DE2361968C3 - Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder KunststoffInfo
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Description
großen Anzahl von einzelnen Bauteilen, weiche untereinander durch eine Vielzahl von Schwenkgelenken
verbunden sind. Diese Anhäufung von Bauteilen und Schwenklagerungen führt folglich zu einem
unverhältnismäßig großen Herstellungsaufwand, der sich dann naturgemäß in hohen Kosten bemerkbar
macht Darüber hinaus biingen die vielen Schwenklagerungen
insbesondere im untertägigen Streckenvortrieb erhebliche Wartungsprobleme mit sich. Die Reparaturanfälligkeit
ist aufgrund der Feingliedrigkeit des gesamten Auslegersystems sowie in Anbetracht des
rauhen Grubenbetriebs groß. Längere Betriebsstillstände sind die Folge.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß die Handhabung vom Steuerstand aus
infolge der Vielgliedrigkeit des Auslegersystems sehr schwierig ist Beim Spritzen von bogenförmigen
Grubenstrecken ist z. B. die Einstellung des die Spritzdüse tragenden Gestänges jeweils parallel zur
Sireckenwand nur durch eine dauernde Korrektur sämtlicher Verstelleinrichtungen, d. h. der Üchubkolbeneinheiten
und der Schwenkzylinder, vom Steuerstand aus durchführbar, (ede Einstellung des Gestänges,
welches aufgrund seiner axialen Bewegbarkeit das Spritzen eines bestimmten Längenbereiches ermöglichen
soll, ist im Verlauf des zu spritzenden Streckenbogens nicht nur durch eine Seiten- oder Höhenverschwenkung
des Auslegers durchführbar. Vom Steuerstand aus muß vielmehr eine Vielzahl von nacheinander
ablaufenden Operationen der einzelnen Verstelleinrichtungen durchgeführt werden, um das Gestänge von
einer Arbeitsstellung in die nächste zu überführen. Dies bringt aber Ungenauigkeiten bei der Einstellung des
Spritzgestänges zum jeweiligen Wandabschnitt mit sich und führt zu mangelhaften Betonabkleidungen. Derartige
Mängel können nur dadurch behoben werden, daß mehr Zeit für die Bewegungsoperationen der Verstelleinrichtungen
aufgewendet wird. Dies führt dann zwangsweise aber zu einer Verlangsamung des
Streckenvortriebs und im Ergebnis zu einem unwirtschaftlichen Einsatz des vorhandenen Maschinenparks.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im
bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen od. dgl. zu schalten, welche gegenüber
der bekannten Vorrichtung weniger Einzelteile aufweist und bei der das Spritzgestänge vom Steuerstand aus
durch einfache, zielgerichtete Bewegungsoperationen in die verschiedenen Arbeitsstellungen bewegt werden
kann.
Gemäß der Erfindung kennzeichnet sich die Lösung
dieser Aufgabe durch einen in sich starren, jedoch längenveränderbaren Ausleger, dessen steuerstandseitiger
Endabschnitt vertikal schwenkbar an eine gegenüber dem Steuerstand um eine vertikale Achse drehbare
Schwenkkonsole angelenkt ist, wobei die das Schwenken des Auslegers bzw. das Drehen der Schwenkkonsole
bewirkenden Schubkolbeneinheiten mit am freien Ende des Auslegers zwischen diesem und dem
Spritzgestänge vorgesehenen Schubkolbencinheiten unter Aufrechterhaitung der Parallellage des Spritzgestänges
zu den Streckenwänden im Sinne einer zwangsläufigen gegensinnigen Bewegungsabhängigkeit
hydraulisch gekunpelt sind.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäütn
Ausbildung ist darin zu sehen, dall der Ausleger keine gelenkige Unterteilung mehr besitzt. Er ist zwar in
Abhängigkeit von der Größe der aufzufahrenden
Hohlräume längenveränderbar, jedoch erfolgt diese Längenveränderung durch ein Zwischenglied oder
gegebenenfalls mehrere Zwischenglieder, welche dann fest mit dem aus Transportgründen vorteilhaft zweige-
