DE2351947A1 - Verfahren zur herstellung von chloriertem phthalonitril - Google Patents
Verfahren zur herstellung von chloriertem phthalonitrilInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing·. F. Ve(C-CM α ν ν,
Dipl.-Ing. H.Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
HAZE/MY Dipl.-Ing. F. A-Weickmann, Dipl.-Chem.B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN
Case 298,348 postfach 860820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
<983921/22>
DIAMOND SHAMROCK CORPORATION, 1100 Superior Avenue Cleveland, Ohio 44114, 7-.St.A.
Verfahren zur Herstellung von chloriertem Phthalonitril
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von chloriertem Phthalonitril, bei dem Phthalonitril verflüssigt
und in einen Reaktor mit einem fluiden Bett eingeführt wird,,wo es mit gasförmigem Chlor in Anwesenheit von
Aktivkohle vermischt wird und damit reagiert. Das entstehende chlorierte Phthalonitril wird dann allgemein mit CCl^ desublimiert
und gewonnen. Das zurückbleibende Gas wird dann ' aufgearbeitet und Salzsäure wird gewonnen und nichtumgesetztes
Chlor wird recyclisiert. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man beispielsweise Isophthalonitril·zu Tetrachlorphthalonitril
chlorieren.
Die verschiedenen chlorierten Phthalonitrile besitzen wegen ihrer biologischen Aktivität große Bedeutung, wie es beispielsweise
in der US-Patentschrift 3 290 353 beschrieben ist. Zusätzlich zu den in dieser Patentschrift beschriebenen Verfahren
werden solche Materialien typischerweise durch Dampfphasenreaktion von einem der isomeren Phthalonitrile mit CIp
in Anwesenheit einer Katalysatorschicht hergestellt, wie es
in der US-Patentschrift 3 108 130 beschrieben ist. Obgleich dieses letztere Verfahren so modifiziert werden kann, daß
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-z-
es mit einer fluiden Schicht durchgeführt v/erden kann, tritt eine Reihe von Nachteilen auf; das organische Beschickungsmateri'al
zersetzt sich bei den Temperaturen, die für die Verdampfung erforderlich sind, der Umwandlungswirkungsgrad ist
relativ schlecht, die Vorrichtungen korrodieren und der Reaktor und die Beschickungsleitungen verschmutzen, bedingt durch
eine frühzeitige Umsetzung .der Beschickungsmischung. Da die
biologische Wirkung der chlorierten Phthalonitrile bewirkt, daß sie in großen Mengen benötigt v/erden, besteht ein Bedarf
für ein wirksames Verfahren zu ihrer Herstellung.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein einfach durchzuführendes Verfahren für die wirksame
Chlorierung von Phthalonitrilen zu schaffen. Der vorliegenden Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von chlorierten Phthalonitrilen mit
einer fluiden Schicht bzw. mit einem fluiden Bett zu schaffen. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zu schaffen, bei dem nichtumgesetztes Chlor leicht wiedergewonnen und recyclisiert werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines chlorierten Phthalonitrils. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, daß man:
(a) gasförmiges Cl2 und geschmolzenes, atomisiertes
Phthalonitril in eine Wirbelschicht aus aktivierten Kohleteilchen,
die bei einer Temperatur im Bereich von 300 bis 4000C gehalten wird, einleitet, wobei die Hauptmenge des
Chlors getrennt am Boden der Schicht eingeführt wird und , ;
dazu dient, die Schicht aufzuwirbeln, und wobei das Phthalonitril in die Schicht an einer Stelle, die über der Stelle
liegt, wo das Cl2 eingeführt wird, eingeleitet wird,
(b) man das CIp und Phthalonitril zu dem gewünschten
chlorierten Phthalonitril darin umsetzt,
(c) man den gasförmigen Strom aus Reaktionsprodukten, Nebenprodukten und nichtumgesetzten Materialien entfernt,
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(d) den gasförmigen Strom mit einer Menge an
flüssigem CCl^ behandelt, die ausreicht, um im wesentlichen das
gesamte Phthalonitril zu desublimieren(=niederschlagen),während
wesentlichen das gesamte CCl^ verdampft, und
(e) man das verfestigte, feinverteilte, chlorierte Phthalonitril gewinnt.
