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DE2117030B2 - Verwendung eines Nickel-Chrom-Stahls bestimmter Zusammensetzung als Hochtemperatur-Werkstoff - Google Patents

Verwendung eines Nickel-Chrom-Stahls bestimmter Zusammensetzung als Hochtemperatur-Werkstoff

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Publication number
DE2117030B2
DE2117030B2 DE19712117030 DE2117030A DE2117030B2 DE 2117030 B2 DE2117030 B2 DE 2117030B2 DE 19712117030 DE19712117030 DE 19712117030 DE 2117030 A DE2117030 A DE 2117030A DE 2117030 B2 DE2117030 B2 DE 2117030B2
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DE
Germany
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steels
steel
content
resistance
nickel
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DE19712117030
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DE2117030A1 (de
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Jean Pompey Bellot
Michel Custines Hugo
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ACIERIES DU MANOIR-POMPEY PARIS FR Ste
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ACIERIES DU MANOIR-POMPEY PARIS FR Ste
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Publication date
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Publication of DE2117030B2 publication Critical patent/DE2117030B2/de
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/001Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing N
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/48Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with niobium or tantalum

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Cell Electrode Carriers And Collectors (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

30 C % + Ni % + 0,5 Mn % + 16 N % = Cr % + 0,5 (Nb + 0,5 Ta) % + 3,5 Ti % + 1,5 Si % + Mo % + 11 ± 2
genügt, als Werkstoff für Außenteile von Reformierungs- oder Crackungsöfen, die bei Temperaturen von 800 bis 12000C hochgradig temperaturwechselbeständig und gegen interkristalline Korrosion hochgradig beständig sein müssen für Anwendungen im Temperaturbereich zwischen 600 und 1250" C.
2. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1 mit der Maßgabe, daß die Zusammensetzung des Stahls die Bedingung
30 · C % = (2 Ti % + 6 (Nb + 0,5 Ta) %) ± 20%
erfüllt, für den Zweck nach Anspruch 1.
3. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1 mit der Maßgabe, daß in dem Stahl der gewichtsprozentuale Anteil von (Nb + 0,5 Ta) mindestens dem sechsfachen Kohlenstoffgehalt entspricht, für den
Zweck nach Anspruch 1.
4. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1 mit der Maßgabe, daß der Titangehalt das Doppelte des Kohlenstoffgehalts ist, für den Zweck nach Anspruch 1.
5. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1, bestehend aus
0,10 bis 0,15% C, 25 bis 28% Cr, 33 bis 40% Ni, 03 bis 1,2% Mn, 1,2 bis 1,5% Si, 0,6 bis 1,2% (Nb + 0,5 Ta), 02 bis 0,8% Ti, 0 bis 030% Mo, 0,05 bis 0,15% N, höchstens 0,05% (S + P), weniger als 0,05% Al, weniger als 0,01 % Pb, weniger als 0,01 % Sn, weniger als 0,01% Zn, weniger als 0,10% Cu, Rest Eisen und übliche Verunreinigungen für den Zweck nach Anspruch 1.
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines Nickel-Chrom-Stahls, bestehend aus 0,05 bis 0,20% C, 30 bis 40% Ni, 23 bis 30% Cr, 0,5 bis 13% (Nb + 0,5 Ta), 0,04 bis 0,2% N, 0,6 bis 1,5% Mn, 1,0 bis 1,8% Si, 0 bis 1,00% Ti, 0 bis 0,30% Mo, höchstens J5 0,05% (S + P), Rest Eisen und übliche Verunreinigungen, welcher der Beziehung
30 C% + Ni % + 0,5 Mn% + 16 N% = Cr% + 0,5 (Nb + 0,5 Ta) % + 3,5 Ti% + 1,5 Si% + Mo% + 11 ± 2
genügt, als Werkstoff für Außenteile von Reformierungs- oder Crackungsöfen, die bei Temperaturen von 800 bis 1200° C hochgradig tempera turwechselbeständig und gegen interkristalline Korrosion hochgradig beständig sein müssen, für Anwendungen im Temperaturbereich zwischen 600 und 1250° C.
