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Ausstellvorrichtung für Dreh-Kippfenster, -türen od. dXl.
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Die Erfindung bezieht sich auf Dreh-Kippfenster, -türen od. dgl.,
bei denen sämliche Beschläge, mit Ausnahme des Betätigungsgriffes für die Treibstangen,
innerhalb einer zwischen Flügel und Festrahmen gebildeten Kammer angeordnet sind,
bei denen ferner sowohl die Drehachse als auch die Kippachse in der Nähe der raum
einwärts gerichteten Flügelbegrenzungskanten im flügelseitigen Teil der Kammer angeordnet
sind. Gegenstand der Erfindung ist dabei eine Ausstellvorrichtung, bei der der Ausstellarm
in einem Lagerbock am Festrahmen schwenkbar und in einer Führung am Flügel schiebbar
gelagert sowie zumindest für das Schwenköffnen des Flügels mit diesem zur Bildung
seines oberen Schwenklagers in der Nähe des Lagerbocks über eine Treibstange verriegelbar
ist.
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Wie beispielsweise die GB-PS 984 048 zeigt, sind Dreh-Kippfenster,
-türen od. dgl. der eingangs erläuterten Gattung bereits bekannt. Auch die DT-AS
1 245 567 und das DT-GM 1 936 857 sowie das DT-GM 1 916 702 haben bereits ähnliche
Fenster- und Türkonstruktionen zum Gegenstand.
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Bekannt ist es nach der GB-PS 984 048 aber auch bereits, solche Dreh-Kippfenster,
-türen od. dgl. mit einer in der Kammer zwischen Flügel und Festrahmen angeordneten
Ausstellvorrichtung zu versehen.
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Es gehört aber weiterhin auch durch die DT-PS 1. 086 147 und die OE-PS
216 925
zum Stande der Technik, Dreh-Kippfenster, -türen od. dgl.
mit einer Ausstellvorrichtung auszustatten, deren Ausstellarm in einem Lagerbock
am Festrahmen schwenkbar und in einer Führung am Flügel schiebbar gelagert sowie
zumindest für das Schwenköffnen des Flügels mit diesem zur Bildung seines oberen
Schwenklagers in der Nähe des Lagerbocks über eine Treibstange verriegelbar ist.
Dabei kann die Treibstange, wie den beiden vorgenannten Druckschriften zu entnehmen
ist, entweder unmittelbar zur Verriegelung des Ausstellarms am Flügel herangezogen
werden oder aber es ist gemäß der bereits genannten DT-PS 1 086 147 zum Zwecke der
Verriegelung ein besonderes, zapfenartiges Riegelglied mit der Treibstange verbunden.
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Auch die DT-AS 1 509 903 und das entsprechende DT-GM 1 934 778 zeigen
bereits Fenster und Türen der erwähnten Gattung mit Ausstellvorrichtungen der erläuterten
Bauart.
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Die diesen Dreh-Kippfenstern, -türen od. dgl. eigentümliche Anordnung
von Drehachse und Kippachse im flügelseitigen Teil der Kammer in der Nähe der raumeinwärts
gerichteten Flügelbegrenzungskanten hat das Kriterium, daß von dem am Fenster oder
an der Tür anzubringenden Beschlagteilen des Dreh-Kippbeschlarges zumindest die
Ausstellvorrichtung eine- solche Bauform aufweist, daß sie entweder iiur-für rechts
oder aber nur für links angeschlagene Flügel Verwendung finden kann. Für die beiden
unterschiedlichen Anschlagsrichtungen müssen daher jeweils verschiedene Ausstellvorrichtungen
hergestellt und auf Lager gehalten werden.
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Ein weiterer Nachteil der oben erwähnten Fenster- und Türkonstruktionen
ist darin zu sehen, daß sich der Flügel wegen der verdeckten Lage seiner Dreh- und
Kippachse insbesondere im Bereich der Ausstellvorrichtung nur umständlich und mit
beträchtlichem Zeitaufwand am Festrahmen ein- und aushängen läßt.
