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Verfahren zur HerStellung eines gemeinsam abgeschiedeines, dauerschmierendes
FeststFffschmiermittel enthaltenden Metallfilmes Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung eines gemeinsam abgeschiedenes, dauerschmierendes Feststoffschmiermittel
enthaltenden
Netallüberzuges oder -filmes sowie neue und verbesserte metallplattierte Gegenstände,
welche gemeinsam abgeschiedene Vberz ü:ge oder Filme anorganischer Polgmerisate
in Form von dauerschmierenden Feststoffschmierstoffen aufweisen.
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Es wurden eine ganze Anzahl von Arbeitsweisen zur Herstellung von
plattierten Gegenständen vorgeschlagen, welche Ueberzüge von gemeinsam abgeschiedenen
anorganischen Polymerisaten oder Filme von dauerschmierendem Feststoffschmiermittel
aufweisen.
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Beispielsweise sind in den japanischen Patentschriften 419 801 und
521 020 Arbeitsweisen zur Herstellung solcher plattierten Gegenstände beschrieben,
bei welchen ein Me-i;allsubstrat in einem Metallplattierungsbad - unter Zugabe eines
unlöslichen, anorganischen Salzes in feiner Pulverform in dem Plattierungsbad eingesetzt
wird, so daß der abgeschiedene Metallüberzug oder -film gleichförmig die feinen
Teilchen des anorganischen Salzes in sich einbaut.
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Jedoch wird jede dieser in diesenäapanischen Patentschriften beschriebenen
Arbeitsweisen durch Zugabe eines feinen Pulvers eines Salzes von Aluminium, Magnesium
oder Strontium oder eines Oxides eines beliebigen dieser Materialien zu einem sauren
Nickelplattierungsbad durchgeführt. Obwohl in beiden japanischen Patentschriften
angegeben wird, daß durch Zugabe solcher Salze oder Oxide auf den Substratoberflächen
Nickelüberzüge oder -filme mit feinem, pulverartigem Material gleichförmig hierin
dispergiert gebildet werden können, bezieht sich dieser bekannte Stand der Technik
ausschließlich auf dekorative, satinähnliche Uberzüge oder Filme oder auf Zwischenüberzüge
für korrosionsfeste Chromplattierungen, sie bezieht sich jedoch nicht direkt auf
gemeinsam abgeschiedene Metallüberzüge
oder Filme mit dauerschmierenden
Feststoffschmierstoffen, wie dies Aufgabe der Erfindung ist. In neuerer Zeit wurde
vorgeschlagen, feines Pulver von Molybdändisulfid auf den mit Metall plattierten
Substratoberflächen gemeinsam abzuscheiden, uln schmierende, plattierte Gegenstände
zu erhalten, siehe z. B. "Co-Deposited Nickel Molybdenum Disulfide Metal Finishing"
von C. E. Vest & D. F. Baggarre, November 196?, insbesondere Seiten 52 - 58.
Molybdändisulfid wurde als Beststoff sclimiermittel verwendet, da MoLybdändisulfid
eine &hichtstruktur aufweist, bei welcher jedes der Molybdänatome zwischen Schwefelatomen
zwischengelagert ist, wobei die Molybdänatome zwischen den Oberflächen der Schwefelatome
gleiten und das Molybdän eine niedrige Scherfestigkeit besitzt. Es ist jedoch bekannt,
daß Molybdändisulfid eine hydrophile Verbindung ist und hinsichtlich seiner Eigenschaften
der chemischen Beständigkeit und der Schmiereigenschaften bei erhöhten Temperaturen
Mängel aufweist, so daß Molybdän kein zufriedenstellendes Material für eine gemeinsame
Abscheidung darstellt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, diese oben geschilderten Mängel zu beseitigen.
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Es wuiS nun gefunden, daß - obwohl Graphitfluorid sowohl in Wasser
als auch in Öl schwierig zu dispergieren ist - diese Verbindung ausgezeichnete Eigenschaften
als Feststoffschmiermittel bzw. Trockenschmiermittel besitzt. Aufgrund dieser Feststellungen
wurden umfangreiche Untersuchungen unternommen, um die Ausnutzung der Eigenschaften
der Verbindung als Feststoff schmiermittel auf dem Gebiet der Plattierung durch
gemeinsame Abscheidung zu ermöglichen, wobei das erfindungsgemäße Verfahren zur
Herstellung von plattierten Gegenständen gefunden wurde, welche gemeinsam abgeschiedene
Vberzüge oder Filme
von daserschmierenden Feststoffschmiermitteln
aufweisen.
