte Aminogruppe", wie er bei der obigen Definition angewandt wird, steht für eine Aminogruppe, die
mit einer der üblicherweise verwendeten Aminoblockierungsgruppen
substituiert ist, wie die tert.-Butoxycarbonylgruppe
(t—BOC), die Benzyloxycarbonylgruppe, die 4—Methoxybenzyloxycarbonylgruppe,
die 4-Nitrobenzyloxycarbonylgruppe, die 2,2,2-Trichloräthoxycarbonylgruppe oder die 1-Carbomethoxy-2-propenylgruppe,
die mit Acetessigsäuremethylester gebildet
wird. Ähnliche Aminoschutzgruppen, wie die von J.W. Barton in "Protective Groups in Organic Chemistry" (J.F.W. McOmie,
Ed., Plenum Press, New York, N.Y., 1973, Kapitel 2) beschriebenen Gruppen,sind ebenfalls für die Erfindung geeignet.
Der Ausdruck "heschützte Hydroxygruppe" steht für die mit
einer Hydroxylgruppe gebildeten, leicht abspaltbaren Gruppen, wie die Formyloxygruppe, die Chloracetoxygruppe, die
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Benzyloxygruppe, die Benzhydryloxygruppe, die Trityloxygruppe,
die 4-Nitrobenzyloxygruppe, die Trimethylsilyloxygruppe,
die Phenacyloxygruppe, die tert.-Butoxygruppe, die Methoxymethoxygruppe
oder die Tetrahydropyranyloxygruppe. Andere Hydroxyschutzgruppen, einschließlich die von CB. Reese in
"Protective Groups in Organic Chemistry" (supra), Kapitel 3 beschriebenen, fallen ferner unter den Ausdruck "geschützte
Hydroxygruppen", wie er hierin verwendet wird.
Der Ausdruck "Carbonsäureschutzgruppe" oder "Schutzgruppe für die Carbonsäuregruppe" betrifft die üblicherweise verwendeten
Carbonsäureschutzgruppen, die dazu dienen, die Carbonsäuregruppe während Reaktionen zu blockieren oder zu schützen, die
an anderen funktionellen Gruppen der Verbindung durchgeführt werden. Solche Carboxyschutzgruppen sind dafür bekannt, daß
sie ohne weiteres hydrolytisch oder hydrogenolytisch unter
3ildung der entsprechenden Carbonsäure abgespalten werden können. Beispiele für Carbonsäureschutzgruppen darstellende
Estergruppen sind die Methylgruppe, die tert.—Butylgruppe, die Benzylgruppe, die 4-Methoxybenzylgruppe, die Alkanoyl—
oxymethylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkanoylteil,
die 2-Jodäthylgruppe, die 4-Nitrobenzylgruppe, die Diphenylmethylgruppe
(Benzhydry!gruppe), die Phenacylgruppe,
die 4-Halogenphenacylgruppe, die Dimethylallylgruppe, die 2,2,2—
Trichloräthylgruppe, die Trialkylsilylgruppe mit jeweils Ibis
3 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen oder die Succinimidomethylgruppe. Andere bekannte Carboxyschutzgruppen,wie die von
E. Haslam in "Protective Groups in Organic Chemistry" (supra), Kapitel 5 beschriebenen Gruppen,sind ebenfalls erfindungsgemäß
geeignet. Die Art dieser esterbildenden Gruppen ist jedoch nicht kritisch.
Wenn das als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren
eingesetzte Azetidinonsulfinsäure-Derivat mit einer säurelabilen Carboxyschutzgruppe, wie einer 4-Methoxybenzylgruppe,
einer Benzhydrylgruppe, einer tert.-Butylgruppe oder
einer Trialkylsilylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen je
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Alky]gruppe, geschützt ist, erhält man als Produkt der erfindungsgernäßen
Cyclisierung eine 3-Exotnethylencephain— sulfoxidsäur
e.'In ähnlicher Weise werden, wenn die Ausgangsmaterialien
ähnliche säurelabile Hydroxy- oder Amino-Schutzgruppen aufweisen, diese Gruppen üblicherweise unter den sauren Bedingungen
des erfindungsgemäßen Cyclisierungsverfahrens abgespalten.
Die Abspaltung gewisser säurelabiler Schutzgruppen unter den Reaktionsbedingungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens stellt kein kritisches Merkmal der vorliegenden Erfindung dar. Die Schutzgruppen der Azetidinon-Ausgangsmaterialien
des erfindungsgemäßen Verfahrens sind wegen der Notwendigkeit vorhanden, ihre als Vorläufer dienenden Penicillinsulfoxide
während der Herstellung der als Zwischenprodukte eingesetzten Azetidinon-sulfinylhalogenide zu schützen.
Somit liegt der primäre Zweck der Schutzgruppen darin, die reaktiven funktioneilen Gruppen während der Herstellung der
Ausgangsmaterialien zu schützen. Die Art der Schutzgruppen ist erfindungsgemäß nicht kritisch. Es wird keine merkliche
Verminderung der Ausbeute an dem Exomethylencephamsulfoxid
festgestellt, wenn man säurelabile Schutzgruppen anwendet. In diesem Fall besteht der einzige Unterschied darin, daß
die Produkte typischerweise in Form von Cephamsäuren anstatt von Cephamestern anfallen. Da die Exomethylencepham-sulfoxid-Produkte
der Erfindung üblicherweise weiter umgewandelt werden,
ist es bevorzugt, daß die reaktiven funktionellen Gruppen dieser Produkte während des erfindungsgemäßen Cyclisierungsverf
ahrens geschützt bleiben. Daher sind die säurestabilen Schutzgruppen bevorzugt. Die bevorzugten Carbonsäure-Esterschutzgruppen
sind die Methylgruppe, die 2-Jodäthylgruppe, die 4-Nitrobenzylgruppe, die 4-Halogenacylgruppe und die
2,2,2-Trichloräthylgruppe.
Die obigen Definitionen für die Hydroxy-, Amino— und Carboxy-Schutzgruppen
sind jedoch nicht erschöpfend. Die Funktion dieser Gruppen besteht darin, die reaktiven funktionellen
Gruppen während der Herstellung der Ausgangsmaterialien zu schützen, wobei diese Gruppen zu einem späteren Zeitpunkt
ohne Veränderung des restlichen Moleküls abgespalten werden.
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Viele Schutzgruppen dieser Art sind dem Fachmann ohne weite-,
res bekannt, so daß auch die Anwendung anderer Gruppen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren für die erfindungsgemäßen Verbindungen
als geeignet angesehen wird. Somit sind die "Schutzgruppen" für die Neuheit oder die Erfindungshöhe der vorliegenden
Lehre ohne Bedeutung.
Repräsentative Vertreter der Acylaminogruppe der allgemeinen
O
Formel R3CNH-, wie sie oben definiert wurde, sind die Formamidogruppe,
die Acetamidogruppe, die Propionamidogruppe, die
Butyramidogruppe, die 2-Pentenoylaminogruppe, die Chloracetamidogruppe,
die Bromacetamidogruppe oder die 5-tert.-Butoxycarbonylatnino-5-t
er t.-butoxycarbonylvaler amido gruppe.
Beispiele für besondere Acylaminogruppen der allgemeinen For-
mel R11CNH-,sind die Benzamidogruppe, die 2,6-Dimethoxybenzamidogruppe,
die 4-Chlorbenzamidogruppe, die 4-Methylbenzamidogruppe,
die 3,4-Dichlorbenzamidogruppe, die 4-Cyanobenzamidogruppe,
die 3-Brombenzamidogruppe oder die 3-Nitrobenz— amidogruppe.
It
Beispiele für Acylaminogruppen der allgemeinen Formel R-.CNH—,
in der R^ für eine Gruppe der Formel R1^O)1nCH2-, in der m O
bedeutet, sind die Cyclohexa-1,4-dienylacetamidogruppe, die
Phenylacetamidogruppe, die 4-Chlorphenylacetamidogruppe, die
3-Methoxyphenylacetamidogruppe, die 3-Cyanophenylacetamidogruppe,
die 3-Methylphenylacetamidogruppe, die 4-Bromphenylacetamidogruppe,
die 4-Äthoxyphenylacetamidogruppe, die 4-Nitrophenylacetamidogruppe
oder die 3,4-Dimethoxyphenylacetamidogruppe;
während repräsentative Acylaminogruppen der obigen Formel, in der πι die Bedeutung von 1 hat, die Phenoxyacetamidogruppe,
die 4-Cyanophenoxyacetamidogruppe, die 4-Chlorphenoxyacetamidogruppe,
die 3,4-Dichlorphenoxyacetamidogruppe,
die 2-Chlorphenoxyacetamidogruppe, die 4-Methoxyphenoxyacetamidogruppe,
die 2-Athoxyphenoxyacetamidogruppe, die 3,4-Dimethy!phenoxyacetamidogruppe,
die 4-Isopropylphenoxyacetamido-
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gruppe, die 3-Cyanophenoxyacetamidogruppe oder die 3-Nitrophenoxyacetamidogruppe
sind.
Beispielhafte Vertreter von Acylaminogruppen, in denen R3 eine
substituierte Arylalkylgruppe der Formel Rfll-CH-, worin W für
t W
eine geschützte Hydroxygruppe steht, darstellt, sind die 2-Formyl·
oxy-2-phenylacetamidogruppe, die 2-Benzyloxy-2-(4-methoxyphenyl)-acetamidogruppe,
die 2-(4-Nitrobenzyloxy)-2-(3-chlorphenyD-acetatnidogruppe, die 2-Chloracetoxy-2-(4-methoxyphenyl)-acetamidogruppe,
die 2-Benzyloxy-2-phenylacetarnidogruppe, die 2-Trimethylsilyloxy-2-(4-chlorphenyl)-acetamidogruppe oder die
2-Benzhydryloxy-2-phenylacetatnidogruppe. Repräsentative Vertreter
von Gruppen, in denen W eine geschützte Aminogruppe darstellt, sind die 2-(4-Nitrobenzyloxycarbonylanvino)-2-phenylacetamidogruppe,
die 2-(2,2,2-Trichloräthoxycarbonylamino)-2-phenylacetamidogruppe,
die 2-Chloracetamido-2~(l,4-cyclohexadien-l-yl)-acetatnidogruppe, die 2-(4-Methoxybenzyloxycarbonylamino)-2-(4-methoxyphenyl)-acetamidogruppe,
die 2-Benzhydryloxycarbonylamino-2-phenylacetamidogruppe
oder die 2-(l-Carboinethoxy—2—propenyl)—amino-2-phenylacetamidogruppe.
Repräsentative Vertreter von Gruppen R^, wenn R-, eine Imidogruppe
der allgemeinen Formel
R"-(O) CH
m
m
darstellt, sind die N-Acetyl-N-phenylacetylaminogruppe, die
N-Trichloräthoxycarbonyl-N-phenoxyacetylaminogruppe, die
N-Propoxycarbonyl-N-(4-chlorphenoxy)-acetylaminogruppe oder
die N-(2-Bromacetyl)-N-phenoxyacetylaminogruppe.
If
Beispiele für Acylaminogruppen der Formel R3CNH-, in der R3
.eine Heteroarylmethylgruppe der allgemeinen Formel R11^
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darstellt, sind die 2-Thienylacetaniidogruppe, die 3-Thienylacetamidogruppe,
die 2-Furylacetamidogruppe, die 2-Thiazolylacetamidogruppe
der Formel
S- CH CNH-
oder die 3-(2-Chlorphenyl)-5-methylisoxazol-4-ylamidogruppe
der Formel
Repräsentative Imidazo lidxnylgruppen R^, der allgemeinen Formel
sind die 2 J2-Dimethyl~3-nitroso-5-oxo-4-phenyl-l-imidazolidinylgruppe,
die 2,2—Dimethyl-3-nitroso—5-oxo-4—(4-benzyloxyphenyD-l-imidazolidinylgruppe,
die 2,2-Dimethyl-3-acetyl-5-oxo-4-(l,4-cyclohexadien-l-yl)-l-imidazolidiny!gruppe
oder die 2, 2-Dimethyl-3-nitroso—5-OXO-4- (2-thienyl )-l-imidazolidinylgruppe.
Im allgemeinen ist das erfindungsgemäße Verfahren auf die Cyclisierung
von von Penicillinsulfoxid abgeleiteten Azetidinon-
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sulfinsäure-Derivaten durch eine durch Friedel-Crafts-Katalysatoren
herbeigeführte intramolekulare Reaktion der Sulfinylgruppen und der olefinischen Gruppen an dem Azetidinon—Ring
gerichtet. Diese interne Alkylsulfinierungsreaktion kann als analoge Reaktion zu einer Priedel-Crafts-Acylierungsreaktion
Il
angesehen werden, in der eine Sulfinylgruppe (-S-) anstelle
einer Carbony!gruppe (-C-) vorhanden ist und als Produkt anstelle
eines Ketons ein Sulfoxid anfällt. Die Literatur enthält mindestens drei Hinweise auf Sulfinylierungsreaktionen
vom Friedel-Crafts-Typ. Insbesondere wurde die intermolekulare
Arensulfinylierung von aromatischen Verbindungen unter Bildung von Diarylsulfoxiden beschrieben [c. Courtot und
J. Frenkiel, C.R.Acad.Sci., 199 (1934) 557; George A. Olah
und Jun Nishimura, J.Org.Chem., 3_9 (1973) 1203; und Irwin B.
Douglass und Basil Said Farah, J.Org.Chem., 23_ (1958) 805],
Gemäß einer analogen Reaktion reagieren Alkyl- oder Arylsulfenylchloride
mit aromatischen Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Aluminiumchlorid als Katalysator mit guten Ausbeuten
zu Thioäthern [h. Britzinger und M. Langheck, "Ber.",
86 (1953) 557]. Die Reaktion von Alkyl- oder Arylsulfonsäurechloriden
mit aromatischen Verbindungen unter Bildung von SuI-fonen
wurde genauer untersucht, s. beispielsweise George A. Olah, "Friedel-Crafts Chemistry", John Wiley and Sons, Inc.,
New York, N.Y., 1973, S. 122-123, 146, 507. Es sind jedoch bislang keine intramolekularen Alkylsulfinylierungen der Art
bekanntgeworden, wie sie hierin beschrieben werden. Die intramolekulare
Cyclisierung von Carbonsäuren und Derivaten davon mit Friedel-Crafts-Katalysatoren zur Bildung von cyclischen
Ketonen ist jedoch durch die chemische Literatur gut belegt. Hierzu sei insbesondere verwiesen auf Williams S. Johnson in
"Organic Reactions", Roger Adams et al., Eds., John Wiley and Sons, Inc., New York, N.Y., 1944, Kapitel 4, S. 130-177 und
die oben erwähnte Literaturstelle "Friedel-Crafts Chemistry".
Es hat sich erfindungsgemäß gezeigt, daß die herkömmlichen
Friedel-Crafts-Acylierungsverfahren, einschließlich der Reaktionsbedingungen,
der Lösungsmittel und der katalytischen
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Reagentien, ganz allgemein mit Erfolg auf die intramolekulare
Cyclisierung der erfindungsgemäßen Azetidinonsulfxnylchlorxde
und Derivate davon angewandt werden können.
Die als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren
eingesetzten Azetidinonsulfinylchloride sind von den entsprechenden
bekannten Penicillinsu^foxidestern abgeleitet und werden
dadurch hergestellt, daß man diese Ester bei erhöhten Temperaturen mit einem Reagens, das als Quelle für positives Halo
gen dient, vorzugsweise einem N-Halogenimid, wie N-Chlorsuccin
imid (NCS), umsetzt. Die Umwandlung der 6-Imido-penicillinsulfoxid-ester
in die entsprechenden Sulfinylchloride mit Sulfurylchlorid wurde in der Literatur bereits beschrieben
[S. Kukolja und S.R. Lammert, Angew.Chemie, 12_ (1973) 67-68],
Im allgemeinen erhält man die Sulfinylchlorid-Ausgangsmateria— lien für das erfindungsgemäße Verfahren durch Umsetzen eines
Penicillinsulfoxid-esters mit etwa 1,1 Äquivalenten N-Chlor—
succinimid in einem trockenen inerten organischen Lösungsmittel, vorzugsweise 1,1,2-Trichloräthan oder Toluol, bei einer
Temperatur von etwa 70 bis 120 C, wobei die bevorzugte Temperatur überwiegend von der Art des Cfi-Substituenten abhängt.
Die Umwandlung der Cg-Imido-penicillin-sulfoxide wird üblicherweise
bei 70 bis 100 C bewerkstelligt, während geringfügig höhere Temperaturen (100 bis 120 C) für die Herstellung
der Sulfinylchloride aus Cg-Acylamino-penicillin-sulfoxiden
bevorzugt sind. Die Reaktion ist bei der bevorzugten Reaktionstemperatur üblicherweise in 45 bis 90 Minuten vollständig
abgelaufen. Die als Vorläufer für die Sulfinylchloride verwendeten Periicillin-sulfoxid-ester sind entweder bekannte
oder leicht zugängliche Verbindungen, von denen viele zur Herstellung von Cephem-Verbindungen verwendet worden sind.
Man erhält sie aus bekannten 7-Acylamino- und 7-Imido-Penicillinsäuren
durch (1) Veresterung und (2) anschließende Oxydation, die üblicherweise mit.m-Chlorperbenzoesäure oder
Natriumperjodat erfolgt.
Ein Beispiel für die Herstellung der erfindurigsgemäß als *
Ausgangsmaterialien eingesetzten Azetidinonsulfinylchloride
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ist die folgende kurze Beschreibung der Herstellung von 4'-Nibenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl^-oxo-S-acetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat:
Eine Lösung von 5 mMol 4'-Nitrobenzyl-6-acetamidopenicillanat-1-oxid
in 200 ml Toluol wird zum Sieden am Rückfluß erhitzt und azeotrop getrocknet, indem man etwa
20 ml Toluol aus der Mischung abdestilliert. Nach dem kurzen Abkühlen der Mischung setzt man 5,5 mMol N-Chlorsuccinimid
zu. Man erhitzt die Mischung weitere 90 Minuten zum Sieden am Rückfluß, wonach man die Lösung auf Raumtemperatur abkühlt
und filtriert. Durch Eindampfen des Filtrats im Vakuum erhält man 4'-Nitrobenzyl-S-methyl-^-(2-chlorsulfinyl-4-oxo~3-acetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat
in Form eines Schaums. Die in dieser Weise als Produkte erhaltenen Azetidinonsulfinylchloride
können direkt und ohne Reinigung bei der erfindungsgemäßen Cyclisierung angewandt werden. In der Tat setzt man den
Friedel-Crafts-Katalysator häufig direkt zu der Reaktionsmischung zu, die man bei der Herstellung des Azetidinon-sulfinylchlorids
erhält.
In analoger Weise zu der Reaktion der Penicillin-sulfoxidester mit N-Chlorsuccinimid unter Bildung von Azetidinonsulfinyl-chloriden
können Penicillin-sulfoxid-ester, die an dem Kohlenstoffatom-6 eine Imidogruppe tragen, mit N-Bromsuccinimid
(NBS) unter Bildung der entsprechenden Azetidinonsulfinyl-brömide
umgesetzt werden. Die Reaktionsbedingungen für diese Umwandlung sind identisch mit den Bedingungen, die
bei der oben beschriebenen Herstellung von Sulfinylchloriden
unter Verwendung von N-Chlorsuccinimid angewandt werden. Die oben beschriebenen Azetidinon-sulfinyl-chloride und die entsprechenden
-sulfinyl-bromide besitzen eine ähnliche chemische Reaktivität hinsichtlich der im folgenden genauer beschriebenen
Cyclisierungsmittel.
Die Azetidinon-sulfinsäuren der allgemeinen Formel
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Ρκλ
COOR
in der R und R^, die oben angegebenen Bedeutungen besitzen,
erhält man im allgemeinen aus den entsprechenden Sulfinylchloriden,
indem man eine Lösung des Sulfinylchlorids in Äthylacetat während etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur in einer
wäßrigen Natriumbicarbonatlösung aufschlämmt. Die das Sulfinsäuresalz
enthaltende wäßrige Schicht wird abgetrennt, mit Äthylacetat gewaschen, mit weiterem Äthylacetat versetzt und
angesäuert. Die organische Schicht wird abgetrennt,.mit Salzlösung
gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann im Vakuum zur Trockne eingedampft, die in dieser
Weise isolierten Sulfinsäuren fallen im allgemeinen in Form von farblosen amorphen Feststoffen an.
