DE2323276C2 - Umlegbarer Turmdrehkran - Google Patents
Umlegbarer TurmdrehkranInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen umlegbaren Tumdrehkran mit außermittig am Turmkopf angelenktem, für
den Transport an den Turm anklappbarem Ausleger und mit einer mit Abstand von der Anlenkachse des
Auslegers am Turmkopf angreifenden Abspannstütze für ein /um Ausleger geführtes Abspannseil und ein
zum Grundgestell des Turmes geführtes Auslegerhalte-
bzw. -verstellseil, die in der Betriebsstellung schräg nach oben und hinten abgespreizt und für den Transport
an den Ausleger oder Turm anklappbar ist.
Ein grundlegendes Problem beim Kranbau ist, den
Turm biegemomentenfrei zu machen. Voraussetzung dafür wäre, daß nur Normalkräftc in den Turm eingeleitet
werden. Dies kann in einfachster Weise dadurch erreicht werden, daß der Ausleger und die Abspannstütze
in der Trägheitsachse des Turms angelenkt werden, wobei gleichzeitig gewährleistet sein muß, daß das
Auslegerhalte- bzw. -verstellseil parallel zum Turm geführt wird. Hierbei ergeben sich aber konstruktive Probleme
dadurch, daß das Gelenk zwischen Ausleger und Turmkopf nicht in der Ebene des Unteigurtes des Auslegers
liegen kann, da wegen der Anlenkung des Auslegers in der Trägheitsachse des Turmes, d. h. innerhalb
des Turmquerschnittes ein Anklappen des Auslegers an den Turm in eine zum Turm parallel; Lage nicht möglich
wäre. Der Untergurt des Auslegers muß also einen Abstand von der Gelenkachse haben, der größer ist als
der Abstand der Gelenkachse von der dem Ausleger zugewandten Seite des Turmes. Die Überbrückung dieses
Abstandes durch eine entsprechende Lagerbockkonstruktion ist aber konstruktiv aufwendig, da diese
Konstruktion außerordentlich hohe, beim Drehen des Turmes und damit des Auslegers oder auf Grund von
Windkräften auftretende Torsionskräfte übertragen muß. Unter dein. Begriff »außermittig« soll ganz allgemein
verstanden werdea daß der Ausleger nicht in der Trägheitsachse des Krans am Turm angeienkt ist.
Diese Probleme sind bereits bei dei.. eingangs beschriebenen,
aus der DT-OS 2 048 923 bekannten umlegbaren Turmdrehkran, bei dem der Ausleger etwas
au3erhalb des Turmquerschnittes, d. h. außermittig, am Turmkopf angelenkt ist, dadurch gelöst worden, daß
die Abspannstütze an einem Hebel angelenkt ist. der wiederum am Ausleger schwenkbar befestigt ist. Durch
diese Ausbildung wird beim Ablassen des Auslegers die Abspannstütze vom Turmkopf abgehoben und klappt
an den Ausleger an. In der Betriebsstellung, d. h. bei hochgezogenem Ausleger, stützt sie sich über eine —
bei praktischen Ausführungen dieses Kranes vorgesehene und auch erforderliche — Kalottenführung gegenüber
dem Turmkopf ab. Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß bei Vermeidung einer Lagerbockkonstruktion
zwischen Ausleger und Auslegergelenk der Turm annähernd biegemomentenfrei wird, da der
Kraftangriffspunkt der Abspannstütze am Turmkopf in eine statisch optimale Lage gelegt werden kann, gleichzeitig
aber ein einwandfreies Anklappen der Abspannstütze an den an den Turm geklappten Ausleger möglich
ist. Letzteres ist notwendig, damit die für den Straßentransport gesetzlich vorgeschriebenen maximalen
Höhen und Längen des völlig zusammengelegten Turmdrehkrans auch bei größeren Turmdrehkränen
eingehalten werden können.
Der Nachteil dieser bekannten Ausführung liegt darin, daß der konstruktive Aufwand für den zusätzlichen
Anlenkhebel und die Kalottenführung der Abspannstütze am Turmkopf nicht wünschenswert ist und daß
insbesondere die Ausbildung der Kalottenführung konstruktive und vor allen Dingen fertigungstechnische
Probleme aufwirft.
