DE2460904C2 - Antiblockierregelsystem - Google Patents
AntiblockierregelsystemInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
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- B60T8/176—Brake regulation specially adapted to prevent excessive wheel slip during vehicle deceleration, e.g. ABS
- B60T8/1761—Brake regulation specially adapted to prevent excessive wheel slip during vehicle deceleration, e.g. ABS responsive to wheel or brake dynamics, e.g. wheel slip, wheel acceleration or rate of change of brake fluid pressure
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Antiblockierregelsystem mit den Merkmalen der Oberbegriffe der Ansprüche 1
und/oder 13.
Ein Antiblockierregelsystem mit den Merkmaien des Oberbegriffs des Anspruches 1 ist z. B. aus der DE-OS
23 07 368 bekannt Dort ist ein Zeitglied vorgesehen, dem das den Druckabbau bewirkende Verzögerungssignal
zugeführt wird. Ist dieses Verzögerungssignal länger als die Zeitkonstante des Zeitglieds, so wird in der
Zeitbemessung für den ersten Druckaufbauimpuls ein Zcitglied mit großer Zeitkonstante wirksam gemacht,
das dann die Länge des Druckaufbaus bestimmt V/ar der Druckabbau kürzer als die zuerst genannte Zeitkonstante,
dann ist ein Zeitglied mit kürzerer Zeitkonstante für die Bemessung des Druckaufbauimpulses bestimmend.
Die Länge des Druckaufbauimpulses wird hier somit von der Länge des vorhergehenden Druckabbaus
abhängig gemacht
■ Aus der Offenlegungsschrift 19 14 765 ist ein Antiblockierregle;
bekannt, bei dem die unterschiedlichen Druckgradienten bei Druckaufbau- und/oder -abbau
durch Ansteuerung der Ventile mit Impulsen realisiert wird. In dieser Offenlegungsschrift ist zwar die Möglichkeit
der Erzeugung solcher unterschiedlicher Druckgradienten beschrieben, nichts jedoch über die Reihenfolge
der Anwendung dieser unterschiedlichen Gradienten gesagt.
Der Erfindung liegt einmal die Aufgabe zugrunde, nach einer Druckabsenkung den Druckaufbau so zu bemessen,
daß sich die Bremihysterese auf der einen Seite möglichst wenig auswirkt und nach einer Druckabsenkung
möglichst schnell wieder ein wirksamer Bremsdruck erreicht wird, daß jedoch auf der anderen Seite
der Bremsdruckanstieg nicht so schnell ist, daß der Bremsdruck beim Aufbau weit über den optimalen
Bremsdruck hinausschießt. Zum andern soll auch der Bremsdruckabbau so bemessen werden, daß der Abbau
zwar schnell vor sich geht, jedoch kein zu starker Abbau erfolgt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche I bzw. 13 gelöst.
Urn die Druckanhebung bzw. Absenkung mit großem Gradienten von dem vorhergehenden Druckaufbau
bzw. -abbau abhängig zu machen, kann man die Druckaufbauzeit bzw. Abbauzeit des vorhergehenden Zyklus
insgesamt messen und das Ansteuersignal für die Druckanhebung bzw. Al*-enkung mit großem Gradienten
entsDrcchend bemessen. Bei Realisierung des Druckanstiegs bzw. Druckabbau mittels impubförmiger
Ansteuerung kann man auch die Impulszahl zählen und bei der Bemessung der folgenden Anstiegsphase bzw.
Abbauphase mit großem Gradienten die Impulszahl berücksichtigen. Hierzu kann ein Zähler vorgesehen sein,
dem diese Impulse des langsamen Druckaufbaus bzw. Abbaus zugeführt werden und dessen Zählerstand bei
der Bemessung der Aufbauphase bzw. Abbauphase berücksichtigt wird.
&iacgr;&ogr; Man kann die Druckaufbau- bzw. Abbauphase mit
großem Gradienten im ersten Regelzyklus konstant vorgeben und wird ihn vorzugsweise so klein wählen,
daß durch die erste Aufbaustufe bzw. Abbaustufe mit großem Gradienten möglichst nie ein zu hoher Druck
bzw. zu niedriger Druck eingesteuert wird. Die Auslegung soll hier also so erfolgen, daß die Phase des schnellen
Druckaufbaus bzw. Abbaus in dem zweiten Zyklus gegenüber dem ersten Zyklus nur vergrößert werden
oder höchstens gleich bleiben kann und nie verkleinert wird.