Repräsentative Vertreter für erfindungsgemäße Sulfinsäuren
sind die folgenden;Verbindungen:
4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phenylacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
2 ', 2 ·, 2 '-Trichloräthyl-S-methyl-^- (2-sulf ino-4-oxo-3-acetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
2 '-Jodäthyl-3-methyl-2-(2-sulfino^-oxo-S-chloracetamido-lazetidinyl)-3-butenoat,
4 ·-Methoxybenzyl-S-methyl^- (2'-sulf ino)-4-OXO-S-Ph^aUmXdO-azetidinyl)-3-butenoat,
tert.-Butyl-3-methyl-2-[ 2-sulf ino-4-oxo-3-(2-bromacetamido )-l-azetidinyl]-3-butenoat,
Benzhydryl-3-methyl-2-[ 2-sulf ino-4-oxo-3-( 4-chlorph enoxyacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-[2-sulfino-4-oxo-3-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
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21 ,2' ,2»-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-sulf1^5-4-0X0-3-(2,2-dxtnethyl—3-nitroSO-5-OXO-4-phenyl—1—imxdazolidinyl)—1-azetidiny1]-3-butenoat,
2'-Jodäthylyl-3-methyl-2-[2-sulfino-4-oxo-3-acetamido-lazetidinyl]-3-butenoat
und
4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-[2-sulfino-4-oxo-3-(4-chlorbenzamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat.
Es versteht sich, daß andere Derivate der Azetidinon-sulfinylchloride,
einschließlich der Sulfinatester, der Thiosulfinatester, der gemischten Carbonsäure- und Sulfonsäureanhydrxde,
der Sulfinamid- und Sulfinimid-Derivate davon, aus den Sulfinsäuren
und ihren Vorläufer-Sulfinylchloriden hergestellt werden können. Diese Derivate können durch gut bekannte übliche
Verfahrensweisen bereitet werden, die zur Herstellung von Carbonsäurederivaten, beispielsweise Estern, Thioestern, Anhydriden,
Amiden und Itniden aus Carbonsäuren und Carbonsäurechloriden,
angewandt werden. Einige Azetidinon-sulfinamid-Derivate wurden direkt aus Penicillinsulfoxiden hergestellt
[s. Terao, T. Matsuo, S. Tshushima, N. Matsumoto, T. Miyawaki und M. Miyamoto, J.Chem.Soc. (C) (1972) 1304.] Es versteht
sich fernerhin, daß solche Derivate mit Hilfe der im folgenden angegebenen Verfahrensweisen und Verfahrensbedingungen zu
3-Methylencephamsulfoxid-Verbindungen cyclisiert werden können,
Azetidinon-sulfinsäureester (Sulfinate) der allgemeinen Formel
in der R und R^ die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und
R4 eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe
mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder
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eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet,
erhält man aus den obigen, von Penicillinsulfoxid abgeleiteten
Azetidinon-sulfinylchloriden durch Umsetzen des SuIfinylchlorids
mit dem entsprechenden Alkanol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, dem entsprechenden Arylalkanol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen
im Alkyl teil bzw. dem entsprechenden Halogenalkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Typischerweise bereitet
man die Sulfinsäureester durch direkte Zugabe des gewünschten Alkohols zu der Reaktionsmischung, in der das Azetidinonsulfinylchlorid
aus einem Penicillinsulfoxid gebildet wurde. Der als Produkt anfallende Sulfinsäureester wird dann unter
Anwendung üblicher Isolierungsverfahren, einschließlich durch
Eindampfen, durch Kristallisation und durch Chromatographie,
isoliert.
Beispiele für Alkohole, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Sulfinsäureester eingesetzt werden können, sind Methanol,
Äthanol, Isopropanol, Cyclohexanol, 4-Chlor-cyclohexanol, sek.-Butanol,
n-Heptanol, Menthol, Benzylalkohol, 2-Phenyläthanol,
3-Phenylpropanol, 2-Chlorbenzylalkohol, 4-Methoxybenzylalkohol,
2-(4-Nitrophenyl)-äthanol, 2-Chloräthanol, 2-Bromäthanol,
3-Bromcyclohexanol, 4-Chlorbutanol oder 3-Chlorpropanol·
Repräsentative Vertreter der Azetidinon—sulfinsäureester sind:
4 '-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-isobutoxysulfinyl—4-oxo-3-acet—
amido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
Benzhydryl-3-methyl-2-[2-(2-chlorpropoxysulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1—azetidinyl]-3—butenoat,
2' ,2' ,2'-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-(2-bromäthoxyεulfinyl)-4-oxo-3-(2-formyloxy-2-phenylacetamido)-■l-azetidinyl]
-3—butenoat, 2 '- Jodäthyl-3-methyl-2-[ 2-(4-brombenzyloxysulf iny 1 )-4-oxo-3-phthalimido-1-azetidinyl]-3—butenoat,
tert.-Butyl-3-methyl-2-( 2-methoxysulfinyl-4-oxo-3-benzyloxycarbonylarnino-1-azetidinyl
)-3-butenoat,
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4 '-Chlorphenacyl-3-tnethyl-2-[ 2- (2-phenylisopropoxysulfinyl )■
4-OXO-3-(2-chlorbenzamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
4'-Methoxybenzyl-3-methyl-2-[2-cyclohexylsulfinyl-4-oxo-3-(
2, 2-dimethyl-3-nitroso—5—oxo-4-phenyl-l-imidazolidinyl )-l-azetidinyl]-3-butenoat
und
Methyl-3-tnethyl-2-[2-(3-phenylpropoxysulfinyl)-4-oxo-3-(4-chlorphenoxyacetamido)—l-azetidinyl]-3-butenoat.
Die Azetidinon-thiosulfinatester der allgemeinen Formel
ο \
Il
5SR
5SR
X/1
co<
DOR j
in der R und R^ die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und
R5 eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe
oder eine Arylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffato- ·
men im Alkylteil darstellt, erhält man aus den oben beschriebenen Azetidinon-sulfinylchloriden durch Umsetzen dieser Verbindungen
mit dem entsprechenden Alkylthiol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
dem entsprechenden Arylthiol bzw. dem entsprechenden Arylalkylthiol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkyl-r
teil. Die'Thiosulfinatester werden unter Anwendung üblicher experimenteller Techniken bereitet und isoliert. Ihre Herstellung
ist direkt analog der Herstellung der Carbonsäurethioester
aus den Carbonsäurechloriden.
Repräsentative Thiole oder Mercaptane, die zur Herstellung der Azetidinon-thiosulfinatester verwendet werden können, sind
Methanthiol, Äthanthiol, 2-Propanthiol, 2-Methyl-2-propanthiol,
Cyclohexanthiol, 2-Pentanthiol, 1-Butanthiol, Thiophenol, 4-Chlorthiophenol,
2-Phenyläthanthiol und Benzylmercaptan.
Repräsentative Vertreter erfindungsgemäßer Azetidinon-thiosulfinatester
sind:
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4 ' -Nitrobenzyl-S-methyl-^- (2-tnethylthiosulfinyl-4-oxo-3-formamido-1-azetidinyl)-3—butenoat,
2 '-Jodäthyl-3-methyl-2-[2-(2-methyl-l-propanthiosulfinyl )-4-OXO-3-(4-methoxybenzyloxycarbonylamino)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
2' , 2 ·,2 '-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-(1-hexanthiosulfinyl )-4-oxo-3-(4-trifluormethylbenzamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
Benzhydryl-3-methyl-2-[2-benzylthiosulfinyl-4-oxo-3-(4-methyl—
phenoxyacetamido)—l-azetidinyl]-3-butenoat und
tert.-Butyl-3-methyl-2-[2-Phenylthiosulfinyl-4-oxo-3-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino)—l-azetidinyl]-3-butenoat.
Die Sulfinamid- und SuIfinimid-Derivate der von den Penicillin
sulfoxiden abgeleiteten Azetidinon-sulfinylchloride entsprechen der folgenden allgemeinen Formel
in der R und R. die oben angegebenen Bedeutungen besitzen,
während
(a) R6 ein Wasserstoffatom und R^ ein Wasserstoff atom, eine
Gruppe R" der oben definierten Art oder eine Gruppe der Formel -NHRg bedeuten, in der Rg eine Aminocarbonylgruppe,
eine Alkyl aminocarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen
im Alkylteil, eine Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 3 .Kohlenstoffatomen im Alkoxy teil, eine Alkylcarbonylgruppe
mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder eine
TosyIgruppe bedeutet; oder
(b) R,- und R^ und das Stickstoffatom, an das sie gebunden sind,
gemeinsam eine Imidogruppe der allgemeinen Formel
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ü\
s/
in der R~ die oben angegebenen Bedeutungen besitzt, bedeuten.
Ganz allgemein werden die Azetidinon-sulfinamide und -sulfinimide
in gleicher Weise aus den entsprechenden Sulfinylchloriden gebildet wie die Carboxamide und Carboximide aus Carbonsäurechloriden,
d.h. durch umsetzen des Säurechlorids mit etwa 1 bis etwa 2 Äquivalenten einer geeigneten Aminbase. Typischerweise
wird diese Reaktion wie die oben beschriebene Herstellung der SuIfinsäureester und —thioester in einem inerten organischen
Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Methylenchlorid, Chloroform oder Äthylacetat, durchgeführt. Die folgende Tabelle
verdeutlicht die besonderen Basen, die zur Herstellung der einzelnen SuIfinamide und Sulfinimide der folgenden allgemeinen
Formel verwendet wurden:
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Aminbase
-SNH2
O
-SNHR"
-SNHR"
O O
-SNHNHCNH.
O O -SNHNHCNH
O O
O O -SNHNHC (C1-C3-AIkYl)
OO
-SNHNHS-·^ V-CH
ft
4V NH4Cl
R"-NH2
O H2NNHCNH2
O H0NNHCNH(C1-C
O H2NNHCO(C1-C3-AIkYl) !
H2NNHC
ft
Die Succinimidosulfinyl-azetidinone können auch mit Hilfe der
folgenden Reaktionsfolge bereitet werden:
iV
COOR
1-SI(CH )
HOAc, DMF, Δ
OR
[QJ
0R -/
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Der Penlcillin-sulfoxidester wird in Gegenwart von Essigsäure
in Dimethylformamid mit einem Überschuß von N-Trimethylsilyl—
succinimid auf eine Temperatur von etwa 105 C erhitzt. Das dabei gebildete Azetidinon-sulfenimid wird dann mit m-Chlorbenzoesäure
zu dem entsprechenden SuIfinimid-Derivat oxydiert.
Repräsentative Azetidinon-sulfinamide und -sulfinimide sind die folgenden.
4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-phthalimidosulfinyl-4-oxo-3-phenylacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
2l-Jodäthyl-3-methyl-2-[2-(4-chloranilinosulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl]-3-butenoat,
Benzhydryl-3-methyl-2-[2-carbamylhydrazosulfinyl-4-oxo-3-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
4 f-Chlorphenacyl-3-methyl-2-(2-äthylcarbamylhydrazosulfinyl—
4-oxo-3-formamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
tert.-Butyl—3-methyl-2-[2-carbäthoxyhydrazosulfinyl-4-oxo-3-(2-formyloxy-2-phenacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
2',2·,2!-Trichloräthyl-3-methyl-2-(2-propionylhydrazosulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat,
Methyl-3-methyl-2-[2-(4-tolylsulfonylhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-(2-chlorbenzamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
4'—Methoxybenzyl—3-methyl-2-(2—succinimidosulfinyl-4—oxo-3—
propionamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
4f-Nitrobenzyl-3-methyl-2-[2-(4-methoxyanilinosulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl]-3-butenoat,
2'-Jodäthyl-3-methyl-2-(2-carbomethoxyhydrazosulfinyl-4-oxo-3-chloracetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und
2 »,2',2'-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-acethydrazosulfinyl-4-oxo-3-(2-tert.-butoxycarbonylamino-2-phenylacetamido)—1-azetidiny1]-3—butenoat.
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Neben den obenbeschriebenen Sulfinamiden kann man bei dem
erfindungsgemäßen Cyclisierungsverfahren auch andere Sulfinamide
als Ausgangsmaterialien einsetzen. Insbesondere kann
man Azetidinon-sulfinamide der allgemeinen Formeln
0 NHCOOR 0 NHCOR
Cf
COOR
worin R und R^ die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und
Rg eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine
Phenylgruppe darstellt, unter den sauren Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zu den entsprechenden 3-Methylencepham-sulfoxiden
cyclisieren. Azetidinon-sulfinamide dieser Art sind bekannte Verbindungen [s. S. Terao et al., supra].
Man erhält sie direkt aus Penicillin-sulfoxiden durch Umsetzen
mit Azodicarboxylaten oder Diacyldiimiden. Bei den etwas milderen Reaktionsbedingungen (gegenüber den Reaktionsbedingungen, die für die Herstellung der Sulfinylhalogenide angewandt
werden) für die Herstellung dieser Azetidinon-sulfinamide kann eine größere Gruppe von Penicillin-sulfoxid-Ausgangstnaterialien
angewandt werden. Somit kann die Gruppe R^ in der oben angegebenen allgemeinen Formel für die Sulfin-
amide neben den angegebenen Gruppen eine Amidgruppe der For-O
mel R1111CHpCNH- darstellen, in der R'111 für eine Heteroarylgruppe
steht, die unter anderem die 2-Thienylgruppe, die 3-Thienylgruppe, die 2-Furylgruppe, die 3-Furylgruppe, die
2-Thiazolylgruppe und die 4-Isoxazolylgruppe einschließt.
Beispiele für die Sulfinamid-Ausgangsmaterialien, die direkt von Penicillin-sulfoxiden, Azodicarbocylaten oder Diacyldiimiden
abgeleitet sind und für das erfindungsgemäße Verfahren geeignet sind, sind die folgenden Verbindungen:
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4 · -Nitrobenzyl-3-methyl-2-[ 2-<N,N ·-dicarbo-tert.-butoxyhydrazosulfinyl)-4-OXO-3-(2-thienylacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat,
2 '-Jodäthyl-3-methyl-2-[2-4ί,N'-dibenzoylhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido—1—azetidinyl]—3-butenoat,
2 f,2',2'-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-(N,N'-dicarboäthoxyhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-phenylacetainido-l-azetidinyl]-3-butenoat,
Benzhydryl-3-methyl-2-[2-(N,N'-dicarbomethoxyhydrazosulfinyD-4-oxo-3-(2-formyloxy-2-phenylacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat
und
4'—Chlorphenacy1-3-methyl—2—[2-(N,N'-dicarbopropoxyhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-acetamido—1-azetidinyl]—3-butenoat.
Die Gruppe von Reagentien, die dazu geeignet sind, die intramolekulare
Sulfinylierung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu
bewirken, stimmt im wesentlichen überein mit der Gruppe von Reagentien, von denen bekannt ist, daß sie in der Lage sind,
Acylxerungsreaktionen vom Friedel-Crafts-Typ zu bewirken.
Eine detaillierte Übersicht über Friedel-Crafts-Acylierungen,
verwandte Reaktionen und dafür geeignete Katalysatoren ist die Veröffentlichung von George A. Olah in "Friedel-Crafts
Chemistry", John Wiley and Sons, New York, N.Y., 1973.
Geeignete Reagentien, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Bewirkung der intramolekularen Cyclisierung der oben beschriebenen Azetidinon-sulfinylchloride und -sulfinylbromide
verwendet werden können, sind die üblichen Friedel-Crafts-Katalysatoren,
einschließlich die Katalysatoren vom Typ der Lewis-Säuren, die Katalysatoren vom Typ der Brunsted-Protonensäuren
und die metathetischen Kationenbildner (durch doppelte Umsetzung bzw. Metathese Kationen bildende Mittel), Bevorzugte
Friedel-Crafts-Katalysatoren vom Typ der Lewis-Säuren sind
die Lewis-Säure-Katalysatoren vom Typ der Metallhalogenide. Die Katalysatoren vom Typ der Brjzinsted-Pro tonen säuren schließen
die sauren Chalcide (insbesondere die sauren Oxide), konjugierte Friedel-Crafts-Katalysatoren der Formel HMA- G und so-
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wohl die organischen als auch die anorganischen Brj^nsted-Protoηensäuren
selbst ein.
Die Cyclisierung der obenbeschriebenen Azetidinon-sulfinsäuren,
-ester, -thioester, -amide und -imide wird mit den Katalysatoren vom Typ der Brjzinsted-Protonensäuren bewerkstelligt.
Die Katalysatoren vom Typ der Lewis-Säuren sind durch die Anwesenheit
eines vakanten Orbitals gekennzeichnet, das ein zur Verfugung stehendes Elektronen-Paar aufnehmen kann, das entweder
einem einzigen Atom zuzuordnen ist, beispielsweise einem Sauerstoffatom, einem Schwefelatom oder einem Halogenidatotn,
oder in einem je-Orbital einer Verbindung vom Typ einer Lewis-Base,
unter Bildung einer kovalenten Bindung vorhanden ist. Beispiele für geeignete Metallhalogenid-Katalysatoren vom Typ
der Lewis-Säuren sind Aluminiumchlorid, Zinn-(IV)-chlorid, Zinn-(JV)-bromid, Zinkchlorid, Zinkbromid, Antimonpentamilorid,
Titantetrachlorid, Eisen-(III)-chlorid, Galliumtrichlorid,
Zxrkontetrachlorid, Quecksilber-ClD-chlorid, Chromtrichlorid
und ähnliche Metallhalogenide, die eine katalytische Wirkung vom Typ der Friedel-Crafts-Katalysatoren entfalten.
Bevorzugte Katalysatoren dieser Art sind Zinn-(IV)-Chlorid, Zinkchlorid, Zinkbromid, Zxrkontetrachlorid und Titantetrachlorid.
Der bevorzugteste Katalysator dieser Art ist Zinn-(IV)-Chlorid.
Die Katalysatoren vom Typ der Brunst ed-Pro tonen säuren unterscheiden
sich von den Friedel-Crafts-Katalysatoren vom Typ der Lewis-Säuren dadurch, daß im Fall der Protonensäuren die
Elektronen-Äkteptor-Qualität eine Folge einer positiv geladenen
Einheit, d.h. eines Protons, ist. Beispiele für geeignete Brjzinsted-Protonensäuren-Katalysatoren sind Methansulfonsäure,
Äthansulfonsäure, Trifluoressigsäure, Trichloressigsäure, Dichloressigsäure und ähnliche organische Säuren. Für das erfindungsgemäße
Verfahren geeignete anorganische Katalysatoren vom Typ der Brunsted-Protonensäuren schließen Schwefelsäure,
Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Perchlorsäure, Chlorsulfonsäure,
Fluorsulfonsäure und ähnliche Katalysatoren vom Typ
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der Protonensäuren ein. Bevorzugte Katalysatoren vom Typ der
Brjzinsted-Protonensäuren sind Methansulfonsäure, Trifluoressigsäure,
Phosphorsäure, Schwefelsäure und Polyphosphorsäure.
Die Chalcid-Katalysatoren schließen eine große Vielzahl von festen Oxiden und Sulfiden ein. Olah gibt in dem oben erwähnten
Buch "Friedel-Crafts Chemistry" an, daß hinsichtlich der Friedel-Crafts-Acylierungen die sauren festen Chalcid-Katalysatoren
"die attraktivsten Katalysatoren der Zukunft zu sein scheinen". Von den sauren Chalciden sind die sauren Oxide oder
gemischten sauren Oxide für das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt. Repräsentative Vertreter solcher saurer Oxide sind
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Cr-O^, PpOj-, TiOp, AlpO^'CoO
und AIpOo-MnO. Phosphorpentoxid ist der bevorzugteste Katalysator.
Im allgemeinen sind die dehydratisierten Chalcide
für Friedel-Crafts-Acylierungen als Katalysator inaktiv.
Durch die Zugabe geringer Mengen (etwa 1 bis 5 Gewichts -%) Wasser wird die katalytische Aktivität dieser Katalysatoren
jedoch aktiviert. Für die katalytische Aktivität der sauren Chalcid-Katalysatoren scheinen absorbierte Protonen wesentlich
zu sein. Die Wirkung des Wassers läßt darauf schließen, daß eine Brj^nsted-Acidität für die katalytische Aktivität der
sauren Chalcide verantwortlich ist [F.E. Condon in "Catalysts", Band VI, herausgegeben von P.H. Emmet, Reinhold Publ. Corp.,
New York, N.Y. (1953) S. 43]. Somit werden für die Zwecke der Erfindung ,die sauren Chalcide als Katalysatoren vom Typ der
Br^nsted-Protonensäuren bezeichnet.