S teilten Basisteil des Auslegers verbunden werden. Somit werden am eigentlichen Ausleger keine oder nur
geringe Wartungsarbeiten notwendig. Ferner ist es von Vorteil, daß die die parallele Einstellung des Spritzgestänges
zu den Streckenwänden bewirkenden Schubkolbeneinheiten sowie die empfindlichen Schwenklagerungen
in die Endabschnitte des Auslegers gerückt worden sind. Die Schubkolbeneinheiten sind überdies durch
entsprechende hydraulische Schaltungskupplungen derart in eine zwangsläufige gegensinnige Bewegungsab-
IS hängigkeit gestellt, daß nur wenige und dabei einfache
Schaltoperationen am Steuerstand ausreichen, um die Parallelitä' des Spritzgestänges zum jeweiligen Abschnitt
der Streckenwand zu gewährleisten. Die Verminderung der Schwenklag' .-teilen und ihre Beschränkuiig
auf die Endabschfiili'' des Auslegers erhöhen aufgrund der dadurch erreichten Übersichtlichkeit
die Wartungsfreundlichkeit und vermindern die Reparaturanfälligkeit. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
wird insgesamt betriebssicherer und entspricht demzufolge besser den untertägigen Anforderungen.
Die zwangsläufige gegensinnige Bewegungsabhängigkeit zwischen den Schubkolbeneinheiten besteht
darin, daß Schaltoperationen am Steuerstand, welche eine Höhen- oder eine Seitenverschwenkung des
Auslegers herbeiführen, sofort eine entsprechende Gegenbewegung des Gestänges nach sich ziehen.
Hierdurch wird erreicht, daß am Steuerstand in der Regei mit zwei Bedienungsgriffen die gewünschten
Steuervorgänge eingeleitet und durchgeführt werden.
Neben der somit wesentlich einfacheren Handhabung bei der Positionierung ist auch eine genauere und
schnellere Einstellung des Spritzgestär.ges erreichbar.
Die Arbeitsgeschwindigkeit wird erhöht und damit ein schnelleres Spritzen der aufgefahrenen Hohlräume
jrzielt. Die Hohlraumwände werden frühzeitiger durch
den erhärtenden Beton abgefangen und somit rechtzeitig weitergehendere Beunruhigungen des Gebirges
verhindert. Die Sicherheit für die im Streckenvortrieb arbeitenden Bergleute wird demzufolge erheblich
verbessert und die Standfestigkeit der aufgefahrenen Grubenräume bedeutend erhöht.
Obschon es von der Beanspruchung her sowie steuerungstechnisch gesehen ausreicht, den Endabschnitten
des Auslegers zur Höhen- und Seitenver-Schwenkung jeweils nur eine Schubkolbeneinheit
zuzuordnen, besteht -;ine bevorzugte Ausführungsform
dr- Erfindung darin, daß in jedem Endabschnitt des
Auslegers jeweils zwei parallel zueinander angeordnete, eine Seitenvers'hwenkung des Gestänges bewirkende
Schubkolbeneinheiten und eine eine Höhenverstellung des Gestänges durchführende Schubkolbeneinheit vorgesehen
sind Am Steuerstand brauchen demzufoige nicht mehr viele einzelne, nacheinander ablaufende
Schaltoi/erationen für die im unteren und oberen
Endabschnitt des Auslegers angeordneten Schubkol beneinheiten durchgeführt zu werden. Die steuerungs
technische Kopplung der in denselben Schwenkrichtungen arbeitenden Schubkolbeneinheiten ermöglich!
exakte gegengleiche Bewegungsvorgänge zwischen Steuerstand und Spritzgestänge, welche bei einer
einfachen Handhabung am Steuerstand zu einer wesentlich erhöhten Genauigkeit in der Einstellung des
Spritzgtstänges zu den Streckenvänden führen. Bei
dieser Auslührungsform sind die beiden parallel zueinander liegenden, die Scitenverschwcnkung des
Auslegers bewirkenden Schubkolbeneinheiten jeweils seitlich am Steuerstand angeordnet. Die Kolbenstangen
greifen dabei an Vorsprunge der Schwenkkonsole an. Durch die beidseitig der verlikalen Schwenkachse
vorgesehene Anordnung der die Seitcnverschwenkung des Auslegers bewirkenden Schubkolbeneinheilcn ist
eine Beaufschlagung ausschlieOliih des Zylinderraumes möglich.
