DE2548131C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kabelhaspel, bestehend
aus einer Kabeltrommel und einer, in einer Büchse aufge
nommenen Spiralfeder gemäß dem Oberbegriff des Hauptan
spruchs.
Eine solche Kabelhaspel ist aus der US-PS 34 50 369 bekannt.
Dort ist eine Kabeltrommel gezeigt, die auf einer zapfen
förmigen Welle gelagert ist. Das äußere Ende einer in einer
Büchse aufgenommenen Spiralfeder ist mit einer Nietverbin
dung an der Kabeltrommel befestigt. Das andere Ende der
Spiralfeder ist mit einer, durch die Welle verlaufenden
Niete mit dieser fest verbunden.
Diese Anordnung weist den Nachteil auf, daß ein Austausch
der Spiralfeder, beispielsweise bei Bruch, einen erheblichen
Arbeitsaufwand mit sich bringt, da zum Auswechseln erst
beide Nietverbindungen gelöst werden müssen. Zudem behin
dern beidseits der Büchse angebrachte Elemente ein schnel
les Demontieren bzw. Montieren der Spiralfeder. Weiterhin
kann bei Ermüdung der Feder ein Nachspannen nicht schnell
und problemlos erfolgen, da hier ebenfalls erst die behin
dernden Elemente entfernt werden müssen, bevor nachgespannt
werden kann.
Bei einer anderen bekannten Kabelhaspel gemäß der DE-OS
22 46 470 ist die Federbüchse über Schrauben fest mit einem
Gehäuse verbunden. Die Abdeckplatte der Federbüchse weist
einen Stift auf, der als Drehachse für die Kabeltrommel
dient. Die Kontaktelemente des Kabels befinden sich zwischen
der Spiralfeder und dem drehbaren Teil, so daß die Feder
büchse nicht zerlegt werden muß, wenn man die Kontaktele
mente und die Anschlußpunkte verbindet.
Eine derartige Anordnung hat den Nachteil, daß zum Aus
wechseln der Feder, nachdem die Kabeltrommel entfernt wur
de, die Federbüchse erst vom Gehäuse gelöst werden muß, um
danach, nach Abnehmen der Bodenplatte der Federbüchse,
schließlich die Feder selbst herausnehmen zu können.
Weiterhin ist aus dem DE-GM 17 55 223 eine Kabelhaspel be
kannt, bei der die Federbüchse fest mit einem Gehäuse ver
bunden ist. Durch die Federbüchse verläuft eine Welle, de
ren eines Ende mit der Kabeltrommel verschraubt ist. Die
Welle ist in der Federbüchse beweglich gelagert und mit
einer Spiralfeder verbunden. Das andere Ende der Spiralfe
der ist an der Federbüchse befestigt.
Auch bei dieser Ausführung ist es nachteilig, daß zum Aus
wechseln oder Spannen der Feder wiederum die gesamte Kabel
haspel zerlegt werden muß und dadurch ein schneller Neu
einbau bzw. ein Nachspannen der Feder nicht möglich ist.
Aus der US-PS 36 94 588 sind Kabelhaspeln mit mehreren, ne
beneinander angeordneten Federbüchsen bekannt. Sie stehen
über eine Welle mit der Kabeltrommel in Verbindung, wobei
ein einfacher Mitnehmer, der an einer Seite einer Feder
büchse angebracht ist, nut- und federartig in eine dazu
gehörige Aussparung eingreift. Diese Aussparung ist auf
der anderen Seite, gegenüber dem zapfenförmigen Mitnehmer,
an der Federbüchse und an dem, den Federbüchsen zugewandten
Ende der Welle ausgebildet.
Dabei ist es von Nachteil, daß zum Wechseln der Federn zu
erst die gesamte Federbüchse ausgewechselt werden muß, um
danach durch Zerlegen der Federbüchse die Möglichkeit zu
haben, die Feder bei Bruch oder Ermüdung auszuwechseln.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kabel
haspel der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, bei welcher
sich die Feder leicht und einfach spannen und auswechseln
läßt.
Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Kabelhaspel gemäß
der Erfindung,
Fig. 2 einen Teil-Querschnitt durch die Kabelhaspel
nach Fig. 1,
Fig. 3 die perspektivische Darstellung eines Zapfens,
welcher die Kabelhaspel nach Fig. 1 und 2 trägt.