Es ist jedoch ferner festzuhalten, daß, wie es häufig bei Friedel-Crafts-Acylierungen der Fall ist, ein Metallhalogenid-Katalysator
vom Typ der Lewis-Säuren zusammen mit einem Katalysator vom Typ einer Brj^nsted-Protonensäure verwendet werden
kann, wobei das wirksame katalytische Mittel ein konjugierter saurer Friedel-Crafts-Katalysator des Typs HMA. g ist. Es wird
angenommen, daß die Br^nsted-Säure-Aktivität für die Wirksamkeit
dieser Art von Katalysatoren verantwortlich ist. Somit werden erfindungsgemäß auch solche konjugierten Katalysatoren
als Br/^nsted-Katalysatoren klassifiziert. Beispiele für solche
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konjugierten Katalysatoren sind HBF4, HAlCl4, HAsFg und HAlBr4.
Obwohl ihre Aktivität im echten Sinne nicht katalytisch ist
(da sie im allgemeinen bei der Kationen-bildenden Reaktion verbraucht werden), stellen die metathetischen Kationenbildner
bzw. die durch doppelte Umsetzung Kationen bildenden Mittel, insbesondere die wasserfreien Silbersalze, wie Silber-p-tolu—
olsulfonat, Silberperchlorat, Silberphosphat, Silber-tetrafluorborat,
Silber-trifluoracetat und ähnliche Silberverbindungen,
wirksame "Katalysatoren" für die Friedel-Crafts-Cyclisierung
der Azetidinon-sulfiny!halogenide nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren dar. Diese Silbersalze wirken, wenn sie mit Halogenid-Reagentien umgesetzt werden, nicht als Säuren,,
sondern als metathetische Kationenbildner (durch doppelte Umsetzung
Kationen bildende Substanzen). Somit wird das als Zwischenprodukt anfallende Sulfinium-Kation durch Entfernen
des Chlorids von dem Su1finy1chlorid mit Hilfe des Silberkations
und nicht durch eine Säuren-Basen-Reaktion gebildet, wie es bei den oben beschriebenen sauren Katalysatoren der Fall
ist. Das als Nebenprodukt anfallende unlösliche Silberchlorid fällt dabei aus. Für das erfindungsgemäße Verfahren stellt
Silber-p-toluolsulfonat den bevorzugten metathetischen Kationenbildner
dar.
Die metathetischen Kationenbildner sind nur für Azetidinonsulfinylhalogenid-Ausgangsmaterialien
wirksam und nicht für die Cyclisierung anderer entsprechender Sulfinsäure-Derivate
geeignet. Diese anderen Sulfinsäure-Derivate werden unter Verwendung
eines Katalysators vom Typ einer Brunsted—Protonensäure
cyclisiert.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsmaterialien eingesetzten Azetidinon—sulfinylhalogenide können somit
durch. Umsetzen mit einem Metallhalogenid-Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure, einem Katalysator vom Typ einer Brj^nsted-Protonensäure
oder einem metathetischen Kationenbildner cyclisiert werden. Die besten Ausbeuten an 3-Methylencephamsulfoxiden
ausgehend von Azetidinon-sulfinylchloriden, den
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bevorzugten Ausgangsmaterialien des erfindungsgemäßen Verfahrens, erzielt man, wenn man Metallhalogenid-Katalysatoren
vom Typ der Lewis-Säuren verwendet. Es werden jedoch auch gute Ausbeuten an den Sulfoxid-Produkten ausgehend von SuI-finylhalogenid-Ausgangsmaterialien
erzielt, wenn man Katalysatoren vom Typ der Brjzinsted- Pro tonensäuren und metathetische
Kationenbildner einsetzt. Die Metallhalogenid-Katalysatoren vom Typ der Lewis-Säuren sind für die Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugt, bei denen Azetidinonsulfinylchloride
und -suIfiny!bromide als Ausgangsmaterialien
eingesetzt werden. Die Katalysatoren vom Typ der Brj^nsted-Protonensäuren
sind für die Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugt, bei denen als Ausgangsmaterialien
die Azetidinon-sulfinsäuren und die entsprechenden-sulfinatester,
-thiosulfinatester,-sulfonamide und -sulfinimide benützt
werden.
Als Medium für das erfindungsgemäße Cyclisierungsverfahren
kann man eine große Vielzahl von trockenen inerten organischen Lösungsmitteln einsetzen. Der Ausdruck "inertes organisches
Lösungsmittel" steht für ein organisches Lösungsmittel, das
unter den Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens keine
merkliche Reaktion mit sowohl den Reaktxonstexlnehmern als auch den Produkten eingeht. Da die als Ausgangsmaterialien
verwendeten Sulfinylchloride und andere Reagentien von Typ
der Säurehalogenide hydrolyseempfindlieh und von anderen
protischen Verbindungen, z.B. Alkoholen und Aminen, angegriffen werden, sollten die Feuchtigkeit und andere protische
Verbindungen dieser Art rigoros von dem Reaktionsmedium ferngehalten werden. Somit sind trockene aprotische organische
Lösungsmittel bevorzugt. Obwohl Spurenmengen von Wasser, wie man sie in kommerziell getrockneten Lösungsmitteln findet,
unschädlich sind, ist es jedoch im allgemeinen bevorzugt, daß das erfindungsgemäße Verfahren unter wasserfreien Bedingungen
durchgeführt wird. Geeignete Lösungsmittel schließen z.B. aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol,
Xylol, Chlorbenzol, Nitrobenzol oder Nitromesitylen; halogenierte
aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform,
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Methylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff, 1,2-Dichloräthan
(Äthylenchlorid), 1,1,2-Trichloräthan, 1,l-Dibrom-2-chloräthan,
und andere Lösungsmittel ein, wie sie dem Fachmann als für Friedel-Crafts-Reaktionen geeignet bekannt sind, wie unter anderem
Schwefelkohlenstoff und Nitromethan. Die bevorzugten Lösungsmittel
sind aromatische Kohlenwasserstoffe und halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe. Die bevorzugtesten aromatischen
Kohlenwasserstofflösungsmittel sind Benzol und Toluol. Die bevorzugtesten halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe
sind Methylenchlorid, Äthylenchlorid und 1,1,2-Trichloräthan.
Die Temperatur, bei der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt
wird, hängt von dem besonderen verwendeten Katalysator oder Mittel ab. Die Temperatur muß dazu ausreichen, die Cyclisierung
des Ausgangsmaterials zu bewirken. Es ist dem Fachmann ohne weiteres geläufig, daß unterschiedliche Friedel-Crafts-Reagentien
bei unterschiedlichen Temperaturen wirksam sind, um beispielsweise eine gegebene Acylierung zu erreichen. Weiterhin
ist dies sogar innerhalb einer bestimmten Klasse von Friedel-Crafts-Reagentien der Fall. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann im allgemeinen bei einer Temperatur im Bereich von 5 bis 150 C durchgeführt werden.
Die Cyclisierung sowohl der Azetidinon-sulfinsäure-Derivate
als auch der -sulfiny!halogenide kann mit den Katalysatoren
vom Typ der Brjzinsted-Protonensäuren in einem inerten organischen
Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 70 bis etwa 115°C, typischerweise bei der Rückflußtemperatur des Mediums,
in dem die Cyclisierung durchgeführt wird, bewerkstelligt werden.
Alternativ kann man irgendeines der oben beschriebenen Azeti—
dinon-sulfinyl-Derivate zu dem entsprechenden Exomethylencepham-sulfoxid
cyclisieren, indem man das Material in einer reinen organischen Br^nsted-Protonensäure, wie Methansulfonsäure,
Trifluormethansulfonsäure, Trifluoressigsäure, Trichloressigsäure
oder Dichloressigsäure, löst. Die unter diesen
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Bedingungen erforderliche Cyclisierungszeit hängt von der Art des Sulfinyl-Derivats, der besonderen verwendeten Säure
und der Reaktionstetnperatur ab. Typischerweise werden Azetidinon-sulfinamid-
und -sulfinimid-Derivate in Methansulfonsäure
bei Raumtemperatur innerhalb von 5 bis 10 Minuten cyclisiert, während die Cyclisierung der-sulfinsäure-, -ester- und-thioester-Derivate
davon nach etwa_30 Minuten bei Raumtemperatur vollständig abgelaufen ist.
Die Cyclisierung der oben beschriebenen Azetidinon-sulfinylhalogenide
erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 10 bis etwa 115°C. Noch bevorzugter führt man die Reaktion bei
einer Temperatur zwischen etwa 20 und etwa 85 C aus, während man am bevorzugtesten eine Temperatur anwendet, die überwiegend
von der Löslichkeit und der katalytischen Aktivität des besonderen verwendeten Cyclisierungsmittels abhängt. Wenn man einen
Katalysator vom Typ einer Brjzfnsted-Protonensäure (einschließlich
einen Chalcid-Katalysator oder einen sauren konjugierten Friedel-Crafts-Kafcalysator) als Katalysator für die Cyclisierung
eines Sulfinylhalogenid-Derivats in einem inerten organischen
Lösungsmittel verwendet, so erstreckt sich die bevorzugte Reaktionstemperatur von etwa 70 bis etwa 115 C, wobei
man typischerweise bei der Rückflußtemperatur des Mediums arbeitet,
in dem die Cyclisierung durchgeführt wird. Man kann jedoch die Cyclisierung von Methyl-3-methy1-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo—3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
in reiner PoIyphosphorsäure bei Raumtemperatur bewirken. Die intramolekulare
Sulfinylierung wird, wenn sie durch einen metathetischen Kat—
ionenbildner bewirkt wird, vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen etwa 20 und etwa 80 C, am bevorzugtesten bei Raumtemperatur,
ausgeführt. Wenn ein Metallhalogenid-Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure, wie er für die Cyclisierung von
Sulfinylhalogeniden bevorzugt ist, eingesetzt wird, so hängt
die bevorzugte Temperatur, bei der das Verfahren durchgeführt werden kann, insbesondere von dem jeweils verwendeten Metallhalogenid-Katalysator
ab. Wenn man somit 2inn-(IV)-chlorid, Zinn-(IV)-bromid oder Antimon-pentachlorid einsetzt, die üb—
lich-erweise in den für das Verfahren angewandten Lösungsmit-
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teln löslich sind, bewirkt man die Cyclisierung vorzugsweise
bei einer Temperatur von etwa 10 bis etwa 4O°C und noch bevorzugter bei etwa Raumtemperatur. Wenn man jedoch Titan—
tetrachlorid, eine Flüssigkeit, die ebenfalls in den meisten Reaktionslösungsmitteln löslich ist, verwendet, so ist
eine erhöhte Temperatur von etwa 40 bis etwa. 100 C für die Umwandlung bevorzugt. Benützt man bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren einen Metallhalogenid-Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure, der von den unmittelbar vorstehend spezifisch
erwähnten verschieden ist, so ist im allgemeinen eine erhöhte Temperatur von etwa 40 bis etwa 115 C bevorzugt, wobei man
noch bevorzugter bei einer Temperatur von etwa 40 bis etwa 85°C arbeitet.
Wenn man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren Zinn-(IV)-chlorid
als Cyclisierungsmittel benützt und in einem Toluolmedium
arbeitet, so kann man durch einfaches Filtrieren der Reaktionsmischung einen als Zwischenprodukt anfallenden Zinn-(IV)-chlorid-Sulfinylhalogenid-Komplex
isolieren. Der Komplex kann getrocknet und gelagert oder in Äthylacetat gelöst und anschließend
mit Chlorwasserstoffsäure, Wasser und Salzlösung gewaschen werden, so daß man das entsprechende Exomethylencepham-sulfoxid
erhält.
Um die vollständige Cyclisierung eines Sulfinylhalogenids sicherzustellen,
verwendet man mindestens eine stöchiometrische
Menge (Mol pro Mol) eines Friedel—Crafts-Katalysators vom Typ
einer Lewis-Säure oder eines metathetischen Kationenbildners. Wenn man weniger als 1 Mol-Äquivalent eines solchen Reagens
benützt, so erhält man geringere Ausbeuten des 3-Methylencepham-sulfoxid-Produkts,
und es bleibt ein Teil des SuIfinylchlorids
in nicht-umgesetzter Form zurück. Typischerweise erstreckt
sich die Menge des verwendeten Katalysators von geringfügig mehr als 1 Äquivalent bis etwa 2 Äquivalenten pro Mol
des Sulfinylchlorids. Vorzugsweise verwendet man etwa 1,1 Äquivalente
des Metallhalogenids vom Typ der Lewis-Säure oder des metathetischen Kationenbildners pro Mol des als Ausgangsmaterial
verwendeten Azetidinon-sulfinylhalogenids. Obwohl man eine
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geringere Menge als die stöchionietrische Menge eines Friedel-Crafts-Katalysators
vom Typ einer Brjzfnsted-Protonensäure verwenden
kann, um die vollständige Cyclisierung entweder eines Sulfinylchlorid- oder eines anderen SuIfinsäure-Derivats zu
bewirken, verwendet man diese sauren Katalysatoren üblicherweise
in äquivalenter oder etwas größerer Menge. Wie bereits erwähnt, kann die Cyclisierung_auch in einer reinen protischen
Säure durchgeführt werden, was auch eine bevorzugte Methode darstellt.
Die Reaktionszeit, die unter den oben beschriebenen Bedingungen erforderlich ist, erstreckt sich im allgemeinen von 5 Minuten
bis etwa 2 Stunden und hängt in gewissem Maß von den besonderen Reaktionsteilnehmern, den verwendeten Lösungsmitteln
und der Temperatur ab, bei der die Reaktion durchgeführt
wird. Üblicherweise ist die Reaktion beendet, nachdem die Reaktionsteilnehmer
während etwa 45 bis etwa 90 Minuten bei den bevorzugten Temperaturen in Kontakt gehalten wurden. Wie jedoch
bereits erwähnt wurde, sind unter gewissen Bedingungen kürzere Reaktionszeiten geeignet. Die Reaktionsmischung kann
ohne weiteres dunnschxchtchromatographxsch überwacht werden, um die Beendigung der Cyclisierungsreaktion festzustellen.
Der Mechanismus, nach dem das erfindungsgemäße Verfahren zu den gewünschten Ergebnissen führt, ist nicht mit Sicherheit
bekannt, obwohl das zwischenzeitliche Vorhandensein eines
Sulfinium-Ions
|
3 2
,4 1 |
Λ | COOR | H CHs |
R1\ | Il | f\ | |
| t | ι |
-H
& |
iooR | ||||
| j | |||||||
oder eines Komplexes davon, bei dem der C-2-Substituent am
Azetidinon-Ring den folgenden Formeln
609828/1006.
I -
S=O: M oder
X:M
(worin M. für H oder die Metallhalogenid-Lewis-Säure steht)
entspricht, äußerst wahrscheinlich ist.
Die Cyclisierung von deuteriertem Sulfinylchlorid, das man
aus Methyl-e-phthalirnido-Sß-methyl-Sa-trideuterioTnethylpenam-3-carboxylat-la-oxid
herstellt[R.D.G.cooper, Journal of the American Chemical Society, 92_ (1970) 5θ1θ], mit Zinn-(IV)-chlorid
ergibt gemäß der folgenden Reaktionsgleichung
OOCHa
Methyl-7-phthalimido-2,2-dideuterio—3-methylencepham-4-carboxy1at-1-oxid.
Die folgenden repräsentativen Umwandlungen können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt werden:
Die Cyclisierung von tert.-Butyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinylJ-S-butenoat,
das man aus tert.-Butyl-ö-phthalimidopenicillanat-sulfoxid gebildet hat,
ergibt 7-Phthalimido-3-methylencepham-4-carbonsäure-sulfoxid.
Die Cyclisierung von Benzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-benzyloxycarbonylamino-l-azetidinyl)-3-butenoat,
das man aus Benzyl-e-benzyloxycarbonylamino-penicillanat-sulfoxid gebildet
hat, ergibt Benzyl^-benzyloxycarbonYlatnino-S-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
609828/1006'
Das aus 4'-Methoxybenzyl-ö-phenoxyacetamido-penicillanatsulfoxid
gebildete 4'-Methoxybenzyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt bei der Cyclisierung y-Phenoxyacetamido-S-methylencepham-^-carbonsäure-sulfoxid.
Das aus 2 ', 2 ·, 2 l-Trichloräthyl--6-phenylacetamido-penicillanatsulfoxid
gebildete 2·,2·,2'-Trichloräthyl-3-inethyl-2-(2-chlorsulfinyl)-4-oxo-3-phenylacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2',2',2'-Trichloräthyl-V-phenylacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
Das aus 4'-Nitrobenzyl-6-(2-thienylacetamido)—penicillanatsulfoxid
gebildete 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-[2-(N,N'-di-(carbomethoxy)—hydrazosulfinyl)-4-oxo-3-(2-thienylacetamido
)-l-azetidinyl]-3-butenoat ergibt beim Cyclisieren 4'-Nitrobenzyl-7-(2-thienylacetamido)-3-methylencepham-4-carboxylatsuIfoxid.
Das aus Benzhydryl-6-(2,2-dimethyl-3-nitroso-5-oxo-4-phenyll—imidazolidinyl
)-penicillanat-sulfoxid [Hetacillin-benzhydrylester] gebildete Benzhydryl-3-methyl-2-[2-chlorsulfinyl-4-OXO-3-(2,2-dimethyl-3-nitroso-5-oxo-4-phenyl-l-imidazolidinyl)-1—azetidinyl]-3—butenoat
ergibt beim Cyclisieren 7-(2,2-Dimethyl-3-nitroso-5-oxo-4-phenyl-1-imidazolidinyl)-3-methylencephain-4-ca'rbon
säure-su If oxid.
Das aus 2'Jodäthyl-e-chloracetamido-penicillanat-sulfoxid gebildete
2'-Jodäthyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-chloracetamido-1—azetidinyl)—3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2'-Jodäthyl-7-chlor ac et amido- 3-nie thy lencepham-4-carboxylat-sulf oxid.
Das aus Dimethylallyl-6-maleiniraido-penicillanat-sulfoxid gebildete
DimethylalIyI-3—methyl-2-(2-chlorsulfinyl—4-oxo-3-maleinimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren DimethyIaIIy1-7-maleinimido-3-methylencepham-4-carboxylat—
suIfoxid.
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Das aus Succinimidomethyl-G-e-cyanoacetamido-penicillanatsulfoxid
gebildete Succinimdomethyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-cyanoacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren Succinimidomethyl—7-cyanoacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
Das aus 4'-Nitrobenzyl-6-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino ) —
penicillanat-sulf oxid gebildete4 '-Nitrobenzyl-S-inethyl-^-
\2-sulfino-4-oxo-3-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino )-l—
azetidinyl]-3-butenoat ergibt beim Cyclisieren 4·—Nitrobenzyl—
7-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino)—3-methylencepham-4-carboxylat—sulfoxid.
Das aus 4 ·-Nitrobenzyl-7-(4-chlorbenzamido )-penicillanatsulfoxid
gebildete 4'-Nitrobenzyl-3-methyl—2-[2—chlorsulfinyl-4-oxo-3-(4-chlorbenzamido)—1-azetidinyl]—3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 4'-Nitrobenzyl-7-(4-chlorbenzamido )-S-methylencepham^-carboxylatsulf
oxid.
Das aus Benzhydryl-6-(2-tert.-butoxycarbonylamino-2-phenylacetamido)-penicillanat-sulfoxid
gebildete Benzhydryl-3—methyl-2-[2-chlorsulf
inyl-4-oxo-3-(2-tert,— butoxycarbonylamino-2-phenylacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 7-(2-Amino-2-phenylacetamido)-3-methylencepham-4-carbonsäure-sulfoxid.
Das aus 4'-Methoxybenzyl-6-(2-benzyloxy-2-phenylacetamido )-penicillanat-sulf
oxid gebildete 4 '— Methoxybenzyl-3-methyl-2-[ 2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-( 2-benzyloxy-2-phenylacetamido )-l—
azetidinyl]-3-butenoat ergibt beim Cyclisieren 7—(2-Benzyl—
oxy-2-phenylacetamido )-3-methylencepham-4-carbon säure-sulf oxid.
