DE2039343A1 - Panzerung - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B64G—COSMONAUTICS; VEHICLES OR EQUIPMENT THEREFOR
- B64G1/00—Cosmonautic vehicles
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- B64G1/56—Protection against meteoroids or space debris
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Description
DORNIEE SYSTEM GMBH
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Panzerung
Die Erfindung betrifft eine Panzerung an Fahrzeugen,
insbesondere Raumfahrzeugen, gegen Meteoritenbeschuß bzw. Partikel höchster Geschwindigkeit.
Es ist vergleicheweise bekannt, für Militärische Zwecke
Fahrzeuge jeglicher Art durch Panzerung Tor Beschüß zu sichern. Hierbei wird an der Außenschale des Fahrzeuges an den gefährdeten
Stellen eine besonders starke Panzerung z.B. in Form von verschweißten Platten aus hochwertigem Stahl angeordnet.
Bei Raumfahrzeugen liegen die Probleme wesentlich anders,
Diese müssen ein möglichst geringes Totgewicht aufweisen, Sine
Sicherung gegen Beschüß von Projektilen, in diesem Falle sind
z.B. Meteoriten gemeint, höchster Geschwindigkeit ist durch eine Panzerung im herkömmlichen Sinne nicht zu verwirklichen.
Ss wäre denkbar, durch Verdopplung der Außenhaut eine gewisse Panzerung zu erreichen, insbesondere wenn eine Zwischenlage von
einem weichen Material gewählt wird, die kleine Meteoriten auffangen
kann.
Für den Flug von Raumschiffen durch die Erdatmosphäre
wird eine entsprechend günstige Formgebung aus aerodynamischen Gründen gewählt, die auch einen gewissen Schutz gegen Beschüß
von Projektilen bietet. Es besteht die Möglichkeit, daß diejenigen Projektile, die nicht etwa im rechten Winkel auf die
betreffende Stelle der Oberfläche des Raumschiffes aufprallen, abgelenkt werden.
Es wurde vorgeschlagen, als Panzerung hew. Schutz von
Fensterscheiben für rasch fliegende Flugzeuge besonders Materialien
am verwenden, die der sogenannten Regeneroeion wirksam
vorbeugen. Da ber dl· Oberfläche eines Raumschiffes viel su groA 1st, 1st dies· Art der Panzerung nicht anwendbar. Es
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können nur geringe exponierte Teile, wie z.B. der Teil einer Rumpfnase oder ähnliches Bit eine« solchen Spezialgla» versehen «erden. All diese genannten Maßnahmen reichen jedoch
nicht aus, um Partikel höchster Geschwindigkeit wirksam auffangen zu können. Schließlich sind noch Wärmeschutzschilder
an Raumkapseln bekannt, aber hier liegen die Probleme wesentlich andere, sodaS sie nur der Vollständigkeit wegen erwähnt
wurden.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Panzerung für Fahrzeuge, insbesondere Raumfahrzeuge zu schaffen, die
äußerst leicht an Gewicht, billig in der Herstellung, aber große Standfestigkeit gegen Meteor itenbeschuß bzw. Partikel
oder Geschoße höchster Geschwindigkeit bietet. Srfindungsgemäß
wird das Ziel dadurch erreicht, daß an die Außenwandung des Fahrzeuges zusätzlich ein Abdeckmaterial mit einer etwa
um die Hälfte niedrigeren Schallgeschwindigkeit als die der Meteoriten- bzw. Geschoßgeschwindigkeit aufgetragen wird. Am
besten eignet sich hierfür ein Abdeckmaterial aus Polyurethanschaum,
Metallschaum oder dergleichen, das durch Klebung aufgetragen wird.
Anhand eines Ausführungsbeispieles sei die Erfindung nächer erläutert.
Bs zeigt die Figur einen Schnitt durch eine Panzerung.
Bs zeigt die Figur einen Schnitt durch eine Panzerung.
Wie aus der Figur zu ersehen ist, wurde ein Schnitt durch eine Gehäusewand, die als Panzerung dient, dargestellt.