Bei einem aus der DT-OS 2 050 004 bekannten umlegbaren Turmdrehkran ist der Ausleger über einen
Zwischenrahmen am Turmkopf angelenkt, wobei die Anlenkung des Zwischenrahmens am Turmkopf in der
Trägheitsachse des Turmes vorgenommen ist. Der Zwischenrahmen ist so lang, daß die Anlenkstelle des Auslegers
am Zwischenrahrnen bei hochgezogenem Ausleger außerhalb des Turmquerschnittes liegt. Die Abspannstüt/e
ist am Ausleger, und zwar in der Trägheitsachse des Turmes, angelenkt. Diese Ausführung bietet
die gleichen Vorteile, wie die zuvor geschilderte bekannte Ausführung, allerdings auch mit dem Nachteil
zusätzlichen konstruktiven Aufwandes für den Zwischenrahmen. Außerdem wird bei beiden bekannten
Ausführungen durch die zusätzlichen Teile zusätzliches Gewicht an den Turmkopf gebracht, was nicht wünschenswert
ist. Außerdem ist bei der zuletzt beschrie-
beneri bekannten Ausführung auch, wenn auch in geringerem
Umfang, das Problem der Torsionsmomente im Zwischenrahmen gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen umlegbaren
Turmdrehkran der eingangs beschriebenen Art dahingehend zu verbessern, daß die Abspannstütze
bei Beibehaltung ihrer Anklappbarkeit an den abgelassenen Ausleger in einfacherer Weise am Turmkopf befestigt
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Abspannstütze durch ein Klappgelenk in einen ortsfest am Turmkopf angelenkten Stützenfußteil
und einen Stützerispitzenteil unterteilt ist, wobei das KJappgelenk so ausgebildet ist, daß nur ein Umklappen
des Stützenspitzenteils relativ zum Stützenfußteil aus der gestreckten Lage der Abspannstütze in Richtung
auf den Ausleger hin möglich ist. Durch die ortsfeste Anlenkung der Abspannstütze am Turmkopf im Abstand
von der Anlenkachse des Auslegers werden diesbezügliche konstruktive und fertigungstechnische Probleme
ausgeschaltet. Bei der erfindungsgemäßen Lösung sind nur statisch notwendige Teile vorhanden. Dadurch,
daß die Abspannstütze durch ein Klappgelenk unterteilt ist, wird gewährleistet, daß beim Ablassen des
spannstütze, d. h. in ihrer gestreckten Lage gegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung an Hand der Zeichnung. In Jer
Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen Turmkopf mit einem Teil eines angelenkten Laufkatzauslegers und einer Abspannstütze in
der Betriebsstellung in schematischer Darstellung,
Fig. la den Turmdrehkran gemäß der Schnittlinie
Il in F ig. 1,
F i g. 2 den Turmdrehkran gemäß F i g. 1 mit an den Turm angeklapptem Ausleger und in die Horizontale
umgelegter Abspannstütze,
F i g. 3 den Turmdrehkran gemäß F i g. 2 mit an den Ausleger angeklappter Abspannstütze,
Fig.4 die Unterteilung einer Abspannstütze durch
ein Klappgelenk bei gestreckter Lage der beiden Teile der Abspannstütze,
F i g. 5 die beiden Teile der Abspannstütze in gegeneinander abgewinkelter Lage nach Anklappen der Abspannstütze
an einen abgeklappten Ausleger,
F i g. 6 eine weitere Ausführungsform der Unterteilung einer Abspannstütze durch ein Klappgelenk,
Fig.7 eine weitere Ausführung der Unterteilung
einer Abspannstütze durch ein Klappgelenk mit einer
Auslegers in eine zum Turm parallele Lage sich der 25 selbsttätigen Verriegelungseinrichtung in verriegelter
Stützenfußteil bis zum Auslegerfuß, also bei noch stehendem
Turm in eine etwa horizontale Lage umlegen läßt, während der Stützenspitzenteil sich weiter um
einen Winkel von 90° flach an den Ausleger anklappen läßt. Eine Rücksichtnahme in der Formgebung der Abspannstütze
in bezug auf den Querschnitt des Auslegers ist hierbei nicht mehr erforderlich. Da der Anlenkpunkt
der Abspannstütze am Turmkopf unverschiebbar ist, ist auch keinerlei Sicherheitsrisiko gegeben. Schließlich
wird dadurch, daß das Klappgelenk nur ein Umklappen des Stützenspitzenteils relativ zum Stützenfußteil aus
der gestreckten Lage der Abspannstütze auf den Ausleger hin zuläßt, erreicht, daß die Abspannstütze in ihrer
gestreckten Betriebslage völlig stabil ist. Dies wird bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
dadurch erreicht, daß das Klappgelenk außerhalb der Stützenachse oder -ebene zum Ausleger hin
angeordnet ist. Hierbei liegen die einander benachbarten Enden des Siützenspitzenteils und des Stützenfußteils
stumpf gegeneinander.
