-
Windmbller & Hölscher, Lengerich Vorrichtung zum schrittweisen
Voranbewegen von flachen Werkstücken, vorzugsweise von Schlauchstücken für die Herstellung
von Säcken oder Beuteln Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum schrittweisen
Voranbewegen von flachen Werkstücken, vorzugsweise von Schlauchstücken für die Herstellung
von Säcken oder Beuteln in den Bereich der Bearbeitungsstationen von Sack-oder Beutelmaschinen.
-
Die bekannten Förderer dieser Art sind von Schrittschaitwerken angetrieben,
die sie entsprechend dem erforderlichen Arbeitstakt der Bearbeitungsmaschine und
dem räumlichen, gegenseitigen Abstand der Bearbeitungsstationen in schrittweisen
Umlauf versetzen. Der Schrittantrieb hat somit bei jedem Arbeitsspiel der Bearbeitungsmaschine
die Masse der bewegten Teile der Fördervorrichtung vom Stillstand auf die Transportgeschwindigkeit
zu beschleunigen und anschliessend bis zum Stillstand wieder abzubremsen.
-
Die verhältnismässig grossen Abmessungen der in Sack- und Beutelmaschinen
voranzubewegenden Sch lauchstücke bedingen entsprechend grosse Abmessungen der Förderer
und damit grosse Massen der bewegten Teile. Demgegenüber ist die Masse
der
voranzubewegenden Schlauchstücke minimal. Die Produktionsleistung der Sackmaschine
wird somit von der zu bewegenden tasse ihres schrittweise geschalteten Förderers
begrenzt, obwohl die leichten Werkstücke und auch die be-Wegten Bearbeitungswerkzeuge
der Biaschine wesentlich höhe re Produktionsleistungen zulassen würden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum schrittweisen
Voranbewegen von flachen Werkstücken, insbesondere von Schlauchstücken in Papier
oder Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen, vorzuschlagen, die die aufgezeigten Mängel
der bekannten, schrittweise geschalteten Förderer vermeidet, indem ein ständiges
Beschleunigen und Abbremsen grösserer Massen vermieden wird.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsge.
-
mässe Vorrichtung im wesentlichen aus einem stetig umlaufenden Doppelbandförderer,
dessen Fördertrume voneinander während der Stillstandsperioden der Werkstücke abgehoben
sind und zur Weiterförderung gegeneinander geführt werden, und aus im Teilungsabstand
der Förderschritte voneinander ortsfest im Förderbereich angeordneten Mitteln zum
Festhal ten und Ausrichten der Werkstücke in den Stillstandsperioden. Die erfindungsgemässe
Fördervorrichtung beschleunigt mit ihrem stetig umlaufenden Doppelförderband lediglich
die leichten Werkstücke, so dass die Produktionsleistung der Bearbei tungsmas chine
begrenzellde Massenkräfte weitestgehend vermieden werden. Sie benötigt zum Abheben
und Gegeneinanderführen ihrer Fördertrume und zum Steuern ihrer Festhalte te und
Ausrichtmittel nur geringe Hubbewegungen dieser Teile um wenige Millimeter, die
den zeitlichen Ablauf der Ar beitstakte nicht verlängern und auch bei hohen Produktionsleistungen
keine
schädlichen biassenkräfte auslösen. Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung erlaubt
somit im Vergleich zu den bekannten, schrittweise geschalteten Förderern eine erhebliche
Steigerung der Produktionsleistung der Bearbeitungsmaschine.
-
Die Mittel zum Festhalten und Ausrichten können erfindungsgemäss
eine Werkstück-Auflageplatte umfassen, deren Oberflache in der Förderperiode unterhalb
und in der Stillstandsperiode oberhalb der Förderebene des Doppelhandförderers liegt,
und der tttel zum Festhalten der Werkstücke und Verschiebemittel zum Verschieben
der Auflageplatte in der Horizontalen nach allen Richtungen zugeordnet sind, wobei
die Verschiebemittel von Tastern gesteuert werden, die die Verschiebebewegung bei
Erreichen der Solllage des Werkstückes abschalten.