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Schließlich wird es aber bei derartigen Fenster- und Türkonstruktionen
auch noch als nachteilig und störend empfunden, daß sich der geschlossene Flügel
im Bereich der oberen, drehachsseitigen Ecke nur mit relativ geringem Druck an den
Festrahmen anpressen läßt, so daß an dieser Stelle Abdichtungsschwierigkeiten auftreten
können, Es ist nun der Zweck der Erfindung, alle diese Nachteile auszuräumen. Daher
liegt ihr die Aufgabe zugrunde, für Dreh-Kippfenster, -türen od. dgl., bei denen
sämtliche Beschläge, mit Ausnahme des Betätigungsgriffes für die Treibstangen, innerhalb
einer zwischen Flügel und Festrahmen gebildeten Kammer angeordnet sind, bei denen
ferner sowohl die Drehachse als auch die Kippachse in der Nähe der raum einwärts
gerichteten Flügelbegrenzungskanten im flügelseitigen Teil der Kammer angeordnet
sind, und bei denen der Ausstellarm in einem Lagerbock am Festrahmen schwenkbar
und in einer Führung am Flügel schiebbar gelagert, sowie zumindest für das Schwenköffnen
des Flügels mit diesem zur Bildung seines oberen Schwenklagers in der Nähe des Lagerbockes
über eine Treibstange verriegelbar ist, eine Ausstellvorrichtung zu schaffen, die
vom Fenster- und Türenhersteller sowohl für Rechts- als auch für Linksanschlag der
Flügel benutzt werden kann, die jederzeit ein leichtes Ein- und Aushängen des Flügels
am Festrahmen ermöglicht und die außerdem in der Verschlußlage des Flügels ein festes
Anpressen der drehachsseitigen oberen Flügelecke an den Festrahmen gewährleistet.
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Die erfindungswesentliche Problemlösung zu dieser Aufgabe ist hauptsächlich
dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Lagerbock schwenkbar verbundene oder verbindbare
Teil des Ausstellarms aus einem Winkelstück besteht, welches zu der beiden Schenkeln
gemeinsamen Längsmittelebene spiegelsymmetrisch gestaltet ist und dabei an seinem
einen Schenkel eine Schließgabel für den Eingriff eines an der Treibstange sitzenden
Riegelzapfens aufweist, während der andere Schenkel in der Nähe des Winkelstückscheitels
beidseits der Längsmittelebene je ein Loch als wahlweisen Gelenkeingriff für einen
Zapfen des Lagerbocks besitzt sowie nach seinem freien Ende hin mit lösbaren Verbindungsmitteln
für
den Ausstellarm versehen ist.
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Dabei ist es nach der Erfindung ferner von besonderer Bedeutung, daß
der mit der Schließgabel versehene Schenkel des Winkelstücks an seiner der Kammerbegrenzung
des Festrahmens zugewandten Seite wenigstens nahe seinem freien Ende einen symmetrisch
zur Längsmittelebene liegenden Vorsprung besitzt, der in der Schließlage des Flügels
um den Zapfen des Lagerbocks hinter einen am Festrahmen sitzenden widerlageransatz
geschwenkt ist.
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Durch die beanspruchten Maßnahmen wird der Gebrauchswert einer erfindungsgemäßen
Ausstellvorrichtung gegenüber den bekannten Bauformen wesentlich verbessert, weil
die bisher in Verbindung mit den gattungsmäßig bestimmten Dreh-Kippfenstern, und
-türen noch aufgetretenen Mängel sämtlich ausgeräumt werden können.
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Es hat sich nach der Erfindung als besonders vorteilhaft erwiesen,
wenn nach einem weiterbildenden Merkmal der mit den beiden Löchern versehene Schenkel
des Winkelstücks eine nach seinem freien Ende offene Führungskulisse aufweist, in
die das hintere Ende des Ausstellarmes einsteckbar ist und an diesem Schenkel eine
Feder-Rasteinrichtung sitzt, die mit mindestens einem in Öffnungen geführten Zapfen
oder Ansatz in passende Ausnehmungen am Ausstellarm einrückbar ist. Eine solche
Feder-Rasteinrichtung kann in besonders vorteilhafter Weise aus einer durch einen
Zapfen am Winkelstück befestigten Schenkelfeder bestehen, deren beide freien Schenkelenden
mit Abwinkelungen in Querschlitze an der Führungskulisse eingreifen, und die Ausnehmungen
am Ausstellarm können durch seitlich offene Ausklinkungen gebildet sein, in die
die Abwinkelungen der Schenkelfeder quer zur Längsachse des Ausstellarms mit Vorspannung
einrasten.