Bei dieser Ausführung ist, um ein Anklappen der Abspannstütze an den Ausleger zu ermöglichen, nur ein
einfaches zusätzliches Scharniergelenk bzw. bei dem üblichen Aufbau der Abspannstützen aus zwei trapezförmig
zueinanderliegenden Stäben bzw. Rohren zwei Scharniergelenke notwendig.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist eine Verriegelungseinrichtung zum
Verriegeln der beiden dem Klappgelenk zugeordneten Enden der Stützenteile in gestrecktem Zustand der Abspannstütze
vorgesehen. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Klappgelenk durch einen am Stützenfußteil
angebrachten Gelenkbolzen und ein diesen Gelenkbolzen aufnehmendes Langloch gebildet wird,
das ein Verschieben und Verschwenken des Stützen- no
spitzcnteils gegenüber dem Stützenfußteil zuläßt, und daß der den Stützenfußteil teilweise überlappende Stiilzenspitzenteil
an seinem klappgelenkseitigen Ende eine einseitig offene, einen am Stützenfußteil angebrachten
Lage und
F i g. 8 eine Ausführungsform gemäß F i g. 7 bei entriegelter teilweise bzw. ganz abgeklappter Abspannstütze.
In der Zeichnung ist von einem Turmdrehkran jeweils nur der obere Teil eines gegebenenfalls teleskopierbaren
Turms 1 dargestellt. Dieser Turm 1 ist in üblicher Weise über einen Drehkranz auf einem Untergestell
abgestützt, das ebenfalls in üblicher Weise für Straßentransport bzw. stationären oder Schienenbetrieb
umbaubar ist. Des weiteren ist der Turm um eine in seinem unteren, nicht dargestellten Bereich befindliche
horizontale Achse in eine etwa horizontale Lage für den Straßentransport umlegbar. Die hierfür erforderlichen
Maßnahmen sind an sich bekannt. Der Turm 1 ist üblicherweise als Gittermast ausgebildet.
Am oberen Ende des Turmes d. h. am Turmkopf 2, ist ein ebenfalls in Fachwerkbauweise ausgeführter Ausleger
3 mittels eines Gelenks 4 mit horizontaler Achse angelenkt, wobei sich die Gelenkachse in der Ebene des
Untergurtes 5 des Auslegers 3 befindet. Das Gelenk 4 ist gegenüber dem Turm 1 leicht vorkragend am Turmkopf
2 befestigt, so daß — wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich — der Ausleger 3 parallel zum Turm 1 an
diesen angeklappt werden kann. Bei dieser Art der Anordnung des Gelenks 4 braucht also zwischen dem Untergurt
und dem Gelenk nicht noch eine Zwischenkonstruktion vorgesehen sein, wie sie dann erforderlich ist,
wenn sich die Gelenkachse innerhalb des Turmquerschnittes befindet, wenn sie also beispielsweise in der
Trägheitsachse des Turmes angeordnet ist.
In einer statisch optimalen Lage ist am Turmkopf eine Abspannstütze 6 ortsfest mittels eines Gelenks
abgeschlossen. Mittels dieses Gelenks 7 kann die Abspannstütze, ohne daß sich ihr dem Turmkopf 2 zugewandtes
Ende von diesem entfernt oder relativ zu diesem verschiebt, geschwenkt werden. An ihrem äußeren
Ende sind ein Auslegerabspannscil 8 und ein Auslegerhalte- bzw. -verstellseil 9 befestigt. Das Auslegerab-
Verriegelungsbolzen in gestreckter Lage der Abspann- 65 spannseil ist mit seinem anderen Ende am Obergurt 10
stütze aufnehmende Ausnehmung aufweist. Hierdurch ist eine automatische Verriegelung von Stützenfußteil
und StützensDitzenteil in der Betriebsstcllung der Abdes Auslegers 3 befestigt, während das Auslegerhalte-
bzw. -verstellseil 9 zum Kranuntergestell geführt ist und dort entweder mit konstanter Länge oder längen-
verstellbar festgelegt ist.