-
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Auflageplatte
als Saugkasten mit nach oben mündenden Saugöffnungen zum Ansaugen und Festhalten
der Werkstücke ausgebildet. Ein anderes Mittel zum vorWa)ergehenden Festhalten der
Werkstücke besteht erfindungsgemäss aus gegen die Oberfläche der Auflageplatte auf-
und abbewegbaren Greifern, die an einem an der Auflageplatte befestigten TrAger
angeordnet und vorzugsweise elektromagnetisch gesteuert sind. Die elektromagnetische
Steuerung vermeidet mechanische Betätigungsgestänge für die Greifer, die das freie
horizontale Verschiehen der Auflageplatte zum Zweck des Ausrichtens der Werkstücke
behindern könnten.
-
Die Mittel zum Verschieben der Auflageplatte können vorteilhaft aus
drei in der Horizontalen schwenkbar gelagerten Druckmittelzylindern bestehen, von
denen zwei mit ihren
Kolben an einer Längsseite und einer mit seinem
Kolben an einer Schmalseite der Auflageplatte angelenkt sind, und zum Steuern der
drei Druckmittelzylinder können drei ortsfeste Taster vorgesehen sein, von denen
zwei die genaue Lage der Längskante des Werkstückes überwachen und einer die genaue
Lage seiner Querkante und von denen jeder der beiden die Lage der Längskante des
Werkstückes überwachenden Taster einen der beiden an der Längsseite der Auflage
platte angelenkten Druckmittelzylinder steuert, wahrend der die Lage der Querkante
des Werkstückes überwachende Taster den an der Schmalseite der Auflageplatte angelenk
ten Druckmittelzylinder steuert. Diese dreilhster werden im nachstehenden als Werkstücktastergruppe
bezeichnet.
-
Anstatt die Druckmittelkolben an den Seiten der Auflageplatte anzulenken;
können sie nach einem anderen Erfindungsvorschlag auch unterhalb des Doppelbandförderers
mit Kugelgelenken an senkrechten Stangen angreifen, die mit Kugelköpfen an ihren
unteren Enden in ortsfesten Ku gelpfannen gelagert sind und mit Kugelköpfen an ihren
ohcren Enden in zylindrische Führungsbuchsen an der Auflager platte eingreifen,
wobei auch die Druckmittelzylinder in ortsfesten Kugelgelenken gelagert sind Diese
Ausgestaltung des Auflageplattenantriebs hat den Vorteil, dass die Druck mittelzylinder
beliebig weit unterhalb der Bearbeitungsm stationen angeordnet werden können, wo
sie den Einbau von Bearbeitungswerkzeugen nicht behindern können.
-
Der Arbeitstakt der Fördervorrichtung kann durch taktweises Abheben
und Gegeneinanderführen der Fördertrume des Doppelbandförderers im Arbeitstakt der
Bearbeitungsmaschine bestimmt werden, wohei gleichzeitig mit dem Abheben
die
Festhalte- und Ausrichtmittel eingeschaltet und mit dem Gegeneinanderführen des
Doppelbandförderers wieder ausgeschaltet werden. Die Förderperiode ist in ihrer
Länge dann so auf die Fördergeschwindigkeit abzustimmen, dass das Werkstück möglichst
genau von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation voranbewegt wird, während die
Stillstandsperiode so gross zu bemessen ist, dass die Bearbei tungswerkzeuge ihre
arbeit am stillstehenden Werkstück ausüben können.