Damit betrifft die Erfindung spezielle Zusammensetzungen, bei welchen die jeweiligen Verhältnisse der verschiedenen Bestandteile einer Abstimmungsregel folgen, die der Verbesserung wenigstens einiger der nachstehend angeführten Eigenschaften entspricht: Kriechfestigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen gegenüber Sauerstoff, Kohlenstoff, Schwefel oder jedem anderen Ätzmittel, welches mit der Legierung in Berührung kommen kann, insbesondere Widerstandsfähigkeit gegenüber interkristalliner Korrosion, Schweißbarkeit, Alterungsbeständigkeit, insbesondere Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung durch Wärme, gute Warmverformbarkeit, die eine leichte Bearbeitung durch Biegen, Schmieden, usw. ermöglicht; diese Eigenschaften verleihen dieser Legierung eine optimale Widerstandsfähigkeit gegenüber den Verbrennungsgasen, die aufgrund des Luftüberschusses, der zur Verbrennung des zum Erhitzen der öfen verwendeten Brennstoffes nötig ist, zwangsläufig oxydierend sind.
Wenn die jeweiligen Gehalte der verschiedenen Bestandteile den eingangs angegebenen Abstimmungsregeln entsprechen, werden relative, für die austenitische und ferritische Phase geeignete Verhältnisse aufrecht erhalten. Die in dem linken Teil der Beziehung angeführten Bestandteile sind austenitbildende Bestandteile, d.h. Bestandteile, die das Entstehen der gamma-Phase begünstigen, während die Bestandteile des zweiten Teils der Formel ferrit-bildende Bestandteile sind, d.h. Bestandteile, die das Entstehen der alpha-Phase begünstigen. Was das Titan und das Molybdän anbetrifft, können die entsprechenden Gehalte Null sein, wie oben angegeben.
Vorzugsweise erfüllt die Zusammensetzung des Stahls die Bedingung:
30 C % = (2 Ti % + 6 (Nb + 0,5 Ta) %) ± 20%
Die Beachtung dieser Bedingung ermöglicht es, eine maximale Stabilisierung der austenitischen und ferritischen Phase zu erzielen und darüber hinaus die interkristalline Korrosion bei hohen, zwischen 900 und 12500C liegenden Temperaturen weitgehend zu vermeiden.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung liegt bei dem zu verwendenden Stahl der Siliziumgehalt zwischen 1,0 und 1,8 Gew.-%. Wenn dieser Gehalt unter 1,0% liegt, erweist sich die Oxydationsbeständigkeit als unzureichend und wird nur von einem Gehalt von etwa 1,2% an ausgezeichnet; bei einem Siliziumgehalt über 1,8% ist die Schweißbarkeit mangelhaft, und zur Erzielung einer
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einwandfreien Schweißbarkeit wird dieser Gehalt vorzugsweise höchstens 1,5% betragen. Zur Erzielung der besten Oxydationsbeständigkeit ohne Beeinträchtigung der anderen Eigenschaften soll der Chromgehalt am besten zwischen 23 und 30%, vorteilhaft zwischen 25 und 2S% liegen.
Der Titangehalt soll vorzugsweise etwa das Doppelte des Kohlenstoffgehalts betragen, während der Niobgehalt (wenn kein Tantal vorhanden ist) mindestens sechsmal so hoch wie der Kohlenstoffgehalt zur Beibehaltung einer geeigneten Kriechfestigkeit liegen soll, wie dem auch der Kohlenstoffgehalt ;n dem vorgenannten Bereich (0,05 bis 0,20%, vorzugsweise 0,10 bis 0,15% Kohlenstoff) sei.