Unter statisch günstiger Lage für das Gelenk 7 ist zu verstehen, daß im Betriebszustand die Summe der vom
Ausleger 3 und von der Abspannstütze 6 auf den Turm I wirkenden Biegemomente angenähert Null ist. Da
der Ausleger 3 außerhalb der strichpunktiert in F i g. 1 eingezeichneten Trägheitsachse 11 am Turm angreift,
muß das Gelenk 7 mit einem gewissen Abstand vom Auslegergelenk 4 am Turm angreifen, damit ein dem
vom Ausleger ausgeübten mittleren Biegemoment entsprechendes entgegenwirkendes Biegemoment über
die Abspannstütze 6 in den Turm eingeleitet wird.
Die Abspannstütze 6 weist zwischen ihrer ortsfesten Lagerung mittels des Gelenks 7 am Turmkopf 2 und
ihrem äußeren Ende ein Klappgelenk 12 auf, durch das sie in einen dem Turmkopf 2 zugewandten Stützenfußteil
13 und einen Stützenspitzenteil 14 geteilt wird. Dieses Klappgelenk 12 ist bei der Ausführung gemäß den
F i g. 1 bis 5 außerhalb der Achse der Abspannstütze 6 bzw. der Ebene der Abspannstütze 6 bei der üblichen
etwa trapezförmigen Ausbildung solcher Abspannstützen (F i g. la), und zwar zum Ausleger 3 hin um einen
Abstand a gegenüber der Stützenachse bzw. -ebene 15 versetzt (vgl. insbesor.dere Fig.4). Hierbei liegen die
beiden einander benachbarten Enden des Stützenspitzenteils 14 und des Stützenfußteils 13 bei ausgespreiztem
Zustand der Abspannstütze 6 stumpf gegeneinander. Das Klappgelenk 12 wird hierbei durch zwei entsprechend
vom Stützenspitztnteil bzw. Stützenfußteil schräg vorstehende Laschen 16 gebildet, die miteinander
fluchtende Bohrungen aufweisen, durch die ein Achsbolzen 17 gesteckt ist, dessen Achse parallel zu
den Achsen des Gelenks 7 und des Auslegergelenks 4 verläuft Wenn die Abspannstütze 6 durch zwei gegeneinander
geneigte Stäbe oder Rohre gebildet wird, so ist in jedem Rohr ein solches Klappgelenk 12 vorgesehen,
wobei die Achsen dieser beiden Gelenke selbstverständlich miteinander fluchten müssen (F i g. la).
Durch die insbesondere in F i g. 4 dargestellte Lage des Klappgelenfcs 12 zur Abspannstütze 6 ist sichergestellt,
daß bei der betriebsüblichen Krafteinleitung in die Abspannstütze durch das Auslegerabspannseil 8
und das Auslegerhalteseil bzw. -verstellseil 9 im aufgerichteten Zustand des Turms 1 und des Auslegers 3 (vgl.
F i g. 1) die Stütze nicht zusammenklappen kann.
Bei einem Ablassen des Auslegers durch Nachlassen des Auslegerhalte- bzw. -verstellseils 9 klappt die Abspannstütze
in noch gestrecktem Zustand in die in F i g. 2 dargestellte Lage, wobei sie vom Auslegerabspannseil 8 durch die vertikale Totpunktlage gezogen
wird Das Auslegerhalte- bzw. -verstellseil 9 legt sich hierbei über eine an dem dem Auslegergelenk 4 entgegengesetzten Ende am Turmkopf 2 angebrachte und
nach oben über diesen hinausstehende Umlenkrolle 18. Bei einem weiteren Nachlassen, d h- Abwinden des
Auslegerhalte- bzw. -verstellseils 9 klappt der Stützenspitzenteil 14 in die in F i g. 3 dargestellte Lage parallel
zum Ausleger 3 und Turm 1 ab.
Am Stützenspitzenteil 14 ist ein Blech oder eine Schiene befestigt, die als Seilabweiser 19 dient Hierzu
erstreckt sich diese den Seilabweiser 19 bildende Schiene oder dieses Blech vom klappgelenkseitigen Ende
des Stützenspitzenteik beispielsweise geradlinig weiter und ist an seinem Ende in einem Bogen um etwa 90°
umgebogen. Wie aus F i g. 4 hervorgeht ist es zumindest im Bereich dieser Umbiegung so ausgeschnitten,
daß es nicht mit dem Stützenfußteil 13 zusammenstößt Beim Abklappen des Stützenspitzenteils in die in
F i g. 3 dargestellte Lage bewegt sich dieser Seilabweiser 19 nach oben und hebt das Auslegerhalte- bzw.
