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DE2164050B2 - Galvanisches Bad üblicher Zusammensetzung zum gemeinsamen Abscheiden von Metall und einem dauerschmierenden Feststoffschmiermittel - Google Patents

Galvanisches Bad üblicher Zusammensetzung zum gemeinsamen Abscheiden von Metall und einem dauerschmierenden Feststoffschmiermittel

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DE2164050B2
DE2164050B2 DE19712164050 DE2164050A DE2164050B2 DE 2164050 B2 DE2164050 B2 DE 2164050B2 DE 19712164050 DE19712164050 DE 19712164050 DE 2164050 A DE2164050 A DE 2164050A DE 2164050 B2 DE2164050 B2 DE 2164050B2
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DE
Germany
Prior art keywords
bath
graphite
graphite fluoride
fluoride
metal
Prior art date
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Application number
DE19712164050
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English (en)
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DE2164050C3 (de
DE2164050A1 (de
Inventor
Shigehiko Hirakata Osaka Kurosaki
Yoichiro Nara Nara Okamoto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Carbon Co Ltd
C Uyemura and Co Ltd
Original Assignee
Nippon Carbon Co Ltd
C Uyemura and Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Carbon Co Ltd, C Uyemura and Co Ltd filed Critical Nippon Carbon Co Ltd
Priority to DE19712164050 priority Critical patent/DE2164050C3/de
Publication of DE2164050A1 publication Critical patent/DE2164050A1/de
Publication of DE2164050B2 publication Critical patent/DE2164050B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2164050C3 publication Critical patent/DE2164050C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D15/00Electrolytic or electrophoretic production of coatings containing embedded materials, e.g. particles, whiskers, wires
    • C25D15/02Combined electrolytic and electrophoretic processes with charged materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description

(Kontaktwinkel von 145°) benetzt wird und wasser- und ölabstoßend ist und bei erhöhter Temperatur Schmierfähigkeit aufweist Darüber hinaus ist Graphitfiuorid sowohl in sauren als auch in basischen galvanischen Bädern ohne Beeinträchtigung seiner Eigenschaften als Feststoffschmiermittel stabil.
Graphitfluorid zeichnet sich weiter dadurch aus, daß die Verbindung ihre Schmierfähigkeit bei erhöhten Temperaturen in der Größenordnung von 5000C beibehält, bei der andere Feststoffschmiermittel ihr Schmiervermögen und ihre Stabilität gegenüber Reibungswärme und Umgebungsbedingungen bei Grenzreibung verlieren. Es wurde gefunden, daß die Adhäsion der Verbindungen um so niedriger ist, je größer der Volumprozentsatz der Verbindung in Metallüberzug ist. Daher wird es bevorzugt, die Menge an gemeinsam abzuschneidendem Graphitfluorid im Metallüberzug auf einen Volumenanteil bis zu höchstens 80 0Zo zu begrenzen.
Wenn ein mittels des erfindungsgemäßen Bades abgeschiedener Metallüberzug eine hohe mechanische Festigkeit besitzen muß, z. B. auf einem Kolbcnering oder Lager, ist die gemeinsame Abscheidung von Graphitfluorid bevorzugt auf einen Wert von höchstens 10 0O begrenzt.
Die bei dem erfindungsgemäßen Bad hinzuzufügenden Graphitfluoridteilchen liegen vorzugsweise in feinzerteilter Pulverform vor, so daß die Teilchen zu dem abgeschiedenen Metallüberzug eine gute Adhäsion haben. Der Durchmesser solcher Teilchen ist für gewöhnlich kleiner als 10 μΐη, und es wird bevorzugt, daß das Pulver etwa 8O°/o feiner Teilchen mit einem Durchmesser kleiner als 0,5 μΐη enthält. Die Menge an Graphitfluorid beträgt insbesondere weniger als 50 g/l, wobei die bevorzugte Konzentration in einem Bereich von 0,1 bis 10 g/l liegt.