Wie die vorgenannten Abstimmungsregeln, die den Bedingungen einer maximalen Stabilisierung entsprechen, erkennen lassen, kann das Niob teilweise durch Tantal ersetzt werden, und zwar im Verhältnis von zwi;i Teilen Tantal für einen Teil Niob. Man wird erkennen, daß Tantal im allgemeinen enthalten ist, da das technische, zur Bildung der Nioblegierungen verwendete Niob im allgemeinen einen gewissen Anteil an Tantal als Verunreinigung enthält
Das Molybdän bildet keine schädliche Verunreinigung, sofern sein Gehalt nicht über 0,30% liegt
Erfindungsgemäß wurde ferner gefunden, daß neben dem Phosphor und dem Schwefel, die zusammen auf einen Gesamtgehalt von 0,05% beschränkt sein sollen, gewisse Elemente unter den Verunreinigungen des Eisens einige Eigenschaften der erfindungsgemäß verwendeten Legierung beeinträchtigen. Deshalb sind die Gehalte an eventuellen Verunreinigungen, wie Aluminium, Blei, Zinn, Zink und Kupfer, jeweils auf 0,05%, 0,01%, 0,01%, 0,01% und 0,10% beschränkt Diese Elemente führen zu verminderter Warm- oder KaHverformbarkeit einer Erschwernis des Warmformens oder auch zu verringerter Kriechfestigkeit oder Wärmeermüdungsbeständigkeit.
Die erfindungsgemäß verwendeten Legierungen lassen bei Betrachtung von gegossenen kohlingen durch ein gewöhnliches Mikroskop oder ein Elektronenmikroskop eine austenitische Struktur erkenne, bei der Carbidausfällungen, z. B. Ausfällungen von CarbHen M23C6, in Form von rechtwinkligen Plättchen, z. B. in der Größenordnung von 800 A1 oder in Form von Fischgräten fein verteilt sind, wobei diese Struktur Bereiche aufweist, in welchen um die Ausfällungsteilchen herum eine Mikro-Versetzung stattgefunden hat, welche in Form von langen Streifen erscheint. Diese Beobachtungen lassen weder Ferrit noch M7C3-Carbide erkennen.
Vorzugsweise wird für den angegebenen Zweck ein hochgradig temperaturwechselbeständiger Stahl folgender Zusammensetzung verwendet: 0,10 bis 0,15% C, 25 bis 28% Cr, 33 bis 40% Ni, 0,8 bis 1,2% Mn, 1,2 bis 1,5% Si, 0,6 bis 1,2% (Nb + 0,5 Ta), 0,2 bis 0,8% Ti, 0 bis 0,30% Mo, 0,05 bis 0,15% N, höchstens 0,05% (S+ P), weniger als 0,05% Al, weniger als 0,01% Pb, weniger als 0,01% Sn, weniger als 0,01% Zn, weniger als 0,10% Cu, Rest Eisen.
Im Verhältnis zu den in der DE-OS 20 47 700 beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist der Chromgehalt der erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Legierungen etwas erhöht, und in den spezielleren Legierungen liegt auch etwas Titan vor; im Verhältnis zu den Legierungen, welche den Ausführungsformen der DE-OS 20 47 700 entsprechen, können die erfindungsgemäß verwendeten Legierungen, je nach der
besonderen vorgesehenen Zusammensetzung, eine erhöhte Schweißbarkeit und eine bessere Kriechfestigkeit sowie eine etwas bessere Oxydationsbeständigkeit in einem Temperaturbereich von 1100°C— 11500C besitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend durch die außergewöhnlichen Eigenschaften der erfindungsgemäß verwendeten Legierungen erläuternde Beispiele veranschaulicht:
Beispiel einer für die beanspruchte Verwendung sehr vorteilhaften Zusammensetzung:
C 0,12Gew.-%
Cr 25Gew.-%
Ni 35Gew.-%
Mn 1 Gew.-%
Si l,5Gew.-%
(Nb+0,5 Ta) 0,7 Gew.-%
N 0,08Gew.-%
Ti 0,3Gew.-%
Mo 0,20Gew.-%
S + P 0,05 Gew.-%
Fe und übliche
Verunreinigungen: Restprozentsatz.