-
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch zur
Einleitung der Stillstände der Werkstücke in Transportrichtung vor den der vorauslaufenden
Werkstück kante zugeordneten Tastern der Werkstücktastergruppe ein weiterer, von
dieser rJerkstUckvorderkante betätigter Stillstandstaster vorgesehen, der den Doppelbandförderer
öffnet gleichzeitig die Mittel zum Festhalten des Werkstückes auf der Auflegeplatte,
die Werkstücktastergruppe und, gegebenen falls mit geringer zeitlicher Verzögerung,
die 3earbeitungs-Werkzeuge der Bearbeitungsstationen zur Durchführung der Arbeitsvorgänge
am stillstehenden Werkstück einschaltet. Zum Einschalten der Bearbeitungsstatioten
können an sich hekannte Programmsteuergeräte vorgesehen sein. Der leschriebene weitere
Tastcr, der nachstehend zur besseren Unterscheidung von den Tastern der Werkstücktastergruppe
als Stillstandstaster bezeichnet wird, bestimmt somit den Beginn der Still standsperiode
und gleichzeitig der Bearbeitung der Werkstücke an den Bearbeitungsstationen. Diese
Ausgestaltung erlaubt es, das Fördermittel und die Werkzeuge an den ein zelnen Bearbeitungsstationen
der Bearbeitungsmaschine mit voneinander unabhängigen Antrieben auszustatten. Hierdurch
werden besonders bei BearLioitungsmaschinen mit grossen Abmessungen
teuere,
zentrale Antriebe mit ihren vielfachen Verzweigungen zu den einzelnen Werkzeugen
der Bearbeitungsstationen vermieden. Ausserdem wird eine grössere Freizügigkeit
in der Anordnung und Ausgestaltung der Bearbeitungsstationen und eine wesentliche
Vereinfachung beider Umstellung der Bearbeitungsmaschine auf andere Werkstückabmessungen
erreicht, Die Förderschritte der Werkstücke können zweckmässig erfindungsgemäss
jeweils durch dasjenige Programmschaltgerät eingeleitet werden, dessen Bearbeitungsstation
den zeitlich längsten Arbeitszyklus aufweist, indem dieses Schaltgerät mit dem Wiederausschalten
seiner Bearbeitungsstation den Doppelbandförderer auf Förderung umschaltet und-
in sämtlichen Stillstandsstationen die Mittel zum Festhalten der Werkstücke auf
der Auflageplatte und die Werkstücktastergruppe ausschaltet.
-
Um zu erreichen, dass die Werkstücke beim Andrücken der Fördertrurne
des Doppelbandförderers ohne Schlupf erfasst und mitgenommen werden0 kann in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung jeder Auflageplatte ein n gesteuertes Andrückrollenpaar
zum Gegeneinanderdrücken der Fördertrume im 3ereich des auf der Andriickplatte befindlichen
Werkstückes zugeordnet sein, das synchron mit den Antriebsmitteln zum Abheben und
Andrücken des Doppelbandförderers arbeitet.
-
Der Doppelbandfördorer kann entweder sämtliche Stillstandsstationen
durchlaufende endlose Förderbänder aufweisen oder auch nach einem weiteren Vorschlag
der Erfindung aus einer Anzahl von Doppelbandförderern bestehen, von dcnen jeder
Stillstandsstation je einer zugeordnet ist0 die
gemeinsam die Förderstrecke
bilden und von denen jeder mit eigenen Druckmittelzylindern abgehoben und angedrückt
wird. Dio Steuerung der Druckmittelzylinder'erfolgt dabei durch den Stillstandstaster
der zugehörigen Stillstandsstation und durch eines der Programmschaltgeräte für
die im Bereich der Stillstandsstation angeordneten T3earbeitungsstationen. Diese
Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die erfindungsgemässe Fördervorrichtung mit
grösserer Frei zügigkeit nach Bedarf aus beliebig vielen voneinander unabhängigEn
Stillstandsstationen nach dem Baukastenprinzip erstellt werden kann, bei denen gleiche
Teilungsabstände nicht mehr eingehalten zu werden brauchen.
-
Die Erfindung ist in der nachstehanden Beschreibung anhand der Zeichnung
näher erläutert, in der zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt
sind.
-
In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer
erfindungsgemässen Fördervorrichtung, Fig. 2 die Vorderansicht einer Stillstandsstation
in vergrösserter, ausführlicherer Darstellung, Fig. 3 einen Grundriss der Stillstandsstation
nach Fig. 2, Fig. 4 und 5 eine Darstellung des Ausrichtvorganges in der Stillstandsstation,
Fig. 6 das Schaltbild einer Stillstandsstation, Fig. 7 ein anderes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemässen Fördervorrichtung in schematischer Seitenansicht und teilweise
im Schnitt, Fig. 8 eine Draufsicht der Fördervorrichtung nach Gig. 7, teilweise
nach der Linie VIII - VIII in Fig. 7.