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Es wurde gefunden, daß beim Dispergieren von feinem Pulver eines anorganischen
Polymerisates von Graphitfluorid - wobei dieses Material im folgenden einfach als
Graphitfluorid bezeichnet wird - in einem konventionellen Slattjerungsbad, wobei
dieses Bad im folgenden als Ausgangs- oder Grundplattierungsbad oder -zusammensetzung
bezeichnet werden wird -mit einem ausgewählten oberflächenaktiven Mittel oder grenzflächenaktiven
Stoff, welcher Fluor-Eohlenstoffbindungen (F-C Bindungen) in den Molekülen besitzt
und ein wasserlöslicher, kationischer, nichtionischer oder ein amphoterer, bei dem
pH-Wert des betreffenden, verwendeten Plattierungsbades kationische Eigenschaften
aufweisender, grenzflächenaktiver Stoff ist, diese grenzflächenaktive Stoffe das
Graphitfluorid mit hochwasserabstoßender Eigenschaft vollkommen benetzen, das Graphitfluorid
in dem Plattierungsbad unter Stabilisierung dispergieren und bewirken, daß die feinen
Teilchen des Graphitfluorids sich elektrisch aufladen.
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Es wurde experimentell Sestgestellt, daß die positiv elektrisch aufgeladenen
feinen Teilchen von Graphitfluorid, wenn der Vorgang der Metallplattierung in einem
auf diese Weise vorbereiteten Plattierungsbad durchgeführt wird, eine elektrophoretische
Erscheinung als Polige der Eraftwirkung von dem zwischen den 1ektroden entlrickelten
elektrischen Feld zeigen und sich zu der/dem und au£ die/das Kathode oder Werkstück
bewegen, durch die Graphitfluoridteilchen gleichförmig in dem abgeschiedenen Netallüberzug
oder -film auf dem Werkstück gemeinsam abgeschieden werden.
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Ferner wurde gefunden, daß das Graphitfluorid nicht nur vollkommen
benetzt sondern auch der Dispersionszustand des Graphitfluorides
vollständig
stabilisiert wird, wenn die Metallplattierung unter Verwendung eines Plattierungsbades
durchgeführt wird, in welchem feines Pulver von Graphitfluorid gleichförmig in Anwesenheit
eines die gemeinsame Abscheidung unterstützenden Mittels mit C-F Bindungen in den
Molekülen aus der Gruppe der kationischen, nichtionischen oder amphoteren, bei dem
pH-Wert des betreffenden, verwendeten Plattierungsbades kationische Eigenschaften
aufweisenden, ausgewählten, grenzflächenaktiven Stoffes unter mechanischem in Bewegunghalten,
beispielsweise durch Rührung mittels Schrauben, durch Flüssigkeitsrückführung oder
durch Luft dispergiert wird. Da der auf diese Weise erhaltene, gemeinsam abgeschiedene
tiberzug oder Film darüberhinaus keine Sprödigkeit aufweist und ausgezeichnete elektrische
Eigenschaften aufweist, selbst wenn das Plattierungsbad Graphi-t-fluorid in niedriger
Xonzentration enthält, kann der gemeinsam abgeschiedene verzug eine möglichst große
Menge von Graphitfluorid enthalten.
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Da die Feststoffschmiermittel selbstnachliefernden, metallplattierten
Gegenstände ausgezeichnete Gleiteigenschaft mit geringer Reibung zeigen, können
sie bei den Innenwandungen von Zylindern, den Innenwandungen von Maschinen, bei
Kolbenringen, Kolbenstangen, Lagern und gleitbaren Teilen von anderen Maschinen
angewandt werden, wobei sie während ihrer Lebensdauer hinsichtlich ihrer Funktionen
betriebssicher sind.
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Die Erfindung liefert daher brauchbare mechanische Teile oder Gegenstände.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines metallplattierten
Gegenstandes, welcher einen gemeinsam abgeschiedenen Ueberzug oder Film von dauerschmierendem
Feststoffschmiermittel auf sich trägt, zeichnet sich dadurch aus, daß feines
Pulver
eines anorganischen Polymerisates von Graphitfluorid in einem Netallplattierungsbad
in Anwesenheit eines Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiven Stoffes mit Fluor-Kohlenstoffbindungen
(F-C Bindungen) in den Molekülen aus der Gruppe der wasserlöslichen kationischen,
nichtionischen oder amphoteren, bei dem pH-Wert des betreffenden, verwendeten Plattierungsbades
kationische Eigenschaften aufweisenden, grenzflächenaktiven Stoffes dispergiert
wird, und daß ein Metall-fherzug oder -film auf einem Substrat unter gemeinsamer
Abscheidung von Graphitfluorid in dem Metallüberzug oder -film abgeschieden wird.
