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Brems- und Sperr-Einrichtung fdr ein hydro-Statisches Triebwerk.
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Hydrostatische Triebwerke, die durch Zylinder und Kolben gebildet
oder als Rotationsverdränger ausgebildet sind, in der Ausführung mit offenen Kreisläufen
benötigen für den Pall der negativen 3elastung Brems- und Sperr-Einrichtungen. So
muß z. B. der Arbeitskolben einer hydrostatischen Hubeinrichtung, nachdem die Last
angehoben ist, durch Sperren der unterhalb von ihm befindlichen Arbeitsflüssigkeit
gehalten werden. Zum Abbremsen der Senkbewegung der Last ist es erforderlich, die
unter dem Arbeitakolben abfließende FlüssigKeit zu drosseln, wobei die potentielle
Energie der Last hauptsächlich in Wärme wngewandelt wird. aenn hierfür Kolbenventile
verwendet werden, die nicht völlig, dicht schliessen, kann die Last nicht längere
Zeit in einem angehobenen Zustand gehalten werden. Das Korde zwar mit Sitzventilen
erreicht werden, doch würde hierbei der von der Last herrührende Druck der Arbeitsflüssigkeit
gegen Federn abgestützt, so daß man von der Einstellung der Federkraft und deren
Veränderung abhängig wäre. Man hat daher zur sicheren Sperrung der eine angehobens
Last tragenden Arbeitsflüssikeit aufsteuerbare Rückschlagventile verwendet. Eine
entsprechende Schaltung zeigt Pig. 1 der Zeichnung.
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Die Last 1 wird über eine Kolbenstange 2 von dem Kolben 3 einer hydrostatischen
Hubeinrichtung getragen, dessen Zylinder mit 4 bezeichnet ist. Die Flüssigekeit
zum Bewegen deo Kolben 3 wird von einer Pumpe 5 über ein Umsteuerventil 6 geliefert.
Das Umsteuerventil 6 ist durch eine Leitung 7 mit einem Bremsventil 8 verbunden,
von
dem eine Leitung 9 über ein aufsteuerbares Rückschlagventil 10 zu dem unteren Ende
des Zylinders 4 geführt ist. An die Leitungen 7 und 9 ist eine das Bremsventil 8
umgehende Leitung 11 mit einem Rückschlagventil 12 angeschlosen. Das Umsteuerventil
6 ist ferner durch eine Leitung 13 mit dem oberen Ende des Zylinders 4 verbunden.
Eine Feder 14 sucht den beweglichen Teil des Bremsventiles 8 nach rechts zu schieben,
d. h. in eine Lage, in welcher die Leitungen 7 und 9 getrennt sind. Im entgegengesetzten
Sinn wirkt Druckflüssigkeit, die bei einer entsprechenden Stellung des Umsteuerventiles
6 von der Pumpe 5 in die Leitung 13 gedrückt wird. Diese Leitung ist namlich durch
eine Leitung 15 über ein Rückschlagventil 16 und eine parallel zu diese liegende,
einstellbare Drossel 17 mit dem rechten Ende des Bremsventile3 8 verbunden.
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Wenn das Umsteuerventil 6 so eingestellt wird, daß die Druck seite
der Pumpe 5 mit der Leitung 7 und die Leitung 13 mit einer Ablaufleitung 18 verbunden
ist, wird bei der dargestellten Sperrlage des Bremsventiles s die von der Pw;pe
5 gelieferte Druckflüssigkeit durch die Leitung 11 sowie die Rückschlagventile 12
und 10 i den unteren Teil des Zylinders 4 gedrückt. Demgemäß wird der Kolben 3 mit
der Last 1 angehoben, wobei aus dem oberen Teil des Zylinders 4 Flüssigkeit durch
die Leitungen 1S und 18 abläuft.
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Das Halten der Last in der angehobenen Stellung wird nur durch das
autsteuerbare Rückschlagventil 10 bewirkt. Dabei steht das Steuerventii 6 tn der
Mittelstellung, so daß die Aufsteuerleitung 19 vom RAckschlagventil 10 ueber die
Leitungen 13 und 8 drucklos ist.