Die erfindungsgemäß verwendeten Legierungen, wie z. B. die Legierung des Beispiels, weisen zur Zeit die beste Oxydationsbesiändigkeit im Temperaturbereich von 11000C bis 115O0C dank des verhältnismäßig hohen Gehaltes an Cr und Si auf, wobei dieser hohe Gehalt mit einer guten Schweißbarkeit vereinbar ist.
Die mikrographische Untersuchung zeigt, daß die interkristalline Korrosion wesentlich schwächer als bei den bekannten feuerfesten Legierungen ist, die bei hoher Temperatur gewöhnlich als ausreichend oxydationsbeständig angesehen werden.
Die Schmiedbarkeit, die aU Fähigkeit des Metalls zum Formen durch plastische Verformung im warmen Zustand, ohne daß Fehler auftreten, bestimmt wird, kann in dem Fall der hochtemperaturfesten Stähle sehr von Wert sein beim Walzen oder Schmieden eines Rohblockes zur Herstellung von Drähten und bei der Bearbeitung durch Biegen von stranggepreßten Rohren.
Die erfindungsgemäß verwendeten Stähle weisen die beste Schmiedbarkeit durch Walzen oder Schmieden unter folgenden Bedingungen auf:
— Höchsttemperatur während der Erhitzung 1200° C
— Temperatur am Ende des Schmiedevorganges: >950°C.
Sie weisen die beste Fähigkeit zur Verformung durch Biegen unter folgenden Bedingungen auf:
— Heiztemperatur: 1050bis UOO0C
— Biegen i>ei>950°C, vorzugsweise in dem Temperaturbereich zwischen 1050 und 1100° C.
Die Ergebnisse dieser Versuche haben sich in der Praxis durch das einwandfreie Verhalten von Verbindungen der mit den erfindungsgemäß verwendeten Legierungen hergestellten Werkstücke unter besonders harten Verhätnissen (bis UOO0C bei längerer Zeit unter oxydierender Atmosphäre) bestätigt.
Zwar sind aus der DE-OS 18 17 254 Stähle bekannt, die sich in ihrer Zusammensetzung mit erfindungsgemäß verwendeten Stählen in Grenzbereichen überschneiden, doch haben Versuche gezeigt, daß von den in
dieser Druckschrift speziell genannten Stählen nicht ein einziger im Temperaturbereich zwischen 900 und 1250° C verwendbar ist Dies ist vermutlich auch der Grund dafür, daß Ermüdungsversuche mit diesen bekannten Stählen nur bis zu einer Temperatur von 7600C durchgeführt wurden.
Dieses unterschiedliche Verhalten der jeweiligen Stähle dürfte wohl bedingt sein durch die scheinbar geringen, in Wirklichkeit aber doch einflußreichen Unterschiede: So liegen bei den erfindungsgemäB verwendeten Stählen in der Regel die Chromgehalte
trotz einer geringfügigen Oberschneidung höher als bei den bekannten Siählen, die ferner auch nicht die Abstimmungsregein der erfindungsgemäB verwendeten Stähle erfüllen, wie die Tabelle 1 mit Angaben zu den Stählen A bis H der genannten Druckschrift und zu erfindungsgemäB verwendeten Stählen erkennen läßt Denn selbst wenn man nämlich beispielsweise den bekannten Stahl B mit nahezu 23% Chrom betrachtet, womit dieser Stahl im Bereich der unteren Grenze des Chromgehalts der erfindungsgemäß verwendeten Stähle liegt, erhält man mit
P = 30 C % + Ni % + 0,5 Mn % + 16 N % und Q = Cr% + 0,5 (Nb + 0,5 Ta) % + 3,5 Ti % + 1,5 Si % + Mo %
für diesen bekannten Stahl einen Wert für (P-Q) von 3,1 statt, wie erfindungsgemäB erforderlich, einen Wert zwischen 9 und 13 (11 ± 2).