Das aus 2 ',2· ,2 '-Tri chlor äthyl-6-( 2-benzyloxy-2-phenyl acetamido
)-penicillanat-sulf oxid gebildete 2',2',2'-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-(2-benzyloxy-2-phenylacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2 ♦, 2 ', 2 ·-Trichloräthyl-7- (2-benzyloxy-2-phenylacetamido)-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
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Das aus 4'-Nitrobenzyl—e-benzamido-penicillanat—sulfoxid gebildete
4'-Nitrobenzyl-3-methyl~2-(2-isopropoxysulfinyl-4-oxo-3-benzamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 4'-Nitrobenzyl—7—benzamido—S-methylencepham-^-carb—
oxylat-su1foxid.
Das aus 2'-Jodäthyl-G-chloracetamido-penicillanat-sulfoxid
gebildete 2'-Jodäthyl-3-methyl-2-(2-cyclohexyloxysulfinyl-4-oxo-3-chloracetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2 '-Jodäthyl-V-chloracetatnido-S-methylencephanl·-^-
carboxylat-sulfoxid.
Das aus 2',2·,2'-Trichloräthyl-6-(2-thienylacetamido)-penicillanat-sulfoxid
gebildete 2',2',2'-Trichloräthyl-3-methyl-2-[2-N,N'-di-(carboäthoxy)-hydrazosulfinyl-4-oxo-3-(2-thienylacetamido)-l—azetidinyl]—3—butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2·,2',2'-Trichloräthyl-7-(2-thienylacetamido)-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
Das aus Methyl-6-(3-nitrophenoxyacetamido)-penicillanat—sulf—
oxid gebildete Methyl-3-methyl-2-[2-carbamylhydrazosulfinyl-4-OXO-3-(3-nitrophenoxyacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren Methyl-7-(3-nitrophenoxyacetamido)-S-methylencepham^-carboxylatsulf
oxid.
Das aus Benzhydryl-6-(4-nitrobenzyloxycarbonylamino)-penicillanat-sulfoxid
gebildete Benzhydryl-3-methyl-2-[2-(4-ch lorani lino sulf inyl)-4-oxo-3-(.4-nitrobenzyloxycarbonylamino)-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 7-(4—Nitrobenzyloxycarbonylamino )—3-methylencepham—4-carbonsäure-sulf—
oxid.
Das aus 4'-Nitrobenzyl-e-phenylacetamido-penicillanat-sulfoxid
gebildete 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-phthalimidosulfinyl—4—oxo—3—phenylacetamido—1-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 4»-Nitrobenzyl-7-phenylacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
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Das aus 2'-Jodäthyl-ö-phthalimido-penicillanat-sulfoxid gebildete
2l-Jodäthyl-3-methyl-2-(2-bromsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 2 '-Jodäthyl-7-phthalimido-S-methylencepham^-carboxylatsuIfoxid.
Das aus 4'-Nitrobenzyl-e-phenoxyacetamido-penicillanat-sulfoxid
gebildete 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-phenylthiosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 4'-Nitrobenzyl-T-phenoxyacetamido—3-methylencepham-5-carboxylat-sulfoxid.
Das aus Phenacyl-6-( 2-benzyloxy-2-phenylacetamido )-penicillanatsulfoxid
gebildete Phenacyl-3-methyl-2-[2-(2-phenyläthylthiosulfinyl
)-4-oxo-3- (2-benzyloxy-2-phenylacetamido(-1-azetidinyl]—
2-butenoat ergibt beim Cyclisieren Phenacyl-7-(2-benzyloxy-2-phenylacetamido)-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
Das aus tert.-Butyl-6-(4-methoxyphenylacetamido)-penicillanatsulfoxid
gebildete tert.-Butyl-3-methyl-2-[2-methylcarbamylhydrazosulfinyl-4-oxo-3-(4-methoxyphenylacetamido)-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 7-(4-Methoxyphenylacetamido)-3-methylencepham-4-carbonsäure-sulfoxid»
Das aus Trimethylsilyl-e-phenylacetamido-penicillanat-sulfoxid
gebildete Trimethylsilyl-3-methyl-2-(2-carbomethoxyhydrazosulf
inyl-4-oxo.-3-phenylacetamido-l-azetidinyl )-3-butenoat ergibt beim Cyplisieren 7-Phenylacetamido-3-methylencepham-4-carbonsäure-sulfoxid
und
das aus 4'-Chlorphenacyl-e-formamido-penicillanat-sulfoxid
bereitete 4'-Chlorphenacyl-3-methyl-2-[2-(2-chloräthoxysulfinyl)-4-oxo-3-formamido-l-azetidinyl]-3-butenoat
ergibt beim Cyclisieren 4 '-Chlorphenacyl-7-f ormamido-3-methylencepham-4-carboxylat-sulfoxid.
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Die Ausbeute der Produkte variiert in Abhängigkeit von den besonderen verwendeten Reagentien, den relativen Mengen der
Reagentien und den anderen oben erwähnten Reaktionsbedxngungen.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bereiteten Produkte
können unter Anwendung üblicher experimenteller Techniken isoliert und gereinigt werden. Diese Techniken schließen die
chromatographische Trennung, die Filtration, die Kristallisation und/ die Umkristallxsation ein.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in den obigen allgemeinen
Formeln bevorzugtesten Seitenketten R^ sind jene Seitenketten,
die man bei Penicillinen findet, die direkt durch Fermentattion gebildet wurden, insbesondere die Phenylacetamido-
und die Phenoxyacetamido-Seitenketten. Solche Penicilline können zu den entsprechenden Penicillin-sulfoxid-estern verestert
und oxydiert werden (wenngleich auch nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge), aus denen man die als Zwischenprodukte
verwendeten Sulfinylchloride und andere Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren bereitet. Es ist
festzuhalten, daß die oben erwähnten bevorzugten Seitenketten
überwiegend aus ökonomischen Gründen bevorzugt sind. Penicillin—Vorläufer
mit solchen Seitenketten sind ohne weiteres zugänglich und relativ billig. Der Vorteil der Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens mit den zuvor beschriebenen SuI-finyl-Zwischenprodukten,
die aus diesen Materialien abgeleitet sind, ist ohne weiteres ersichtlich. Natürlich können Penicillin-
sulfoxide, die andere bekannte Seitenketten aufweisen, ohne
weiteres hergestellt werden (durch Acylierung von 6-APA oder 6-APA-Estern und anschließende Oxydation) und bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden.
Die als Produkte bei dem erfindungsgemäßen Verfahren anfallenden 3-Methylencepham-sulfoxide sind nützliche Zwischenprodukte
zur Herstellung von antibiotisehen Verbindungen. Die Sulfoxide
können mit Hilfe bekannter Verfahrensweisen reduziert werden,
insbesondere mit Phosphortrichlorid oder Phosphortribromid in
Dimethylformamid, und ergeben die entsprechenden 3-Methylen-
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cephame, die durch Behandeln mit Triäthylamin in Dimethylacetamid
mit hohen Ausbeuten zu Desacetoxycephalosporinen der folgenden allgemeinen Formel
>—k J—CHe
COOR
umgewandelt werden können [Robert R. Chauvette und Pamela A. Pennington, J. Org. Chem., 3J3 (1973) 2994]. Die Desacetoxycephalosprinester
werden durch Abspalten der Esterfunktion in aktive Antibiotika umgewandelt. Die Entesterung kann,in Abhängigkeit
von der Art der Schutzgruppe, mit irgendeiner der bekannten Verfahrensweisen bewerkstelligt werden, beispielsweise
(1) durch Behandeln mit einer Säure, wie Trifluoressigsäure,
Ameisensäure oder Chlorwasserstoffsäure; (2) durch Behandeln mit Zink und einer Säure, wie Ameisensäure, Essigsäure
oder Chlorwasserstoffsäure; oder (3) durch Hydrieren in Gegenwart von Palladium, Platin, Rhodium oder einer Verbindung
davon, die in Suspension oder auf einem Trägermaterial, wie Bariumsulfat, Kohlenstoff oder Aluminium, eingesetzt werden,
Alternativ können die Exomethylencephame zur Herstellung von neuen Cephem-Antibiotika der folgenden allgemeinen Formel
verwendet werden, in der Y beispielsweise ein Chloratom, ein
Bromatom oder eine Methoxygruppe bedeutet. Solche chemischen Umwandlungen von 3-Exomethylencepham-Verbindungen sind bereits
in der chemischen Literatur beschrieben worden [Robert R. Chauvette und Pamela A. Pennington, Journal of the American
Chemical Society, 96_ (19 74) 4986],
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Im allgemeinen setzt man die Exomethylencepham-Verbindungen
durch Ozonolyse bei niedriger Temperatur in die 3-Hydroxycepheme um, die ihrerseits mit Diazomethan in Methylenchlorid/Äther-Mischungen
bei Raumtemperatur zu den 3-Methoxycephem-Derivaten
umgesetzt werden. Die 3-Halogencepheme erhält man aus den 3-Hydroxycephem-estern durch Behandeln mit einem HaIogenierungsmittel,
wie Thionylchlorid oder Phosphortribromid, in Dimethylformamid. Die entsprechenden Cephemsäuren besitzen
eine potente antibakterielle Wirkung.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung. In den folgenden Beispielen und Herstellungsbeispielen
sind die kernmagnetischen Resonanzspektren mit NMR abgekürzt. Diese kernmagnetischen ResonanzSpektren wurden mit
Hilfe eines Spektrometers (Varian T-60) unter Verwendung von Tetramethylsilan als Referenzstandard ermittelt. Die chemischen
Verschiebungen sind ei-Werten in Teilen pro Million (ppm) und die Kopplungskonstanten (J) in Hertz (Hz) in Zyklen
pro Sekunde angegeben.
(7-Phthalimido-3-methylencepham-4-carbonsäuremethylester-1-oxid)
A. Zinn(IV)-Chlorid
Man erhitzt eine Mischung aus 18,8 g (50 mMol) Methyl-6-phthalimidopenicillanat-sulfoxid
und 6,7 g (50 mMol) N-Chlorsuccinimid in 1 1 trockenem Tetrachlorkohlenstoff während 70 Minuten
zum Sieden am Rückfluß. Dann kühlt man das rohe Produkt auf Raumtemperatur ab, filtriert es, wäscht es mit Wasser (Ix
500 ml) und trocknet es über Magnesiumsulfat. Das Lösungsmittel
wird dann im Vakuum zur Trockne eingedampft. Das NMR—Spektrum
weist auf eine vollständige Umwandlung zu dem Sulfinylchlorid hin.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,97 (breit s, 3), 3,86 (s, 3), 5,05 (breit s, 2), 5,2 (d, 1, j = 2 Hz), 5,77 (d, 1, J = 4 Hz), 5,9 (d, 1, J = 4 Hz) und
7,83 (m, 4).
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Das als Produkt anfallende SuIfinylchlorid wird dann in 1 1
trockenem Methylenchlorid gelöst und anschließend mit 6 ml
(50 mMol) wasserfreiem Zinn-(IV)-chlorid versetzt. Die erhaltene
Lösung wird während 45 Minuten gerührt, mit 2 χ 200 ml In-Chlorwasserstoffsäurelösung gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Durch Eindampfen im Vakuum erhält man 18,4 g (98,4 %) einer Mischung aus den R- und S-SuIfoxiden
(in einem Verhältnis von ca. 3:2 nach dem NMR-Spektrum) in Form eines hellgelben Schaums. Ein Teil dieser Mischung
(1,26 g) wird chromatographisch über Kieselgel und unter
Verwendung einer Chloroform/Äthylacetat-Mischung als Lösungsmittel getrennt. Die Fraktionen 6 bis 10 enthalten das reine
R-Sulfoxid (340 mg), das aus einer Methylenchlorid/Cyclohexan-Mischung
umkristallisiert wird (Schmelzpunkt 201 bis 2O2°C).
NMR-Spektrum (CDCl3) <f
3,62 und 4,12 (ABq, 2, J = 14 Ha), 3,85 (s, 3), 4,88 (d, 1,
J =4,5 Hz), 5,25 (breit s, 1), 5,58 (m, 2), 5,9? (d, 1,J= 4,5 Hz) und 7,84 (m, 4)
Massen-Spektrum, m/e
374, 358, 346, 298, 287, 239, 220
IR-Spektrum (KBr)·
1780, 1745 und 1390 cm"1
Analyse: C17H14N3OgS (3 74,37)
Berechnet: C 54,54 H 3,77 N 7,48 0 25,64 S 8,56 % Gefunden: 54,41 4,06 7,26 25,59 8,41 %
Die Fraktionen 11 bis 18 enthalten eine Mischung aus dem R-Sulfoxid
und dem S-Sulfoxid, während die Fraktionen 19 bis 35
210 mg des S-SuIfoxids ergeben, das aus einer Methylenchlorid/
Cyclohexän-Mischung unkristallisiert wird.
609828/1006
NMR-Spektrum (CdCl3) S
3,63 (s, 2), 3,82 (s, 3), 4,90 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,32 (s, 1), 5,46 (breit s, 1), 5,64 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,77 (s, 1) und
7,84 (m, 4)
Massen-Spektrum, m/e
374, 358, 346, 298, 287, 200
IR-Spektrum (KBr)
1775, 1745, 1725, 1390, 1205, 1111, 1051, 730 und 715 cm"1
Analyse: C 17H 14 N2°6S
Berechnet: C 54,54 H 3,77 N 7,48 % Gefunden: 54,33 . 3,76 7,36 %
Man erhitzt eine Lösung von 0,41 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und 0,12 ml Titantetrachlorid in 30 ml trockenem 1,2-Dichloräthan
während 30 Minuten zum Sieden am Rücfluß. Die Mischung wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt, mit ln-Chlorwasserstoff—
säure und Salzlösung gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet.
Das Eindampfen im Vakuum zur Trockne ergibt 0,34 g Methyl—7-phthaiimido-3-methylencepham-4-carboxylat—1-oxid.
Man erhitzt eine Mischung aus 0,41 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und 0,13 g Aluminiumchlorid in 30 ml trockenem 1,2-Dichloräthan zum Sieden am Rückfluß. Die Mischung wird dann auf Raumtemperatur
abgekühlt, mit ln-Chlorwasserstoffsäure und Salzlösung
gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Eindampfen im Vakuum zur Trockne ergibt 0,35 g 3-Methylencephäm-sulfoxid
in Form eines gelben Schaums.
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D. Zinkbromid
Man erhitzt eine Mischung aus O,41 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und 0,27 g Zinkbromid in 30 ml trockenem Methylenchlorid während 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß. Die Mischung wird auf
Raumtemperatur abgekühlt, mit ln-Chlorwasserstoffsäure gewaschen
und über Magnesiumsulfat-getrocknet. Durch Eindampfen im Vakuum zur Trockne erhält man eine Mischung aus R- und S-3-Methylencepham-sulfoxid
in Form eines gelben Schaums.
Man rührt eine Lösung von 0,41 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl—4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und 0,12 ml Antimonpentachlorid während 60 Minuten bei Raumtemperatur. Die Reaktionsmischung wird mit In—Chlorwasserstoffsäurelösung
und Salzlösung gev/aschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft und ergibt das gewünschte 3-Methylencepham-sulfoxid in Form eines gelben
Schaums. Das NMR-Spektrum der als Produkt anfallenden Sulfoxid-Mischung ist schlecht. Zur Bestätigung der Anwesenheit
des Cepham-sulfoxids wird das Reaktionsprodukt in 3 ml Dimethylformamid gelöst und mit 0,09 ml PhosphortriChlorid
umgesetzt. Nachdem man die Mischung während 30 Minuten bei 0 C gerührt hat, gießt man sie über eine Mischung aus zerstoßenem
Eis und Wasser. Der dabei gebildete gelbe Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuum getrocknet. Das NMR-Spektrum
des Produkts (0,15 g) zeigt, daß es aus Methyl-7-phthalimido-3-methylencepham-4-carboxylat
besteht:
NMR-Spektrum (CDCl3) <5
3,47, 3,96 (ABq, 2, J = 17 Hz, C3-H), 3,87 (s, 3, C4-H),
5,20 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,80 (d, 1,J = 4,5 Hz) und 7,83 (m, 4)
Man erhitzt eine Mischung aus 0,20 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
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25560A5
und 0,14 g Quecksilber-(II)-chlorid in 10 ml trockenem 1,2-Dichloräthan
während 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß. Die Mischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt, mit einer ln-Chlorwasserstoffsäurelösung
gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wobei man
O,14 g des 3-Methylencepham-sulfoxids in Form einer Mischung
aus den R- und S-Isomeren erhält.
G.
Eisen-(III)-Chlorid
Man wendet die unter F beschriebene Verfahrensweise mit dem
Unterschied an, daß man anstelle des Quecksilber-(II)-chlorids 0,08 g Eisen-(III)-chlorid als Katalysator einsetzt. Die vergleichende
DünnSchichtchromatographie bestätigt die Umwandlung
des Sulfinylchlorids in das 3-Methylencepham-sulfoxid.
Man wendet die unter F beschriebene Verfahrensweise mit dem
Unterschied an, daß man anstelle des Quecksilber-(II)-chlorids
0,12 g Zirkontetrachlorid als Katalysator einsetzt. Die vergleichende
Dünnschichtchromatographie bestätigt eine glatte Umwandlung des Sulfinylchlorids in das 3-Methylencephamsulfoxid.
Das NMR-Spektrum des Produkts ist identisch mit dem des nach der Methode A erhaltenen-Produkts.
I. Polyphosphorsäure »
Man rührt Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
(0,20 g) während etwa 20 Minuten in etwa 27 g Polyphosphorsäure. Dann gibt man zu der Reaktionsmischung
Eiswasser und Äthylacetat (25 ml). Die organische Schicht wird abgetrennt und nacheinander mit Wasser,
wäßriger Natriumbicarbonatlösung und Salzlösung gewaschen,
über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wobei man 0,05 g Methyl-7-phthalimido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
in Form eines weißen Schaums erhält.
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Man erhitzt eine Lösung von 0,20 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
und 2 Tropfen konzentrierter Schwefelsäure in 10 tnl trockenem
1,2-Dichloräthan während 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß.
Dann wird die Reaktionsmischung abgekühlt, mit Salzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat- getrocknet und im Vakuum zur
Trockne eingedampft, wobei man 0,09 g eines farblosen Schaums erhält, dessen NMR-Spektrum zeigt, daß er überwiegend aus dem
gewünschten 3-Methylencepham-sulfoxid besteht.
Man wendet die oben angegebene Verfahrensweise I mit dem Unterschied
an, daß man anstelle der Schwefelsäure 0,03 ml Methansulfonsäure als Katalysator einsetzt. Das NMR-spektroskopisch identifizierte Produkt ist das gewünschte 3-Methylencepham^-sulfoxid.
Man erhitzt eine Lösung von 0,29 g Methyl-3-methyl-2-(2—chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
in 10 ml Trifluoressigsäure während 30 Minuten zum Sieden am Rückfluß
und dampft die Reaktionsmischung dann im Vakuum zur Trockne ein,
Das Produkt wird in 20 ml Äthylacetat gelöst, wonach man die erhaltene Lösung nacheinander mit wäßriger Natriumbicarbonat—
lösung (3 x),. Wasser und Salzlösung wäscht, über Magnesiumsulfat trocknet und im Vakuum zur Trockne eindampft, wobei man
Methyl-7-phthalimido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid erhält.
Zu einer Lösung von 1,0 g Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
in 75 ml trockenem Toluol gibt man 0,80 g Silber-p-toluolsulfonat. Man rührt
die Reaktionsmischung während 2,5 Stunden bei Raumtemperatur <·
und filtriert sie dann. Das Filtrat wird im Vakuum zur Trockne
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eingedampft, wonach man den in dieser Weise erhaltenen Rückstand
in 5O ml Äthylacetat löst. Die Lösung wird im Vakuum
zur Trockne eingedampft. Das Produkt wird durch NMR-Spektroskopie als Methyl-T-phthalimido-S-methylencepham-^r-carboxylat-1-oxid identifiziert.
zur Trockne eingedampft. Das Produkt wird durch NMR-Spektroskopie als Methyl-T-phthalimido-S-methylencepham-^r-carboxylat-1-oxid identifiziert.
