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Badenwickelmaschine Die Erfindung betrifft eine Badenwickelmaschine
mit einem schwenkbar gelagerten Trommelsystem, wobei die Trommeln ggf.
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verlorene Köpfe haben können und abwechselnd in Wickelstellung zu
bringen sind.
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Es sind Aufwickelmaschinen bekannt, bei denen der Faden von der aufgewickelten
Spule direkt auf eine Spule umgelenkt wird, die vor dem Umlenkvorgang bereits auf
eine genügend hohe Drehzahl beschleunigt worden ist. Dabei besteht das Trommelsystem
aus auf den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks befindlichen gleichsinnig angetriebenen
Trommeln. Der Faden behält hierbei immer eine gleichbleibende Lage. Wenn eine Trommel
voll bewickelt ist, wird das Trommelsystem um 120° gedreht, so daS die benachbarte
noch leere Trommel nunmehr den in diesem Augenblick noch auf die bewickelte Trommel
auflaufenden Faden berührt. Dabei nimmt die leere Trommel den Faden mit. Das kann
aber nur dann geschehen, wenn gleichzeitig die bewickelte Trommel stark abgebremst
wird, so daPJ sich zwischen diesen beiden Trommeln eine Fadenschlaufe bilden kann,
die in einem genau bestimmten Augenblick durchgetrennt wird. Wenn bei der Fadenübergabe
die Abbremsung der bewickelten Trommel nicht zu einem genau bestimmten Zeitpunkt
erfolgt, ist die Fadenübernahme durch die leere Trommel nicht möglich. Um das zu
erreichen, sind daher komplizierte vorrichtungsmäßige Vorkehrungen erforderlich.
Außerdem sind diese bekannten Maschinen sehr em pfindlich in Bezug auf Drehzahländerungen
und insbesondere für einen robusten Betrieb mit ungschultem Personal wenig geeignet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenwickelmaschine
der einleitend genannten Art zu schaffen, der die vorlrT.Jcihnten Nachteile nicht
anhaften, die vielmehr so ausgebildet
ist, daB sie die Vorteile
der Direktumspulung nutzbar macht, ohne hierbei deren vorrichtungsmä-igen Aufwand
zu betreiben und-deren Störanfälligkeit in Kauf zu nehmen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daS zwei gegensinnig
angetriebene Trommeln vorgesehen sind, zwischen denen der Faden geführt ist.
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Auf diese Weise gelangt man zu einer Fadenwickelmaschine dex eingangs
genannten Art, die die vorerwähnte Erfindungsaufgabe voll erfüllt, insbesondere
ist die Fadenübergabe wegen des gegensinnigen Trommellaufes einfach durchführbar.
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Wach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der
Faden zum Zeitpunkt der Fadenübergabe von der bewickelten auf die leere Trommel
des Trommel systems derart geschwenkt wird, daß der Faden die leere Trommel mindestens
tangiert. Dabei kann das Trommelsystem um etwa 800 schwenkbar sein.
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Es ist auch möglich, jeder Trommel einen Fadenführer zuzuordnen, wodurch
sich die Betriebssicherheit der Fadenwickelmaschine weiter erhöhen läßt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Dabei zeigt Fig. 1 Eine Seitenansicht auf die Fadenwickelmaschine, Fig. 2 eine Stirnansicht
auf Fig. 1 und Fig. 3 eine gleiche Stirnansicht wie nach Fig. 1 mit geschwenktem
Trommelsystem.
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Die in der Zeichnung dargestellte Wickelmaschine besteht aus dem Gehäuse
1 mit Füßen 2, Statt der Füße 2 können auch Rollen am Gehäuse 1 angebracht sein,
damit die Maschine von Hand verschoben werden kann.
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Im Gehäuse 1 sind zwei Wickelmaschinen-3 und 4 zu einem System vereinigt.
Beide Wickelmaschinen 3 und 4, die beide gleich ausgebildet sind, bestehen aus den
Trommeln 5 und 5' mit verlorenen Köpfen 6 und 6', ferner aus den nicht dargestellten
Getrieben, Kardangelenken, Bremsen und Motoren. Im Antrieb sind die Wickelmaschinen
3 und 4 völlig anabhängig.
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Die beiden Wickelmaschinen 3 und 4 sind auf einer ebenfalls nicht
dargestellten Schwenkvorrichtung gelagert, die so geschwenkt werden kann, daß die
Trommeln einmal die Lage 3 und 4 nach Figur 2, das andere Mal die Lage 7 und 8 nach
Figur 3 einnehmen. Der Schwenkwinkel beträgt etwa 80° für die Schwenkung der rechten
Trommel aus der Stellung 4 nach Figur 2 in die Stellung 8 nach Figur 3. Um den gleichen
Winkel wird natürlich auch die linke Trommel von der Stellung 3 in Figur 2 in die
Stellung 7 nach Figur 3 geschwenkt.
