DE2038001B2 - Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydharzen und deren Verwendung für druckempfindliche Kopierpapiere - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydharzen und deren Verwendung für druckempfindliche KopierpapiereInfo
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Description
25
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydharzen sowie deren
Verwendung für druckempfindliche Kopierpapiere gemäß den Patentansprüchen.
Es ist im allgemeinen bekannt, daß ein Phenol oder
ein Derivat davon (im folgenden als ein Phenol oder Phenole bezeichnet), wenn man es mit Formaldehyd in
Anwesenheit eines sauren Katalysators umsetzt, zu einem Phenolformaldehydharz führt In jüngerer Zeit
hat die Verwendung von Phenolformaldehydharzen als Materialien für druckempfindliche Kopierpapiere zusätzlich zu deren Verwendung als Harzpreßmassen
Interesse gefunden.
Es hat ein druckempfindliches Kopiermaterial oder
sogenanntes »Nicht-Kohlepapier« Verwendung gefunden, das kein Kohlepapier erforderlich macht Der
Ausdruck »Nicht-Kohlepapier«, wie er hierin verwendet wird, bezieht sich auf ein Material folgender Art: Ein
Kopierpapier, das aus einem Gefüge zusammengesetzt ist, das aus einem oberen Papierblatt, auf dessen unterer
Oberfläche Mikrokapseln aufgebracht sind, und einem Papier, auf dessen oberer Oberfläche eine saure
Substanz aufgebracht ist, besteht, wobei die Mikrokapseln mit einem festen Schutzkolloid überzogen sind und
gemäß einem komplexen Koazervierungsverfahren (Rockungsverfahren) aus öligen Tropfen, die einen
basischen Farbstoff enthalten, hergestellt werden. Die öligen Tropfen werden hergestellt, indem man ein
nichtflüchtiges öl mit einem basischen Farbstoff, der in
Wasser gelöst ist, und der Hilfe eines Schutzkolloids, wie
Gummiarabikum oder Gelatine emulgiert Die Mikrokapseln auf dem Papier werden unter Druck zerquetscht und wenn die behandelten Oberflächen beider
Papierblätter sich berühren, wird das öl, das den basischen Farbstoff enthält, freigesetzt und mit der
sauren Substanz auf der oberen Oberfläche des unteren Papierblattes in Kontakt gebracht, wodurch sich eine
Farbe entwickelt
Bisher wurden saure Tone als »saure Substanz« verwendet, jedoch verlieren sie die erforderliche
Färbwirkung, wenn die atmosphärische Feuchtigkeit hoch ist, und sie neigen dazu, graduell im Verlaufe der
Zeit, selbst nachdem die Farbe entwickelt wurde, sich zu
verfärben, wodurch es nicht angebracht ist, sie für
dauerhafte Dokumente zu verwenden. Mit Hinsicht auf Verbesserung dieses Nachteils wurde ein Verfahren
vorgeschlagen, in dem reaktive saure Polymerisate verwendet werden (vgl japanisches Patent Nr, 20144/
67). Bei diesem Verfahren sind verschiedene Beispiele angegeben zur Verwendung von Phenolformaldehydpolymeren.
Bisher bekannte Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydpolymeren schließen das Verfahren
ein, das in Industrial Engineering Chemistry, VoL 43,
Seiten 134—141, Januar 1951, beschrieben ist Ein Phenol und Formaldehyd werden in einem Molverhältnis von 1:0,6 bis 1,0 in Anwesenheit von einem oder
mehreren sauren Katalysatoren, wie Chlorwasserstoffsäure, Oxalsäure oder p-Toluolsulfonsäure, umgesetzt
und das Reaktionssystem wird bei einem pH-Wert von 1 bis 2 oder niedriger gehalten. Die Mischung wird für
eine gewisse Zeitdauer am Rückfluß gehalten und dann wird Wasser von der Reaktionsmischung abgetrennt;
alternativ kann die Reaktionsmischung unter atmosphärischem Druck oder gewünschtenfalls unter vermindertem Druck bei einer Temperatur von 120 bis 1800C
erhitzt werden, wodurch Wasser und nicht umgesetzte Materialien entfernt werden. Nach dem Abkühlen wird
das verhärtete Produkt vermählen, so daß man ein brockenartiges Polymeres erhält
Die so erhaltenen Phenolformaldehydpolymerisate liegen in Form von gelben bis rotbraunen Klumpen vor
und werden in der Luft im Verlaufe der Zeit verfärbt und verdunkeln sich im Farbton. Zusätzlich rufen
nichtumgesetztes Phenol und andere Nebenprodukte, die in den Polymerisaten enthalten sind, einen starken
unangenehmen Geruch hervor. Aus dem vorstehenden geht hervor, daß eine Verbesserung in Form von
Polymerisaten, die aus Materialien für druckempfindliches Kopierpapier Verwendung finden können, notwendig ist
Wenn man die Polymerisate zur Verwendung in druckempfindlichem Kopierpapier verarbeitet, müssen
die Polymeren zu genügend feinen Pulvern pulverisiert werden, so daß man sie aufbringen kann. Jedoch stellt
diese Pulverisierungsbehandlung schwierige Probleme dar, da sie, selbst wenn man eine starke Pulverisierungsvorrichtung verwendet, von einigen Stunden bis 10
Stunden oder länger dauert und im Verlaufe der Behandlung manche der feinen Teilchen sich verteilen
oder verlorengehen. Papierblätter, auf die derartige Polymerisate aufgebracht wurden, sind schwachgelb bis
braun gefärbt und im Verlaufe des Lagerns oder nach dem Gebrauch tritt eine Verfärbung ein, so daß diese
Papiere für die meisten Verwendungen unbrauchbar sind.