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Wenn die Last 1 sebremat abgesenkt erden soll, wird das Umsteuerventil
6 so eingestellt, daß die Pumpe 5 Druckflüssigkeit in den oberen Teil des Zylinders
4 liefert. Infolge es hierbei in der Leitung 13 auftretenden
Flüssigkeitdruckes
wird das Rüokschlagventil 10 über die Aufsteuerleitung 19 aufgesteuert. Außerdem
wird das Bremsventil 8 durch den in der Leitung 13 herrschenden Druck über die Drossel
17 mit Verzögerung gegen der. Widerstand der Feder 14 nach links geschoben. Demgemäß
wird die Leitung 9 mit der Leitung 7 durch eine Drossel 20 verbunden. Daher strömt
aus dem unteren Teil des Zylinders 4 Flüssigkeit unter Drosselwirkung durch die
Leitgen 9, 7 und 18 b, das Absenken der Last 1 erfolgt also mit einer Bremsung.
Hierbei ruß in Kauf genommen werden, daß von der in der Leitung 9 gestauten Slüssigeit
ein gewisser Teil durch die Fuge zwischen dem beweglicen Teil und de Gehäuse des
Bremsventiles 8 abläuft.
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Das ict mit der Ablaufleitung 21 angedeutet. Auch beim Arbeitshub
tritt Leckflüssigkeit auf, da die hierbei in den Leitungen 7 und 9 befindliche Druckflüssigkeit
durch das 3rems- und Sperr-Ventil 8 nicht völlig abgedichtet wird.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, nicht nur eine
völlige Sperrwirkung zum Halten der hydrostatisch angehobenen Last zu ermöglichen,
eondern auch das Anfallen von Leckflüssigkeit bei einem hydrostatischen Triebwerk
zu vermeiden und dabei günstige Einbeumöglichkeiten sowie in einfacher Weise Voraussetzungen
für eine Synchrctlisierung von parallel zueinander betriebenen Triebwerken sowie
für den Betrieb von Triebwerken mit wechselnder Lastriehtung zu schaffen.
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Die Erfindung geht aus von einer Brems- und Sperr-Einrichtung für
ein einen offenen Kreislauf aufweisendes hydrostatisches Triebwerk mit einem in
einem Gehäuse geführten Kolbenschieber, der ein Drosselorgan tür die beim Bremsvorgang
aus dem Arbeitsraum des Triebwerkes austretende Flüssigkeit enthält, sowie mit einem
Rückschlagventil zum Durchgang der Arbeitsflüssigkeit beim Arbeitshub des Triebwerkes;
und die Erfindung besteht in erster Linie
darin, daß innerhalb des
an beiden Stirnseiten geschlossenen Gehäuses zwischen zwei Anschlußöffnungen für
die Arbeitsflüssigkeit, die beim Bremsvorgang durch das Gehäuse und das Drosselorgang
fließt, ein Ventilsitz auf dem eine Ventilfläche des Kolbenschiebers im Sperr-Zustand
des TriebvJerkes unter dem Einfluß der die Last stützenden Arbeitsflüssigkeit gedrückt
wird, sowie eine den Kolbenschieber umschließende Ringdichtfläche so angeordnet
sind, daß diese beim Bremsvorgang ein Vorbeifließen der Arbeitsflüssigkeit an dem
Drosselvorgang verhindert. Verschiedene Möglichkeiten für die Gestaltung einer Brems-
und Sperr-Einrichtung nach der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Ansprüchen.
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Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt; und zwar zeigen Fig. 2 eine Brems- und Sperr-Einrichtung nach einem
Ausführungsbeispiel in einem liialschnitt, Fig. 3 ein Schaltbild für diese Einrichtung,
Fig. 4 ein Schaltbild für zwei parallel arbeitende Einrichtungen dieser Art, Fig.
5 eine Brems- und Sperr-Einrichtung nach einem anderen Ausführungsbeispiel in einem
Axialschnitt, Fig. 6 eine Brema- und Sperr-Einrichtung für Umkehrung der Rraftrichtung
und Fig. 7 den Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6.
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Die Breme- und Sperr-Einrichtung nach Fig. 2 hat ein zylindrisches
Gehäuse 22, das als Steck-Patrone ausgebildet ist. Es kann in eine zylindrische
Bohrung eines
größeren Gehäuses, das zu einem hydrostatischen Xriebwerk
mit offenem Kreislauf gehört, passend eingeschoben werden. Es besteht daher die
Möglichkeit einer leichten Auswechslung des Gehäuses, wenn die in ihm befi,ndlichen
Teile unbrauchbar geworden sind oder gereinigt werden müssen. Auch kann das Gehäuse
aus gegebenem Anlaß gegen ein anderes Gehäuse mit andersartigen Bauteilen ausgetauscht
werden. Das Gehäuse kann also ohns Rohrleitungen direkt an den abzusichernden Verbraucher
angeschlossen werden.