-verstellseil 9 nach oben an, so daß das Seil 8 in dieser in den F i g. 3 und 5 dargestellten Lage auf jeden Fall
einen Hebelarm gegenüber dem Klappgelenk 12 luu.
Hierdurch wird sichergestellt, daß beim Hochziehen des Auslegers, d. h. bei einem Verkürzen des Auslegehalte-
bzw. -verstellseils 9 vom Grundgestell des Turmes aus, z. B. durch Aufwinden auf eine Winde, zuerst
ίο der Stützenspitzenteil 14 in die in F i g. 2 dargestellte
Lage gehoben wird, d. h. die Abspannstütze 6 in ihre gestreckte Lage gebracht wird. Wenn die Abspannseil 6 in der üblichen Weise aus zwei trapezförmig
ineinander angeordneten Tragstäben gebildet wird dann befindet sich der Seilabweiser 19 zwischen diesen
Tragstäben, da ja das Seit 8 mittig zum Kran geführt wird.
Wenn der vorstehende Teil 20 des Seilabweiser.' oder ein entsprechendes anderes Blech oder Profilstück
gegen das klappgelenkseitige Ende des Stützenfußteil' anliegt, so kann damit eine zusätzliche Sicherung gegen
ein Durchknicken der Abspannstütze 6 in der Ebene des Klappgelenks 12 im Gegenuhrzeigersinn (in den
F i g. 1 bis 5) erzielt werden. Wenn diese Sicherung ausreichend stabil ausgeführt wird, kann eventuell auch
darauf verzichtet werden, dai Klappgelenk 12 aus dei
Achse oder Ebene 15 der Abspannstütze 6 herauszulegen, obwohl damit andere konstruktive Probleme auftreten
würden.
In diesem Fall müßte, um ein unbeabsichtigtes Umklappen
des Stützenspitzenteils 14 im Uhrzeigersinn d. h. also zum Ausleger 3 hin zu vermeiden, eine Verrie
gelungseinrichtung vorgesehen sein, mittels derer dei Stützenfußteil und der Stützenspitzenteil 13 bzw. 14 irr
gestreckten Zustand der Abspannstütze 6 niteinandei verriegelt würden. Dies könnte durch einen gegen eine
Druckfeder, beispielsweise mittels eines Zugseiles ver schiebbaren Riegelbolzen geschehen, der an einerr
Stützenteil angebracht ist und in ein entsprechende; Riegelblech am anderen Stützenteil eingreift.
Weiterhin ist diesbezüglich eine Lösung gernäl: F i g. 6 denkbar, bei der der Stützenspitzenteil 14' der
mit ihm über ein Klappgelenk 12' verbundenen Suit zenfußteil 13' im Bereich der einander benachbarter
Enden überlappt, wobei beide Stützenteile in diesen Oberlappungsbereich in gestreckter Lage dieser Ab
spannstütze 6' miteinander fluchtende Bohrungen 21 aufweisen, durch die in gestreckter Lage der Abspann
stütze 6' ein Verriegelungsbolzen geschoben wird
Selbstverständlich kann sich die Verlängerung auch an Stützenfußteil 13' befinden.
In den F i g. 7 und 8 ist eine selbsttätige Verriegelung
des Stützenfußteils 13" und des Stützenspitzenteils 14' dargestellt Im Stützenspitzenteil 14" ist ein zur Achse
-- bzw. Ebene — 15" dieser Abspannstütze 6" geneig liegendes Langloch 22 angebracht In diesem Langloch
wird ein Gelenkbolzen 23 geführt, der am Stützenfuß
teil 13" angebracht ist Dem Langloch 22 und dem Ge lenkbolzen 23 kommt die Funktion des Klappgelenk;
12"zu.
Dieses Langloch ermöglicht es. daß der Stützenspit
zenteil 14" bei weitgehender axialer Entlastung der Ab spannstütze 6" gegenüber dem Stützenfußteil 13" ver
schoben wird
Stützenfußteil 13'' und Stützenspitzenteil 14" über
lappen einander. Im freien Ende des Stützenspitzenteil: 14" ist eine U-förmige Ausnehmung 24 vorgesehen, di<
über einen am Stützenfußteil 13" angebrachten Riegel
bolzen geschoben werden kann, so daß in der in F i g. 7 dargestellten Lage der Abspannstütze 6" die beiden
Stützenteile 13" und 14" unverschwenkbar miteinander verriegelt sind, was natürlich erst recht für die in F i g. I
dargestellte Lage der Abspannstütze gilt.