Aus der US-PS 34 48 078 ist die Herstellung von Novolaken bekannt, wobei man 0,5 bis 1 Mol
Formaldehyd mit 1 MoI eines para-substituierten Phenols in Anwesenheit von sauren Katalysatoren und
einer inerten unpolaren organischen Flüssigkeit, die mit Wasser mischbar ist und ein Azeotrop bildet, umsetzt
Aus R. W. Martin, The Chemistry of Phenolic Resins, John Wiley & Sons, New York (1956), Seite 104, ist
bekannt, daß Novolakharze aufgrund der Anwesenheit von Hydroxylgruppen in einer alkalischen Lösung
löslich sind. Dieser Stand der Technik enthält jedoch keinerlei Hinweis, wie das Verfahren der Harzherstellung sowie das Aussehen und der Geruch des
resultierenden Produkts und seine anwendungstechnischen Eigenschaften (für druckempfindliche Kopierpa-
piere) verbessert werden können; auch war nicht zu
ersehen, wie ein Harz erzielt werden kann, das
beträchtlich verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Färbegeschwindigkeit und Farbdichte aufweist.
Bei der Herstellung von PhenoIformaJdehydpolymerisaten gemäß den bekannten Verfahren tritt eine
exotherme Reaktion ein und die Temperatur des Reaktionssysteras steigt oft so schnell, daß die
Reaktionsmischung schnell den Siedepunkt erreicht und dazu neigt, aus der Reaktionsvorrichtung zu entweichen. Somit besitzt das Verfahren viele Gefahren.
Weiterhin ist die Poh/merisationsreaktion so schnell und
so unregelmäßig, daß die entstehenden Polymerisate verschiedene Prozenttefle nichtumgesetztem Phenol
zusätzlich zu Zwischenprodukten, wie Benzdioxanderi- is
vaten und verschiedenen Nebenprodukten, wie Xanthenderivaten, die durch Nebenreaktionen gebildet
werden, enthalten. Demzufolge sind die Polymeren nicht von gleichbleibend guter Qualität und können
viele Nachteile ,iahen, wie unangenehmen Geruch,
beträchtliche Verfärbung, die im Verlaufe der Zeit
auftritt, und Verzögerungen in der Härtgeschwindigkeit,
obwohl die Zahl und die Art dieser Nachteile mit dem besonderen verwendeten Phenol verschieden sind.
Das verbleibende, nkhtumgesetzte Phenol kann in
üblicher Weise durch Steigerung der Destillationstemperatur, durch weitere Destillation unter vermindertem
Druck, durch Waschen des Reaktionsproduktes mit Wasser oder durch Wasserdampfdestillation des Reaktionsproduktes entfernt werden. Selbst bei einer
derartigen Behandlung ist es jedoch extrem schwierig, die Menge an nichtumgesetztem Phenol, das in den
Polymeren verbleibt, wesentlich zu senken.
Es ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, eine schnelle Steigerung der Temperatur e. jer Phenolformaldehydreaktion zu vermeiden, wodurch man die
Gefahren des Verfahrens vermeidet
Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es,
Phenolformaldehydpolymerisate in einer genau definierten Zusammensetzung zu schaffen, die geringe oder
keine Änderung der Qualität aufweisen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, Phenolformaldehydharze mit überlegener heller
Farbe zu schaffen, die keinen unangenehmen Geruch besitzen und keine Verfärbung im Verlaufe der Zeit
aufweisen, indem man die Menge an nichtumgesetztem Phenol, das darin verbleibt, auf ein Minimum bringt und
man die Nebenreaktionen bei der Herstellung des Harzes unterbindet
Als weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung so
werden Phenolformaldehydpolymerisate mit ausgezeichneten Eigenschaften als Materialien für druckempfindliche Kopierpapiere geschaffen.
Die bei der erfindungsgemäßen Herstellung erhaltenen Phenolformaldehydpolymeren können leicht zu
feinen Pulvern zur Verwendung auf druckempfindlichen Kopierpapieren pulverisiert werden.
Außerdem wird die Färbung oder Verfärbung von druckempfindlichem Kopierpapier, auf das derartige
Polymerisate aufgebracht wurden, vermieden. eo
Schließlich wird das Entweichen von unangenehmem
Geruch vermieden, wenn die Polymerisate bei der Herstellung von druckempfindlichem Kopierpapier
verwendet werden.
Erfindungsgemäß wird nun ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydharzen
durch Umsetzung von 0,6 bis 1 Mol Formaldehyd oder einer Verbindung, die unter den Reaktionsbedingungen
Formaldehyd bildet, mit einem Mol para-alkyl-,
-cycloalkyl-, ^aryl·, -arajkyl- oder -halogensubstitujerter
Phenole in Anwesenheit einer wirksamen Menge eines sauren Katalysators und eines hydrophoben organischen Lösungsmittels, das in der Lage ist, mit Wasser ein
Azeotrop zu bilden, bereitgestellt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das entstehende Polymere in einer
wäßrigen alkalischen Lösung löst, das venbleibende organische Lösungsmittel aus der Lösung entferui und
dann Säure zu der Lösung zugibt, um das Polymere daraus auszufällen.