Die Lagerung des mit Hilfe einer Schubkolbeneinheit
axialbewegbaren Gestänges am freien, vorkragenden Ende des Auslegers kann in verschiedener Weise
erfolgen. F.ine bevorzugte Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß das Gestänge mit einer Halterung
versehen ist. die mittels der am freien Auslegerende vorgesehenen Schubkolbeneinheiten um eine am freien
Ende des Auslegers angeordnete, senkrecht zur andere Ausbauelcmentc bzw. Ausbauarten denkbar.
Die Slreckenwändc 4 werden neben dem Ausbau Λ
gegebenenfalls auch ohne diesen Ausbau mit Beton besprit/t. so daß die Wände einen Betonmantel
erhallen, der bereits frühzeitig nach dem Freilegen der
Slreckcnwände eine stützende Funktion übernimmt und dadurch eine weitere Beunruhigung des Gebirges mil
den sich gegebenenfalls daraus ergebenden nachteiligen Folgen vermeidet. Der Beton 5 wird mit einer
vorgeschriebenen Konsistenz und Dicke sowie in einem genauen Abstand auf die Streckenwändc 4 aufgebracht.
Dieses Verfahren gewährleistet ein schnelles Abbinden
und einwandfreies Härten des Betons.
Damit ein einwandfreies Aufbringen des Betons 5 auf die Streckenwände 4 gewährleistet ist. wird die im
nachsiehenden näher beschriebene Vorrichtung verwendet.
Diese Vorrichtung weist ein Raupenfahrzeug β mit
ne verlaufende Achse schwenkbar ist. Dabei ist es
vorteilhaft, daß die Halterung einerseits unmittelbar über ein Gabelgelenk und andererseits übe! die eine
Vertikalverschwenkung des Gestänges bewirkende Schubkolbeneinheit mit dem Gestänge verbunden ist.
F.ine weitere zweckmäßige Lagerung besteht darin. daß an das freie Auslegerende eine in der vertikalen
Schwenkebene des Auslegers mittels einer Schubkolbencinhcit winkelverstellbare Verlängerung angelenki
ist. die endseitig der Lagerung des durch zueinander parallel verlaufende Schubkolbeneinheiten um eine
vertikale Achse schwenkbaren Gestänges dient.
Fs ist erkennbar, daß die Erfindung nur eine geringe
Anzahl von Schubkolbeneinheiten vorsieht. Darüber hinaus gewährleistet die steuerunes- bzw. schaltungstcchnische
Zusammenfassung der einander bewegungsabhängig zugeordneten Schubkolbeneinheiten eine
große Funktionssicherheit mit dem Ziel der leichteren und genaueren Einstellung der Spritzdüse auf die
Hohlraumwände. Hiermit ist ein verbessertes Arbeitsergebnis mit Bezug auf die betonierten Wände verbunden.
was wiederum zu einer Erhöhung der Sicherheit beim
Streckenvortrieb führt.
Der Steuerstand kann als schienengebundenes oder als schienenungebundenes Fahrzeug, beispielsweise als
Raupenfahrzeug, ausgebildet sein.
Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen nachstehend näher
erläutert.
F.s zeigt
F i g. I einen vertikalen Längsschnitt durch eine Vortriebsstrecke in Tinem untertänigen Grubenbetrieb
mit einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Seitenansicht und
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung in der Seitenansicht
eine weitere Ausführungsform des freien Endabschnittes der Vorrichtung der F i c 1
Mit 1 ist m der F 1 g. 1 eine aulgefahrene Vortriebsstrecke
in einem untertägigen Grubenbetrieb bezeichnet.