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Die erfindungsgemäß hergestellten, plattierten Gegenstände zeichnen
sich dadurch aus, da-sie einen gemeinsam abgeschiedenen Metallüberzug oder -film
von dauerschmierendem Feststoffschmiermittel besitzen, der nach dem oben beschriebenen
Verfahren erzeugt wurde.
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GemäB einer weiteren Ausführung der Erfindung wird ein Netallplattierungsbad
geliefert, welches eine konventionelle Grundmetallplattierungsbadzusammensetzung,
feines Pulver von anorganischem Polymerisat von Graphitfluorid und einem Fluor-Kohlenstoff-grenzflächenaktiven
Stoff mit Fluor-Kohlenstoffbindungen (F-C Bindungen) in den Molekülen aus der Gruppe
der wasserlöslichen, kationischen, nichtionischen oder amphoteren, bei dem pH-Wert
der betreffenden, angewandten Metallplattierungsbadzusammensetzung kationische Eigenschaften
aufweisenden, grenzflächenaktiven Stoff es umfaßt.
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Das erfindungsgemäß angewandte Graphitfluorid kann hergestellt werden,
indem Kohlenstoff oder Graphit mit Fluor oder einer Eirrverbindung bei einer Temperatur
unter 550 0 reagieren
gelassen wird, und es stellt ein Pulver eines
anorganischen Polymerisates eines Fluorides mit einer Struktur dar, in wfelcner-Fluor
zwischen Kohlenstoffschichten oder eine Gitterstruktur bildenden Schichten eingeführt
wird, wobei die Fluorzwischen sich aufweisenden Schichten durch kovalente Bindungen
mit den Valenzelektron eines freien, besonderen Atoms der Zbhlenstoffatome aneinander
gebunden sind und durch die Molekilformel (CF)n dargestellt werden können. In dem
oben beschriebenen Graphitfluorid beträgt das Mol-Verhältnis von Fluor zu KohlenstofS
daher 1:1, und es stellt einen Feststoff dar, der für gewöhnlich eine weiße oder
graue Kristallstruktur und ein spezifisches Gewicht von 2,45 hat.
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Darüberhinaus zeichnet sich das Graphitfluorid dadurch aus, daß die
Verbindung einen hohen elektrischen Isolationswert zeigt, durch Chemikalien nicht
angegriffen wird, nicht von Wasser und Oi (Kontaktwinkel von 145 °c) benetzt wird
und wasser- und ölabstoßend ist und bei erhöhter Temperatur Schmierfäiii'gkeit aufweist.
Darüberhinaus ist Graphitfluorid sowohl in sauren als auch in basischen Metallplattierungsbädern
ohne Beeinträchtigung seiner Eigenschaften als Feststoffschmiermittel stabil. Graphitfluorid
zeichnet sich weiter dadurch aus, daß die Verbindung ihre Schmierfähigkeit bei erhöhten
Temperaturen in der Größenordnung von 500 °C beibehält, bei der andere Feststoffschmiermittel
ihr Schmiervermögen und ihre Stabilität gegenüber Reibungshitze und Umgebungsbedingungen
bei Grenzreibung verlieren. Es wurde gefunden, daß die Adhäsion der Verbindungen
gegenüber dem abgeschiedenen Metallfilm um so niedriger ist, ae größer der Volumprozentsatz
der Verbindung ist, wenn ein solches Graphitfluorid in abgeschiedenem Metallfilm
oder -überzug dispergiert und gemeinsam abgelagert wird. Daher wird es bevorzugt,
die Menge an gemeinsam abzuscheidendem Graphitfluorid
in dem abgeschiedenen
Metallüberzug oder -film mit Selbstversorgung von Feststoffschmiermittel gemäß der
Erfindung auf einen Volumenanteil bis zu höchstens 80 % zu begrenzen Wenn der abgeschiedene
Netallüberzug oder -film eine hohe mechanische Festigkeit besitzen muß oder ein
Gegenstand mit abgeschiedenem Metall, der einen solchen Vberzug besitzt, als Reibungsglied
oder -teil wie als Kolbenring oder Lager verwendet wird, ist die gemeinsame Abscheidung
von Graphitfluorid in wesentlichen Mengen unerwünscht, und es wird bevorzugt, die
gemeinsam abgeschiedene Menge einer solchen Verbindung auf einen Wert von höchstens
10 % zu begrenzen.