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Damit das Einkuppeln des Ausstellarms im Winkelstück leicht und ohne
Schwierigkeiten durchgeführt werden kann, hat es sich als Erfindungsvorteil gezeigt,
wenn der Ausstellarm an seinem hinteren Ende mit Anlaufschrägen versehen ist, über
die die Abwinkelungen der Schenkelfeder entgegen
der Verspannrichtung
zeitweilig aus der Führungskulisse des Winkelstücks herausdrängbar sind.
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Eine andere erfindungsgemäße Gestaltungsform der Feder-Rasteinrichtung
besteht aus einem am freien Ende einer mit dem Winkelstück verbundenen Blattfeder
sitzenden und in Löchern der Kulissenwandungen geführten Zapfen, die in passende
Löcher des Ausstellarmes einrückbar sind.
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Damit das Umbauen der Ausstellvorrichtung von Rechts- auf Linksanschlag
oder umgekehrt leicht vonstatten geht, ist nach der Erfindung vorgesehen, daß das
Winkelstück über ein in Umfangshinterschneidungen des am Lagerbock sitzenden Zapfens
eingreifendes, federelastisches Sicherungsglied lösbar mit dem Lagerbock verbunden
ist. Dabei hat es sich als besonders zweckentsprechend erwiesen, wenn das federelastische
Sicherungsglied aus einem im wesentlichen U-förmigen Drahtbügel besteht, der mit
mindestens einem Schenkel in die Lagerlöcher des Winkelstücks sekantenartig schneidende
Haltebohrungen einsetzbar ist.
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Um zu verhindern, daß sich der Drahtbügel unbeabsichtigt aus seiner
Sicherungslage löst, ist erfindungsgemäß ferner vorgesehen, daß der eine Schenkel
des Drahtbügels in längsrichtung gewellt ausgebildet ist, wobei die Wellen als Halteraste
mit Vorsprüngen- am Winkelstück in Eingriff bringbar sind.
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Schließlich hat es sich nach der Erfindung für das funktionssichere
Anpressen der drehachsseitigen oberen Flügelecke an den Festrahmen bei in der Schließlage
verriegeltem Flügel noch als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn der Widerlageransatz
für den am Winkelstück angeordneten Stützvorsprung sich an einem parallel zur Schließgabel
des Winkelstücks gerichteten Arm des Lagerbocks befindet. Hierdurch wird nämlich
sichergestellt, daß der Widerlageransatz immer eine funktionsgerechte Lage am Festrahmen
relativ zum Stützvorsprung am Winkelstück erhält.
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Erwähnt sei noch, daß der Lagerbock für die Ausstellvorrichtung ebenfalls
als Winkelstück ausgebildet sein kann, das im Bereich der oberen drehgelenkseitigen
Ecke an der Falzfläche des Festrahmens anliegend befestigt wird und dabei am oberen
waagerechten Schenkel den Zapfen zur Aufhängung des mit dem Ausstellarm verbundenen
Winkelstückes trägt, während sich am seitlichen, aufrechten Schenkel der Widerlageransatz
befindet. Das als Lagerbock dienende Winkelstück kann dabei wesentlich schmaler
als das mit dem Ausstellarm zu verbindende Winkelstück ausgebildet werden.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 in schematisch vereinfachter Ansichtsdarstellung
ein mit einer erfindungsgemäßen Ausstellvorrichtung ausgestattetes Dreh-Kippfenster,
Fig. 2 in Seitenansicht und etwa in natürlicher Größe den in Fig. 1 mit II gekennzeichneten
Teilbereich des Dreh-Kippfensters mit den erfindungswesentlichen Elementen der Ausstellvorrichtung
bei Rechtsanschlag, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III - m durch die Anordnung
nach Fig. 2, Fig. 4 in räumlicher Ansichtsdarstellung die erfindungswesentlichen
Einzelelemente der Ausstellvorrichtung nach Fig. 2, jedoch in ihrer Einbaulage für
Linksanschlag des Fensters und Fig. 5 in räumlicher Seitenansicht und teilweise
im Schnitt eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ausstellvorrichtung.