Der gasförmige Strom, der nach der Desublimation verbleibt, kann zur Entfernung der restlichen Feststoffe geschrubbt
bzw. gewaschen werden, um restliche Feststoffe zu gewinnen, abgekühlt werden, um das CCl^ zu gewinnen, und in HCl und
CIp getrennt werden, wobei das letztere in den Reaktor recyclisiert
werden kann.
Die Vorteile des zuvor beschriebenen Verfahrens sind zahlreich. Dadurch, daß man ein geschmolzenes Phthalonitril als
Beschickungsmaterial und nicht, wie üblich, dampfförmiges Phthalonitril verwendet, werden die Verluste durch Zersetzung
stark vermindert, beispielsweise beträgt die Temperaturdifferenz bei Isophthalnitril ungefähr 1000C. Durch die getrennte Einführung von CI2 und Phthalonitril wird das Verstopfen
der Verteilerplatten durch vorzeitig chlorierte Materialien stark vermindert. Durch die Desublimation mit CCl^,
das bei dem Verfahren chemisch inert ist, treten die Korrosionsprobleme,
die durch Wasser in Anwesenheit von" HCl bewirkt werden, nicht auf. Außerdem besitzt Wasser, welches
früher beim Desublimieren als Medium verwendet wurde., die Neigung, die chlorierten Produkte zu hydrolysieren und deren
pH-Wert oft auf Werte zu erniedrigen, die nicht annehmbar sind. Diese Schwierigkeiten treten bei der Verwendung von
CCl^ nicht auf. Die Recyclisierung des nichtumgesetzten Cl2
ist ein alternatives Verfahren zu der oft durchgeführten Absorption in alkalischen Materialien, welches offensichtlich
wesentlich besser ist und eine bessere Ausnutzung des Chlors gewährleistet.
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In der beigefügten Figur ist das erfindungsgemäße Verfahren
einschließlich der Gewinnung und Recyclisierung des nichtumgesetzten Chlors schematisch dargestellt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der Chlorierung von Isophthalonitril zu Tetrachlorisophthalonitril beschrieben.
Der Ausdruck "Phthalonitril" umfaßt jedoch auch (ortho)-Phthalonitril
oder Terephthalonitril, die ebenfalls als Reaktionsteilnehmer verwendet werden können, wobei die Temperaturen
auf geeignete Weise geändert werden, um den unterschiedlichen Schmelzpunkten Rechnung zu tragen, und wobei
das ClpiPhthalonitril-Beschickungsverhältnis entsprechend
eingestellt werden muß, wenn man ein weniger chloriertes Material wie beispielsweise Di-chlorphthalonitril herstellen
will.
Anhand der beigefügten Zeichnung wird das erfindungsgemäße
Verfahren näher erläutert. Festes Isophthalonitril wird über die Leitung 1 in-die Schmelzvorrichtung 3 geleitet, wo es
auf eine Temperatur, die über seinem Schmelzpunkt liegt, beispielsweise auf 190 bis 2100C, erwärmt wird. Das geschmolzene
Isophthalonitril wird über die Leitung 5 in den Reaktor mit fluidem Bett geleitet, der bei einer Temperatur von 3300C
bis 37O°C betrieben wird, wobei man zum Kühlen einen Außenmantel und/oder innere Kühleinrichtungen (die nicht gezeigt
werden) verwendet. Das Isophthalonitril muß in den Reaktor in feinverteilter (atomisierter) Form eingeführt werden und
dies kann man beispielsweise erreichen, indem man entweder eine geeignete Düse verwendet oder indem man, wie im folgenden
beschrieben, ein Gas verwendet.
Der Hauptteil, beispielsweise 90%, und manchmal das gesamte verdampfte Cig» wird vorerwärmt auf die gleiche Temperatur
wie das Isophthalonitril, über die Leitung 9 in den Boden des Reaktors 7 geleitet, wo es durch die Verteilerplatte in das
Bett eingeführt wird und die Aktiykohleteilchen, aus denen
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das Bett besteht, aufwirbelt. Das Molverhältnis von Cl2 zu
Isophthalonitril, das verwendet wird, liegt im Bereich von ' 4 bis 8:1, bevorzugt im Bereich von 5,0 bis 6,7:1. Offensichtlich
muß das CIp in einer Geschwindigkeit eingeführt werden,
die ausreicht, um die Kohleteilchen in fluidiiertem Zustand bzw. in aufgewirbeltem Zustand zu halten, der Wert hierfür
variiert mit der Reaktorgröße und Bauart, im allgemeinen entspricht
er jedoch einer Oberflächen .- Geschwindigkeit von 0,06 bis 0,18 m/sec (0,2 bis 0,6 foot per second). -
Wird weniger als die Gesamtmenge an CIo in den Reaktor 7
über die Leitung 9 eingeführt, so wird der Rest,im allgemeinen
ungefähr 10% oder weniger, über ein Ventil durch die
Leitung 11 abgetrennt und dann in die Leitung 5 eingeführt, wo es mit dem geschmolzenen Isophthalonitril vermischt wird
und dieses dispergiert, um es zu atomisieren, bevor es in den unteren Teil der fluidisierten Schicht über der Verteilerplatte
eingeführt wird. Es ist bevorzugt, daß das Vermischen so nahe wie möglich am Reaktor stattfindet, um die Verweilzeit
der Mischung in der Leitung 5 zu vermindern und um eine vorzeitige Umsetzung zu verhindern.