Dabei kann so gearbeitet werden, daß man das
abdestillierende Azeotrop durch Kühlung kondensiert, so daß zwei getrennte Schichten entstehen, man die
Wr sserschicht verwirft und das organische Lösungsmittel allein in das Reaktionssystem zurückfließen läßt
Es ist ein charakteristisches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß das während der Kondensationsreaktion gebildete Wasser kontinuierlich aus dem
Reaktionssystem durch azeotrope Destillation mit einem organischen Lösungsmittel abgezogen wird,
wodurch die bevorzugte Reaktion beschleunigt wird, ohne daß nichtumgesetztes Phenol verbleibt und
wodurch gleichzeitig Nebenreaktionen vermieden werden aufgrund der Tatsache, daß die Reaktion bei einer
relativ niedrigen Temperatur durchgeführt wird in Abhängigkeit von dem· azeotropen Punkt von Wasser
und dem organischen Lösungsmittel
Die Kondensationsreaktion gemäß bekannten Verfahren schließt einige Gefahren ein, wie Stoßen, das
durch schnelle Steigerung der Temperatur hervorgerufen wird. Vorsichtige Methoden und lange Erfahrung
sind nötig zur Kontrolle einer derart schnellen Temperatursteigung. Jedoch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist diese Gefahr nicht gegeben, da die
Reaktionswärme durch die latente Verdampfungswärme des Azeotrops, das Wasser und das organische
Lösungsmittel umfaßt, kompensiert wird und da das gekühlte organische Lösungsmittel in das Reaktionssystem zurückfließt Es ist ein Vorteil bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, daß die Reaktion sicher durchgeführt werden kann durch Anwendung eines einfachen
Hilfsmittels, wie Aufrechterhalten der äußeren Hitze bei
einer konstanten Temperatur. Weiterhin kann das Ende der Kondensationsreaktion bei dem erfindungsgemäßen Verfahren leicht beobachtet werden, denn die
Reaktion ist beendet in dem Moment da die Destillation von im Verlaufe der Kondensationsreaktion gebildetem
Wasser nicht weiter beobachtet wird. Dieser Punkt kann leicht bestimmt werden unter Beobachtung der
Tatsache, daß, wenn in dem Destillat kein Wasser mehr vorhanden ist, die Destillationstemperatur bis zum
Siedepunkt des verwendeten organischen Lösungsmittels steigt und im Gleichgewicht bleibt
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Qualität der Phenolformaldehydpolymerisate beträchtlich und unerwarteterweise gesteigert durch eine
Behandlung, indem man die Polymerisate in einer Alkalilösung löst und sie mit einer Säure wieder ausfällt
Bisher bekannte Verfahren zur Reinigung von Polymerisaten schließen ein Verfahren ein, bei dem eitle
Umkristallisation aus einem organischen Lösungsmittel, wie Benzol oder Toluol, durchgeführt wird und ein
Verfahren, in dem die Polymerisate in einem wasserlöslichen organischen Lösungsmittel, wie Methanol oder
Aceton, gelöst werden, und man die Lösung zu einer größeren Menge Wasser gibt und die Polymerisate
ausfällt Jedoch sind Polymerisate, die gemäß diesen
Verfahren gereinigt wurden, in den Färbeeffekten
unterlegen und jede Spur von organischem Lösungsmittel, die in den Polymeren verbleibt, bewirkt eine
Koagulierung und Adhäsion der Polymerisatteilchen im
Verlaufe der Weiterbehandlung zum Aufbringen des Polymerisats auf Papier, wodurch es schwierig wird,
eine gleichförmige Aufbringung zu erzielen. Weiterhin rufen diese Verfahren Probleme bei der Rückgewinnung des Lösungsmittels und Lösungsverluste der
Polymerisate hervor und sind wirtschaftlich betrachtet, höchst unbefriedigend. Im Gegensatz dazu können
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren feine Polymerisatteilchen erhalten werden, die keinen verschlechterten Farbeffekt aufweisen und die eine leichte
gleichförmige Aufbringung ermöglichen.
Da die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymerisate einen erhöhten Erweichungspunkt besitzen, besteht keine Gefahr darin, daß das
Polymerisat während der Trocknungsstufe, die der Aufbringung des Polymerisats bei der Herstellung von
druckempfindlichem Kopierpapier folgt, schmilzt
Insbesondere wird ein Phenolformaldehydpolyvnerisat in einer wäßrigen Alkalilösung, wie Natriumhydroxid-, Kaliumhydroxid- oder Calciumhydroxidlösung
gelöst. Die Konzentration des Polymerisats in der obengenannten Lösung während der Filtration und zur
Neutralisation liegt im Bereich von 1 bis 10 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%) und vor der Filtration
wird die notwendige Menge Wasser zugesetzt, um den Bereich einzustellen. Eine wäßrige Lösung einer
anorganischen oder organischen Säure wird dann zu dem Filtrat gegeben, um das Alkali zu neutralisieren und
dadurch das gelöste Polymerisat in Form von feinen Teilchen auszufällen. Bei der Ausfällung des Polymerisats ist es bevorzugt, heftig bei einer Temperatur von 0
bis 70° C zu rühren, vorzugsweise unterhalb 45°C, so daß das ausgefällte Polymerisat in Form von amorphen
Teilchen mit einem Durchmesser von 3 bis 80μιτι
vorliegt. Bei einer Temperatur von 0 bis 70°C ist das Wachstum des polymeren Kristallgitters unvollständig,
und das entstehende Polymerisat zeigt einen niederen Grad an Kristallinität, bestimmt durch Röntgenstrahlenbeugung, und besitzt einen größeren Gehalt der
amorphen Form, die eine schnelle Farbentwicklung des basischen Farbstoffes, der damit in Kontakt gebracht
wird, hervorruft
Wenn das Polymere, das als Alkalisalz in Lösung gebracht wurde, durch Neutralisation mit einer Säure
ausgefällt wird, werden Verunreinigungen, die in dem ursprünglichen Polymeren enthalten sind sowie das
schwach wasserlösliche nichtumgesetzte Phenolformaldehyd und saurer Katalysator in Form von gelösten
Stoffen entfernt und gleichzeitig wird die Farbe des Polymeren durch Reinigung entfernt. Das ausgefällte
Polymere wird filtriert, gut mit Wasser gewaschen, um lösliche Substanzen in der Mutterlauge zu entfernen,
und dann wird es getrocknet, so daß man ein weißes bis blaßgelbes Produkt in Form eines feinen Pulvers erhält,
das, wenn man es in der Luft stehen läßt, geringe oder keine Verfärbung zeigt Xanthen oder Benzodioxanderivate, die in Nebenprodukten die Bildung von
Substanzen mit starkem Geruch hervorrufen, werden durch Filtration entfernt, da sie nur sehr schwach in der
wäßrigen Alkalilösung löslich sind. Somit ist das entstehende Polymere frei von jedem unangenehmen
Geruch und ist geruchlos oder besitzt nur einen schwachen innewohnenden Geruch des spezifischen
Polymeren.
Es ist einer der wichtigsten Vorteile der vorliegendpji
Erfindung, daß die Farbentwicklung des basischen Farbstoffes durch Kontaktieren mit dem entstehenden
Polymeren nicht vermindert, sondern eher gesteigert
wird. Die schnelle Farbentwicklung des basischen Farbstoffs kann der Tatsache zugesprochen werden,
daß gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren das Polymerisat in Form von feinen amorphen Teilchen mit
geringer Kristallinität erhalten wird.