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In einer Ausdrehung des Gehäuses 22 ist ein Kolbenschieber 23 parallel
zur Achse des Gehäuses verschiebbar geführt. Hierzu dient einerseits ein in der
Ausdrehung befindlicher Kragen mit einer zylindrischen Ringfläche 24, welche eine
zylindrische Umfangsfläche 25 des unteren Teiles des Kolbenschiebers 23 dicht umschließt.
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Andererseits ist der Kolbenschieber 23 mit seinem oberen, zylindrischen
Ende durch einen Dichtring 26 geführt, der-in eine weite Bohrung 27 des Gehäuses
eingesetzt ist und auf einer Stufenfläche zwischen dieser Bohrung und der anschließenden
Ausdrehung aufliegt. Gegenüber dem Gehäuse 22 ist der Dichtring 26 durch eine Ringdichtung
28 abgedichtet. In dieser Lage wird der Diohtring 26 durch eine zylindrische Kapsel
29 gehalten, die in die weite Bohrung 27 eingeschraubt und gegenüber dem Gehäuse
22 durch eine Ringdichtung 30 abgedichtet ist. Innerhalb der Kapsel 29 befindet
sich eine Druckfeder 31, die sich einerseits gegen die obere Stirnwand der Kapsel
29 und andererseits gegen den Kolbenschieber 29 stützt Die Auadrehung des Gehäuse,
23 hat etaa in der Mitte zwischen der zylindrischen Ringfläche 24 und dem Nicht
ring 26 eine Ringleiste mit einem Ventilsitz 32. Auf diesen kann eine kegelige Ventilfläche
33 d Kolbenschiebers 23 durch die Feder 31 und einen innerhalb der Kapsel 29 herrschenden
Flüssigkeitsdruck gedrückt
werden.
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Die erwähnte Ausdrehung des Gehäuses 22 bildet unterhalb der zylindrischen
Dichtfläche 24 einen Raum 34, der durch eine Radialbohrung 35 mit einer Ringnut
36 in der Umfanaflache des Gehäuses 22 verbunden ist. Die Ringnut 36 steht, wenn
das Gehäuse 22 in die Bohrung des größeren Gehäuses eingesteckt ist, mit einem Kanal
dieses Gehäuses in Verbindung, der der Leitung 7 in Fig. 1 entspricht, also durcn
ein Umsteuerventil wahlweise mit der Druckleitung einer Pumpe oder mit einer Ablaufleitung
verbunden werden kann.
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Zwischen der zylindrischen Dichtfläche 24 und iem Ventilsitz 33 bildet
die erwähnte Ausdrehung des Gehäuses 22 einen Raum 37, der durch eine Radialbohrung
38 mit einer Ringnut 39 in der Umfangsfläohs des Gehäuses 22 verbunden ist.
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Zwischen dem Ventilsitz 32 und dem Dichtring 26 bildet die Ausdrehung
einen Raum 40, der durch eine Radialbohrung 41 mit einer Ringnut 42 in der Umfangsfläohe
des Gehäuses 22 verbunden ist. Die Ringnut 42 ist, wenn das Gehäuse 22 in die Bohrung
des größeren Gehäuses eingeschoben ist, mit einem Kanal dieses Gehäuses verbunden,
welcher der Leitung 9 in Fig. 1 entspricht, also die Verbindung mit dem unteren
Ende des Zylinders eines hydrostatischen Hubwerkes herstellt.
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Nahe dem unteren Ende des Gehäuses 22 befindet sich in dessen Umfangsfläche
eine Ringnut 43. Diese ist, wenn das Gehäuse 22 in die Bohrung des gröBeren Gehäuses
eingeschoben ist, mit einem Kanal dieses Gehäuses verbunden, der von einet Kanal
ausgeht, welcher der Leitung 13 in Fig.. 1 entspricht, also an das obere Ende des
Zylinders eines hydrostatischen Hubweges angeschlossen ist.
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Die Ringnuten 36, 39, 42 und 43 sind durch oberhalb
und
unterhalb von ihnen befindliche Ringdichtungen 44 gegenüber der Fuge zwischen dem
Gehäuse 22 und dem größeren Gehäuse abgedichtet.
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Der Kolbenschieber 23 hat eine Axialbohrung, die oben und unten abgeschlossen
ist, da eie nach unten nicht durchgeht und oben einen eingeschraubten Stopfen 45
aufweist. Im Innern der Bohrung befindet sich ein Rückschlagventil, das durch eine
Kugel 46 und eine Ventilsitz 47 gebildet wird. Eine Druckfeder 48, die sich gegen
den Stopfen 45 stützt, sucht die Kugel 46 auf den Ventilsitz 47 zu drücken. Der
oberhalb des Ventilsitzes 47 befindliche Raum 49 der Bohrung des Kolbenschiebers
ist durch Radialbohrungen 50 mit dem Raum 40 verbunden.