Anstatt daß man einen Teil des Cl2 zu der Leitung 5 abführt
und, wenn es weiterhin noch erforderlich ist, das Isophthalonitril zu atomisieren, kann man ein Inertgas wie N2 oder HCl
in äquivalenten Mengen zu dem gleichen Zweck verwenden. Ein solches Vorgehen ist jedoch im allgemeinen weniger wünschenswert,
da dadurch eine Abtrennung von dem Cl2 erforderlich
wird.
Nach einer durchschnittlichen Reaktorverweilzeit von 20 bis 40 Sekunden werden die Gase, die Tetrachlorisophthalonitril,
nichtumgesetztes Cl2, HCl und geringe Mengen an Isophthalonitril enthalten, über die Leitung 13 in die Desublimationsvorrichtung
15 geleitet, wo sie bevorzugt mit einem Sprühnebel aus flüssigem CCl^,, welches über die Leitung 17 einge-
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führt wird, geeigneterweise bei Umgebungstemperatur, behandelt
werden. Die Menge an CCl^, die verwendet wird, sollte so
gewählt werden, daß sie der Menge entspricht, die erforderlich ist, um die Temperatur des Produktes auf den Wert, bei
dem das Produkt sich verfestigt, zu vermindern (Desublimation). Verwendet man einen Überschuß, so ist unerwünschterweise
flüssiges CCl^ in dem Produkt vorhanden. Offensichtlich
variiert diese Menge mit der Temperatur und der Produktionsgeschwindigkeit; eine Menge im Bereich von 0,68 bis
1,13 kg/0,45 kg Produkt (1,5 bis 2,5 pounds per pound) ist typisch. Auf diese Weise kann das Produkt, beispielsweise
Tetrachlorisophthalonitril, direkt über die Leitung 19 mit einem hohen Reinheitsgrad (beispielsweise 97%) gewonnen v/erden.
Aus der D.esublimationsvorrichtung 15 tritt ein gasförmiger
Strom aus, der CIp, HCl, CCl^ und geringe Mengen an Isophthalonitril
und Tetrachlorisophthalonitril enthält. Irgend-• welche darin enthaltenen Feststoffe werden durch ein Sackfilter
21 entfernt. Dieser gasförmige Strom wird über die Leitung 23 in einen Scrubber 25 eingeleitet, wo große Mengen
an flüssigem CCl^ darauf einwirken und die letzten Spuren
an organischen Stoffen,nicht umgesetzt oder umgesetzt, ent-"
. fernen. Das aus dem Scrubber 25 über die Leitung 26 abströmende Material wird in den Ruhebehälter 27 über die Leitung
26 geleitet, wo man flüssiges CCl^ erhält, das mit organischen
Stoffen gesättigt sein kann. Dieses gesättigte CCl^
wird von dem Ruhebehälter 27 über die Leitung 28 entnommen,
filtriert, wobei die Feststoffe über die Leitung 29 abgefüh *t
werden,und zu dem Waschvorgang durch einen Erwärmer über die
Leitung 31 recyclisiert. Alternativ kann ein Teil (der im allgemeinen weniger gesättigten) Flüssigkeit über die Leitung
28 in einen nicht gezeigten Verdampfer abgezogen werden, wenn das CCl^ abdestilliert, gekühlt und über die Leitung
31 recyclisiert werden kann. Da die Waschwirksamkeit ungefähr proportional zu dem Grad der CCl^-Sättigung ist, sollte die
Behandlung des CCl^ in dem Ruhebehälter 27 je nach Bedarf
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variiert werden.- Das zum tatsächlichen Waschen verwendete
besitzt bevorzugt eine Temperatur von ungefähr 650C (+ 5°C).