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In Fig. 1 der Zeichnung ist als Anwendungsbeispiel der Erfindung ein
Dreh-Kippfenster gezeigt, dessen Flügel 1 im Festrahmen 2 um die seitliche, vertikale
Achse 3 - 3 in Öffnungsstellung drehbar und um die untere, horizontale Achse
4
- 4 in die Öffnungsstellung kippbar gelagert ist.
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Das Fenster ist als nach der Rauminnenseite hin flächenbündige Konstruktion
aus Metall- oder Kunststoffprofilen gestaltet, bei der sämtliche Beschlagteile in
einer zwischen dem Flügel 1 und dem Festrahmen 2 gebildeten Kammer verdeckt untergebracht
sind und nur der Bedienungsgriff 5 für den Treibstangenbeschlag 6 raumseitig sichtbar
angebracht wird.
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Zur Bildung der seitlichen, lotrechten Schwenkachse 3 - 3 ist der
Flügel 1 an seiner dieser benachbarten unteren Ecke durch ein Ecklager 7 am Festrahmen
2 abgestützt, während an der der Schwenkachse 3 - 3 des Flügels 1 benachbarten oberen
Ecke des Festrahmens 2 eine Ausstellvorrichtung 8 über einen Lagerbock 9 schwenkbar
gehalten ist, die mit dem freien Ende ihres Ausstellarms 10 schiebbar am oberen
Querschenkel des Flügels 1 angreift. Am Ausstellarm 10 ist außerdem ein Zusatzarm
11 schwenkbar gelagert, der ebenfalls schwenkbar am Flügel 1 angreift, und zwar
solcherart, daß die Ausstellvorrichtung 8 beim Kippöffnen des Flügels 1 um die untere,
waagerechte Kippachse 4 - 4 als sogenannter Ellipsenlenker wirkt, während sie beim
Schwenköffnen des Flügels 1 mit ihrem Lagerbock 9 das obere Flügel-Schwenklager
bildet. Zur Bildung des oberen Flügel-Schwenklagers ist dabei die Ausstellvorrichtung
8 über ein Riegelglied 12 des am Flügel 1 angeordneten Treibstangenbeschlages 6
in der Nähe des Lagerbockes 9 mit dem Flügel 1 kuppelbar. Auch in der Verschlußlage
des Flügels 1 ist'die Ausstellvorrichtung 8 über das Riegelglied 12 mit dem Flügel
1 gekuppelt, während das Riegelglied 12 zum Kippöffnen des Flügels 1 aus der Ausstellvorrichtung
8 ausgerückt wird.
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Nach den Fig. 2 bis 4 ist die Ausstellvorrichtung 8 am hinteren Ende
des Ausstellarmes 10 mit einem Winkelstück 13 verbindbar, das einen horizontalen
Schenkel 14 und einen vertikalen Schenkel 15 besitzt. Dieses Winkelstück 13 steht
mit einem festen Zapfen 16 des Lagerbockes 9 in Gelenkeingriff. Es hat an seinem
horizontalen Schenkel eine nach dessen freiem Ende hin offene Führungskulisse 17,
in
die das hintere Ende 18 des Ausstellarmes 10 einschiebbar ist,
damit es darin festgelegt werden kann. Der vertikale Schenkel 15 des Winkelstücks
13 ist als nach unten offene Schließgabel 19 ausgebildet, mit welcher das Riegelglied
12 des Treibstangenbeschlages 6 wahlweise in und außer Eingriff gebracht werden
kann.
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Insbesondere die Fig. 3 und 4 machen deutlich, daß das Winkelstück
13 der Ausstellvorrichtung 8 zu einer den beiden Schenkeln 14 und 15 gemeinsamen
Längsmittelebene 20 - 20 spiegelsymmetrisch gestaltet ist. Dabei ist einerseits
die Führungskulisse 17 im Schenkel 14 und andererseits die Schließgabel 19 völlig
symmetrisch zur Längsmittelebene 20 - 20 in das Winkelstück 13 eingeformt.