Anstelle der Vorgabe der Phase de.■ schnellen Druckänderung
im ersten Zyklus kann man dies; Phase auch
von der ersten Druckabbauphase bzw. bei Druckabbau von der vorhergehenden Aufbauphase abhängig machen.
Weiteraildungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Figurenbeschreibung.
Anhand der Zeichnung sollen Aasführungsbeipiele der Erfindung beschrieben werden. Es zeigt
Flg. la — ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem Dreiwegeventil,
Flg. Ib — den zugehörigen Druckverlauf,
Flg. 2a — ein Ausführungsbeispiei mit einem Zweiwege- und einem Dreiwegeventil,
Flg. 2a — ein Ausführungsbeispiei mit einem Zweiwege- und einem Dreiwegeventil,
Flg. 2b — der zugehörige Druckverlauf,
Flg. 3a — ein Ausführungsbeispiei mit drei Ventilen, wobei ein Drosselventil vorgesehen ist,
Flg. 3a — ein Ausführungsbeispiei mit drei Ventilen, wobei ein Drosselventil vorgesehen ist,
Flg. 3b — der zugehörige Druckverlauf.
Fig. 4 — ein detailliert dargestelltes, bevorzugtes Ausführungsbeispiei der Erfindung mit digitaler Auswertung.
Fig. 4 — ein detailliert dargestelltes, bevorzugtes Ausführungsbeispiei der Erfindung mit digitaler Auswertung.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 si.:d die Meßwertgeber
und die Auswerteschaltung der Einfachheit halber nicht dargestellt. Vielmehr zeigt die Fig. 1 eine
Ansteuerschaltung für ein in die Bremsleitung eingesetzte Dreiwegeventil 1, das in der unerregten Stellung
den Bremsaufbau an der Bremse zuläßt und in der erregten Stellung den Druck an der Bremse abbaut.
An einer Klemme 2 wird ein Signal zugeführt, wenn das überwachte Rad eine bestimmte Verzögerung überschreitet und bei 3 ein Signal, wenn der Radschlupf einf bestimmte Größe erreicht Jedes dieser Signale erregt über em ODER-Gatter 4 das Ventil 1 und bewirkt damit einen Druckabbau, bis keines dieser Signale mehr ansteht. (Zeitraum t\ — t2 in Fig. Ib). Hieran schließt sich eine Konstanthaltephase (ti bis f3) in Fig. Ib an, die durch die Länge des an einer Klemme S zugeführten Beschleunigungssij"ials (+ b) bestimmt ist, wobei in dem Zeitraum zwischen /2 und Beginn des + ö-Signals mittels eines Verzögerungszeitglieds 6 ebenfalls Druckkonstant gehalten wird. Die Konstanthaltung wird hier durch Erregung des Ventils mit einer Impulsreihe eines Generators 7, deren Puls-Pause-Verhältnis entsprechend gewählt ist, ,rreicht wobei diese Impulsreihe über das UND-Gatter 8 im Zeitraum f2 bis fj freigegeben wird.
An einer Klemme 2 wird ein Signal zugeführt, wenn das überwachte Rad eine bestimmte Verzögerung überschreitet und bei 3 ein Signal, wenn der Radschlupf einf bestimmte Größe erreicht Jedes dieser Signale erregt über em ODER-Gatter 4 das Ventil 1 und bewirkt damit einen Druckabbau, bis keines dieser Signale mehr ansteht. (Zeitraum t\ — t2 in Fig. Ib). Hieran schließt sich eine Konstanthaltephase (ti bis f3) in Fig. Ib an, die durch die Länge des an einer Klemme S zugeführten Beschleunigungssij"ials (+ b) bestimmt ist, wobei in dem Zeitraum zwischen /2 und Beginn des + ö-Signals mittels eines Verzögerungszeitglieds 6 ebenfalls Druckkonstant gehalten wird. Die Konstanthaltung wird hier durch Erregung des Ventils mit einer Impulsreihe eines Generators 7, deren Puls-Pause-Verhältnis entsprechend gewählt ist, ,rreicht wobei diese Impulsreihe über das UND-Gatter 8 im Zeitraum f2 bis fj freigegeben wird.