In dem Ruhebehälter herrscht eine etwas niedrigere Temperatur von ungefähr 500C, bedingt durch die Reqyclisierung von abgekühltem
CCl^ einer späteren Stufe.
Die Gase, die durch die Leitung 33 austreten, enthalten nun
nur noch Cl2> HCl und CCl^, wobei das letztere durch Abkühlen
auf ungefähr -60C entfernt und über die Leitung 35 in den
Ruhebehälter 27 recyclisiert wird.
Bei der letzten Trennstufe in der Trennvorrichtung 37 werden
CIp und HCl getrennt. Die HCl wird über die Leitung 39 entfernt
und das CIp wird über die Leitung 41 in die Leitung 9
recyclisiert, wo es mit verdampftem Chlor vermischt und als Reaktorbeschickungsmaterial verwendet wird. Das Chlor kann
durch cyclische Absorption und Desorption, wie es dem Fachmann
geläufig ist, abgetrennt werden.
Obgleich es möglich ist, Druck zu verwenden, um die Gase aus der Desublimationsvorriehtung durch die Clp/HCl-Trennstufe
durchzutreiben, wird besser ein geringes Vakuum, beispielsweise ein negativer Druck von 5,08 bis 76,2 cm (2 bis
30 inches) Wasser verwendet.
Das erfindungsgemäße Verfahren wurde nur an der Chlorierung
von Isophthalonitril zu Tetrachlorisophthalonitril beschrieben. Es kann jedoch selbstverständlich auch zur Herstellung
von Tetrachlorphthalonitril verwendet werden, wobei nur geringfügige
Änderungen, die den Unterschieden in den physikalischen Eigenschaften der Isomeren entsprechen, durchgeführt
werden. Beispielsweise kann (ortho)-Phthalonitril, welches
einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzt, in der Schmelzvorrichtung 3 auf eine Temperatur von 150 bis 1700C als Beschickungsmaterial
für den Reaktor 7 erwärmt werden, welcher bei einer Temperatur von 300 bis 400°C betrieben wird, Das
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höherschmelzende Terephthalonitril erfordert höhere Schmelztemperaturen
von 235 bis 250°C. Wie angegeben, kann man weniger chlorierte Materialien erhalten, wenn das Verhältnis
von Chlor zu organischem Material vermindert wird. Beispielsweise ergibt ein' Molverhältnis von 2,0 bis 2,5i1
im wesentlichen Dichlorphthalonitril.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung, ohne sie zu beschränken. Das Beispiel wird anhand der beigefügten Zeichnung
beschrieben.
Isophthalonitril technischer Qualität (Reinheit 97%) wird in die Schmelzvorrichtung 3 eingeführt, wo es auf 2000C erwärmt
wird. Es wird dann mit einer Geschwindigkeit von 45,4 kg/h
(100 lbs/hr) in den Reaktor 7 gepumpt. Chlor, welches auf 200°C vorerwärmt wird, wird in den Reaktor mit einer Geschwindigkeit
von 147 kg/h (325 lbs/hr) eingeführt, was einer Menge entspricht, die ein Clptlsophthalonitril-Molverhältnis
von 5,4:1 ergibt. Die Hauptmenge des Chlors wird in den Boden des Reaktors eingeleitet und durch die Verteilerplatte durchgeführt,
wobei ein Bett aus Aktivkohle mit einer Teilchengröße im Bereich von 100 bis 300 Mikron aufgewirbelt wird.
Das Chlor vermischt sich darin und reagiert mit der getrennten Beschickung, nämlich dem Isophthalonitril (welches"mit 5% des
als Beschickungsmai^erial verwendeten CIp atomisiert ist), bei
einer Temperatur von 35O°C, wobei die Temperatur durch einen Ölmantel aufrechterhalten wird.
Die Gase, die aus dem Reaktor austreten, werden in der Desublimationsvorrichtung
15 mit einem Sprühnebel aus 1,5 l/min (0,4 gallon/minute) CCl^ bei einer Temperatur von
200C behandelt, wobei man am Boden ein feinverteiltes Produkt
erhält, dessen Gehalt, bestimmt durch Analyse, an Tetrachlorisophthalonitril
größer ist als 97% und welches weniger
als 0,5% nichtumgesetztes Isophthalonitril enthält.