ίο Die Teilchennatur des Polymerisats gemäß der
vorliegenden Erfindung ist von großem Wert, insbesondere wenn das untere Blatt des druckempfindlichen
Kopierpapiers hergestellt wird, indem man dessen Oberfläche mit einer wäßrigen polymeren Dispersion
is oder einem Latex überzieht Das Polymerisat, das man
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält, wird geeigneterweise, wie es im folgenden zur Herstellung
des polymerenbehandelten Papiers für eine druckempfindliche Kopiereinheit beschrieben ist auf Papier
aufgebracht Das sogenannte obere: Papierblatt auf das Mikrokapseln, die eine Lösung vuies basischen Farbstoffes enthalten, aufgebracht sind, wird auf das
sogenannte untere Papierblatt das das polymerenbehandelte Papier ist aufgelegt Wenn man mit einer
Feder, einem Stift oder einer Schreibmaschine Druck auf das obere Papierblatt ausübt bildet sich eine sehr
klare Farbe auf der Oberfläche des unteren Papierblattes. Die Färbegeschwindigkeit wird stark gesteigert
gegenüber der Geschwindigkeit die erhalten wird,
wenn man das durch Polymerisationsreaktion erhaltene
Polymerisat direkt verwendet ohne das erfindungsgemäße Wiederausfällungsverfahren durchzuführen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung erhält man das Polymere in Form eines feinen Pulvers. Diese
Pulverform ist sehr vorteilhaft beim Verarbeiten des Polymeren als Verwendung in druckempfindlichem
Kopierpapier; ein Aufwendiger Arbeitsgang zum Pulverisieren des Polymerisats wird nicht benötigt
wenn man das Polymere vor der Aufbringung in einem
organischen Lösungsmittel löst Das Polymere in einer
derartigen Form kann leicht in dem Lösungsmittel gelöst werden. Wenn die Herstellung einer wäßrigen
Dispersion gewünscht ist wird eine derartige Dispersion direkt aus einem Filterkuchen des ausgefällten
eine gleichförmige Aufbringung kann leicht erzielt
werden.
erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Polymere einen höheren Erweichungspunkt besitzt als das
unbehandelte Polymere. Wie es in den folgenden Beispielen ausgeführt wird, liegt der Erweichungspunkt
dei Polymeren etwa 10 bis 15°C höher als der des
unbehandelten Polymeren, das man unter den gleichen
Synthesebedinguiigen erhält Dazu kommt, daß die Farbentwicklung des basischen Farbstoffs, der mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymeren in Kontakt ist, entweder nicht geändert wird oder
gesteigert wird. Dies ist eine sehr nützliche und wünschenswerte Eigenschaft eines Polymeren, das man
in einem durckempfindlichen Kopierpapier verwendet Bei der kontinuierlichen Trockenstufe des Papiers, das
mit dem Polymerisatlatex behandelt wurde, bei der eine
relativ hohe Tenperatur erforderlich ist, kann ein
Polymeres mit einem höheren Erweichungspunkt ohne eine Gefahr des Schmelzens getrocknet werden. Wenn
das aufgebrachte Polymere schmelzen sollte, dringt es
einerseits über die Oberfläche des aufgebrachten Papieres hinaus, wodurch sich die Menge an Polymerisat, das auf der Oberfläche verbleibt, verringert und sich
der Färbeeffekt des Papiers verschlechtert, und andererseits klebt es als Verunreinigung an der
behandelnden Oberfläche einer Trockenvorrichtung, z. B. heißen Walzen, und erschwert die Herstellung
eines druckempfindlichen Kopierpapiers guter Qualität. Ein übliches Hilfsmittel zur Steigerung des Erweichungspunktes
des Polymerisates ist die Steigerung der
Menge an Formaldehyd bei der Synthese des Polymerisats. Jedoch ist ein auf diese Weise erhaltenes
Polymerisat nicht für den erfindungsgemäßen Zweck wünschenswert, da der Färbeeffekt des Polymeren da/11
neigt, sich schnell zu verschlechtern.
Das gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Polymere ist geeignet zur Verwendung in
drückernpfirnJÜLiicm Kopierpapier und ist wirtschaftlich
sehr nützlich. Das Polymere, wie sich aus den obenerwähnten verschiedenen Eigenschaften ergibt,
besitzt verbesserte Qualitäten und kann während der Herstellung eines derartigen Kopierpapiers leicht
gehandhabt und verwendet werden.
Bei der Untersuchung des Einflusses der Stellung der Subslituenlen in verschiedenen Phenolderivatcn wurde
gefunden, daß Polymerisate, die sich von para-substituierten
Phenolen ableiten, ausgezeichnete Färbeeffektc aufweisen, wenn sie als Material für druckempfindliches
Kopierpapier verwendet werden, wie sich aus der Tabelle 1 ergibt.
Phenole, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen ein p-Alkylpheno-Ie, wie p-Kresol, p-Äthylphenol, p-Propylphenol, p-Butylphenol, p-tcrt.-Butylphenol, p-teri.-Amylphenol.
p-Hexylphenol. p-Cyclohexylphenol, p-Heptylphenol.
p-Octylphenol und p-Nonylphenol; p-Arylphenole, wie
p-Phenylphenol; und p-halogenierte Phenole, wie
p-Chlorphennl. p-Bromphenol und p-Fluorphenol. Diese
Phenole können allein oder als Mischung in dem Alisgangsmaterial für das Polymerisat verwendet
werden. Besonders brauchbar unter den obenerwähnten para-substituierten Phenolen sind p-Chlorphenol und
p-Phenylphenol.
Die Tabelle I erläutert einen Vergleich von verschiedenen Phenolderivat/Formaldehydpol vmerisalen.
Bei der Herstellung der Polymerisate betrug das Molverhältnis von Formaldehyd zu dem jeweiligen
Phenol 0.8 : 1. Der verwendete Katalysator war p-Toluolsulfonsäure in einer Menge von 1.0 Gew.%.
bezogen auf Phenol, und als Lösungsmittel wurde Toluol verwendet.