Das Ansteuersignal für die Freigabe der Impulsreihe
des Impulsgenerators 7 hat auch ein Zeitglied 9 angestoßen.
Dieses kann jedoch erst nach Ende des Ansteuersignals (also bei h) ein Ausgangssignal eines UND-Gliedes
10 hervorrufen, das dann entsprechend der Zeitkonstante dieses Zeitgliedes andauert. Diese Signal verhindert,
daß in seiner Zeitdauer (fs bis U) weder der Impulsgenerator 7, noch ein Impulsgenerator 11, dessen Impulsreihe
ein Impuls-Pause-Verhältnis aufweist, das bei impulsförmiger Erregung des Ventils 1 einen Druckaufbau
hervorruft, das Ventil 1 betätigen kann, d. h., es kommt zu einem Druckaufbau während der der Zeitkonstanten
des Zeitgliedes 9 entsprechenden Zeit. Da danach (also ab u) das Ausgangssignal des UND-Gatters
10 aufhört, aber ein Zeitglied 12 entsprechend seiner Zeitkonstanten noch ein Signal abgibt, wird über ein
UND-Gatter 13 mit einem invertierten Eingang und einem UND-Gatter 8 für diese Dauer (f4 bis fs) erneut
eine Konstanthaltung bewirkt. Das Signal, das das UND-Gatter 8 durchlässig macht, kippt ein bistabiles
Glied 14, das damit ein Tor 15 vorbereitet. Mit Ende des Ausgangssignals des Zeitgliedes 12 (bei fs) wird wegen
des negierten Eingangs das UND-Gatter 15 für die Impulse des Generators 11 durchlässig und damit wird eine
solche impulsförmige Ansteuerung des Ventils 1 bewirkt, daß insgesamt ein Druckaufbau mit bestimmtem
Gradienten zustandekommt (ti bis fe). Durch ein bei Blockierneigung auftretendes Signal wird das bistabile
Glied 14 wieder rückgesetzt.
Das Zeitglied 9 ist einstellbar ausgebildet. In einem Meßglied 16 wird die Dauer der Zeit der impulsförmigen
Ansteuerung des Ventils 1 mit den Impulsen des Generators 11 gemessen (z. B. /?C-Glied). Bei Auftreten
des Blockiersignals (von 2 oder 3) wird ein Befehl an einen Speicher 17 gegeben, den gemessenen Wert zu
speichern. Etwas verzögert wird die Meßgröße in 16 gelöscht.
während im ersten Regeizykius für eine vorgegebene kleine Zeit (u—ts - 7&Oacgr;) Druck mit großem Gradienten
aufgebaut wurde, wird in den folgenden Zyklen diese Zeit entsprechend der gemessenen Zeit, in der ein
Druckaufbau mit kleinen Gradienten notwendig war, verlängert, d. h„ die Zeitspanne fg — t7 = T2 im zweiten
Zyklus ist um einen von der Zeit f6 — fs = Ti abhängigen,
jedoch kleineren Betrag vergrößert worden. Gleiche Bedingungen vorausgesetzt, ist dann schon nach
kurzer Zeit Druckaufbau mit der kleinen Steigung der Blockierdruck erreicht. Dieser Druckpunkt wird durch
die Erfindung aber viel schneller erreicht
Beim Ausführungsbeipiel der Fig. 2a sind ein Einlaß-
und ein Auslaßventil 20 bzw. 21 vorgesehen. Durch das Radverzögerungssignal — b und das Schlußsignal &lgr;
werden diese Ventile erregt Ein Zeitglied 22 und das + 6-Signal sorgen dafür, daß das Einlaßventil 20 anschließend
für eine Zeitspanne geschlossen bleibt, also zwischen t» und /21 in Rg. 2b der Druck konstantgehalten
wird. Mit dem Verschwinden des Konstanthaltesignals auf einer Leitung 23 wird über eine Invertierung
ein bistabiles Glied 24 gekippt, das dann ein Zeitglied 25 anlaufen läßt Da dieses erst nach einer vorgegebenen
Zeit ein Ausgangssignal erzeugt, das einen Impulsgenerator 26 einschaltet ist für eine entsprechende Zeit kein