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In der Nähe des Winkelstückscheitels ist der horizontale Schenkel
14 beidseits der Längsmittelebene 20 - 20 je mit einem Loch 21 und 21 ausgestattet,
wobei jeweils mit einem dieser beiden Löcher 211, 21 der Zapfen 16 des Lagerbocks
9 in lösbarem Gelenkeingriff gebracht werden kann. Durch diese Anord-1 2 nung der
Löcher 21 und 21 am Winkelstück 13 wird also erreicht, daß die seitliche, lotrechte
Drehachse 3 - 3 für den Flügel 1 eine gegenüber der Längsmittelebene 20 - 20 nach
den raumeinwärts gerichteten Flügelbegrenzungskanten hin um ein beträchtliches Ausmaß
versetzte Lage erhält. Durch diese Maßnahme wird eine in jeder Hinsicht formstabile
Ausstellvorrichtung 8 geschaffen, die in ein und derselben Ausführung sowohl für
rechts als auch für links angeschlagene Dreh-Kippfenster und -türen geeignet ist
und sich auch dort verwenden läßt, wo die Gelenkachsen 3 - 3 und 4 - 4 für den Flügel
1 innerhalb der zwischen Flügel 1 und Festrahmen 2 gebildeten Kammer 22 (Fig. 2)
in der Nähe der raumeinwärts gerichteten Flügelbegrenzungskanten im flügelseitigen
Teil der Kammer angeordnet sind.
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Der am Festrahmen 2 sitzende Lagerbock 9 der Ausstellvorrichtung 8
ist gemäß Fig. 2 ebenfalls als Winkelstück gestaltet, dessen einer Schenkel 23 am
vertikalen
Holm des Festrahmens 2 anliegend, beispielsweise mittels
einer Schraube 24 befestigt ist, während der andere Schenkel 25 desselben am horizontalen
Schenkel des Festrahmens 1 anliegend, beispielsweise ebenfalls mittels einer Schraube
24 befestigt werden kann. Dabei ist an diesem Schenkel 25 auch der Lagerzapfen 16
befestigt, mit dem das Winkelstück 13 der Ausstellvorrichtung 8 in lösbaren Gelenkeingriff
gebracht werden kann.
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Den Fig. 3 und 4 ist dabei zu entnehmen, daß der Lagerbock 9 wesentlich
schmäler als das Winkelstück 13 der Ausstellvorrichtung 8 bemessen ist, daß es zu
einer beiden Schenkeln 23 und 25 gemeinsamen Längsmittelebene 26 symmetrisch gestaltet
ist und daß dabei der Zapfen 16 mit seiner Achse auf dieser Längsmittelebene 26
- 26 liegend am Schenkel 25 befestigt ist.
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Damit die Ausstellvorrichtung 8 zum Zwecke ihrer wahlweisen Rechts-
oder Linksverwendung leicht lösbar, jedoch funktionssicher, mit dem Lagerbock 9
verbunden werden kann, ist einerseits der am Lagerbock 9 sitzende Zapfen 16 mit
einer Umfangsnut 27 versehen und andererseits befinden sich im Schenkel 14 des Winkelstücks
13 rechtwinkelig zur Achse der Löcher 21¹ und 2² gerichtete Bohrungen 28, durch
die ein im wesentlichen U-förmiger Federbügel 29 mit seinem geraden Schenkel 30
von der Seite her so eingesteckt werden kann, daß der Bügelschenkel 30 zumindest
jeweils eines der Löcher 21¹ und 21² sekantenartig schneidet und dabei in die Umfangsnut
27 des Zapfens 16 sichernd eingreift. Damit der Federdrahtbügel 29 sich niet unbeabsichtigt
aus den Bohrungen 28 herausschieben kann, ist sein anderer Schenkel 31 wellenförmig
gestaltet. Hierdurch läßt er sich einerseits leicht um den Umfang von konzentrisch
1 2 zu den Lochern 21 und 21 liegenden Augen 32 am Winkelstück 13 herumlegent während
er andererseits eine selbstthffitige Verra3kung mit den Umfangsflächen der Augen
32 bewirkt.
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Selbstverständlich wäre es auch denkbar, anstelle des U-förmigen
Federdrahtbügels
29 ein anderes Sicherungsglied, . z.B. federnde
Sicherungsringe, zu verwenden, jedoch müßte in diesem Falle die Umfangsnut 27 am
Zapfen 16 so gelegt sein, daß sich das Sicherungsglied an der Unterseite des Schenkels
14 des Winkelstücks 13 anliegend befestigen ließe.