-
Die in Fig. 1 dargestellte Fördervorrichtung besteht im wesentlichen
aus einem Doppelbandförderer lo 2 und einer oder mehreren Stillstandsstationen 3;
4 usw.
-
im Bereich der einander zugekehrten Fördertrume der Ein zelförderer
1, 2 des Doppelbandförderers. Jeder Einzel bandförderer besteht, wie die Figuren
2 und 3 erkennen lassen, aus einer Mehrzahl von parallelen Einzelbandern.
-
Die Einzelbandförderer sind mittels der Druckmittelzylin der 5, 6
, 7, 8 gegeneinander bewegbar, sodass ihre Fördertrume gegeneinander gedrückt und
voneinander abgehoben werden können. Der Doppelbandförderer 1, 2 leuft stetig in
Transportrichtung a um.
-
Die Stillstandsstationen 3, 4 sind mit gleichen Teilungsabständen
t voneinander im Bereich der bearbeitungsstationen der Bearbeitungsmaschine angeordnet.
Sie hestehen aus einer auf einer ortsfesten Unterlage 9 fr; verschiebbaren Auflageplatte
10, die an ihrer Oberseite in Transportrichtung a verlaufende Stege 11 besitzt.
Die Auflageplatte 10 ist unterhalb des Fördertrums des unteren Einzelbandförderers
2 angeordnet und greift mit ihren Stegen 11 zwischen dessen Einzelbänder. Die AusnehmunCjen
11' der Auflageplatte zwischen den Stegen sind im Vergleich zur Breite der Binzelbänder
so breit bemessen, dass sie Querverschiebungen und Drehungen der Auflageplatte ohne
seitliche Berührung der EinzeLbändor zulassen. Die Höhe der Auflageplatte 10 ist
so gewählt, dass bei gegeneinander bewegten Einzelbandf8rderern 1, 2, also bei geschlossenem
Doppelbandförderer, dessen Förderebene in oder wenig oberhalb der von den Stegen
11 gebildeten OBerfläche der Auflageplatte liegt, während diese Oberfläche bei von
einander abgehobenen Einzelhandförderern, also bei geöffnoten
Doppelhandförderer,
das Fördertrum des unteren Ein zelbandförderers überragt.
-
Die AufiacJeplatte 10 ist als Saugkasten ausgea det. Sie besitzt
nach oben in den Stegen 11 mündende 5augöffnungen 12 und ist mit einer Rohrleitung
huber ein Steuer ventil 13 an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
-
Die Auflageplatte 10 ist mittels dreier Druckmittelzylinder 14, 15,
16 nach allen Richtungen auf ihrer Unterlage 9 verschiebbar und verdrehbar. Die
Druckmittelzylinder sind mit Gelenken 17, 18, 19 an der ortsfesten Unterlage 9 in
der Horizontalen schwenkbar gelagert und mit ihren Kolben 14', 15', 16' an die Auf
lageplatte 10 angelenkt. Die Anlenkung der Druckmittelzylinder an die Auflageplatte
ist dabei so getroffen, dass zwei von ihnen, nämlich 14, 15, mit Abstand voneinander
mit ihren Kolben an einer Längsseite der Auflageplatte angelenkt sind und der dritte7
16, mit seinem Kolben an einer ihrer Schmal seiten. Die Kolben werden durch Rückzugfedern
20, 21, 22 in ihren inneren Totlagen gehalten. Die Arbeitsräume der Druckmittelzylinder
werden über Steuerventile 23, 24, 25 mit einer Druckmittelquelle verbunden.- Sie
sind über ein gesteuertes Abflussventil 37 an eine gemeinsame Druckmittelabflussleitung
38 angeschlossen.