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Von den unterhalb des Ventilsitzes 47 befindlichen Raum 51 der erwähnten
Bohrung gehen Radialbohrungen 52, 53, 51, 55, 56 aus, die in der zylindrischen Umfangsfläche
25 des Kolbenschiebers munden. Bei der in rig. 2 dargestellten Lae des Kolbenschiebers,
in welcher die Ventilfläche 33 auf dem Ventilsitz 32 aufliegt, werden die Mündungen
der obersten Radialbohrungen 52, welche einen ziemlich kleinen Durchmesser haben,
durch die zylindrisc"e Dichtfläche 24 abgeschlossen. Das gilt teilweise auch für
die etwas tiefer angeordneten Radialbohrungen 53, die einen etwas größeren Durchmesser
haben. Die Radialbohrungen 54, 55 und 56, deren Durchmesser um so größer sind, je
e tiefer sie liegen, münden bei der dargestellten Lage in den Raum 34. Außerdem
ist der Raum 51 an seinem unteren Ende durch weite Radialbohrungen 57 mit dem Raum
34 verbunden.
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Der Innenraum der Kapsel 29 ist mit der Ringnut 42 durch eine parallel
zur Achse des Gehäuses 22 liegende Bohrung 58 verbunden, die nach außen abgeschlossen
ist.
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Eine yon der Bohrung 58 ausgehende Querbohrung 59 mündet in ie weite
Bohrung 27, die durch eine Bohrung
60 mit dem Inneren der Kapsel
29 in Verbindun steht.
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Andererseits ist die Bohrung 58 mit der Ringnut 42 durch eine Querbohrung
61 und eine Drossel 62 verbunden.
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Unterhalb des Raumes 34 ist in dem Gehäuse 22 ein einen Steuerkolben
bildender Stift 63 gleichachsig zu der erwähnten Ausdrebung des Gehäuses verschiebbar
geführt. Sein unteres Ende ragt in eine nach augen abgeschlossene Bohrung 64 des
Gehäuses hinein. Diese steht mit der Ringnut 43 durch eine Radialbohrung 65 in Verbindung.
In dieser befindet sich ein Rückschlagventil 66, zu dem parallel eine einstellbare
Drossel 67 liegt.
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Die Radialbohrung 65 wird zwischen dem Rückschlagventil 66 und der
Drossel 67 einerseits und der Ringnut 43 unterbrochen durch eine nach außen abgeschlossene
Bohrung 68. In diese ragt mit Spiel ein zylindrischer Bolzen 69 herein, der in eie
zur Achse des Gehäuses 22 parallele Bohrung passend on unten her eingesetzt und
durch ein Nippel 70 gehalten ist. Der Bolzen 69 hat eine Bohrun, die mit der Bohrung
68 durch Öffnungen 71 in Verbindung seht. In der Bohrung des Bolzens 69 ist ein
ein Vorsteuerventil bildender Kolben 72 geführt, dessen Hub nach unten durch einen
Stößel 73 begrenzt wird. Auf der Oberseite tragt der Kolben 72 einen Zapfen 74,
der in eine engere Bohrung hineinragt und zum AuBsteuern eines Rückschlagventiles
dient, das durch eine Kugel 75 und einen Ventilsitz am oberen Rand der engeren Bohrung
gebildet wird. Die Kugel 75 befindet sich in einer Bohrung 76, die mit der Bohrung
58 in Verbindung steht und eine auf die Kugel 75 wirkende Druckfeder 77 enthält.
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Die enge Bohrung, in welche der Zapfen 74 hineinragt, ist über eine
Querbohrung und eine Ringnut 78 des Bolzens 69 sowie eine Querbohrung 79 in dem
Gehäuse 22 mit dem Raum 34 verbunden.
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Die Wirkungsweise dieser Einrichtung sei armband des Schaltbildes
nach Fig. 3 erläutert, in welchem diejenigen Schaltungselemente, die auch bei der
Schaltung nach Fig. 1 vorhanden sind, dieselben Bezugszahlen haben wie in Fig. 1
(zum Teil sind in Klammern die für die betreffenden Schaltungselemente in Fig. 2
verwendeten Bezugszahlen außerdem eingetragen).
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Wenn das Umsteuerventil 6 die in Fig. 3 dargestellte Mittellage einnimmt,
kann die Flüssigkeit, die sich in dem Zylinder 4 der hydrostatischen Rubeinrichtung
unterhalb des Kolbens 3 befindet, nicht entweichen.