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Um den Flügel 1 am Festrahmen 2 jederzeit, d. h. auch bei bereits
eingebautem Fenster oder eingebauter Tür, ohne Schwierigkeiten ein- und aushängen
zu können, ist das hintere Ende 18 des Ausstellarms 10 lösbar in der Führungskulisse
17 am Schenkel 14 des Winkelstücks 13 angeordnet. Nach den Fig. 2 bis 4 ist zu diesem
Zweck am Winkelstück 13, beispielsweise auf der Oberseite von dessen Schenkel 14
eine Schenkelfeder 33 über einen Zapfen 34 befestigt, deren beide Schenkel 35 an
ihren freien Enden eine Abwinkelung 36 haben. Diese Abwinkelungen 36 ragen von oben
her je in einen Querschlitz 37 am Schenkel 14 des Winkelstückes 13 hinein, wobei
diese Querschlitze 37 teilweise außerhalb der Führungskulisse 17 in den Seitenwandungen
des Schenkels 14 liegen, zum anderen Teil aber in den Bereich der Führungskulisse
17 hineinragen. Die Schenkel 35 der Schenkelfeder 33 stehen so unter Vorspannung,
daß ihre Abwinkelungen 36 normaler Weise innerhalb der Führungskulisse 17 gehalten
werden und sich nur unter Überwindung der Vor spannung nach seitwärts aus der Führungskulisse
17 herausdrängen lassen.
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Das hintere Ende 18 des Ausstellarmes 10 ist an seinen Längsseitenkanten
mit Ausklinkungen 38 versehen und außerdem ist seine Endkante 39 mit Anlaufschrägen
40 ausgestattet. Beim Einschieben des hinteren Endes 18 des Ausstellarmes 10 in
die Führungskulisse 17 des Winkelstücks 13 treffen die Anlaufschrägen 40 gegen die
Innenseite der Abwinkelungen 36 der Schenkelfeder 33 und verdrängen diese daher
in dem Schlitz 37 seitwärts aus der Führungskulisse 17. Sobald dann die Ausklinkungen
38 in den Bereich der Schlitze 37 gelangen, riicl;yn die Abwinkelungen 36 an den
Schenkeln 35 der Schenkelfeder 33 selbsttätig in diese Ausklinkungen 38 ein und
stellen die Verbindung des Ausstellarmes 10 t dem Winkelstück 13 her Die Schenkelfeder
33 ist dabei
zweckmäßig so stark bemessen, daß ihre in den Schlitzen
37 geführten und abgestützten Abwinkelungen 36 sämtliche auf den Ausstellarm 10
wirkenden Belastungen sicher aufnehmen können und damit das Flügelgewicht ohne weiteres
halten.
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Denkbar wäre es aber auch, ein zusätzliches Sicherungsglied, beispielsweise
in Form einer Senkschraube, im Bereich der Führungskulisse 17 in den Schenkel 14
des Winkelstücks 13 einzusetzen, die dann ein passendes Loch im hinteren Ende 18
des Ausstellarms 10 durchdringt und beidseitig in den Wandungen der Führungskulisse
17 ihr Widerlager findet.
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Zum Zwecke des Lösens des Ausstellarmes 10 aus dem Winkelstück 13
braucht im ersteren Falle lediglich die Schenkelfeder mit einem Werkzeug so auseinander
gedrückt zu werden, daß die Abwinkelungen 36 ihrer Schenkel 35 seitwärts aus dem
Bereich der Führungskulisse 17 gelangen. Daraufhin läßt sich dann der Ausstellarm
10 aus der Führungskulisse 17 herausziehen und der Flügel 1 kann aus dem Festrahmen
2 gelöst werden. Im zweiten Falle müßte auch noch das zusätzliche Sicherungsglied,
beispielsweise die Schraube, entfernt werden, um den Ausstellarm 10 vom Winkelstück
13 trennen zu können.
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Unter Benutzung einer Ausstellvorrichtung 10 mit dem oben beschriebenen
Winkelstück 13 läßt sich auf einfache Art und Weise auch noch eine gut abdichtende
Anpreß-Verriegelung der oberen, schwenkgelenkseitigen Flügelecke zum Festrahmen
erreichen, wenn sich der Flügel 1 in seiner Verschlußlage befindet.