-
In Transportrichtung a hinter der Auflageplatte 10 ist ein vorzugsweise
als Fototaster ausgebildeter, ortsfester Stillstandstaster 26 angeordnet, der von
der vorauslaufenden Kante des vom Doppelbandförderer stetig voranbewegten
Werkstückes
S betätigt wird. Er hat die Aufgabe, mit seinem Dunkelsignal die Stillstandsstation
beim Ein treffen eines Werkstückes einzuschalten Auf der Still standsstation ist
ferner eine aus drei ortsfesten Fototastern 27, 28, 29 bestehende Werkstücktasterbgruppe
vorgesehen, die mit Bezug auf die Werkzeuge der Bearbeitungsstationen die genaue
Lage des Werkstückes in der Stillstandsstation wDerwacht und berichtigt. Um diese
Aufgabe zu erfüllen, sind von dieser Tastergruppe die beiden Fototaster 27, 28 mit
seitlichem Abstand voneinander im Bereich der vorauslaufenden Werkstückslängskante
und im Ab stand x hinter dem Stillstandstaster 26 angeordnet und der Fototaster
29 im Bereich einer Werkstückquerkante.
-
von der Werkstücktastergruppe steuert, wie in Figur 3 durch Verbindungslinien
angedeutet, jederder beiden Fetotaster 27, 28 das Steuerventil 23, 24 des ihm gegenüberliegenden
Druckmittelzylinders 14, 15, die an die La'ngsseite der Auflabeplatte 10 angelenkt
sind, während der dritte Fototaster 29 das steuerventil 25 des an die Schmalseite
der Auflageplatte angelenkten Druckmittel= zylinders 16 steuert Die Fototaster 27,
28, 29 und das, zugehörige Verstärker und Schaltgerät 30, das im Schaltbild Figur
6 angedeutet ist, sind so ausgebildet, dass das Hellsignal der Fototaster die Steuerventile
23, 24, 25 öfe net, während sie vom Dunkelsignal geschlossen werden.
-
In der Figur 6 ist das Schaltbild einer Stillstands station, zum
Beispiel 3, in Verbindung mit zwei ortsfestcn, seitlichen Bearbeitungsstationen
Bl, B2 für die Bearbeitung der Werkstücke dargestellt, von denen jeder einen eigenen,
elektromotorischen Antrieb aufweist.
-
Der Stillstandstaster 26 steuert das Verstärker- und Schaltgerät 31,
an das das gemeinsame Steuerventil 52 für die Druckmittelzylinder 5, 6; 7, 8 zum
Abheben und andrücken des DoppeV.andförderers 1, 2 und das Steuerventil 13 für die
Saugöffnungen 12 der Auflageplatte 10 in der weise angeschlossen sind, dass sich
heim Dunkelsignal des Stillstandstasters der Doppelbandförderer öffnet und die Saugöffnungen
mit der Unterdruckquelle verbunden werdcn Ferner wird von dem Schaltgerät 31 der
Steuorstrom hreis eines im Verstärkerstromkreis des VerstärkerS und Schaltgerätes
30 für die Werkstücktastergruppe 27, 20, 29 liegenden Relais 32 so geschaltet, dass
der Verstärkerstromkreis beim Dunkelsignal des Stillstands tasters 26 geschlossen
wird. Schliesslich schaltet das Schaltgerät 31 beim Dunkelsignal des Stillstandstasters
26 die Programmsteuergeräte 33, 34 der Bearbeitungsstationen Bl und 32 ein. Dieser
Einschaltimpuls kann durch die Zeitrelais 35, 36 beliebig verzögert werden.