Ähnliche Werte ergeben sich für düe übrigen bekannten Stähle, wie der Tabelle ! zu entnehmen. Damit sind aber alle diese bekannten Stähle A bis H ferritische Stähle, allenfalls mit austenitischen Anteilen, keinesfalls jedoch rein austenitische Stähle.
Aus »Der Praktiker« 12/1972, Seite 240/242, ist zwar aus dem hier dargestellten und erläuterten Schaeffler-Diagramm bekannt, wie austenit- und ferritbildende Bestandteile aufeinander abzustimmen sind, dieser Druckschrift ist jedoch, selbst in Kombination mit der erstgenannten Druckschrift, keine Anregung zu einer Auswahl eines sehr speziellen Bereichs aus dem großen austenitischen Bereich zur Herstellung sehr spezieller Bauteile zu entnehmen. Der Fachmann weiß nämlich, daß die Mulitplikatoren des Diagramms keineswegs schematisch übernommen werden dürfen. Es bedarf vielmehr für jeden einzelnen Stahl einer sorgfältigen Anpassung dieser Faktoren, die die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Legierungskomponenten berücksichtigt. Die erfinderische Leistung besteht daher darin, für die beanspruchte Verwendung Stähle unter spezifischer Auswahl eines schmalen Bereichs aus dem austenitischen Feld und unter Anwendung speziell modifizierter Schaeffler-Faktoren auf die Stähle gerade dieses ausgewählten austenitischen Bereichs gefunden zuhaben.
Daß die Eigenschaften, die die erfindungsgemäß verwendeten Stähle für ihren speziellen Verwendungszweck einsetzbar werden lassen, aufgrund der bekannten Stähle nicht zu erwarten und nicht abzuleiten waren, zeigt die weitere Tabelle H. In dieser Tabelle sind neben den Zusammensetzungen der miteinander verglichenen Stähle die Warmkriechfestigkeit, die Beständigkeit gegen thermische Ermüdung und die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion dargestellt Dabei ist insbesondere der Stahl B nach dem Stand der Technik herangezogen worden, da dessen Chromgehalt dicht an der unteren Grenze des Chromgehaltes der erfindungsgemäB verwendeten Stähle liegt. Die erfindungsgemäß verwendeten Stähle zeigen eine etwa doppelt so große
J5 Kriechfestigkeit und thermische Ermüdungsbeständigkeit.
Tabelle I 0,05-0,20 0-1,00 Stahl P- DE-OS 0,019 18 17 254 0,13 C 0,07 D 0,17 E 0,15 F 0,14 G 0,11 Ii 0,11
(nachgebrachte Beispiele) 23-30 0-0,30 Q- A 21,2 B 22,9 19,0 22,3 16,2 16,0 19,3 19,3
erfindungsgemäß 30-40 0,04-0,2 0,05-0,20(0,08-0,14) (P-QH 31,3 36,8 29,2 31,2 35,3 35,0 33,7 33,2
verwendeter Stahl 0,6-1,5 0,05 15-25(18-22) 1,0 0,97 0,61 0,97 0,81 0,68 0,64 1,00
C 1,0-1,8 QX13 25-40 (30-34) 0,61 0,64 0,70 0,41 1,29 1,44 1,22 0,72
Cr (Nb+V2Ta) 0,5-1,3 <2,0% 1,11 1,50 0,75 0,90 1,0 1,14 0,76 0,74
Ni Ti 0,3-1,5
Mn Mo 0,60-1,5
Si N <0,15 <0,15 <0,15 <0,15 <0,15 <0,15 <0,15 <0,15
S + P