Methyl-7-phthalimido-2,2-dideuterio-3-methylencepham-4-carboxylat
Man erhitzt eine Mischung aus 3,76 g (10 mMol) Methyl-6ß-Phthalimido-penicillanat-sulfoxid,
5 ml Deuteriumoxid und
500 ml trockenem Tetrachlorkohlenstoff während 3 Stunden zum Sieden am Rückfluß. Dann trennt man die Schichten und trocknet die organische Schicht über Magnesiumsulfat. Durch Eindampfen im Vakuum erhält man 3,59 g eines weißen amorphen
500 ml trockenem Tetrachlorkohlenstoff während 3 Stunden zum Sieden am Rückfluß. Dann trennt man die Schichten und trocknet die organische Schicht über Magnesiumsulfat. Durch Eindampfen im Vakuum erhält man 3,59 g eines weißen amorphen
Schaums. Das NMR-Spektrum zeigt lediglich die Einführung des
2
Deuteriums (H ) in die 2α-Methylgruppe, während der Rest-Was-
Deuteriums (H ) in die 2α-Methylgruppe, während der Rest-Was-
1
serstoff (H ) in dieser Gruppe weniger als 29 % beträgt (durch Integration ermittelt). Die Massen-spektroskopische Analyse
ergibt die folgende Deuterium-Vertexlung in der 2a-Methylgruppe: d0 5,8. %, Cl1 2O,5 %, d2 41,3 %, d3 32,4 % ± 2 %.
serstoff (H ) in dieser Gruppe weniger als 29 % beträgt (durch Integration ermittelt). Die Massen-spektroskopische Analyse
ergibt die folgende Deuterium-Vertexlung in der 2a-Methylgruppe: d0 5,8. %, Cl1 2O,5 %, d2 41,3 %, d3 32,4 % ± 2 %.
Die Umkristallxsatxon aus einer Aceton/Diäthyläther-Mischung ergibt farblose Prismen mit einem Schmelzpunkt von 148 bis
Massen-Spektrum, m/e
379, 378, 376, 361, 360, 359, 358, 302, 301, 300, 299
IR-Spektrum (KBr)
1800, 1775 und 1725 cm"1
NMR-Spektrum (CDCl3) <f
l,83.(s, 3), 3,85 (s, 3), 4,62 (s, 1), 4*85 (d, 1,J= 4,5 Hz),
5,86 (d, 1, J_ = 4,5 Hz), 7,83 (m, 4)
609828/1006
(376,387)
Berechnet: C 54,25 H 4,28 N 7,44 O 25,50 S 8,52 %
Gefunden: 54,05 4,28 7,26 25,61 8,53 %
Man erhitzt eine Lösung von 0,57 g (1,5 mMol) des Methyl-2ßmethyl^a-trideuteriomethyl-eß-phthalimido-penicillanat-loxid
und 0,20 g (1,5 mMol) N-ChJorsuccinimid während 30 Minuten
in 25 ml trockenem 1,1,2-Trichloräthan zum Sieden am
Rückfluß, kühlt dann ab, wäscht mit Wasser (1 χ 50 ml) und·
Salzlösung (1 χ 50 ml) und trocknet über Magnesiumsulfat.
Das Lösungsmittel wird dann im Vakuum verdampft, wobei man 0,69 g einer Mischung aus den R- und S-Sulfinylchloriden in
Form eines hellgelben amorphen Schaums erhält. Diese Mischung wird dann in 25 ml trockenem Methyl en chlorid gelöst und mit
0,20 ml (1,7 mMol) wasserfreiem Zinn-(IV)-chlorid versetzt. Die erhaltene Mischung wird während 50 Minuten gerührt, dann
mit In-Chlorwasserstoffsäure gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und ini Vakuum eingedampft, wobei man 0,57 g einer
Mischung der R- und S-Sulfoxide in Form eines gelben Schaums erhält. Das in dieser Weise bereitete Material wird in 4 ml
trockenem Ν,Ν-Dimethylformamid gelöst, in einem Eisbad gekühlt
und mit 0,14 ml (1,6 mMol) Phosphortrichlorxd versetzt. Nach 35 Minuten gießt man die rohe Mischung aus Wasser und
zerstoßenem Eis und rührt. Der gebildete Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuum getrocknet. Ausbeute = 0,3 8 g. Das
NMR-Spektrum zeigt nur ein sehr kleines Signal für die C2-Stellung
( < 10 % der Theorie auf Grund der NMR-Integration),
während das Signal für die Exomethylen-C .,-Stellung normal
ist, was auf ein selektives Einarbeiten des Deuteriums in die C-j-Stellung hinweist. Die Massen-spektroskopische Analyse er-
2
gibt die folgende Deuteriurn(H )-Verteilung in der Cp-Stellung:
gibt die folgende Deuteriurn(H )-Verteilung in der Cp-Stellung:
d0 2,2 %, U1 25,5 %, d2 72,3 % ± 2 %.
Die Umkristallisation aus einer Methylenchlorid/Cyclohexan— Mischung ergibt farblose Kristalle mit einem Schmelzpunkt von
198 bis 201°C (Zers.).
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Massen-Spektrum, m/e
360, 273, 174
360, 273, 174
IR-Spektrum (KBr)
1770, 1740 und 1710 cm"1
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
3,8O (s, 3), 5,32 (m, 3), 5,46 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,67 (d, 1,
J = 4,5 Hz), 7,83 (m, 4)
Analyse: C17H14N2O5S (358,372)
Berechnet: C 56,98 H 3,94 N 7,82 0 22,32 S 8,95 % Gefunden: 56,96 3,85 7,94 %
4'-Nitrobenzyl^-phenoxyacetamido-S-methylencepham-^-carboxylat-1-oxid
Man erhitzt eine Mischung aus 6,0 g (12 mMol) 4f-Nitrobenzyl-6-phenoxyacetamido-penicillanat-l-oxid
und 500 ml trockenem Toluol- während 10 Minuten zum Sieden am Rückfluß, wobei man
eine Dean-Stark-Falle verwendet, um das in Spurenmengen vorhandene
Wasser zu entfernen. Dann gibt man 1,8 g N-Chlorsuccinitnid
zu und erhitzt die Mischung während 90 Minuten zum Sieden am Rückfluß, und kühlt sie dann auf ca. 50°C ab.
Zu der gebildeten' Lösung des Sulfinylchlorids gibt man 1,8 ml wasserfreies Zinn-(IV)-chlorid. Dann rührt man die Mischung
während 90 Minuten bei Raumtemperatur, versetzt sie mit 100 ml Wasser und 100 ml Äthylacetat. Die organische Schicht
wird abgetrennt und gewaschen (In-HCl, wäßriges NaHCO3, Salzlösung)
und über Magnesiumsulfat getrocknet. Durch Eindampfen im Vakuum zur Trockne erhält man ein Produkt, das aus Äthylacetat
auskristallisiert und 2,16 g (36 %) der Titelverbindung ergibt. Durch !^kristallisation einer Probe aus einer Äthylacetat-Acöton-f-Mischung
erhält man große Prismen mit einem Schmelzpunkt von .200 bis 201°C.
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NMR-Spektrum (CDCl3) S
3,5 und 3,75 (ABq, 2, J = 14 Hz), 4,55 (s, 2), 4,83 (d, 1,
J = 4,5 Hz), 5,3 (s, 2), 5,33 (s, 1), 5,5 (s, 1), 5,78 (s, 1), 5,94 und 6,1 (q, 1, J_ = 4,5 Hz und 8,0 Hz), 6,9 bis 8,3 (m, 9)
Analyse: C23H31N3OgS (499,5)
Berechnet: C 55,31 H 4,24 N S',41 O 25,62 S 6,42 %
Gefunden: 55,06 4,14 8,30 -25,62 6,26 %
Man bereitet 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
durch Erhitzen einer Lösung von 1 g 4'-Nitrobenzyl-ö-phenoxyacetamido-penicillanat-sulfoxid
und 0,27 g N-Chlorsuccinimid in 40 ml 1,1,2-Trichloräthan während 30 Minuten zum Siedenjam Rückfluß. Dann
gibt man 0,27 g Zinkchlorid zu der Reaktionsmischung, erhitzt diese während weiterer 45 Minuten zum Sieden am Rückfluß und
wäscht die Mischung nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur 2 χ mit ln-Chlorwasserstoffsäurelösung, trocknet sie über Magnesiumsulfat
und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein. Das NMR-Spektrum des Produkts zeigt, daß es aus dem gewünschten 4'-Nitrobenzyl^-phenoxyacetamido-S-iiiethylencepham—4—carboxyl
at—Ισχία besteht.
Man erhitzt eine Lösung von 1 g 4'-Nitrobenzyl-ö-phenoxyacetamido-penicillanat-l-oxid
und 0,27 g N-Chlorsuccinimid in 10 ml trockenem Toluol während 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß. Dann
gibt man 0,61 g Silber-p-toluolsulfonat zu der heißen Lösung und rührt die Mischung während 45 Minuten (währenddem sie auf
Raumtemperatur abkühlt). Dann filtriert man die Reaktionsmischung,
wäscht sie mit Wasser (2 x) und Salzlösung, trocknet sie über Magnesiumsulfat und dampft sie im Vakuum zur Trockne
ein, wobei man 0,43 g 4'-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
(zusammen mit geringen Ver- s unreinigungen) in Form eines gelben Schaums erhält.
609 828/100 6'
4>-Nitrobenzyl-7-phthalimido-3-methylencepham-4-carboxylat-1-oxid
Zu einer Lösung von 23,1 g 4 f-Nitrobenzyl-3-rnethyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3-butenoat
in 400 ml Dichlormethan gibt man bei Raumtemperatur 6,1 ml wasserfreies
Zinn-(IV)-Chlorid. Mit dem Ablauf der Reaktion ist eine zunehmende Menge eines Niederschlags festzustellen. Nach
45 Minuten wäscht man die Reaktionsmischung mit In-Schwefel—
säurelösung, Wasser, Natrxumbicarbonatlosung und Salzlösung.
Die organische Schicht wird getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wobei man 16,72 g (78 %) der Titelverbindung
erhält. Die R- und S-Sulfoxid-Isomeren werden durch fraktionierte Umkristallxsatxon aus Aceton und Dichlormethan
getrennt.
Das in Form von farblosen Prismen, die bei 155 C erweichen und bei 213 C vollständig schmelzen, anfallende R-Sulfoxid
besitzt die folgenden Analysenwerte:
IR-Spektrum (CHCl3)
1790, 1780, 1738 und 1723 cm"1
Massen-Spektrum, m/e
495, 479, 367, 343
495, 479, 367, 343
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
3,58 und 4,10 (ABq, 2, J = 13 Hz), 4,87 (d, 1,J= 4,5 Hz),
5,33 (s), 5,57 (m, 2), 5,95 (d, 1,J= 4,5 Hz), 7,4 bis 8,4 (m, 8, ArH)
Analyse: C23H17N3O3S (495,5)
Berechnet: C 55,76 H 3,46 N 8,48 0 25,83 S 6,47 % Gefunden: 55,50 3,45 8,65 25,17 6,32 %
609828/1006
Das S-SuIfoxid wird in Form von farblosen Prismen mit einem
Schmelzpunkt von 190 bis 192°C isoliert:
IR-Spektrum (Aufschlämmung)
1780, 1775, 1741 und 1728 cm"1
1780, 1775, 1741 und 1728 cm"1
NMR-Spektrum (CDCl3) J
3,5 und 3,7 (ABq, 2, J = 15 Hz), 4,9 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,34 (s, 2), 5,46 (m, 2), 5,6 (d, 1,J= 4,5Hz), 5,8 (s, 1), 7,4
bis 8,4 (m, 8)
Analyse: C23H17N3OgS
Berechnet: C 55,76 H 3,46 N 8,48 0 25,83 S 6,47 % Gefunden: 55,58 3,62 8,25 25,19 6,18%
2 ', 21,2 '-Trichloräthyl^-phenylacetamido-S-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
Man erhitzt eine Mischung aus 1,0 g 2·,2f,2'-Trichloräthyl-7-phenylacetamido-penicillanat-1-oxid,
0,5 g Chlorsuccinimid und 80 ml trockenem Toluol während 90 Minuten zum Sieden am Rückfluß,
kühlt dann ab und wäscht (Wasser und Salzlösung). Zu der erhaltenen Lösung des Sulfinylchlorids gibt man 0,28 ml wasserfreies Zinn-(IV)-chlorid. Die erhaltene Mischung wird während
90 Minuten gerührt, wonach man nach dem Waschen (Wasser und Salzlösung) das Lösungsmittel im Vakuum zur Trockne eindampft.
Das Produkt wird aus einer Äthylacetat/Äther-Mischung umkristallisiert und ergibt die Titelverbindung in Form von
farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 187 bis 189°C.
NMR-Spektrum (CDCl3) cJ
3,5 und 3,81 (ABq, 2, J = 14 Hz), 3,63 (s, 2), 4,8 (m, 2),
4,9 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,37 (s, 1), 5,5 (s, 1), 5,82 (s, 1), 5,9 und 6,07 (q, 1,J = 4,5 Hz und 10,0 Hz), 7,0 (d, NH, J_ =
10 Hz), 7,33 (s, 5)
609828/1006
Methyl-7-(2,2-dimethyl-3-nitroso-5-oxo-4-phenylimidazolidinl-yl)-3-methylencephani-4-carboxylat-l-oxid
Man erhitzt eine Mischung aus 0,896 g N-Nitrosohetacillinsulfoxid-methylester
und 0,536 g N-Chlorsuccinitnid in 55 ml
trockenem Benzol unter Stickstoff während etwa 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß. Dann kühlt "man die Reaktionsmischung und
dampft eine aliquote Menge von 5 ml der Mischung im Vakuum zur Trockne ein. Das NMR-Spektrum des in dieser Weise erhaltenen
Rückstandes steht im Einklang mit der Struktur des gewünschten und als Zwischenprodukt anfallenden Sulfinylchlorids,
Der Rest der Reaktionsmischung wird unter Stickstoff in einem Eisbad gekühlt und dann mit O,33 ml Zinn-(IV)-ChIorid versetzt,
Es bildet sich augenblicklich ein hellorange gefärbter Niederschlag·
Nach dem Rühren der Mischung während 2 Stunden und 15 Minuten bei Raumtemperatur gibt man 5,5 ml Dimethylacetamid
und 55 ml Äthylacetat zu. Die gebildete Lösung wird mit Wasser und Salzlösung gewaschen, über Calciumsulfat getrocknet
und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wobei man 1,3 g eines gelben Öls erhält. Das Produkt wird in Methylenchlorid gelöst
und auf vier Platten für die präparative Dunnschichtchromato—
graphie aufgebracht. Die Platten werden mit einer l:l-Mischung aus Benzol und Äthylacetat entwickelt. Es lassen sich zwei primäre
Banden feststellen, von denen die mit dem geringeren Rf-Wert die Titelverbindung darstellt. Das 3-Methylencephamsulfoxid
(eine Mischung aus den R- und S-Sulfoxiden) wird durch Extrahieren der indentifizierten Bande mit Acetonitril
isoliert.
NMR-Spektrum (CDCl3) J
2,07 (s, 6, gem-Dimethylgruppen), 3,73 (s, 3, COOCH3), 4,7 bis.
5,6 (m) und 7,3 (s, ArH)
4«-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-lazetidinyl)-3-butenoat
Man erhitzt eine Lösung von 49,7 g (0,1 Mol) 4'-Nitrobenzyl-
609828/1006
6-phthalimido-penicillanat-l-oxid und 13,4 g (0,1 Mol) N-Chlorsuccinimid
in 1,5 1 1,2-Dichloräthan während 70 Minuten zum
Sieden am Rückfluß. Nach dem Abkühlen wäscht man die Reaktionsmischung mit Wasser und Salzlösung und trocknet sie über
Magnesiumsulfat. Das Lösungsmittel wird im Vakuum zur Trockne verdampft, und man erhält 52,Og des Azetidinon-sulfinylchlorid-Produkts.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,97 (s, 3), 5,05 (s, 1), 5,4 (s, 2), 5,76 (d, 1, J =5 Hz),
5.91 (d, 1,J= Hz), 7,83 (m, 8 (ArH)
Das SuIfinylchlorid wird durch Aufschlämmen
acetatlösung mit einer 5%-igen Natriumbicarbonatlösung bei
Raumtemperatur während 2 Stunden in die Sulfinsäure umgewandelt.
Durch Ansäuern der wäßrigen Schicht mit.Chlorwasser-. stoffsäure in Gegenwart von Äthylacetat erhält man nach dem
Abtrennen, dem Trocknen über Magnesiumsulfat und Eindampfen der organischen Schicht im Vakuum die gewünschte Sulfinsäure
in Form eines farblosen Schaums.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1.92 (s, 3), 4,88 (s, 1,J= 4,5 Hz), 5,00 (s, 2), 5,18
(breitjS, 1), 5,38 (s, 2), 5,67 (d, 1,J= 4,5 Hz) und 7,5
bis 8,3 (m, ArH)
2 ',2',2'-Trichloräthyl-^-phenoxyacetamido-S-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
Man erhitzt eine Mischung aus 4,82 g (10 mMol) 2.V, 2 ♦, 2'-Trichloräthyl-e-phenoxyacetamido-penicillanat—1—oxid,
150 ml trockenem .Toluol und 2,0 g (11 mMol) N-Chlorphthalimid während
60 Minuten unter Verwendung einer Dean-Stark-Falle zum
Sieden am Rückfluß. Man dampft eine aliquote Menge von 5 ml der Mischung ein. Das NMR-Spektrum des dabei erhaltenen Rückstands zeigt die vollständige Umwandlung zu dem gewünschten
Sulfinylchlorid.
609828/1006 . -. ,
Man kühlt die Lösung des Sulfinylchlorids in Toluol auf ca.
40° C ab und gibt 1,4 ml Zinn-(lV)-chlorid zu. Man rührt die
Mischung während 60 Minuten, wäscht sie dann nacheinander mit In-Chlorwasserstoffsäurelösung, wäßriger Natriumbicarbonatlösung
und Salzlösung und trocknet über Magnesiumsulfat. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels gibt man 30 ml Chloroform
zu dem Rückstand und filtriert das unlösliche Phthalimid ab. Das FiItrat wird im Vakuum zur Trockne eingedampft, wonach
man das gelbe amorphe Produkt im Vakuum trocknet. Ausbeute: 3,4 g (70 %) der Titelverbindung.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
3,56 und 3,80 (ABq, 2, J = 14 Hz), 4,48 (s, 2), 4,75 (m, 2,
CH2CCl3), 4,89 (d, 1,J= 4,5 Hz), 5,33 (s, 1), 5,48 (s, 1),
5,78 (s, 1), 5,9 und 6,07 (q, 1,J= 4,5 Hz), 6,8 bis 7,4 (m,
5, ArH) und 8,1 (d, NH, J = 10 Hz)
Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl )-3-butenoat
Man erhitzt eine Mischung aus 3,76 g Methyl-6-phthalimidopenicillanat-sulfoxid
und 1,4 g N—Chlorsuccinimid in 250 ml trockenem (CaCl-) Tetrachlorkohlenstoff während 70 Minuten zum
Sieden am Rückfluß. Die Mischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt, filtriert, mit Wasser und Salzlösung gewaschen und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Eindampfen im Vakuum zur Trockne
ergibt Methyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-1-azetidinyl)—3-butenoat
in Form eines weißen Schaums (vergl. Beispiel 1 A).
Zu einer Lösung von 0,2O g des Sulfinylchlorids in 25 ml Chloroform
gibt man 2 Tropfen Wasser. Die Mischung wird während 30 Minuten zum Sieden am Rückfluß erhitzt, abgekühlt und getrocknet
(MgSO4) und im Vakuum zur Trockne eingedampft und ergibt die
Titelverbindung in Form eines farblosen Schaums.
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CQ _
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,93 (s, 3, -CH3), 3,80 (s, 3, -COOCH3) 4,88 bis 5,15 (m, 4,
C3-H, =CH2, ß-Lactam-H), 5,70 (d, 1, J= 5,0 Hz, ß-Lactam-H),
7,80 (m, 4, ArH)
Das Sulfinylchlorid wird auch durch Stehenlassen bei Raumtemperatur
an der Luft während 2 T-agen in die Titei-Sulfinsäure-Verbindung
umgewandelt.