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Die bei einer Metallplattierungsbadzussmmensetzung hinzuzufügenden
Graphitfluoridteilchen liegen vorzugsweise in feinzerteilter Pulverform vor, so
daß die Teilchen - zii dem abgeschiedenen Metallüberzug eine gute Adhäsion haben.
Der Durchmesser solcher Teilchen ist für gewöhnlich kleiner als 10 und es wird bevorzugt,
daß solche Teilchen etwa 80 0% feiner teilchen mit einem Durchmesser Bbiter als
0,5 um enthalten.
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Die der ursprünglichen Netallbadzusammensetzung zuzuftigende Menge
an Graphitfluorid beträgt für gewöhnlich weniger als so g/i, wobei die bevorzugte
Konzentration in einem Bereich von 0,1 bis 10 g/l liegt.
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Als Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktive Stoffe, die in geeignet er
Weise als Hilfsmittel bei der Erfindung verwendet werden, können beliebige Stoffe
mit Fluor-Kohlenstoffbindung (C-F Bindung) in den Molekülen aus der kationische,
nichtionische und amphotere, bei dem pH-Wert der betreffenden, verwendeten Elektroplattierungsbadzusammensetzung
aufweisenden,Gruppe grenzflächenaktiver Stoffe verwendet werden, wobei die unter
den
Warenbezeichnungen SC-134 (perfluorierte, quartäre Ammoniumverbindung), FC-170 und
FC-172 von Minesota Ninning & Manufacturing Company,USA in den Handel gebrachten,
grenzflächenaktiven Stoffe besonders bevorzugt sind. Wenn als Hilfsmittel jedoch
nichtionische, grenzflächenaktive Stoffe mit O-F Bindung verwendet werden, werden
die Graphitfluoridteilchen nur dann positiv elektrisch aufgeladen, wenn das verwendete
Netallplattierungsbad ein saures Bad ist.
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Wenn andererseits anionische,grenzflächenaktive Stoffe mit C-F Bindung
in den Molekülen oder amphotere, grenzflächenaktive Stoffe, die bei dem pH-Wert
einer betreffenden Elektroanionische Eiffenschafterr plattierungsbadzusammensetzung/
zeigen, als Hilfsstoffe verwendet werden, werden die Graphitfluoridteilchen negativ
elektrisch aufgeladen, und diese Hilfsstoffe verhindern die gemeinsame Abscheidung
der Teilchen der Verbindung mit dem abgeschiedenen Metallüberzug oder -film, und
daher können diese beiden Arten von grenzflächenaktiven Stoffen bei der Erfindung
nicht in geeigneter Weise eingesetzt werden.
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Die Menge des der Ausgangsmetallplattierungsbadzusammensetzung als
Hilfsstoff für die gemeinsame Abscheidung hinzuzufügenden, Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiven
Mittels liegt bevorzugt innerhalb eines Bereiches von 5 mg/l bis 5 g/l, bezogen
auf die Badzusammensetzung, wobei der Bereich von 10 mg/l bis 500 mg/l besonders
bevorzugt ist. Bi der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wie gefunden,
daß der Vorgang der gemeinsaren Abscheidung wirksam unter mechanischem in Bewegunghalten,
beispielsweise durch Rühren mittels Schrauben, Luft oder Flüssigkeitsrückführung,
bewirkt werden kann. Ebenfalls wurde gefunden, daß, selbst wenn Graphitfluoridpulver
in Wasser in von der gemeinsamen Abscheidung unterschiedlicher Weise dispergiert
wird, die Anwendung eines beliebigen der oben
genannten Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiven
Stoffe mit derselben chemischen Bindung wie derjenigen von Graphitfluorid oder der
Fluor-Kohlenstoffbindung (C-F Bindung) in seiner hydrophoben Gruppe in geeigneter
Weise als Hilfsmittel für die Dispersion eingesetzt werden kann Daher ist die Erfindung
auch auf chemische Plattierungen anwendbar, bei denen Graphitfluoridteilchen in
Wasser oder chemischen Plattierungsbäder durch Anwendung der grenzflächenaktiven
Stoffe der Erfindung in unterschiedlicher Weise gegenüber Elektroplattierungen suspendiert
wird.