Nach der Reaktion in der Hitze wurde die Temperatur auf 150'C zur Entfernung von Wasser,
nichtumgesetzteni Phenol und Lösungsmitteln gesteigert.
| Art des | Subslituenten- | Erweichungs | Bewertung der | f arbe des |
| Suhslituentcn | stcllung | punkt des | Tarnung | Polymeren |
| Polymeren | ||||
| Methyl | O | 40 | D | gelb |
| I1 | 101 | C | hellgelb | |
| tert.-Butyl | O | 99 | D | orange |
| P | 113 | C | gelb | |
| Cyclohexyl | O | III | D | hellbraun |
| P | 99 | C | rotbraun | |
| Phenyl | O | 74 | F-. | hellrot |
| P | 135 | B | rotbraun | |
| Chlor | O | 21 | C | rotbraun |
| P | 82 | Λ | dunkelrot |
Der Erweichungspunkt des Polymeren wurde bestimmt gemäß einem Ring- und Kugelmeßverfahren für
Asphalt, wie es beschrieben ist in JIS K-2531. Glycerin wurde als Heizmedium verwendet und die Heizgeschwindigkeit betrug 3° C/Min.
Zur Bestimmung der Färbung wurde weißes Papier mit einer4°/eigen wäßrigen Dispersion des Polymerisats
überzogen und dann in Luft getrocknet, so daß man das
polymerenbehandelte Papier erhielt. Ein oberes Papierblatt, das im Handel erhältlich war, als druckempfindliches Kopierpapier und das Farbstoffmikrokapseln auf
seiner unteren Oberfläche aufgebracht enthielt, wurde auf das polymerisatbehandelte Papier gelegt. Es wurden
gerade Linien mit einem Kugelschreiber gezogen und die entwickelte Färbung war cobaltblau. Die Färbung
auf dem polymerisatbehandelten Papier wurde gemäß dem folgenden willkürlichen Maßstab bewertet:
Anwendung des Druckes.
B — Die Farbe entwickelte sich direkt nach der
jedoch nach und nach dunkler.
C — Die Farbe entwickelte sich direkt nach der
und nach dunkler, war jedoch mit A nicht zu
vergleichen.
D — Direkt nach der Anwendung von Druck entwik
kelte sich die Färbung etwas und wurde etwas
dunkler.
E — Direkt nach der Anwendung von Druck entwik
kelte sich die Färbung kaum, entwickelte sich
jedoch später.
In der vorliegenden Erfindung kann Formaldehyd in Form von Formalin, Paraformaldehyd und anderen
Verbindungen, die in der Lage sind, Formaldehyd zu liefern, verwendet werden.
Das Molverhältnis von Formaldehyd zu Phenol liegt im Bereich von 0,6 : I bis I : I, vorzugsweise von 0,8 : I
bis I : I.
In diesem Bereich steigt das durchschnittliche Molekulargewicht des gebildeten Polymeren mit dem
Anstieg des Molverhältnisses an und die meisten der polymeren Moleküle haben 2 bis 5 Benzolringe und
zeige.: ausgezeichnete Färbeeffekte, wenn sie als Material für druckempfindliches Papier verwendet
werden.
Oberhalb der oberen Molverhältnisgrenzc schließen
die entstehenden Polymeren ein Polymeres mit hohem Molekulargewicht mit 12 oder mehr Benzolringen in
einem Molekül ein. Unterhalb der unteren Molverhältnisgrenze ist die Reinigung des entstehenden Polymeren,
das mehr nicht umgesetztes Phenol enthält, schwierig und das zurückgehaltene, nicht umgesetzte
Phenol bewirkt Geruch und Verfärbung des druckempfindlichen "Kopierpapier.
Als saurer Katalysator können einzeln oder in Mischung Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure und
Phosphorsäure, Arylsulfonsäuren, wie Benzolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäuren, Phenolsulfonsäuren; Alkylsulfonsäuren,
wie Äthylsulfonsäure. Butylsulfonsäure; Aralkylsulfonsäuren, wie Benzylsulfonsäure; Alkarylsulfonsäuren,
wie Toluolsulfonsäure, Xylolsulfonsäure, Äthylbenzolsulfonsäure; aliphatische Monocarbonsäuren,
wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure; aliphatische Dicarbonsäuren, wie Oxalsäure,
Malonsäure, Bernsteinsäure: zweiwertige Metallsalze, wie Zinkchlorid, Manganacetat und Cadmiumformiat.
verwendet werden.
Die Menge an zu verwendendem sauren Katalysator kann im Bereich von 0,5 bis 5 Gew.-°/o, bezogen auf das
verwendete Phenol, variiert werden und die bevorzugte Menge liegt im Bereich von 1 bis 3 Gew.-%.
Als hydrophobes organisches Lösungsmittel können einzeln oder als Mischung verwendet werden aromatische
Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, Trimethylbenzol, Monoäthylbenzol, Diäthylbenzol und
Triäthylbenzol, aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Pentan, Heptan, Hexan, Octan,
Nonan, Cyclohexan und Methylcyclohexan: und halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff,
Trichloräthylen, Tetrachloräthylen und Chlorbenzol. Diese hydrophoben organischen Lösungsmittel
werden in einer derartigen Menge verwendet, die es gestattet, mit Wasser azeotrop am Rückfluß zu
sieden. Vorzugsweise werden s>e in einer 0,5- bis 2,0fachen Menge des Volumens verwendeten Phenols
verwendet. Nach Beendigung der Reaktion wird die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit weiter gesteigert,
um das Lösungsmittel abzudestillieren.
Bei diesem Verfahren ist jedoch die vollständige Entfernung des Lösungsmittels schwierig und ein Teil
des Polymeren kann sich zersetzen. Ein bevorzugtes Verfahren besteht darin, daß man das entstehende
Polymere in eine wäßrige Lösung seines Alkalisalzes überführt und die Lösung einer Wasserdampfdestillation
unterwirft Eine noch wirksamere Methode besteht darin, daß man die hydrophobe organische Lösungsmittelschicht
abtrennt und die verbleibende Lösung der Wasserdampfdestillation unterwirft, wodurch das hydrophobe
organische Lösungsmittel leicht und vollständig abdestiüiert wird.
nii· umgesetzte wäßrige Alkalilösung wird dann
gekühlt und durch Zugabe einer Säure unter Rühren und unter Ausfällen des Polymeren neutralisiert, das durch
Filtration gewonnen wird, mit Wasser gewaschen und zu einem pulverartigen Produkt getrocknet wird.