Das Auffahren kann beispielsweise durch Abbohren oder Abschießen der in der Zeichnung nicht näher
dargestellten Ortsbrust erfolgen, wobei das nach dem Schießen anfallende Haufwerk 2 sich etwa wie
dargestellt abböscht.
Die Vortriebsstrecke 1 weist einen urnfangsseitig
bogenförmig verkaufender! Querschnitt auf. Aber auch
andere Querschnitte sind denkbar. Der Ausbau der Strecke erfolgt mit Hilfe von bekannten Ausbaubögen 3.
|c nach Art des .Streckenquerschnittes sind aber auch
auch ein schienengebundenes Fahrzeug oder eine
andere bewegbare Basis iür den Steuerstand 7 denkbar.
Stirnseitig des Steuerslandes 7 ist eine vertikale Schwenkachse 8 vorgesehen. Diese Schwenkachse kann
z. B. aus einem mit dem Fahrzeug 6 verbundenen Bolzen bestehen, der von einer mit einem Ausleger 9
verbundenen Schwenkkonsole 10 umfaßt ist. Auch andere Gelenkverbindungen sind denkbar.
Die Sc.i^enkkonsole 10 trägt stirnseitig zwei zueinander höhenversetitte Gabelgelenke 11, 12 mit
horizontalen Achsen, von denen das obere Gabelgelenk
11 zur Lagerung des Auslegers 9 und das untere Gabelgelenk 12 zur Lagerung des Zylinders 13 einer
Schubkolbeneinheit 14 dient, deren Kolbenstange 15 an
den Ausleger 9 angeschlagen ist. Ferner besitzt die Schwenkkonsole 10 zwei etwa um 90° zu den
vorerwähnten Gabelgelenken 11, 12 versetzte, auf dem
Umfang zueinander diametral gegenüberliegende weitere Gabelgelenke 16. welche als Lagerstelle für
Schubkolbeneinheiten 17 dienen, die über ihre Zylinder
18 mit dem Steuerstand 7 und über ihre Kolbenstange
19 mit der Schwenkkomole 10 verbunden sind. Durch entsprechende Beaufschlagung dieser Schubkolbeneinheiten
14 und 17 ist eine Seilenverschwenkung und eine Höhenverschwenkung des Auslegers bei feststehendem
Steuerstand 7 möglich.
Der Ausleger 9 ist als Gitterträger ausgebildet und besteht zum Zwecke des erleichterten Transportes in
untertägigen Grubenräumen aus zwei Teilen 20 und 21. welche bei 22 starr miteinander verbunden sind. Durch
Eingliederung eines oder mehrerer Zwischenglieder ist der Ausleger 9 entsprechend verlängerbar.
Der frei vorkragende Endabschnitt 23 des Auslegers 9 weist ebenfalls eine Schwenkachse 24 auf. Diese
Schwenkachse 24 verläuft senkrecht zur Längserstrekkung
des Auslegers 9 in dessen vertikaler Schwenkebene. Sie kann aus einem Bolzen gebildet sein, welcher von
einem Schwenkzylinder umgriffen ist. Auch ist eine andere Gelenkverbindung denkbar. Der Schwenkzylinder
bildet d2nn Bestandteil einer ein Spritzgestänge 25 tragenden Halterung 26.
Zum Drehen der Halterung 26 um die Schwenkachse
24 sind beiderseits des Auslegers 9 Schubkolbeneinheiten 27 vorgesehen. Die 2Wlinder 28 dieser Schubkolbeneinheiten
sind mit ihren Endabschnitten am Ausleger 9 und die Kolbenstange 29 an der Halterung 26 befestigt.
Die Halterung 26 ist rnit dem Spritzgestänge 25 über
ein Gabelgelenk 30 und über eine Schubkolbeneinheit 31 gekuppelt. Durch entsprechende Beaufschlagung der
Schuhkolbcncinhcil 31 ist π ir· WmkclvcrMcllung des
Spnt/gestängcs 25 /'.ir Schwenkachse 24 Ivvs. /um
Ausleger 9 durchführbar.