Methyl-7~phthalimido-3-methylencepham-4-carboxylat--l-oxid
(aus der Azetidinonsulfinsäure)
Man rührt eine Lösung von 0,10 g Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4—oxo-3-phthalitnido-l-azetidinyl)—3-butenoat
und 0,04 g* Phosphorpentoxid in 20 ml 1,2-Dichloräthan während 1 Stunde bei
Raumtemperatur. Das Dünnschichtchromatogramm der Reaktionsmischung zeigt nur Spurenmengen des Methylencepham-sulfoxids.
Die Mischung wird dann während 30 Minuten zum Sieden am Rückfluß erhitzt, dann auf Raumtemperatur abgekühlt und mit 25 ml
Äthylacetat und 50 ml Salzlösung vereinigt. Die organische Schicht wird abgetrennt, mit wäßriger Natriumbxcarbonatlosung
und Salzlösung gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet.
Durch Eindampfen im Vakuum zur Trockne erhält man 0,04 g der Titelverbindung in Form eines weißen Schaums.
Man wendet die in Beispiel 1 (J) angegebene Verfahrensweise
mit dem Unterschied an, daß man anstelle des Sulfinylchlorids
0,20 g Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-1-azetidinyl)-3-butenoat
als Ausgangsmaterial einsetzt. In dieser Weise erhält man 0,03 g der Titelverbindung.
Man wendet die in Beispiel 1 (I) beschriebene Verfahrensweise mit dem Unterschied an, daß man anstelle des Sulfinylchlorids
.-. 609828/1006
0,20 g Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-lazetidinyl)-3-butenoat
als Ausgangsmaterial einsetzt. Bei der Reaktion erhält man O,1O g der Titelverbindung«
Man wendet die in Beispiel 1 <L) beschriebene Verfahrensweise
mit dem Unterschied an, daß man 0,20 g Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl)-3~butenoat
anstelle des entsprechenden Sulfinylchlorids als Ausgangsmaterial einsetzt. Das NMR-Spektrum des Produkts zeigt, daß
die Titelverbindung als Hauptbestandteil enthalten ist.
4'-Nitrobenzyl-S-methyl^-T 2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-(N-phenoxyacetyl-N-(2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-amino)-l-azetidinyl1-3—butenoat
A. Man bereitet eine Mischung aus 4,855 g (10 mMol) 3'-Nitrobenzyl-6-phenoxyacetamido-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat,
16,94 g (80 mMol) 2,2,2-Trichloräthyl-chlorformiat, 18 ml
N,O-(Bis-trimethylsilyl)-trifluormethylacetamid und 20ml
Methylenchlorid. Man läßt die Mischung bei Raumtemperatur über Nacht stehen, erhitzt sie dann während 7 Stunden zum Sieden
am Riickfluß, wonach man sie erneut über Nacht bei Raumtemperatur
stehenläßt. Dann erhitzt man während weiterer 6 Stunden, dampft die Mischung zu einem Rückstand ein, löst den
Rückstand in Benzol und gibt die erhaltene Lösung zu einem großen Überschuß Heptan. Das erhaltene unlösliche Material
wird abfiltriert, in Benzol gelöst und über Kieselgel chromatographiert, wozu man einen Benzol/Äthylacetat-Elutionsgradienten
anwendet. Man erhält 4,76 g (72 %) 4'-Nitrobenzyl-6-[N-phenoxyacetyl-N-(2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-amino]-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat
als Produkt.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,41 (s, 3), 1,62 (s, 3), 4,61 (s, 1), 4,84 (d, 1, J= 12 Hz),
4,99 (d, 1, J »12 Hz), 5,20 (s, 2), 5,30 (s, 2), 5,56 (s, 2),"
6,8.bis 7,4 (ro, 5), 7,53 (d, 2, J = 9 Hz) und 8,22 (d, 2,J=
9Hz).. ■
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Β« SuIfoxid-Herstellung
Zu etwa 75 ml Aceton gibt man 2,54 g (3,84 mMol) des obigen
Produkts. Man kühlt die Mischung auf -70 C ab und versetzt die Reaktionsmischung mit überschüssigem Ozon in einer Menge
von etwa 1,17 mMol pro Minute während 9 Minuten, wonach sich die Reaktionsmischung blau verfärbt. Man beläßt die Mischung
während etwa 35 Minuten bei —70 C, wonach man sie auf Raumtemperatur
erwärmt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt, und man erhält 2,76 g 4'-Nitrobenzyl-6-[N-phenoxyacetyl-N-(2,2,2-tri
chloräthoxycarbony1)-amino]-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-l-oxid.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,22 (s, 3), 1,62 (s, 3), 4,60 (s, 1), 4,78 (d, 1, J = 5 Hz),
4,93 (s, 2), 5,26 (s, 2), 5,30 (s, 2), 5,93 (d, 1, J = 5 Hz),
6,8 bis 7,4 (m, 5), 7,51 (d, 2, J = 9 Hz) und 8,20 (d, 2,J=
9Hz)
Zu 40 ml trockenem Benzol gibt man 792 mg (etwa 1 mMol) des obigen Produkts und 155 mg (etwa 1,2 mMol) N-Chlorsuccinimid.
Man erhitzt die erhaltene Mischung während. 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß. Das NMR-Spektrum der Reaktionsmischung weist auf
die Anwesenheit der Titelverbindung hin.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό .
1,92 (s, 3), 4,89 (s, 1), 4,96 (s, 2), 5,05 (s, 2), 5,23 (s, 2),
5,26 (s, I),' 5,34 (s, 2), 5,64 (d, 1, J = 5 Hz), 5,95 (d, 1, J = 5 Hz), 6,10 (d, 1, J = 5 Hz), 6,8 bis 7,5 (m, 5), 7,56 (d,
2, J = 9 Hz) und 8,23 (d, 2, J = 9 Hz)
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D. Umwandlung in 4 '-NitrobenzYl-7-['N-phenoxvacetyl-N-(2, 2, 2-trichloräthoxycarbonyl)-amino]-3-inethYlencephain-4-carboxylat—1-oxid
Zu der nach der Verfahrensweise C erhaltenen, auf Raumtemperatur abgekühlten Reaktionsmischung gibt man 390 mg (1,5 mMol)
Zinn-(IV)-Chlorid. Man beläßt die Mischung während 75 Minuten
bei Raumtemperatur und gibt dann 5 ml Methanol zu. Man versetzt mit weiterem Benzol, wäscht die erhaltene Mischung dreimal
mit einer Mischung aus Chlorwasserstoffsäure und wäßrigem
Natriumchlorid. Die Benzolschicht wird abgetrennt, über Natriumsulfat
getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird über Kieselgel (15 % Wasser) unter Anwendung
eines Benzol/Äthylacetat-Gradienten chrornatographiert, wobei man 246 mg des Exomethylencepham-sulfoxids erhält.
NMR-Spektruro (CDCl3) d
3,42 (d, 1, J = 13 Hz), 3,98 (d, 1, J = 13 Hz), 4,64 (d, 1,
J = 5 Hz), 4,94 (s, 2), 5,25 (s, 2), 5,30 (s, 2), 5,34 (s, 1),
5,47 (s, 1), 6,04 (d, 1, J = 5 HZ), 6,8 bis 7,4 (m, 5), 7,55 (d,
2, J = 9 Hz) und 8,23 (d, 2, J = 9 Hz)
4 '-Bromphenacyl^-phenoxyacetamido-S-methylencepham^-carboxylat-1—oxid
Zu 200 ml getrocknetem Toluol gibt man 5,6 g (10 mMol) 4'-Bromphenacyl-6-phenoxyacetamido-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-loxid
und 5,2 g (50 mMol) Natriumbisulfit. Die Mischung wird
zum Sieden am Rückfluß erhitzt und mit 1,5 g (11 mMol) N-Chlorsuccinimid
versetzt. Die erhaltene Mischung wird während 1 Stunde gerührt und zum Sieden am Rückfluß erhitzt, dann in einem
Eisbad abgekühlt und mit 1,3 g (11 mMol) Zinn-(IV)-cnlorid versetzt.
Die erhaltene Mischung wird bei Raumtemperatur während etwa 2 Stunden gerührt und dann in eine Mischung aus Äthylacetat
und Wasser gegossen. Die organische Schicht wird abgetrennt und nacheinander mit 5%-iger Chlorwasserstoffsäurelö-.
sung, 5%-iger Natriumbicarbonatlösung und Salzlösung gewaschen.
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Dann wird die Mischung über Magnesiumsulfat getrocknet. Beim
Eindampfen bis zur praktisch vollständigen Trockne im Vakuum kristallisieren 1,75 g (31 %) der Titelverbindung aus, die dann
gewonnen wird. Die NMR-Analyse des Produkts steht im Einklang mit der Struktur der Titelverbindung.
Analyse: C34H21N2O7SBr
Berechnet: C 51,35 H 3,77 N 4,99 Br 14,23 % Gefunden: 51,03 3,91 5,10 14,46 %
7-Phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carbonsäure-1—oxid
Zu 200 ml getrocknetem Toluol gibt man 4,95 g (10 mMol) 4'-Methoxybenzyl-6
-phenoxy acetamido- 2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-loxid
und 5,2 g (50 mMol) Natriumbisulf it. Dann erhitzt man die Mischung zum Sieden am Rückfluß und gibt 1,5 g (11 mMol)
N-Chlorsuccinimid zu. Anschließend wird die Mischung während
1 Stunde gerührt und zum Sieden am Rückfluß erhitzt, wonach man sie in einem Eisbad abkühlt und mit 1,3 g (11 mMol) Zinn-(IV)-chlorid
versetzt. Dann wird die Mischung während etwa
2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, wonach man sie in eine
Mischung aus Äthylacetat und Wasser gießt. Die organische Schicht wird abgetrennt und nacheinander mit 5%-iger Chlorwasserstoff
säurelösung und Salzlösung gewaschen. Die organische Schicht wird dann mit einer 5%-igen Natriumbicarbonatlösung
extrahiert, wonach man den Extrakt mit Äthylacetat auf-schlämmt und auf einen ρ -Wert von 2,5 ansäuert. Die Äthylacetatschicht
wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zu einem sehr kleinen
Volumen eingeengt, aus dem 1,3 g (35 %) der Titelverbindung in Form von Kristallen gewonnen werden. Die Analyse des Produkts
über das NMR-Spektrum steht im Einklang mit der Struktur der Titelverbindung.
Analyse: ci6H-jfiN2O6S
Berechnet: C 52,74 H 4,43 N 7,69 %
Gefunden: 52,99 4,64 7,51 %
Gefunden: 52,99 4,64 7,51 %
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Beispiel 14
Benzhvdryl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
A. Zu 800 ml getrocknetem Toluol gibt man 20 g Benzhydryl-6-phenoxyacetamido-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-l-oxid
und erhitzt die Mischung in einem System, das mit einer Dean-Stark-Wasserfalle
versehen ist, um die vorhandene Feuchtigkeit azeotropisch zu entfernen, zum Sieden am Rückfluß. Zu
der Mischung gibt man dann 12,2 g N-Chlorsuccinimid und erhitzt während weiterer 1,5 Stunden zum Sieden am Rückfluß.
Das Produkt wird über das NMR-Spektrum analysiert, das im
Einklang steht mit der Struktur der Titelverbindung.
NMR-Spektrum'(CDCl3) S
1,88 (s, 3), 4,53 (s, 2), 4,90 (s, 1), 5,14 (s, 2), 5,54 (d, 1, J = 4 Hz), 6,24 (q, 1, J = 4 Hz und 8 Hz), 6,95 (s, 1),
7,15 bis 7,4 (m, 15) und 8,0 (d, 1, J = 8 Hz)
B· Umwandlung in das Exomethylensulfoxid
Im Einklang mit der oben beschriebenen Verfahrensweise des Beispiels 13 cyclisiert man das Azetidinon-sulfinylchlorid
der Stufe A mit Zinn-(IV)-chlorid zu 7-Phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carbonsäure-l-oxid.
Beispiel 15 j
*, 2 ', 2 '-Trichloräthyl-3-Tnethyl-2-f 2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-(4-nitrobenzyloxycarbamido)-l-azetidinyl1-3-butenoat
A. Man bereitet eine Mischung aus 300 ml 1,1,2-Trichlor!than
und 10,26 g 2 · ,2 · ,2 '-Trieb.loräthyl-*6-(4-nitrobenzyloxycarbamido)-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-l-oxid.
Man erhitzt die Mischung unter Abtrennung von etwa 75 ml des Lösungsmittels, um
dss Trocknen des Reaktionsmediums am Rückfluß zu fördern. Dann wird die Mischung abgekühlt, mit Propylenoxid und anschließend mit 4 g N-Chlorsuccinimid versetzt. Die Temperatur
der Mischung wird auf 102°C gesteigert, wonach man die Mischung während 2,5 Stunden zum Sieden am Rückfluß erhitzt.
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Man entnimmt eine Probe der Reaktionsmischung und verdampft
das Lösungsmittel. Das NMR-Spektrum des Rückstands steht im Einklang mit der Struktur der Titelverbindung:
NMR-Spektrum (CDCl3)ύ .
1,94 (bs, 3), 4,83 (s, 2), 5,25 (s, 2), 5,0 bis 5,4 (m, 3), 6,2 (d, 1, J = 4 Hz), 7,55 (d, 2, J = 8 Hz) und 8,24 (d,
2, J = 8 Hz)
B. Umwandlung in 2 *,2',2'-Trichloräthyl-7-(4-nitrobenzvloxvcarbamido)-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
Man dampft eine Menge, die etwa einem Drittel der unter A erhaltenen Reaktionsmischung entspricht, ein und löst den
Rückstand in 100 ml getrocknetem Methylenchlorid. Dann
gibt man zu der erhaltenen Mischung 5 ml Zinn—(IV)-Chlorid
und behandelt die Mischung nach der in Beispiel 12 beschriebenen Weise unter Bildung von 700 mg des 3-Methylencepharnsulfoxids.
.
NMR-Spektrum (CDCl3) <$
3,60, 3,88 (ABq, 2, J = 15 Hz), 4,82 (s, 2), 4,94 (d, 1,
J = 4,5 Hz), 5,23 (s, 2), 5,40 (s, 1), 5,56 (s, 1), 5,83
(s, 1), 6,37 (d, 1, J = 10 Hz), 7,46 (d, 2, J = 9 Hz) und
8,20 (d, 2, J = 9 Hz)
4t-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-acetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat
A. Man erhitzt 500 ml Toluol in einer Vorrichtung, die mit
einer Dean-Stark-Wasserfalle ausgerüstet ist,um gegebenenfalls
vorhandene Feuchtigkeit azeotrop abzudestillieren. Zu dem erhaltenen getrockneten Toluolgibt man 1,0 g
(2,4 mMol) 4'-Nitrobenzyl-6-acetamido-2,2-dimethylpenam-3-carboxylat-l-oxid.
Die erhaltene Mischung wird erneut unter Verwendung einer Dean-Stark-Wasserfalle zum Sieden "
am Rückfluß erhitzt, um gegebenenfalls vorhandene weitere
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Wassermengen zu entfernen. Die Mischung wird dann abgekühlt und mit 400 mg (2,9 mMol) N-Chlorsuccinitnid versetzt. Dann
erhitzt man die Mischung während 1 Stunde zum Sieden am Rückfluß, wonach man eine Probe der Reaktionsmischung entnimmt
und das Lösungsmittel verdampft. Das erhaltene Produkt steht auf Grund des NMR-Spektrums im Einklang mit der
Struktur der Titelverbindung.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,86 (bs, 3), 2,04, 2,09 (2s, 3), 4,80 (m, 1), 5,2 (m, 2),
5,28 (s, 2), 5,63 (m, 1), 6,05 (d, 1, J = 4 Hz) und 7,4 bis 8,4 (q, 4, ArH)
B· Umwandlung in 4'-Nitrobenzyl-V-acetamido-S-methylencepham-4-carboxy1at-1-oxid
Man kühlt die unter A erhaltene Reaktionsmischung in einem Eisbad und gibt 1 ml Zinn-(IV)-chlorid zu. Man beläßt die
Mischung während 2 Stunden bei Raumtemperatur, wonach man sie im Vakuum zur Trockne eindampft. Der gebildete Rückstand
wird in Äthylacetat gelöst, wonach man die Äthylacetat-Mi—
schung einmal mit einer Mischung aus Chlorwasserstoffsäure
und wäßrigem Natriumchlorid und zweimal mit wäßrigem Natriumchlorid
wäscht, über Magnesiumsulfat trocknet und im Vakuum zur Trockne eindampft. Der Rückstand wird in einer minimalen
Menge Äthylacetat gelöst, wobei sich nach dem Stehenlassen über Nacht Kristalle des 3-Methylencepham-sulfoxids
bilden, die dann gewonnen werden.
NMR-Spektrum (CDCl3) cf
1,92 (s, 3), 3,80 (bs, 2), 5,00 (d, 1, J = 4 Hz), 5,32 (s, 2), 5,45 bis 5,80 (m, 5), 7,60 (d, 2, J = 8 Hz), 7,86 (d, 1,
J = 9 Hz) und 8,20 (d, 2, J= 8 Hz)
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4 '-Nitrobenzyl-V-phenoxyacetamido-S-methylencepham-^-carboxylat-1-oxid (Komplex-Isolierung)
Man erhitzt 750 ml Toluol während 15 Minuten unter Verwendung
einer Dean-Stark-Falle zum Sieden am Rückfluß. Zu dem getrockneten
Toluol gibt man 35 ml Propylenoxid, 25 g 4'-Nitrobenzyl-6-phenoxyacetamido-penicillanat-l-oxid
und 7,3 7 g N-Chlorsuccinirnid. Man erhitzt die Reaktionsmischung während 2 Stunbei
100°C zum Sieden am Rückfluß, wonach man 120 ml Toluol aus der Mischung abdestilliert. Nach dem Abkühlen setzt man
7,3 ml Zinn-(IV)-chlorid zu. Durch Abfiltrieren der Reaktionsmischung erhält man 17,1 g eines orange gefärbten Komplexes,
den man in Äthylacetat löst und mit wäßriger Chlorwasserstoffsäurelösung
und Salzlösung wäscht. Die Äthylacetatlösung wird getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft und ergibt
6,9 g der Titelverbindung.
Methyl-3-methyl-2-(2-bromsulfinyl-4-oxo-3-phthalimido-lazetidinyl)-3-butenoat
A. Man erhitzt eine Mischung aus 1,88 g Methyl-6-phthalimidopenicillanat-1-oxid
und 890 mg N-Bromsuccinimid in 150 ml Tetrachlorkohlenstoff während 80 Minuten zum Sieden am
Rückfluß. Dann wird die Reaktionsmischung abgekühlt, mit Wasser und Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulf
at getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft, wobei man 1,82 g der Titelverbindung erhält.
MMR-Spektrum (CDCl3) d
1,98 (bs, 3), 3,82 (s, 3, COOCH3), 5,0 bis 5,35 (m, 3),
5,8 bis 6,2 (m, 2, ß-Lactam-H) und 7,80 (bs,.4, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst das in der obigen Weise gebildete Azetidinonsulfinylbromid
in 20 ml· Methylenchlorid und versetzt die Lösung mit 0,6 ml Zinn-(IV)-chlorid. Nach 45 Minuten bei
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Raumtemperatur wäscht man die Reaktionsmischung mit Wasser und Salzlösung, trocknet sie über wasserfreiem Magnesiumsulfat
und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein, wobei man 1,15 g Methyl-7—phthalimido-S-methylencepham^-carboxylat-1-oxid
(in Form einer Mischung aus den R- und S-Sulfoxid-Xsorneren)
erhält. Das überwiegende Isomere besitzt das folgende NMR-Spektrum:
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
3,64, 4,20 (ABq, 2, J = 13,0 Hz, C3-H), 3,84 (s, 3,
COOCH3), 4,90 (d, 1, J = 4,0 Hz, ß-Lactam-H), 5,3 bis 5,7 (m, 3), 5,97 (d, 1,J= 4,O Hz, ß-Lacta -H) und 7,84
(bs, 4 ArH)
4t-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-isopropylthiosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat
A. Zu einer Lösung von 10 g 4 '-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
in 450 ml Toluol gibt man 1,9 ml Isopropy!mercaptan und 3^,5 ral Propylenoxid. Man läßt die Mischung
mehrere Tage bei Raumtemperatur stehen und dampft sie dann im Vakuum zur Trockne ein, wobei man ein Öl erhält,
das man über eine mit Kieselgel gefüllte Säule unter Verwendung eines Toluol/Äthylacetat-Gradienten chromatographiert.