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Die restlichen Gase werden in den Srubber 25 geleitet, worin
mit einem Sprühnebel aus 6,80 kg CCl^ (15 lbs)/0,45 kg
(per pound) bei einer Temperatur von 65°C das restliche Tetrachlorisophthalonitril und nichtumgesetztes Isophthalonitril
entfernt werden, wobei man eine gesättigte Lösung erhält, die filtriert wird, um Feststoffe zu entfernen, bevor
sie in den Scrubber recyclisi'ert wird.
Der Gasstrom enthält nun Cl2, HCl und CCl^, wobei das letztere
durch Abkühlen auf -60C entfernt und in den Scrubber recyclisiert
wird.
Das Chlor und die HCl werden durch flüssiges CCl, geleitet,
welches das CIp absorbiert, und die HCl wird dann von Wasser
absorbiert. Schließlich wird das CIp von dem CCIr abgestreift
und in den Reaktor recyclisiert.
Die Gesamtausbeute an Isophthalonitril beträgt 9k%. Die
Abschaltzeit für die Reinigung des Reaktors ist bei dem
Verfahren minimal. In der Desublimationsvorrichtung beobachtet man keine Korrosion.
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Claims (14)
1. ' Verfahren zur Herstellung eines chlorierten Phthalonitrils,
dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) gasförmiges CI2 und geschmolzenes, atomisiertes
Phthalonitril in eine Wirbelschicht aus aktivierten Kohleteilchen, die bei einer Temperatur im Bereich von 300
bis 4000C gehalten wird, einleitet, wobei mindestens die
Hauptmenge des Chlors getrennt in den unteren Teil der Schicht eingeführt wird und dazu dient, die Schicht aufzuwirbeln, und
wobei das Phthalonitril in die Schicht an einer Stelle, die über der Stelle, an der das Cl2 eingeleitet wird, liegt,
eingeführt wird,
(b) man das Cl2 und das Phthalonitril darin 2.u dem
gewünschten chlorierten Phthalonitril reagieren läßt,
(c) man das entstehende chlorierte Phthalonitril abtrennt und gewinnt, und man
(d) verfestigtes, feinverteiltes, chloriertes
Phthalonitril gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chnet,
daß man als geschmolzenes Phthalonitril Isophthalonitril verwendet und es bei einer Temperatur von ungefähr 190 bis
2100C einführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens 9O?6 des Cl2 in den Boden bzw. den unteren Teil
der Schicht eingeleitet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Molverhältnis von Cl2 zu Phthalonitril-Beschickungrmaterial
5,0 bis 6,7:1 beträgt.
5. , Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rest des Cl2, der nicht getrennt eingeführt wird, mit
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geschmolzenem Phthalonitril unmittelbar vor der Einführung in die Schicht vermischt wird und dazu dient, um das
Phthalonitril zu atomisieren.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung
durchgeführt wird.
durchgeführt wird.
daß die Umsetzung "bei einer Temperatur zwischen 330 und 3700C
7. Verfahren zur Herstellung eines chlorierten Phthalonitrils,dadurch
gekennzeichnet, daß man
(a) gasförmiges CIo und geschmolzenes atomisiertes
Phthalonitril in eine Wirbelschicht aus aktivierten Kohleteilchen,
die bei einer Temperatur im Bereich von 300 bis 4000C gehalten wird, einführt, wobei mindestens die Hauptmenge
des CIp getrennt in den unteren Teil der Schicht eingeführt
wird und dazu dient, die Schicht aufzuwirbeln, und wobei das Phthalonitril in die Schicht über der Stelle, an
der das CIp eingeführt wird, eingeleitet wird,
(b) man das CIp und das Phthalonitril darin zu dem
gewünschten chlorierten Phthalonitril umsetzt,
(c)als gasförmigen Strom die Reaktionsprodukte, Nebenprodukte und nichtumgesetzte Materialien entfernt,
(d) den gasförmigen Strom mit einer Menge an flüssigem CCl^ behandelt, die ausreicht, um im wesentlichen
das gesamte chlorierte Phthalonitril zu desublimieren, während im wesentlichen das gesamte CCIa verdampft wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des flüssigen CCl^ bei der Desublimatiohsstufe
Umgebungstemperatur entspricht.
9· Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet,
daß man als Phthalonitril Isophthalonitril verwendet und wobei man als Produkt Tetrachlorisophthalonitril erhält.