Ventil erregt d.h. der Druck wird schnell aufgebaut (Zwischen r?i und tu)· Danach bestimmt der Impulsgenerator
durch zeitweise Sperrung des Druckaufbaus den Druckgradienten (ta bis 123). Bei erneuter Blockierneigung
wird erneut Druck abgebaut aber auch das bistabile Glied 24 rückgesetzt
Die Zahl der bis zum Erreichen einer neuen Blockierneigung
benötigten Impulse wird in einem Zähler 27 festgestellt und über eine Wandler- und Übernahmeschaltung
28 bei erneuter Ansteuerung des Ventils 21
einem Speicher 29 zugeführt. Etwas verzögert wird der Zähler 27 rückgesetzt. War beispielsweise die Zahl der
benötigten Impulse größer 3, so wird im folgenden Zyklus die Zeit des schnellen Druckaufbaus (I2^ bis tr>)
entsprechend vergrößert. Es wäre auch denkbar, mit einer mittleren Zeit für den schnellen Druckaufbau im
ersten Zyklus zu beginnen und ab einer bestimmten Impulszahl diese Zeit zu vergrößern und unterhalb einer
anderen Impulszahl zu verkleinern.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3a ist neben einem
Einlaßventil 30 noch ein Auslaßventil 31 und ein Drosselventil 32 vorgesehen, das in Reihe zu dem Einlaßventil
liegt und unerregt einen schnellen Druckaufbau und erregt einen langsamen Druckaufbau bewirkt.
Die Ansteuerung der Ventile 30 und 31 zum Druckabbau erfolgt wieder mit Hilfe des Verzögerungssignais
— b und des Schlupfsignals; die Konstanthaltepausc (1I10
bis fji) wird durch ein Zeitglied 33 und das + ö-Signal
bewirkt.
Verschwindet das Ansteuersignal für das Einlaßventil (bei (31), so wird ein bistabiles Glied 34 gesetzt, das ein
Zeitglied 35 anlaufen läßt. Diese gibt nach einer seiner Zeitkostanten entsprechenden Zeit (t» bis t»), in der
ungedrosselt Druck aufgebaut wird, ein Signal zum Drosselventil 32, das dann nur noch einen gedrosselten
Aufbau zuläßt Dieses bleibt erregt, bis bei fjj erneut
Druck abgebaut wird und hierdurch das bistabile Glied 35 rückkippt.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3a wird die Zeit T3 = (t32—t}\) von der Zeit des vorherigen Druckabbaus
abhängig gemacht (in Fig. 3b nicht berücksichtigt).
Hierzu wird ein Zeitmeßglied 36 über ein UND-Gatter 37 das das Auslaßventil ansteuernde Signal zugeführt,
wobei das UND-Gatter 37 durch ein bistabües Glied 38 offengehalten wird. Dieses bistabile Glied wird über eine
Klemme 39 am Ende jeder Regelung gesetzt und durch das erste Ausgangssignal des Zeitglieds 35 rückgesetzt,
so daß nur das erste Verzögerungs- bzw. Schlupfsignal in einem Regelungsablauf zum Zeilmcßglied
36 gelangt. Das Meßergebnis wird durch einen bei Abfall des Auslaßventils erzeugten Befehl in einen Speieher
40 eingespeichert Dieser eingespeicherte Wert bestimmt dann die Zeitkonstante des Zeitgliedes 35 im
ersten Regelzyklus; es ist also die Druckaufbauzeit im ersten Zyklus von der vorhergehenden Druckabbauzeit
abhängig. Das erste zum Drosselventil 32 laufende Signal löscht den Speicher 40 wieder.
Das Zeitmeßglied 36 mißt auch die Zeit des Ansprechens
des Drosselventils 32. Das Meßergebnis wird bei erneuter Erregung des Auslaßventils etwas verzögert
(Zeitglied 41) über ein Tor 42 in ein Speicherglied 43 übernommen, wobei kurz vorher das Speicherglied 43
gelöscht und kurz danach das Zeitmeßglied 36 rückgestellt
wird.