Das Spnl/gestangc 25 \\ cisi cm etwa /yhtiderartigcs
I ührungsgchaiisc 32 ;iuf. welches von einer l-'iihnmgs
s In "μ L· 33 axial durchsetz! wird. Oherseitig des
I 11 π r ι π 1 μ s μ c h; 111 s L· s )2 isl der Zylinder 34 einer
Schubkolbeucmhcil )5 befestigt, während 1111 freien
l.iuliibsdinill der l'ühriingsstangc 35ilie Kolbenstange
5h dieser .Sehiibkolbcncinlieit 55 angelenkl ist. I einer
trägt der freie Lndansdinill der I iihrungsstangc 5 3
einen Drehzylindcr 37, mil dessen Hilfe eine Spril/diise
38 senkreelil auf den Abschnitt 34 der /11 spril/cnden
Slrcckcnwand 4 eingestellt werden kann. Die Sprit/dü
se 3« isl schwenkbar innerliiilb einer mil dem
Dich/ylinder 37 vcrbiinder.cn Halterung 40 gelagert, so
dal.l die Spritzdüse 38 in jeder von dem Dreh/v linder 37
vorgegebenen Stellung nodi einmal mil HiIIe einer
weiteren Sduibkolbeneinheil 41 in der jeweiligen Lbene
vcrsehwcnkbar ist. Der um der Spritzdüse 38 zu
ν ei spritzende Beton wird über einen Seblaiidi 42.7 aus
dem bereits ausgebauten feil der Vortnebsstreekc I
/!!gefüllt I.
Das I ührungsgeliäuse 32 isl kopfscilig mit einer
Beleuchtungsanlage 42 versehen.
Die Arbeitsweise der Vorridiliing. bei der die das
hydraulische Arbeitsmedium fülirenden Veibindimgslci-Hingen
zu und zwischen den einzelnen .Schubkolbcnemhi'iten
/um /wecke der Übersidillichkeil fortgelassen sind, ist etwa wie folgt:
Nach dem Abschießen der Orlsbnisl wird die
Spril/düse 38 derart unter die frisch freigelegte
Slrcckenfirstc 39 geschwenkt. <l;il.' das Sprit/gesliinge
25 parallel /iir .Streckenwand verläuft. Heim Hin- und
Herfahren der Rihrungsstange 33 wird dann Melon im
vorgeschriebenen Abstund auf die Slreckenwand
gespril/l. I lierbei kann die Spril/diisc auch geringfügige
Winkclstellimgen /iir Slreckenwand einnehmen.
Nach Beendigung des Spi it/ens in diesem Sektor der
Streckenband muß nun durch einsprechende Schaltoperationen
am Steuerstand 7 das Sprit/gestiinge 25 in die nächste Arbeitsstellung bewegt werden. Durch die
Bogcnform der Vortriebsstrecke 1 isl es dabei erforderlich, die I lohe und die Seitenlage des Sprit/gestänges
25 /u variieren. Dies wird dadurch bewirkt, dall einerseits die Schubkolbeneinheiten 17 und 27. welche
den Ausleger 9 um die Achse 8 und das Sprit/gcstänge 25 um die Achse 24 verschwenken und andererseits die
Sclnibkolbeneinhcit 14. welche den Ausleger 9 in der
vertikalen libene verstellt bzw. die Schubkolbencinhcit
31, welche das Gestänge 25 zum Ausleger 9 verstellt,
schaltungstechnisch zusammengefaßt und in eine zwangsläufige gegensinnige Hewegungsabhangigkeit
gestellt sind. I iihrl mithin der Atislegei 4 durch
einsprechende Beaufschlagung der Sclitibkolbenemlieiten
17 gegenüber dem Steiiersiand 7 eine Bewegung
nach links aus. so bewirkt die sdialliingslechnis.he
Abhängigkeii der Si hubkolbeneinhciten 17 und der
Schiibkolbciu inheilen 27 daß das Gestänge 25 'ich
automatisch gegengleich zum Ausleget 4 bewegt und dadurch seine parallele Lage zur Slrcckenw am 4
beibehält. Das gleiche gilt fur the Verstellung les Auslegers 9 in der vertikalen Lbene, wobei durch die
einsprechende Beaufschlagung der Schiibkolbeneinlieit
14 die Schiibkolbeneinheil 31 gegengleiche Beweg.in
gen durchführt.d. h.die parallele Lage des Gestänges 25
zur Streckenvvand 4 sicherstellt. Der am Steuerstand 7 arbeilende Bergmann brauch! demzufolge nur wenige
Schallopcratioik-n durchzuführen, um stets die Parallelität
lies Spi ilzgeslängcs 25 zur Streckenwand 4
aufrechtzuerhalten.