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Wie sich aus der Beschreibung im Hinblick auf die Metalle in den ueberzügen
oder Filmen, bei denen Graphitfluorid in geeigneter Weise gemäß der Erfindung abgeschieden
werden kann, ergibt, sind alle Metalle, die auf Kathoden oder Trägern durch Elektroplattierung
abgeschieden werden können, brauchbar. Solche Metalle sind beispielsweise Kupfer,
Nickel, Chrom, Zink, Cadmium, Zinn, Eisen, Blei, Edelmetalle und Legierungen hiervon.
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Ob das Bad sauer oder alkalisch ist, ist auf den pH-Wert eines betreffenden,
angewandten Plattierungsbades ohne Einfluß-.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen näher erläutert.
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Die in den Beispielen 1, 2, 6 und 7 verwendeten glanzbildenden Mittel
(Warenbezeichnung Asahilight SN-1 und SN-2) werden den Elektroplattierungsbädern
so zugesetzt, daß die Oberflächen der abgeschiedenen ueberzüge oder Filme nicht
nur geglättet (poliert) werden können, sondern auch die Härtender ueberzüge oder
Filme zur ausreichenden Steigerung ihrer Abriebfestigkeitseigenschaften erhöht werden.
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Beispiel 1 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Feines Graphitfluoridpulver
(Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 µm) 5 g/l Wasserlösliches, kationisches Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktives
Mittel FC-134 (Warenbezeichnung von Minesota Nnnning & Nanufacturing Co., USA
= perfluorierte, quartäre Ammoniunverbindung) 20 Tle./Million (ppm) NiSO4 6H2O 280
g/l NiCl2 6E2° 45 g/l H3BO3 40 g/l Handelsüblicher Glanzbildner 1 (Warenbezeichnung
Asahilight SN-1) 20 ccm/l Handelsüblicher Glanzbildner 2 (Warenbezeichnung Asahilight
SN-2) 2 ccm/l Der pH-Wert des Plattierungsbades wurde unter Verwendung von Schwefelsäure
auf 4,2 eingestellt. Ein Stahlprobestück (30 mm Außendurchmesser, 16 mm Innendurchmesser
und 8 mm Stärke) für eine Nishihara-Abnutzungsprüfmaschine wurde als Kathode verwendet,
und der Vorgang der Nickelplattierung wurde unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
Badtemperatur 50 0 und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, bis ein Ueberzug
mit gemeinsam abgeschiedenem Graphitfluorid in einer Stärke bis zu 50 µm auf der
Kathode abgeschieden war. Für Vergleichszwecke wurde ein Kontrollprobestück desselben
Materials unter Verwendung des gleichen Plattierungsbades, wie es bei dem oben
beschriebenen
Plattierungsvorgang angewandt wurde, elektroplattiert1 jedoch mit der Ausnahme,
daß das Graphitfluoridpulver und das grenzflächenaktive Mittel unter sonst gleichen
Plattierungsbedingungen weggelassen wurden. Abnutz11ngsuntersuchungen wurden an
diesen plattierten Teststücken durchgeführt, die Ergebnisse waren wie folgt; Abnutzungsvorgang
Rollen einschließlich 29,73 % Gleiten Belastung 30 kg Rollrate 613 Upm Umgebung
Trockene Abnutzung in der Atmosphäre Gegenkörper Vergüteter Werkzeugkohlenstoffstahl
SK 5 UntersuchunFsergebnnsse: Tabelle 1 Probestück für die Messung Probestück mit
ge- Kontrolle meinsam abgeschiedenem Graphitfluorid Anzahl der für eine Abnutzung
bis zu 50 mg erforder- 15000 3000 lichen Rollbewegungen Aus dieser Tabelle 1 ist
ersichtlich, daß die Abnutzungsfestigkeit des gemeinsam abgeschiedeneß Graphitfluorid
enthaltenden Netallüberzuges oder -filmes der Erfindung wesentlich größer ist als
die des kein Graphitfluorid gemeinsam abgeschieden enthaltenden Netallüberzuges
oder -filmes.
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Beispiel 2 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Feines Graphitfluoridpulver
(Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 µm) 5 g/l Wasserlöslicher, kationischer Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiver
Stoff FC-134 20 Tle./Nillion (ppm) NiSO4.6H2O 280 g/l NiCl2 6O 45 g/l 5 3 40 gel
Glanzbildner 1 (Asahilight SN-13 20 ccm/l Glanzbildner 2 (Asahilight Si-2) 2 ccm/l
Der pH-Wert des Plattierungsbades wurde unter Verwendung von H2S04 auf 4,2 eingestellt.