Das im Speicher 43 gespeicherte Meßergebnis bestimmt hier die Zeitkonstante des Zeitglieds 35 und da-
eo mit die Zeitdauer des ungedrosselten Druckaufbaus im
einzelnen Regelzyklus. Der sich hierbei ergebende Druckverlauf zeigt Fig. 3b.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist ein Einlaß- und ein Auslaßventil vorgesehen, von denen hier nur das
Einlaßventil 50 dargestellt ist Am Ende der vorhergehenden
Regelung, dh, mit Erscheinen des Signals A. V ,„&zgr;, einem gegenüber dem Verschwinden des Auslaßventilansteuersignals
verzögert erscheinenden Si-
gnal werden bistabile Glieder 51, 53 und 54 über die
Reseteingängc rückgesetzt sowie ein Speicher 52 gelöscht
und bistabile Glieder 55 und 56 über ihren Set-Kingang gesetzt. Das erste nachfolgende, die Regelung
einleitende, z. B. Radverzögerungssignal — b, das auch das nicht gezeigte Auslaßventil ansteuert, läßt das bistabile
Glied 51 unberührt, bringt jedoch das bistabile Glied Ii in Resetstellung, so daß über dessen Q-Ausgang
auch das Einlaßventil erregt ist.
In der sich anschließenden Konstanthaltephase, die sich aus einem Bereich zwischen — fc-Ende und dem
Anfang des Radbeschleunigungssignals + b, in dem das Hinlaßventil über das Glied 55 erregt gehalten wird und
der Dauer des Beschleunigungssignals selbst zusammensetzt und zwar mit Auftreten des Beschleunigungssignals
+ b werden die bistabilen Glieder 51 und 55, aber auch 54 in Sctzstcllung und ein Adressenzähler 57
in Ausgangsstellung gebracht. Nur das Inversionsglied 5S verhindert nun noch während der Dauer ties Beschleunigungssignals
die Durchschaltung eines UND-C !alters 59 und damit das Einlaufen der Taktimpulse an
einer Klemme 60 in einen Zähler 61.
Mil dem linde des Beschleunigungssignals + b wird
UND-Gatter 59 durchlässig und das Ventil 50 nicht mehr erregt. Gleichzeitig wird über den Load-Eingang
eine Voreinstellung in den Zähler 61 von einem Voreinstellgerät 62 übernommen.
Wie bereits gesagt, befindet sich das bistabile Glied 54 in Sctzstcllung. Damit öffnet es über seinen Q-Ausgang
ein Tor 63 und schließt mittels eines Inversionsglicdc.·.
64 ein Tor 65. Da ein Tor 66 ebenfalls durch den (?-Ausgang des bistabilen Gliedes 55 offengehalten
wird, gelangt von einem Dekoder 67 ein vorgegebener Ausgangswert in das Voreinstellgerät 62, der damit eine
bestimmte Voreinstellung im Zähler61 bewirkt.
Der Zähler 61 kann ein Vorwärts- oder Rückwärts-/.ähler
sein. Kr erhält zuerst eine solche Voreinstellung. daß er schon nach wenigen Impulsen, also kurzer Zeit
überläuft, dabei ein Signal am Ausgang U abgibt und damit das bistabile Glied 55 umkippt, so daß dieses nun
über den (^-Ausgang daß Einlaßventil 50 erregt; das Signal am Ausgang U bewirkt gleichzeitig über den
Load-Eingang des Zählers 61 eine neue Voreinstellung, die die Länge der anschließenden Konstanthaltephase
bestimmt, die im Voreinstellgerät 62 eingespeichert ist und immer dann wirksam ist, wenn der Eingang des
Voreinstcllgeräts 62 kein Signal führt. Das Umspringen des bistabilen Gliedes 55 auf Q schaltet den Adressenzähler
um "eins" weiter. Mit Ablauf der Konstanthaltezcit entsprechend der Voreinstellung des Zählers entsteht
ein Signal am Ausgang U, das das Glied 55 kippen läßt, damit auch das Glied 54 in Resetstellung kippt,
damit das Tor 63 sperrt und das Tor 65 öffnet und auch das Tor 66 öffnet; damit gelangt die Adresse des Zählers
67 in das Voreinstellgerät 62, und es wird schließlich mit der Load-Ansteuerung des Zählers 61 eine neue vom
Zähler 57 bedingte Voreinstellung in den Zähler 61 eingegeben. Nach Oberlauf des Zählers 61 erfolgt eine
neue Konstanthaltephase, danach eine neue Voreinstellung des Zählers 61 usw., wobei das Voreinstellgerät 62 &ohgr;
mit steigender Adresse des Zählers 57 eine Vergrößerung der Zeiträume, in denen Druck aufgebaut wird,
bewirkt Tritt schließlich ein neues Blockiersignal — b auf, so wird das bistabile Glied 51 rückgesetzt desgleichen
das bistabile Glied 55 und damit wieder das Einlaßventil geschlossen und (nicht dargestellt) das Auslaßventil
geöffnet. Das bistabile Glied 54 ist so ausgelegt daß es durch einen weiteren Impuls von Q nicht mehr
gekippt werden kann.