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Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß der die Schließgabel 19 bildende
Schenkel 15 des Winkelstücks 13 zumindest in der Nähe seines freien Endes einen
der festrahmenseitigen Begrenzungsfläche der Kammer 22 zugewendeten Vorsprung 41
besitzt, der symmetrisch zur Längsmittelebene 20 - 20 des Winkelstücks 13 angeordnet
ist. Diesem Vorsprung 41 ist am Festrahmen 2, und zwar vorzugsweise am lotrechten
Schenkel 23 des Lagerbocks 9 ein Widerlageransatz 42 zugeordnet. Da bei am Fenster
oder an der Tür funktionsrichtig angeschlagener
Ausstellvorrichtung
8 deren festrahmenseitiger Lagerbock 9 mit seiner Längsmittelebene 26 - 26 versetzt
zur Längsmittelebene 20 - 20 des Winkelstücks 13 angeordnet ist, hierzu also eine
nach der Raumseite hin versetzte, unsymmetrische Lage einnimmt, befindet sich auch
der Widerlageransatz 42 des Lagerbocks 9 näher an der Raumseite, als der Vorsprung
41 am Schenkel 15 des Winkelstücks 13. Dadurch wird erreicht, daß im geschlossenen
Zustand des Flügels der Vorsprung 41 des Winkelstücks 13 den Widerlageransatz 42
des Lagerbocks 9 hintergreift. Wenn sodann der Riegelzapfen 12 des flügelseitigen
Treibstangenbeschlages 6 in die Schließgabel 19 des Winkelstücks 13 eingeschoben
wird, stützt sich der Ansatz 41 des Winkelstücks 13 gegen den Widerlageransatz 42
des Lagerbocks 9 ab und bewirkt somit im Zusammenwirken mit dem Zapfen 16 des Lagerbocks
9 ein sicheres Anpressen der oberen, schwenkgelenkseitigen Ecke des Flügels 1 gegen
die benachbarte Ecke des Festrahmens 2. Ein guter Dichtschluß zwischen dem Flügel
1 und dem Festrahmen 2 an dieser Ecke ist dadurch jederzeit gewährleistet.
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Die Ausstellvorrichtung 8 nach Fig. 5 unterscheidet sich in ihrer
Bauart etwas von derjenigen nach den Fig. 2 bis 4. Zur Befestigung des hinteren
Endes 18 des Ausstellarmes 10 in der Führungskulisse 17 des Winkelstücks 13 ist
dort nämlich anstelle der auf der Oberseite des Winkelstücks 13 sitzenden Schenkelfeder
33 eine Blattfeder 43 an der Unterseite befestigt, die mit einem Zapfen 44 von unten
her passend in Löcher 45 des Schenkels 14 eingreift. Der Zapfen 44 wirkt dabei mit
einem Loch 46 im hinteren Ende 18 des Ausstellarmes 10 zusammen und legt dieses
dadurch in der Führungskulisse 17 sicher fest. Zum Lösen des Ausstellarmes 10 aus
der Führungskulisse 17 braucht die Blattfeder mit Hilfe eines Werkzeugs nur so weit
nach unten gebogen zu werden, daß der Zapfen 44 der Blattfeder 43 aus dem Loch 46
des Ausstellarmes 10 heraustritt.
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Auch in diesem Falle könnte, wie oben erwähnt, ein zusätzliches Sicherungsglied
zwischen dem Winkelstück 13 und dem Ausstellarm 10 eingebaut werden.
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Abschließend sei nur noch erwähnt, daß es auch möglich ist, den Ausstellarm
10 an seinem hinteren Ende 18 entweder mit in Richtung seiner Längsachse hintereinander
liegenden Gruppen von Randausklinkungen 38 oder Löchern 46 auszustatten, damit im
Bedarfsfalle die Kupplungsvorrichtung zwischen dem Ausßtellarm 10 und dem Winkelstück
13 zugleich auch dazu benutzt werden kann, unter gewissen Bedingungen eine stufenweise
Längenverstellung der Ausstellvorrichtung 8 vorzunehmen.