Acht Probestücke aus SUJ-2-Stahl in Ringform (40 mm Außendurchmesser und 8 mm Stärke)
für eine Reibungsuntersuchungsmaschine vom Rollentyp wurden als Kathoden eingesetzt,
und der Vorgang der Nickelplattierung wurde unter Schraubenrührung unter Verwendung
folgender Plattierungsbedingungen durchgeführt: Badtemperatur von 50 0C und Stromdichte
von 5 A/dm2 für etwa 50 min, bis auf den Kathoden Nickelüberzüge oder -filme mit
gemeinsam abgeschiedenem Graphitfluorid von 50 pm abgeschieden waren. Für Vergleichszwecke
wurde die entsprechende Zahl von Kontrollprüfteilen, die mit denjenigen des Plattierungsvorganges
der gemeinsamen Abscheidung, wie sie oben erwähnt wurde, identisch waren, unter
Verwendung desselben Nickelplattierungsbades mit der Ausnahme, daß das oben erwähnte
Graphitfluorid und das Fluorkohlenstoffgrenzflächenaktive Mittel weg gelassen wurden,
behandelt.
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Alle so behandelten Deststücke wurden Vergleichsversuchen auf ihre
Reibungskoeffizienten in Additiv-Turbinenöl Nr. 1 (JIS K 2213) unter einer Belastung
von 60 kg/mm2 unterzogen.
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Die Ergebnisse sind in der Tabelle II aufgeführt.
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Tabelle II Probestück für die Messung Probestück mit gemeinsam abgeschie-
Kontrolle denem Graphitfluorid Durchschnittsreibungskoeffizient 0,0340 0,0530 Aus
Tabelle II ist ersichtlich, daß der Durchschnittskoeffizient der Nickelüberzüge
mit gemeinsam abgeschiedenem Graphitfluorid gemäß der Erfindung kleiner ist als
derjenige der Kontrollnickelüberzüge, die kein gemeinsam abgeschiedenes Graphitfluorid
enthalten.
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Beispiel 3 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Feines Graphitfluoridpulver
(Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 um) 10 g/l Wasserlöslicher, kationischer Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiver
Stoff FC-134 20 Dle./Million (ppm) Natriumcyanid 147 g/l Kupfercyanid 150 g/l Natriumhydroxid
40 g/l Kaliumnatriumtartrat 211 sJ1 Bleiacetat 75 g/l
Ein Nessinglagermaterial
wurde als Kathode und ein Stück reines Kupfer als Anode verwendet. Auf der Kathode
wurde ein Uberzug oder Film aus Kupfer-Bleilegierung, in welchem Graphitfluorid
abgelagert war, unter Schraubenbewegung unter Anwendung folgender Plattierungsbedingungen-in
einer Stärke bis zu 50 jnu unter folgenden Bedingupn abgeschieden: Badtemperatur
von 60 OC und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min.
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Das so behandelte Lagermaterial war als Lager sehr geeignet.
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Es wurde gefunden, daß die Verdrehungskraft des so behaielten Lagermaterials
um 32 % geringer war, als diejenige eines Kontrollteiles, das in demselben Plattierungsbad
mit der Ausnahme, daß das oben genannte Graphitfluorid und das Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktive
Mittel weggelassen worden waren, so daß der Kupfer-Bleilegierungsüberzug auf dem
Kontrollstück kein gemeinsam abgeschiedenes Graphitfluorid enthielt, behandelt worden
war.
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Beispiel 4 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Feines Graphitfluoridpulver
(Durchschnittsteilchendurchmesser 0,2 um) 10 g/l Wasserlöslicher, kationischer Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiver
Stoff FC-134 20 Tle,/Million (ppm) Bleiborfluorid 243 g/l Fluoborsäure 23,3 g/l
Borsäure 23,3 g/l Gelatine 0,2 g/l
Der pH-Wert des Plattierungsbades
wurde unter Verwendung von Fluoborsäure auf 1,5 eingestellt. Ein Messinglagermaterial
wurde als Kathode und ein Bleistück als Anode verwendet.