-
Das Ausschalten der Stillstandsstation erfolgt durch das Programmsteuergerät
34 derjenigen Bearbeitungsstation '.2), die von sämtlichen Bearbeitungsstationen
die grösste Zeitspanne für ihren Arbeitszyklus benötigt. Hierdurch ist sichergestellt,
dass der nächste Förderschritt der Werkstücke erst dann beginnt, wenn sämtliche
t3earbeitungsstationen ihre Arbeit beendet haben. Beim Vorhandensein meh rcrer Stillstandsstationen
werden sämtliche Stillstandso stationen gleichzeitig durch dieses Programmsteuergerät
34 ausgeschaltet. Gleichzeitig mit dem Ausschalten der Stillstands station wird
das Abflussventil 37 vom Programmsteuergerät 34 geöffnet und mittels des Zeitrelais
39 nach
einer kurzen Zeitspanne wieder geschlossen Die schrittweise
voranzubewegenden Werkstück s beispielsweise Schlauchstücke zur Herstellung von
Säcken od3r Beuteln, werden nach Figur 1 am linken Aufgabeende des Doppelhandförderers
1, 2, das von der nächsten Still standsstation 3 den Teilungsabstand t oder ein
gerades Vielfaches dieses Teilungsabstandes hat, mittels eines an sich bekannten,
auf der Zeichnung nicht dargestellten Anlegers in den geöffneten Doppelbandförderer
eingeführt, der sie beim Schliessen mit seinen stetig umlaufenden Einzelbändern
erfasst un4 in Transportrichtung a der nächsten Stillstandsstation 3 zuführt. Auf
der Stillstands;-station unterbricht die voraus laufende Werkstückkante den Strahlengang
des Stillstandstasters 26, so dass das zugehörige Verstärker- und Schaltgerät 31
ein Dunkelsignal erhält und die beschriebenen Einschaltvorgänge ausführt.
-
Dadurch wird das Werkstück von dem sich öffnenden Doppelbandförderer
auf der Auflageplatte 10 freigegeben und dort durch die Saugwirkung der Saugöffnungon
12 fest halten. Gleichzeitig werden die Werkstücktastergruppen 27, 28, 29 durch
Schliessen ihres Verstärkerstromkreiscs mittels des Relais 32 und die Bearbeitungsstationen
Bl, B2 (Fig. 6) mittels ihrer Programmsteuergeräte 33, 34 eingeschaltet. Beim Uebergeben
des Werkstückes vom stetig f8r dernden Doppelbandförderer 1, 2 an die Auflageplatte
10 nimmt diese gegenüber der ortsfesten Werkstücktastergruppe 27, 28, 29 unter dem
Einfluss der Riickzugfedern 20, 21, 22 ihrer Druckmittelzylinder 14, , 15, 16 die
in Fig. 4 dargestellte Ausgangsstellung ein, die so gewählt ist, dass das von ihr
übernommene Werkstück auch bei unbeabsichtigter Schräglage (wie in Fig. 4 angedeutet)
nicht in den Strahl
gang der Werkstiicktaster 27, 28, 29 gelangt.
Somit werden durch das Einschalten des Relais 32 die Hell signale sämtlicher Werkstücktaster
im Verstärker- und Schaltgerät 30 mit der Folge wirksam, daß sämtliche Steuertentile
23, 2As, 25 die Druckmittelzufuhr zu den Druckmittelzylindern 14, 15, 16 öffnen.
Die vom Druckmittel beaufschlagten Kolben 1elf', 15', 16' verschieben nunmehr die
Auflageplatte mit dem auf ihr festgehaltenen Werkstück in Richtung auf die zugeordneten
Werkstücktaster 27, 28 29, bis die Werkstückkanten, wie in Fig. 5 dargestellt, die
Werkstücktaster überdecken. Die hierbei ausgelösten Dunkelsignale schließen die
zugeordneten Steuerventile 23, 24 25, so daß die Kolben 14', 15', 16' in ihrer augenblicklichen
Stellung verharren. Damit ist das Werkstück zu den Bearbeitungsstationen B1, B 2
genau ausgerichtet. Die beschriebene horizontale Anlenkung der Druckmittelzylinder
14, 15, 16 an die Unterlage 9 und ihrer Kolben 14', 15', 16' an die Auflageplatte
10 ermöglicht ausser seitlichen Verschiebungen auch jede Verdrehung der Auflageplatte,
wie sie zum Beispiel in Fig. 5 dargestellt ist. Die Auflageplatte verharrt in der
Schrägstellung nach Fig. 5 und hält das Werkstück in seiner ausgerichteten Lage
fest, bis die Bearbeitungsstationen B1, B2 ihren Arbeitszyklus beendet haben. Das
beschriebene Ausrichten deß Werkstückes nimmt normalerweise weniger Zeit in Anspruch
als das Vorrücken der Werkzeuge aus ihrer Stillstandsstellung in die Arbeitsstellung.