Als Alkali zur Lösung des Polymeren sind die Alkalimetallhydroxide brauchbar, wie Lithiumhydroxid,
Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid und die Erdalkalimetallhydroxide, wie Calciumhydroxid, Bariumhydroxid
und Strontiumhydroxid. Das Alkali wird alleine oder als Mischung in einer genügenden Menge verwendet,
um das Polymere homogen zu lösen, jedoch im allgemeinen einem Molverhältnis von 0,25: I oder
hoher, vorzugsweise 0,5 bis 2,0:1, bezogen auf das verwendete Phenol. Die Konzentration an verwende
tem Alkali variiert in Abhängigkeit von der Art des Polymeren, liegt jedoch im Bereich von I bis 30
Gew.-%.
Als Säure zum Neutralisieren der wäßrigen Lösung des Alkalisalzes des Polymeren sind geeignet: anorganische
Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure. Schwefelsäure. Salpetersäure und Phosphorsäure und organische
Säuren, wie Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Ameisensäure. Essigsäure, Propionsäure. Die Säure
wird in einer Menge verwendet, die ausreicht, um das Polymere vollständig aus der wäßrigen Lösung
auszufällen, wodurch der pH-Wert der wäßrigen Lösung bei 7 oder weniger, vorzugsweise bei 5 oder
weniger, gehalten wird.
Die Umsetzung von Formaldehyd (oder der diesen bildenden Verbindung) und para-substituiertem Phenol
gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgte, indem man den Formaldehydbestandteil mit dem Phenolbestandteil
in einem Molverhältnis von 0,6 bis 1,0: 1 und in Anwesenheit eines sauren Katalysators umsetzt. Nach
der Auflösung des entstehenden Polymeren in der Alkalilösung, Einstellung der Konzentration des Polymeren
zwischen 1 bis 10% und Wiederausfällung des Polymeren aus der Alkalilösung durch Zugabe einer
Säure bei einer Temperatur von 0 bis 700C, vorzugsweise
unterhalb 45'C, besitzen die Harze einen Schmelzpunkt von etwa 70 bis 170°C und das Molverhältnis von
kombiniertem Formaldehyd zu Phenol beträgt 0.5 bis 1.0:1. Die Harze können durch folgende allgemeine
Formel dargestellt werden:
OH
I CH,
A,
OH
OH
A,
Α.,
worin η 0 bis 10 und Αι, Α» und Ai jeweils einen
Substituenten wie eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe oder Halogenreste bedeuten.
Insbesondere können Αι, Α? und Ai geeignete
Substituenten sein, wie:
(a) Alkylgruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen in irgendeiner ihrer isomeren Formen;
(b) Cycloalkyl-(alicyclische) Gruppen mit 5 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie Cyclohexyl-, Cyclopentyl-,
Methylcyclohexyl-, Butylcyclohexylgruppen;
(c) Aryl- oder Aralkylgruppen mit 6 bis !8 Kohlenstoffatomen,
wie Phenyl-, .·%-Methylben/yl-, Benzyl-,
Ciiinylgrtippcii;
(ti) tfcilogcnri'stc. wie Chlor . !!nun und Htiorrcstc.
Geeignete substituierte Phenole, die gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich zu den obengenannten
verwendet werden können, schließen ein p-sek.-Butylphenol, p-tert.-Hexylphenol, p-Isooctylphenol, p-Benzylphenol,
p-Decylphenol, p-Dodecylphenol, p-Tetradecylphenol,
p-Octadecylphenol, p-Methylphenol,
p-0-Naphthylphenol, p-«-Naphthylphenol, p-Pentadecylphenol,
p-Cetylphenol und p-Cumylphenol.
Die erfindungsgeinäß hergestellten -Polymeren sind
weiß und im wesentlichen frei von nichtumgesetzten Bestandteilen wie das ais Ausgangsmaterial verwendete
Phenol und besitzen hohe Qualität, ohne Verfärbung im Verlaufe der Zeit. Daher sind sie vorteilhaft, wenn sie
mit ähnlichen bekannten Polymeren verglichen werden und besitzen eine breite Anwendungsmöglichkeit.
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert.
(Λ) 75Og ;crt. Büiylphcno', !3! g Pairtfumiaiuehyd
(Reinheit 80%), 7,5 g Schwefelsäure und 700 ml Toluol wurden in ein Glasreaktionsgefäß eingebracht und
unter Rühren erhitzt, wodurch eine azeotrope Mischung von Toluol und Wasser abdestilliert wurde. Die
azeotrope Mischung wurde durch Kühlen kondensiert, das Wasser wurde abgetrennt und das Toluol wurde in
das Reaktionsgefäß zurückgegeben. Das Wasser wurde in etwa 90 Minuten vollständig aus dem Reaktionsgefäß
abdestilliert. Die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit wurde während dieser Zeitdauer von etwa 90 auf 1150C
gesteigert.
Eine wäßrige Lösung von 160 g Kaliumhydroxid in 320 g Wasser wurde zu der Reaktionsflüssigkeit
gegeben und die Mischung wurde unter Erhitzen gelöst. Toluol wurde durch Abtrennung entfernt und die
verbleibende Flüssigkeit wurde einer Wasserdampfdestillation zur vollständigen Abdestillation des Toluols
unterworfen. Die wäßrige Lösung wurde mit 40 Liter Wasser verdünnt, filrnert und dann bei 200C unter
Rühren mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure neutralisiert, bis der pH-Wert der Lösung 4 erreichte.
Der Niederschlag wurde filtriert, gut mit Wasser gewaschen und getrocknet und man erhielt 757 g eines
weißen pulverigen Polymeren.
(B) Vergleichsbeispiel
Die Reaktion von (A) wurde wiederholt, wobei das Wasser vollständig aus dem Reaktionsgefäß abdestilliert
wurde und die innere Temperatur wurde nach und nach gesteigert, um Toluol und nichtumgesetzte
Materialien aus dem Reaktionsgefäß abzudestillieren. Die endgültige Temperatur der Reaktionsmischung
betrug 1500C bei 50 mm Hg. Nach dem Isolieren und Abkühlen des Produktes erhielt man 792 g eines
gelblichorangen klumpigen Polymeren.