9<(P- <0,15 ■ 17,22 23,27 17,31 21,00 22,96 22,38 20,79 20,90
SS0,05 PS0,04 ■ 22,66 24,61 20,42 23,36 18,59 18,73 21,51 20,77
► -5,44 -1,34 -3,11 -2,36 +4,37 3,65 -0,72 0,13
P = 30 · (%C) + Ni + 0,5 · (%Mn) + 16 ■ (%N)
O ■-= %Cr + 0,5 · (%Nb + 0,5 · (%Ta)) + 3.5 · (%Ti) + 1.5 · (%Si) + %Mo
Tabelle U
erfindungsgemäß verwendete Stähle A 0,19 B 0,105 C 0,17 Stähle gemäß 0,13 - DE-OS 18 0,17 17 254 0,14 H 0,11
28,7 23,5 25,7 B 22,9 - D 22,3 F 16,0 19,3
C 36,80 32,2 31,2 36,8 <0,15 31,2 35,0 33,2
Cr 0,95 1,01 1,12 0,97 P<0,04 0,97 0,68 1,00
Ni 1,35 1,10 1,24 0,64 S < 0,04 0,41 1,44 0,72
Mn 0,88 0,53 1,00 1,50 -1,34 0,90 1,14 0,74
Si 0,75 0,25 0,15 - - -
(Nb+ViTa) 0 O 0 - - -
Ti 0,05 0,13 0,10 <0,15 <0,15 <0,15
Mo <0,05 <0,05 <0,05 P<0,04 P < 0,04 P<0,04
N S < 0,04 S < 0,04 S < 0,04
S + P -2,36 3,65 0,13
Tabelle U (Fortsetzung)
(P-O)
erfindungsgemäU verwendete Stähle
A B
Kriechfestigkeit bei 750 C unter einer Beanspruchung von 744 kp/cm2 588 kp/cm2
Thermische Ermüdungsbeständigkeit1) Zahl der Zyklen bis zum Beginn des Auftretens eines Risses Fortschreiten des Risses
Beständigkeit gegenüber interkristalliner Korrosion2)
2250 4660
590
0,7 nach 0,7 nach
2740 Zyklen 3050 Zyklen
keine interkristalline Korrosion Bruch vollständig transgranular
2540 5130
560
0,7 nach 3000 Zyklen
Anmerkungen:
') Z'irPrüfungderlhermischenErmüdungsbeständigkeit wurden Proben dreieckigen Querschnitts erhitzt und rasch gekühlt; gemessen wurde die Zahl der Zyklen, die zum Auftreten eines Risses führten, und die Geschwindigkeit der Fortpflanzung des Risses.
2) Die interkristalline Korrosion wurde durch mikroskopische Betrachtung der Bruchzone der unter den obigen Bedingungen der Kriechfestigkeit gebrochenen Proben ermittelt. Ein vollständig transgranularer Bruch entspricht nicht feststellbarem Fehlen von interkristalliner Korrosion. Ein teilweise intergranularer, teilweise transgranularer Bruch bedeutet, daß bestimmte Teile der Bruchzone intergranular entsprechend der Gestalt der Körner gebrochen sind, während andere Teile trans granular gebrochen sind (durch die Körner hindurch); eine solche Bruchart entspricht dem Vorliegen einer interkristallinen Korrosion.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verwendung eines Nickel-Chrom-Stahls, bestehend aus
0,05 bis 0,20% C, 30 bis 40% Ni, 23 bis 30% Cr, 0,5 bis 1,3% (Nb+0,5 Ta), 0,04 bis 0,2% N, 0,6 bis 14% Mn, 1,0 bis 1,8% Si, 0 bis 1,00% Ti, 0 bis 030% Mo, höchstens 0,05% (S+P), Rest Eisen und übliche Verunreinigungen, welcher der Beziehung
DE19712117030 1971-01-29 1971-04-07 Verwendung eines Nickel-Chrom-Stahls bestimmter Zusammensetzung als Hochtemperatur-Werkstoff Withdrawn DE2117030B2 (de)

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