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10. Verfahren zur Herstellung eines chlorierten Phthalonitrils, dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) gasförmiges CIp und geschmolzenes, atomisiertes
Phthalonitril in eine Wirbelschicht aus aktiverten Kohleteilchen, die bei einer Temperatur im Bereich von 300 bis
4000C gehalten wird, einleitet, wobei mindestens die Hauptmenge
des CIp getrennt in den unteren Teil der Schicht eingeführt
wird und dazu dient, um diese aufzuwirbeln, und wobei das Phthalonitril in die Schicht an einer Stelle eingeführt
wird, die über der Stelle liegt, an der das CIp eingeführt wird,
(b) man das CIp und Phthalonitril darin zu dem gewünschten
chlorierten Phthalonitril reagieren läßt,
(c) den gasförmigen Strom,dßr Reaktionsprodukte,
Nebenprodukte und nichtumgesetzten Materialien enthält,entfernt,
(d) den gasförmigen Strom mit einer Menge an flüssigem
CCl^ behandelt, die ausreicht, um im wesentlichen das
gesamte Phthalonitril zu desublimieren, während im wesentlichen das gesamte CCl^ verdampft wird,
(e) man verfestigtes, feinverteiltes, chloriertes Phthalonitril gewinnt,
(f) als gasförmigen Strom nichtumgesetztes CIp, HCl,
CCl» und geringe Mengen an Phthalonitril und chloriertem
Phthalonitril aus der Desublimationsvorrichtung entfernt,
(g) den gasförmigen Strom mit flüssigem CCl.
wäscht , um das Phthalonitril und chloriertes Phthalonitril zu entfernen,
(h) den entstehenden, gasförmigen Strom, der CCl^, CI2 und HCl enthält, zur Entfernung von CCl^ abkühlt, und
(i) die HCl von dem CIp abtrennt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Cl2 von der Stufe (i) zur Stufe (a) recyclisiert wird.
12«! Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das flüssige CCl^, das man zum Waschen des gasförmigen
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Stroms verwendet, eine Temperatur von 60 bis 7O0C besitzt.
13· Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die. Stufen (d) bis (i), mit Ausnahme der Stufe (e), bei
einem negativen Druck von 5,05 bis 76,2 cm (2 bis 30 inches) Wasser durchgeführt werden.
14. Verfahren zur Herstellung von Tetrachlorisophthalonitril,
dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) gasförmiges CIp und geschmolzenes, atomisiertes
Isophthalonitril bei einer Temperatur von ungefähr 2000C
in eine Wirbelschicht aus aktivierten Kohleteilcheri, die bei
einer Temperatur von ungefähr 3500C gehalten wird, einleitet,
wobei ungefähr 90% des CIp getrennt in den unteren Teil
der Schicht eingeführt werden und dazu dienen, die Schicht aufzuwirbeln, wobei das Isophthalonitril und das restliche
CIp in die Schicht an einer Stelle eingeführt werden, die·über
der Stelle liegt, an der das CIp eingeführt wird,
(b) man das CI2 und das Isophthalonitril darin zu
dem gewünschten Tetrachlorisophthalonitril umsetzt,
(c) einen Gasstrom, der im wesentlichen Tetrachlorisophthalonitril,
HCl, Cl2 und nichtumgesetztes Isophthalonitril enthält, entfernt,
(d) den Gasstrom mit einer Menge an flüssigem CCl^
bei ungefähr Zimmertemperatur behandelt, die ausreicht, um im wesentlichen das gesamte Tetrachlorisophthalonitril zu
desublimieren, während im wesentlichen das gesamte CCl^ verdampft
wird,
(e) man verfestigtes, feinverteiltes Tetrachlorisophthalonitril gewinnt,
(f.) man aus der Desublimationsvorrichtung einen Gasstrom
entfernt, der im wesentlichen HCl, CIp, CCl, und geringe Mengen an Isophthalonitril und Tetrachlorisophthalonitril
enthält, ,
(g) den Gasstrom mit flüssigem CCl^ bei ungefähr
650C wäscht, um den Rest des Isophthalonitrils und Tetrachlorisophthalonitrils
zu entferneu,
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(h) den entstehenden Gasstrom kühlt, um CCl^ zu
kondensieren und zu gewinnen,
(i) das CIp und HCl abtrennt und
(j) das CIp aus der Stufe (i) zur Stufe (a) recyclisiert.
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