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Für beide Maschinen gemeinsam ist ein Fadenführer 9 auf dem Gehäuse
1 oderhalb der beiden Maschinen 3 und 4 angeordnet.
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Sein Antriebsmotor ist mit 10, das Getriebe und die Verlagerung sind
mit 11 und die Bügel mit 12 und 13 bezeichnet.
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Der Fadenführer erzeugt mit den Bügeln 12 und 13 das beabsichtigte
Wickelbild auf der Spule der Wickeltrommel 5 und 5'. Er bewirkt, daß die Spule in
ihrer Länge etwa gleichmäßig stark bewickelt wird.
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Mit 14 ist der Fadenabweiser bezeichnet, dessen Antrieb, ein pneumatischer
oder hydraulischer Zylinder mit 15 und dessen Kolbenstangen mit 16 bezeichnet sind.
An der Kolbenstange
des Fadenabweisers 14 ist eine quergerichtete
Stange 17 befestigt. Der Fadenabweiser 14 legt beim Betätigen des Zylinders 15 den
abwechselnd auf die Trommel 5 oder 5' auflaufenden Faden 18 aus dem Bereich der
jeweiligen Trommel auf den zugehörigen verlorenen Kopf 6 oder 6' wenn die betreffende
Trommel voll bewickelt ist.
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Jede Trommel besitzt einen Fadenablenker 19 und 19', die gleich ausgebildet
sind. Auf der Achse aden Trommel 5 und 5' sitzt eine abnehmbare Stange 20 und 20'mit
einem gekröpften Teil 21 und 21'. Der Fadenlenker ist schwenkbar zwischen zwei Stellungen
22 und 23 bzw. 22' und 23' und axial verschiebbar. Die beiden Endstellungen in axialer
Richtung sind in Figur 1 dargestellt. Der Fadenlenker der Trommel 5 ist in seiner
rechten Endstellung gezeichnet. Dabei liegt der abgekröpfte Teil 21 im Bereich des
verlorenen Kopfes 6.
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Der Fadenlenker der Trommel 5' ist nach links herausgefahren gezeichnet.
Sein gekröpfter Teil 21 liegt außerhalb des Bereiches des verlorenen Kopfes 6'.
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Die Fadenübergabe von einer Trommel-auf die andere Trommel erfolgt
folgendermaßen: Ist z.B. die Trommel 4 nach Figur 2 fast voll bewickelt, wird die
Trommel 3 auf Wickeldrehzahl gebracht. Sie läuft entgegengesetzt zum Drehsinn der
Trommel 4 in Richtung des Uhrzeigers, wie in Figur 3 bei 7 angedeutet. Nunmehr wird
die Schwenkvorrichtung in Bewegung gesetzt, welche die Maschinen schwenkt, so daß
die Trommel 3 in die Stellung 7, die Trommel 4 in die Stellung 8 bewegt wird. Vorher
war der Fadenlenker 19 der Trommel 3 in die Bereitschaftsstellung 23' geschwenkt
worden.
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Wenn nun der Fadenabweiser 14 ausgefahren wird, verschiebt die Querstange
17 den Faden 13' in Richtung auf den verlorenen Kopf 6 der Trommel 4. Wenn der Faden
18 auf den verlorenen Kopf aufgelaufen is-t, wird der Fadenlenker 19 aus der stellung
23t in die Stellung 22' geschwenkt. Er fa;5et den Faden 18 wie in Figur 3 angedeutet
ist und bringt ihr zur Berührung mit der Trommel 7. Die Reibung zwischen dem verlorenen
Kopf 7 und dem Faden bewirkt, da9 der Faden von diesem verlorenen Kopf mitgenommen
und die Verbindung zur Trommel 8 getrennt wird.
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Ist der Faden 18 auf den verlorenen Kopf der Trommel 7 aufgelaufen,
wird der Fadenabweiser 14 eingefahren. Der Faden verschiebt sich auf die pulse der
Trommel 7 und wird mittels des Fadenführers 9 auf einer neuen Spule aufgewickelt.
Wenn die Maschinen keine verlorenen Köpfe besitzen, müssen die Fadenlenker 18 und
19 axial verschieblich angeordnet werden.
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Beim Fadenwechsel sind beide Fadenlenker ausgefahren. Wenn die Trommeln
geschwenkt sind, wird derjenige Fadenlenker eingefahren, der zu der neu zu bewickelnden
Trommel gehört, damit er den Faden fassen und der leeren Trommel übergeben kann.
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Ansprüche