Die Bearbeitungsstationen B1, B2 können deshalb meistens gleichzeitig mit den Werkstücktastern
27, 28, 29 vom Stillstandtaster 26 eingeschaltet werden. Das Einschalten der Bearbeitungsstationen
kann aber auch aus Sicherheitsgründen mittels der Zeitrelais 35, 36
verzögert
werden. Sobald die Bearbeitungsstation 22 als letzte ihren Arbeitszyklus beendet
hat1 schaltet ihr Programmsteuergerät 34 die vom Stillstandstaster 26 eingeschalteten
Vorgänge wieder aus bzw. um. Dadurch wird der Doppelbandförderer 1, 2 wieder angedrückt
und gleichzeitig das Vakuum in den Saugbohrungen 12 der Auflageplatte 10 aufgehoben.
Das Werkstück wird nunmehr vom Doppelbandförderer wieder erfasst und zur nächsten
Stillstandsstation 4 transportiert, an der sich die beschriebenen Vorgänge in gleicher
Weise wiederholen. Das Progrcmmmsteuergerät 34 öffnet gleichzeitig das Abflussventil
37 in der Druckmittelabflussleitung 38, das sich nach Ablauf der am Zeitrelais 39
eingestellten Zeitspanne wieder schliesst. Hierdurch kommen die Rückzugfedern 20,
21, 22 in den Druckmittelzylindern 14, 15, 16 zur Wirkung und schieben die Auflageplatte
10 zum Empfang des nächsten Werkstückes in ihre Ausgangsstellung (Fig 4) zurück.
-
Um beim Andrücken des Doppelbandförderers mit 51 cherheit zu erreichen,
dass das Werkstück ohne Schlupf von den stetig umlaufenden Fördertrumen erfasst
und voranhewegt wird, ist vorzugsweise, wic in Fig. 1 angedeutet, jeder Auflageplatte
3, 4 ein Andrückrollenpaar 40, 41 zugeordnet. Die Einzelwalzen der Andrückrollenpaare
sind mittels der Druckmittelzylinder 42, 43; 42', 43' von oben und unten gegen die
Fördertrume voranbewegbar und pressen diese fest gegen das zwischen ihnen befindliche
Werkstück.
-
Hierdurch wird sichergestellt, dass der Teilungsabstand t beim Voranbewegen
der Werkstücke innerhalb der durch den Abstand x zwischen dem Stillstandstaster
26 und den WerkX stücktastern 27, 28 gegebenen Toleranz konstant gehalten
wird.
Das hat den Vorteil, dass sämtliche Stillstandsstationen durch den Stillstandstaster
26 der ersten Stillstandsstation 3 mittels des zugehörigen Verstärker- und Schaltgerätes
31 gleichzeitig eingeschaltet werden können hierdurch ergeben sich erhebliche Ersparnisse
an Fototastern und zugehörigen Vorstärker- und Schaltgeräten. Die i':idrückrollenpaare
40, 41 werden synchronmit den Einzell;ndern 1, 2 des Doppel1andförderers bewegt,
was ohne weiteres durch Anschalten ihrer Druckmittelzylinder an die Druckmittelleitungen
der zum öffnen und Schliessen des Doppelbandförderers vorgesehenen Druckmittel zylinder
5, 6; 7, 8 erreicht wird.