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Auf der Kathode wurde ein Bleiüberzug oder -fi-lm, in welchem Graphitfluorid
gemeinsam abgeschieden war, unter Luftrührung unter Verwendung folgender Plattierungsbedingungen
bis zu einer Vberzugsstärke von 50 Fm abgeschieden: Badtemperatur von 30 OC und
Stromdichte von 5 A/dmZ für etwa 20 min. Das so behandelte Nessinglagermaterial
war als Lager geeignet.
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Ein aus demselben Material hergestelltes Kontrollagermaterial wurde
in demselben Plattierungsbad mit der Ausnahme, daß das oben genannte Grhitfluorid
und das Fluorkohlenstoff-grenzflächenaiztive Nittel hieraus weggelassen wurden,
behandelt.
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Die zwei Lagermaterialien wurden Abriebuntersuchungen unterworfen,
in denen die zur Abnutzung des Materials bis auf einen vorbestimmten Wert erforderliche
Zeitspanne bestimmt wurde; hierbei wurde gefunden, daß die zur Abnutzung des erfindungsgemäßen
Materials mit dem Sberzug mit gemeinsam abgeschiedenem Graphitfluorid erforderliche
Zeitspanne etwa 4,5 mal so lang war wie bei dem Kontrollversuch. Dies bedeutet,
daß eine Maschine oder eine Vorrichtung, welche ein Lager mit dem Bleiüberzug, in
welchem Graphitfluorid gemeinsam abgeschieden ist, aufweist, eine Lebensdauer von
mindestens dem 4-fachen gegenüber der entsprechenden Maschine oder Vorrichtung,
welche das Kontrollager aufweist, besitzt.
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Beisr>iel 5 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung
der Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt
Feines
Graphitfluoridpulver (Durchschnittzteilchendurchmesser 0,2 pm) 10 g/l Wasserlöslicher,
kationischer Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktiver Stoff FC-134 20 Tle./llion (ppm)
Silbercyanid 38 g/l Kaliumcyanid 50 g/l Kaliushydroxid 125 g/l Kaliumc arbonat 44
g/l Als Anode wurde ein Stück aus reinem Silber und als Kathode ein Nessinglagermaterial
verwendet. Der Vorgang der Silberplattierung wurde unter Schraubenrührung und Anwendung
folgender Plattierungsbedingungen durchgeführt: Badtemperatur von 35 °C und Stromdichte
von 5 A/dm² für etwa 16 min, um einem Silberüberzug auf der Kathode, in welchem
Graphitfluorid gemeinsam abgeschieden war, bis zu einer Stärke von 50 um, abzuscheiden.
Das so behandelte Lagermaterial war gleichfalls, wie im Falle der Teile der Beispiele
3 und 4, als Lager geeignet. Bei der Anwendung unter Bedingungen einer leichten
Belastung war die Abnutzung des Silberüberzuges mit gemeinsam abgeschiedenem Graphit-Fluorid
1/5 geringer als diejenige des Kontrollteiles, das in demselben Plattierungsbad
mit der Ausnahme behandelt worden war, daß das oben genannte Graphitfluorid und
das Fluorkohlenstbff-grenzflächenaktive Mittel weggelassen worden waren.
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Beispiel 6 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Feines
Graphitfluoridpulver (Durchschnittsteilchendurchmesser 2 µm) 5 g/l Wasserlösliches,
nichtionisches Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktives Mittel FC-070 (Warenbezeichnung
eines Produktes von Minesota Minning & Nanufacturing Co., USA 30 Dle./Million
(ppm) NiSO4 6H2° 280 g/l NiCl2 6H2° 45 g/l H3BO3 40 g/l Glanzbildner 1 (Asahilight
SN-1) 20 ccm/l Glanzbildner 2 (Asahilight SN-2) 2 ccm/l Der pH-Wert des Plattierungsbades
wurde unter Verwendung von H2504 auf 4,2 eingestellt. Das bei diesem Beispiel verwendete
Probeteil war ein mit dem in Beispiel 1 verwendeten Stahlstück identisches Teil,
und Vorgang der Nickelplattierung wurde unter in Bewegunghalten durch Flüssigkeitsrückführung
unter folgenden Plattierungsbedingungen durchgeführt: Badtemperatur von 50 0 und
Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min, um einen Nickelüberzug oder -film bis zu
50 zur Stärke auf der Kathode abzuscheiden, welcher gemeinsam abgeschiedenes Graphitfluorid
enthielt. Ein aus derselben Materialsorte gebildetes Kontrollstück wurde in demselben
Plattierungsbad mit der Ausnahme, daß das zuvor genannte Graphitfluorid und das
Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktive Mittel weggelassen wurden, behandelt, dementsprechend
besaß das erhaltene Kontrollteil einen Nickelüberzug, in welchem kein Graphitfluorid
gemeinsam abgeschieden war. Die zwei Arten von Testteilen wurden Untersuchungen
der Abnutzungsfestigkeit unterzogen, hierbei
wurde festgestellt,
daß das erfindungsgemäße Probeteil eine Abnutzungsfestigkeit dreimal so hoch wie
diewenige des Kontrollteiles besaß.