Als grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindungen werden bevorzugt perfluorierte, quartäre Ammoniumverbindungen, perfluorierte Polyoxyäthylenverbindungen oder perfluorierte Betainverbindungen verwendet. Wenn jedoch nichtionische, grenzflächenaktive Mittel mit C-F-Bindung verwendet werden, werden die Graphitfluoridteilchen nur dann positiv elektrisch aufgeladen, wenn das verwendete galvanische Bad ein saures Bad ist.
Anionische, grenzflächenaktive Stoffe mit C-F-Bindung in den Molekülen oder amphotere, grenzflächenaktive Stoffe, die bei dem pH-Wert des verwendeten Bades anionische Eigenschaften zeigen, bewirken eine negative elektrische Aufladung der Graphitfluoridteilchen, so daß die gemeinsame Abscheidung der Teilchen mit dem Metall verhindert wird. Daher können diese beiden Arten von grenzflächenaktivem Mittel in dem erfindungsgemäßen galvanischen Bad nicht eingesetzt werden.
Die Menge der dem Grundbad für die gemeinsame Abscheidung zuzugebenden grenzflächenaktiven Fluorkohlenstoffverbindung liegt bevorzugt innerhalb eines Bereiches von 5 mg/1 bis 5 g/I, bezogen auf die Badzusammensetzung, wobei der Bereich von 10 bis 500 mg/1 besonders bevorzugt ist.
Das erfindungsgemäße Bad ist für alle Metalle verwendbar. Solche Metalle sind beispielsweise Kupfer, Nickel, Chrom, Zink, Cadmium, Zinn, Eisen, Blei, Edelmetalle und Legierungen hiervon.
Die in den Beispielen 1, 2, 6 und 7 verwendeten, glanzbildenden Zusätze werden den galvanischen Bädern so zugegeben, daß die Oberflächen der abgeschiedenen Überzüge nicht nur geglättet (poliert) werden können, sondern auch die Härte der Überzüge zur ausreichenden Steigerung ihrer Abriebfestigkeitseigenschaften erhöht wird.
Beispiel 1
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μΐη) 5 g/l Wasserlösliche, kationische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfjuorierte quartäre Ammoniumverbindung) 20 ppm
NiSo4-6R,O 280 g/l
NiCl2- 6 UJD 45 g/l
H3BO3 ...". 40 g/l
Handelsüblicher Glanzbildner 1 20 ccm/1
Handelsüblicher Glanzbildner 2 .... 2 ccm/1
Der pH-Wert des Bades wurde unter Verwendung von Schwefelsäure auf 4,2 eingestellt. Ein Stahlprobestück (30 mm Außendurchmesser, 16 mm Innendurchmesser und 8 mm Stärke) für eine Nishihara-Abnutzungsprüfmaschine wurde unter folgenden Bedingungen vernickelt: Badtemperatur 50° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, bis ein Überzug mit Graphitfluorid in einer Stärke bis zu 50 μΐη abgeschieden war. Für Vergleichszwecke wurde ein Kontrollprobestück desselben Materials unter Verwendung des gleichen Bades, jedoch ohne Graphitfluoridpulver und grenzflächenaktivem Mittel unter sonst gleichen Bedingungen vernickelt. Abnutzungsuntersuchungen wurden an diesen Teststücken durchgeführt. Die Ergebnisse waren wie folgt:
Abnutzungsvorgang Rollen einschließlich
29,73 °/o Gleiten
Belastung 30 kg
Rollrate 613 Upm
Umgebung trockene Abnutzung
in der Atmosphäre
Gegenkörper vergüteter Werkzeugkohlenstoffstahl SK 5
Untersuchungsergebnisse Tabelle I
Probestück für die Messung
Probestück
mit
eingelagertem Graphitfluorid
Anzahl der für eine Abnutzung
bis zu 50 mg erforderlichen
Rollbewegungen
15 000
Kontrolle
3000
Aus dieser Tabelle I ist ersichtlich, daß die Abnutzungsfestigkeit des mit Hilfe eines erfindungsgemäßen galvanischen Bades abgeschiedenen Metallüberzuges wesentlich größer ist als die des kein Graphitfluorid enthaltenden Metallüberzuges.