Unter Verwendung der oben unter (A) beschriebenen gleichen Bestandteile wurde die Reaktion 3 Stunden bei
90 bis 95°C durchgeführt, währenddem man die Gesamtmenge des Azeotrops in das Destillationsgefäß
zurückfließen ließ. Das Rückfließen wurde dann beendet und die innere Temperatur wurde nach und nach
gesteigert, um Toluol, Wasser und nichtumgesetzte Materialien aus dem Reaktionsgefäß abzudestillieren.
Die Endtemperatur der Reaktionsmischung betrug 15O0C bei 50 mm Hg. Nach Entnahme und Abkühlung
des Produktes erhielt man 796 g eines gelblichorangen klumpigen Polymeren.
In Tabelle 2 sind das Aussehen, die physikalischen Eigenschaften, der Gehalt an nichtumgesetztem Material
der durch die Verfahren (A), (B) und (C) erhaltenen Polymeren angegeben, ebenso wie die Unterschiede der
Reaktionsbedingungen.
| Erfindungs- gema'ß I (A) |
Vergleichsbeispiele I (B) |
I (C) | |
| Aussehen des Polymeren | weißes Pulver | gelblichorange Klumpen |
gelblich-orange Klumpen |
| Verfärbung bei der Lagerung | keine | stufenweise Verdunkelung |
stufenweise Verdunkelung |
| Geruch | keiner | sehr gering | merklich |
| Schmelzpunkt ( C) | 80-17! | 90-115 | 85-128 |
| Nicht umgesetztes Phenol (%) | 0,6 | 1,0 | 1.8 |
| Reaktionsverlauf | glatt | glatt | heftiger als (Λ) und (B) |
| Reaktionstemperatur ( C) | 90-115 | 90-115 | 90-95 |
| Temperatur bei der Nachbehandlung ( C) |
bis zu 100 C | bis zu 150 C bei 50 mm Hg |
bis zu 150 C bei 50 mm Hg |
(A) Das in Beispiel I(A) beschriebene Verfahren wurde wiederholt und es wurden 1285 g p-Chlorphenol.
J63 g Parafurinalik-hyd (Reinheit 80"/.,). J8 g ρ Toluol·
sulfrm-kiurc und !>!0 rnl Toluol uiiiges·.·!/! uiul .üifgear
bcitet und man erhielt liiO u' fines hclihr.iiiu uefärbten
pulvrigen Polvuii-u-ri.
(B) Vergleichsbeispiel
Unter Anwendung des Verfahrens von l(B) wurden die oben beschriebenen Bestandteile von (A) umgesetzt
und man erhielt 1370 g eines dunkelroten klumpigen Polymeren.
(C) Vergleichsbcispiel
Mit der Ausnahme, daß Toluol nicht verwendet wurde, wurde die Reaktion unter Verwendung der
Bestandteile von (A), wie sie oben angegeben sind, gemäß dem Verfahren, wie es in Beispiel 1(C)
beschrieben wurde, durchgeführt und man erhielt 1400 g
Tibelle 3
eines dunkelroten klumpigen Polymeren. Nach Abtrennung der nichtumgesetzten Materialien durch Destillation
trat ein heftiges Schäumen auf, wenn die Temperatur der Reaktionsmischung etwa 1200C erreichte
und das Verfahren war sehr schwierig durehzuführen, da ein Teil der Mischung durch Sioßen
aus dem Reaktionsgefäß entfernt wurde.
Die Tabelle 3 erläutert das Aussehen, die physikalischen Eigenschaften und den Gehalt an nichtumjese ztem
p-Chlorphenol, der gemäß den Verfahren (A), (B)
und (C) erhaltenen Polymeren ebenso wie die Unterschiede dieser Verfahren.
| 1: rf In dungs- genial.! 2 (Λ) |
Vcrglcichsbcispiclc 2(B) |
2(C) | |
| Aussehen des Polymeren | hellbraunes Pulver |
dunkelrole Klumpen |
dunkelrotc Klumpen |
| Änderung des Polymeren beim Stehen an der Luft |
keine | merklich | beträchtliche Änderung |
| Geruch | keiner | geringer | starker störender Geruch |
| Schmelzpunkt ( C) | 118-162 | 86-136 | 72-108 |
| Nicht umgesetztes p-Chlorphenol (%) |
0,15 | 1,52 | 3,51 |
| Rcaktionsvcrlauf | glatt | glatt | sehr schwierig |
| Rcaktionstemperatur ( C) | 90-115 | 90-115 | 90-95 |
| Temperatur bei der Nachbehandlung |
bis zu 100 C" | bis zu 150 C bei 50 mm Hg |
bis zu 150 C bei 50 mm Hg |
(A) Das Verfahren, das in Beispiel l(A) beschrieben wurde, wurde wiederholt, jedoch wurden 850 g p-Phenylphcnol,
112 g Paraformaldehyd (80%). 8,5 g p-Toluolsulfonsäure
und 900 ml Benzol umgesetzt und dann aufgearbeitet und man erhielt 858 g eines weißen
pulverigen Polymeren.
(B) Vergleichsbeispiel
Unter Verwendung der oben in (A) genannten Bestandteile wurden die Reaktionen durchgeführt
gemäß dem Verfahren, wie es in Beispiel l(B) beschrieben wurde und man erhielt 862 g eines
hellgelben klumpigen Polymeren.
(C) Vergleichsbeispiel
Mit der Ausnahme, daß Benzol nicht vei wendet wurde, wurde die Umsetzung unter Verwendung der
gleichen Bestandteile, wie in (A) beschrieben, gemäß dem Verfahren wie es in Beispiel l(C) beschrieben
wurde, durchgeführt und man erhielt 892 g eines hellrötlichen orangen klumpigen Polymeren.
Die Tabelle 4 erläutert das Aussehen, die physikalischen Eigenschaften und den Gehalt an nichtumgesetztem
p-Phenylphenol, der gemäß den Verfahren (A), (B) und (C) erhaltenen Polymeren ebenso wie die
Unterschiede dieser Verfahren.