Es bedeutet die schraffierte Fläche die Außenwand 1 und die punktierte Fläche der aufgetragene Schaumstoff 2. Als Verbindung
wurde Klebstoff 5 verwendet, der gleichmäßig den Schaumetoff 2 an die Außenwandung 1 befestigt. Wird nun durch
Meteoritenbeschuß- durch Pfeil P angedeutet die Panzerung getroffen,
so wird zunächst die Oberfläche 3 des Schaumstoffes berührt. Da aber der Schaumstoff 2 eine wesentlich geringere
Schallgeschwindigkeit als der der Geschwindigkeit der Meteoriten
aufweist, kann die kinetische Energie der Meteoriten nicht von dem Schaumetoff abtransportiert werden, denn die
Schallgeschwindigkeit ist auch eine Grenzgeschwindigkeit für den Energiertransport. Die kinetische Energie wandelt sich
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deshalb in Wärmeenergie um, was Im Grenzfall zu einer Verdampfung
des Meteoriten führt. Das bedeutet in der Praxis, daß solche Meteoriten höchster Geschwindigkeit den Schaumstoff
nicht durchschlagen können, im ungünstigsten Fall eine Einkerbung 4 hinterlassen. Sine wirksame Panzerung ist
somit für Raumfahrzeuge gegeben.
Selbstverständlich kann diese Anordnung auch für herkömmliche Panzerfahrzeuge verwendet werden. Es wirkt gleichermaßen
als Schutz vor Geschossen höchster Geschwindigkeit oder sogar Hohlladungsstrahlen und dgl., wobei die gleichen physikalischen
Gesetze zur Anwendung gelangen. Für militärische Zwecke bildet auch diese Anordnung einen wirksamen Schutz vor
Geschossen höchster Geschwindigkeit, während die herkömmliche Panzerung für Geschosse niedriger Geschwindigkeit ausreicht.
30. Juli 197O
ET 10/ Gö/ mo.
ET 10/ Gö/ mo.
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Claims (1)
- - 4 S114PatentansprüchePanzerung an Fahrzeugen, insbesondere Raumfahrzeugen, gegen Meteoritenbeschuß bzw. Partikel oder Geschoße höchster Geschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß an die Außenwandung des Fahrzeuges zusätzlich ein Abdeckmaterial mit etwa um die Hälfte niedrigeren Schallgeschwindigkeit als die der Meteoriten- bzw. Partikel oder Geschoßgeschwindigkeit aufgetragen wird.2. Panzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckmaterial Polyurethanschaum, Metallschaum oder dergleichen verwendet wird.3. Panzerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckmaterial durch Klebung verbunden ist.30. Julil97O
ETlO/Gö/mo.109887/0217
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| FR7128663A FR2103981A5 (en) | 1970-08-07 | 1971-07-27 | Anti-projectile armour - comprising foam for dissipating high velocity particles esp meteorites striking spaceships |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702039343 DE2039343A1 (de) | 1970-08-07 | 1970-08-07 | Panzerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2039343A1 true DE2039343A1 (de) | 1972-02-10 |
Family
ID=5779163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702039343 Pending DE2039343A1 (de) | 1970-08-07 | 1970-08-07 | Panzerung |
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| Country | Link |
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| FR (1) | FR2103981A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000055567A1 (en) * | 1999-03-10 | 2000-09-21 | Fraunhofer, Usa, Inc. | Use of metal foams in armor systems |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4129847A1 (de) * | 1991-09-07 | 1993-03-11 | Schoeck Bauteile Gmbh | Lichtschacht fuer kellerfenster |
| GB2593530A (en) * | 2020-03-27 | 2021-09-29 | Bae Systems Plc | Impact shield structures |
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1970
- 1970-08-07 DE DE19702039343 patent/DE2039343A1/de active Pending
-
1971
- 1971-07-27 FR FR7128663A patent/FR2103981A5/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000055567A1 (en) * | 1999-03-10 | 2000-09-21 | Fraunhofer, Usa, Inc. | Use of metal foams in armor systems |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR2103981A5 (en) | 1972-04-14 |
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