Diese Parallelität des Sprilzgeslänges 25 ist über den
gesamten I Inifang der Vortnebsslrecke gew ährleisiei.
Die Ausführungsform der Γ ig. 2 entspricht im wesentlichen derjenigen der I ι g. I. Variier! worden isl
lediglich die Lagerung des Spril/gestänges 25 im
oberen Auslegerende 2 3.
Das obere Auslegerende 23 besitzt gemäß dieser
Ausführungsform eine horizontale Schwenkachse 43. um die eine gegebenenfalls aus Profilstahl bestellende
Verlängerung 44 drehbar ist. /wischen der Verlängerung 44 und dem Auslegerende 23 ist eine Schuhkolhi.-ncinlieil
45 eingegliedert, deren Zylinder 46 am Ausleger und deren Kolbenstange 47 an der Verlängerung
befesligl sind. Diese Schiibkolbeneinheit 45 steht in
einer zwangsläufigen gegensinnigen Bewegungsabhängigkeit
mn der Schubkolbeiieinheil 14. welche im
Bereich des unteren Auslegerendes den Ausleger 9 vcrUk.il verstellt. Aufgrund dessen ist die Parallelität der
Verlängerung 44 zum Liegenden 48 gewährleistet
Am freien Lnde der Verlängerung isl eine vertikale
Schwenkachse 49 vorgesehen, um die das Spritzgestellge
25 mil Hilfe einer Schiibkolbeneinheil oder mehrerer Scliubkolbeneinhciten 50 verschwenkl werden kann.
Die Schubkolbcncinheitcn sind vorzugsweise beiderseits der Verlängerung 44 angeordnet. Der Zylinder 51
ist dabei an der Verlängerung 44 und die Kolbenstange 52 an einer Halterung 53 befestigt, welche einerseits das
Sprilzgeslänge 25 trägt und andererseits über die Achse 49 schwenkbar mit der Verlängerung 44 verbunden st.
Durch schallungstechnische gegensinnige Bcwcgungsabhängigkeit dieser Sdiiibkolbencinheilen 50 mit den
Schubkolbcncinheitcn 17 im unteren Bereich des Auslegers 9 ist die Parallelität des Sprii/gcstänges 25
zur Streckenwand 4 unabhängig von der Größe der Sei ten verschwenkung gewährleiste!.
Hierzu 2 Blntt Zcichniinccn
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Spritzen der Winde von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken,
Tunneln. Stollen od. dgl. mit Beton oder Kunststoff,
weiche einen ti f der Streckensohle orts ve ränderbaren
Steuerstand und einen an den Steuerstand angelenkten, durch mindestens eine Schubkolbeneinheit
vertikal schwenkbaren Ausleger aufweist, dessen frei vorragender Endabschnitt ein durch eine
Schubkolbene π heit axial bewegbares und durch eine weitere SI lubkolbeneinheit auch schwenkbares
Gestänge mit liner stirnseitig drehbar gelagerten, senkrecht au! die Streckenwände einstellbaren
Spritzdüse trä;jr und der Steuerstand Vorrichtungen
zum Positionii r;n des Auslegers, des Gestänges und der Spritzdrs: besitzt, gekennzeichnet
durch tuiei in sich starren, jedoch längenver-'
änderbaren A üleger (9). dessen steuerstandseitiger Endabschnitt «:rtikal schwenkbar an eine gegenüber
dem Steuerstand (7) um eine vertikale Achse (8) drehbare Sch» itnkkonsole (10) angelenkt ist, wobei
die das Sch« enken des Auslegers (9) bzw. das Drehen der Schwenkkonsole (10) bewirkenden
Schubkolbene ι heilen (14 bzw. 17) mit am freien Ende (23) des Auslegers (9) zwischen diesem und
dem Spritzge tinge (25) vorgesehenen Schubkolbeneinheiten (111 45 bzw. 27, 50) unter Aufrechterhalturig
der Pinllellage des Spriizgestänges (25) zu
den Streckenv änden (4) im Sinne einer zwangsläufigen
gsgensinn gen Beweguiigsabhängigkeit hydraulisch
gickuppel sind.