Aussehen des Polymeren
Änderung des Polymeren
beim Stehen an der Luft
beim Stehen an der Luft
Geruch
Erfindungsge/näß 3 (A) Vcrgieichsbeispiele
3(B)
3(B)
3(C)
| weißes Pulver | hellorange Klumpen |
heli-rötlich orange Klumpen |
| keine | sehr gering | langsame Änderung nach rötlich-orange |
| keiner | sehr gering | merklich |
Erfindungsgemäß 3 (A)
Vergleichsbeispiele
3(B)
3(C)
Nicht umgesetztes
Phenylphenol (%)
Temperatur bei der
Nachbehandlung
74-118
0,7
glatt
87-115
bis zu 100 C
Verfahren
p-Phenylphenolharz
Verfahren erfindungsgemäß gemäß
US-PS
34 48 078
Reflexionsverhältnis*) des
(eingesetzten) überzogenen
Papiers
78,5
79,0
JO
50
60
*) Reflexionsverhällnis des überzogenen Papiers ist umso
besser, je höher.
74-115
glatt
87-115
bis zu 100 C
bei 50 mm Hg
73-110
2,5
heftiger als
(A) und (B)
87-90
bis zu 100 C
bei 50 mm Hg
Zur Stützung dafür, daß das erfindungsgemäße Verfahren zu einem ganz ausgezeichneten Entwickler
für druckempfindliches Kopierpapier führt, wurden folgende Versuche durchgeführt:
p-Phenylphenol wurde jeweils durch Umsetzung mit
Formaldehyd in Anwesenheit von p-Toluolsulfc-nsäure
(Katalysator) in Benzol (Lösungsmittel) umgesetzt Durch die Kondensation entstandenes Wasser wurde
dann azeotrop abdestilliert Das Phenolharz wurde in zwei Hälften aufgeteilt Eine Hälfte wurde gemäß dem
Verfahren der US-PS 3448 078 zum Abdestillieren des
Lösungsmittels unter reduziertem Druck erhitzt, wobei ein Harz zurückblieb, das nach dem Abkühlen
entnommen und pulverisiert wurde. Die andere Hälfte wurde der Arbeitsweise nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren unterworfen, d.h. Zugabe einer wäßrigen Natriumhydroxidlösung zum Phenolharz, Abdestillieren
der Lösungsmittel und Versetzen der resultierenden alkalischen Harzlösung mit Schwefelsäure zur Durchführung der Ausfällung. Jedes der pulverisierten Harze
und ausgefällten Harze, wurde in Wasser (Feststoffgehalt 40%) dispergiert und Kaolin wurde hinzugegeben,
um so Oberzugslösungen herzustellen. Die Überzugslösungen wurden jeweils auf hochwertiges Papier in einer
Menge von 1,0 g/m2 (Harzgehalt) aufgebracht. Die beschichteten Papiere wurden als unteres Papierblatt
für druckempfindliche Papiere eingesetzt Die Resultate dieses Farbentwicklertests sind in der Tabelle V
zusammengefaßt
Verfahren
p-Phenylphenolharz
Verfahren erfindungsgemäß gemäß
US-PS
3448 078
Reflexionsverhältnis**)
des entwickelten Papiers
unmittelbar nach der 62,2 57,9
24 Stunden nach der 50,5 45,3
**) Reflexionsverhältnis des entwickelten Papiers ist umso besser, umso niedriger.
Wie aus dieser Tabelle hervorgeht, werden die Farbentwicklergeschwindigkeit und die Farbdichte des
Phenolharzes durch die erfindungsgemäße Behandlung wesentlich verbessert
Zusätzlich besitzt das erfindungsgemäß erhaltene Phenolharz den technischen Vorteil, daß es sich leicht
pulverisieren läßt und daß somit die Herstellung wäßriger Dispersionen der Überzüge erleichtert wird.
Die nachstehende Tabelle VI zeigt die Resultate bei der Pulverisierung eines p-Phenylphenolharzes, erhalten
gemäß der US-PS 34 48 078 und gemäß der Erfindung, wobei der Zusammenhang zwischen der Pulverisierungszeit und der mittleren Teilchengröße des pulverisierten Harzes ersichtlich ist
p-Phenylphenolharz*)
Verfahren gemäß
US-PS 3448078
erfindungsgemüß
Pulverisierungs- 0,5 1,0 2,0 0,5 1,0 2,0 zeit (Std.)**)
Mittlere 6,2 4,7 4,5 3,5 2,8 1,9
(μηΐ)
*) Bei diesen Versuchen verwendetes p-Phenylphenolharr
Das Produkt der US-PS war nach Zerkleinerung zu Pulver durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweile von etwa
0,18 mm passiert worden; das Produkt gemäß der Erfindung wurde als solches verwendet, d. h. so wie es beim erfindungsgemäßen Verfahren anfallt.
**) Unter Verwendung einer Sandmühle.
909 543/41
Claims (2)
1. Verfahren wir Herstellung von Phenolformaldehydharzen durch Umsetzung von 0,6 bis 1 MoI
Formaldehyd oder einer Verbindung, die unter den Reaktionsbedingungen Formaldehyd bildet, mit
einem Mol para-alkyl-, -cycloalkyl-, -airyl-, -aralkyl-
oder -halogensubstituierter Phenole in Anwesenheit einer wirksamen Menge eines sauren Katalysators ι ο
und eines hydrophoben organischen Lösungsmittels, das in der Lage ist, mit Wasser ein Azeotrop zu
bilden, dadurch gekennzeichnet, daß man das entstehende Polymere in einer wäßrigen
alkalischen Lösung löst, das verbleibende organische Lösungsmittel aus der Lösung entfernt und dann
Säure zu der Lösung zugibt, um das Polymere daraus auszufällen.
2. Verwendung der nach Anspruch 1 hergestellten
Phenolformaldehydharze für druckempfindliche Kopierpapiere.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6039269 | 1969-08-01 | ||
| JP6646969 | 1969-08-25 |
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|---|---|
| DE2038001A1 DE2038001A1 (de) | 1971-02-18 |
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Family Applications (1)
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| DE19702038001 Expired DE2038001C3 (de) | 1969-08-01 | 1970-07-30 | Verfahren zur Herstellung von Phenolformaldehydharzen und deren Verwendung für druckempfindliche Kopierpapiere |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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