Beispiel 2
Es wurde ein galvanisches Bau folgender Zusammensetzung hergestellt:
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μΐη) 5 g/l Wasserlösliche, kationische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte quartäre Ammoniumverbindung) 20 ppm
NiSO4-OII2O 280g/l
NiCL,-6H,Ö 45 g/l
H3BO3...'. 40 g/l
Glanzbildner 1 20 ccm/1
Glanzbildner 2 2 ccm/1
Der pH-Wert des Bades wurde unter Verwendung von H2SO4 auf 4,2 eingestellt. Acht Probestücke aus SUJ-2-Stahl in Ringform (40 mm Außendurchmesser und 8 mm Stärke) für eine Reibungsuntersuchungsmaschine vom Rollentyp wurden mit Schraubenrührung unter folgenden Bedingungen vernickelt: Badtemperatur von 50° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, bis Nickelüberzüge mit Graphitfluorid von 50 μπι abgeschieden waren. Für Vergleichszwecke wurde die entsprechende Zahl von Kontrollprüfteilen unter Verwendung desselben Nickelbades, jedoch ohne Graphitfluorid und Fluorkohlenstoffverbindung, vernickelt.
Alle so behandelten Teststücke wurden Vergleichsversuchen auf ihre Reibungskoeffizienten in Additiv-Turbinenöl Nr. 1 (JISK 2213) unter einer Belastung von 60 kg/mm2 unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle II aufgeführt.
Tabelle II
Probestück für die Messung Probestück
mit
eingelagertem
Graphit
fluorid
Kontrolle
Durchschnittsreibungs
koeffizient
0,0340 0,0530
Aus Tabelle II ist ersichtlich, daß der Durchschnittskoeffizient der Nickelüberzüge mit gemeinsam abgeschiedenem Graphitfluorid kleiner ist als derjenige der Kontrollnickelüberzüge, die kein Graphitfluorid enthalten.
Beispiel 3
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
Auf Messinglagermaterial wurde ein Überzug aus einer Kupfer-Bleilegierung, in welchem Graphitfluorid eingelagert war, mit Schraubenrührung unter folgenden Bedingungen in einer Stärke bis zu 50 μπι abgeschieden: Reines Kupfer als Anode, Badtemperatur von 60° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min. Es wurde gefunden, daß die Verdrehungskraft des so behandelten Lagermaterials um 32°/o geringer war, als diejenige eines Kontrollteiles, das ίο in demselben Bad, jedoch ohne Graphitfluorid und grenzflächenaktiver Fluorkohlenstoffverbindung behandelt worden war.
Beispiel 4
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μΐη) 10 g/l
2O Wasserlösliche, kationische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte quartäre Ammoniumverbindung) 20 ppm
Bleiborfluorid 243 g/l
Fluoborsäure 23,3 g/l
Borsäure 23,3 g/l
Gelatine 0,2 g/l
30 Der pH-Wert des Bades wurde unter Verwendung von Fluoborsäure auf 1,5 eingestellt. Auf Messinglagermaterial wurde ein Bleiüberzug, in welchem Graphitfluorid eingelagert war, mit Luftrührung unter
folgenden Bedingungen bis zu einer Überzugsstärke von 50 μηι abgeschieden: Blei als Anode, Badtemperatur von 30° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 20 min. Ein aus demselben Material hergestelltes Kontro'ilagermaterial wurde in demselben Bad, jedoch ohne Graphitfluorid und Fluorkohlenstoffverbindung, behandelt. Die zwei Lagermaterialien wurden Abriebuntersuchungen unterworfen, in denen die zur Abnutzung des Materials bis auf einen vorbestimmten Wert erforderliche Zeitspanne bestimmt wurde. Hierbei wurde gefunden, daß die zur Abnutzung des mit Hilfe des erfindungsgemäßen Bades hergestellten Überzuges erforderliche Zeitspanne etwa 4,5mal so lang war wie bei dem Kontroll versuch.