Wird durch weiteres Abwinden bzw. Nachlassen des Auslegerhalte- bzw. -verstellseils 9 der Stützenspitzenteil
14" weiter entlastet, so kann er auf Grund der gezeigten Anordnung des Langloches 22 — in F i g. 7
nach rechts — auswandern, wodurch die Nut 24 außer Eingriff mit dem Riegelbolzen 25 kommt, wie in F i g. 8
in ausgezogenen Linien dargestellt. Anschließend kann der Stützenspitzenteil 14" in die in F i g. 8 gestrichelt
eingezeichnete Stellung umschwenken. In F i g. 8 isi
ebenfalls gestrichelt der Seilabweiser 19" dargestellt durch den dafür gesorgt wird, daß das Auslegerhalte
bzw. -verstellseil 9 einen Hebelarm gegenüber dem Ge lenk 12" bildet. Zu Beginn des Aufrichtens des Auslegers
wird daher zuerst der Stützenspitzenteil 14" au; der in F i g. 8 gestrichelt dargestellten Lage in die aus
gezogen dargestellte Lage gezogen, wobei durch einer verlängerten Schenkel 26 an der Ausnehmung 24 dafüi
Sorge getragen wird, daß die Ausnehmung 24 über der Riegelbolzen 25 geschoben wird, wenn sich Stützenfuß
teil 13" und Stützenspitzenteil 14" in einer gestreckter Lage befinden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Umlegbarer Turmdrehkran mit außermittig am Turmkopf angelenktem, für den Transport an de~ri
Turm anklappbarem Ausleger und mit einer mit Abstand von der Anlenkachse des Auslegers am
Turmkopf angreifenden Abspannstütze für ein zum Ausleger geführtes Abspannseil und ein zum
Grundgestell des Turmes geführtes Auslegerhalte- bzw. -verstellseil, die in der Betriebsstellung schräg
nach oben und hinten abgespreizt und für den Transport an den Ausleger anklappbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abspannstütze durch ein Klappgelen!' (12, 12', 12") in einen
ortsfest am Turmkopf (2) angelenkten Stützenfußteil
(13.13'. 13") und einen Stützenspitzenteil (14,14',
14") unterteilt ist, wobei das Klappgelenk so ausgebildet ist, daß nur ein Umklappen des Stützenspitzenteils
relativ zum Stützenfußteil aus der gestreckten Lage der Abspannstütze in Richtung auf den
Ausleger (3) hin möglich ist.
2. Turmdrehkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klappgelenk (12) außerhalb
der Stützenachse oder -ebene (15) zum Ausleger (3) hin angeordnet ist.
3. Turmdrehkran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verriegelungseinrichtung
(21; 24,25) zum Verriegeln der beiden dem Klappgelenk (12'. 12") zugeordneten Enden der
Stützenteile (13' 14'; 13", Ϊ4") in gestrecktem Zustand der Abspannstütze (6', 6") vorgesehen ist.
4. Turmdrehkran nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Klappgelenk (12") durch
einen am Stützenfußteil (13") angebrachten Gelenkbolzen (23) und ein diesen Getenkbolzcn aufnehmendes
Langloch (22) gebildet wird, das ein Verschieben und Verschwenken des Stützenspitzenteils
(14") gegenüber dem Stützenfußteil zuläßt und daß der den Stützenfußteil teilweise überlappende
Stützenspitzenteil an seinem klappgelenkseitigen Ende eine einseitig offene, einen am Stützenfußteil
angebrachten Verriegelungsbolzen (25) in gestreckter Lage der Abspannstütze (6") aufnehmende
Ausnehmung (24) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732323276 DE2323276C2 (de) | 1973-05-09 | Umlegbarer Turmdrehkran |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732323276 DE2323276C2 (de) | 1973-05-09 | Umlegbarer Turmdrehkran |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2323276A1 DE2323276A1 (de) | 1974-11-14 |
| DE2323276B1 DE2323276B1 (de) | 1974-11-14 |
| DE2323276C2 true DE2323276C2 (de) | 1976-08-12 |
Family
ID=
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