Das Auftreten des — ö-Signals bewirkt auch, daß,
wenn das bistabile Glied 53 in Setzstellung steht, über das UND-Gatter 63 ein Einspeicherbefehl an den Speicher
52 gelangt der die augenblickliche Stellung des Adressenzählers 57 speichert. Der Dekoder 67 setzt bei
Beginn des Druckaufbaus im nächsten Regelzyklus diesen Speicherwert in einen Wert um, der über das Voreinstellgerät
62 eine bestimmte Voreinstellung im Zähler 61 und damit eine bestimmte erste Druckanstiegszeit
im Zyklus vorgibt. Es können z. B. durch den Dekoder vier verschiedene erste Anstiegszeiten vorgegeben werden,
nämlich eine im ersten Zyklus wirksame kleinste Zeit, bei Benötigen von 1 —2 zusätzlichen Impulsansteuerungen
(Stellung eins und zwei des Zählers 57) eine zweite, etwa doppelt so große Zeit und schließlich noch
größere, weitere Zeiten, die bei größeren Zählerstellungen wirksam werden.
Das im Anschluß an das — t-Signai kommende 4· b-Signal
setzt wieder die bistabilen Stufen 51 und 55 sowie 54 in Setstellung, so daß mit dem im Speicher 52 gespeicherten
Ausgangswert der zweite Zyklus ähnlich dem ersten abläuft.
Vorhin wurde zwar erwähnt, daß für die Einspeicherung
in den Speicher 52 das bistabile Glied 53 in Setstellung sein mu3. Dies ist im ersten Zyklus der Fall, da
durch das ~ÄV, (.„.-Signal zu Beginn das bistabile Glied
56 in Setstellung gebracht wird, damit bei Auftreten des + fe-Signals das UND-Gatter 69 kurz durchlässig wird
und damit das bistabile Glied 53 gesetzt wird. Sein "Reset" erfolgt bei Auftreten des — 6-Signals.
Da es nur unter besonderen Bedingungen zu einem erneuten Setzen des bistabilen Gliedes 56 in dem Regelvorgang
kommt, wird normalerweise in dem ersten Zyklus der im Speicher 52 einzuspeichernde Wert bestimmt
und für die anderen Regelzyklen beibehalten. Hiervon gibt es in dem dargestellten Beispiel, was allerdings
nicht zwingend notwendig ist. nur drei Ansnah-
1.) Durch eine Verbindungsleitung 71. die den Dekoder 67 mit dem Glied 56 verbindet, wird erreicht,
daß das Glied 56 so lange gesetzt bleibt, bis der Dekoder seine Ausgangsstellung verlassen hat.
d. h, solange der Dekoder seine Ausgangsstellung beibehält, kann der Dekoderwert geändert werden.