_0 Beispiel 5
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
55
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μΐη) 10 g/I
Wasserlösliche, kationische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte quartäre Ammoniumverbindung) 20 ppm
Natriumcyanid 147 g/l
Kupfercyanid 150 g/l
Natriumhydroxid 40 g/I
Kaliumnatriumtartrat 211 g/I
Bleiacetat 75 g/l
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μπι) 10 g/l
Wasserlösliche, kationische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte quartäre Ammoniumverbindung) 20 ppm
Silbercyanid 38 g/l
Kaliumcyanid 50 g/l
Kaliumhydroxid , 125 g/l
Kaliumcarbonat 44 g/l
Als Messinglagermaterial wurde mit Schraubenrührung unter folgenden Bedingungen versilbert:
Anode aus reinem Silber, Badtemperatur von 35° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 16 min, um einen Silberüberzug, in welchem Graphitfluorid eingelagert war, bis zu einer Stärke von 50 μΐη abzuscheiden. Bei der Anwendung unter Bedingungen einer leichten Belastung war die Abnutzung des Silberüberzuges mit eingelagertem Graphitfluorid Vs geringer als diejenige des Kontrollteiles, das in demselben Bad, jedoch ohne Graphitfluorid und Fluorkohlenstoffverbindung, versilbert worden war.
Beispiel 6
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
Beispiel 7
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 μΐη) 5 g/l
Wasserlösliche, nichtionische grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte Polyoxyäthylenverbindung — Produkt FC-170 der Minnesota Mining & Ma-
nufactoring Co., USA) 30 ppm
NiSO4-OH2O 280 g/l
NiCl2-OH2O 45g/l
H3BO3 40 g/l
Glanzbildner 1 20 ccm/1
Glanzbildner 2 2 ccm/1
Der pH-Wert des Bades wurde unter Verwendung von H2SO4 auf 4,2 eingestellt. Das bei diesem Beispiel verwendete Probeteil war ein mit dem in Beispiel 1 verwendeten Stahlstück identisches Teil, und die Vernickelung wurde mit Inbewegunghalten durch Flüssigkeitsrückführung unter folgenden Bedingungen durchgeführt: Badtemperatur von 50° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, um eisen Nickelüberzug mit eingelagertem Graphitfluorid bis zu 50 μπι Stärke zu erzeugen. Ein aus derselben Materialsorte gebildetes Kontrollstück wurde in demselben Bad, jedoch ohne Graphitfluorid und Fluorkohlenstoffverbindung behandelt. Die zwei Testteile wurden Untersuchungen der Abnutzungsfestigkeit unterzogen. Hierbei wurde festgestellt, daß das mit Hilfe des erfmdungsgemäßen Bades hergestellte Probeteil eine dreimal so hohe Abnutzungsfestigkeit wie das Kontrollteil besaß.
Es wurde ein galvanisches Bad folgender Zusammensetzung hergestellt:
Feines Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 0,5 μΐη) 10 g/l
Wasserlösliche, amphotere grenzflächenaktive Fluorkohlenstoffverbindung (perfluorierte Betainverbindung—Produkt FC-172 der Minnesota Mining & Manufacturing Co.,
USA) 0,1 g/l
NiSO4-OH2O 280 g/l
NiCl2-OH2O 45 g/l
H1BO3 40 g/l
Glanzbildner 1 20 ccm/1
Glanzbildner 2 2 ccm/1
Der pH-Wert des Bades wurde unter Verwendung von H2SO4 auf 4,2 eingestellt. Das bei diesem Beispiel verwendete Testteil war ein mit dem in Beispiel 1 verwendeten Teil identisches Stahlstück. Die Vernickelung wurde mit Flüssigkeitsrührung unter folgenden Bedingungen durchgeführt: Badtemperatur von 50° C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, um einen Graphitfluorid enthaltenden Nickelüberzug bis zu einer Stärke von 50 μπι abzuscheiden. Ein aus demselben Materialtyp hergestelltes Kontrollprobeteil wurde in demselben Bad, wie in Beispiel 7, jedoch ohne Graphitfluorid und Fluorkohlenstoffverbindung, behandelt. Die zwei Probestücke wurden einem Abnutzungstest, wie im Beispiel 1 beschrieben, unterzogen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist in der Tabelle III aufgeführt.