2. Vorrichtu ii; nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß η jedem Endabschnitt des Auslegers (9) jeweils zv ei parallel zueinander angeordnete,
eine Seitenvi richwenkung des Gestänges (25) bewirkende S rubkolbeneinheiten (17, 27 bzw. 50)
und e;ne eine Höhenverstellung des Gestänges (25) durchführende .Schubkolbeneinheit (14, 31 bzw. 45)
vorgesehen sit d.
3. Vorrichtu i» nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichm t. daß das Gestänge (25) mit einer Halterung (26) \ersehen ist, die mittels der am freien
Ausleerende (11) vorgesehenen Schubkolbeneinheit
b;tw. -einh ;i ten (27) um eine am freien Ende (23) des Ausleger (9) angeordnete, senkrecht zur
Längserstreck mg des Auslegers (9) in dessen Vertikalebene \ erlaufende Achse (24) schwenkbar
ist.
4. Vorrichtu i|; nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß (ic: Halterung (26) einerseits unmittelbar über ein G ibelgelenk (30) und andererseits über
die eine Vertil alverschwenkung des Gestänges (25) bewirtende S lubkolbeneinheit (31) mit dem Gestange
(25) ver mnden ist.
5. Yorrichtu 1;5 nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichm t, daß an das freie Auslegerende (23) eine in der vei iikalen Schwenkebene des Auslegers
(9) mittels ein« r Schubkoibeneinheit (45) winkelver
siellbiirc Ver ängerung (44) angelenkt ist, die
cndseitig der Lagerung des durch zueinander parall:l verlai 'ende Schubkolbeneinheiten (50) um
eine \ertikale achse (49) schwenkbaren Gestänges
(25) dient. f>5
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spritzen
der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen od. dgl. mit Beton oder
Kunststoff, welcher einen auf der Streckensohle ortsveränderbaren Steuerstand und einen an den
Steuerstand angelenkten, durch mindestens eine Schubkoibeneinheit vertikal schwenkbaren Ausleger aufweist,
dessen frei vorkragender Endabschnitt ein tiurch eine
Schubkolbeneinheit axial bewegbares und durch eine weitere Schubkolbeneinheit auch schwenkbares Gestänge
mit einer stirnseitig drehbar gelagerten, senkrecht auf die Streckenwände einstellbaren Spritzdüse
trägt und der Steuersland Vorrichtungen zum Positionieren des Auslegers, des Gestänges und der Spritzdüse
besitzt.
Im Zuge des bergmännischen Auffahrens von unterirdischen Hohlräumen, wie z. B. Förderstrecken
des untertägigen Grubenbetriebes, werden zur Absicherung der freigelegten Wände neben herkömmlichen
Atisbauelementen, wie z. B. Streckenausbaubögen. Betonspritzverfahren angewendet. Hierbei wird einer im
geringen Abstand von z. B. etwa 50 cm von den zu spritzenden Wänden entlanggeführten Düse Fertigbeton
zugeführt, der von der Düse in gleichmäßiger Verteilung und Dicke möglichst senkrecht auf die
Wände gespritzt wird. Durch entsprechende Aufarbeitung härtet der Beton nach dem Aufspritzen schnell aus,
so daß die freigelegten Wände schon nach relativ kurzer Zeit durch einen Betonmantel abgesteift sind. Das
Betonspritzen kann auch in Kombination mit Streckenausbau aus Stahl durchgeführt werden.