Die Zeichnung zeigt eine Kabeltrommel 10, auf welcher ein
Kabel 11 aufgewickelt ist. Das innere Ende des Kabels endet
am vorderen Innenraum 12 der Trommel 10. Elektrische Leiter 13,
14 des Kabels 11 sind mittels Schrauben 15 mit Kupferzungen 16,
17 verbunden, die federnd nachgiebig sind und deren freie
Enden Schleifkontakte bilden. Diese Schleifkontakte befinden
sich in unterschiedlichem Abstand von der Drehachse der
Trommel 10 und gleiten während deren Drehung auf der Stirnseite
einer nicht gezeigten Scheibe, die dort mit zwei kreisring
förmigen metallischen Gleitwegen versehen ist, über die die
elektrische Energie zu dem Gerät übertragen wird, an welchem
die Kabelhaspel angebracht ist.
Eine Trennwand 20 unterteilt den Innenraum der Trommel 10 in
den bereits erwähnten vorderen Innenraum 12 und einen hinteren
zylindrischen Innenraum 21, der eine Federbüchse 22 und eine Feder
23 aufnimmt. Die Büchse 22, welche z. B. aus Blech bestehen kann,
hat eine verhältnismäßig kurze Mantelwand 24 und einen Boden
25 mit einer zentralen Bohrung. Die Mantelwand 24 hat zwei
diametral gegenüberliegende Schultern 26, die z. B. aus dem
Blech der Büchse 22 ausgeschnitten und radial nach außen auf
gebogen sein können. Der Außendurchmesser der Büchse 22 ist
nur sehr wenig kleiner als der Innendurchmesser des hinteren Innen
raums 21, so daß die Schultern 26 mit bajonettförmigen Aus
nehmungen 28 in der Mantelwand 27 der Trommel 10 zusammenwirken.
Bei der Montage wird die Büchse 22 mit ihren Schultern 26 durch
Schlitze 29 zur Trennwand 20 hin geführt, bis die Schultern
mit den bajonettartigen Ausnehmungen 28 in Eingriff kommen.
Die Feder 23 ist eine Spiralfeder, deren äußeres Ende an der
Mantelwand 24 der Büchse 22 z. B. in der Weise verbunden ist,
daß ein Teil der Mantelwand, welcher als ein Haken 30 ausge
bildet ist, in ein Loch in der Feder eingreift. Um zu ver
meiden, daß sich die Feder 23 bei der Drehung der Trommel 10 ständig
an der durch den Hakeneingriff geschwächten Befestigungs
stelle biegt, ist die Büchse 22 mit einem ausgleichenden Teil
in Form einer Lippe 31 versehen, die aus der Mantelwand 24 der
Büchse 22 herausgepreßt ist und in der das Ende der Feder 23 ruht.
Das innere Ende der Feder 23 ist an einem zentralen Zwischenteil
32 befestigt. Letzteres
hat auf der einen Hälfte die Form einer auf einem Zapfen 34
sitzenden Hülse 33. Diese ist auf ihrer Innenseite mit drei
trapezoiden Gewindegängen 35 großer Steigung versehen, die
mit entsprechenden Nuten 36 im Zapfen 34 zusammenwirken.
Letzterer ist Teil einer Haube 37, die relativ zu dem Gerät,
an welchem die Kabelhaspel angebracht ist, feststeht. Zur
Befestigung der Feder 23 dient ein Haken 38, der am äußeren Um
fang der Hülse 33 ausgebildet ist und in ein Loch in der Feder 23
eingreift.
Die andere Hälfte des zentralen Zwischenteils 32 hat die Form
eines Achszapfens 39 mit einem vorstehenden Ende 40, mit
dessen Hilfe die Hülse 33 unter bestimmten Umständen gedreht
werden kann, um die Feder 23 zu spannen. Die Hülse 33 und der
Achszapfen 39 sind über Stege 41 miteinander verbunden.
Letztere bilden einen Anschlag für einen Kragen 42 an der
Trennwand 20. Der Achszapfen 39 erstreckt sich durch die
Trennwand 20 und einen daran angebrachten verstärkten Teil 43,
so daß das Ende 40 des Achszapfens 39 von der Öffnung des vorde
ren Innenraums 12 her zugänglich ist.