2.) Tritt in den Zeiten, in denen das bistabile Glied 54 bei Q ein Ausgangssignal aufweist, also während
des schnellen Druckaufbaus zu Beginn des Druckaufbaus und der anschließenden Haltephase schon
ein Verzögerungssignal auf. so wird ein UND-Gatter 70 durchlässig und setzt das bistabile Glied 56
erneut. Damit kommt es beim nächsten + ö-Signal
zu einem erneuten Setzen des bistabilen Gliedes 53 und damit wird das UND-Gatter 68 für die Bildung
eines weiteren Einspeicherbefehls während einer Regelung vorbereitet Beim nächsten — ö-Signal
erfolgt die Einspeicherung. Diese Korrektur des Speicherwerts tritt auf, wenn sich im Verlauf der
Regelung herausstellt daß der durch den Speicherwert bedingte Zeitraum für den Druckaufbau zu
groß ist Ist er nicht 211 groß, so ändert sich der Speicherwert nur noch wenn
3.) so viele zusätzliche Pulsstufen gebraucht werden, daß der Zähler 57 bei einer vorgegebenen Einstellung überläuft Das dem am Ausgang U auftretende Signal bewirkt einmal ein sofortiges Rückkippen des bistabilen Glieds 51 und damit eine
3.) so viele zusätzliche Pulsstufen gebraucht werden, daß der Zähler 57 bei einer vorgegebenen Einstellung überläuft Das dem am Ausgang U auftretende Signal bewirkt einmal ein sofortiges Rückkippen des bistabilen Glieds 51 und damit eine
Sperrung des impulsförmigen Druckaufbaus. Der Druck wird vielmehr nun schnell erhöht und gleichzeitig
wird durch das £7-Signal eine Einspeicherung des hohen Zählerstandes in Speicher 52 und damit
eine lange Druckaufbauphase zu Beginn des nachsten Drucknufbaus bewirkt. Hiermit wird sichergestellt,
daß bei sich ändernden Verhältnissen der langsam«. Druckaufbau nicht zu lange andauert,
sondern eine Korrektur des Anfangswerts vorgenommen wird. In allen anderen Fällen bleibt der
zuerst ermittelte Anfangswert für eine Regelung bestehen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
15
20
25
40
45
50
55
60
Claims (13)
1. Antiblockierregekystem für eine Fahrzeugbremsanlage
a) mit wenigstens einem das Drehverhalten eines Fahrzeugrades abtastenden Meßwertgeber,
b) mit einer elektrischen Auswerteschaltung, die die Meßwerte auswertet und Steuersignale
für eine Bremsdrucksteuereinrichtung mit wenigstens einem Magnetventil erzeugt,
c) mit einer Steuereinrichtung in der Auswerteschaltung zur Ansteuerung des wenigstens
einen Magnetventils in der Phase der Wiedererhöhung des Bremsdruckes nach einer vorhergehenden,
von der Auswerteschaltung veranlaßten Bremsdruckabsenkung,
d) wobei die Steuereinrichtung eine Zeitsteueiesarichtung
aufweist, die zu Beginn des Brernsdruckansticgs eins Wiedererhöhung des
Bremsdruckes mit einem großen Gradienten in einer von der Zeitdauer eines vorhergehenden
Abschnitts der geregelten Druckbeeinflussung abhängenden Zeit bewirkt und anschließend
eine weitere Druckerhöhung mit einem niedrigeren Gradienten vornimmt.
dadurch gekennzeichnet, daß
30
e) Mittel zur Bestimmung wenigstens eines Teils der Dauer der Druckerhöhung (16;
27—28;36:57) vorgesehen sind,
f) Steuermittel (9, "i5,17, 25,29; 35; 42) vorgesehen
sind, die die Dauer der Druckanhebung mit dem großen Gradienten im Regelzyklus
von dem Maß der ermittelten Dauer der Druckanhebung im vorhergehenden Regelzyklus
oder den vorhergehenden Regelzyklen abhängig macht derart, daß mit steigendem Maß der Wiedererhöhung des Druckes im vorhergehenden
Regelzyklus die Dauer der Druckanhebung mit großem Gradienten größer ist.
45
2. Antiblockierregelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der an sich bekannten
Realisierung des Druckanstiegs mit kleineren Druckgradienten mittels Steuerimpulsen, die eine
stufenförmige Druckerhöhung bewirken, die Dauer der Druckerhöhung durch Bestimmen der Impulszahl
während eines Druckanstiegs ermittelt wird (Fig. 2).
3. Antiblockierregelsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckaufbaudauer
mit dem großen Gradienten im ersten Regelzyklus konstant ist.
4. Antiblockierregelsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckaufbaudauer
mit dem großen Gradienten im ersten Regelzyklus von der Dauer der vorhergehenden Druckabsenkung
abhängig ist.