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Denn einerseits ist das Rückschlagventil 46, 47, das dem Rückschlagventil
12 in Fig. 1 entspricht unter dem Druck dieser Flüssigkeit geschlossen, da dieser
Druck aus der Leitung 9 durch die Ringnut 42 und die Radialbohrungen 41, 50 in dem
Raum 49 auf die Kugel 46 wirkt. Andererseits wird durch die Feder 31 und den Flüssigkeitadruck
innerhalb der Kapsel 29 der Arbeitskolben mit seiner Ventilfliche 33 auf den Ventilsitz
32 gedrückt, so daß aus dem Raum 40, der durch die Radialbohrung 41 mit der Ringnut
42 in Verbindung steht, keine Flüssigkeit entweichen kann. Doch wird aus der Ringnut
42 der Flüssigkeitsdruck durch die Drossel 62 und die Bohrungen 61,58, 60 in den
mit Flüssigkeit gefüllten Raum der Kapsel 29 übertragen.
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Die Bohrung 58 ist durch daß Vorsteuerventil 75 hermetisch abgesperrt.
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So nach wird die Last 1 über lange Zeit unverändert in ihrer angehobenen
Lage gehalten. Dabei kann an keiner Stelle Leckflüssigkeit nach außen treten.
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Wenn die Last angehoben werden soll, wird der bewsliche Teil des Umsteuerventiles
6 nach rechts ges oben. Dann fordert aie Pumpe 5 Druckflüssigkeit durch die Leitung
7 und die Ringnut 36 durch die Radialbohrung 35, den Raum 34 sowie die Radialbohrungen
57 und
zum Teil die Radialbohrungen 53, 54, 55, 56 in den Raum
51 innerhalb des Kolbenschiebers 23. Durch den Druck dieser Flüssigkeit wird die
Kugel 46 von dem Sitz 47 abgehoben, so daß die Druckflüssigkeit durch die Radialbohrurgen
50, den Raum 40, die Radialbohrung 41 und die Ringnut 42 sowie die Leitung 9 in
den unteren Teil des Zylinders 4 tritt und so den Kolben 3 mit der Last 1 nach oben
schiebt. Dabei bleibt der Kolbenschieber 23 in seiner ScEließstellung, in welcher
seine Ventilfläche 33 auf dem Ventilsitz 32 sitzt. Auch hierbei kann keine Leckflüssigkeit
nach außen treten.
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Wenn die Last 1 unter Bremswirkung abgesenkt werden soll, wird der
bewegliche Teil des Umsteuerventiles 6 nach links geschoben. Dann tritt die yon
der Pumpe 5 gelieferte Druckflüssigkeit in die Leitung 13 und damit in den oberen
Teil des Zylinders 4. In dem Maß, in dem sich in der Leitung 13 ein Druck aufbaut,
dringt dieser durch die Ringnut 43, die Radialbohrung 65 und die Drossel 47 in den
Raum 64, wobei das Rückschlagventil 66 geschlossen ist. Hach einiger Zeit hat sich
der Druck in dem Raum 64 soweit erhöht, daß der Stift 63 mit derjenigen Kraft von
unten her gegen den Kolbenschieber 23 gedrückt wird, die erforderlich ist, um den
Kolbenschieber gegen den Hideratand der Feder 31 anzuheben. Dabei braucht aber kein
nennenswerter Flüssigkeitsdruck im Innern der Kapsel 29 überwunden zu werden, denn
duroh den Flüssigkeitsdruck in der Radialbohrung 65, der durch die Öffnungen 71
auch in die Bohrung des Bolzens 69 eintritt, wird der Kolben 72 nach oben geschoben,
so daß er mit seinem Zapten 74 die Kugel 75 gegen den Widerstand der Feder 77 und
den Druck in der Bohrung 58 anhebt. Hierdurch wird der Innerraum der Kapsel 23 über
die Bohrungen tiO und 58 sowie durch die guerbohrung 79, den flE 34 und die Radialbohrung
35 mit der Ringnut 36 verbunden. Diese steht
mit der Leitung 7
in Verbindung, die über das Umsteuerventil ó mit der Ablaufleitung 18 verbunden
ist.