Tabelle III
Probestück für die Messung Probestück
mit
eingelagertem
Graphit
fluorid
Kontrolle
Anzahl der für eine Ab
nutzung bis zu 50 mg er
forderlichen Rollenbewe
gungen
17 500 3000
Aus Tabelle III ergibt sich deutlich, daß der Nickelüberzug mit eingelagertem Graphitfluorid eine höhere Abnutzungsfestigkeit als das KontroHtefl besitzt*

Claims (8)

1 2 stellendes Material für eine gemeinsame Abscheidung Patentansprüche: darstellt. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines
1. Galvanisches Bad üblicher Zusammen- neuen galvanischen Bades üblicher Zusammensetsetzung zum gemeinsamen Abscheiden von Metall 5 zung, durch welches ein gemeinsames Abscheiden und einem dauerschmierenden Feststoffschmier- von Metall und Graphitfluorid als da jerschmierenmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es dem Feststoffschmiermittel möglich ist
ein anorganisches Polymerisat von Graphitfluorid Das Bad zeichnet sich dadurch aus, daß es ein
und ein kationisches, nichtionisches oder ampho- anorganisches Polymerisat von Graphitfluorid und
teres, bei dem pH-Wert des besonderen, ange- io ein kationisches, nichtionisches oder amphoteres,
wandten galvanischen Bades kationische Eigen- bei dem pH-Wert des besonderen, angewandten
schäften aufweisendes, wasserlösliches, grenz- galvanischen Bades kationische Eigenschaften auf-
flächenaktives Mittel, welches Fluor-Kohlenstoff- weisendes, wasserlösliches, grenzflächenaktives Mittel,
bindungen im Molekül besitzt, enthält. welches Fluor-Kohlenstoffbindungen im Molekül be-
2. Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- 15 sitzt, enthält.
net, daß es ein Graphitfluoridpulver mit einem Beim Dispergieren von feinem Pulver eines solchen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von we- anorganischen Polymerisats von Graphitfluorid, woniger als 10 μπι enthält. bei dieses Material im folgenden einfach als Graphit-
3. Bad nach einem der Ansprüche 1 oder 2, fluorid bezeichnet wird, in einem konventionellen dadurch gekennzeichnet, daß es weniger als 50 g 20 galvanischen Bad — wobei dieses Bad im folgenden Graphitfluoridpulver pro 1 enthält. als Grundbad bezeichnet wird — mit einem solchen
4. Bad nach einem der vorhergehenden An- grenzflächenaktiven Mittel wird das Graphitfluorid, Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es weniger welches hochwasserabstoßende Eigenschaften besitzt, als 5 g grenzflächenaktives Mittel pro 1 enthält. vollständig benetzt und unter Stabilisierung disper-
5. Bad nach einem der vorhergehenden An- 25 giert, wobei sich die feinen Teilchen des Graphitsprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es als fluorids elektrisch aufladen können,
kationisches, grenzflächenaktives Mittel eine per- Es wurde experimentell festgestellt, daß die elekfluorierte quartäre Arnmoniumverbindung ent- trisch positiv aufgeladenen feinen Teilchen von hält. Graphitfluorid elektrophoretisch gleichförmig und
6. Bad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da- 30 gleichzeitig mit dem Metallüberzug auf dem Werkdurch gekennzeichnet, daß es als nichtionisches, stück abgeschieden werden. Die Abscheidung erfolgt grenzflächenaktives Mittel eine perfluorierte unter mechanischer Rührung.