Man isoliert irisgesamt 6,62 g der Titelverbindung.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
l,4O (d, 6,J = 6,0 Hz, SCHiCH^), 2,01 (s, 3), 3,55
(ro, 1, SCH(CH3)2), 4,60 (s, 2, Seitenketten-CH2), 5,1 bis
5,4 (n, 3), 5,33 (s, 2, Ester-CH2), 6,20 (dd, 1,J= 4,5 ,
und 10,0 Hz, ß-Lactam-H), 6,9 bis 8,3 (m, 9, ArH) und 8,6 (d, 2, J= 10,0 Hz, NH)
609828/1006
2558045
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 682 mg der Titelverbindung in 3,4 ml Methansulfon— säure. Nach 30 Minuten gießt man die Lösung in einen Schei—
detrichter, der Äthylacetat und eine gesättigte wäßrige Natriutnbicarbonatlösung
enthält. Man trennt die organische Schicht ab, wäscht sie nacheinander mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung,
Wasser und Salzlösung (2 x) und trocknet über wasserfreiem Magnesiumsulfat. Beim Stehenlassen
über Nacht kristallisiert das Produkt aus Äthylacetat aus. Man isoliert insgesamt 60 mg 4'-Nitrobenzyl-V-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid.
t-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-tert.-butylthiosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat
A. Man wendet die in Beispiel 19 beschriebene Verfahrensweise
mit dem Unterschied an, daß man anstelle von Isopropylmercaptah 2,4 ml tert.-Buty!mercaptan einsetzt..Nach dem Chromatographieren
isoliert man 4,69 g der Titelverbindung.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,43 (s, 9, tert.-Butyl), 2,01 (s, 3), 4,57 (s, 2, Seitenketten-CH2),
5,0 bis 5,4 (m, 5), 6,20 (dd, 1,J= 4,0 und 11,0 Hz, ß-Lactam-H), 6,8 bis 8,2 (m, 9, ArH) und 8,64 (d,
1, J = 11,0 Hz, NH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 700 mg der Titelverbindung in 3,5 ml Methansulfonsäure.
Nach der im zweiten Abschnitt des Beispiels 19 beschriebenen
Verfahrensweise isoliert man 190 mg 4'-Nitrobenzyl^-phenoxyacetamido-S-methylencepham^-carboxylat-1-oxid.
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'-Nitrobenzyl-3-methyl—2-(2—methoxysulfinyl-4-oxo-3—phenoxyacetamido-1—azetidinyl )-3-butenoat
A· Zu einer Lösung von 4f-Nitrobenzyl-3-methyl-2~(2-chlorsulfiny1-4—oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat,
das man aus 10 g 4'-Nitrobenzyl-e-phenoxyacetamido-penicillanat-1-oxid
und 2,68 g N—Chlorsuccinimid erhalten hat, in
400 ml Toluol gibt man 25 ml trockenes Methanol. Man rührt die Reaktionsmischung über Nacht bei Raumtemperatur und
wäscht sie dann nacheinander mit wäßriger Natriumbicarbo— natlösung (2 χ ), Wasser und Salzlösung (2 x). Durch Eindampfen
im Vakuum zur Trockne erhält man 10 g der unreinen Titelverbindung, die man durch Chromatographie über mit
Säure gewaschenem Kieselgel unter Verwendung eines Toluol/ Äthyl-Gradienten gereinigt. Das Produkt wird in Form einer
Mischung aus den Isomeren (R- und S-Sulfinate) isoliert. Das NMR-Spektrum des überwiegend vorhandenen Isomeren ist
das folgende:
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,90 (s, 3), 3,74 (s, 3, -OCH3), 4,52 (s, 2, Seitenketten-CH2),
4,8 bis 5,3 <n>, 5), 5,32 (s, 2, Ester-CH2), 5,76
(dd, 1,J= 5,0 und 9,0 Hz, ß-Lactam-H) und 6,8 bis 8,2 (m, 9, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 590 mg der Titelverbindung in 2,0 ml Methansulfonsäure.
Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur wird die Mischung nach der in dem zweiten Abschnitt des Beispiels
beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet und ergibt 0,13 g (40 %) 4'-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid.
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Beispiel 22
4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-menthyloxysulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)—3—butenoat
A. Man wendet die in Beispiel 21 beschriebene Verfahrensweise
mit dem Unterschied an, daß man anstelle von Methanol 3,12 g (20 mMol) Menthol einsetzt. Der als Produkt anfallende SuI-finatester
wird durch Chromatographie über eine mit Säure gewaschenem Kieselgel gefüllte Säule unter Verwendung eines
Toluol/Äthylacetat-Gradienten isoliert. Das Produkt wird in Form einer Isomeren-Mischung (R- und S—Sulfinate) isoliert.
Das NMR-Spektrum des überwiegend vorhandenen Isomeren ist das folgende:
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
0,6 bis 2,4 (m, 18, Menthyl-H), 1,86 (s, 3), 3,98 (bs, 1),
4,52 (s, 2, Seitenketten-CH2), 4,72 (d, 1,J= 5,0 Hz, ß-Lactam-H), 4,8 bis 5,2 (m, 3), 5,36 (s, 2, Ester-CH2),
5,72 (dd, 1, J = 5,0 und 9,0 Hz, ß-Lactatn-H), 6,8 bis 8,2
(m, 9, ArH) und 7,85 (d, 1,J= 9,0 Hz, -NH_)
B· Umwandlung in das Exomethylencepham—sulfoxid
Man löst 906 mg der Titelverbindung in 4,6 ml Methansulfonsäure.
Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur arbeitet man die Reaktionsmischung nach der in dem zweiten Abschnitt des Beispiels
19 beschriebenen Verfahrensweise auf. Die Umwandlung in das 4'-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l—oxid
wird durch die vergleichende Dünnschichtchromatographie und durch das NMR-Spektrum bestätigt.
Beispiel 23
4'-Nitrobenzyl-S-methyl^-(2-anilinosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
A. Zu einer Lösung von 4'~Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)—3-butenoat,
das man aus 10 g 4♦-Nitrobenzyl-e-phenoxyacetamido-penicillanat-1-oxid
und 2,68 g N-Chlorsuccinimid gewonnen hat, in
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400 ml Toluol gibt man 3,6 ml Anilin. Nach 5 Minuten bei
Raumtemperatur wäscht man die Reaktionsmischung mit Wasser (2 x) und Salzlösung, trocknet sie über wasserfreiem Magnesiumsulfat
und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein, wobei man die Titelverbindung erhält.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,96 (s, 3), 4,5 (s, 2, Seitenketten-CH2), 5,34 (s, 2, Ester-CH2),
5,0 bis 5,3 (m, 3), 5,77 (dd, 1,J= 4,5 und 10,0 Hz, ß-Lactam-H) und 6,8 bis 8,4 (m, 14, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 2,07 g der Titelverbindung in 10 ml Methansulfonsäure.
Nach 3O Minuten gießt man die Lösung langsam in eine kalte Mischung aus gesättigtem Natriumbicarbonat und Äthylacetat.
Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt, nacheinander
mit wäßriger Natriumbicarbonatlösung (2 x), Wasser (2 x) und Salzlösung (2 x) gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet im Vakuum zur Trockne eingedampft. Aus einer Lösung des unreinen Produkts in Äthyacetat kristallisieren
373 mg (21 %) 4'-Nitrobenzyl^-phenoxyacetamido-S-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
aus.
Methvl-3-methyl-2-(2-N-succinimidosulfinyl-4-oxo-3-phenylacetainido—1—azetidinyl )-3-butenoat
A. Man rührt eine Lösung von 2,55 g (7 mMol) 4'-Nitrobenzyl-6-phenylacetamido-penicillanat-l-oxid,
5,6 ml (34 mMol) N-Trimethylsilylsuccinimid und 0,18 ml Essigsäure in 41 ml
Dimethylacetamid während 3,5 Stunden bei 105°C. Nach dem Abkühlen gießt man die Reaktionsmischung in eine kalte Mischung
aus 50 ml Äthylacetat und 150 ml Wasser. Die Wasserschicht
wird zweimal mit Äthylacetat extrahiert. Dann vereinigt man die Äthylacetat-Extrakte, wäscht sie mit Wasser,
trocknet sie über wasserfreiem Magnesiumsulfat und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein, wobei man 3,3 g Methyl-3-
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tnethyl-2-(2-N-succinimidothio-4-oxo-3-phenylacetamido-lazetidinyl)-3-butenoat
erhält.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,84 (s, 3), 2,78 (s, 4, Succinimidgruppe), 3,65 (s, 2,
Seitenketten-CH2), 3,74 (s, 3, COOCH3), 4,66 (s, 1), 5,0
bis 5,5 (m, 4, ß-Lactam-H + _olefinisehes - CH3), 7,26 (s,
5, ArH) und 7,58 (d, 1,J= 8,0 Hz, -NH)
Das in der obigen Weise gebildete Sulfenimid wird bei 0 C
in 50 ml Methylenchlorid gelöst und mit 1,48 g m-Chlorperbenzoesäure
oxydiert. Nach 1 Stunde bei 0 C wäscht man die Reaktionsmischung nacheinander mit gesättigter wäßriger
Natriumbicarbonatlosung, Wasser und Salzlösung, trocknet über wasserfreiem Magnesiumsulfat und dampft im Vakuum zur
Trockne ein, wobei man die Titelverbindung erhält.
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,86 (s, 3), 2,60 (s, 4, Succinimido-H), 3,54 (s, 2, Seitenketten-CH2),
3,78 (s, 3, COOCH3), 4,8 bis 5,2 (m, 3), 5,6 bis 5,9 (m, 1, ß-Lactam-H), 6,04 (d, 1, J = 5,0 Hz,
ß-Lactam-H) und 7,3 (s, 5, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 469 mg (1 mMol) der Titelverbindung in 2,3 ml Methansulf
onsäure. Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur gießt man die Lösung langsam in eine Mischung aus einer gesättigten
Natriumbicarbonatlosung und Äthylacetat.. Die Äthylacetatschicht
wird abgetrennt, nacheinander mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlosung, Wasser und Salzlösung gewaschen,
über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Die Umwandlung in das Methyl-7-phenylacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid
wird durch vergleichende Dünnschichtchromatographie und das NMR— Spektrum bestätigt.
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'-Nitrobenzyl-3-tnethyl-2-[ 2-(N,N '-dicarboäthoxyhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl]-3-butenoat
A. Man erhitzt eine Lösung von 10 g 4·—Nitrobenzyl—6-phenoxy—
acetamido-penicillanat-l-oxid in 300 ml trockenem 1,1,2-Trichloräthan
unter Verwendung einer Dean-Stark-Falle zum Sieden am Rückfluß und trocknet sie dadurch. Nachdem etwa
50 ml des Lösungsmittels abdestilliert sind, kühlt man die Mischung ab und gibt 6 ml Diäthylazodicarboxylat zu.
Man erhitzt die Reaktionsmischung während 45 Minuten zum Sieden am Rückfluß und dampft sie dann im Vakuum zur Trockne
ein. Der Rückstand wird mit Hexan verrieben, um überschüssiges Diäthylazodicarboxylat zu entfernen. Beim weiteren
Trocknen erhält man die Titelverbindung in Form eines unreinen gelben Harzes, das vor der Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
nicht weiter gereinigt wurde.
NMR-Spektrum (CDCl3) J
1,40 (t, 3, J = 7 Hz, CH2CH3), 1,95 (bs, 3), 3,8 bis 4,7
(m, 6), 5,0 bis 5,6 (m, 5) und 6,7 bis 8,4 (m, 9, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 1 g des unter A erhaltenen Produktes in 20 ml Methansulfonsäure. Dann rührt man die Mischung bei Raumtemperatur
während 20 Minuten und gießt sie dann in eine wäßrige Natriumchloridlösung. Die wäßrige Lösung wird dann
mit 200 ml Äthylacetat extrahiert, wonach man den Äthylacetat-Extrakt mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung
wäscht, über Magnesiumsulfat trocknet und im Vakuum zur Trockne eindampft. Der Rückstand wird durch präparative
Dunnschichtchromatpgrpahie unter Verwendung von mit Kieselgel beschichteten Platten gereinigt, die mit einer Mischung
aus 90 % Äthylacetat und IO % Benzol eluiert werden. Man
isoliert insgesamt 160 mg 4'-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham—4-carboxylat-l-oxid.
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'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-[2-N1N'-dicarbo-tert,-butoxyhydrazosulfinyl) -4-OXO-3- acetamido—1-azetidinyl 1 -3-butenoat
A. Nach der in Beispiel 25 beschriebenen Verfahrensweise setzt
man 820 mg 4'-Nitrobenzyl—ö-acetatnido-penicillanat-l-oxid
mit 465 mg Di-tert.-butylazodicarboxylat zur Bildung der
Titelverbindung um. -
NMR-Spektrum (CDCl3) 6 0
1,50 (s, 18, tert.-Butyl), 1,90 (bs, 3), 2,00 (s,3,.CH3CNH-),
5,40 (s, 2, Ester-CH2), 5,0 bis 6,0 (m, 5) und 7,6 bis 8,4
(m, 4, ArH)
B. Umwandlung in das Exoroethylencepham-sulfoxid
Man löst die unter A gebildete Titelverbindung in 15 ml
Methansulfonsäure und gießt die Lösung nach 10 Minuten bei
Raumtemperatur in eine gesättigte wäßrige Natriumchloridlösung. Die wäßrige Lösung wird mit Äthylacetat extrahiert,
wonach man den organischen Extrakt mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung
wäscht, über Magnesiumsulfat trocknet und im Vakuum zur Trockne eindampft. Die chromatographische
Reinigung des Rückstands ergibt 90 mg (12 %) 4'-Ni- "
trobenzyl-T-acetamido-S-methylencepham^-carboxylat-l-oxid.
NMR-Spektrum (CDCIo ) <5
2,04 (s, 3, CH3CNH-), 3,66 (bs, 2, C3-H), 4,90 (d, 1,J= ;
4,0 Hz, C6-H), 5,26 (s, 3, C4-H + Ester-CH2), 5,45, 5,74
(2s, 2, =CH2), 5,92 (dd, 1, J = 4,0 und 8,0 Hz, C7-H),
6,97 (d, 1,J= 8,0 Hz, -NH) und 7,4 bis 8,4 (m, 4, ArH)
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25550A5
2' ,2' ,2 '.-Trichloräthyl^-^-thienylacetamidoj-S-methylencepham-4—carboxylat-suIfoxid
Man erhitzt eine Lösung von 1 g 2',2«,2'-Trichloräthyl-6-(2~thienylacetatnido)-penicillanat-l-oxid
und 525 mg Di-tert.-butyl-azodicarboxylat
in 50 ml 1,1,2-Trichloräthan während
45 Minuten zum Sieden am Rückfluß. Dann kühlt man die Reaktion smischung ab und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein.
Der in dieser Weise erhaltene Rückstand wird in Methansulfonsäure gelöst, worauf man die saure Lösung nach 15 Minuten bei Raumtemperatur in eine gesättigte wäßrige Natriumchloridlö—
sung gießt. Die wäßrige Lösung wird mit Äthylacetat extrahiert, worauf der organische Extrakt mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im im Vakuum zur Trockne eingedampft wird, wobei man 72 mg (7 %) der Titelverbindung erhält.
45 Minuten zum Sieden am Rückfluß. Dann kühlt man die Reaktion smischung ab und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein.
Der in dieser Weise erhaltene Rückstand wird in Methansulfonsäure gelöst, worauf man die saure Lösung nach 15 Minuten bei Raumtemperatur in eine gesättigte wäßrige Natriumchloridlö—
sung gießt. Die wäßrige Lösung wird mit Äthylacetat extrahiert, worauf der organische Extrakt mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im im Vakuum zur Trockne eingedampft wird, wobei man 72 mg (7 %) der Titelverbindung erhält.
NMR-Spektrum (CDGl3) δ
2,87 (bs, 2, C2-H), 3,75 (s, 2, Seitenketten-CH2), 4,80 (s,
2, Ester-CH2), 5,28 (d, 1,J = 4,O Hz, C5-H), 5,46, 5,77 (2s,
2, =CH2), 5,90 (dd, 1,J= 4,0 und 8,0 Hz, C7-H) und 6,8 bis
7,3 (m, 3, ArH)
7,3 (m, 3, ArH)
4 t-Nitrobenzyl-3-methyl-2-r 2-( N^N'-dibenzoylhydrazosulfinyl)-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyli-3-butenoat
A. Nach der in Beispiel 25 beschriebenen Verfahrensweise setzt man 10 g 4'-Nitrobenzγl-6-phenoxyacetamido-penicillanat-loxid
mit 7,8 g Dibenzoyldiimid in trockenem 1,1,2-Trichloräthan um
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 1 g des in der Stufe A gewonnenen ungereinigten
Produkts in 2O ml Methansulfonsäure. Nach 20 Minuten gießt man die Mischung in 3oO ml gesättigte wäßrige Natriumchloridlösung, extrahiert die wäßrige Lösung mit 200 ml Äthyl-
Produkts in 2O ml Methansulfonsäure. Nach 20 Minuten gießt man die Mischung in 3oO ml gesättigte wäßrige Natriumchloridlösung, extrahiert die wäßrige Lösung mit 200 ml Äthyl-
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acetat und wäscht den organischen Extrakt mit einer Natriumbicarbonatlösung,
trocknet ihn über Magnesiumsulfat und dampft ihm im Vakuum zur Trockne ein. Durch präparative
DünnSchichtchromatographie gewinnt man 90 mg (40 %) 4'-Nitrobenzyl-y-phenoxyacetamido-S-methylencepham-^-carboxylat-1-oxid.
4'-Nitrobenzyl-3-methy1-2-(2-acetylhydrazosulfinyl—4—oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)—3-butenoat
A. Zu einer Lösung von 4l-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlorsulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l—azetidinyl)-3—butenoat
(das man aus 50 g 4'-Nitrobenzyl-e-phenoxyacetamido-peni—
cillanat-1-oxid und 15 g N-Chlorsuccinimid in lOOO ml
1,1,2-Trichloräthan gewonnen hat)gibt man bei Raumtemperatur
14,8 g Acetylhydrazid. Nach dem Rühren während etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur wäscht man die Reaktionsmischung
dreimal mit 500 ml-Anteilen einer gesättigten Natriumchloridlösung,
trocknet über Magnesiumsulfat und'dampft im Vakuum
zur Trockne ein. Der Rückstand wird in Äthylacetat
gelöst. Beim Stehenlassen im Kühlschrank kristallisieren 29,7 g (52 %) der Titelverbindung aus,
NMR-Spektrum (CDCl3) ό
1,94 (s, 6, CH,C- + allylisches CH-.), 4,65 (s, 2, Seitenketten-CH2),
4,9 bis 5,4 (m, 5), 5,55 (s, 2, Ester-CH2) und 6,8 bis 8,4 (m, 9, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Man löst 2 g des Titelprodukts in 20 ml Methansulfonsäure.
Nach 15 Minuten bei Raumtemperatur gießt man die saure Lösung
in einen Scheidetrichter, der 200 ml Äthylacetat, 250 ml gesättigte Natriumchloridlösung und 250 ml gesättigte
Natriumbicarbonatlösung enthält. Man trennt die organische Schicht ab, wäscht sie mit Natriumbicarbonatlösung, trocknet
über Magnesiumsulfat und dampt sie im Vakuum zur Trockne ein.
„..·■■*.
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Man löst den Rückstand In einer minimalen Menge Äthylacetat,
worauf nach dem Stehenlassen 879 mg (51 %)4'-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-S-methylencepham^-carboxylat-l-oxid
auskristallisieren.
Beispiel 30
4t-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-carbomethoxyhydrazosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
A. Nach der in Beispiel 29 beschriebenen Verfahrensweise setzt man 4,5 g Carbomethoxyhydrazid mit dem Sulfinylchlorid um,
das man aus 15 g 4'-Nitrobenzyl-ö-phenoxyacetamido-penicillanat-1-oxid
gewonnen hat, so daß man die Titelverbindung in Form eines gelben Harzes erhält.
NMR-Spektrum (CDCl3) 6
1,92 (bs, 3), 3,66 (s, 3, COOCH3), 4,56 (s, 2, Seitenketten-CHp),
4,8 bis 5,6 (m, 7, Ester-CHp, ß-Lactam-H, olefinisches
H) und 6,7 bis 8,4 (n, 9, ArH)
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Nach der in dem zweiten Abschnitt des Beispiels 29 beschriebenen Verfahrensweise cyclisiert man 640 mg der Tltelverbin—
dung in 10 ml Methansulfönsäure unter Bildung von 240 mg
(45 %) 4l-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4—carboxylat-1-oxid.