-
Anstelle der nur einseitig mit dem Druckmittel beaufschlagten Druckmittelzylinder
14, 15, 16 können selbst verständlich auch beidseitig beaufschlagte zum Verschieben
der Auflageplatte 10 vorgesehen werden. Solche Druckmittelzylinder erfordern aber
Werkstückfototaster, die in an sich gekannter Weise mit ihrem Hellsignal die Druckmittelzufuhr
zu der einen Zylinderseite öffnen und gleichzeitig die andere Zylinderseite mit
der Druckflüssigkeitsrückflussleitung verbinden, mit ihrem Dunkelsignal das Druckmittel
entsprechend auf die andere Zylinderseite umleiten und bei halber Verdunkelung beide
Zylinderseiten vom Druckmittelzufluss absperren, um den Stillstand des Kolbens herbeizuführen,
sobald die Werkstückkante den Strahlengang des Fototasters zur Hälfte unterbricht.
Eine solche Ausgestaltung des Justierantriebes der Auflageplatte befriedigt zwar
höchste Anforderungen an die Genauigkeit des Ausrichtens des Werkstückes, sie verlangt
ether auch" den Einsatz kostspieliger Schalt- und Steuergeräte und zusätzlicher
Mittel, die die Auflageplatte 10 nach jedem Ausrichtevorgang wieder in ihre
Ausgangsstellung
zurückführen.
-
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 und 8 unterscheidet sich von
dem beschriebenen durch eine andere Ausgestaltung des Doppelbandförderers 1, 2 und
eine andere Anlenkung der Druckmittelzylinder II, 15, 16 an die Auflageplatte 10.
Die sonstigen mit Bezug auf die Fig. 1 beschriebenen Einrichtungen bleiben unverandert.
Anstelle eines gemeinsamen Doppelbandförderers für sämtliche Still.
-
standsstation 3, 4 ein einer Doppelhandförderer 1', 2' ; 1'', 2''
zugeordnet, dessen Einzelbandförderer mittels der Druckmittelzylinder 5', 6', 7',
8' ; 5'', 6'', 7'', 8'' gegeneinander gedrückt und voneinander abgehoben werden.
Die Doppelbandförderer laufen -in Trans:-crtrichtung a um und bilden, aneinandergereiht,
gemeinsam die Förderstrecke für die Werkstücke S. Zwischen den einzelnen Doppelhandförderern
sind ortsfeste Tische 44 vorgesehen deren obere Auf lagefläche mit der Auflagoplatte
10 der Stillstandsstation bündig ist so dass sie wie diese bei abgehobenem Doppelbandförderer
das untere Fördertrum desselben überragt. Die Tische bestehen, wie Fig. 3 erkennen
lässt, .aus Roststäbon.
-
Si erstrecken sich jeweils bis zur Auflageplatte der nächsten Stillstandsstation.
Die Stillstandsstationen sind in gleicher Weise ausgestattet wie die mit Bezug auf
Fig 1 5 beschriebenen. Die Schaltung ihrer gesteuerten Teile entspricht dem in Fig.
6 dargestellten Schalthild. Das Anlegen der Werkstücke an den ersten Doppelbandförderer
1', 2' erfolgt im Arbeitstakt derjenigen Stillstandsstation2 de" ren Bearbeitungsstationen
im Vergleich zu allen anderen die längste Zeitspanne für ihren Arbeitszyklus benötigen.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig 7 und 8 crrei
fen
ferner die Druckmittelkolhen 14', 15', 16' zum Ver schieben der Auflageplatte 10
auf ihrer Unterlage a unter halb des Doppelbandförderers mit kugelgelenken 45 an
senkrechten Stangen 46, Q7, 48 an, die mit Kugelköpfen an ihren unteren Enden in
ortsfesten Kugelpfannen ?;9, und mit Kugelköpfen an ihren oberen Enden verschiebbar
in zylindrisch Führungsbuchsen 50 an der Auflageplatte 10 eingreifen. Die Zylinder
14, 15, 16 sind dabei eben falls in ortsfesten Rugelgelenken 51 gelagert V die e
Fig. 7 im Vergleich zu Fig. 1 ohne weiteres erkennen fest, sind durch diese Ausgestaltung
die Druckmittelzylinder an eine Stelle verlegt, an der sie den Einbau der erforderlichen
Bearbeitungsstationen, insbesondere solcher mit grossen Abmessungen, nicht behindern.