5. Antiblockierregelsystem nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckaufbaudauer mit dem großen Gradienten im ersten Regelzyklus von der Fahrzeugverzögerung
abhängig ist (Fig. 3).
6. Antiblockierregelsystem nach einem der Ansprüche 1,2,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckaufbaudauer mit dem großen Gradienten im ersten Regelzyklus von der erreichten Druckdifferenz
bei der Druckabsenkung im ersten Regelzyklus abhängig ist
7. Antiblockierregelsystem nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckaufbaudauer mit dem großen Gradienten im ersten Regelzyklus von der Temperatur der
Bremsflüssigkeit abhängig ist
8. Antiblockierregelsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß bei Anwendung eines
einer Antiblockierregelung vorgeschalteten Prüfzyklus
die Zeit 7"des Druckaufbaus bis zum Erreichen eines bestimmten Radverhaltens gemessen
wird und daß die Druckaufbaudauer mit dem großen Gradienten im folgenden Regelzyklus von dieser
Zeit Tabhängig ist.
9. Antiblockierregelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß Schaitmitte!
(12,13,8) vorgesehen sind, die den Druckaufbau
mit dem geringen Gradienten erst nach einer Versuchszeit Tm (Zeitglied 12), die nach Beendigung
des schnellen Druckaufbaus beginnt, wirksam werden lassen.
10. Antiblockierregelsystem nach einem der Anspruches
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei impulsförmiger Druckerhöhung die Steuerimpulse
derart bemessen sind, daß die Druckzunahme pro Impuls zeitabhängig wächst
11. Antiblockierregelsysteni nach einem der Anspruches
bis 10, dadurch gekennzeichnet daß bei impulsförmiger Druckerhöhung das Puls-Pausenverhältnis
in Abhängigkeit von wenigstens einem Parameter (Dauer des Druckabbaus, Druckdifferenz
zwischen Vordruck + Raddruck. Temperatur des Druckmittels oder Fahrzeugverzögerung) änderbar
sind.
12. Antiblockierrregelsystem lach einem der Ansprüche
3 bis 11, dadurch gekennzeichnet daß Mittel zur Bestimmung der Gesamtzeit, während der in
einem Zyklus Druck aufgebaut wird, vorgesehen sind und daß die Zeit des Druckaufbaus mit dem
großen Gradienten im nächsten Regelzyklus derart bemessen ist, daß sie dieser Gesamtzeit minus der
Aufbauzeit einer Impulsstufe entspricht.
13. Antiblockierregelsystem für eine Fahrzeugbremsanlage
a) mit wenigstens einem das Drehverhalten eines Fahrzeugrades abtastenden Meßwertgeber,
b) mit einer elektrischen Auswerleschallung, die die Meßwerte auswertet und Steuersignale
für eine Bremsdrucksteuereinrichtung mit wenigstens einem Magnetventil erzeugt,
c) mit einer Steuereinrichtung in der Auswerteschaltung zur Ansteuerung des wenigstens
einen Magnetventils in der Phase der Absenkung des Bremsdruckes,
d) wobei die Steuereinrichtung eine Zeilsteuereinrichtung aufweist, die zu Beginn der
Bremsdruckabsenkung eine Absenkung mit einem großen Gradienten in einer von der Zeildauer
eines vorhergehenden Abschnitts der geregelten Druckbeeinflussung abhängenden
Zeit bewirkt und anschließend eine weitere Druckabsenkung mit einem niedrigeren Gra-
dienten vornimmt,
dadurch gekennzeichnet daß
dadurch gekennzeichnet daß
e) Mittel zur Bestimmung wenigstens eines Teils der Dauer der Druckabsenkung vorgesehen
sind,
f) Steuermittel vorgesehen sind, die die Dauer der Druckabsenkung mit dem großen Gradienten
im Regelzyklus von dem Maß der ermittelten Dauer der Druckabsenkung im vorhergehenden
Regelzyklus oder den vorhergehenden Regelzykien abhängig macht derart,
daß mit steigendem Maß der Absenkung des Druckes im vorhergehenden Regelzyklus die
Dauer der Druckabsenkung mit großem Gradienten, größer ist
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