Das Spritzen der Wände beim Streckenvortrieb erfolgt zumindest im Bereich der Streckenfirste bereits
kurz nach dem Freilegen dieser Wandabschnitte. Da das hereingewonnene Haufwerk sich dann noch von der
Ortsbrust ausgehend zur Streckensohle hin abböscht, ist es erforderlich, die Spritzdüse am freien Ende eines über
das Haufwerk vorkragenden Auslrgers anzuordnen.
Bei einer bekannten Bauart siner Vorrichtung der eingangs vorausgesetzten Gattung ist der Ausleger
zweischenkelig ausgebildet. Die beiden Schenkel sind über eine horizontale Schwenkachse aneinander angelenkt
und durch eine Schubkolbeneinheit zueinander winkelverstellbar. Der untere Schenkel besteht im
wesentlichen aus einem Drehzylinder, so daß der gesamte Ausleger um die Längsachse dieses Drehzylinders
schwenkbar ist. Der Auslegrer ist im Endabschnitt des unteren Schenkels über eine horizontale Achse an
einen Steuerstand angelenkt und um diese horizontale Achse mit Hilfe einer Schubkolbeneinheit gegenüber
dem Steuerstand in der Vertikalebene schwenkbar.
Der Steuerstand wiederum ist über eine vertikale Achse gegenüber einer Plattform drehbar, welche über
ein durch Schubkolbeneinheiten abgestütztes Parallelführungsgestänge auf einem traktorähnlichen Fahrzeug
gelagert und gegenüber diesem höhenverstellbar ist.
Am oberen Ende des oberen Auslegerschenkels ist ein mittels einer Schubkolbeneinheit axialbewegbares
Gestänge über eine horizontale Achse schwenkbar gelagert. Eine zwischen dem oberen Schenkel und dem
Gestänge vorgesehene Schubkolbeneinheit ermöglicht eine Winkelverstellung zwischen dem Gestänge und
dem Schenkel. Im freien Hndabschnitt des Gestänges ist
die Spritzdüse angeordnet. Die Spritzdüse ist gegenüber dem axialbewegbaren Gestänge mittels eines Drehzylinders
verschwrnkbar und somit senkrecht auf die zu spritzende Wand einstellbar.
Die bekannte Vorrichtung besteht mithin aus einer
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2361968A DE2361968C3 (de) | 1973-12-13 | 1973-12-13 | Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder Kunststoff |
| AT916274A AT340352B (de) | 1973-12-13 | 1974-11-15 | Fahrbare vorrichtung zum torkretieren der wande von im bergmannischen vortrieb aufgefahrenen hohlraumen mit beton oder kunststoff |
| IT54164/74A IT1023344B (it) | 1973-12-13 | 1974-11-21 | Dispositivo per spruzzare calce struzzo o plastica sulle pareti di gallerie o simili |
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| SE7415336A SE412785B (sv) | 1973-12-13 | 1974-12-06 | Anordning for besprutning av veggar av halrum upptagna vid gruvdrift med betong eller plast |
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| BR10461/74A BR7410461D0 (pt) | 1973-12-13 | 1974-12-13 | Dispositivo aperfeicoado para o jateamento com concreto ou materia plastica das paredes dos espacos vazios produzidos pelo avanco de mineracao |
| JP49143309A JPS50106430A (de) | 1973-12-13 | 1974-12-13 |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2361968A DE2361968C3 (de) | 1973-12-13 | 1973-12-13 | Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder Kunststoff |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE2361968B2 DE2361968B2 (de) | 1977-09-01 |
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Family Applications (1)
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| DE2361968A Expired DE2361968C3 (de) | 1973-12-13 | 1973-12-13 | Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder Kunststoff |
Country Status (8)
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- 1974-12-12 NO NO744491A patent/NO744491L/no unknown
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|---|---|
| NO744491L (de) | 1975-07-07 |
| JPS50106430A (de) | 1975-08-21 |
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