4'—Nitrobenzyl—3-methyl—2-(2—tolylsulfonylhydrazosulfinyl—
oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat
A. Nach der in Beispiel 29 beschriebenen allgemeinen Verfahrensweise
setzt man 18 g Tosylhydrazid mit dem Sulfinylchlorid, das man aus 30 g 4'-Nitrobenzyl-6-phenoxyacetamido-penicillanat-1-oxid
gewonnen hat, zu der Titelverbindung um, die in Form eines nicht-kristallisierenden
gelben Harzes anfällt.
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B. Nach der in dem zweiten Abschnitt des Beispiels 29 beschriebenen
Verfahrensweise cyclisiert man das Titelprodukt in 15O ml Methansulfonsäure unter Bildung von 7,0 g (23 %)
4 '-Nitrobenzyl-7-phenoxYacetarnido—3—methylencepham—4-carboxylat—1-oxid.
'-NitrobenzYl-3-methyl—2-(2—atninosulfinyl-4-oxo-3-phenoxy—
acetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat
A. Zu einer Lösung von 5 g 4'—Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-chlor—
sulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamide—1-azetidinyl)-3-butenoat
in Toluol gibt man eine Lösung von 5 g Natriumcyanat in 100 ml Wasser. Nach 1 Stunde bei Raumtemperatur trennt man
die organische Phase ab, trocknet sie über Magnesiumsulfat
und dampft sie im Vakuum zur Trockne ein, wobei man eine Mischung aus der Titelverbindung und 4'-Nitrobenzyl-6-phenoxyacetamido-penicillanat-sulfoxid
erhält. Das NMR-Spektrum des Titelprodukts ist das folgende:
NMR-Spektrum (CDCl3) S 0
1,96 (s, 3), 4,55 (s, 4, Seitenketten-CH_2 + -SNH2), 4,88
(d, 1,J= 4,5 Hz, ß-Lactam-H), 5,0 bis 5,5 (m, 5), 5,71 (dd, 1, J = 4,5 und 9,0 Hz, ß-Lactam-H), 7,74 (d, 1, J =
9,0 Hz, -NH) und 8,4 (m, 9, ArH)
Analyse: Cp3H24N4OgS
Berechnet: C 53,48 H 4,68 N 10,85 0 24,78 S 6,21 % Gefunden: 53,69 4,77 1O,62 5,9O %
B. Umwandlung in das Exomethylencepham-sulfoxid
Nach der in dem zweiten Abschnitt des Beispiels 29 beschriebenen
Verfahrensweise cyclisiert man das Titelprodukt in Methansulfonsäure zu 4·— Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-methylencepham-4-carboxylat-l-oxid.
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Claims (1)
- PatentansprücheVerfahren zur Herstellung von 3—Methylencepham-sulfoxiden der allgemeinen Formel IO IlCHzR1dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allge meinen Formel II0 IlRu ß*COORmit einem Friedel-Crafts—Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure, einem Friedel-Crafts-Katalysator vom Typ einer Br^nsted-Protonensäure oder einem metathetischen Kationenbildner in einem trockenen inerten organischen Lösungsmittel
umsetzt oder diese Verbindung in einer organischen Brj^nsted-Säure löst, wobei in den obigen allgemeinen FormelnR eine Carbönsaureschutzgruppe;R' eine Carbönsaureschutzgruppe oder ein Wasserstoffatom;R- (1) eine Imidogruppe der allgemeinen Formel609828/1006in der Rp eine Alkenylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine 1,2-Phenylengruppe oder eine 1,2-Cyclohexenylengruppe darstellt; oder(2) eine Amidogruppe der allgemeinen Formeltr \RsCNH-!
in derR3 (a) ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenmethylgruppe oder eine 3- ( 2-Chlorphenyl )-5-niethylisoxazol-4-ylgruppe;(b) eine Benzyloxygruppe, eine 4-Nitrobenzyloxygruppe, eine 2,2,2-Trichloräthoxygruppe, eine tert.-Butoxygruppe oder eine 4-Methoxybenzyloxygruppe;(c) eine Gruppe R", wobei R" eine 1,4-Cyclohexadienylgruppe, eine Phenylgruppe oder eine durch- einen oder zwei Substituenten, die unabhängig voneinander aus der Halogenatome, geschützte Hydroxygruppen, Nitrogruppen, Cyanogruppen, Trifluormethylgruppen, Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umfassenden Gruppe ausgewählt sind, substituierte Phenylgruppe darstellt;(d) eine Arylalkylgruppe der allgemeinen FormelR" - (O)-CH9-m c.in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt und m 0 oder 1 darstellt; oder(e) eine substituierte Arylalkylgruppe der allgemeinen FormelR''·CH-Win der R''1 die gleichen Bedeutungen besitzt wie die oben definierte Gruppe R" und W eine ge-6098 28/1006schützte Hydroxygruppe oder eine geschützte Aminogruppe darstellt,bedeutet;(3) eine Imidogruppe der allgemeinen Formel0
IlR *R"-(θ) CHm s„ /o/in der R" und m die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und Rp1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder eine Trichloräthoxygruppe darstellt; oder R1(4) eine Imidazolidinylgruppe der allgemeinen Formel0
IlR\/in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt und Y für eine Acetylgruppe oder eine Nitrosogruppe steht; undX (1) ein Chloratom oder ein Bromatom;(2) eine Gruppe der allgemeinen Formel -OR-, in der R. für ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht;(3) eine Gruppe der allgemeinen Formel -SR5, in der Rjfür eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen," eine Arylgruppe oder eine Arylalkylgruppe mit 1 bis609828/1006Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht; oder/ β(4) eine Gruppe der allgemeinen Formel -N^ j , in der(a) R6 ein Wasserstoffatom und R7 ein Wasserstoffatom, eine Gruppe R", wie sie oben definiert ist, oder eine Gruppe der allgemeinen Formel -NHRg darstellen, wobei Rg eine Amxnocarbonylgruppe, eine Alkylaminocarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, eine Alkylcarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, eine Alkoxycar— bonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im AIkoxyteil oder eine Tosylgruppe bedeutet;(b) R6 eine Gruppe der Formeln -COORg oder -CORg und R7 eine Gruppe der Formeln -NHCOORg oder -NHCORq darstellen, in.der Rg eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe bedeutet; oder(c) R6, R7 und das Stickstoffatom, an das diese Gruppen gebunden sind, gemeinsam eine Imidogruppe der allgemeinen FormelIldarstellen, in der R2 die oben angegebenen Bedeutungen besitzt, wobei, wenn Rg eine Gruppe der For meln -COORg oder -CORg und R7 eine Gruppe der Formeln -NHCOORg oder -NHCORg darstellen, R3 zusätzlich eine Heteroarylmethylgruppe der allgemeinen Formel R"1 1CH2- bedeutet, in der R1 · ' · für eine 2-Thienylgruppe, eine 3-Thienylgruppe, eine 2-Furylgruppe, eine 3-Furylgruppe, eine 2-Thiazolylgruppe oder eine 5-Isoxazolylgruppe steht,609828/1006mit der Maßgabe bedeuten, daß, wenn X ein Bromatom darstellt, R^. lediglich für eine Imidogruppe der allgemeinen Formelsteht; wenn ein metathetischer Kationenbildner oder eine Lewis-Säure verwendet werden, X lediglich für ein Chloratom oder ein Bromatom steht; und wenn R eine säurelabile Carbonsäureschutzgruppe darstellt, als Produkt ein 3-Methylencepham-4-carbonsäure-sulfoxid gebildet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen metathetischen Kationenbildner (ein durch doppelte Umsetzung Kationen bildendes Mittel) einsetzt.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als metathetischen Kationenbildner ein wasserfreies Silbersalz verwendet.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als metathetischen Kationenbildner Silberp-toluolsulfonat verwendet.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur von etwa 20 bis etwa 800C arbeitet.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Metallhalogenid-Katalysator vom Typ einer Lewis-Säure verwendet.7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Aluminiumchlorid, Zinn(IV)-chlorid, Zinn(IV)-bromid, Zinkchlorid, Zinkbromid, Antimonpentachlorid, Titantetrachlorid, Eisen(III)-chlorid, Galliumtrichlo-609828/1006rid, Zirkontetrachlorid, Quecksilber(II)-chlorid oder Chromtrichlorid verwendet.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittelmedium ein aromatisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel oder ein halogeniertes aliphatisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel einsetzt.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 1,1 Äquivalente des Metallhalogenid-Katalysators vom Typ der Lewis-Säure in einem aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel oder einem halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 1O°C bis etwa 115°C einsetzt.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man Zinn(IV)-bromid, Zinn(IV)-chlorid oder Antimonpentachlorid bei einer Temperatur von etwa 10 C bis etwa 40 C einsetzt.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion bei Raumtemperatur unter Verwendung von Zinn(IV)-chlorid durchführt.12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, . daß man die Reaktion mit Aluminiumchlorid, Zinkchlbrid, Zinkbromid, Eisen(Ill)-chlorid, Galliumtrichlorid, Zirkontetrachlorid, Quecksilber(II)-chlorid oder Chromtrichlorid bei einer Temperatur von etwa 40 bis etwa 115°C durchführt.13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man Titantetrachlorid bei einer Temperatur von etwa 40 bis etwa 100°C verwendet.6 0 9 8 2 8/100614. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Katalysator von Typ einer Brjzinsted-Protonensäure einsetzt.15. Verfahren nach Anspruch 1 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in einem aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel oder einem halpgenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 70 C bis etwa 115°C bewirkt.16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator vom Typ der Br/^nsted-Protonensäure Methansulfonsäure, Äthansulfönsäure, Trifluoressigsäure, Trichloressigsäure, Dichloressigsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Perchlorsäure, Chlorsulfonsäure oder Fluorsulfonsäure verwendet.17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß man einen konjugierten Friedel-Crafts-Säurekatalysator des Typs HMA- K einsetzt.18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man als Friedel-Crafts-Katalysator HBF4, HAlCl4, HAsFg oder HAlBr4 einsetzt.19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß man ein saures Chalcid verwendet.20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß man als saures Chalcid Phosphorpentoxid verwendet.21. Verfahren nach Anspruch 1 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindung der allgemeinen Formel II in Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure, Trifluoressxgsaure, Trichloressigsäure oder Dichloressigsäure bei Raumtemperatur löst und die Lösung während etwa 10 bis etwa 30 Minuten aufbewahrt.609828/100622. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der X eine Gruppe der alIge-/R6meinen Formeln -OR., -SRc oder -N. darstellt, in denenR7R., R5, Rg und R^ die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der X für ein Chloratom steht.24. Verfahren nach einem der Ansprüche 1' bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der X für ein Bromatom steht.25. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der R^ für eine Amidogruppe der allge-timeinen Formel R3CNH- steht, in der R^ eine Arylalkylgruppe der allgemeinen Formel R"-(O)1n-CH2- darstellt, in der R" und m die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.26. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der R für eine Methylgruppe, eine tert.-Butylgruppe, eine Benzylgruppe, eine 4-Methoxybenzylgruppe, eine Alkanoy loxyme thyl gruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkanoylteil, eine 2-Jodäthylgruppe, eine 4-Nitrobenzylgruppe, eine Diphenylmethylgruppe (Benzhydrylgruppe), eine Phenacylgruppe, eine 4-Halogenphenacylgruppe, eine Dimethylallylgruppe, eine 2,2,2-Trichloräthylgruppe, eine Trialkylsilylgruppe mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatoman in den Alkylgruppen oder eine Succinimidomethylgruppe steht.609828/100627. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel II eingesetzt wird, in der R eine Benzhydrylgruppe, eine 4-Methoxybenzylgruppe, eine tert.-Butylgruppe oder eine Trialkylsilylgruppe mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen und R1 ein Wasserstoffatom bedeuten.28. Sulfinylazetidinon-Verbindungen der allgemeinen Formel II(II)in derR eine Carbonsäureschutzgruppe;R^ (1) eine Imidogruppe der allgemeinen Formelin der R2 eine Alkenylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkylerigruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoff atomen , eiine 1,2- Phenyl engruppe oder eine 1,2-Cyc loh exeny 1-engrupp e darstellt; oder(2) eine Amidogruppe der allgemeinen FormelO \R3CNH-Jin der609828/1006t (a) ein Wasserεtoffatom, eine Alkylgruppe rait 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenmethylgruppe oder eine 3-(2-Chlorphenyl)-5-methylisoxazol-4-ylgruppe;(b) eine Benzyloxygruppe, eine 4-Nitrobenzyloxygruppe, eine 2,2t2-Trichloräthoxygruppe, eine tert.-Butoxyg£Hippe oder eine 4-Methoxybenzyloxygruppe;(c) eine Gruppe R", wobei R" eine 1,4-Cyclohexadienylgruppe, eine Phenylgruppe oder eine durch einen oder zwei Substituenten, die unabhängig voneinander aus der Halogenatome, geschützte Hydroxygruppen, Nitrogruppen, Cyanogruppen, Trifluormethy!gruppen, Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umfassenden Gruppe ausgewählt sind, substituierte Phenylgruppe· darstellt;(d) eine Arylalkylgruppe der allgemeinen FormelR» -in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt und m O oder 1 darstellt; oder(e) eine substituierte Arylalkylgruppe der allgemeinen FormelR"" CH-Win der R"" die gleichen Bedeutungen besitzt wie die oben definierte Gruppe R" und W eine geschützte Hydroxygruppe oder eine geschützte Aminogruppe darstellt,bedeutet;
(3) eine Imidogruppe der allgemeinen Formel609828/1006Il
R1R«-(O)mCHain der R" und m die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und Rp' eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder eine Trichloräthoxygruppe darstellt; oder R^(4) eine Imidazolidinylgruppe der allgemeinen FormelY-!in der R" die oben angegebenen Bedeutungen besitzt und Y für eine Acetylgruppe oder eine Nitrosogruppe steht; und(1) eine Gruppe der allgemeinen Formel -OR-, in der R-für ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder eine Halogenalkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht;(2) eine Gruppe der allgemeinen Formel -SR5, in der Rjfür eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe oder eine Arylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht; oder/R(3) eine Gruppe der allgemeinen Formel -N 6J , in derNR609828/1006(a) Rg ein Wasserstoffatom und R7 ein Wasserstoffatom, eine Gruppe R", wie sie oben definiert ist, oder eine Gruppe der allgemeinen Formel -NHRg darstellen, wobei Rg eine Aminocarbony!gruppe, eine Alkylaminocarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, eine Alkylcarbony!gruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, eine AIkoxycarbonylgruope mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomenim Alkoxyteil oder eine Tosylgruppe bedeutet; oder(b) Rg, R7 und das Stickstoffatom, an das diese Gruppen gebunden sind, gemeinsam eine Imidogruppe der allgemeinen Formeltis!Il /
O,darstellen, worin Rp die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzt,
bedeuten.29. Verbindungen nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß R eine Methylgruppe, eine tert.-Buty!gruppe, eine Benzylgruppe, eine 4-Methoxybenzylgruppe, eine Alkanoyloxymethylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkanoylteil, eine 2-Jodäthylgruppe, eine 4—Nitrobenzylgruppe, eine Diphenyl— methylgruppe (Benzhydrylgruppe), eine Phenacy!gruppe, eine 4-Halogenphenacylgruppe, eine Dimethylallylgruppe, eine 2, 2,2-Trichloräthylgruppe, eine Trialkylsilylgruppe mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen oder eine Succinimidomethylgruppe bedeutet.609828/100630. Verbindungen nach Anspruch 2 8 oder 29, dadurch gekennzeichnet, .daß X für eine Gruppe der allgemeinen Formel -OR» steht, in der R4 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzt.31. Verbindungen nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß R4 ein Wasserstoffatom bedeutet.32. Verbindungen nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß X eine Gruppe der allgemeinen Formel -SR,- darstellt, in der R^ die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzt.33. Verbindungen nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß X eine Gruppe der allgemeinen Formel -N^ dar-stellt, in der R^ und R7 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.34. Verbindungen nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß Rr- ein Wasserstoffatom und R- ein Wasserstoffatom, eine Gruppe R" der in Anspruch 1 definierten Art öder eine Gruppe der allgemeinen Formel -NHRo, in der Rg die in Anspruch angegebenen Bedeutungen besitzt, darstellt.35. Verbindungen nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß Rg, Ry und das Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, gemeinsam eine Imidogruppe der allgemeinen Formeldarstellen, in der R2 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzt.609828/100636. Verbindungen nach einem der Ansprüche 28 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß R^ eine Imidogruppe der allgemeinen Formeldarstellt, in der tungen besitzt.die in Anspruch 1 angegebenen Bedeu-37. Verbindungen nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß R^, die Phthalimidogruppe bedeutet.8. Verbindungen nach einem der Ansprüche 28 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß R1 eine imidogruppe der allgemeinenFormel0
Ildarstellt, in der" und m die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.39. Verbindungen nach einem der Ansprüche 28 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß R^ eine Imidazolidinylgruppe der allgemeinen FormelR\Vl609828/1006darstellt, in der R" und Y die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutung en besi tz en.40· Verbindungen nach einem der Ansprüche 28 bis 35, dadurchgekennzeichnet, daß R^ eine Amidogruppe der allgemeinen OtiFormel R3CNH- darstellt, in der R3 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzt.41. Verbindungen nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß R3 eine Aryl alkyl gruppe der allgemeinen Formel RM-( O)-OE^- darstellt, in der R" und m die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen.42. Verbindungen nach Anspruch 40 oder 41, dadurch gekennzeichnet, daß R-, für eine Benzylgruppe oder eine Phenoxymethylgruppe steht.43. Verbindungen nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß R3 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Halogenmethylgruppe oder eine 3-(2-Chlorphenyl)-5-methylisoxazol—4-ylgruppe darstellt.44. Verbindungen nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß R3 eine Benzyloxygruppe, eine 4-Nitrobenzyloxygruppe, eine 2,2,2-Trichloräthoxygruppe, eine tert.-Butoxygruppe oder eine 4-Methoxybenzyloxygruppe bedeutet.45. Verbindungen nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß R3 eine Gruppe -R" darstellt, worin R" für eine 1,4-Cyclohexadienylgruppe, eine Phenylgruppe oder eine Phenylgruppe steht, die durch 1 oder 2 Substituenten substituiert ist, die unabhängig voneinander aus der Halogenatome, geschützte Hydroxygruppen, Nitrogruppen, Cyanogruppen, Trifluormethylgruppen, Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umfassenden Gruppe ausgewählt sind.609828/100646. Verbindungen nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß R3 eine substituierte Arylalkylgruppe der allgemeinen Formel R1·1CH darstellt, in der R1·' und W die in Anspruch 1 ange-W
gebenen Bedeutungen besitzen.47. 4l-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-1-azetidinyl)-3-butenoat.48. Methyl-3-methyl-2-(2-sulfino-4-oxo-3-phthalimido-l-azetidinyl )-3-butenoat.49. 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-isopropylthiosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat.50. 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-tert.-butylthiosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-l-azetidinyl)-3-butenoat.51. 4 '-Nitrobenzyl—3-methyl-2-(2-methoxysulfinyl-4-oxo-3-phen— oxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat.52. 4'-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-anilinosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat.. Methyl-3-methyl—2-(2-N-succinimidosulfinyl-4-oxo-3-phenyl— acetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat.54. 4 f-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-menthyloxysulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamide-1—azetidinyl)-3-butenoat.55. 4 '-Nitrobenzyl-S-methyl^-(2-acetylhydrazosulfinyl-4-oxo-3—phenoxyacetamido-1-azetidinyl)-3-butenoat.56. 4 '-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-carbomethoxyhydrazosulfinyl-4-oxo-phenoxyacetamido-l—azetidinyl)-3-butenoat.609828/10067. 4l-Nitrobenzyl-3-methyl-2-(2-tolylsulfonylhydrazosulfinyl-4-OXO-3—phenoxyacetamido—1—azetidinyl)-3-butenoat.58. 4'-Nitrobenzyl-3-niethyl-2-(2-atninosulfinyl-4-oxo-3-phenoxyacetamido-1-azetidinyl)—3—butenoat.609828/1006
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