Die Büchse 22 und die Feder 23 werden bei der Montage zu
einer Einheit zusammengebaut, in die das zentrale Zwischen
teil 32 eingeführt wird. Dann befestigt man das innere Ende
der Feder 23 am Haken 38, und dann wird das Ganze in den hinte
ren Innenraum 21 der Trommel 10 eingeführt. Schließlich wird die
Haspel mit der Haube 37 verbunden, indem der Zapfen 34 in die
Hülse 33 gesteckt wird, wobei die Gewindegänge 35 mit den
Nuten 36 zum Eingriff kommen. Unter der Wirkung der Feder 23
hat die Hülse 33 das Bestreben, mit Bezug auf Fig. 2 in Uhr
zeigerrichtung zu drehen, wodurch infolge der trapezoiden
Gewindegänge 35 die Hülse 33 zur Haube 37 hin verschoben wird.
Auf diese Weise wird eine gedrungene, selbsthaltende Anordnung
erreicht. Die Spannung der Feder 23 kann nach Wunsch ver
größert werden, indem das vorstehende Ende 40 entgegengesetzt
zu derjenigen Drehrichtung gedreht wird, in welcher die
Feder wirkt. Dabei wird durch das Zusammenwirken der Gewinde
gänge 35 und der Nuten 36 das Zwischenteil 32 und die gesamte
Kabelhaspel von der Haube 37 entfernt, bis die Hülse 33 vom
Zapfen 34 freikommt und dann mit Bezug auf Fig. 2 entgegen
dem Uhrzeigersinn gedreht werden kann. Die Drehung in umge
kehrter Richtung bringt die Gewindegänge 35 in Eingriff mit
den Nuten 36 und führt somit zur Verriegelung der Hülse 33 auf
dem Zapfen 34.
Claims (6)
1. Kabelhaspel mit einer Kabeltrommel und einer in einer
Büchse aufgenommenen Spiralfeder, deren äußeres Ende auf
die Trommel wirkt und deren inneres Ende an einem zentra
len, im wesentlichen zapfenförmigen, von einem gestell
festen Tragteil gehaltenen Zwischenteil festlegbar ist,
wobei die Büchse in den inneren Teil der Trommel einsetzbar
und drehfest mit dieser verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (22)
durch eine Rastverbindung (26, 28, 29) mit der Trommel (10)
in Eingriff bringbar ist und daß das Zwischenteil (32) und
das Tragteil (Zapfen 34) als Teile einer das Zwischenteil (32)
durch die Federkraft axial und drehfest am Tragteil (Zapfen 34)
haltenden Schnellkupplung ausgebildet sind, wobei das Zwi
schenteil (32) zum Spannen der Spiralfeder (23) bei gelöster
Schnellkupplung in Spannrichtung der Spiralfeder (23) rela
tiv zur Trommel (10) drehbar ist.
2. Kabelhaspel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastverbindung (26, 28, 29)
eine Bajonettverbindung mit am Außenmantel (24) der Büchse
(22) angeordneten Vorsprüngen (Schulter 26) und bajonettförmigen Aus
nehmungen (28) im Trommelmantel (27) ist, wobei die Ausneh
mungen über jeweils einen in Einschubrichtung der Büchse
verlaufenden Schlitz (29) zugänglich sind.
3. Kabelhaspel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (Zapfen 34) ein Gewinde
zapfen ist, auf den das hintere Ende (Hülse 33) des Zwischen
teils (32) in Richtung der darauf wirkenden Federspannung
bis gegen einen Anschlag aufschraubbar ist.
4. Kabelhaspel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (35, 36) ein mehr
gängiges Trapezgewinde mit starker Steigung ist.
5. Kabelhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß im montierten Zustand das freie
Stirnende (40) des Zwischenteils (32) für ein äußeres Werk
zeug zugänglich ist.
6. Kabelhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß am äußeren Ende der Spiralfe
der (23) im Umfangsabstand von der Befestigungsstelle (Haken 30) mit
der Büchse (22) eine zusätzliche Befestigungsstelle (Lippe 31)
vorgesehen ist.
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