Polyoxyäthyienverbindung enthält. Der auf diese Weise erhaltene Überzug weist aus-
7. Bad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da- gezeichnete elektrische Eigenschaften und darüber durch gekennzeichnet, daß es als amphoteres, 35 hinaus keine Sprödigkeit auf, selbst wenn das Bad grenzflächenaktives Mittel eine perfluorierte Graphitfluorid in niedriger Konzentration enthält. Betainverbindung enthält. Der Überzug kann eine große Menge von Graphit-
8. Bad nach einem der vorhergehenden An- fluorid enthalten.
Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es zusatz- Da diese selbstschmierenden Metallüberzüge auslich an sich bekannte Eiinebnungsmittel und/oder 40 gezeichnete Gleiteigenschaft mit geringer Reibung Glanzbildner enthält. zeigen, können sie bei den Innenwandungen von
Zylindern, den Innenwandungen von Maschinen, bei Kolbenringen, Kolbenstangen, Lagern und gleitenden
Teilen von anderen Maschinen angewandt werden,
45 wobei sie während ihrer Lebensdauer hinsichtlich ihrer Funktionen betriebssicher sind.
Das in dem erfindungsgemäßen Bad verwendete
Die Erfindung betrifft ein galvanisches Bad Graphitfluorid kann hergestellt werden, indem Kohliblicher Zusammensetzung zum gemeinsamen Ab- lenstoff oder Graphit mit Fluor oder einer Fluorverlcheiden von Metall und einem dauerschmierenden 50 bindung bei einer Temperatur unter 550° C reagieren Feststoffschmiermittel. gelassen wird. Es stellt ein Pulver eines anorgani-
Es ist bekannt, feines Molybdändisulfidpulver sehen Polymerisates eines Fluorids mit einer Struktur gemeinsam mit Metall abzuscheiden, um selbst- dar, in welcher Fluor zwischen Kohlenstoffschichten tchmierende Metallüberzüge zu erhalten, siehe z. B. oder eine Gitterstruktur bildenden Schichten einge- »Co-Deposited Nickel Molybdenum Disulfide Metal 55 führt wird, wobei die Fluoratome zwischen sich auf-Finishing« von C. E. Vest & D. F. Baggarre, weisenden Schichten durch kovalente Bedingucgen Nov. 1967, insbesondere S. 52 bis 58. Molybdändi- mit dem Valenzelektron eines freien, besonderen sulfid wurde als Feststoffschmiermittel verwendet, da Atoms der Kohlenstoffatome aneinander gebunden Molybdändisulfid eine Schichtstruktur aufweist, bei sind und durch die Molekülformel (CF)n dargestellt welcher jedes der Molybdänatome zwischen Schwefel- 60 werden können. In dem oben beschriebenen Graphitatomen gelagert ist, wobei die Molybdänatome zwi- fluorid beträgt das Mol-Verhältnis von Fluor zu Kohschen den Oberflächen der Schwefelatome gleiten lenstoff daher 1:1, und es stellt für gewöhnlich einen und das Molybdän eine niedrige Scherfestigkeit be- weißen oder grauen Feststoff dar, der ein spezifisches sitzt. Es ist jedoch bekannt, daß Molybdändisulfid Gewicht von 2,45 hat.
eine hydrophile Verbindung ist und hinsichtlich seiner 65 Darüber hinaus zeichnet sich das Graphitfluorid Eigenschaften der chemischen Beständigkeit und der dadurch aus, daß die Verbindung einen hohen elek-Schmiereigenschaften bei erhöhten Temperaturen trischen Isolationswert zeigt, durch Chemikalien Mangel aufweist, so daß Molybdän kein zufrieden- nicht angegriffen wird, nicht von Wasser und öl
DE19712164050 1971-12-23 1971-12-23 Galvanisches Bad üblicher Zusammensetzung zum gemeinsamen Abscheiden von Metall und einem dauerschmierenden Feststoffschmiermittel Expired DE2164050C3 (de)

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DE4404817C1 (de) * 1994-02-16 1995-07-27 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung einer gehärteten Bleibatterieelektrode

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