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In dem Schaltbild nach Fig. 3 erhalt man die betreffende Einstellung,
wenn man die rechte Hälfte des den Kolbenschieber 23 darstellenden Rechteckes soweit
nach links verschoben denkt, daß sie die in Fig. 3 gezeichnete Lage der linken Hälfte
$geöffne- $Kugel-Rückschlagventiles Danach ist die Ventilfläche 33 des Kolbenschiebers
23 von dem 7entilsitz 72 abgehoben, was in Fig. 3 in der rechten Hälfte des Rechteckes
23 in Form eines geöffneten Kugel-Rückschlagventiles veranschaulicht ist. Demgemaß
fließt nunmehr aus dem unteren Teil des Zylinders 4 Flüssigkeit durch die Leitung
9 in die Ringnut 42 und von dieser durch die Radialbohrung 41 und den Raum 40 in
den Raum 37.Dieser Raum ist gewöhnlich nach außen abgeschlossen, da die Ringnut
39 nicht mit einem Kanal des größere Gehäuses in Verbindung steht. Da der Kolbenschieber
23 angehoben ist, sind die Radialbohrungen 52 über die zylindrische Dichtfäche 24
hinausgetreten, so da° die Flüssigkeit durch diese engen Bohrungen in den Raum 51
treten kann. Aus diesem fließt die Flüssigkeit vor allem durch die Radialbohrungen
57, den Raum 34, die Radialbohrung 35 und die Ringnut 36 in die Leitung 7 und von
dieser in die Ablaufleitung 18. Sonach muß die aus dem unteren Teil des Zylinders
austretende Flüssigseit durch die engen Bohrungen 52 hindurchtreten; sie wird also
gedrosselt. Hierdurch wird eine Bremswirkung beim Absenken der Last erzielt.
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Man hat es In der Hand, die Br swi.rkung zu verringern, indem der
Kolbenschieber noch weiter nach oben geschoben wird, so daß nach und nach die Bohrungen
53, 54, 55, 56 in den Raum 37 treten und so einen zunehmend größeren Durchflußquerschnitt
gewähren. Dies erfordert
einen variablen Druck im Rcum 64, der
sich automatisch einstellt, wenn die in die Leitung 13 eingespeiste Menge, über
die Pumpendrehzahl z. B., variiert wird.
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Die Geschwindigkeit des Kolbens 2 entspricht LastunabS hängig der
in 13 zugeführten Menge. Die Drossel 67 verhindert ein Ubersteuern oder schwingen
des Ventils. Bei konstanter Pumpfbrderung wird mit der Drossel 67 die Beschleunigungszeit
für die Last eingestellt.
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Auch beim Ab senken der Last tritt keine Leckflüssigkeit nach außen.
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Fig. 4 ist ein Schaltbild für den Fall, daß zwei hydrostatische Hubeinrichtungen
für eine Last 100 synchron betrieben werden sollen und zu diesem Zweck aus Sicherheitegründen
zwei Brems- und Sperr-Einrichtungen nach Pig. 2 verwendet werden müssen. In Fig.
4 sind für die eine hydrostatische Hubeinrichtung 2, 3, 4 und die ugehörige Brems-
und Sperr-Einrichtung dieselben Besugasahlen verwendet worden wie in Fig. 3, während
für die andere Hub einrichtung und die zugehörige andere Brems-und Sperr-Einrichtung
dieselben Bezugszahlen mit dem Zusatz a verwendet sind. Der Gleichlauf beim Heben
der Last durch die beiden Hubeinrichtungen 2, 3, 4 und 2a, 3a, 4a wird dadurch gewährleistet,
daß die Leitungen 9 und 9a über die Rückschlagventile 46 bzw. 46a unter Vermittlung
der Leitung 7a mit derselben Druckleitung 7 der Pumpe 5 verbunden sind. Beia absenken
der Last wird der Gleichlauf auf beiden Seiten dadurch gewährleistet, daß vor den
Drosselbohrungen 52 bis 56 bzw. 52a bis 56a stets derselbe Flüssigkeitsdruck herrscht,
in dem die Ringnuten 39 und 39a durch eine Leitung 101 miteinander verbunden sind.
Auch das Anheben der beiderseitigen Kolbenschieber 23, 23a erfolgt gleichmäßig,
da der Druck in den beiderseitigen Räumen 64 bzw. 64a, der auf die Stifte 63 und
63a wirkt, völlig gleich gehalten wird, da die Räume 64 und 64a durch eie Leitung
102 miteinander verbunden sind.
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Auch nch Fig. 5 ist das Gehäuse 122 der Brems- und Sperr-Einrichtung
als Steckpatrone ausgebildet, doch in einfacherer Art als nach Fig. 2. Es fällt
nämlich die Ringnut 39 mit dem Raum 37 weg. Im übrigen sind in Fig. 5 fttr diejenigen
Bauteile und Hohlräume, die auch bei der Ausführung nach Fig. 2 vorhanden sind,
dieselben Bezugszahlen gewählt wie in Fig. 2.
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Die Bauart nach Fig. 5 unterscheidet sich von der nach Fig. 2 weiterhin
dadurch, daß sich die Ventilfläche 133 des Kolbenschiebers 132 an dessen unterem
Ende befindet. Der zugehörige Ventilsitz in dem Gehäuse 123 ist mit 132 bezeichnet.
Oberhalb von ihm befindet sich der Raum 32, in den die Radialbohrungen 53 und 57
münden und der oben durch die zylindrische Dichtfiäche 24 abgeschlossen wird. Doch
steht der Raum 34 nicht durch eine Radialbohrung mit der Ringnut 36 in Verbindung;
diese liegt vielmehr ao tief, daß sie unterhalb des Ventilsitzes 132 durch die Radialbohrung
35 mit demjenigen Raum 134 verbunden ist, in den der Stift 63 hineinragt.
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Der Kolbensohieber.123 ist einmal durch die zylindrieche Diohtfläche
24 geführt und zum andern nicht durch einen eingelegten Dichtring 26, sondern durch
eine zy liadrische Dichtfläche einer am Gehäuse 122 sitzenden Ringleiste 126. Zwischen
dieser und der zylindrischen Dichtfläche 24 wird ein Raum 140 eingeschlossen, der
durch die Radialbohrung 41 mit der Ringnut 42 verbunden ist.
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Ein weiterer Unterschied der Ausführung nach Fig. 5 gegenüber der
nach Fig. 2 besteht darin, daß sich in der Bohrung 76 des Bolzens 69 zwei einander
entgegenwirkende Rückschlagventile mit einer unteren Kugel 75 und einer oberen Kugel
175 befinden, die durch eine gemeinsame Feder 77 nach unten bzw. nach oben gegen
Ventilsitze gepreßt werden.
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Wenn bei der Ausführung nach Fig. 5 die Last angehoben werden soll,
wird durch die Ringnut 36 Druckflüssigkeit unter den Kolbenschieber 123 gebracht,
so daß dieser gegen den Widerstand der Feder 31 und den Druck der in der Kapsel
29 befindlichen Flüssigkeit angehoben wird.
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Daher drUmt die Druckflüssigkeit aus dem Raum 134 in den Raum 34 und
aus diesem vor allem durch die Radialbohrungen 57 in den Raum 151 unter der angehobenen
Kugel 46 hinweg durch die Radialbohrungen 50 und 41 in die Bingnut 42. Dabei wird
dadurch die obere Kugel 175 verhindert, daß der hohe Flüssigkeitsdruck aus dem Raum
134, welcher die Kugel 75 anhebt, in die Bohrung 58 und damit in das Innere der
Kapsel 29 gelangt.
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Das Ansteigen des Druckes in der Ringnut 42 kann sich wegen der Drossel
62 langsam bis in das Innere der Kapsel 29 hin auswirken.
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Wenn die Last unter Bremewirkung gesenkt werden soll, wird durch den
Flüssigkeitsdruck in der Ringnut 43, der sich bis in die Bohrung des Bolzens 69
auswirkt, der Kolben 72 nach oben geschoben, eo daß die Kugel 75 von ihrem Sitz
abgehoben wird. Demzufolge kann sich die Flüssigkeit im Innern der Kapsel 29 entspannen,
da ein Teil der Flüssigkeit durch die Bohrung 58 und über die Kugel 175 hinweg in
den Raum 134 strömt, der mit der Ringnut 36 und daher auch mit der Leitung 7 und
der Ablaufleitung 18 verbunden ist. Unter dem Flüseigkeitsdruck in der Ringnut 43
wird - nach der durch die Drossel 67 bewirkten Verzögerung - der Stift 63 nach oben
geschoben, so daß der gRensonieber 123 angehoben wird. Demzufolge strömt aus 3en
unteren Teil des Zylinders 4 durch die Leitung 5 und die Ringnut 42 sowie den Raum
140 Flüssigkeit durch die engen Bohrungen 52 in den Raum 151 des Kolbenschisbers
und von da vor allem durch die Radialbohrungen 57 in den Raum 134, der wie gesagt,
mit der Ablaufleitung 18 verbunden ist. Durch die Drosselung der abströmenden
Flüssigkeit
in den einen Bohrungen 52 - sowie bei weiterem Anheben des Kolbenschiebers 123 durch
die Bohrungen 53, 54, 55, 56 - wird die Last beim Absenken gebremst.
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Auch bei diesem Ausführungsbeispiel tritt in allen Fällen keine Leckflüssigkeit
aus.
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Fig. 6 und 7 zeigen, daß zwei Kolbenschieber 123 und 123a in der Ausführung
nach Fig. 5 in einem gemeinsamen Gehäuse 122a untergebracht sind. Im übrtgen sind
gleiche Bauteile und Hohlräume verwendet wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
5. Demgemäß sind dieselben Bezugszahlen - für die rechte Hälfte mit dem Zusatz a
- verwendet worden wie in Fig. 5.
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Diese Einrichtung dient z. B. dazu, ein hydrostatisches Kraftgerät,
das aus eines doppeltwirkenden Kolben 200 mit einem Zylinder 201 besteht, mit wechselnder
Kraftrichtung zu betätigen. Pig. 7 zeigt, daß die Pumpe 5 Druckflüssigkeit in den
Raum 134a unterhalb des in Fig. 6 und 7 rechts angeordneten Kobenschiebers 123a
drückt. Hierbei iet das Ventil 203 in Position 1.
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Demzufolge werden der Kolbenschieber 123a und die Kugel 46a angehoben
und strömt Druckflüssigkeit aus den Raum 140a durch eine Leitung 206 in den Zylinder
201 an dessen rechtem Ende. Gleichzeitig tritt durch eine Bohrung 214a aus der Pumpe
5 Druckflüssigkeit in den Raum 210a, wo sie auf den Aufsteuerkolben 72/72a wirkt.
Demgemäß wird in Bohrungen 76, die Kugel 75, von inrem Sitz abgehoben.
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Ferner ist der RauW 134 unterhalb des in Fig. 6 und 7 links angeordneten
Kolbenschiebers 123 durch eine Leitung 207 mit einer Ablaufleitung 211 verbunden.
Der sonach druckentlastete Raum 134 ist durch eine Leitung 212 und eine einstellbare
Drossel 67a, zu der ein Rückechlagventil 66a parallel liegt, mit dem Raum 64a verbunden.
Daher wird der Stift 63a nicht ausgeschoben.
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Andererseits aber ist der unter Druck stehende Raum 134a durch eine
Leitung 213 und eine einstellbare Drossel 67, ZU der ein Rückschlagventil 66 parallel
liegt, mit dem Raum 64 verbunden. Folglich wird der Stift 63 ausgefahren und demgemäß
der links angeordnete Kolbenschieber so bat angehoben, daß zumindest die engen Radialbohrungen
52 in Verbindung mit Raum 140 treten. Dieser ist duroh eine Leitung 214 an das linke
Ende des Zylinders 20 angeschlossen. Demgemäß entweicht von dort Flüssigkeit in
den Raum 140 sowie zumindest durch die Drosselbohrungen 52 in den Raum 34 und, da
die Ventilfläche 133 von dem Ventilsitz 132 abgehoben ist, in den druckentspannten
Raum 134.
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Aus diesem läuft die Flüssigkeit durch die Leitungen 207 und 211 ab.
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Beim Anheben des linken Kolbenschiebers 123 braunht nur der Druck
der Feder 31 überwunden zu werden. Denn die oberhalb des Kolbenschiebers befindliche
Druckflüssigkeit ist entspannt, da die Bohrungen 60 und 58, wie insbesondere die
linke Hälfte von Fig. 7 zeigt, über die Kugel 175 mit dem Raum 76 verbunden sind
und dieser infolge der Aufsteuerung des Kugelventiles 75 über einen Kanal 214 mit
dem von Druck entspannten Raum 134 in Verbindung steht.
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Sonach wird der Kolben 200 von rechts nach links (Fig. 6) bewegt,
wobei.eine von linke nach recht.
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wirkende Kraft überwunden werden kann; bzw. eine von rechts nach links
wirkende Kraft wird abgebremst auf die Kolbengeschwindigkeit, die der in Leitung
207/ 208 zugefünrten Ölmenge entspricht. Wenn das Ventil 203 in Position II steht,
wird die Flüssigkeit so geführt, daß der Kolben 200 on linke nach rechts bewegt
wird, wobei er eine von rechts nach links wirkende Kraft überwinden bzw. eine von
links nach rechts wirkende abbremsen kann.
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Bei Position 0 des Ventils 203 ist der Kolben 200 in beiden Bewegungsrichtungen
fixiert. Auch bei dieser Einrichtung tritt keine Leckflüssigkeit auf.
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In jedem Fall kann das Gehäuse der Brems- und Sperr-Einrichtung, statt
als Patrone in eine Bohrung eines größeren Gehäuses eingeschoben werden, an ein
entsprechendes Gehäuse angesohraubt oder angeflanscht werden.
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Patentansprüche: