DE2034085A1 - Fahrzeugsitz - Google Patents
FahrzeugsitzInfo
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- B60N2/00—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
- B60N2/50—Seat suspension devices
- B60N2/504—Seat suspension devices attached to the base and the backrest
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Description
UNIVERSAL OIL PRODUCTS COMPANY
3o, Algonquin Road - Des Piaines / Illinois / USA.
Fahrzeugsitz
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere für
Lastkraftwagen, Baumaschinen und dergl., mit einem einen vertikaien
Teil aufweisenden Ständer und einem daran in Längslenkerpaaren angehängten und am Ständer abgefederten Sitzteil sowie
eine Rückenlehne. Der Fahrzeugsitz ist symmetrisch zur Linksachse ausgebildet.
In der Fahrzeugsitzindustrie sind eine Reihe von verschiedenen
geführten Fahrzeugsitzen und Schwebesitzkonstruktionen bekannt
und üblich. Denn die verschiedenen Ausbildungsformen der Führungs- bzw. Schwebesitzsysteme weisen Rollen auf, die in
entsprechenden Führungsschienen laufen, wobei entweder die
Führungsschienen ortsfest und die Rollen beweglich angeordnet
sind oder umgekehrt. Derartige Bauarten von Sitzen sind besonders aufwendig und benötigen darüber hinaus einen relativ grosaen
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* wiederholen.
Raum zum Aufstellen des Sitzes. Bei manchen bekannten Ausführungsformen
sind die Führungsleisten gekrümmt ausgebildet, um eine
Rotationsbewegung des Sitzes um die durch die Kniegelenke des Sitzbenutzers gedachte Schwenkachse zu erreichen. Die vorliegende
Erfindung hat zum Zweok, die aufgezeigte Bewegung des Sitzteil.es durch ein Führungs- und Schwebesystem ebenfalls zu
erreichen, jedoch mit vergleichsweise erheblich geringerem Aufwand, geringerem Platzbedarf und geringerem Gewicht.
Es sind ferner Sitzkonstruktionen bekannt, bei denen ein parallelogrammartiges Hebelsystem verwendet wird. Sitze, die
diesen Typ von Anlenkung aufweisen, sind in ihrer Anwendung jedoch auf geringe Federwege beschränkt, d.h. auf Sitz, die
keine sonderlich grosse Bewegung ausführen. Wenn dagegen relativ grosse Oszillationsbewegungen in den Fahrzeugsitz eingeleitet
werden, wird die Torderkante des Sitzes zu derart grossen
Schwingungen angeregt, dass die Beine des Sitzbenutzers während eines Teiles einer Schwingung angehoben werden. Während des anderen
Teiles der Schwingung werden die Pussgelenke des Sitzbenutzers
in einen relativ scharfen Winkel durchgebogene Beide
Bewegungen sind besonders ermüdend, zumal sie sich laufend
Es ist noch ein anderer Konstruktionstyp von Fahrzeugsitzen
bekannt, bei dem ein soherenartiges Führungsgestange Verwendung
findet«. Dieses System benutzt zwei gekreuzte Hebel auf jeder Seite des Sitzes. Der Sitz ist durch jeden der Hebel mit dem
Fahrzeugboden verbunden. Diese Scherenkonstruktion verlangt eine gut durchgebildete Befestigungsvorrichtung, zumindest an
einem Ende der gekreuzten Hebel, um den Sitz relativ zum Fahrzeugboden
zu bewegen. Bei der Bewegung des Hebelsystems bewegt
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sich der Sitz auf und abwärts infolge wechselnder Belastung;
hierdurch ändert sich der Winkel zwischen den zwei Hebeln
laufend. Mindestens ein Ende von jedem Hebel muss in eine Befestigungsvorrichtung enden, die als nachgiebige Verbindung
derart ausgeführt sein muss, dass die zwei Hebel nicht in einen konstanten Winkel starr miteinander Verbundenwerden. Diese
nachgiebige Verbindung besteht oft aus einer Rolle, die in
einer Führungsleiste gleitet. Es ist klar ersichtlich, dass eine derart aufwendige Konstruktion zusätzliche Kosten verursacht.
Ein anderer Nachteil der Scherenkonstruktion besteht in
der schlechten Zugänglichkeit des Raumes zwischen dem Pussboden und dem Fahrzeugsitz, was sich insbesondere bei der Reinigung
störend bemerkbar macht. Dies hat zur Folge, dass der Abstand zwischen dem Fahrzeugboden und dem Fahrzeugsitz bei manchen
Konstruktionen vergrössert werden muss. Das Reinigungsproblem
tritt insbesondere bei Lastkraftwagen, Schleppern und anderen schweren Fahrzeugen' auf.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Lösung der
vorstehend beschriebenen Raum- und Kostenprobleme zu finden und gleichzeitig mit geringem Aufwand einen Fahrzeugsitz zu
schaffen, bei dessen Bewegungen die Teile des Körpers des Benutzers des Sitzes vom Knie abwärts während der Bewegung in
Ruhe bleiben. Es stellt ein weiteres Ziel der Erfindung dar» bei einem derartigen Sitz die Bewegung des Sitzteiles so auszubilden,
dass der Sitzteil de? während der Be- und Entlastung
nahezu eine Rotationsbewegung mit konstanter Winkelgeschwindigkeit um die Knieachse des Benutzers des Sitzes ausführt. Eine
Annäherung an diese Idealbewegung des Sitzes ist nur mit relativ grossem Aufwand erreichbar. Zweck der vorliegenden Erfindung
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ist es, eine gute Näherung an diese Bewegungsbahn zu schaffen und gleichzeitig den Sitz "besonders einfach und
kostensparend zu konstruieren.
Darüber hinaus sollen die Nachteile vermieden werden, die
"bei Sitzkonstruktionen mit aufwendigen Rollenführungssystemen
bekannt sind, bei denen der Sitzteil in seiner Bewegung relativ zum Ständer geführt wird«
Ferner muss ein Hebelsystem unterhalb des Sitzteiles, d.h. zwischen dem Sitzteil und dem Fahrzeugboden, auf dem der Sitz
montiert ist, vermieden werden. Dieses Merkmal macht den Sitz besser zugänglioh und vereinfacht demzufolge die Reinigung
im Raum unter dem Sitzteil, wo die Federung des Sitzes angeordnet ist und arbeitet.
Besonders wichtig aber ist es, einen Sitz au schaffen, der die oben beschriebene Bewegungscharakteristik aufweist, .d.h.
bei welchem die Rückenlehne genau oder nahezu in dem gleichen konstanten Neigungswinkel bezüglich der Horizontalen geführt
wird, und zwar trotz der Drehbewegung des Sitzes. Dieses Merkmal wird durch die spezielle Ausgestaltung des Gegenstandes der
Erfindung erreicht. Allen Ausführungsformen gemeinsam ist eine schwenkbare Anlenkung der Rücklehne des Sitzes an dem Sitzteil
und an den oberen und unteren Längslenkern oder direkt am Ständer des Sitzes derart, dass die Rückenlehne bei den vielfältigsten
Bewegungen des Sitzes lediglich eine Trans1ations-
bewegung relativ zum Ständer ausführt. Damit aber wird der besondere Vorteil erreicht, dass die Rückenlehne immer in
einen konstanten Neigungswinkel zur Horizontalen geführt wird.
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Diese festgelegte Position der Rückenlehne vermeidet jegliche
Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung des Oberkörpers des Sitzbenutzers, wenn der Sitz durchfedert. Dieses Merkmal ist übrigens
von besonderer Wichtigkeit für die Sitzgestaltung. Die Relativbewegung zwischen der Rückenlehne und dem Sitzteil besteht wirkungsweise in einer Rotationsbewegung um eine Achse,
die durch eine gedachte Linie realisiert wird, welche die
beiden Hüften des Benutzers des Sitzes verbindet.
Erfindungsgemäss wird die vorstehend beschriebene komplexe
Aufgabe durch einen Fahrzeugsitz der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei dem die Längslenker aus einem oberen und einem
unteren Längslenkerpaar gebildet und an dem jeweils einen Ende
in ortsfesten Drehpunkten des Ständers und an dem jeweils
anderen Ende in ortsveränderlichen Drehpunkten des Sitzteiles angelenkt sind. Säbel sind die oberen Längslenker derart nach
hinten aufwärts und die unteren Längslenker derart nach hinten
abwärts geneigt angeordnet, dass sich die Verbindungslinien
der Drehpunkte jedes Lenkers auf jeder Sitzseite auf Punkten schneiden, die im Bereich der duroh die Kniegelenke des Benutzers
des Sitzes gedachten Schwenkachse liegen« Die meisten Oszillationsbewegungen, die in Fahrzeugen auftreten, werden
mit güter Annäherung duroh eine Drehung des Sitzes um die Knieachse
aufgenommen, wenn die Drehpunkte der oberen und unteren
Längslenker auf jeder Seite des Fahrzeugsitzes zumindest etwa
vertikal ausgerichtet eind. In bevorzugter Ausführungsform
befinden eich dabei sowohl die ortsfesten Drehpunkte am Ständer
als auch a*« die ortsveränderlichen Drehpunkte am Sitzteil
vertikal Übereinander.
In bevorzugter Aueführungeform befinden sich die ortsfesten
Drehpunkte der Langelenker in Fahrtrichtung gesehen vorne,
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während die ortsveränderlichen Drehpunkte der Längslenker
hinten angeordnet sind. Bei dieser Anordnung befindet sich
der Sitzteile im wesentlichen hinter dem vertikalen Teil des Ständers. Xm Idealzustand müssten die ortsfesten Drehpunkte
der Längslenker auf der durch die Kniegelenke des
Sitzbenutzers gedachten Schwenkachse angeordnet werden. Eine
derartige Ausgestaltung hat aber wiederum andere Kachteile.
Beispielsweise bietet ein solcher Sitz Schwierigkeiten für " den Benutzer beim Besteigen des Sitzes und beim Aufstehen.
Auch würden die vertikal hochstehenden Teile des Ständers die Betätigung des Fahrzeuges, insbesondere die Lenkung, verhindern
oder zumindest stark erschweren. Aus diesen Gründen sind die ortsfesten Drehpunkte des Sitzteiles in der Nähe
der Vorderkante vorgesehen, während der Sitzteil selbst mit seinem Sitzkissen in entsprechender Entfernung von der Kniedrehachse
endet.
Von besonderem Vorteil ist es, die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes schwenkbar an den oberen und unteren Längslenkern zu
befestigen, wobei die Drehpunkte wiederum vorzugsweise vertikal übereinander angeordnet werden. Die Geometrie des Sitzes ist
dabei so ausgestaltet, dass die Drehpunkte zwischen den ortsveränderlichen Drehpunkten, aber gegebenenfalls nach vorn versetzt
und im gleichen Abstand wie die Entfernung der ortsfesten Drehpunkte zueinander in Form eines Parallelogramms angeordnet
sind. Hierdurch tritt der besondere Vorteile zutage, dass die Bückenlehne des Sitzes nur Translations- oder lineare
Bewegungen ausführen kann. Eine Rotation wird vermieden. Die Drehpunkte der Rückenlehne werden dabei so angeordnet, dass
die Rotation des Sitzteiles relativ zur Rückenlehne etwa u* die gedachte Verbindungslinie der beiden Hüften des Benutzer·
le· Sitzes erfolgt.
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In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die relative Anordnung des Ständers zum Sitzteil umgekehrt, d.h.
der Sitzteil befindet sich im wesentlichen in Fahrtrichtung gesehen vor dem Ständer. Damit ändert sich auch die Anordnung
der Längslenker, wenngleich auch hier das gleiche Bewegungsprinzip verwirklicht wird, wie bei den anderen AuBführungsi'ormen.
Die ortsfesten Drehpunkte der Längslenker sind dabei hinten angeordnet, während die ortsveränderlichen Drehpunkte
in Fahrtrichtung gesehen bach vorne zeigen. Wenn die ortsveränderlichen
Drehpunkte in der Nähe der Vorderkante des Sitzteiles angeordnet werden, schliesst der Sitzteil in der Regel
mit dem Vertikalteil des Ständers ab. In einer verbesserten
Ausführungsform ist eine Führungsleiste oder -nut am Ständer
vorgesehen, während die Rückenlehne mit einem entsprechenden, in der Führungsnut laufenden Gleitstein versehen ist. Am Sitzteil«
ist eine hintere Seitenführungsplatte mit einer Schraubverbindung
vorgesehen. Dabei sind die Schraubverbindung und der Gleitstein in etwa vertikal zueinander angeordnet, so dass die
Rückenlehne während der Federungsbeweguhg des Sitzes nur eine Translations- und der Sitzteil eine Rotationsbewegung relativ
zur Rückenlehne etwa um die durch die Hüften des Benutzers des
Sitzes gedachte Drehachse ausführen. Die Anordnung kann auch umgekehrt getroffen werden. Dann verfügt die Rückenlehne über
eine Führungsleiste bzw. -nut, während am Ständer ein Gleitstein
vorgesehen ist. Es tritt hierbei genau die gleiche Bewegung des Sitzes auf, wie sie vorher beschrieben wurde. Da die
Bewegung des Sitzteiles einer Rotationsbewegung um die Knieachse
des Sitzbenutzers nahekommt, wird auch der Anlenkpunkt der.
Rückenlehne am Längslenker auf einem Kreisbogen geführt, der als Radius die Entfernung des Drehpunktes von der Kniegelenkachse
aufweist. Die duroh den Oleitstein und die Führungsnut gebildete Kreisbahn, gleichgültig, auf welchen Sitzteilen der
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Grleitstein und die Führungsnut verteilt sind, weist den gleichen Radius auf, und sie entspricht im übrigen der vorher
beschriebenen Kreisbahn. Damit aber wird die Rückenlehne frei von Rotationsbewegungen gehalten.
In einer weiteren Ausführungsform sind die ortsveränderlichen
Drehpunkte in der Nähe der Hinterkante des Sitzteiles vorgesehen. Dabei ist die Rückenlhne einerseits an unteren Längslenkern
in ortsveränderlichen Drehpunkten und andererseits an oberen Längslenkern in Drehpunkten angelenkt, wobei die
Drehpunkte in etwa vertikal und im gleichen Abstand wie die ortsfesten Drehpunkte zueinander in Fornjeines Parallelogramms
angeordnet sind. In dieser Ausführungsform erstreckt sich der Sitzteil im wesentlichen vor dem vertikalen Teil des Ständers.
Auch bei dieser Ausführungsform führt die Rückenlehne des Sitzes nur Translationsbewegungen aus.
Der erfindungsgemässe Fahrzeugsitz ist vorzugsweise für den
Gebrauch in sohweren Fahrzeugen, wie beispielsweise Lastkraftwagen, bestimmt. Wenn ein L stkraftwagen auf der Strasse fährt,
»a
werden Vibrationen und andere Stösse unvermeidlich durch den Fahrzeugboden auf den Ständer des Sitzes übertragen. TJm den Benutzer des Sitzes bzw. den Fahrer des Fahrzeuges vor diesen Stössen und Vibrationen zu schützen, kann der Sitzteil relativ zum Ständer durohfedern. Um Ermüdungserscheinungen und sonstige Gefahren für den Benutzer des Sitzes zu vermindern, ist es von besonderer Wichtigkeit, die Relativbewegung der Sitzteile zueinander zu kontrollieren. Dabei tritt besonders di· Relativbewegung des Sitzteiles zum Ständer in den Vordergrund. Der Sitzteil ist während der Oszillationsbewegung sowohl Rotations- als auoh Translationsbewegungen relativ zum Ständer unterworfen.
werden Vibrationen und andere Stösse unvermeidlich durch den Fahrzeugboden auf den Ständer des Sitzes übertragen. TJm den Benutzer des Sitzes bzw. den Fahrer des Fahrzeuges vor diesen Stössen und Vibrationen zu schützen, kann der Sitzteil relativ zum Ständer durohfedern. Um Ermüdungserscheinungen und sonstige Gefahren für den Benutzer des Sitzes zu vermindern, ist es von besonderer Wichtigkeit, die Relativbewegung der Sitzteile zueinander zu kontrollieren. Dabei tritt besonders di· Relativbewegung des Sitzteiles zum Ständer in den Vordergrund. Der Sitzteil ist während der Oszillationsbewegung sowohl Rotations- als auoh Translationsbewegungen relativ zum Ständer unterworfen.
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Bei der Analyse der Rotationsbewegung -von einem Standpunkt
seitlich des Sitzes kann leicht erkannt werden, dass der
obere*« Teil des Sitzes um einen Drehpunkt verschwenkt wird,
der etwa dort angeordnet ist, wo der obere Längslenker mit dem Ständer verbunden ist. Andererseits wird der untere Teil
des Sitzes tun einen Drehpunkt versohwenkt, der an der Anlenkstelle des unteren Längslenkers an dem Ständer zu finden ist.
Der obere und der untere Längslenker bzw. die zu beiden Seiten des Sitzes anigeordneten Längslenkerpaare weisen normalerweise
gleiche Länge auf; hierdurch wird eine besonders angenehme Bewegung des Sitzes erreicht. Werden dagegen das obere und untere
Längslenkerpaar mit differierender Länge ausgeführt, so kann der Sitz trotzdem näherungsweise eine Rotationsbewegung um die
Knieachse des Sitzbenutzers ausführen. Allerdings muss dann
eine kleinere Amplitude der Bewegung des Sitzes in Kauf genommen
werden.
In der bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung enden die vorderen Enden der Längslenker in der Nähe der Torderkante
des Fahrzeugsitzee. Die vorwärtsweisenden Drehpunkte, entweder
die ortsfesten oder die ortsveränderlichen Drehpunkte, sind
derart nahe beieinander angeordnet, so dass eine optimale Drehbewegung entsteht und der Sitzteil nahezu um die Knieaohse des
Sitzbenutzers schwenkt, wenn der Sitz relativ zum Fahrzeug
durohfedent. Die Drehpunkte der beiden Länge lenker kömnen aioht
zusammenfallen, weil die Sitzbewegung dann um diesen gemeineamen
Drehpunkt erfolgen würde und nicht mehr um den Kniedrehpunkt.
Sie Durehfederung de· Sitzteile· würde darüber hinaus einen unangemessen groscen Winkelau·sohlag zur Folge habea. In der bevorzugten Aucführungef or* wurde eine für die »eisten Sitzbenutzer
gültige optimale Entfernung der beiden ortsfesten Drehpunkte
veneinandef vo* etwa 11,4 β» gefunden. Dabei wurden die·· ortefeete» Drehpuakte etwa 25»4 «■ himter der gedachten Knie«ohwenk-
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achse angeordnet. Die Entfernung der ortsfesten Drehpunkte von den ortsveränderlichen Drehpunkten betrug etwa 3o,5 cm, wobei
die ortsbeweglichen Drehpunkte in der Nähe der Hüften des Sitzbenutzers angeordnet waren.Die Entfernung der ortsveränderlichen Drehpunkte voneinander betrag etwa 25,4 cm. Durch diese
Geometrie war sichergestellt, dass der Körper des Benutzers des Sitzes nahezu um die gedachte Knieachse verschwenkt wird,
während die Körperteile von den Knien abwärts in Ruhe bleiben. ψ Hierdurch werden die Ermüdungserscheinungen, die beim Sitzen
auftreten, stark reduziert und die Sicherheit des Fahrzeugführers erhöht. Die .gedachten Verbindungslinien zwischen dem
ortsfesten und dem ortsveränderlichen Drehpunkt jedes Längslenkers konvertieren dabei in Fahrtrichtung und schneiden sich
in einem Bereich nahe der Kniegelenke bzw. der durch die Kniegelenke gedaohten Schwenkachse des Fahrzeugbenutzers.
Die Drehpunkte,von denen in der Erfindung des öfteren die Rede
ist, können durch Bolzen realisiert werden, die entweder an den Längslenkern befestigt sind und in entsprechende Ausnehmungen
im Ständer oder im Sitzteil eingreifen. Ebenso ist es möglich, ^ Bolzen am Ständer oder am Sitzteil vorzusehen, die dann in
entsprechende Ausnehmungen der Längslenker eingreifen. Es liegt
ferner im Bereich des durchschnittlichen fachlichen Könnens, auch solche Bolzen zu verwenden, die als separate Teile gefertigt werden und sowohl in Ausnehmungen der Längslenker als auoh
in solch« des Ständers und des Sitzteiles eingreifen.
Für die Federung des Fahrzeugsitxteiles kommen Ftdern joder
gebräuohlionen Bauart infrag·, beispielsweise Luftfedern, Kompressionsfedern, Blattfedern, Sohraufeenfedern oder andere
bekannt· Federelemente. Da dies« Federung normalerweise unter
dem Sitz zwischen dem Sitzteil und dem Ständer vorgesehen iet,
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wird eine gute Lösung des Problems durch ein Federelement
erreicht, welohes auf beiden Seiten des Sitzes vorgesehen ist und den Sitzteil nach oben, entgegengesetzt zur Richtung des
Fahrzeugbodens hin, belastet. Die Federung besteht in diesem Falle üblicherweise aus einer Schraubenfeder, die entweder am
Fahrzeugrahmen oder an dem sioh vertikal erstreckenden Teil des Ständers befestigt ist.
Der Gegenstand der Erfindung lässt die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten
zu, von denen einige zur Verdeutlichung in der beiliegenden Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der bevorzugten Ausführungsform • der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsmöglichkeit,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsmöglichkeit
des Fahrzeugsitzes.
In Fig. 1 ist der erfindungsgemäss Fahrzeugsitz dargestellt,
der einen Ständer 1 aufweist, welcher im wesentlichen aus einem vertikalen Teil 16 und einem horizontalen Teil 17 besteht,
wobei der Ständer mit Beinen horizontalen Teil 17 am Boden des Fahrzeuges befestigt ist. Auf dem Ständer 1 ist
ein Sitzteil 2 vorgesehen, welohes ein Sitzkissen 5 und Sfeitenführungsplatten
15 aufweist, die an dem Sitzrahmen 18 beiderseits des Sitzkissens 5 befestigt sind. Der Sitzteil 2 befindet
sioh in der Regel oberhalb des horizontalen Teiles 17 des
Ständers 1 und ist durch eine Luftfeder 4 am Ständer 1 abgefedert»
Das obere Ende der Luftfeder 4 ist am Sitsrahmen 18
angelenkt, während das untere Ende der Luftfeder Mit dem horizontalen
Teil 17 des Ständers 1 verbunden ist. Der Sitzteil 2
ist am Ständer 1 durch ein oberes Längslenkerpaar 7 und ein
unteres Längslenkerpaar 8 »ufgehEnft. Der Sitz ist symmetrisch
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zu seiner Längsachse ausgebildet. Jeder der beiden oberen
Längslenker 7 ist an seinem einen Ende drehbar gelagert. Dieses
in Sitzrichtung nach vorne weisende Ende des oberen Längslenkers 7 ist durch Befestigungsmittel 9 en einem Drehpunkt, der sich
im vertikalen Teil 16 des Ständers 1 befindet, schwenkbar angelenkt. Die Befestigungsmittel 9 bestehen gewöhnlich aus einer
Schraubenverbindung, wobei eine Schraube Verwendung findet, die einen im Querschnitt sechseckigen Kopf aufweist, an den eich
fc ein glattes Schaftteil ansdhliesst und die in einem mit Gewinde
versehenen Schaftteil endet. Bie Schraube ist durch die entsprechende Mutter gesichert. Der glatte Schaftteil der Schraube *
ermöglicht es, den oberen Längslenker 7 frei um den Schraubenschaft zu verschwenken. Das in Fahrtrichtung nach hinten weisende
Ende des oberen Längslenkers 7 ist in ähnlicher Weise an der
Seitenführungsplatte 15 des Sitzteiles 2 vermittels einer Schraubenverbindung 1o angelenkt. Der untere Längslenker 8 ist an
seinem ersten Ende ebenso drehbar befestigt, wobei hier die
Schraubenverbindung 12 einen Drehpunkt im vertikalen feile 16
des Ständers 1 bildet.
Ganz entsprechend ist auoh der untere Längslenker θ an seine»
zweiten, in Fahrtrichtung nach hinten weisenden Ende>durch die
ψ Schraubverbindung 14 an der Seitenführungsplatte 15 Hüftgelenk t.
9 und 12 in der Vertikalen ausgerichtet sind, so dass die Drehpunkte auf einer Tertikaien liegen. Ferner ist der Äsetand der
Schraubenverbindungen 9 und 12 kleiner als der entsprechende
Abstand zwischen den Schraubenverbindungen 1o und I4. Ia gezeigten
Aueführungsbeispiel beträgt die Entfernung der Schraubenverbindungen
10 und 14 mehr als das Doppelte des Abstände· zwischen den
Schraubenverbindungen 9 und 12. Aus der Zeichnung kann entnommen
werden» das· die Terbindungelinien der jeweiligen Drehpumkte
der oberen und unteren Längslenker 7 und 8 in Fahrtrichtung
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gesehen konvergieren und sich in der Eegel im Bereich der Knie
des Benutzers des Fahrzeugeitzes schneiden. Dieser Bereich,
ist ±n der Zeichnung nit X bezeichnet» Sr bildet annähernd
die Drehachse für den Sitzteil des Fahrzeugs it ze», wenn dieser
einer Oszilla>tionsbewegung unterworfen wird.
Sie Schraubenrerbindung 11 ist vorgesehen, ti» den oberen Längslenker 7 SK einest rückwärtigen Drehpunkt mit der Rückenlehne 3
zu verbinden. In gleicher Weis« ist die Schraubenverbittdung 13
für ä±9 Befestigung des unteren Längslenkers 8 an der Rückenlehne
3 vorgesiten. Die SChTa11I)enrerbindungen ti und 15 sind übereinander angeordnet und ausgerichtet. Sie befinden sich zwischen
des Schraubenverbindungen te und 14» Darüber hinaus sind diese
gegenüber 6L»n SchraubenverBindungen to und 14 ia Fahrtrichtung
gesehen nach rorne versetzt angeordnet. Die Entfernung der Schraubenverbindungen 11 und 15 voneinander ist die gleiche wie
äi» &φτ Schrattbettverbindungen 9 und 12. Durch diese besondere
Konstruktion bilden die Schraubenrerbindungen 11r 15» 9 und 12
einen Farallelogramalenker, durch welchen sichergestellt ist,
dass die Rückenlehne 3 bei säKtlichen Bewegungen des Fahrzeugsities in eine* konstanten Teigungewinkel geführt wird. Die
Schraubenrerbindungen 11 und 13 sind ahnlich ausgebildet wie
Sie Sohraubenrerbindung 9.
Aus der Fig. 1 ist der Bewegungsablauf des Fahrzeugsitzes ersichtlich. Wenn sich beispielsweise der Sitzteil 2 während der
OszillatieBsbewegungen des Fahrzeufsitzes dem horizontalen !Feil
17 §** Ständer* t nihert, wird die Luftfeder 4 zusiuuiengedrüokt
und 4er Sitzteil 2 eohweskt abwärts, weil er eine Botations-%ewef»ttf «ntgegengesetst ins Uhrzeifersinn ausführt, löie IbwärtsbewegKn« »ad die Rotationsbewegung' tee Sitzteile· Z ergibt
resultierend ei&e Drehbeweftutg des Sitzteiles 2 um dta Punkt X,
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welcher sieh ία der Regel im Bereich der Knie des Benutzers
des Fahrzeugaitzes befindet. Der Punkt Σ liegt - in Fahrtrichtung gesehen - ein Stück Tor dem. dem Sit ζ teil 2 und geringfügig oberbau» des Sitzkissens 5« Wenn sich der Sitzteil abwärts bewegt, bleiben die Knie und die Körperteile tor Knie
abwärts des Benutzers stationär im gleicher Stellung. Der
Oberteil des Benutzers - also von der Hüfte aufwärts - wird
immer in einest zur Yeriikalen konstanten Neigungswinkel geführt»
so dass der Oberkörper des Benutzers is wesentlichen nur eine
Transl&tionsbewegung ausführt. Biese Ausrichtung wird durch
das Rückenkissen S erreicht» welches an der Rückenlehne befestigt ist« Da die Rückenlehne J nur Translstionsbewegungen
ausführt und der Sitzteil 2 sowohl Translations- als auch Rotationsbewegungen ausfuhrtr ergibt sich hier resultierend
eine Rotationsbewegung des Sitzteiles 2 in bezug auf die Rückenlehne 5, und zwar um die Achse 7« Dies hat seinen Grund in der
besonderen geometrischen Anordnung der SchraubenTerbindungen
ti und 13 und to und 14 zueinander« Die relative Rotation der
Rückenlehne 3 bezüglich des Sitzteilee 2 bat die Achse Y zum
^ Mittelpunkt, die sich in einer gedachte» Linie äussert, welche
etwa durch die Elften des Benutzers des Sitze« gezogen werden
kenn. Ib Srgebniv ergibt sich somit eine Bewegung, bei äer
die Unterschenkel des Benutzer« des Sitzes im Ruhe bleiben,
•eine Oberschenkel einerseits um die Kai· und andererseits um
die Hüften bewegt werden« während sein Rücken und der gesamte
Oberkörper in eine« konstanten Feigungswinkel zur Tertikalen
geführt wird« Diese Führung wird während de« gesamten Sohwing-Torgange» dec Fahrzeug»itze» beibehalten. Der Torher beechriebene Bewegungsablauf gerantiert dem lenutzer de« Sitze« eine
lueeert kemfortable Sitihaltung, «elbet dann» wenn das Fahrzeug
den Stöeeen und 7i¥ratien««r»oh«inung«n τοη der Fahrbahn her
au«ge«etzt i«t* ' - „, "
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Eine weitere Ausführungsform des Fahrzeugsitzes nach der
Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt und beschrieben. Der
Fahrzeugsitz weist hier im wesentlichen gleiche oder ähnliche Konstruktionselemente auf,.wie dies bereits in Fig. 1 beschrieben
wurde» Auch die Bewegung der einzelnen Sitzteile '
ist der vorher beschriebenen Bewegung aussert ähnlich.
Es bestehen nur einige Unterschiede in der konstruktiven Ausgestaltung
des Fahrzeugsitzes. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist die Lage des Sitzteiles 2' relativ zum Ständer
11 - in Fahrtrichtung gesehen - umgekehrt wie in Fig. 1.
Die einen Enden der oberen und unteren Längslenker 7' und 81,
bzw. die Enden, die mit den Drehpunkten verbunden sind, sind
- in Fahrtrichtung gesehen - nach hinten angeordnet.
Die anderen Enden der Längslenker, die mit dem Sitz bzw. Sitzteilen verbunden sind, sind nach vorne weisend angeordnet.
Dabei sind sie mit einer vorderen Seitenführungsplatte 151
des Sitzteiles 2! durch die Schraubenverbindungen 1o und 14
verbunden. Die vordere Seitenführungsplatte 15' befindet sich dabei in der Nähe der Vorderkante des Sitzteiles 2'. Die
hinteren Enden der Längslenker 7' und 8* sind an Drehpunkten
desvertikalen Teiles 16 * des Ständers 1' durch die Schraubenverbindungen
9' und 12/ drehbar angelenkt. Die gedachten Verbindungslinien der jeweiligen Längslenker zwischen den Drehpunkten am Ständer 11 und am Sitzteil 2* konvergieren auch bei
dieser Ausführungsform und schneiden sich in der Hegel ebenfalls
im Bereich der Knie des Benutzers des Sitze*. Die Schraubenverbindungen
9, 1o und 14 sind in ähnlicher Weise ausgestaltet,
wie dies bereits bei dta Fahrzeugsitz nach Fig. 1 beschrieben wurde; lediglich die Schraubenverbindung 12' ist anders ausgebildet. An der Innenseite des Ständers 1' ist eine Führungsnut 2o vorgesehen. Diese Führungsnut kann auch aus einer
Führungsschiene gebildet sein, die mit Maschinensehr«üben am
Ständer 1 ' befestigt ist. Dies ist jedoch soweit nicht dargestellt.
00988671664
In allen Fällen ist aber die Führungsnut 2o aus einem Bogenstück gebildet, dessen Mittelpunkt in der Knieachse
des Benutzers des Sitzes liegt. In der Führungsnut 2o bewegt sich ein Gleitstein 21, der aus der Oberfläche der
Rückenlehne 3' herausragt und in die Führungsnut 2o eingreift.
Zum besseren Verständnis ist in Fig. 2 ein Teil des Ständers 1' gebrochen dargestellt. Hierdurch wird deutlich,
dass die Rückenlehne 5' darüber hinaus an einer hinteren
Seitenführungsplatte 22 vermittels der Schraubenverbindung 11 an einem hinteren Drehpunkt an beiden Seiten zum Sitz befestigt
ist. Der Gleitstein 21 und die Schraubenverbindung 11
sind vertikal übereinander angeordnet und weisen zueinander den gleichen Abstand auf wie die Schraubenverbindungen I4 und 1o.
Durch diese besondere Geometrie bilden der Gleitstein 21 und die Schraubenverbindungen 11, 1o und I4 einen Parallelogrammlenker
für das Sitzteil 2'. Die Schraubenverbindung 11 und der Gleitstein 21 beschreiben identische Bogenstücke mit gleichen
Radien, wobei die Radien der Entfernung zwischen Kniedrehpunkt und Hüftdrehpunkt des Benutzers des Sitzes entsprechen. Die
Bogenstücke sind lediglich vertikal gegeneinander versetzt, und zwar um den Abstand der Schraubenverbindungen 1o und±± I.4 voneinander»
Auch durch diese Konstruktion wird die Rückenlehne >'
bei den Bewegungen des Fahrzeugsitzes immer in einem konstanten Neigungswinkel zur Vertikalen geführt. Die Schraubenverbindung
12' endet innerhalb des Ständers 1·, so dass die Bewegung des
Gleitsteines 21 an der Innenseite des Ständers 1' nicht behin-.
ist
dert wird. Die Schraubenverbindung 12' entel dabei in den
Ständer 1' eingeschraubt; der untere Längslenker an 8· kann dabei um den Schaft der Schraube 12' schwenken.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt,
Wiederum ist der Fahrzeugsitz aus den gleichen oder ähnlichen Elementen aufgebaut, wie die vorherbeschriebenen Sitz e
nach den Fig. 1 und 2.
009885/1564
Hierdurch ergibt sich die gleiche Bewegung des Sitzes»
Unterschiede bestehen lediglich in der konstruktiven Ausgestaltung. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht
im wesentlichen dmejenigen nach Fig. 2, und zwar insofern,
als der Sitzteil - in Fahrtrichtung gesehen - im wesentlichen vor dem Ständer I1' angeordnet ist. Die einen Enden
der Längslenker 7" und 8'',die mit den ortsfesten Drehpunkten am Ständer 1M verbunden sind, weisen entgegen der
Fahrtrichtung. Die anderen Enden des Längslenkersη 7' und 8'»
die mit den beweglichen Drehpunkten am Sitzteil in Wirkverbindung stehen, zeigen nach vorn. Die nach vorn verweisen Enden der
Längslenker 7ff und 8·' sind auf jeder Seite des Fahrzeugsitzes 2 wiederum mit je einer Führungsplatte 15 verbunden und
hierzu dienen die Schraubenverbindungen 1o und 14j ä-ie gleichzeitig
die bewegliehen Drehpunkte des Sitzteiles 2 bilden und in der Nähe des hinteren Endes des Sitzteiles 2 angeordnet sind.
Die anderen, nach hinten weisenden Enden der Längslenker 71' und
8!1 sind an den ortsfesten Drehpunkten des vertikalen Teiles
16'· des Ständers 1' vermittels der Schraubenverbindungen 9 und
angelenkt. Auch bei dieser Ausführungsform konvergieren die Verbindungslinien der ortsfesten und der beweglichen Drehpunkte
der Längslenker nach vorne und schneiden sieh im Bereich der Knie
des Benutzers des Fahrzeugsitzes. Die Sehraubenverbindungen 9>
to, 12 und 14 sind genau so ausgebildet, wie es anhand der Schraubenverbindung
9 in Fig. 1 beschrieben wurde. Die Rückenlehne 3M
ist auf jeder Seite an einem beweglichen Drehpunkt des Längslenkers
8M vermittels der Schraubenverbindung 14 schwenkbar
befestigt. Darüber hinaus ist die Rückenlehne J'' auf jeder
Seite des oberen Längslenkers 7'' in beweglichen Drehpunkten
durch die Schraubenverbindungen 11 schwenkbar angelenkt. Die Schraubenverbindungen 11 und 14 sind vertikal übereinander angeordnet.
Die Schraubenverbindungen 9 und 12 bzw. 11 und 14 sind jeweils gleichweit voneinander entfernt. Hierdurch wird
009885/1564
wiederum ein Parallelögrammlenker gebildet,, der sieb, in
seinen Drehpunkten aus den Schraubenverbindungen $, 11» 14
und 12 zusammensetzt. Demzufolge wird auch hier die Rückenlehne
bei 3# «** während sämtlicher Bewegungen des Fahrzeugsitzes
in einem konstanten Üeigungswindel zur Vertikalen geführt
.
Die vorstehende ausführliche Beschreibung dreier verschiedener ψ Ausführungsbeispiele nach dem Erfinduftgsgedanken ist nur
beispielhaft und soll das Verständnis der Erfindung erleichtern. Durch die Ausführungsbeispiele wird jedoch der Erfindungsgedanke
nicht begrenzt. Für den Durchschnittsfaohmann sind
vielmehr eine Reihe von weiteren Ausführungsformen nach der
Lehre der Erfindung ersichtlich, ohne dass diese dadurch verlassen
wird.
009885/156
Claims (11)
- Patentansprüche:\ 1. /Fahrzeugsitz, insbesondere für Lastkraftwagen, Bau-Lmaschinen und dergl., mit einem einen vertikalen Teil aufweisenden Ständer und einem daran in Längslenkerpaaren angehängten und am Ständer abgefederten Sitzteil sowie einer Rückenlehne, dadurch gekennzeichnet, dass die Längslenker aus einem oberen (7» 7' bzw. 7'1) und einem unteren Längslenkerpaar (8 bzw ο 8' bzw. 8M) gebildet und an dem jeweils einen Ende in ortsfesten Drehpunkten (9, 12 bzw. 9> 12· bzw. 9> 12) des Ständers (1) bzw. 1' bzw. 1 ' ' )■ und an dem jeweils anderen Ende in ortsveränderlichen Drehpunkten (io, 14) des Sitzteiles (2 bzw. 211 bzw. 2) angelenkt sind, wobei die oberen Längslenker (7> 7'> 7'V) derart nach hinten aufwärts und die unteren Längslenker (8, 8', 8'1) derart nach hinten abwärts geneigt angeordnet sind, dass sich die Verbindungslinien der Drehpunkte jedes Lenkers (7, 71, 7lf> 8, 8', 811) auf jeder Sitzseite auf Punkten X schneiden, die im Bereich der durch die Kniegelenke des Benutzers des Sitzes gedachten Schwenkachse liegen.
- 2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfesten (9> 12 bzw. 9» 12' bzw. 9> 12) und die ortsveränderlichen Drehpunkte (io, 14) jeweils zumindest in etwa vertikal zueinander angeordnet sind.
- 3· Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfesten Drehpunkte (9, 12 Bzw. 9, 12' bzw. 9, 12) - in Fahrtrichtung gesehen - vor den ortsveränderlichen Drehpunkten (1o, 14) angeordnet sind. .009885/1564- 2ο -
- 4· Fahrzeugsitz, insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (3) an den oberen und unteren Längslenkern (7> 8) drehbar angelenkt ist, wobei die Drehpunkte (11, 13) in etwa vertikal zueinander und zwischen den ortsveränderlichen Drehpunkten (1o, 14) aber gegebenfalls nach vorn versetzt und im gleichen Abstand wie die Entfernung der ortsfesten Drehpunkte (9> 12) zueinander in Form eines Parallelogramms angeordnet sind.^
- 5. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,dass die ortsfesten Drehpunkte (9»12) in der Nähe der Vorderkante des Sitzteiles vorgesehen sind.
- 6. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfesten Drehpunkte (9> 12) - in Fahrtrichtung gesehen - hinter den ortsveränderlichen Drehpunkten angeordnet sind.
- 7. Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die orstveränderlichen Drehpunkte (io, I4) in der Nähe der Vorderkante des Sitzteiles (21) vorgesehen sind.
- 8. Fahrzeugsitz nach Anspruch 6 und 7» dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Sitzseite der Ständer (I1) mit einer Führungsnut (2o) und die Rückenlehne (31) mit einem entsprechenden Gleitstein (21) versehen und am Sitzteil (2·) eine hintere Seitenführungsplatte (22) mit einer Schraubverbindung (11) vorgesehen ist und dass die Schraubverbindung (11) und der Gleitstein (21) in etwa vertikal zueinander angeordnet sind, so dass die Rückenlehne während der Federungsbewegunc des Sitzes nur eine Translations- und der Sitzteil (2?) eine Rotationsbewegung relativ zur Rückenlehne (31) etwa um die durch die Hüften des Benutzers des Sitzes gedachte Drehachse ausführt.009885/1564
- 9. Fahrzeugsitz nach Anspruch 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Sitzseite der Ständer (11) mit einem Gleitstein (21) und die Bückenlehne (31) mit einer entsprechenden Führungsnut (2o) versehen und am Sitzteil (2·) eine hintere Seitenführungsplatte (22) mit einer Schraubverbindung (il) vorgesehen ist und dass die Schraubverbindung (11.) und der Gleitstein (21) in etwa vertikal zueinander angeordnet sind, so dass die Rückenlehne weährend deß Federungsbewegung des Sitzes nur eine Translations- und der Sitzteil (2-) eine Rotationsbewegung relativ zur Rückenlehne üb etwa um die durch die Hüften des Benutzers des Sitzes gedac hte Drehachse ausführt.
- 10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsveränderlichen Drehpunkte (io, 14) in- der Nähe der Hinterkante des Sitzteiles (2) vorgesehen sind.
- 11. Fahrzeugsitz, insbesondere nach Anspruch 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (3'') einerseits am unteren Längslenker (8·') in ortsveränderlichen Drehpunkten und andererseits am oberen Längslenker (711) in Drehpunkten · (11) angelenkt ist, wobei die Drehpunkte (11, I4) in etwa vertikal und im gleichen Abstand wie die Drehpunkte (9,12) zueinander in Form eines Parallelogramms angeordnet sind.009885/15S4
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