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Beispiel 7 Es wurde ein Elektroplattierungsbad unter Verwendung der
Bestandteile der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Feines Graphitfluoridpulver
(Durchschnittsteilchendurchmesser 0,5 µm) 10 g/l Wasserlösliches, amphoteres Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktives
Mittel FC-172 (Warenbezeichnung eines Produktes von Minnesota Ninning & Nanufacturing
Co , USA) 0,1 g/l NiSO4.6H2O 280 g/l NiCl2.6H2O 45 gel H3303 40 g/l Glanzbildner
1 (Asahilight sN-1) 20 ccm/l Glanzbildner 2 (Asahilight SN-2) 2 ccm/l Der pH-Wert
des Plattierungsbades wurde unter Verwendung von E2SO4 auf 4,2 eingestellt. Das
bei diesem Beispiel als Kathode verwendete Restteil war ein mit dem in Beispiel
1 verwendeten Teil identisches Stahl stück. Der Vorgang der Nickelplattierung auf
der Kathode wurde unter Flüssigkeitsrührung unter Anwendung folgender Plattierungsbedingungen
durchgeführt: Badtemperatur von 50 °C und Stromdichte von 5 A/dm2 für etwa 50 min,
um einen Nickelüberzug oder -film auf der
Kathode bis zu einer
Stärke von 50 Fm abzuscheiden, welcher gemeinsam abgeschiedenes Graphitfluorid enthielt.
Aus demselben Materialtyp, wie er in diesem Beispiel verwendet wurde, hergestelltes
Kontrollprobeteil wurde in demselben Plattierungsbad, wie in Beispiel 7 verwendet,
mit der Ausnahme, daß das Graphitfluorid und das Fluorkohlenstoff-grenzflächenaktive
Mittel weggelassen wurden, behandelt, um einen Nickelüberzug hierauf abzuscheiden,
der kein gemeinsam abgeschiedenes Graphitfluorid enthielt. Die zwei Arten von Probestücken
wurden einem Abnutzungstest unter Verwendung derselben Arbeitsweise und Bedingungen
wie in Beispiel 1 beschrieben unterzogen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist in
der Tabelle III aufgeftihrt.
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Tabelle III Probestück für die Messung erfindungsgemäß Kontrolle
Anzahl der für eine Abnutzung bis zu 50 mg erforder- 17500 3000 lichen Rollbewegungen
Aus Tabelle III ergibt sich deutlich, daß der Nickelüberzug mit gemeinsam abgeschiedenem
Graphitfluorid eine höhere Abnutzungsfestigkeit als das Kontrollteil, in welchem
kein Graphitfluorid vorliegt, besitzt.
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Im Vorangegangenen wurde das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
eines gemeinsam abgeschiedenes, dauerschmierendes Feststoffschmiermittel enthaltenden
Metallfilmes beschrieben, in welchem ein feines Pulver eines anorganisden Polyinerisates
von
Graphitfluorid in einem Metallplattierungsbad in Anwesenheit eines die gemeinsame
Abscheidung unterstützenden grenzflächenaktiven Mittels mit C-F Bindungen im Molekül
aus der Gruppe der kationischen, nichtionischen oder amphoterpen, bei dem pH-Wert
des verwendeten, besonderen Plattierungsbades kationische Eigenschaften aufweisenden,
grenzflächenaktiven Stoffes mit oder ohne Einebnungsmitteln und Glanzbildnern dispergiert
und ein Metallüberzug oder -film auf einem Substrat unter gemeinsamer Abscheidung
von Graphitfluorid in dem Meza:-PUbereug oder -film abgeschieden wird.
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Ferner betrifft die Erfindung ein mechanisches Teil, welches einen
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Metallüberzug mit gemeinsam abgeschiedenem
Graphitfluorid aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein zu dem Verfahren verwendetes
Netallplattierungsbad.
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Patentansprüche: