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DE2313996A1 - Wasserloesliches, leicht resorbierbares schnupfpulver und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Wasserloesliches, leicht resorbierbares schnupfpulver und verfahren zu seiner herstellung

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Publication number
DE2313996A1
DE2313996A1 DE19732313996 DE2313996A DE2313996A1 DE 2313996 A1 DE2313996 A1 DE 2313996A1 DE 19732313996 DE19732313996 DE 19732313996 DE 2313996 A DE2313996 A DE 2313996A DE 2313996 A1 DE2313996 A1 DE 2313996A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
tobacco
snuff
soluble
carrier
Prior art date
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Granted
Application number
DE19732313996
Other languages
English (en)
Other versions
DE2313996C3 (de
DE2313996B2 (de
Inventor
Gerhard Prof Dr Billek
Hans-Dieter Pruss
Viktor Ferdinand Prof Dr Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UNILEVER FORSCHUNGS GmbH
Original Assignee
UNILEVER FORSCHUNGS GmbH
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Publication date
Application filed by UNILEVER FORSCHUNGS GmbH filed Critical UNILEVER FORSCHUNGS GmbH
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Priority claimed from DE19732313996 external-priority patent/DE2313996C3/de
Publication of DE2313996A1 publication Critical patent/DE2313996A1/de
Publication of DE2313996B2 publication Critical patent/DE2313996B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2313996C3 publication Critical patent/DE2313996C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/24Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by extraction; Tobacco extracts
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B13/00Tobacco for pipes, for cigars, e.g. cigar inserts, or for cigarettes; Chewing tobacco; Snuff

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

  • Wasserlösliches, leicht resorbierbares Schnupfpulver und Verfahren zu seiner Herstellung Vorliegende Erfindung betrifft ein Schnupfpulver mit Tabakaroma, das sich durch gute Wasserlöslichkeit, leichte Resorbierbarkeit und gute Verträglichkeit auszeichnet, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Schnupfpulvers.
  • Es sind bereits mannigfache Arten von Schnupfpulvern bekannt, die sich aufgrund der Herstellungsweisen und in der Zusammensetzung unterscheiden und die eine ganze Palette verschiedenster Aromen besitzen, durch die sie den Verbraucher ansprechen sollen. Am bekanntesten und wohl auch am meisten verbreitet sind Schnupftabake, die man aus eingeführten oder einheimischen Tabaken gewinnt unter Beimischung von verschiedenen Zusätzen wie Pottasche, Kalk, Schmalz und dergl.
  • Andere Schnupfpulver enthalten anstelle von Tabak trockene Pulver aus z. B. Roßkastanie, Zichorie, Nieswurz, Gewürznelken, Zimt, Menthol und dergl.
  • Die herkömmlichen Schnupftabake sind meist intensiv gefärbt und zu einem wesentlichen Teil wasserunlöslich. Das führt dazu, daß regelmäßige Konsumenten durch die Berührung mit dem Schnupftabak gelbbraun verfärbte Finger und ebenso verfärbte Zähne, wie man es auch bei starken Zigarettenrauchern sehen kann, bekommen, was vom ästhetischen Standpunkt aus sehr unbefriedigend ist. Da beim Schnupfen eines solchen Pulvers die Nasenschleimhäute gereizt werden, ist ein mehr oder weniger häufiges Niesen die regelmäßige Folge. Die hierbei Ublicherweise benutzten Schnupfttlcher werden durch die nicht resorbierbaren, stark gefärbten Bestandteile des Schnupftabaks irreversibel verschmutzt.
  • Zweifellos beeinträchtigen solche unerfreulichen Begleitumstände den Genuß am Schnupftabak und halten sicherlich manchen potentiellen Verbraucher davon ab, Schnupftabak zu gebrauchen.
  • Das ist um so bedauerlicher, als der Gebrauch von Schnupftabak gegenUber dem allgemein verbreiteten Tabakrauchen unstreitig Vorteile bietet, beispielsweise dadurch, daß eine akute Belästigung der Nichtraucher vermieden wird und der häufig als unangenehm und lästig empfundene Geruch nach kaltem Tabakrauch, insbesondere wenn er an Kreidung und Einrichtungsgegenständen haftet, beim Tabakschnupfen praktisch nicht auftritt.
  • Vorliegender Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schnupfpulver zu entwickeln, das die oben geschilderten Nachteile herkönllicher Schnupftabake nicht besitzt und den Genuß des Schnupfens in keiner Weise beeinträchtigt, sondern durch bessere Resorbierbarkeit sogar noch steigert.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das wasserlösliche, leicht resorbierbare Schnupfpulver aus einem Gemisch von 0,5 bis 15 Gew. %, vorzugsweise lvbis 8 Gew. ffi eines geeigneten Aromaextraktes aus Tabakblättern einheimischer oder ausländischer Provenienz und 85 bis 99,5 Gew. , vorzugsweise 92 bis 99 Gew. X eines inerten wasserlöslichen Trägerstoffes besteht.
  • Damit die erwünschte trockene, pulverige Beschaffenheit des erfindungsgemäßen Schnupfpulvers über lange Zeit erhalten bleibt, soll der Trägerstoff zwar wasserlöslich, aber nicht hygroskopisch sein. Selbstverständlich muß er darüber hinaus auch physiologisch unbedenklich sein. Als Trägerstoffe für das erfindungsgemäße Schnupfpulver eignen sich insbesondere solche, die außer den oben erwähnten Eigenschaften farblos oder allenfalls schwach gefärbt sind, beispielsweise wasserlösliche Polyvinylpyrrolidone, Kohlenhydrate wie Lactose, ferner Molkeneiweiß, Mannit, oder Gemische dieser Substanzen.
  • Erfindungsgemäß wird das neuartige Schnupfpulver in der Weise hergestellt, daß man zunächst in an sich bekannter Weise die Aromabestandteile aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern, die vorher zweckmäßigerweise zerkleinert wurden, mit mit Wasser mischbaren, vorzugsweise wasserhaltigen polaren Lösungsmitteln extrahiert, die erhaltene Extraktionslösung anschließend mit einer wäßrigen Lösung eines inerten, physiologisch unbedenklichen Trägerstoffes der oben erwähnten Art mischt und das Lösungsgemisch schließlich lyophilisiert.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Extraktionsmittel in stark gekühltem Zustand eingesetzt.
  • Durch die schonende Behandlung während des gesamten Verfahrens kann die Entstehung von gefärbten Abbauprodukten weitgehend vermieden werden, so daß, wenn gewünscht, Endprodukte erhalten werden können, die nur schwach bis praktisch überhaupt nicht gefärbt sind. Zum Extrahieren der Tabakblätter eignen sich wasserhaltiges Äthanol oder Aceton besonders gut. Bevorzugt verwendet man diese Lösungsmittel in gekühltem Zustand, da hierbei nur unwesentliche Mengen der hhurig unerwünschten gefärbten Begleitstoffe mitextrahiert werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausrührungsrorm ist die Menge des eingesetzten Trägerstoffes etwa gleich der Menge des extrahierten Tabaks.
  • Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aus Tabakaromaextrakt und einem der genannten Trägerstoffe erhaltene Produkt von feinkristalliner oder faseriger Struktur ist wasserlöslich und besitzt einen intensiven Tabakduft. Es kann leicht zu einer feinpulverigen Masse zerrieben werden und eignet sich in dieser Form ausgezeichnet als Schnupfpulver. Da es wegen seiner Wasserlbslichkeit und Feinpulverigkeit von den Schleimhäuten leicht resorbiert werden kann, wirkt es beim Schnupfen genußsteigernd.
  • Eine irreversible Verschmutzung der SchnupStUcher, die sich beim Gebrauch der herkömmlichen Schnupftabake nicht vermeiden läßt, tritt wegen der Wasserlöslichkeit des erfindungsgemäßen Schnupfpulvers nicht auf.
  • Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemä.ßen Schnupfpulvers zeichnet sich durch Einfachheit und schonende Bedingungen aus, was bei der Empfindlichkeit der Aromastoffe außerordentlich wichtig ist. Durch geeignete Wahl von Extraktionsmitteln, Extraktlonsdauer und vxtraktionstemperatur kann der Gehalt des Extraktes an AromahestandteilenJ gefärbten Begleitstoffen und an Wirkstcfren, beispielsweise an Nicotin, in der gewünschten Weise beelnfi3t werden, so daß es möglich ist, mit Hilfe des Verfahrens nach der Erfindung ein Produkt herzustellen, das sich neben den oben bereits genannten Vorzugen auch durch besonders leichte Bekömmlichkeit auszeichnet.
  • Im folgenden wird die Erfind mg anhand einiger Beispiele weiter erläutert: Beispiel 1 10 g getrocknete und fermentierte Tabakblätter wurden mechanisch zerkleinert und mit 100 ml einer Mischung aus 50 % ethanol und 50 ffi Wasser etwa 20 Minuten bei O C digeriert. Nach dem Filtrieren hatte die Lösung einen Feststoffgehalt von 1,08 .
  • 30 ml dieses Filtrates wurden nun mit einer gekWhlten Lösung von 2,5 g einer Mischung aus 2 Teilen Lactose und 1 Teil Molkeneiweiß in 70 ml Wasser gemischt und die Lösungsmischung nach Schnellgefrieren lyophilisiert. Man erhielt ein wasserlösliches, hellbraunes, feinkristallines Produkt mit intensivem Tabakduft, das sich leicht zerpulvern ließ und einen Nicotingehalt von 1 260 ppm besaß.
  • Von einem Testpanel erhielt dieses Schnupfpulver von 7 möglichen Bewertungspunkten die sehr gute Note 6.
  • Beispiel 2 10 g handelsüblicher Zigarrentabak wurden wie in Beispiel 1 mit einer Xthanol-Wasser-Mischung 1 : 1 extrahiert und anschließend die erhaltene Extraktionslösung filtriert. 30 ml dieses Filtrats wurden wie in Beispiel 1 mit einer Lösung von Lactose und Molkeneiweiß (2 : 1) gemischt und lyophilisiert.
  • Man erhielt ein wasserlösliches, hellbraunes, faseriges Produkt mit starkem Tabakgeruch, das sich ebenfalls leicht zerpulvern ließ und von einem Testpanel mit der höchsten Punktzahl 7 bewertet wurde.
  • Beispiel 3 Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren mit dem Unterschied, daß zum Extrahieren 98%1gens Xthanol bei +4° C verwendet wurde. Die Extraktionsdauer betrug etwa 15 Minuten. Man erhielt ein wasserlösliches, feinkristallines, gelbgraues Schnupfpulver mit einem Nicotingehalt von 240 ppm und einem ausgeprugten Tabakduft. Von einem Testpanel erhielt es von 7 möglichen Punkten die Punktzahl 4,5.
  • Beispiel 4 Es wurde analog Beispiel 1 verfahren mit dem Unterschied, daß zum Extrahieren 9%igs, Xthanol bel +40 C und als Trägersubstanz Mannit verwendet wurden. Hierbei wurde ein wasserlösliches, faseriges, grauweißes Produkt erhalten, das sich leicht zerpulvern ließ und 240 ppm Nicotin enthielt.
  • Bei der Bewertung durch ein Testpanel erhielt dieses Schnupfpulver 4 Punkte.
  • Beispiel 5 Es wurde wieder wie in Beispiel 1 verfahren mit dem Unterschied, daß zum Extrahieren ein Gemisch Wasser : Aceton (1 : 1) bei Zimmertemperatur und als Trägersubstanz ein Gemisch aus 2 Teilen Lactose und 1 Teil Mannit verwendet wurde. Es wurde ein wasserlösliches, faseriges, dunkelbraunes Produkt mit einem Nicotingehalt von etwa 1 400 ppm und einem intensiven Tabakduft erhalten, das als Schnupfpulver mit 6 Punkten bewertet wurde.

Claims (6)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e
    is Wasserlösliches, leicht resorbierbares Schnupfpulver, bestehend aus einem Gemisch von 0,5 bis 15 Gew. %, vorzugsweise 1 bis 8 Gew. % Tabakaromaextrakt und 85 bis 99,5 Gew. %, vorzugsweise 92 bis 99 Gew. % eines inerten, nicht hygroskopischen Trägerstoffes.
  2. 2. Schnupfpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Trägerstoff wasserlösliche Polyvinylpyrrolidone, Lactose, Molkeneiweiß, Mannit oder deren Gemische enthält.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht resorbierbaren Schnupfpulvers nach den ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine in an sich bekannter Weise durch Extrahieren von Tabak mit mit Wasser mischbaren, vorzugsweise wasserhaltigen Lösungsmitteln erhaltene Lösung von Tabakaromaextrakt mit einer wäßrigen Lösung eines inerten, nicht hygroskopischen Trägerstoffes gemischt und das Lösungsgemisch anschließend lyophilisiert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des eingesetzten Trägerstoffes vorzugsweise gleich der Menge des extrahierten Tabaks ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Extrahieren des Tabaks gekühlte Lösungsmittel verwendet werden.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Extrahieren des Tabaks wasserhaltiges Xthanol oder Aceton verwendet wird.
DE19732313996 1973-03-21 Wasserlösliches, leicht resorbierbares Schnupfpulver und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE2313996C3 (de)

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Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2313996A1 true DE2313996A1 (de) 1974-10-10
DE2313996B2 DE2313996B2 (de) 1975-06-26
DE2313996C3 DE2313996C3 (de) 1976-02-19

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